Das NDR Info Table-Quiz zum Mitmachen

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Das NDR Info Table-Quiz zum Mitmachen
ndr.de/info
Foto: Klaus Westermann | NDR
Das NDR Info Table-Quiz
zum Mitmachen
ndr.de/info
Die Moderatoren und Macher von
NDR Info – Quizzen, was die Welt bewegt
Birgit Langhammer – Gesicht und bekannte Stimme
von NDR Info arbeitet seit 2004 für den Hörfunksender. Radio hat sie von klein auf begeistert.
Vor 19 Jahren saß sie das erste Mal am Mikrofon,
es folgte ein Volontariat in München und seitdem
sendet sie auf verschiedenen Frequenzen in verschiedenen Formaten. Auch bei NDR Info mag sie
die Vielfalt: Sie moderiert das Infoprogramm, aber
auch die abendliche Anrufsendung „Redezeit“ und
„Mikado – Radio für Kinder“. Für Reportagen ist
sie zwischen Harz und Nordseeküste unterwegs.
Geboren in Österreich und aufgewachsen in Süddeutschland hat sie schnell die Vorzüge des Nordens
kennen und schätzen gelernt: Inzwischen ist sie
begeisterte Alster-Seglerin.
Und natürlich quizzt sie gerne. Sie spielt leidenschaftlich gern Trivial Pursuit und Quizduell.
Der Zufall machte Tom Zimmermann und Darren
Grundorf zu Quizmastern. 2011 waren die da­ma­li­
gen Studenten auf der Suche nach einer Idee, eine
gerade neu eröffnete Hamburger Kneipe bekannt
zu machen. So entstand das „Internationale Aalhaus
Kneipenquiz“.
Inzwischen gestalten die beiden verschiedene
Quiz-Veranstaltungen, die sich großer Beliebtheit
erfreuen. Für NDR Info haben Tom Zimmermann
und Darren Grundorf das Format „Quizzen, was die
Welt bewegt“ gemeinsam mit der Redaktion und
der Moderatorin Birgit Langhammer entwickelt.
Zimmermann und Grundorf haben beide einen
Master in Kultur- und Medienmanagement. Aktuell
schreibt Darren Grundorf seine Dissertation.
Tom Zimmermann hat sich 2012 mit Kollegen
selbstständig gemacht und die Beratungsagentur
Fishberg gegründet. Er promoviert ebenfalls.
Gemeinsam veröffentlichten die beiden im Jahr
2014 eine Auswahl ihrer besten Quizfragen in
ihrem Werk „Das Kneipen-Quiz-Buch“.
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Im Gespräch mit den Machern und Moderatoren von
NDR Info – Quizzen, was die Welt bewegt
Foto: Klaus Westermann | NDR
Tom Zimmermann | Darren Grundorf | Birgit Langhammer
Tom und Darren – Woher kennen Sie sich?
Ah – ist das der Schlüssel zum Quiz?
Quizzen ist ja auch ein wenig wie geprüft werden?
Tom: Aus der Uni. Wir haben beide Kultur- und Medienmanagement in Hamburg studiert und danach zusammen
Darren: Stimmt, darüber haben wir noch gar nicht nach-
am Institut dort gearbeitet.
gedacht. Aber nein, die Geschichte ist anders: Ein Freund
von uns hat im Sommer 2011 eine Kneipe in Hamburg
Darren: Lustigerweise war ich der Prüfer von Toms
eröffnet – das Aalhaus. Wir haben uns überlegt, was man
Masterarbeit.
tun kann, um diesen Ort bekannt zu machen. So kamen
wir auf die Idee des Kneipen-Quiz, das seitdem jeden
Monat stattfindet.
Tom: Wir können manchmal selbst nicht glauben, dass
wir vier nach vier Jahren noch so erfolgreich damit sind.
Zu uns kommen wirklich immer viele Gäste. Das ist irre.
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Birgit – nicht nur in Kneipen wird gequizzt. Auch das
Wie ist es denn so mit den beiden Vielwissern
Internet ist voll von Quiz: Worin glauben Sie, liegt der
zusammen zu arbeiten?
Reiz des Quizzens? Warum wollen Menschen ihr Wissen
unter Beweis stellen?
Das macht großen Spaß – weil die zwei immer wieder auf
tolle Fragen kommen, aus allen Bereichen des Lebens:
Das ist doch ur-menschlich: Kräfte messen gehört dazu.
Von Vielwissern kann man viel lernen – schlimm wäre es
Wer kann schneller laufen, hat das schönere Haus, ist
ja nur, wenn sie Besserwisser wären.
besonders schlau. Und bei einem so vielfältigen Fragenkatalog kann eben wirklich jeder punkten, nicht nur der
Wikipedia & Co. machen Wissen allgegenwärtig
ehemalige Einser-Schüler.
zugänglich. Wirkt sich das auch aufs Quizzen aus?
Quiz – besonders im TV – begeistert schon seit Jahr-
Darren: Es macht das Schreiben der Fragen leichter, weil
zehnten. Bemerken Sie, dass sich etwas ändert?
man auch zu banaleren Themen immer schnell und zielsicher etwas nachschlagen kann. Ob man sich mehr oder
Tom: Die Leute wollen mitmachen. Das ist etwas ande­res,
weniger im Kopf merken kann als ohne Internet, kann ich
als wenn man nur still vor dem Fernseher sitzt und den
nicht sagen. In der Kneipe merken wir, dass es den Leuten
Kandidaten beim Raten zuschaut. In der Gruppe macht
aber gerade Spaß macht „analog“ zu spielen und nicht
das dann besonders Spaß, weil alle ihren Beitrag leisten
immer zwischendurch das Telefon rauszuholen und nach­
und man sich in der Gruppe und gegen die anderen
zuschauen. Da siegt letztendlich immer der Sportsgeist.
Teams durchsetzen will.
Was ist Ihre Lieblingsfrage Tom und Darren?
Darren: Die Fragen ändern sich natürlich immer mit
dem, was aktuell in der Welt geschieht. Die Möglichkeit,
Tom: Es sind wirklich zu viele. Gut sind in jedem Fall die
unterschiedliche Medien wie Sound- oder Videoclips
Fragen, die ein Team richtig ins Diskutieren bringen,
einzu­binden, schafft auch nochmal tolle Möglichkeiten.
am besten so, dass es dann mehrere Meinungen für eine
richtige Antwort gibt.
Birgit – ihre Quiz-Historie ist nicht so eindeutig
„quizlastig“ wie die ihrer beiden Kollegen. Oder täuscht
Darren: Wir versuchen immer, dass ein Quiz am Ende
das? Haben Sie eine persönliche Quiz­geschichte?
nur aus Lieblingsfragen besteht, die interessant, lustig,
Gibt es eine besondere Verbindung?
trickreich sind oder hinter denen eine Geschichte steckt.
Einfache „Was ist die Hauptstadt von ...“-Fragen ver­su­chen
Natürlich nicht wie Tom und Darren, aber ich quizze
wir immer zu vermeiden.
selbst sehr gerne, ob Trivial Pursuit oder Quizduell.
Außerdem war ich des Öfteren Mitspieler bei dem
Können Sie sich noch an den ersten gemeinsamen
Kneipen-Quiz der beiden – was wirklich sehr unterhalt-
Auftritt erinnern? Was war besonders daran?
sam und informativ war.
Darren: Das war im Aalhaus vor vier Jahren. Noch wenige
Gäste und zugegeben: wenig Konzept. Dafür: viel Aufregung und schon damals: gute und selbstgemachte Fragen.
Tom: Ganz furchtbar – weil mühsam und echt zu
old school – war, dass wir auf Papier händisch die Punkte
zusammen­gerechnet haben. Dabei gab es auch
Computer und Taschenrechner. Als Preis gab’s übrigens
’ne Dose Aalsuppe für den Gewinner.
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Haben Sie besondere Anekdoten erlebt?
Tom: Das Schöne an unseren Abenden ist ja, dass es sich
um Live-Events handelt. Da kann man noch so viel vor­
bereiten, am Abend passiert dann doch etwas Unvorhergesehenes, die Technik streikt oder Darren liest die Frage
samt Antwort vor oder so. Wenn man dann improvisieren
Foto: NDR
muss, fängt der Spaß erst richtig an.
Darren: Durch die Interaktion mit den Teilnehmern entstehen natürlich auch sehr oft komische Situationen,
allein schon wenn man die oftmals wirklich abstrusen
Wie bereitet man sich am besten auf ein Quiz vor –
und lustigen falschen Antworten (vor-)liest. Der größte
was ist Ihr Tipp?
Spaß war vielleicht ein Quiz, zu dem wir in ein Restaurant
gebucht wurden, in dem dann von den Gästen aber offen­
Darren: Alles lesen, hören und sich merken, was einem
bar niemand wusste, dass es ein Quiz geben wird. Die
über den Weg läuft. Klassische Bildung kann helfen,
hatten da reserviert und wollten in Ruhe was essen und
banaleres Wissen von Unmöglichkeiten der Weltgeschich­
sich unterhalten. Es gab Tumulte und auch wüste Be-
te aber auch.
schimpfungen in unsere Richtung. Der Großteil ist dann
aber da geblieben und hat enthusiastisch mitgespielt.
Tom: Vielleicht kurz bevor es losgeht noch ein bisschen
Wikipedia, wenn es ein Überthema gibt, aber eigentlich
Und Birgit – live zu quizzen kann auch peinlich werden,
wenn man nichts weiß, oder spielt das keine Rolle?
ist der Weg zum Quizchamp ein lebenslanges Unter­fan­
gen. Kurzfristig lässt sich da meist nur wenig aus­bügeln.
Und wie überall muss man auch ein bisschen Glück haben.
Beim Table-Quiz von NDR Info wird keiner nach vorne gerufen oder die Antwortbögen mit Namen verlesen, das ist
Hat sich jemand von Ihnen schon bei „Wer wird
ein großer Vorteil. Und innerhalb der Gruppe habe ich es
Millionär“ beworben?
nicht als peinlich erlebt – bzw. da lag jeder mal daneben,
das gleicht sich aus.
Tom: Nee. Kommt vielleicht noch.
Gibt es eine Frage, die bisher noch nie richtig
War einer von Ihnen schon einmal Telefonjoker von
beantwortet wurde?
Günther Jauchs Gästen?
Tom: Es gibt zumindest Fragen, bei denen dann nur ein
Darren: Noch nicht. Wir wären dabei, wenn wir gefragt
paar wenige Teams richtig liegen. „Welches ist der längste
werden. Allerdings soll auch niemand glauben, dass wir
Monat des Jahres?“ ist zum Beispiel so eine. Der Oktober
soviel mehr wüssten, als die Kandidaten. Das scheint
hat ja eine Stunde mehr wegen der Zeitumstellung.
oft nur so.
Da kommen nur wenige drauf.
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Apropos Günther Jauch – Birgit: Quiz-Sendungen
Darren: Stimmt. Alles andere hatten wir schon auf die
gibt es seit Jahrzehnten – haben Sie einen Lieblings-
eine oder andere Art im Quiz.
Quizmoderator oder gar Vorbild aus früherer Zeit?
Und Birgit – wie sieht es bei Ihnen aus? Als Moderatorin
Günther Jauch macht das großartig. In der Situation sich
bei NDR Info, dem Inforadio des Norddeutschen Rund-
mit einem Kandidaten alleine gegenüberzustehen und
funks, hat man tagtäglich mit Nachrichten und aktueller
sich keine Tendenz – ob richtig oder falsch – anmerken zu
Berichterstattung zu tun. Das hilft doch bestimmt sehr
lassen, ist bestimmt sehr schwer. Da hat er seine Mimik
beim Beantworten von Quizfragen?
und Gestik extrem gut im Griff.
Das hilft natürlich, wenn es um aktuelle Themen geht.
Wenn Sie im Team gegeneinander antreten würden –
Wir sammeln durch die Berichterstattung natürlich sehr
wer wären Ihre Wunsch-Mit-Quizzer? Überhaupt:
viel Hintergrundwissen an – zum Beispiel beim Thema
Wie sollten sich Teams idealerweise aufstellen?
Libyen: Wie viele Menschen leben dort, welche Länder
grenzen an, wer hat seit wann die politische Führung?
Darren: Am besten bunt gemischt: Männer, Frauen, alt
Und wenn man mit Olaf Lies ein Interview über die
und jung. Auf jeden Fall Leute mit Spieltrieb und wild
Zugtrassen geführt hat, dann merkt man sich vielleicht
gemischten Interessen. Schwierig wird’s mit zu vielen
auch seine Position etwas besser? Wissen Sie spontan
Besserwissern oder Geschichtenerzählern. Beim
wer das ist?
Kneipenquiz entscheidet am Ende oft auch die Effizienz
der Gruppe.
Glücklicherweise zeichnet sich unser Quiz ja dadurch
aus, dass nicht nur stur Wissen abgefragt wird – alle
Birgit – Warum ist Team-Quizzen offenbar DAS Ding?
haben also reelle Chancen.
Natürlich weil so die Gewinnchancen steigen. Und umso
besser, wenn das eigene Team strategisch sinnvoll zu­­
sammengestellt wurde – also Frauen und Männer mit ganz
unterschiedlichen Biographien und Interessen. Mein Tipp:
Durchsetzungsvermögen, wenn man sich mehr als sehr
sicher mit seiner Antwort ist. Ich habe mich mal überstimmen lassen und mich dann sehr geärgert.
Sie drei müssen einen wirklich großen Wissensschatz
Kontakt für Rückfragen:
haben als Quiz-Profis und NDR Info Moderatorin.
Darren und Tom – wie ist das bei Ihnen? Gibt es etwas,
NDR Info / Angela Ahrens
was Sie unbedingt wissen müssen oder wollen?
Tel.: (040) 41 56 - 28 05
Ein Thema, das bei Ihnen bisher noch nicht vorgekom-
[email protected]
men ist?
Heine PR / Lina Lehmann
Tom: In Sachen „Atomphysiker aus dem Südharz“ und
Tel.: (040) 609 45 67 76
„Rhönrad-Sport der 1970er Jahre“ ist noch etwas Luft
[email protected]
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