les fetes - HEH

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les fetes - HEH
LES FETES............................................................................................................................3
LES FÊTES ET LES TRADITIONS HIVERNALES .............................................................3
Halloween ..........................................................................................................................3
Origines ......................................................................................................................3
La Toussaint ...................................................................................................................4
Cycle de Noël .....................................................................................................................4
L'Avent et la Sainte Lucie...............................................................................................4
Père Noël............................................................................................................................5
Alors quel est le sens de cette tradition........................................................................5
Noël....................................................................................................................................5
Décorations du sapin.......................................................................................................6
Les cadeaux ....................................................................................................................6
Le réveillon ....................................................................................................................7
Les couleurs traditionnelles de Noël............................................................................7
Le Nouvel An .....................................................................................................................7
La fête des Rois ..................................................................................................................8
Pourquoi une fève .......................................................................................................8
Chandeleur .........................................................................................................................9
LES FÊTES DU PRINTEMPS ET DU RENOUVEAU Le cycle de Pâques...........................9
Le temps de carnaval ..........................................................................................................9
Les carnavals des champs .............................................................................................10
Les carnavals des villes.................................................................................................11
Des créatures inhabituelles............................................................................................11
Gestes porte-bonheur ...............................................................................................12
Pâques ..............................................................................................................................12
Le passage de l'hiver à l'été ...........................................................................................13
De généreux distributeurs de cadeaux ...........................................................................13
Mais pourquoi offre-t-on des oeufs à Pâques ? ..............................................................13
L'œuf............................................................................................................................13
Convivialité ..................................................................................................................14
Le 1er mai .......................................................................................................................14
Le brin de muguet.........................................................................................................14
La fête du travail...........................................................................................................14
Fête des mères ..................................................................................................................16
Fêtes patronales ....................................................................................................................17
Comment identifier un saint en peinture ou sculpture....................................................17
Sainte Catherine ...............................................................................................................17
Saint Nicolas ....................................................................................................................18
Représentation du personnage : il s’agit d’un personnage clairement catholique........18
Comment est-on passé de Saint Nicolas au Père Noël ?.................................................19
Père fouettard, « zwarte Piet ».......................................................................................19
St Valentin........................................................................................................................20
Folklore à Tournai ................................................................................................................21
Le Lundi perdu .................................................................................................................21
Le Carnaval ......................................................................................................................21
La journée des Quatre Cortèges ........................................................................................21
1. Annexe .....................................................................................................................22
Le Gille du carnaval de Binche.....................................................................................22
Le carnaval des Blancs Moussis de Stavelot..................................................................23
2. Annexe St Nicolas ....................................................................................................24
Un Turc bien sympathique ............................................................................................24
3. Annexe .....................................................................................................................26
Article de presse ...........................................................................................................26
4. Annexe Lundi Perdu .................................................................................................27
Le repas........................................................................................................................28
La tradition...................................................................................................................29
5. Annexe LA RÉINTERPRÉTATION CHRÉTIENNE DES FÊTES ANTÉRIEURES
AU CHRISTIANISME.....................................................................................................30
Les fêtes d'origine juive ...............................................................................................30
Les fêtes d'origine romaine ..........................................................................................31
Les fêtes orientales .......................................................................................................32
Les fêtes du paganisme nordique...................................................................................33
LES FETES
Sont appelées calendaires les fêtes dont la place dans l'année (= la date) est liée au calendrier
astronomique, c'est-à-dire aux révolutions respectives de la terre et de la lune ; notre société
compte deux grands groupes de fêtes calendaires que l'on nomme « cycle » :
x
Le cycle de Noël, autour du solstice d'hiver
x
Le cycle de Pâques : autour de l'équinoxe de printemps
A côté de ces fêtes calendaires, il existe des fêtes patronales et des fêtes liées au folklore
local.
LES FÊTES ET LES TRADITIONS HIVERNALES
Novembre annonce l'hiver. Les pays de l'hémisphère nord connaissent une obscurité
grandissante et les arbres se dépouillent, c'est le retour des jours sombres.
En novembre, les greniers sont bien remplis. Pourtant, les inquiétudes de l'hiver renaissent
avec l'année qui meurt. Des angoisses surgissent, liées à l'avenir et à l'au-delà. La Toussaint,
surtout la fête des Morts, de même qu'Halloween témoignent de ces craintes ancestrales liées
à l'obscurité et aux superstitions.
Halloween
Le « danger » de célébrer Halloween est que cela banalise l'occulte et le surnaturel dès
l'enfance.
Le seul réel avantage pédagogique réside dans le fait qu'Halloween est le moment ou
jamais de faire comprendre que les fantômes, les monstres et les sorcières n'existent que
dans l'imagination des auteurs de livres et de films.
Halloween couplé au célèbre sorcier doté de pouvoirs paranormaux Harry Potter, une
des vedettes favorites des plus jeunes, a un effet dévastateur chez certains car il ne faut
pas perdre de vue que les enfants de 3 à 8 ans ont beaucoup de mal à faire la distinction
entre le réel et ce qui l'est beaucoup moins. Comme enseignant, il faut veiller à former
de futurs adultes équilibrés et capables d'une pensée cohérente et rationnelle.
Origines
Les manifestations d'Halloween ont des origines préchrétiennes. La fête tient son nom de
l'anglais All Hallows'eve, veille de la Toussaint qui fut, elle, instituée au 8e siècle en GrandeBretagne.
Juste avant le début de notre ère, l'importante fête celtique de Samain célébrait le
changement (l'année qui reprenait avec le retour de la saison sombre. L'Irlandais moderne
place le jour de Samain le 1er novembre. On disait que les mondes humains et divins se
confondaient et qu'il était facile aux hommes de communiquer avec l'Autre Monde.
Samain et les jours voisins, étaient marqués par de grands festins rituels obligatoires réservés
aux hommes, avec abondance de viande de porc et de vin (ou bière et hydromel) et, après
extinction de tous les feux, les druides en allumaient de nouveaux.
Sur les coutumes de cette nuit du 31 octobre qui coïncidait avec la fin des récoltes et le retour
du bétail des pâturages se sont greffées des croyances.
La fête anglo-saxonne d'Halloween, très connue en Amérique du Nord où elle a été importée
surtout par les Irlandais au 19e siècle, est revenue en Europe. Le soir du 31 à la nuit tombée,
des groupes d'enfants déguisés en fantômes, sorcières, diables, squelettes... frappent aux
portes en menaçant «Trick or treat ! » (« La vie ou un bonbon ! »), récoltent friandises ou
monnaie et exécutent parfois farces et saynètes. Ils se réunissent ensuite chez l'un d'entre eux
pour jouer avec des fruits de l'automne (pommes, noix, châtaignes...). Dans les jardins, sur les
seuils des maisons ou à leurs fenêtres, des lanternes grimaçantes faites dans des citrouilles
évidées vacillent, les Jack o'Lantern. Selon une légende irlandaise, Jack, trop avare pour
mériter le paradis, était condamné à errer sur terre avec sa lanterne, car même le diable à qui il
avait joué de mauvais tours ne voulait plus de lui. De bruyants défilés carnavalesques de
jeunes gens masqués en créatures fantastiques envahissent les rues des villes et les cafés
décorés de figures lugubres oranges et noires, les couleurs d'Halloween : orange de la
citrouille éclairée et des premières lueurs de l'aube, noir de la mort et de la nuit.
Dans plusieurs régions d'Europe, la lanterne végétale représentant une tête de mort était d'un
emploi fréquent à cette époque de l'année pour conjurer la nuit et les puissances infernales qui
la hantaient, disait-on. Creusées dans des betteraves ou des navets, les enfants les portent à
l'aide d'une baguette de coudrier. Les citrouilles sont apparues plus tard aux Etats-Unis. Trop
lourdes pour être portées à bout de bras, elles sont posées sur les rebords des fenêtres ou dans
l’embrasure de la porte d’entrée.
La Toussaint le ler novembre, est souvent confondue avec la fête des morts placée le
lendemain. Si à Rome en 610, une célébration collective en l'honneur de « sainte Marie et tous
les saints martyrs » fut instituée le 13 mai par Boniface IV dans l'ancien Panthéon, c'est en
Angleterre au ville siècle qu'apparut un « Jour de Tous les Saints », sans doute pour couvrir la
fête celtique de Samain. Il se répandit à cette date dans l'Empire carolingien on fixa au 2
novembre la commémoration des morts. A cette occasion, les familles déposent au cimetière
de la bruyère, des chrysanthèmes ou des conifères, symboles solaires ou de longévité, sur les
tombes de leurs proches, parfois des bougies allumées. Au Mexique, on offre des sucreries en
forme de crânes ou d'os qui dédramatisent la mort.
Cycle de Noël
L'Avent et la Sainte Lucie
Il s’agit d’une tradition chrétienne !
Avent = période qui précède Noël, du latin adventus = arrivée, venue (cf. avenir) qui
commence le dimanche le plus proche de la Saint-André, le 30 novembre et qui comprend 4
dimanches
Calendrier de l'Avent : 24 fenêtres que l'on ouvre une à une à partir du 1er décembre
Couronne de l'Avent : horizontale et comportant 4 bougies en l'honneur des 4 dimanches de
l'Avent
Cette période noire a engendré selon les régions, la très ancienne création de
personnages généreux, pourvoyeurs de cadeaux : Saint-Martin, Saint-Nicolas
et Sainte-Lucie
Saint-Martin et Saint-Nicolas : fêtes patronales
Sainte-Lucie =13 décembre du latin lux, lumière particulièrement célébrée en Scandinavie
Père Noël
C'est Saint Nicolas qui a inspiré le Père Noël.
On retrouve dans la représentation du Père Noël tout ce qui faisait la symbolique du
personnage de Saint Nicolas mais il n’y a aucune connotation religieuse : la longue barbe
blanche, la mitre qui est devenu un bonnet de fourrure, le grand manteau rouge. Il voyage
dans un traîneau tiré par des rênes, Saint Nicolas voyageait sur le dos d'un âne. Pour cette
raison, dans certaines régions de France, les enfants déposent sous le sapin de Noël, un verre
de vin pour le Père Noël et une carotte pour son âne.
Pour les Américains, Saint Nicolas est Sinter Klaas qui devint Santa Claus. Le Père Noël c'est
en fait la synthèse du Saint-Nicolas qui distribuait des cadeaux aux enfants obéissants dans la
nuit du 6 décembre et du Weihnachtsmann: l'homme de Noël des protestants allemands.
En 1809, l’écrivain Washington Irving parle pour la première fois des déplacements aériens
de Saint-Nicolas pour la traditionnelle distribution des cadeaux.
Ensuite 1821 : un pasteur américain, Clément Clarke Moore écrivit un conte de NOËL pour
ses enfants dans lequel un personnage sympathique apparaît, le Père Noël, dans son traîneau
tiré par huit rennes. Il le fit dodu, jovial et souriant, remplaça la mitre du Saint Nicolas par un
bonnet, sa crosse par un sucre d'orge et le débarrassa du Père Fouettard. L'âne fut remplacé
par 8 rennes. Ce récit fut ensuite traduit en plusieurs langues et diffusé dans le monde entier.
En 1860, Thomas Nast, revêt Santa-Claus d'un costume rouge, garni de fourrure blanche et
rehaussé d'un large ceinturon de cuir. Pendant près de 30 ans, Nast illustra au moyen de
centaines de dessins tous les aspects de la légende de Santa Claus connu chez les
francophones comme étant le père Noël.
En 1885, Nast établissait la résidence officielle du père Noël au pôle Nord au moyen d'un
dessin illustrant deux enfants regardant le tracé de son parcours depuis le pôle Nord jusqu'aux
États-Unis.
Le Père Noël tel qu'on le connaît, c'est une célèbre boisson gazeuse qui l'a mis en avant dans
ses publicités en 1931. Bedonnant, tout de rouge vêtu, gros ceinturon et longue barbe
blanche...
On pourrait remonter bien plus loin: aux Saturnales romaines par exemple, les fêtes qui
marquaient la fin de l'hiver et le début du printemps, un personnage tout habillé de
rouge menait le cortège. C'était un rigolo qui faisait des cadeaux et prenait la vie en riant.
Alors quel est le sens de cette tradition ? L’explication païenne, c'est l'opulence des
cadeaux pour fêter le solstice d'hiver et les jours qui rallongent.
Le thème de la Nativité (l'adoration des bergers, l'adoration des Rois mages) est un des sujets
les plus courants de la peinture européenne mais c’est un thème purement chrétien à ne pas
exploiter dans l’enseignement officiel.
Noël
Les Celtes considéraient le 24 décembre, comme le jour de la renaissance du Soleil. Ils
avaient coutume d'associer un arbre à chaque mois lunaire, ils avaient dédié l'épicéa, qui
était l'arbre de l'enfantement, à ce jour-là. Il existait déjà un rite païen lors des fêtes du
solstice d'hiver : on décorait un arbre, symbole de vie, avec des fruits, des fleurs, du blé.
L’Eglise considérait l'arbre de Noël comme une pratique païenne, ce fût le cas jusqu'au milieu
du XXe siècle. Au XIe siècle, les fidèles avaient coutume de présenter des scènes appelées
Mystères, dont celle du Paradis. L'arbre du Paradis était souvent symbolisé par un sapin garni
de pommes rouges. C'est en 1521 que le sapin ou arbre de Noël ou encore arbre du Christ a
été mentionné pour la première fois en Alsace. La tradition du sapin apparaît en Europe, en
Alsace, on accrocha une étoile au sommet de l'arbre, symbole de l'étoile de Bethléem qui
guida les Rois Mages, il occupa une place de choix dans les églises des deux religions. En
1560, au moment de la Réforme, les Protestants se refusent à représenter la Nativité par une
crèche comme les catholiques. Ils préfèrent développer la tradition du sapin de Noël, arbre qui
symbolise le paradis d'Adam et Eve et la connaissance du bien et du mal.
Décorations du sapin
Au XVII et XVIIIe siècle on commence à voir les premiers sapins illuminés, on plaçait des
coquilles de noix remplies d'huile à la surface de laquelle une petite mèche flottait ou des
chandelles souples que l'on nouait autour des branches.
C'est au XIXe siècle que le sapin de Noël prend son essor.
Cette coutume de l'arbre de Noël arriva en Grande Bretagne dans les années 1840. La jeune
reine Victoria et son époux le roi Albert firent apprécier dans tout le pays l'arbre de Noël
allemand avec ses lumières brillantes, Il fit ensuite son apparition aux Etats-Unis. En France,
l'arbre de Noël fut introduit à Versailles par Marie Leszcynska, femme de Louis XV en 1738.
En 1837 Hélène de Mecklembourg, duchesse d'Orléans et d'origine allemande fait décorer un
sapin aux Tuileries.
Cette tradition se généralisa après la guerre de 1870 dans tout le pays, car il y a beaucoup de
gens d'Alsace-Lorraine réfugiés en France après l’annexion de leur région par l’Allemagne et
ils font connaître la tradition du sapin aux Français : "Là où il y a une famille alsacienne, il y
a un sapin de Noël". A la fin du XIXe siècle tout le pays l'a adopté.
C'est à partir de 1880 qu'on a pu voir les premières décorations avec des ampoules
électriques aux Etats-Unis, mais cela restait très cher.
Jusque dans les années 1950 c'est l'Allemagne et les pays d'Europe de l'est qui restent le coeur
de production des ornements d'art. Les artisans travaillaient le verre soufflé, filé, moulé, le
métal, la cire et le bois. On fabriquait aussi des petits personnages en coton, des cheveux
d'anges métalliques. La boule de Noël : traditionnellement, on accrochait des pommes mais
en 1858, l'hiver fut très rigoureux e t u n artisan verrier eut l'idée de créer des boules
représentant une pomme et d'autres fruits.
Les cadeaux
Donner des cadeaux de fin d’année, cadeaux alimentaires (pain d’épices, pâte d’amande,
oranges…) est une habitude très ancienne, déjà présente chez les Romains. La générosité,
l’abondance lors des mets de réveillon par exemple, appelle l’abondance.
Le nom d’ « étrennes » vient de Strenia, déesse romaine de la force et de la bonne santé ;
c’est devenu un cadeau de début d’année, souvent de l’argent.
Le soulier déposé dans la cheminée représente la personne et son intimité, telle une main
tendue.
La cheminée toujours ouverte sur l’extérieur, il fallait faire brûler un feu toute la nuit pour
empêcher les forces maléfiques de s’introduire dans la maison.
La bûche de Noël (très grosse, en chêne ou arbre fruitier) symbolisait l’abondance, la lumière
en cette époque de solstice et elle devait brûler toute la nuit. On conservait d’ailleurs ses
cendres qui avaient toutes sortes de propriétés supposées magiques et qui ont été
commercialisées pendant longtemps comme « remède, porte-bonheur ».
Les cheminées ont disparu au XXe siècle et les bûches ont donc été remplacées par des
gâteaux qui en ont la forme, (invention en 1875 par un pâtissier à Paris).
L’origine du cougnou : En Wallonie et particulièrement dans le Hainaut, on use selon les
régions de trois types de dénominations : cougnole, cougnou ou coquille. D’autres termes sont
employés par exemple « coquille ». La forme en 3 parties qui représente le corps d’un bébé
n’est peut être pas liée uniquement à la tradition religieuse. Au Moyen Age, parmi les
redevances en nature dont les paysans avaient à s’acquitter envers leur seigneur, on trouve
parfois des pains et même des cougnous, plus tard, ils ne furent plus qu’une gratification
offerte à l’occasion de la Noël à l’un ou l’autre mais surtout aux enfants.. L’importance de
l’enfant Jésus dans le folklore de la Noël a dû contribuer à répandre, sinon à suggérer, ce
gâteau dont la forme rappelle celle de l’être humain.
Le réveillon
La solitude est mal vécue et c’est une période faite de générosité pendant laquelle on se
préoccupe des plus démunis et des gens seuls.
Comme toutes les fêtes occasionnent des festins, le repas peut avoir lieu le soir du 24 ou dans
la journée du 25 décembre. Ce repas familial renforce la convivialité, soude les liens
familiaux, réconcilie parfois. Il est copieux et dépend des régions et des pays : huîtres, foie
gras, dinde, boudin blanc…pudding, et surtout beaucoup de fruits secs. On dépense sans
compter comme lors de toute grande fête.
Les branchages de houx avec leurs baies rouges sont largement utilisés en décoration au
moment des fêtes de Noël.
Le houx est un symbole festif, les druides à l’époque celte utilisaient déjà ses baies et ses
feuilles comme décorations car la plante était censée les protéger du mauvais sort, les piques
chassant les mauvais esprits. Lors de la fête chrétienne, le houx a été « récupéré ».
Les couleurs traditionnelles de Noël : le rouge, couleur de chaleur et de lumière et le
vert couleur des feuillages, de l'espérance.
Le rouge du costume du Père Noël, de la fête, des bougies, de la chaleur conviviale et
familiale, des joues des enfants attendant patiemment leurs cadeaux, du rouge-gorge bravant
l'hiver, du poinsettia au feuillage étincelant (rose de Noël)...
Le vert fait penser au sapin et autres conifères dont la parure résiste vaillamment au froid tout
l'hiver, à la promesse du printemps prochain, au houx et à ses feuilles vernissées, au gui.
Le Nouvel An
C’est Jules César qui a institué au 1er janvier le début de l’année légale qui débutait autrefois
en mars.
La nuit de la St Sylvestre, le 31 décembre est fêtée joyeusement, le réveillon ressemble à celui
de Noël sauf que l’on sort plus entre amis.
Le gui est le symbole du Nouvel An et la coutume veut que l’on s’embrasse dessous à minuit.
Le gui, symbole de la fertilité, est traditionnel chez les Celtes. Ses boules de lumière poussant
entre ciel et terre, son feuillage vert en hivers était vénéré.
La coutume des vœux qui s’échangent continue, par des visites (moins fréquentes) des cartes
de vœux, mais surtout aujourd’hui de SMS. La première carte imprimée date du 19ème siècle.
Rappel :
Sapin : tradition celte
Etoile du berger, crèche et personnages de la crèche : tradition chrétienne voir article d’Anne
Morelli à ce sujet : LA RÉINTERPRÉTATION CHRÉTIENNE DES FÊTES ANTÉRIEURES AU
CHRISTIANISME1
La fête des Rois
A ne pas confondre avec la fête du Roi en Belgique le 15 novembre !
La tradition veut que l'Épiphanie soit l'occasion de « tirer les rois » : une figurine est cachée
dans une pâtisserie et la personne qui obtient cette fève devient le roi de la journée. Cette
pratique trouverait son origine dans les Saturnales de la Rome antique.
Dans la moitié nord de la France, c'est depuis le XIVe siècle, on mange la galette des rois à
l'occasion de cette fête. La tradition veut que l'on partage la galette en autant de parts que de
convives, plus une. Cette dernière, appelée « part du pauvre », était destinée au premier
pauvre qui se présenterait au logis.
Un usage moderne veut aussi que la traditionnelle fève soit remplacée par un petit sujet caché
à l'intérieur de la pâte de la galette des rois, la personne ayant dans sa part la fève sera
symboliquement couronnée roi ou reine.
Lorsqu'il y a un enfant, celui-ci doit se placer sous la table, et tandis que la personne qui fait le
service choisit un morceau, l'enfant désigne le destinataire de cette portion.
On trouve des coutumes similaires en Espagne, au Portugal et dans les pays d'Amérique
latine. Le Día de los Tres Magos y est souvent un jour férié et les enfants y reçoivent leurs
cadeaux plutôt qu'à Noël.
En Belgique et aux Pays Bas : On mange également une galette à la pâte d’amande. Le plus
jeune se cache sous la table pour désigner les parts et le roi du jour choisit sa reine. Pendant la
journée les enfants parcourent les rues en chantant la chanson de l’étoile et font du porte à
porte pour recevoir des mandarines et des bonbons. Cette coutume tend à disparaître en
Belgique, d ans les campagnes flamandes cela se fait encore. Notons au passage qu’en
Wallonie, c’est à ce moment qu’on commence la préparation du Carnaval !
Pourquoi une fève ? C’est symbole de vie, le germe représente la végétation qui renaît.
Forme de la galette et couleur : le disque solaire, la lumière qui renaît.
L’Épiphanie est aussi une fête chrétienne qui a lieu le 6 janvier, cette fête est célébrée le
deuxième dimanche après Noël.
Elle célèbre la visite de l'enfant Jésus par les mages, couramment appelés les Rois mages.
Selon le récit qu'en fait l'évangéliste Mathieu, les mages auraient guidés jusqu'à la crèche de
Bethléem par une étoile mystérieuse. Une fois arrivés, ils déposèrent devant la crèche l'or, qui
évoque la richesse terrestre, la myrrhe, qui accompagne les hommages rendus à un roi à sa
mort, et l'encens qui honore la divinité.
Ce récit, qui n'a pas de fondement historique, a été enjolivé au cours du Moyen Âge. Les
mages sont devenus trois Rois prénommés Gaspard, Melchior et Balthazar.
1
En annexe
Chandeleur
Fêtée chaque année le 2 février, la Chandeleur ou plutôt « chandelle » tire son origine du latin
Festa Candelarum ou fête des chandelles. Chez les Romains, on fêtait aux environs du 15
février, Lupercus, dieu de la fécondité et des troupeaux. Ces célébrations ou lupercales
marquaient le début de la saison des amours chez les oiseaux.
Chez les Celtes, on fêtait Imbolc le 1er février. Ce rite, en l'honneur de la déesse Brigid,
célébrait la purification et la fertilité au sortir de l'hiver. Les paysans portaient des flambeaux
et parcouraient les champs en procession, priant la déesse de purifier la terre avant les
semailles.
Au Ve siècle, ce rite païen de la « fête des chandelles » est récupéré par la religion chrétienne
qui y associe une fête religieuse.
Aujourd'hui, on connaît surtout la Chandeleur car c'est le jour des crêpes. On dit aussi que les
crêpes, par leur forme ronde et dorée, rappellent le disque solaire, évoquant le retour du
printemps après l'hiver sombre et froid.
Il existe encore de nos jours toute une symbolique liée à la confection des crêpes. Il est ainsi
recommandé de faire sauter les crêpes de la main droite en tenant une pièce dans la main
gauche afin de connaître la prospérité pendant toute l'année. On dit aussi que la première
crêpe confectionnée doit être envoyée sur une armoire et qu'ainsi les prochaines récoltes
seront abondantes.
De nombreux proverbes sont également associés à la Chandeleur. En voici quelques-uns :
À la Chandeleur, l'hiver se meurt ou prend vigueur.
À la Chandeleur le jour croît de deux heures.
À la Chandeleur, grande neige et froideur.
À la Chandeleur, le froid fait douleur.
À la Chandeleur, au grand jour, les grandes douleurs.
À la Chandeleur, Quéré fait des crêpes jusqu'à pas d'heure.
Si la louve se met au soleil, le 2 février : six semaines d'hiver derrière.
Rosée à la Chandeleur, hiver à sa dernière heure.
LES FÊTES DU PRINTEMPS ET DU RENOUVEAU Le cycle de Pâques
Le cycle de Pâques correspond à une très importante période de passage de l'hiver à l'été. A
l'équinoxe de printemps, le 21 mars, le jour égale la nuit. Toutes les populations rurales de
l'hémisphère Nord voient venir avec soulagement le printemps où la végétation renaît
prometteuse. C'est le véritable début d'année qui commençait pour les Romains le ler mars.
Les réjouissances de carnaval précèdent un temps d'austérité, le carême, qui conduit les
chrétiens à Pâques, (fête de la résurrection du Christ), victoire de la vie sur la mort.
Le temps de carnaval
Le carnaval, dérèglement réglé du renversement du monde s’inscrit dans un temps et dans un
espace déterminés. Entre Épiphanie et carême, « fais ce que tu voudras » : le roi devient
mendiant, le fou devient sage, la femme devient homme et réciproquement, le vieillard, coiffé
d'un bonnet de jeune enfant, promené dans une poussette, suce une tétine, la religieuse est une
prostituée, cette dernière devient une sainte. Le dérèglement réglé et l'inversion des rôles
sociaux peuvent être considérés comme une soupape de sécurité.
Les carnavals ponctuent dans toute l'Europe les folles journées de ce temps à l'envers qui
vient juste avant le carême, à la charnière de l'hiver et du printemps. Ce sont les « jours gras »
la semaine qui précède le Mercredi des Cendres, surtout la veille, le Mardi-Gras. Leur date
dépend de celle de Pâques, donc de la lune.
Le mot de « carnaval » vient probablement de carnelevare (du latin, enlever la viande) : il
annonce le jeûne qui va suivre, dont il est inséparable.
Le carnaval est une fête masquée. Des liens étroits l'unissent aux nombreuses mascarades de
la saison hivernale. Il s'en distingue cependant par sa localisation temporelle. Il occupe un
moment précis du calendrier, un espace-temps de fêtes profanes, de désordre, de contestation,
de ripailles, une période où la viande est permise. Il précède le carême, dont le nom vient de
quadragésime, période qui commence le 40e jour avant Pâques et pendant laquelle règnent
plusieurs interdictions, alimentaires surtout, mais aussi sexuelles. Pâques est une fête mobile,
les Jours gras, le sont également. Dans le calendrier catholique la date du Mardi gras peut
donc varier du 3 février au 9 mars, selon que Pâques tombe un 22 mars ou un 25 avril.
Le terme carnaval, dans son sens premier, ne s'applique donc qu'aux fêtes européennes.
L'usage a oublié cette signification devenue lointaine, on l'a assimilé avec ce qui subsistait des
coutumes masquées hivernales. Cette confusion explique que, selon les régions, on le fait
débuter à la Saint-Martin, à la Noël, à l'Épiphanie, à la Chandeleur...) ce qui est une erreur.
Après la stérilité et l'obscurité de l'hiver, (image de mort) le carnaval purifie et permet de
renaître. Ce rite de passage, symbolise le temps hors du temps où l'on expulse les forces
mauvaises du temps usé pour donner de la vigueur au temps nouveau. Il symbolise la négation
du quotidien et de ses limites (nuit, maladie, mort), le retour du « temps premier » (printemps)
et de la lumière, la renaissance de la fécondité de la nature et de l'homme lui-même.
Les origines du carnaval sont multiples et lointaines. Il semble avoir toujours été nécessaire
d'associer un temps d'inversion purificatrice à un temps de passage et donc de crainte. La
philosophie du carnaval, sous un désordre apparent, est rigoureuse: on tourne en ridicule,
l'espace d'une fête, les institutions comme la royauté, la religion, la famille, l'étude...
L'image du souffle est présente dans les déguisements, dans les gestes, telles les vessies de
porc gonflables qui permettent aux hommes de se montrer enceints ou les aliments flatulents
qui gonflent les ventres. Suivant l'endroit où il était célébré, à la campagne où il purifiait
l'espace commun par des rites magiques ou à la ville où il servait d'affirmation sociale, le
carnaval prit des allures différentes, mais partout, placé lors des jours « gras » quand la viande
était encore permise avant le carême. Et partout, il bousculait les institutions : « En Carnaval
tout est permis », même une critique acerbe de la vie locale, ce qui est toujours le cas dans la
décoration des chars, dans les déguisements et les masques, dans les slogans ou les chants.
Les carnavals des champs
A la campagne, d'anciens défilés hivernaux marquaient cette fête d'abondance qu'était la
«tuée» du cochon. Elle avait toujours lieu quand il faisait froid car le sang se figeait mieux.
Ces défilés marquaient par leurs piétinements et leurs bruits le retour des beaux jours .
Le temps, suspendu pendant ces jours gras, était sacré : il fallait purifier la terre et l'aider à
enfanter, par des rites favorisant la multiplication des cultures et des familles : taper des pieds
en dansant, faire du bruit avec des instruments, des feux d’artifices, des pétards….
« Bouc émissaire visible et tangible » un mannequin de paille, personnification du carnaval,
est aujourd'hui encore mis à mort. Son enterrement donne lieu à un joyeux adieu public. Si
l'on condamne ainsi l'hiver, avec le feu on évoque encore le retour de la lumière grandissante
du soleil et la purification de tous les esprits maléfiques nuisibles qui rôdent. Des laids
côtoient des personnages richement vêtus qui jettent des noisettes ou des petits pains
(transformés avec le temps en oranges à Binche ou en confettis) pour manifester l'abondance
des beaux jours et l'éclat de la lumière. Dans bien des maisons, on tient table ouverte et on
distribue des crêpes ou beignets. Ces relations resserrent les liens de la communauté.
Les carnavals des villes
A la ville, il faut parader montrer ses richesses; tout est très organisé et ostentatoire, le cortège
passe selon un itinéraire précis devant l’hôtel de ville, l’église, la place du marché.
Déjà au Moyen Age des jeunes gens se groupaient sous l'autorité d'un « roi », les confréries
carnavalesques se développèrent, le théâtre comique et les saynètes style « Commedia dell
Arte » naquirent. Ils reprirent de la vigueur au cours du 20 e siècle. Leurs défilés sont toujours
spectaculaires comme les carnavals de Binche, de Nice, de Bâle, de Cologne et la Rhénanie...
ou d'autres partis d'Europe comme celui de Rio au Brésil. Fascinée, la foule participe : elle
s’identifie dans le défilé, ne connaissant ni misère, ni guerre, ni maladie. La rencontre des
contraires s’opère: aux masqués répondent la curiosité et les applaudissements des spectateurs
pour les jolies reines sur leurs chars somptueux dont la décoration, s'inspire de l'actualité, des
légendes de circonstances historiques de la ville. Comme l'écrivait Goethe, « le carnaval est
une fête qui, à vrai dire, n'est pas donnée au peuple mais que le peuple se donne à lui-même ».
Le masque favorise les confusions et à Venise, la foule se prêtait parfaitement à ces libertés :
un simple domino épinglé au chapeau permettait une conduite inhabituelle.
Des créatures inhabituelles
Soignés même dans leurs apparences négligées ou grotesques, les déguisements de carnaval
marquent la rupture avec le quotidien. En adoptant un masque, l'homme possède un nouveau
rôle : son comportement change vis-à-vis des autres, et vis-à-vis de lui-même.
Le masque qui couvre le visage était déjà connu sur les scènes du théâtre antique, et à lui seul
il imposait à l'acteur une attitude tragique ou comique. Objet sacré, il permettait le contact
avec l'au-delà. Toutes les cultures dans le monde utilisent des masques. Le mot masque,
commun à de nombreuses langues (ce qui prouve son ancienneté) évoque la noirceur :
sorcière ou tache de suie, puis à partir du maschera italien le faux visage. Se situant aux
frontières du sauvage, le masque approche le monde inquiétant des morts.
Pour carnaval, on dépense sans compter, car l'abondance présage l'abondance ; on se
grandit dans le même souci d'opulence et de victoire sur les forces maléfiques, avec des
échasses ou des coiffes volumineuses. Tels des miroirs grossissants, les masques soulignent la
gaieté de la population, et les sautillements et les cris lui permettent de s'évader de la rigueur
habituelle.
Les costumes, symbolisant la rencontre des contraires, se répartissent en deux camps : lutte
des beaux et des laids, des libres et des captifs, des vivants et des morts ; lutte des Blancs
(Pierrots) et des Noirs (diables).
Les déguisements zoomorphes (ours, loup, taureau, cerf, chèvre, bouc, cheval-jupon...) sont
fréquents. L'ours, animal velu représentatif de la force vitale comme le bouc ou le taureau, est
réputé mystérieux, car on le dit fréquenter les enfers quand il passe l'hiver dans les entrailles
de la terre. La chèvre et le bouc relèvent de traditions indo-européennes liées à la vie et à la
fécondité, ainsi qu'à l'espoir de voir la fin de l'hiver. Avec leurs cornes qui accrochent le ciel
et leurs sabots qui grattent la terre, on dit ces animaux capables d'établir des liens entre le ciel
et l’enfer. La parure de cerf, paraissait chez les Celtes car ses bois changeant avec l'année
nouvelle, cet animal évoquait l'immortalité.
Le vêtement d'Arlequin où les carrés de toutes les couleurs, cousus au hasard, expriment le
désordre, obéit en réalité à la logique du carnaval comme les inversions de sexes, d'âges, de
positions sociales. Plus les bonshommes sont bourrés de paille, invulnérables aux forces
extérieures, plus seront prospères les récoltes et fécondes les familles.
Gestes porte-bonheur
Les masqués arborent souvent un bric-à-brac aux fonctions protectrices : écumoires, soufflets,
plumeaux, ciseaux, balais... Ces objets brassant l'air, martelant le sol ou menaçant les jeunes
filles, rappellent les antiques fouets cérémoniels des Luperques romains. Les cris et musiques
assourdissantes, le vacarme des chaînes, sonnailles, crécelles ont les mêmes fonctions
protectrices, ainsi que les piétinements, danses marchées ou sauts vigoureux désordonnés
présents à Rome dans l’Antiquité.
Les pluies protectrices et bienfaisantes de « graines de fertilité » (noix, noisettes, amandes ou
dragées, oranges, suie, lie de vin, eau, farine, oeufs, confetti ou fleurs...) traduisent les mêmes
souhaits de fécondité et de multiplication. Dans les familles se consomment en grande
quantité crêpes, beignets, gaufres, brioches ou blinys... suivant les régions. Ces pâtisseries
«obligatoires » du moment, simples à réaliser, prouvaient que l'on pouvait encore profiter de
l'abondance permise à la veille du carême et que les greniers n’étaient pas vides. C’est un
gaspillage cérémoniel prometteur d'abondance.
A Binche2 (petite ville entourée d’un rempart du Moyen Age, proche de la campagne) le
carnaval conserve certains aspects de ses lointaines origines rituelles, dans sa danse, ses
gestes et l'usage du masque. De son passé rural, lui viennent ses sabots, son ramon, ses
sonnailles, la paille dont on le bourre, l'épi de blé qui orne le chapeau.
Toutefois, le personnage a subi une longue évolution car la ville a pris le dessus. Il fut
influencé par les personnages du théâtre populaire dont il a pris le nom et auquel il a emprunté
les bosses, la barrette, le mouchoir plié et noué autour de la tête et la collerette. Au 19e siècle,
avec l'embourgeoisement de la fête, son costume de rude toile de lin s'est embelli de
drapeaux, de lions, d'étoiles, de rubans plissés. Orné de fleurettes, de longs rubans et surtout
de prestigieuses plumes d'autruche, le chapeau s'est élevé et il est devenu de plus en plus
imposant. Au pain, aux pommes et aux noix, le Gille a substitué l'orange, signe de richesse.
Peu a peu, il est devenu le symbole d'une identité collective et réserve cet honneur aux seuls
Binchois de sexe masculin. Il est classé au patrimoine immatériel de l’Unesco.
Pâques
Le printemps est la manifestation de la fécondité du renouveau ; Pâques c’est le premier
dimanche qui suit ou qui coïncide avec la première pleine lune après le 21 mars (marquant le
début du printemps) Pâques se situe au plus tôt le 22 mars, la date la plus tardive possible
est le 25 avril. Pâques correspond au premier dimanche qui suit la première pleine lune de
Printemps. Les Rogations et Litanies, par exemple, prières publiques et processions qui tout
récemment encore se déroulaient dans les campagnes, évoquent sans aucun doute possible les
ambarvalla lustrale de la religion romaine, elles aussi destinées à attirer sur les champs les
bénédictions célestes. La grande Rogation se célèbre le 25 avril, la petite Rogation les lundi,
mardi et mercredi précédant l'Ascension. II est évident que ces fêtes furent fixées à ces dates
par l’Eglise dans l'idée de supplanter les célébrations romaines.
2
En annexe
Le passage de l'hiver à l'été
La nuit de Pâques, l'eau et le feu, éléments de purification et de régénération, sont à l'honneur
pour marquer ce temps de passage. La période de Carnaval-Carême qui suit l'hiver exprime
dans ses coutumes les relations inquiètes que le paysan entretenait avec la nature : ses besoins
de conquête et de domination se complétaient de pratiques magique, l'usage de pratiques
superstitieuses est resté.
De généreux distributeurs de cadeaux
Il faut noter à Pâques l'importance du jardin, de l'oeuf et de la nuit qui traduisent trois souhaits
liés à la fertilité, à la fécondité et à la lumière.
Dans la vie du paysan d'autrefois, la présence des cloches, considérées comme des êtres animés pouvant répercuter des émotions, était très importante : elles lui servaient de repère
spatio-temporel quand il était aux champs ; elles étaient un élément protecteur aussi, car on
les croyait capables d'éloigner orages, grêle ou esprits maléfiques... Les cloches, parties le
Jeudi saint à Rome, reviennent en laissant tomber des oeufs dans les jardins (ou dans les
maisons). Mais l'échange symbolique d'oeufs au printemps, répandu dans presque toute
l'Europe, est très ancien.
En Autriche, en Allemagne, en Alsace, en Grande-Bretagne, aux Etats-Unis, c'est un lièvre
qui pond ses oeufs dans des nids cachés dans les jardins. Le lièvre, animal nocturne et
printanier dansant à la lumière de la lune, est symbole de fertilité et de fécondité. Les oeufs de
Pâques pondus par un petit animal porteur de fécondité, parfois contre nature, se retrouvent
dans différents pays d'Europe (lièvre, renard, coq en Wallonie, cigogne, poule, coucou).
Mais pourquoi offre-t-on des oeufs à Pâques ?
Cette tradition remonterait à l'Antiquité. Déjà, les Egyptiens et les Romains offraient des
oeufs peints au printemps car ils étaient le symbole de la vie et de la renaissance. L'Eglise
ayant instauré au IVe siècle l'interdiction de manger des oeufs pendant le Carême et les poules
continuant à pondre, les oeufs pondus depuis le début du Carême -n'ayant pas été mangés étaient alors décorés et offerts. De nos jours, le jeûne n'est plus observé mais la tradition
d'offrir des oeufs, y compris en chocolat, est restée pour le plaisir des petits et des grands.
L'œuf
Il est un symbole universel très ancien, lié à la vie, à l'origine du monde dans de nombreuses
légendes. Cet emblème de vie éternelle et de perfection accompagnait parfois les morts dans
l'au-delà. Abondant au printemps, l'oeuf est symbole de vie nouvelle et de multiplication,
d'une magie de la fécondité... ». A Pâques, l'oeuf entre dans la composition des menus et des
gâteaux ; les enfants le reçoivent comme une étrenne ; décoré, en carton, en métal, en
porcelaine, en chocolat ou en sucre, il accompagne les échanges de voeux et se cache dans les
jardins, ainsi que d'autres friandises en forme de poules, lapins, agneaux, cloches. Les
animaux mis à l'honneur en avril sont porteurs de vie, l'agneau, dont les références sont
bibliques, est, lui aussi, indice d'accroissement du cheptel.
Dans une grande partie de l'Europe, de nombreux jeux de plein air permettent de s'amuser
avec des oeufs, le dimanche ou le lundi : ex : la course aux oeufs... Ces jeux très anciens sont
toujours d'actualité.
Il y a environ 5.000 ans, les Perses offraient déjà des oeufs ... de poule comme cadeaux portebonheur pour fêter le printemps ! Les Romains, qui eux aussi leur prêtaient d'heureux effets,
en cassaient le jour du printemps pour purifier l'atmosphère.
C'est réellement à partir du XIIIe siècle que les premiers œufs peints firent leur apparition en
Europe. A l'origine coloriés en rouge et décorés de devises ou de dessins, les oeufs de poule
s'échangeaient à l'occasion de la fin du Carême, symbolisant ainsi la fin des privations de
l'hiver. A partir de la Renaissance, les oeufs de poule furent remplacés par des oeufs en or
dans les cours de souverains européens. Décorés de métaux précieux, de pierreries et même
de peintures de célèbres artistes, ces objets connurent leur apogée avec les célèbres oeufs de
Fabergé à la cour de Russie, à la fin du XIXe siècle. Aujourd'hui, les oeufs de Pâques sont en
chocolat. Beaucoup plus gros et délicieux, ils ravissent petits et grands. Cette tradition,
présente dans de nombreux pays, est relativement récente. Les moulages en chocolat ont fait
leur apparition durant la première moitié du XIXe siècle, grâce aux progrès d'affinage de la
pâte de chocolat et à la mise au point des premiers moules en fer étamé et argenté.
Convivialité
Le repas, sur une table garnie de fleurs, de branches, d'oeufs et parfois de poussins (en
Pologne), rassemble la famille autour de mets cérémoniels. Dans toute l'Europe, les desserts
aux formes symboliques de colombes, coqs, bonshommes, couronnes sont des gâteaux faits
avec de nombreux oeufs.
Le 1er mai
CROISSANCE ET MÛRISSEMENT : DU 1 MAI A LA SAINT-JEAN
La verdure des campagnes s'affirme, les troupeaux sont féconds et les jours rallongent
entraînant un soulagement vital, mais les traditions témoignent d'un besoin de protection
magique. La végétation croît et le soleil réchauffe la terre et les coeurs : mai est le «mois des
amours ». Le l mai, célèbre en France pour son muguet, est la fête de la végétation dans toute
l'Europe. C'est aussi la fête du Travail.
La nuit de Walpurgis (du 30 avril au 1 mai). Les Celtes ne connaissaient que deux saisons, la
chaude, « les mois clairs », et la froide, « les mois sombres ». La nuit de Belteine (de l'ancien
irlandais Bel, lumière et teine, feu), qui annonce l'été début mai est une fête de la lumière
similaire à la Saint-Jean dans d'autres contrées, les pratiques étaient voisines : feux, cueillette
de plantes, récolte de rosée, divinations...
La fête de Belteine, propice aux errances des êtres surnaturels, est le pendant de la nuit
d'Halloween, veille de la Toussaint. Il fallait éviter les sorcières et les fées qui se regroupaient,
croyait-on.
Le brin de muguet
Fête de la végétation en général, le 1 mai est connu pour son muguet porte-bonheur. Cette
coutume, récente, a une origine controversée : Charles IX qui en aurait reçu du Chevalier de
Girard à Saint-Paul-Trois-Châteaux (Drôme) le 1 er mai 1560, en aurait offert aux dames de
la cour l'année suivante. Les promenades collectives dans les bois permettent de cueillir cette
fleur remarquable par son parfum et par ses clochettes blanches, symboles de protection, de
joie et de gaieté.
La fête du travail
En 1884, les principaux syndicats ouvriers des États-Unis voulaient imposer aux patrons une
limitation de la journée de travail à huit heures, ils avaient choisi de débuter leur action un 1er
mai parce que beaucoup d'entreprises américaines entamaient ce jour-là leur année comptable.
Le 1er mai 1886, 340.000 travailleurs doivent faire grève pour forcer leur employeur à céder
et une manifestation fait trois morts parmi les grévistes à Chicago. Une marche de
protestation a lieu le lendemain et dans la soirée, tandis que la manifestation se disperse à
Haymarket Square, il ne reste plus que 200 manifestants face à autant de policiers, il y a des
morts et des manifestants sont jugés et condamnés à mort. Trois ans après le drame de
Chicago, la IIe Internationale socialiste réunie à Paris se donne pour objectif la journée de huit
heures (soit 48 heures hebdomadaires, le dimanche seul étant chômé). Jusque-là, il est
habituel de travailler dix ou douze heures par jour Les manifestations rituelles du 1er mai ne
se cantonnent plus dès lors à la revendication de la journée de 8 heures. Elles deviennent
l'occasion de revendications plus diverses, de l u t t e p o u r l ’ e mploi aujourd’hui
Fête des mères
La stérilité des familles attirait la honte, aussi la fécondité fit-elle toujours l'objet de
superstitions, surtout au retour du printemps, saison de renouveau. Lors des Matronalia le 1er
mars, Rome fêtait les femmes mariées : elles se rendaient au temple de Junon Lucina
«l’enfanteuse », et recevaient cadeaux et argent de poche de leurs maris.
De tous temps, toutes les civilisations la figure la plus importante fut en premier lieu la mère.
Les civilisations primitives célèbrent la terre (mère), dans l'antiquité les grecs fêtaient Rhéa,
mère de tous les dieux. Avec le christianisme les fêtes païennes sont un temps oubliées et
Marie mère de Jésus devient la figure de la mère.
L'Angleterre honorait les mères à « Mothering Day »: on leur offrait un gâteau d'amandes et
d'épices. Répandue en Europe avec la première guerre mondiale, la journée des Mères (très
populaire aux USA) célébrait les femmes méritantes. Depuis 1897 des associations et les
pouvoirs publics tentent d'instaurer la fête des mères comme fête officielle. En 1897 l'Alliance
Nationale contre la dépopulation lance l'idée d'une fête des enfants pour célébrer les valeurs
familiales et la natalité. Diverses tentatives et fêtes sont organisées, mais il faut attendre le
régime de Vichy et le 25 mai 1941 pour que la fête des mères devienne une fête officielle en
France à l'initiative du Maréchal Pétain. Durant et après la libération cette fête est mise à
l'index car créée sous Pétain. La fête des mères est célébrée officiellement le dernier
dimanche de mai, sauf sur cette date est celle de la Pentecôte, elle a alors lieu le premier
dimanche de juin, la fête des Mères est une fête officielle en France.
La fête des Pères le troisième dimanche de juin, a été instituée en 1949 (dès 1910 aux EtatsUnis) : elle aurait été lancée par les briquets Flaminaire.
La fête des Grands-mères, le premier dimanche de mars, est née en 1987.
Ces fêtes, comme la fête des Secrétaires (un jeudi de la mi-avril depuis 1991) sont vivement
soutenues par des opérations commerciales.
La journée mondiale des femmes, le 8 mars, fut instituée par la Conférence internationale
des femmes socialistes réunies à Copenhague en 1910. Elle commémore une manifestation
d'ouvrières de Saint-Pétersbourg qui réclamaient du pain et le retour de leurs maris partis au
front (1917). Elle est célébrée en France depuis 1982.
Fêtes patronales
Les fêtes patronales de novembre et de décembre : Saint ou Sainte Hubert, Martin, Cécile,
Catherine, Barbe, Eloi, Nicolas sont des fêtes d'inspiration religieuse, collectives et surtout
patronales.
Le qualificatif « saint (e) » désigne dans la religion catholique, une personne qui , après sa
mort, l'objet d'un culte religieux eu égard à sa perfection chrétienne et aux miracles obtenus
grâce à son intervention. Elle a été reconnue comme telle par le droit de l'Eglise catholique,
le droit canon, (elle a été canonisée). Certains de ces saints sont aussi reconnus comme
«martyr, martyre », c'est-à-dire comme ayant souffert d'une mort (généralement cruelle, le
martyre) souvent pour avoir refusé d'abjurer la foi chrétienne.
Chez les catholiques, le prénom fait référence au « saint patron » du latin « pater », le père, et
il est de tradition de faire une fête le jour du saint (voir calendrier des jours de saints).
C’est aussi le personnage historique ou légendaire qu'un métier, un groupe social, un pays,
une ville, une région reconnaît comme protecteur. Ce choix peut varier d'une ville ou d'une
région à l'autre (exemple : la Russie : st Nicolas).
La reconnaissance dépend généralement d'épisodes de la vie et de la mort, réelle ou
légendaire du saint en question.
Comment identifier un saint en peinture ou sculpture :
Qu'il soit dessiné, peint, sculpté ou ornant un vitrail, le saint est identifié facilement par les
fidèles : des vêtements, des objets rappellent ici encore sa vie ou sa mort. Il s'agit des attributs
du saint en question.
Exemples :
Le nimbe ou l'auréole = saint(e) La palme = martyr(e) Le lis = virginité
Sainte Catherine
Ste Catherine, « pourvoyeuse de maris » (le 25 novembre).
Avec l'obscurité propice aux rêves on parlait volontiers de mariages autrefois lors des veillées.
Dans toute l'Europe, les jeunes filles rêvent de leur futur époux en une époque où les présages
sur l'année à venir se multiplient. Les célibataires de plus de vingt-cinq ans invoquaient leurs
patrons qui variaient suivant les pays ou les régions. En France, les filles priaient sainte
Catherine (patronne des fileuses également) et les garçons, dans le nord du pays, saint
Nicolas. Elle est la patronne des jeunes filles, parfois même des écolières et surtout des «
vieilles filles ». Le jour de sa fête, les villageoises « coiffaient sainte Catherine » en
couronnant sa statue à l'église et les sociétés de jeunesse féminine élisaient leur reine.
Au XIXe siècle, la coutume se sécularisa en prenant un caractère social. La fête de la jeune
ouvrière gagna les métiers de l'aiguille et du bureau. La Sainte-Catherine, est encore célébrée
dans de nombreuses entreprises du secteur tertiaire et dans le milieu de la couture où elle est
devenue fête corporative. La jeune fille de vingt-cinq ans « coiffe sainte Catherine »). Elle est
parée d'un chapeau jaune (blanc défraîchi, couleur du mariage qui tarde), et vert (signe
d'espérance, mais aussi d'insouciance et de liberté). Sur l'association du vert et du jaune, les
avis divergent : couleurs du ménage, de l'entre-deux-temps (fruit vert/mûr), du bouffon, du
ridicule, du désordre. Ce chapeau, « oeuvre de l'éphémère » est décoré d'accessoires propres
aux activités de la catherinette ou à l'actualité. Comme la couronne ou le voile couleur de feu,
la coiffe symbolise le mariage : les cheveux au vent ou le voile blanc témoignent de la
virginité. Très élaboré, le chapeau est en outre un porte-bonheur, symbole de protection
magique fréquent dans les mascarades de l'hiver.
Saint Nicolas
Saint Nicolas était évêque de Myre au IVème siècle, en Lycie, un royaume d'Asie Mineure3.
Lors des croisades, ses reliques furent transportées à Bari en Italie et l'une d'elles fut emportée
par un croisé Lorrain à Port qui devint Saint-Nicolas-du-Port.
Si on manque d'informations sur la vie de ce personnage qui vécut au IVe siècle, en revanche,
on est très bien fournis en légendes miraculeuses ou le merveilleux le dispute au fantastique4.
C'est là à peu près tout ce que l'on sait de la "vie" de Saint Nicolas, par contre l'iconographie
est beaucoup plus riche. L'une des plus fameuses légendes raconte qu'il ressuscita trois
enfants égorgés par un boucher pour être donnés en nourriture. C'est grâce à cette légende
qu'il est devenu le patron des petits enfants. Mais Saint Nicolas ne s'est pas contenté de cela!
Dans ses légendes, que ne fait Saint Nicolas pour les enfants? Il les sauve, il les récompense
lorsqu'ils sont sages et les nourrit lorsqu'il en est besoin ! Sans doute par ses origines, Saint
Nicolas est aussi patron des marins et des prisonniers. Patron des enfants sages, des enfants de
choeur, des jeunes filles sans dot. Patron également des bouchers, des épiciers, des marchands
de vin, des mariniers, des bateliers, des navigateurs, des tonneliers, des commerçants de blé et
de vin, des débardeurs, et même des pharmaciens, des épiciers et des drapiers.
Patron de la Lorraine, de la Russie.
Un très grand nombre de corporations ont pris saint Nicolas pour protecteur et pour patron, ce
qui s'explique par les très nombreux miracles qui lui sont attribués.
Saint Nicolas est fêté tous les 6 décembre, dans l'Est (Lorraine et Alsace), le nord de la
France, la Belgique, l'Allemagne, la Hollande, l'Autriche, les Pays-Bas.
Saint Nicolas fait le tour des villes, distribue des friandises aux enfants (du pain d'épices et
des oranges). Chars, défilés, feux d'artifices... Saint Nicolas est une fête importante dans la vie
culturelle des régions traditionnellement catholiques.
Saint Nicolas, dans son costume d'évêque fait équipe avec un personnage sinistre, le père
Fouettard. Celui-ci, tout vêtu de noir n'a pas le beau rôle puisqu'il est chargé de distribuer les
châtiments et réprimandes aux enfants.
Représentation du personnage : il s’agit d’un personnage clairement catholique ,
un évêque représenté en costume : croix, mitre, crosse, anneau, vêtements ecclésiastiques
rouges, blancs, or. Il est accompagné d’un âne à qui les enfants donnent une carotte et il
distribue ses cadeaux en passant la nuit par la cheminée. Il est accompagné du « père
3
Annexe 1 : article d’Anne Morelli « Un Turc bien sympatique »
La tradition rapporte que saint Nicolas de Myre s'est soucié du sort de trois jeunes filles de sa paroisse. Leur
père, un noble appauvri, était sur le point de les vendre comme esclaves afin d'améliorer la situation familiale.
Dans l'Antiquité, il n'était pas rare que la dot d'une jeune fille serve à subvenir aux besoins de ses parents et de
la famille. Nicolas de Myre est considéré saint parce qu'il a su voir l'asservissement qui menaçait les trois jeunes
filles. Il leur fit don de pièces d'or qui servirent de dot et leur permirent de retrouver la liberté. Le fardeau de la
pauvreté ne les menaçant plus, chacune des jeunes filles pu alors choisir son destin. C'est peut-être à partir de là
que Saint Nicolas est aussi devenu le patron et le défenseur des jeunes filles et de leur vertu et par extension, des
jeunes gens célibataires.
Certaines versions de cette histoire racontent que saint Nicolas aurait jeté les pièces d'or par la cheminée.
D'autres rapportent qu'il les auraient laissées sur le pas de la porte ou qu'il les auraient lancées par la fenêtre.
Durant la période de Noël, un personnage, qui ressemble assez curieusement à saint Nicolas, descend tout
comme lui par la cheminée pour nous apporter des cadeaux.
4
fouettard ».
Représenté avec trois enfants sortant d'une cuve, trois prisonniers, trois bourses d'or, un
bateau...
Il va sans dire que tous les attributs ayant trait à la religion posent problème et il faut donc
veiller à ne froisser personne5.
Il est tout à fait pertinent dans l’enseignement officiel d’expliquer aux enfants que dans
toutes les cultures on trouve de très anciennes créations de personnages généreux,
pourvoyeurs de cadeaux et on peut donc faire à cette occasion une fête des enfants avec des
chants, rondes, friandises (en évitant évidemment tous les symboles liés à la religion
catholique).
Comment est-on passé de Saint Nicolas au Père Noël ?
Après la Réforme protestante survenue au XVIe siècle, la fête de Saint Nicolas fut abolie dans
les pays européens protestants vu qu’il s’agit d’un personnage clairement catholique, un
évêque représenté en costume : croix, mitre, crosse, robe d’évêque. Les Hollandais
conservèrent cependant cette ancienne coutume catholique. Mais les petits Néerlandais
continuèrent de recevoir la visite de Sinterklaas (saint Nicolas) la nuit du 6 décembre et
au début du XVIIe siècle, certains émigrèrent aux États-Unis et fondèrent une colonie appelée
New Amsterdam qui, en 1664, devint New York. En quelques décennies, cette coutume
néerlandaise de fêter la Saint-Nicolas se répandit aux États-Unis. Pour les Américains, Sinter
Klaas devint rapidement Santa Claus.
Ce donateur attentionné, représenté sous l'aspect d'un vieillard à barbe blanche portant un long
manteau à capuchon ou parfois même des habits épiscopaux, demeurait néanmoins un
personnage moralisateur. Il récompensait les enfants méritants et punissait les ingrats et les
désobéissants. La société chrétienne trouva plus approprié que cette "fête des enfants" soit
davantage rapprochée de celle de l'enfant Jésus. Ainsi, dans les familles chrétiennes, saint
Nicolas fit désormais sa tournée la nuit du 24 décembre.
Père fouettard, « zwarte Piet »
Le Père Fouettard accompagne Saint-Nicolas dans tous ses voyages ; il porte différents noms
selon les régions qu’ils visitent.
Le Père Fouettard, tout de noir vêtu, – même son visage est couleur charbon – porte un grand
manteau, de grosses bottes ; il est coiffé d’un capuchon ou d'une cagoule d'où dépasse parfois
une paire de cornes. Quelquefois, comme le diable, il est affublé d’une queue. En Bavière et
en Autriche, il s’appelle Krampus (ce qui signifie crochet). Dans d’autres régions
d’Allemagne, on le surnomme Ruprecht ou Knechtruprecht ; il est chargé de corriger les
enfants désobéissants. En Rhénanie, en Silésie et dans quelques autres endroits, il se déguise
en animal ( le plus souvent en bouc) et se prénomme Pelzbock, Rasselbock, Pelznickel,
Pelzruppert ou encore Bartel. (Pelz veut dire fourrure) .
En Hollande où la fête de Saint Nicolas est très importante, l'évêque de Myre est accompagné
d'un ou deux personnages appelés Zwart Piet (Pierre le Noir). Ils sont chargés de ramasser les
enfants méchants Pour les Hollandais, ce seraient des Maures laissés par les Espagnols. Pour
d’autres, ce serait une invention des pédagogues du XVIIIe siècle pour punir les polissons et
les paresseux. Pour d’autres encore il serait le boucher de la légende de Saint Nicolas. Ce
personnage de « Noir méchant » a été très souvent remplacé par un Blanc sous la pression de
mouvements antiracistes car des enfants associaient le Noir au méchant.
5
Annexe
St Valentin
C’est la fête des amoureux le 14 février.
L'amour a toujours été fêté, et cela depuis l'Antiquité, les fêtes romaines annuelles en
l'honneur de Lupercus, Lupercales, sont considérées comme à l'origine de la Saint Valentin.
Lupercus était le protecteur des champs et des troupeaux, et la fête qui avait lieu aux environ
du 14 février était consacrée à l'amour et à la fécondité, c’est le printemps et les oiseaux
commencent à se manifester. C'étaient des fêtes païennes pendant lesquelles on chantait et on
dansait pour s'attirer le bonheur.
(Pourquoi ce martyr chrétien du IIIe siècle s’est-il vu transformé en patron des amoureux? En
ce qui concerne son identité, les historiens ne sont pas d'accord sur le sujet, car il y aurait 7
saints chrétiens prénommés Valentin célébrés le 14 février. Il y a plusieurs versions en ce qui
concerne l'histoire de sa vie (comme pour de nombreux saints), on pense que le St Valentin de
l'amour, l'ami aussi des enfants, est le prêtre Valentin emprisonné et décapité un certain 14
février, parce qu'il refusait de sacrifier aux dieux des Romains).
La coutume de s’écrire à cette occasion est ancienne. Depuis quelques décennies, on s’envoie
des cartes. Elles sont illustrées de coeurs rouges symboliques, d’amoureux, de Cupidon avec
son arc et ses flèches. Cette fête est devenue très commerciale et parfois polémique dans les
é c o l e s v u l e s f l e u r s e t c a d e a u x distribués seulement à certains.
Folklore à Tournai
Le Lundi perdu
La tradition du " Lundi perdu " ou " Lundi parjuré " remonte au Moyen Age. Ce jour-là - le
lundi qui suit le 6 janvier, jour de l'Epiphanie - les seigneurs fonciers tenaient des assises
judiciaires pour dénoncer vols, crimes et méfaits en tout genre sur leurs territoires. Jour de
fête pour les Tournaisiens, ce lundi était autrefois " perdu " pour les revenus du travail6.
La fête est encore bien vivante aujourd'hui. Avant le repas, on tire les billets du Roi, 16
vignettes imprimées sur bois gravé du XVIIIe siècle représentant des personnages à cheval :
le roi, le médecin, le verseur, le confesseur, le fou, etc. Ensuite, on mange en famille un repas
spécial à base de lapin aux prunes et aux raisins, suivi d'une salade tournaisienne.
A Tournai, pou bin fair' cell' fiête, l'ceu qui n'a pos d'lapin n'a rien !'
A Tournai, pour bien faire cette fête, celui qui n'a pas de lapin n'a rien !
Source : Ville de Tournai - La Maison Tournaisienne ( Musée de Folklore )
Le Carnaval
Le Carnaval de Tournai se déroule à la mi-carême, à l'initiative de l'assemblée des confréries
carnavalesques sur un thème général qui change chaque année. La fête costumée du vendredi
soir, appelée la " nuit des intrigues ", est suivie, le samedi, de différentes animations et du
défilé des confréries. Le jet des pichous est organisé par l'association des pâtissiers depuis le
sommet du Beffroi.
La journée des Quatre Cortèges
Nés après la Seconde Guerre mondiale à l'initiative des Amis de Tournai, les " Quatre
Cortèges " regroupent en une même sortie qui a lieu le deuxième week-end de juin, les géants
et groupes folkloriques qui les entourent, le corso fleuri, le cortège carnavalesque et la
caravane publicitaire. Au fil des ans, la manifestation s'est enrichie au gré de l'imagination de
ses concepteurs : musiques de tous pays, concile des Chevaliers de la Tour au cours duquel les
nouveaux chevaliers sont intronisés, cortèges qui sortent le dimanche après-midi.
Ils clôturent la manifestation.
6
Annexe
1. Annexe
Le Gille du carnaval de Binche
Petite ville du Hainaut, Binche abrite l'une des coutumes carnavalesques les plus anciennes
(elle est attestée depuis le 14e siècle) et les plus caractéristiques de Wallonie. La renommée
de ce carnaval a largement dépassé les frontières de la Belgique et le personnage principal
de la fête, le Gille, fascine le public du monde entier. Cette réputation est justifiée par
l'originalité et l'authenticité des coutumes binchoises restées fidèles aux dates traditionnelles
des Jours gras et a l'ordonnance quasi immuable des rites préparatoires étalés sur six
semaines. Cette préparation au carnaval joue à Binche un rôle aussi important que son
couronnement, l'apothéose du Mardi gras. Six semaines avant les Jours gras ont lieu les
premières répétitions des "batteries" au sein des différentes sociétés : les comités et les futurs
Gilles procèdent à cette occasion à l'audition des tambours et de la caisse, compagnons
indispensables durant tout le cérémonial du carnaval. Ce sont ces instruments qui rythmeront
la danse du Gille et de tous les autres masques du carnaval binchois. La fête est réservée
exclusivement aux hommes, seuls acteurs d'une tradition qui exclut les femmes.
Aux répétitions des "batteries" succèdent, de dimanche en dimanche, les "soumonces en
batterie" puis en musique (un orchestre de cuivres se joint aux tambours) qui annoncent la
proximité du carnaval à la population. Le jour de la Chandeleur, le 2 février, correspond a
l'ouverture officielle de la période des mascarades. Celles-ci ont subi une évolution
indéniable. Autrefois, et jusqu'en 1914, les masques sortaient du 2 février au Mardi gras ;
isolés ou en bandes, les "Trouilles de nouilles ou guenouilles" intriguaient, se livraient à mille
facéties, envahissaient les maisons.
Jusqu'en 1950 environ, on les voyait déambuler, de préférence les dimanches et les lundis, y
compris le Dimanche gras. Aujourd'hui, en dehors de la nuit des Trouilles de nouilles qui a
lieu le lundi précédant le Dimanche gras, les masques deviennent rares. Par contre, les
déguisements des soumonces et surtout du Dimanche gras se sont enrichis et constituent un
spectacle étonnant et bigarré.
Après la Seconde Guerre mondiale, le carnaval a pris progressivement un caractère plus
fastueux. Le Dimanche gras, dès la matinée, les participants sortent déguisés ou masqués et
dansent au son des violes (orgues de Barbarie portatifs) et surtout des tambours. Les
costumes de fantaisie, réalisés dans le plus grand secret, rivalisent de fraîcheur et
d'imagination.
Les célèbres Gilles ne sortent que le Mardi gras. Dès quatre heures du matin, les "bourreurs"
gagnent les maisons pour officier : ce sont eux qui gonfleront la blouse du Gille avec de la
paille, que leurs mains froisseront et placeront sur le dos et sur la poitrine.
Cet habillage est un cérémonial essentiellement familial, réservé aux initiés et à quelques
invités ; il se pratique dans l'émotion.
Dans le petit matin, le "tamboureur" (joueur de tambour) se presse pour aller prendre à son
domicile son premier Gille. Accompagnés d'amis et de parents, ils vont, de maison en maison,
chercher les autres membres de la société.
Au cours de la matinée, les Gilles en barrette se cachent le visage d'un curieux masque de
toile recouverte de cire, aux lunettes vertes, aux favoris et aux moustaches à la Napoléon III.
Ce masque semble dater du milieu du 19e siècle ; il présente certaines analogies avec des
masques de Suisse et de Forêt-Noire.
De l'aube du Mardi gras jusqu'à très tard dans la nuit du mercredi des Cendres, le Gille,
ceint de ses sonnailles ("apertintaille"), ne cesse de danser. Le matin, il brandit un petit balai,
jadis à usage ménager, le "ramon".
L'après-midi, coiffé de son impressionnant chapeau de plumes d'autruches, le Gille offre des
dizaines d'oranges.
Si l'orange est récente et a remplacé, dans la deuxième moitié du 19e siècle, le jet de pain, de
pommes ou de noix, le geste est traditionnel et se retrouve dans toute l'Europe.
À côté des Gilles dansent d'autres personnages tels les Pierrots, les Paysans, les Arlequins.
Toute la ville danse, envoûtée par le rythme obsédant des tambours.
Quelque mille deux cents participants, tous Binchois ou de souche binchoise, suivis de
milliers de parents ou d'amis continueront à danser tard dans la nuit, accompagnés
inlassablement par ce rythme spécifique du tambour.
Le Gille reste un personnage énigmatique sur les origines duquel bien des auteurs se sont
interrogés et qui a donné lieu à des récits légendaires : selon certains, il serait un lointain
descendant des Incas qui se seraient produits lors des fêtes données dans la cité, en 1549, par
Marie de Hongrie en l'honneur de la visite de son frère Charles Quint et du futur Philippe II.
Mais si cette légende est séduisante, elle est battue en brèche par l'érudition moderne qui a
montré que les origines du Gille sont plus complexes.
L'explication scientifique se fonde sur la comparaison avec les types européens analogues et
leurs usages, sur le rythme du tambour qui préside à la danse, sur le caractère primitif de
celle-ci.
Les travaux de S. Glotz présentent le Gille comme un danseur rituel, sorte de "prêtre du
renouveau ... pratiquant un cérémonial à signification magique qui, tel ses frères disséminés
dans toute l'Europe folklorique, espère, par le rituel qu'il assume, protéger la communauté
qui s'identifie en lui".
Le carnaval des Blancs Moussis de Stavelot
La coutume de la mascarade est attestée à Stavelot sous l'Ancien Régime. Au XIXe siècle, la
sortie des masques se déplace des Jours gras vers la mi-carême et la tradition reste encore
bien vivante durant l'entre-deux-guerres. Ici, comme dans nombre de localités wallonnes, on
avait recours à un déguisement sommaire fabriqué rapidement au moyen d'une taie d'oreiller
et d'un drap de lit. On se métamorphosait ainsi en "blanc moussi", expression qui, dans le
dialecte local, signifie vêtu de blanc. Les masques sortaient, isolés ou par petits groupes.
En 1947, pour lutter contre une certaine désaffection, un groupe d'étudiants donna un nouvel
élan à la coutume. Les promoteurs de ce renouveau uniformisèrent le déguisement et le
rendirent plus pratique : pantalon blanc, chemise ou pull-over sur lequel est jeté le drap de lit
à la manière d'une cape, capuchon blanc, masque au long nez tel qu'on le rencontre chez
certains personnages du carnaval voisin de Malmédy.
Cette reprise s'accompagna du maintien de gestes et d'éléments anciens à valeur satirique ou
vexatoire : pose de placards satiriques sur les maisons de certaines personnalités, usage de la
vessie pour fustiger le spectateur, long ramon et canne à pêche ….
Textes extraits du livre sur le Carnaval de Binche et MASQUES DU MONDE écrit par
REVELARD MICHEL et KOSTADINOVA GEORGINA, La Renaissance d u L i v r
2. Annexe St Nicolas
Un Turc bien sympathique
Un peu d'histoire à l'heure de la fête des enfants, ou un mythe resitué dans son contexte. (1)
Le christianisme s'est diffusé à partir de la Palestine. Au premier siècle, il se diffuse au sud
vers l'Egypte (Alexandrie) et la Libye (Cyrène), au nord vers la Syrie (Antioche), l'actuelle
Turquie (qui ne s'appelle évidemment pas ainsi et est hellénisée), la Grèce et l'Italie. Mais la
plus grosse concentration de communautés chrétiennes se trouve au I siècle dans l'actuelle
Turquie.
Les Colossiens et les Ephésiens auxquels s'adressent les épîtres de Paul, ne sont autres que
les habitants de l'actuelle Turquie. Vers l'an 300, le christianisme y touche déjà une majorité
de la population, alors que l'Italie compte encore très peu de chrétiens et qu'aucune
communauté chrétienne n'est mentionnée pour ce qui sera la Belgique. La «Turquie»
chrétienne, dès avant la persécution de Dioclétien (304), fourmille de communautés
chrétiennes dont la densité n'est comparable qu'avec celle que connaît la Tunisie. Parmi les
grands auteurs et textes chrétiens des IIe et IIIe siècles, on compte aussi nombre de «Turcs»
(Apollinaire, Papias, Olympe, «La Passion» de Carpus, «La Passion» de Pionus...).
La région couverte par l'actuelle Turquie a été également un haut lieu de monuments
paléochrétiens puisqu'on y trouve en grand nombre des basiliques, monastères, baptistères et
inscriptions chrétiennes antérieures au VIe siècle. L'une des régions du sud de l'actuelle
Turquie, baignée par la Méditerranée, était appelée Lycie. C'est là que se trouvaient, entre
autres communautés chrétiennes, Patara et Myre. Ces villes sont par ailleurs citées dans les «
Actes des Apôtres» comme des ports d'escale des apôtres se rendant à Rome (27-5,6) ou
allant à Jérusalem (21-1,2) Patara, dont le port est aujourd'hui ensablé, était alors une cité
prospère, avec arc de triomphe, thermes monumentaux, temple dorique et théâtre. C'était le
port le plus important de Lycie.
Quant à Myre (aujourd'hui le village de Kale célèbre pour ses orangers), la ville était au
début de l'ère chrétienne le centre de la plaine du même nom, entourée de montagnes au nord
et s'ouvrant au sud vers la mer par un canal. Son Temple d'Artémis rivalisait d'importance
avec celui d'Ephèse et donnait à la cité une place privilégiée. Au Ve siècle, Myre devint la
capitale de la Lycie.
Les sources les plus anciennes sur cet évêque (« Vita Nicolae Sionitae » et «Vita de Stratelatis
») font naître Nicolas à Patara.
Il aurait vécu à l'époque de l'empereur Constantin (274-337) et, comme il était habituel à
l'époque, il aurait été élu évêque par l'assemblée des chrétiens de Myre. Selon certains récits,
il aurait été persécuté sous Dioclétien (de 303 à 311) et aurait participé au concile de Nicée
(325).
Cette figure ayant exercé dans d'importants centres de navigation est en tout cas restée liée
dans la tradition populaire à la protection des marins méditerranéens, des enfants et des
célibataires.
Pour ces deux dernières catégories de protégés, la légende nous a transmis le miracle des
trois petits enfants ressuscités par saint Nicolas chez le boucher qui les avait tués et mis au
saloir, et une jeune fille pauvre, miraculeusement mariée grâce à la dot offerte par le Grand
Saint sous forme de trois bourses remplies. Dans l'Europe du Nord et jusqu'en Amérique du
Nord (sous le nom de Santa Claus alias Père Noël), saint Nicolas allait mener une carrière
millénaire de bienfaiteur des enfants.
Myre est devenue capitale de la Lycie au Ve siècle et son métropolite est resté longtemps la
deuxième autorité chrétienne de l'Asie Mineure.
Saint Nicolas y a été honoré par une grande basilique, détruite au VIIe siècle à la suite
d'invasions et de tremblements de terre.
Elle fut reconstruite au IXe siècle et à nouveau restaurée au XIe siècle. C'est aussi l'époque
où des commerçants de Ban puis des Vénitiens emportent en Italie les différentes reliques du
saint. Pillage pur et simple selon les uns, ou volonté de mettre en sécurité les pieux restes
selon les autres !
C'est en tout cas une période d'insécurité à Myre où musulmans et chrétiens byzantins se
succèdent et se massacrent. Les Turcs conquièrent la région au XIIIe siècle, mais l'église est
régulièrement reconstruite ou restaurée au cours des siècles. En 1912, on y disait encore la
messe et l'édifice comprenait encore au XIXe siècle un important monastère soutenu par un
village chrétien.
Aujourd'hui, le lieu restauré permet de situer le couvent, l'église, un tombeau, un sarcophage,
des vestiges de fresques. des mosaïques ainsi que des inscriptions faisant mention de l'année
1118. Mais aucun de ces vestiges ne peut sérieusement attester qu'il est le véritable tombeau
de saint Nicolas. ce «Turc» bien sympathique que tous les enfants de nos régions invoquent à
l'approche du mois de décembre.
ANNE MORELLI, Professeure à l'Institut d'étude des religions et de la laïcité.
Université libre de Bruxelles
3. Annexe
Article de presse sur la polémique concernant le personnage de St Nicolas
samedi 11 décembre 2004
Saint-Nicolas en chocolat sacrifié
Va-t-on devoir interdire les religieuses ou les pets de nonne dans les écoles ? Pour le moment,
un St-Nicolas en chocolat, destiné aux maternelles de Coudekerque-Branche dans le Nord, a
du être retiré pour atteinte à la laïcité.
Depuis onze ans, la municipalité distribue dans les écoles publiques et privées de la ville des
friandises à l'effigie de l'évêque, célébré le 6 décembre dans la culture flamande. Mais cette
année des enseignants ont considéré que la mitre en carton, ornée d'une croix chrétienne, et
le missel du personnage sont une entorse à la loi sur la laïcité. C'est pourquoi les
enseignants, avant que les figurines franchissent le seuil des classes ont arraché et gratté les
éléments religieux. "A partir du moment où le chocolat était déballé, il y avait un risque
sanitaire. J'ai tout fait retirer", a affirmé André Delattre, le maire de la ville. Le coût des
cadeaux jetés au rebut s'élève à 4.000 euros.
Info parue sur le site rtl.fr en date du 10 décembre 2004
4. Annexe Lundi Perdu
C'est le lundi qui suit le 6 janvier (date de l'Epiphanie) que les Tournaisiens fêtent le Lundi
Parjuré aussi appelé le Lundi Perdu.
Cette tradition se perd tellement loin dans le temps, qu'on ne sait plus précisément de quel
parjure il s'agit, si ce n'est que la plus ancienne trace écrite remonte au XIIIe siècle.
Par contre, l'autre appellation, le Lundi Perdu, vient du fait que pour célébrer la journée, le
travail était arrêté, c'était donc une journée perdue pour le travail. Aujourd'hui, la tradition
se perpétue et on mange ce jour-là le fameux lapin du Lundi Perdu.
En début de repas, on tire les 'billets des Rois', afin d'attribuer à chaque convive un rôle
déterminé, dont celui de 'Roi'. A signaler que chaque fois que le roi boit, les convives doivent
boire aussi... Quelles sont les règles ?
Dès le début du repas, l'on découpe le feuillet, on plie les billets et on les placent dans une
casquette, un chapeau ou tout autre contenant. Si votre table comporte moins de seize
convives, toujours utiliser le Roi, le Fou du Roi et le Verseur...
C'est la personne la plus âgée qui tire le premier, et ainsi de suite jusqu'au plus jeune de la
table... le Roi prend son verre et boit à la vue de tous (le Roi boit), le Fou du Roi veuille à ce
que chaque convive 'respecte' son Roi et ne disperse pas dans des bavardages ou distractions
inutiles... si cela était le cas, le Fou du Roi noircit le visage de l'indélicat au bouchon
préalablement passé à la bougie!
Le Verseur s'occupe de remplir les verres de son Roi et des autres convives...
L'air 'J'ai du Mirliton' accompagne cette tradition.
Que représentent les billets ?
Le Roi, le Conseiller, le Secrétaire, le Valet de Chambre, le Laquais, le Médecin, le Verseur,
l'Ecuyer tranchant, le Confesseur, le Suisse, le Portier, le Messager, le Musicien, le
Ménétrier, le Cuisinier et le Fou du Roi.
Le repas de ce lundi est une survivance de la grande bombance (bonne chère abondamment
servie) à laquelle le seigneur et son personnel judiciaire se livraient à l'issue du plaid et à
laquelle participaient les manants eux-mêmes non sans avoir, au préalable, payé leur écot en
argent ou en nature!
Bibliographie : Mémoire de la Wallonie, Tournai-Tournaisis, Lucien Jardez (+),
D1989/0197/08. Ministère de la Culture et de la Communication (France).
(*)Epiphanie : Les Romains fêtaient les Saturnales - célébration du règne de Saturne, dieu
des semailles et de l'agriculture - pendant 7 jours, du 17 au 24 décembre. Elles étaient la
manifestation de la fête de la liberté (libertas decembris) et du monde à l'envers. Jour de
liberté des esclaves à Rome, ces derniers devenaient les maîtres et les maîtres obéissaient aux
esclaves. On avait déjà pris l'habitude d'envoyer des gâteaux à ses amis. Sous l'ancien
régime, on l'appela 'gâteau des Rois' car cela tombait en pleine période des redevances
féodales et il était d'usage d'en offrir un à son seigneur. C'est le concordat de 1801 qui fixa la
date de l'épiphanie (qui signifie 'apparition') au 6 janvier. L'Epiphanie commémore la visite
des trois rois mages, Melchior, Gaspard et Balthazar venus porter les présents à l'enfant
Jésus: de la myrrhe, de l'encens et de l'or. L'Epiphanie conserve de nos jours cette tradition
du 'gâteau des Rois', devenu 'galette des Rois' dans lequel une fêve est dissimulée. Le convive
qui reçoit le fêve est déclaré le Roi. Fin du 20ème siècle, les autorités religieuses décident de
célébrer l'Epiphanie un des deux premiers dimanches de janvier.
Le repas
Le premier plat : la petite saucisse
Elle est servie avec de la compote ou du chou cuit au saindoux. Et pas de saucisse à bâtons
qui est, certes, un plat tournaisien, mais que l'on ne sert pas traditionnellement ce jour-là.
Le second plat : le lapin aux preones et aux raisins
Aussi appelé : le lapin à la tournaisienne.
Ingrédients : un lapin - des oignons - du sel et du poivre - un filet de vinaigre - un peu de
cassonade (facultatif) - du thym - du laurier - du beurre - des prunes sèches et des raisins
secs.
La recette : On fait roussir dans une casserole - en fonte de préférence - les morceaux de
lapin et les oignons. On ajoute l'assaisonnement puis on arrose d'eau.
Pour bien respecter la tradition, la cuisson du lapin se fait toujours à l'eau et jamais à la
bière, ni au vin, même si c'est meilleur! N'oublions pas qu'il s'agit d'un plat de pauvres à
l'origine.
Le lapin va mijoter, guernoter doucement en patois tournaisien. Il sera cuit quand la viande
se détache des os mais le lapin ne doit pas se démêler. On ajoute les pruneaux et les raisins
que l'on fait gonfler préalablement dans l'eau bouillante. On le sert avec des pommes de terre
vapeur et jamais avec des frites ou croquettes. On peut le manger en buvant du vin.
Le troisième plat : la salade tournaisienne
Ingréditents : salade de blé (mâche) - oignons cuits au four avec la pelure mais épluchés par
la suite - pommes - chicons - choux rouge au vinaigre - haricots - assaisonnement.
A cette recette de base, on peut ajouter les ingrédients suivants : pissenlit - céleri-rave betterave rouge - barbe de capucin. Mais pas de noix, de lardons, de dés de fromage qui sont
des fantaisies de notre époque.
On ajoute l'assaisonnement et on fatigue bien la salade. Celle-ci se mange avec du mutiau (*)
ou du jambon.
Dessert : la galette
Pour terminer, on sert la galette des rois avec la fève.
(*)mutiau : Spécialité tournaisienne mangée lors du Lundi Perdu. Tête pressée finement
hachée et garnie d'ail et de persil
. L'origine de cette tradition n'est pas connue de manière précise mais sa plus ancienne trace
remonte au XIIIe siècle.
Le moine Li Muisis - abbé de Saint-Martin à Tournai - écrit en 1281 : 'Selon une ancienne
coutume, les citoyens les plus aisés et leurs fils se réunissent fraternellement autour d'une
table ronde et élisent un roi.
Le 'Lundi parjuré' ou 'Lundi perdu' que nous connaissons sous sa forme actuelle remonte à la
moitié du XIXe siècle et n'a pas subi de modifications importantes sauf une tendance, née
après 1945, à la célébrer en groupe, au restaurant, plutôt qu'en famille comme le veut la
tradition.
Cette fête importante dans le calendrier tournaisien a toujours lieu le premier lundi après le 6
janvier, jour de l'Epiphanie(*).
La tradition de cette fête du lundi après les Rois remonte en fait à de très anciennes
institutions judiciaires du Moyen Age, époque où les seigneurs fonciers avaient leurs propres
justices et tenaient leurs propres assises judiciaires en présence de tous les dépendants de
leur seigneurie appelés, au jour prescrit, par la cloche paroissiale ou, le cas échéant, par
celle du beffroi.
Ces assises, appelées plaids généraux ou franches vérités, se tenaient en plein air, soit sur la
place publique, soit même dans le cimetière qui, comme on le sait, entourait l'église
paroissiale. Elles avaient pour but de découvrir les crimes qui avaient échappé aux autorités
judiciaires. Ceux qui avaient connaissance de meurtres, brigandages, incendies criminels,
vols, viols, calomnies, usure, etc... étaient tenus de les déclarer, d'autant plus que serment
avait été prêté, qu'on avait, selon l'expression de l'époque juré sur les saints. La date de ces
assises était, presque partout, fixée au lundi qui suivait l'Epiphanie que l'on trouve appelé,
dans certains textes du Moyen Age, parjure deluns (de dies lunae, jour de la lune).
Le parjure des rois mages ?
Le sens à donner au terme 'parjuré' a suscité plusieurs explications. Certains font référence
aux rois mages qui se sont parjurés en ne revenant pas, comme ils l'avaient promis, afin de
préciser à Hérode où ils avaient trouvé l'Enfant Jésus! Explication pour le moins fantaisiste!
D'autres, faisant référence aux plaids généraux ou franches vérités et pensent que, ce jour-là,
certains se parjuraient, malgré leur serment, pour ne pas avoir à se dénoncer l'un l'autre!
Il est plus que probable que le terme 'parjuré' a rapport avec la morale, c'est-à-dire avec le
serment prêté. On peut très bien donner à parjurer le sens de jurer solennellement, le préfixe
'par' marquant l'idée de perfection, ainsi qu'il en va pour les verbes parachever (achever
parfaitement), parfaire (achever convenablement) ou encore parfournir (fournir en entier). Le
jour parjuré était donc celui où l'on devait prêter le grand serment, le serment total.
Quant au terme « lundi perdu » il signifie très simplement que ce jour était perdu pour tous les
travaux. En effet, ce lundi-là, le travail était suspendu partout: usines, ateliers et bureaux
étaient fermés. On ne va plus jusque là aujourd'hui, mais 'faire lundi perdu' reste néanmoins
une tradition très vivace observée par une très large majorité de la population.
5. Annexe LA RÉINTERPRÉTATION CHRÉTIENNE DES FÊTES
ANTÉRIEURES AU CHRISTIANISME
Anne MORELLI
Le grand public, s'il adhère à une religion révélée, peut croire que son culte, sa
morale182, son art3, sa liturgie, ses cérémonies d'initiation, ses fêtes, ses rites de passage, sont
originaux, nés avec le fondateur de cette religion et n'ayant que des rapports ténus avec ces
phénomènes dans les autres religions. Tout au plus saute aux yeux la tendance générale à
célébrer dans beaucoup de religions des fêtes saisonnières liées au rythme de la nature.
Pourtant ce domaine est un magnifique modèle pour comprendre le métissage des
dieux et les historiens ont étudié des cas manifestes d'emprunts, de superpositions, de
syncrétisme et de substitutions dans le cadre du culte.
Sans prétendre apporter des éléments d'une grande originalité, je tenterai, pour les
fêtes chrétiennes les plus importantes, de voir quel est le glissement de contenu à propos de
mêmes dates et de mêmes symboles et comment s'est faite la réinterprétation culturelle de
ces fêtes par le christianisme ou, en d'autres termes, comment on a pu donner à des
éléments anciens une signification nouvelle.
Pour la clarté de l'exposé, je classerai les fêtes selon les liens les plus avérés
qu'elles entretiennent avec le judaïsme, la religion romaine, des religions orientales ou
occidentales préchrétiennes.
Les fêtes d'origine juive
Le christianisme est né dans le judaïsme et en a conservé une série de rites dont
les moindres ne sont pas la sanctification de la semaine (qui existe aussi dans d'autres
cultures) et les fêtes mobiles liées aux particularités du calendrier juif.
Chez les Juifs, la semaine est formée de six jours de travail et d'un jour de repos
obligatoire (le sabbat). Deux jours de la semaine sont des jours de jeûne facultatifs: le lundi
et le jeudi. Chez les chrétiens aussi, il y a six jours de travail et un jour de repos (le
dimanche) et deux jours étaient jadis consacrés au jeûne: le mercredi et le vendredi. La
fixation du vendredi comme jour de pénitence est liée à l'idée de la mort du Christ un
vendredi. Le jeûne du vendredi était parfois prolongé jusqu'au samedi. Jusqu'au concile de
Vatican lI (1960), tous les vendredis étaient obligatoirement jours d'abstinence de viande et
les mercredis de la période de Carême l'étaient aussi.
La fête de Pâques est de toute évidence une émanation de la Pâque juive (Pessah)
et le principal emprunt chrétien aux fêtes juives. Chez les Juifs, c'est la fête la plus
solennelle. Elle est fixée à la pleine lune du premier mois (lunaire) du calendrier, soit le
15e jour du mois de Nisan. C'est donc une fête mobile (et elle le sera aussi chez les
chrétiens). Il s'agit d'une semaine de fête du printemps. Le 1er et le 7 e jours sont fériés
(travail interdit) et les jours intermédiaires sont semi-fériés (travail autorisé). C'est une fête
agricole et pastorale, l'occasion à laquelle on mange le jeune agneau pascal, symbole de la
délivrance du peuple juif puisque Pâque est l'anniversaire de la sortie d'Égypte du peuple
18
Anne Morelli est historienne, rattachée à l'Institut d'études sur les religions et la laïcité de l'Université Libre de Bruxelles.
Les travaux du professeur Robert Joly ont été consacrés à montrer la filiation entre morale chrétienne et paganisme antique, cf
par exemple son livre Le vocabulaire chrétien de l ' amour est-il original?, Bruxelles, Presses universitaires de Bruxelles, 1968.
Les travaux du professeur Charles Delvoye ont prouvé la même filiation christianisme/paganisme pour l'art.
juif. Le repas du Seder est le repas du premier soir de Pâque. Les parents annoncent la
délivrance d'Égypte. Les ustensiles de cuisine et de table ont été bouillis préalablement. Le
repas traditionnel se compose de trois mazzot empilées (pain sans levain symbolisant le
désert), d'un oeuf dur (printemps), d'un os de mouton le Zeroa (souvenir de l'agneau), d'eau
salée et d'herbes amères le Maror (représentant l'exil) et d'haroset (mélange adoucissant
d'amandes, de pommes et de vin), ainsi que d'une coupe de vin dont on boit à quatre
reprises.
La fête chrétienne a été calquée sur la fête juive4 . Elle est fixée à la pleine lune
du premier mois lunaire du calendrier juif soit le 14 Nisan. C'est donc une fête mobile.
Chez les chrétiens d'Orient, la fête était fixée au jour de la semaine où tombait le 14 Nisan,
en Occident, elle était fixée au dimanche qui suit le 14 Nisan.
Il y a eu conflit à ce sujet dans la chrétienté jusqu'au concile de Nicée en 325.
Celui-ci a tranché pour le dimanche après la première lune de printemps (qui coïncide ou
suit l'équinoxe). II peut donc y avoir jusqu'à un mois de différence entre les dates de
Pâques. Les Églises d'Orient ayant refusé d'adopter la réforme grégorienne du calendrier, il
y a encore aujourd'hui décalage entre la Pâques catholique et orthodoxe.
Pâques est précédée d'une période de jeûne (le carême) et suivie de sept semaines
de réjouissances (le temps pascal) que clôture la Pentecôte. Le carême était d'abord court et
de jeûne absolu, puis il s'étend mais avec des poses (laetare). II commence au lendemain
du mardi gras, dernier jour où l'on peut manger de tout, avec le mercredi des Cendres.
C'est une période de mortifications physiques et morales qui culmine avec la
Semaine Sainte (du dimanche des Rameaux à Pâques) et le Vendredi Saint, anniversaire
de la mort du Christ. Le dimanche de Pâques évoque la résurrection, celle du Christ et
celle de la terre au printemps. C'est la période de ponte maximale des poules (et l'on n'a
pas employé d'oeufs pendant le carême). Dans les pays orthodoxes, on se presse le matin
de Pâques aux portes des églises pour faire bénir les oeufs, les pains (le koulich), les
gâteaux de fromage blanc et fruits confits (la Paska). Pour offrir des oeufs (ou s'en
débarrasser!) on les peint et on les décore. Rappelons que l'œuf et l'agneau (traditionnel
dans les pays chrétiens notamment parce que c'est la saison) figurent déjà sur la table de
la Pâque juive.
C'est à Pâques que l'on bénit le feu nouveau (actuellement le cierge pascal) que l'on
conservera jusqu'à la Pentecôtes et qui symbolise la lumière qui s'éteint et qu'on rallume,
donc la mort et la résurrection du Christ.
Les fêtes d'origine romaine
On a ici l'embarras du choix. Le Rogations et Litanies, par exemple, prières
publiques et processions qui tout récemment encore se déroulaient dans les campagnes,
évoquent sans aucun doute possible les ambarvalla lustrale de la religion romaine, elles
aussi destinées à attirer sur les champs les bénédictions célestes. La grande Rogation se
célèbre le 25 avril, la petite Rogation les lundi, mardi et mercredi précédant l'Ascension. II
est évident que ces fêtes furent fixées à ces dates dans l'idée de supplanter les célébrations
romaines. A Rome, le jour consacré à ce rite était justement le 25 avril. À cette date des
robigalla6, marquée par une procession sortant de Rome par le pont Milvius7, fut substituée
au VI` siècle une procession chrétienne qui emprunta quasiment le même itinéraire! Dans
le Nord-Ouest de l'Europe, les petites Rogations ou Litanies, précédant l'Ascension
correspondent à l'époque des gelées tardives si redoutées par les agriculteurs. Les Romains
priaient du 25 avril au 13 mai pour faire protéger par les dieux les jeunes bourgeons de
vigne et les fleurs des arbres fruitiers. L'Église remplaça ces fêtes païennes par l'invocation
de Dieu et spécialement la protection des trois Saints — Mamert8, Servais et Pancrace
appelés populairement les saints de glace. Les Rogations furent étendues à l'ensemble de
l'Église au VIIIe siècle par le pape Léon III.
On pourrait aussi prendre l'exemple de la période des Lupercales'°, fêtes romaines
du réveil de la nature, célébrées parfois de manière licencieuse et qui ont été transformées en
fête de Saint-Valentin. On peut également rapprocher pour cette même période de l'année les
bacchanales du Carnaval chrétien et voir dans la Purification de la Chandeleur" (qui évoque
les relevailles de Marie, quarante jours après la naissance de Jésus) une réinterprétation des
hypercales où, en l'honneur de Proserpine, on mangeait des galettes de céréales et où les
champs et les maisons étaient purifiés.
La fête des morts avait aussi son équivalent à Rome, mais c'est le 22 février
que les Romains célébraient les défunts de chaque famille. Pour déraciner cette
célébration, ou plutôt la christianiser, la fête solennelle de l'apostolat de saint Pierre fut
fixée à cette date. Les rites liés au culte des morts furent cependant particulièrement
difficiles à extirper. L'antique repas funèbre du 22 février perdure en Occident jusqu'au
XIIe siècle au moins et bien plus tard chez les orthodoxes. Quant à l'office des morts du
2 novembre s'inspirant de cette piété familiale, il n'est originaire que du Xe siècle et
généralisé en Europe au XIe siècle.
Les fêtes orientales
C'est via la domination romaine qu'un certain nombre de fêtes orientales
pénétrèrent en Occident.
On sait que dans l'empire romain le syncrétisme religieux ambiant accordait
notamment une large place aux célébrations mithriaques et égyptiennes.
Le 25 décembre le culte mithriaque, très développé à Rome aux troisième et quatrième
siècles, célébrait le Natalis Invicti. C'était la naissance du soleil, du soleil invaincu qui, chaque
année, après avoir failli céder à la nuit lors du solstice d'hiver, reprend ses forces et fait
regagner le jour sur la nuit. Tous les spécialistes savent qu'il n'y a aucune raison historique de
fixer la naissance du Christ à cette date, mais il est évident qu'elle fut choisie pour supplanter
cette importante célébration du mithriacisme. On commence à fêter la naissance du Christ
chez les chrétiens au cours du IVe siècle soit le 25 décembre, soit le 6 janvier. En effet,
l'Épiphanie qui veut dire en grec l'apparition ou la manifestation (divine) est aussi liée au
solstice d'hiver et au soulagement que, dans l'hémisphère nord, représente la renaissance
prochaine de l'astre et de ses corollaires: l'allongement des jours et le renouveau prochain de
la végétation.
À Alexandrie d'Égypte, l'Épiphanie était fêtée les 5 et 6 janvier. Après avoir
pleuré la mort du soleil (Osiris), on se réjouissait ces jours-là de la naissance du fils
d'Isis, appelé soleil naissant. La Vierge a enfanté. La lumière augmente chantaient les
Grecs d'Alexandrie à cette occasion. Cette fête atteint les Gaules au IVe siècle et Rome
au Ve siècle mais la célébration a été évincée par la fête chrétienne qui commémore à la
fois l'adoration des mages, l'eau changée en vin des noces de Cana et le baptême de
Jésus
8
Deux fêtes païennes de début d'années solaires sont donc à l'origine des deux fêtes du
temps de Noël. 9
Les fêtes du paganisme nordique
On doit se rappeler que si les Scandinaves se convertissent aisément c'est qu'au
moment où ils le font, ils sont depuis longtemps déjà en contact avec le christianisme, que
leur religion et le christianisme se sont interpénétrés et que leur conversion au christianisme
entérine en réalité une situation de fait.
Par contre, les Saxons (Germains), résistèrent fortement à la conversion au
christianisme.10
La plus célèbre des fêtes païennes, celle qui a le plus longtemps résisté avant d'être
réappropriée par le christianisme est certainement celle du solstice d'été (21 juin) et de ses
feux, devenus de la Saint-Jean.
Mais d'autres symboles des fêtes du paganisme se sont maintenus dans les fêtes
chrétiennes. Le houx et la bûche sont traditionnels des fêtes païennes nordiques de la lumière,
célébrées au solstice d'hiver. Le nom même de la fête du 25 décembre est resté chez les
peuples scandinaves celui, très peu chrétien, de Jul, à rapprocher d'un des noms d'Odin dans la
mythologie nordique qui est Jolinir.
Encore aujourd'hui, dans les pays du Nord de l'Europe, on célèbre deux autres fêtes
de la nuit: les feux de la Saint-Martin brûlés à l'origine pour Wodan15 et la fête de SaintNicolas, sympathique personnage qui. juché sur un âne ou un cheval parcourt les toits pour y
semer le bonheur des enfants.11 Cet ancêtre du Père Noël et de Santa Klaus n'est certainement
pas sans rapport non plus avec Wodan 12 qui parcourait les cieux, la nuit sur son cheval à
huit pattes...
Enfin, l'arbre de mai qui se hissait (et se hisse encore parfois) dans les campagnes est
lui aussi d'origine païenne, lié cette fois aux fêtes du renouveau de la nature et au printemps
triomphant.
On peut voir par ces quelques exemples que le degré et le mode d'acculturation entre
le christianisme et les religions qui l'ont précédé ont différé selon les circonstances et selon la
résistance à l'acculturation opposée par ces religions.
La plupart du temps, il s'agit de donner une signification nouvelle à une fête dont
on garde le sens saisonnier et les symboles (Pâques, fête de printemps avec le mouton et
l'oeuf dur..) mais, comme on l'a vu, parfois la fête païenne a fini, à la longue, par être
extirpée comme ces antiques repas funèbres remplacés entre le XIe et le XIIe siècles par les
cérémonies du 2 novembre.
On pourrait par ailleurs étendre l'approche de ces processus aux sanctuaires qui ont
connu les mêmes transformations: parfois détruits et supplantés par des constructions
chrétiennes établies dans d'autres lieux, le plus souvent, ils ont été réaménagés et
transformés afin de garder les mêmes lieux de culte mais
8
En Espagne et en Italie c'est à l'Épiphanie que les enfants reçoivent jouets et friandises.
Sur ce sujet, voir Bernard Botte, Les origines de la Noël et de l'Épiphanie, Paris, 1932. Michel Meslin ce sujet, voir Bernard
Botte, Les origines de la Noël et de l'Épiphanie, Paris, 1932. Michel Meslin, La fête des Kalendes de janvier dans l’Empire
romain, Latomus, 1970, n°115.
10
On verra à ce propos les travaux de Régis Boyer
11
Sa fête (6 décembre) est encore célébrée actuellement de la Pologne à la Flandre française en passant par l'Allemagne, la
Hollande et la Belgique.
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Dans certaines régions de la Flandre belge, la saint-Martin est encore l'objet de réjouissances. C'est lui qui est censé
apporter aux enfants friandises et jouets.
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