Ostereier-Suche - Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen

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Ostereier-Suche - Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen
Ausgabe 1 | 2014
Kundenzeitung der Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH
Ostereier-Suche
im Saurierpark
Neues von der EWB
Abwasserbeseitigung
BBB Aktuell
Freundliche Hilfe
am Service-Telefon
Endspurt in der
Wichmann-Siedlung
Die Bautzener
entdecken ihre Stadt neu
Immer freundlich, kompetent und souverän –
das müssen die Mitarbeiter am EWB-ServiceTelefon sein. Das Team von Uta Kaiser betreut
alle Kunden der Stadtwerke und beantwortet
sämtliche Fragen zur Abrechnung von Strom,
Gas, Wasser und Fernwärme.
S. 5
Nach Ostern beginnt die letzte Etappe beim Ausbau des Abwassernetzes in der Wichmann-Siedlung. Yorck- und Scharnhorststraße erhalten
getrennte Schmutz- und Regenwasserkanäle
sowie neue Trinkwasser- und Gasleitungen. Die
Arbeiten dauern bis Ende Oktober.
S. 9
Am 6. April können die Bautzener ihre Heimatstadt neu entdecken – beim ersten Erlebnistag für Einheimische. Organisiert von der Tourist-Information und ihren Partnern lernen die
Einwohner die Spreestadt aus der Sicht ihrer
zahlreichen Gäste kennen.
S. 11
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Jederzeit Strom fürs Spielemobil
WETTBEWERB JUNGE ENERGIESPARFÜCHSE KOMMEN AUF DIE TOLLSTEN IDEEN,
WENN MAN SIE ERST EINMAL TÜFTELN LÄSST: ZUM BEISPIEL AUF EIN NOTSTROMAGGREGAT MIT GASANTRIEB.
SCHLAUE TÜFTLER
Robin Henke, Leah Bennertz,
Jan Gabriel und Andreas Hentschel (v.l.)
gehören zu den jungen Forschern vom
Zuseum. Sie haben ein Notstromaggregat mit Gasantrieb gebaut.
probiert und wieder neu gebaut. „Es hat schon ein paar Pleiten zwischendurch gegeben“, erzählen die 15-Jährigen
freimütig. Das gehört dazu beim Forschen und Entwickeln.
„Unser Hauptproblem war, das Gas immer mit einem ganz bestimmten Druck und in einer regulierbaren Menge zur Verfügung zu stellen“, erklärt Jan. „Und problematisch war es
auch, alles dicht zu kriegen“, ergänzt Leah. „Mit Gas muss
man ja auch vorsichtig sein.“
Z
DIE PROJEKTE 2014
Entwicklung eines umwelteffizienten
Rauchmelders mit Photovoltaikmodul
und Lithium-Ionen-Akku
Auswertung des Stromverbrauchs am
Schiller-Gymnasium mit Vorschlägen
für Einsparmöglichkeiten
Notstromaggregat mit Gasantrieb
Tipps zum Energiesparen im Haushalt
Ideen, wie man Energie
wiederverwenden kann
uerst haben sie mit dem Kopf geschüttelt, die Jugendlichen von der Arbeitsgemeinschaft „Jugend
forscht“ des Bautzener Schiller-Gymnasiums. Jeden
Freitag treffen sich Leah, Jan und die anderen Freizeitforscher mit ihrem Lehrer Andreas Samuel im Zuseum an der Taucherstraße. Zwischen Kisten und Kästen mit Werkzeug, Kabeln und Bauteilen planen, tüfteln, experimentieren und forschen sie. Aber was sollten sie bloß mit diesem kaputten Notstromaggregat anfangen, dass Herr Samuel eines Freitagnachmittags vom Schrottplatz mitbrachte?
Erst einmal erforschen, wie so ein
Notstromaggregat funktioniert, schlug
der AG-Leiter ihnen vor. Um dann vielleicht selber eins zu bauen. Wenn es
funktioniert, könnte das neue Spielemobil
des Vereins in Zukunft unabhängig von einem Stromanschluss zum Einsatz kommen.
Es könnte mitten im Wald stehen oder am Stausee oder auf einer Wiese. Na, wie wär’s? Sind die jungen Forscher vom Zuseum nicht auch ausgefuchste Energiesparfüchse?
Einsparungsmöglichkeiten am Kühlschrank
Effizienz von Solarzellen
Modell einer Dampfturbine mit
Energiesparpotenzial
Entwicklung einer energiesparenden
Taschenlampe
„Na klar sind wir das“, sagt Leah Bennertz,
das einzige Mädchen in der Forschergruppe.
„Und da sind wir auch ziemlich stolz drauf.“ Das selbstgebaute Notstromaggregat ist fertig. Es funktioniert tadellos.
„Und mit Propangas-Antrieb“, erklärt Jan Gabriel, das Chemie-Ass in der Gruppe. Fast ein halbes Jahr lang haben die
Schüler probiert, gebaut und wieder verworfen. Wieder neu
Irgendwann aber ist den Jugendlichen die Herangehensweise klar. Und dann kommt der erste Probelauf, der tatsächlich reibungslos klappt: Zum ersten Mal treibt das gasbetriebene Notstromaggregat eine Bohrmaschine an. Die Kapazität reicht dicke für das Spielemobil. Aber vorher kommt
die energiesparende Erfindung der jungen Forscher zu den
Energie- und Wasserwerken Bautzen. Das Notstromaggregat
ist ihr diesjähriger Beitrag im Energiesparfüchse-Wettbewerb.
Zum sechsten Mal loben die Stadt Bautzen, der Technologieförderverein und die Energie- und Wasserwerke Bautzen
den Wettbewerb für Kinder und Jugendliche aus. Schüler von
drei Schulen bewerben sich in diesem Jahr mit neun Projekten
und viel Kreativität und Erfindergeist. Die jungen Forscher
aus dem Schiller-Gymnasium machen nicht zum ersten Mal
mit. „Wir haben schon eine solarbetriebene Heizspirale für
den Kaninchenstall gebaut“, erzählen sie stolz. „Und voriges Jahr einen Trockner für Tee-Kräuter.“
„Der Wettbewerb ist toll“, sagen die Schüler. „Da
wird man richtig herausgefordert. Und vielleicht gewinnen wir ja dieses Mal“, fügen sie hinzu. Den
begehrten Pokal des Oberbürgermeisters haben
bisher nämlich immer andere Energiesparfüchse davongetragen. Ihrem Elan und
Forscherdrang hat das aber keinen Abbruch
getan. Im Gegenteil, sagen die Jugendlichen.
Aber sie wissen: Die Konkurrenz hat auch
in der sechsten Runde nicht geschlafen. So wird sich das Notstromaggregat
zum Beispiel mit einer energiesparenden
Taschenlampe oder einem umweltfreundlichen
Rauchmelder messen müssen.
Am 2. Juni werden sie es wissen. Dann zeichnet Oberbürgermeister Christian Schramm im Kornmarkt-Center die Gewinner aus. Bis zum 7. Juni werden die Wettbewerbsbeiträge im Kornmarkt-Center in einer Ausstellung gezeigt.
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Wasser und Energie
TAG DES WASSERS DIE ENERGIE- UND WASSERWERKE BAUTZEN LADEN AM 22. MÄRZ
IN DIE ALTE WASSERKUNST EIN. TILO ROSJAT FÜHRT DIE GÄSTE BIS IN DEN TURBINENKELLER.
W
as waren die Bautzener doch für fortschrittliche
Leute. Schon 1399 gab es in der Stadt die erste
Trinkwasseranlage. In alten Aufzeichnungen ist das
nachzulesen. Und Tilo Rosjat kann das wunderbar erzählen.
Richtig ins Schwärmen kommt der 52-Jährige, wenn er seine Gäste durch die hohe Kunst der Wasserversorgung führt:
durch die Bautzener Wasserkunst.
Was für ein gewaltiges Bauwerk! Weithin sichtbar ragt der
Turm der Alten Wasserkunst über die Stadt hinaus. Ratsbaumeister Wenzel Röhrscheidt d. Ä. errichtete den steinernen
Koloss 1558, nachdem der vorherige Holzturm einem Brand
zum Opfer gefallen war. Der Koloss ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt und er ist das Wahrzeichen des technischen
Fortschritts der Bautzener im Mittelalter. Der Wasserturm mit
seiner ausgeklügelten Pumpenanlage ermöglichte zum ersten Mal eine zentrale Wasserversorgung für die ganze Stadt
- und das schon Ende des 15. Jahrhunderts. Bautzen pulsierte zu dieser Zeit, die Stadt platzte aus allen Nähten, die
Brunnen reichten nicht mehr aus für alle.
Tilo Rosjat zeigt mit großer Begeisterung auf die beiden alten Gemälde, die im Turm hängen. Sie stellen das Pumpenund Leitungssystem dar, das die Stadt seit 1877 mit Wasser
versorgt hat. „Es war das fortschrittlichste, das man damals
kannte in Deutschland“, erklärt Rosjat, dessen Familie die
Wasserkunst seit 1991 gepachtet hat. Die Energie- und Wasserwerke Bautzen haben die Gemälde restaurieren lassen. Die
alte Wasserkunst ist ja schließlich auch ein untrennbarer Teil
ihrer eigenen Historie.
Mit der Antriebskraft der vorbeifließenden Spree konnte das
Grundwasser in den Behälter hoch oben im Turm gepumpt
werden – fünf Meter höher als der höchste Punkt in der Stadt.
So konnte das Wasser aus dem Behälter von oben zu den über
80 Entnahmestellen im Stadtgebiet fließen. Besser Betuchte hatten sogar einen Hausanschluss. Auf dem Fleischmarkt
kann man so eine Trinkwasser-Entnahmestelle noch heute
besichtigen.
Bis 1965 waren die Pumpen der Wasserkunst noch in Betrieb. 1.000 Kubikmeter schafften sie in 24 Stunden. Seit 1964
versorgt das Wasserwerk in Sdier die Stadt und löste nach und
nach alle anderen alten Pumpwerke ab, auch die Wasserkunst.
Heute betreiben die Energie- und Wasserwerke Bautzen ein
222 Kilometer langes Versorgungsnetz. Mehr als 40.000 Einwohner werden mit dem kostbaren Trinkwasser versorgt. „Wasser ist heute nicht nur unser wichtigstes, sondern auch das
bestkontrollierte Lebensmittel“, weiß EWB-Geschäftsführer
Volker Bartko. Das Wasserwerk in Sdier und die EWB sorgen
für die gleichbleibend hohe Qualität des Wassers und die strikte Einhaltung aller Parameter. Die Qualität des Bautzener Trinkwassers ist hervorragend.
Die Turbine in der Wasserkunst treibt heute keine Pumpen
mehr an. Stattdessen kann jetzt mit ihrer Hilfe Ökostrom erzeugt werden. Tilo Rosjat ist stolz auf das Umbau-Projekt,
das Ingenieur Mathias Mirtschin Mitte der 1990er Jahre ausgedacht und umgesetzt hat. Das 1,25 Meter hohe Spreewehr
vor der Haustür reicht aus für die Turbine, die nun einen Generator antreibt. 1.000 Liter pro Sekunde fließen durch, erklärt Rosjat. Zehn Kilowatt pro Stunde schafft die Anlage.
Das reicht, um die Heizung zu betreiben und deckt im Sommer den Strombedarf in der Wasserkunst. Den Rest nehmen
die Bautzener Stadtwerke ab. Neben der "Alten Wasserkunst"
gibt es übrigens noch drei weitere Wasserkraftanlagen in Bautzen entlang der Spree: Neusche Promenade, Unterm Schloss
und in der Hammermühle auf der Seidauer Straße.
„Wasser und Energie“ - unter diesem Motto steht auch der
diesjährige Tag des Wassers am 22. März. Für die Stadtwerke lag es da nahe, ihre jährliche Veranstaltung zum Tag des
Wassers diesmal in die Alte Wasserkunst zu verlegen und ihre
Kunden und alle Bautzener dorthin einzuladen.
Auch das Wasserwerk in Sdier wird seine Türen an diesem
Tag öffnen. Gemeinsam laden Stadtwerke, Wasserkunst und
Wasserwerk mit Extra-Führungen dazu ein, in die spannende
Geschichte und Gegenwart der Bautzener Trinkwasserversorgung einzutauchen.
Die alte Wasserkunst kann im März täglich von 10 bis 16
Uhr, von April bis Oktober von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen sind nach Vereinbarung möglich.
WASSERKUNST
Tilo Rosjat zeigt das technische Herz
der Alten Wasserkunst. Mit der Kraft
der Spree wird hier Strom erzeugt.
TAG DES WASSERS
Der Tag des Wassers am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Energie“.
Begangen wird er weltweit seit 1993, um aufmerksam zu machen auf das kostbare Gut Trinkwasser, das nicht selbstverständlich aus dem Wasserhahn fließt.
Die alte Wasserkunst, in diesem Jahr der Veranstaltungsort der EWB, ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Halbstündlich finden von 10.30 Uhr bis
15.30 kostenlose Führungen statt. Gekostet werden kann auch das Wasser aus der Trinkwassertheke. Mitarbeiter der EWB informieren rund um
das Bautzener Trinkwasser. Für Kinder gibt es eine
Malstraße.
www.altewasserkunstbautzen.de
Das Wasserwerk Sdier, Wasserwerkstraße 33,
02694 Großdubrau /OT Sdier, öffnet seine Tore von
9.30 bis 16 Uhr. Spannende Führungen durch die
Produktionsanlagen werden jeweils um 10 und um
13 Uhr angeboten.
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Bautzen rückt dem Blei zuleibe
TRINKWASSER IN DIESEM JAHR WERDEN DIE STADTWERKE DIE LETZTEN ALTEN HAUSANSCHLÜSSE
AUSWECHSELN. DANN WIRD ES IM TRINKWASSERNETZ DER STADT KEINE BLEILEITUNG MEHR GEBEN.
ALTES RELIKT
Gunter Pahlisch von den Stadtwerken
zeigt einen der wenigen Bleileitungshausanschlüsse, die es noch in Bautzen gibt.
umfangreiche Bauarbeiten. In diesem Zuge wird auch gleich
das Trinkwassernetz rekonstruiert. Dann wird es hier kein Blei
mehr geben. „Hier nicht und auch sonst nirgendwo mehr in
der Stadt“, sagt Pahlisch. Bis Ende 2014 werden alle noch bestehenden Hausanschlüsse aus Blei ausgewechselt sein, haben die Stadtwerke geplant.
G
unter Pahlisch ist in den Keller eines Gründerzeithauses an der Ziegelstraße in Bautzen hinabgestiegen
und zeigt auf den alten Hausanschluss aus Blei. Die
Trinkwasserleitung hier stammt noch aus der Bauzeit:
1884. „Gute, alte Wertarbeit“, sagt der Hausbesitzer. „Das hat
gehalten bis heute. Deshalb gab es ja nie einen Grund, hier
was auszuwechseln.“
ZAHLEN UND FAKTEN
1,78 Millionen Kubikmeter Trinkwasser
verbrauchen die Bautzener im Jahr.
95 Liter Wasser verbraucht ein Bautzener
am Tag durchschnittlich.
222 Kilometer lang ist das Trinkwassernetz
in der Stadt Bautzen.
Ca. 40.000 Einwohner werden von den Stadtwerken mit dem kostbaren Nass versorgt.
19 Cent bezahlt ein Bautzener im Durchschnitt
jeden Tag für sein Wasser.
Der Härtebereich des Bautzener Wassers
ist weich.
Heute weiß jeder, dass Bleileitungen nicht geeignet sind fürs
Trinkwasser. Aber früher wurden nun mal ausschließlich Bleileitungen verbaut. In Bautzen noch bis 1973. Der Werkstoff
galt als modern, weil er gut und einfach zu bearbeiten war.
Erst nach 1973 hat man in ganz Deutschland bei Neubauten
konsequent auf Blei verzichtet und auf Kunststoffleitungen
umgestellt. „Heute verwendet man als Material PE-Rohr“, erklärt Gunter Pahlisch. Er ist bei den Energie- und Wasserwerken Bautzen Kundenbetreuer für Hausanschlüsse im Versorgungsnetz und bearbeitet Anfragen zum Neuanschluss oder
der Veränderung von Strom-, Gas-, Fernwärme- und Trinkwasserhausanschlüssen. Wichtig ist dabei die umfangreiche
Beratung bis zum Abschluss eines Vertrages zum Bau des erforderlichen Anschlusses. In diesem Jahr gehört die Beratung zur Auswechslung von Trinkwasserhausanschlüssen zu
seinen Aufgaben.
Nach der Wende ist in Bautzen viel saniert worden. Auch
das Gründerzeithaus in der Ziegelstraße hat in den 1990er
Jahren im Haus neue Wasserleitungen bekommen. Nur der
Hausanschluss ist hier noch aus Blei. Das wird nicht mehr
lange so sein. Im Frühjahr beginnen in der Ziegelstraße
Viele sind es ohnehin nicht mehr. Von den 5.500 Anschlüssen
im Bautzener Netzgebiet sind noch 40 aus Blei. Die EWB hat
alle Hauseigentümer informiert, bei denen der Hausanschluss
erneuert werden muss. Wichtig ist dabei, dass die EWB die
Kosten bis zur Grundstücksgrenze übernehmen. Der andere Teil der Leitung wird im Auftrag des Hauseigentümers ausgewechselt. Dieser erhält von der EWB ein verbindliches Kostenangebot. Der Termin für die Ausführung der Arbeiten wird
mit dem Hauseigentümer vereinbart. Die entsprechende Beratung dazu erhalten alle Kunden von Herrn Pahlisch.
Der seit 2013 neue Richtwert von nur noch 0,01 Milligramm
Blei pro Liter wird im Trinkwassernetz der EWB eingehalten,
erklärt Gunter Pahlisch. „Wenn aber über einen längeren Zeitraum kein Wasserhahn geöffnet wird und das Wasser lange
in den Bleileitungen steht, dann könnte der Grenzwert möglicherweise auch mal überschritten werden“ , sagt er. Das wollen die Energie- und Wasserwerke Bautzen aber von vornherein
ausschließen. Bis Ende dieses Jahres haben sie sich das vorgenommen.
Gunter Pahlisch appelliert aber auch an die Eigentümer älterer Häuser, alle Bleileitungen in den Wohnungen auszuwechseln, sollten noch welche vorhanden sein. Bleileitungen
erkennt man an der grauen Farbe und einem dumpf-metallischen Klang. Das Metall ist sehr weich und lässt sich leicht
einritzen.
Wer sich nicht sicher ist, ob das Trinkwasser in seiner Wohnung durch Bleileitungen fließt, wendet sich am besten an
seinen Vermieter. In allen sanierten Wohnungen ist das aber
auf keinen Fall notwendig, da Blei als Material für Trinkwasserleitungen schon lange nicht mehr verwendet wird.
Das Bautzener Trinkwasser hat beste Qualität und wird ständig vom Gesundheitsamt überprüft. Es ist schließlich das Lebensmittel Nummer 1. Das Wasser in Bautzen kommt aus dem
Wasserwerk in Sdier.
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Schnelle Hilfe am Telefon
STADTWERKE DIE FREUNDLICHEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER IM SERVICE-CENTER
DER EWB BEANTWORTEN FRAGEN UND LÖSEN PROBLEME GLEICH AUF KURZEM WEGE.
SERVICE-CENTER
Immer freundlich,
kompetent und souverän:
Service-Mitarbeiter
Steffi Viehrig, Ina Kramer,
Constanze Lindner, Andrea
Goebel, Uta Kaiser, Elke
Scholz, Willi Bußkamp,
Sylvia Marquardt, Daniel
Czigany und Kerstin Meyer
(v.l.) im Kundenservice.
D
a wollte sich der Anrufer wohl einen Witz erlauben. Irgendein „Paul“ wollte wissen, warum Windräder sich nicht schneller drehen. Aber die Mitarbeiterin vom Service-Center der Stadtwerke, die ihn am Telefon hatte, hat sich nicht beirren lassen. Freundlich und souverän hat sie ihm erklärt, dass sie keine Scherze mit sich treiben lässt. Die Leiterin des Service-Centers, Uta Kaiser,
muss heute noch schmunzeln, wenn sie an den Anruf denkt.
Aber zum Glück sind solche Anrufe selten.
Immer freundlich und souverän – das müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im EWB-Kundenservice sein. Egal
wer da gerade am anderen Ende der Leitung ist. Das Team ist
in allen Fragen kompetent und gut ausgebildet, auch in allen Abrechnungsfragen bei Strom, Gas, Wasser und Fernwärme.
Die Kundenberater am Telefon sind diejenigen, die Fragen
beantworten, Probleme lösen und Fehler suchen, die beraten, vergleichen und Tipps geben. Uta Kaiser erklärt das die
Mitarbeiter jederzeit an ihrem Arbeitsplatz die Rechnungen
und Verträge der Kunden aufrufen können und auf diese Weise viele Fragen gleich ganz bequem am Telefon beantworten
können.
Die Jahresrechnungen, die alle Kunden einmal im Jahr bekommen, sind schnell mal drei, vier Seiten lang. „Für einen
Laien ist es da wirklich schwierig, sich durchzufinden und
alles zu verstehen“, weiß Uta Kaiser, „auch weil eine Rechnung aus rechtlichen Gründen zahlreiche Detail- und Hintergrundinformationen enthalten muss.“ Da ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Anrufer im Service-Center Fragen zur Jahresrechnung haben. „Wir holen uns die Rechnung
auf den Bildschirm und gehen sie mit dem Kunden Schritt
für Schritt durch“, erklärt Uta Kaiser. In den allermeisten Fällen kann der Anrufer zufrieden gestellt werden. Nach den Fra-
gen zur Rechnung sind die Neuberechnungen der Abschläge der zweithäufigste Anrufgrund. Viele Kunden nutzen den
Service auch, um ihre Zählerstände zu melden.
zen, an Montagen auch manchmal bis zu 100. Das Team hat
viel Erfahrung. In einer langen Warteschleife muss hier kein
Anrufer ausharren.
Um eine Produktberatung bei den Strom- und Gaspreisen
geht es auch vielen Anrufern. „Die Kunden wollen wissen,
ob und wie sie vielleicht noch sparen können“, sagt Uta Kaiser. Auch für diese Beratung sind die Kundenbetreuer fit.
Die Service-Mitarbeiter am Telefon arbeiten eng mit ihren
Kollegen im Kundenbüro an der Schäfferstraße zusammen.
Wer lieber das persönliche Gespräch sucht, weil er Fragen nicht
so gern am Telefon klärt, weil er gleich etwas unterschreiben möchte oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen sucht,
für den stehen die Mitarbeiter im Kundenbüro natürlich gern
auch persönlich zur Verfügung.
Mancher ruft an, weil er gerade seine Rechnung nicht bezahlen kann. Auch das kommt vor. „Wir versuchen immer,
eine Lösung zu finden“, sagt Uta Kaiser. „Manchmal reicht
ja schon ein Aufschub von zwei Wochen.“ Nur ganz wichtig
ist, dass sich Kunden in solchen Fällen schnellstmöglich an
die Stadtwerke wenden, ehe erst Schulden auflaufen. „Wir
finden eine Lösung“, sagt die Centerchefin. Die Anrufer sind
hinterher sehr erleichtert. Einmal, erzählt Uta Kaiser, habe
eine Kundin ihr nach dem Gespräch gesagt: „Wenn ich gewusst hätte, dass Sie so nett sind, hätte ich mich schon viel
eher gemeldet.“
Eine telefonische Auskunft ist oft sehr wichtig. Aktuell fragen die Kunden, ob wir ihre Daten herausgeben. Sie haben
ein Stromangebot von einem anderen Stromanbieter erhalten mit der Angabe eines Stromverbrauches. Das verunsichert
sie natürlich. „Selbstverständlich sind die Kundendaten bei
uns sicher und werden nicht weitergegeben. Wir halten dabei alle Datenschutzbestimmungen ein.“ sagt Frau Kaiser.
Nach dem Anruf sind die Kunden dann beruhigt.
Elf Kundenbetreuer arbeiten im Service-Center und sichern
den Schichtdienst ab: Neben den Bautzener Stadtwerken betreuen sie auch noch andere Energieversorger in der Region. Durchschnittlich 60 Anrufe kommen jeden Tag aus Baut-
DER KUNDENSERVICE
DER EWB
Persönlich: Das Kundenbüro in der Schäfferstraße 44 (gleich im Erdgeschoss) ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16
Uhr geöffnet.
Telefonisch: Das Service-Center erreichen Sie unter der Bautzener Rufnummer 03591-3752-200
ebenfalls montags bis donnerstags von 8 bis 18
Uhr, freitags bis 16 Uhr.
Per E-Mail: [email protected]
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Spannende Urzeit-Tour
BILDUNGSANGEBOTE UNTERRICHT IM SAURIERPARK
IST LERNEN AUF EINE GANZ BESONDERE ART.
O
b Dinolympics, Schatzsuche oder urzeitliches
Klassenzimmer – für Kinder vom Vorschulalter bis
zur 7. Klasse gestalten Mitarbeiter der Beteiligungsund Betriebsgesellschaft Bautzen mbH spannenden Unterricht einmal ganz anders. Einer der Urzeitexperten ist JensMichael Bierke. Mit viel Elan und Freude schlüpft der BBBMitarbeiter in die Rolle eines Kollegen des Urzeitforschers
Professor Erdbuddler und geht mit Schülern auf Entdeckungsreise.
Hallo Herr Bierke, was tragen Sie denn da für einen Zahn
um den Hals?
Das ist kein Zahn, das ist eine Saurier-Kralle, natürlich keine ganz echte. Bei uns im Saurierpark gib es eine Ausgrabungsstätte, da können die Kinder solche Krallen finden –
und auch mit nach Hause nehmen.
Saisonstart im Saurierpark
FREIZEIT AB 1. APRIL LADEN DIE DINOS WIEDER BESUCHER EIN. DIE EINTRITTSPREISE
BLEIBEN UNVERÄNDERT. BESONDERE ATTRAKTION IST DIE „VERGESSENE WELT“.
D
ie Vorbereitungen für die diesjährige Saison laufen auf Hochtouren. Die Mitarbeiter der BBB-Umwelt haben bereits zahlreiche Reinigungs- und Wegebauarbeiten vorgenommen, um den Saurierpark den Besuchern zum Saisonstart am 1. April wieder in seinem gewohnt gepflegten Erscheinungsbild zu präsentieren. Bis zum
2. November kann der Saurierpark dann wieder täglich von 9 bis 18 Uhr (im Juli und August bis 19 Uhr)
besucht werden. Die Eintrittspreise für die neue Saison bleiben unverändert. Kinder erhalten Eintritt für
sieben Euro, Erwachsene für zehn Euro, eine Fami-
lienkarte für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 30 Euro.
Zahlreiche Veranstaltungen hält der Saurierpark
auch in der Saison 2014 wieder für seine Besucher
bereit. Wer seine Osterfeiertage noch nicht geplant
hat, könnte doch „Ostern im Saurierpark“ verbringen.
Es wird neben der Kreativstraße auch eine Dino-EierSuche geben. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage. Haben Sie
schon einmal daran gedacht, den Geburtstag Ihrer
Jüngsten im Saurierpark zu feiern? Die Mitarbeiter
bieten verschiedene Angebote für den „schönsten
Kindergeburtstag im Saurierpark“ an. Ob eine DinoMärchenstunde mit anschließendem Urzeit-Workout
für die Kleinen von vier bis sechs Jahren oder ganz
neu das Geocaching für die Großen von sechs bis
zehn Jahren. Genaue Details zu den Angeboten oder
die Möglichkeit zur Buchung eines Kindergeburtstages im Saurierpark finden Sie auf der Homepage
unter www.saurierpark.de/geburtstag. Wer schon
jetzt passende Geschenke zu Ostern oder für den Kindertag sucht, kann in der Tourist-Information Bautzen oder ebenfalls auf der Homepage des Saurier-
FAKTEN UND ZAHLEN
230.000
Besucher
hatte der Saurierpark in
der vergangenen Saison.
Wie viel
Liter Farbe
wird
jährlich
verwendet
um die
Dinos zu
verschönern?
80
zirka
100
Liter
Pflanzen werden
jede Saison in
die Erde gebracht –
etwas Besonderes
sind die 20 GinkoBäume– eine der ältesten Arten der Welt.
15 Meter
misst der Brachiosaurus in der Höhe und ist
somit im Park der Riese.
parks fündig werden. Dort erhalten Sie zum Beispiel
Gutscheine für den Saurierpark oder das Hörspiel
„Bodo aus dem Ei“ auf CD.
Waren Sie schon in der „Vergessenen Welt“? Im Juli
2013 hat der Saurierpark sein neues Themenareal eröffnet. Diese Attraktion hat es vorher so noch nie in
Deutschland gegeben. In dem verlassenen Forscherareal kann man den Dinos mit allen Sinnen ganz nah
sein. Bereits im vergangen Jahr wurde die „Vergessene Welt“ um einen Jeep erweitert. In diesem Jahr
planen die Mitarbeiter ein weiteres Highlight in der
„Vergessenen Welt“. Genaue Details werden aber noch
nicht verraten. Aber eins steht fest: Bereits jetzt
lohnt sich ein Abstecher in das Forscherareal, um ein
Abenteuer ganz nach dem Motto „Man hört sie, aber
man sieht sie nicht!“ zu erleben.
Saurierpark 1, 02625 Bautzen OT Kleinwelka
Telefon 035935 3036
Telefax 035935 21504
E-Mail [email protected]
Web
www.saurierpark.de
www.facebook.com/Saurierpark
Das klingt sehr spannend . . .
Das ist es auch! Die Kinder staunen über die ausgegrabenen
Fossilien und ihre Geheimnisse. Sie glauben mir zum Beispiel
nie, dass man manche Steine auch essen kann. Nach der Unterrichtsstunde im Saurierpark wissen sie es und sind ein
ganzes Stück schlauer. Dann wissen sie auch, wie die Steine entstanden sind und wie lange das gedauert hat, bis die
Landschaft hier so aussah, wie sie jetzt aussieht. Für die unglaublich lange Erdgeschichte habe ich auch eine Zeitleine
zur Erklärung.
30.000
Dinokrallen
werden zirka in einer Saison gefunden.
30 Meter
lang ist der Diplodocus – der längste Dino
im Saurierpark – und mit
Und was haben Sie da in Ihrem Forschergepäck?
Das hier ist tatsächlich ein echter Saurierzahn, ein versteinertes Fossil von einem Meeressaurier, 80 Millionen Jahre alt
oder noch älter. Die Kinder dürfen ihn sogar in die Hand nehmen. Ich habe hier auch ein Minifossil von einer eingeschlossenen Fliege im Bernstein. Um die zu sehen, brauchen
die Kinder schon als Hilfsmittel eine Lupe. Und hier, das ist
ein Feuerstein mit einem Seeigel-Einschluss. Den habe ich
in einer Oberlausitzer Kiesgrube gefunden. Als sich zur Eiszeit Gletscher wie riesige Planierraupen an die Lausitz heranschoben, brachten sie neben Sand und Stein auch Fossilien vom Ostseegrund und den Kreideküsten mit. Am häufigsten finde ich Kieselalgen und Schwämme.
60 Zentimeter
120
ist der Lesothosaurus der kleinste unter seinen Artgenossen in Kleinwelka.
Meter Mauer umschließen
die Vergessene Welt
Das ist doch eine ganz normale Wäscheleine?
Aber nein! An meiner Zeitleine können wir die ganze Entwicklung der Erde darstellen. Das schaffe ich allerdings nie
alleine, da muss ich mir unter den Schülern Assistenten suchen. Es wollen immer gleich alle mithelfen. Ich freue mich
jedes Mal, wenn ich Schüler von der Urzeit begeistern kann.
Das macht mir großen Spaß. Den Schülern übrigens auch.
Und wenn Sie doch mal genug haben von Ihren Steinen?
Für den Fall gibt es ja bei uns noch viele andere Angebote
für Gruppen und Schulklassen. Die Schüler und Lehrer können sich ihren Unterricht im Saurierpark ganz nach Wunsch
oder Lehrplan zusammenstellen. Da ist vieles dabei: Geschichte, Heimatkunde, Biologie – wir arbeiten fächerübergreifend. Es gibt Unterrichtsbausteine über Dino-Märchen und Flunkereien, bei denen wir mit so manchem Irrglauben aufräumen können. Es gibt Bausteine, in denen wir
den Bogen von alten Drachensagen bis zu den Anfängen der
Saurierforschung am Anfang des
19. Jahrhunderts spannen. Es
gibt eine spannende Schatzsuche durch den Park,
einen dinolympischen
Sportwettkampf und
natürlich auch die
klassische altersgerechte Führung durch den Park. Und
wenn Schüler mal aus
irgendeinem Grund
nicht zu uns in den
Park kommen können, dann kommt
ein Mitarbeiter
von Professor
Erdbuddler
eben zu ihnen
ins Klassenzimmer.
Einen Überblick über alle Bildungsangebote für Gruppen
im Saurierpark gibt es im Internet.
2.000
Quadratmeter
misst der Teich am Kletterurwald des Saurierparks.
500
Meter
Rohre wurden für
das Wasserspiel
verbaut.
40
Kinder feiern jährlich Ihren Geburtstag im Saurierpark
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Umrüstung von Kleinkläranlagen
ABWASSER BIS ENDE 2015 MÜSSEN VORHANDENE KLEINKLÄRANLAGEN AUF VOLLBIOLOGISCHEN
BETRIEB UMGESTELLT WERDEN. DAFÜR GIBT ES FÖRDERMITTEL VON DER SÄCHSISCHEN AUFBAUBANK.
G
ehört Ihr Grundstück zu denen,
die nicht an eine zentrale Kläranlage angeschlossen werden? Dann
müssen Sie bis 31. Dezember 2015 den
Stand der Technik für Ihre Kleinkläranlage
hergestellt haben.
Förderungen
zu biologischen Kleinkläranlagen
Neubau
einer biologischen Kleinkläranlage
Förderung
bis zu vier
Einwohner
1.500 €
+
jeder weitere
Einwohner
150 €
Nachrüstung
einer vorhandenen biologischen Kleinkläranlage
mit biologischer Reinigungsanforderung
Förderung
bis zu vier
Einwohner
1.000 €
+
+
jeder weitere
Einwohner
150 €
Zuschlag
für weitergehende Reinigungsanforderungen
Förderung
bis zu vier
Einwohner
300 €
+
jeder weitere
Einwohner
50 €
Zudem bietet die Sächsische Aufbaubank zur Finanzierung für private
Bauherren die Möglichkeit eines Kleinkläranlagen-Darlehns zu Sonderkonditionen an.
Stand der Technik bedeutet, dass die enthaltenen Schadstoffe im Abwasser soweit reduziert werden müssen, wie es nach dem heutigen Stand der Technik möglich ist. Erst danach darf das gereinigte Abwasser in ein Gewässer oder das Grundwasser abgeleitet werden. Im Klartext heißt das: Bis 31. Dezember 2015 sind alle vorhandenen Kleinkläranlagen auf vollbiologische Anlagen umzurüsten bzw. nur noch abflusslose Sammelgruben in der Betreibung zulässig. Grundsätzlich ist den Kleinkläranlagen und abflusslosen Sammelgruben sämtliches anfallendes Schmutzwasser zuzuleiten und entsprechend zu behandeln bzw. zu entsorgen.
Bevor mit den Umbaumaßnahmen begonnen wird, sollten Sie sich zuerst mit fachkundigen Firmen in Verbindung setzen und
die für Ihre Wohn- und Grundstücksverhältnisse passende Lösung finden. Danach ist die
Beantragung einer neuen wasserrechtlichen
Erlaubnis zur Ableitung der geklärten Abwässer aus einer Kleinkläranlage notwendig.
Bei der Nutzung einer abflusslosen Sammelgrube entfällt dies. Setzen Sie sich bitte
hierfür mit uns in Verbindung, damit der An-
Neue Abwassergebühren
SCHMUTZWASSER FÜR DIE MOBILE ENTSORGUNG GELTEN AB 1. APRIL
NEUE GEBÜHREN. DIE BISHERIGEN SÄTZE STEIGEN LEICHT AN.
N
eben der Schmutzwasserentsorgung
über das Kanalnetz gibt es in Bautzen auch Gebiete oder Einzelgrundstücke mit dezentraler Entsorgung. Die Abfuhr der Inhalte von abflusslosen Gruben bzw.
des Klärschlamms aus Kleinkläranlagen wird
durch ein vertraglich gebundenes Transportunternehmen vorgenommen.
Für das Jahr 2014 wurden die Transportleistungen neu ausgeschrieben. Das bisher
gebundene Unternehmen, die OLE Oberlau-
sitzer Entsorgungsgesellschaft mbH aus
Hochkirch, gab das günstigste Angebot ab
und erhielt erneut den Zuschlag, allerdings
zu einem höheren Preis als bisher. Aufgrund
des höheren Transportpreises haben wir die
Gebührenkalkulation auf den Prüfstand gestellt, da neben den Transportkosten auch
Aufwendungen für die Mitbehandlung auf der
Kläranlage und für Verwaltungsleistungen
entstehen. Im Ergebnis der Neuberechnung
werden die Gebühren angepasst. Demnach
müssen künftig für die Abfuhr und Entsor-
gung von Fäkalschlamm 23,28 Euro/m3 statt
bisher 21,50 Euro/m3 und für Fäkalwasser aus
abflusslosen Sammelgruben 12,07 Euro/m3
statt bisher 8,50 Euro/m3 entrichtet werden.
Die Erhöhung war erforderlich, um die Gebühren auch künftig kostendeckend zu erheben. Der Stadtrat hat deshalb in seiner Sitzung am 26. Februar mehrheitlich der Änderung der Gebühren für die mobile Entsorgung zugestimmt. Die neuen Gebühren gelten ab dem 1. April 2014.
trag vollständig und mit allen erforderlichen
Unterlagen bei der Unteren Wasserbehörde
eingereicht werden kann. Sobald Sie die wasserrechtliche Genehmigung erhalten haben,
kann mit den Umbaumaßnahmen begonnen
werden. Die Abnahme Ihrer dem Stand der
Technik angepassten Kleinkläranlage oder
Sammelgrube erfolgt durch die Abwasserbeseitigung Bautzen.
Grundstückseigentümer erhalten von der
Sächsischen Aufbaubank (SAB) für den Neubau sowie die Sanierung von vorhandenen
Kleinkläranlagen und Sammelgruben eine Förderung (siehe Darstellung). Voraussetzung
dafür ist, dass das betreffende Grundstück
durch die Abwasserbeseitigung Bautzen
rechtzeitig bei der Förderbank angemeldet
worden ist und es sich nicht um ein Gartenund Freizeitgrundstück sowie um eine Neuerschließung handelt. Die Einreichung des
Antrages auf Genehmigung und Auszahlung einer Zuwendung erfolgt durch den EAB
als Aufgabenträger. Voraussetzung ist die Vorlage der erforderlichen Belege (u.a. Originalrechnungen, abgeschlossener Wartungsvertrag, wasserrechtliche Erlaubnis).
Lassen Sie die Zeit nicht verstreichen, sondern planen Sie schon jetzt Ihre eigene Abwasserlösung. Wir beraten Sie gern. Sie erreichen unsere Mitarbeiterin Frau Haupt
unter Telefon 03591 – 37 52 638.
GEBÜHREN
Wofür? Fäkalschlamm
Woher? aus Kleinkläranlagen,
Mehrkammergruben,
Mehrkammerausfaulgruben,
Einkammergruben und
abflusslose Gruben
(nur Toilettenspülwasser)
Gebühr 23,28 Euro/m³
Wofür? Fäkalwasser
Woher? aus abflusslosen Sammelgruben, in denen sowohl
Toilettenspülwasser als auch
Schmutzwasser aus
Hand- und Abwaschbecken,
Wasch- und Spülmaschinen
Badewannen und Duschen
etc. eingeleitet wird.
Gebühr 12,07 Euro/m³
Die Gebühren fallen für die Entnahme, Abfuhr und Reinigung in der Kläranlage an.
INBAUTZEN 1-2014
Endspurt in der Wichmannsiedlung
ABWASSERBESEITIGUNG EINE DER GRÖSSTEN BAUMASSNAHMEN IM ABWASSERNETZ DER STADT
WIRD DIESES JAHR ABGESCHLOSSEN. DIE GANZE SIEDLUNG IST DANN GRUNDHAFT ERNEUERT.
LETZTE ETAPPE
Nach Ostern beginnt der Ausbau der
Yorck- und der Scharnhorststraße.
Die Arbeiten dauern bis Ende Oktober.
Damit ist das gesamte Abwassernetz der
Wichmannsiedlung grundhaft erneuert.
E
ndspurt in der Wichmannsiedlung: Nach Ostern
beginnen die Bauarbeiten im Untergrund der beiden
letzten noch unsanierten Straßen. Die Yorck- und die
Scharnhorststraße müssen noch neue, getrennte Schmutzund Regenwasserkanäle bekommen, neue Trinkwasserund Gasleitungen, neue Kabel und schließlich eine neue Straßendecke und Straßenbeleuchtung. Bis Mitte Juli sind zuerst die Bauarbeiten in der Yorckstraße geplant, von Juli bis
Oktober ist dann die Scharnhorststraße dran. „Damit ist Ende
des Jahres die gesamte Siedlung grundhaft saniert“, freut
sich Kathrin Fiebig, die die Arbeiten für den Abwasserbeseitigungsbetrieb der Stadt betreut.
Fünf Jahre lang werden die Bauarbeiten in der Wichmannsiedlung dann gedauert haben. Seit 2010 kam jeweils
von Frühjahr bis Herbst eine Straße nach der anderen an
die Reihe. Immer in koordinierter Zusammenarbeit des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung, der Energie- und Wasserwerke Bautzen und des Hoch- und Tiefbauamtes der Stadt
Bautzen. „Die Zusammenarbeit der beteiligten Medienträger
hat in der Wichmannsiedlung gut funktioniert“, resümiert
Kathrin Fiebig, die die einzelnen Bauabschnitte von Anfang
an begleitet hat. Eine koordinierte Maßnahme bringt
schließlich Vorteile für alle Beteiligten. Alles kann gleich auf
einen Schlag erneuert werden, das erspart den Anwohnern
wiederholte Unannehmlichkeiten durch mehrmalige Bauarbeiten. Für die beteiligten Bauherren minimieren sich zudem Kosten und Zeitaufwand - eben auch, weil die Straße
nur einmal und gleich für alle aufgerissen werden muss. Von
Vorteil ist auch, dass man bei einer koordinierten Maßnahme
die gesamte unterirdische Welt aus Rohren und Leitungen
neu und optimal ordnen kann.
Die vorangegangenen Bauabschnitte wurden dank der Umsicht der Planungsingenieure in der Vorbereitung und der Arbeiter während der Baudurchführung planmäßig absolviert.
So soll es natürlich auch bei den letzten beiden Bauabschnitten bleiben. Alle Erfahrungen aus den vorangegangenen
Bauabschnitten flossen immer wieder in die Planungen für
die jeweils folgenden Abschnitte ein, so beispielsweise die
Vorgehensweise in den Sackgassen. Und schließlich hat auch
die gute Zusammenarbeit mit verständnisvollen Anwohnern
zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen.
BAUVORHABEN 2014
ZIEGELSTRASSE
Die Wichmannsiedlung am südöstlichen Stadtrand ist eine
der begehrtesten Wohngegenden Bautzens. Einfamilien- und
Doppelhäuser mit schönen Gärten, ruhig gelegen, grün und
naturnah, verkehrsarm und trotzdem gut angebunden an die
Stadt. In den 1930er Jahren konzipierte der Dresdener Architekt Heinz Wichmann die Siedlung. Ein eigenes Häuschen
mit Garten war ein großer Trend im aufstrebenden Mittelstand der 1930er Jahre. Heute stehen rund 140 Häuser in
der Siedlung. Die Kanäle unter den Straßen aber stammten
zum großen Teil noch aus der Zeit der Ersterschließung und
waren stark sanierungsbedürftig.
Untersuchungen hatten gezeigt, dass die Rohre inzwischen
in einem ziemlich schlechten Zustand waren. Schmutz- und
Regenwasserkanäle waren zwar schon getrennt, aber über
Kombischächte verbunden. Bei höherem Wasserstand konnten die Abwässer immer wieder überschwappen. Auch seien bei der Kontrolle – insbesondere in den alten Betonrohren – Risse, Ablagerungen und Wurzeleinwüchse festgestellt
worden. „Es wurde wirklich Zeit für die Sanierung“, sagt Kathrin Fiebig.
Die Grundstückseigentümer von Yorck- und Scharnhorststraße sind über die diesjährigen Bauarbeiten schon in einer Einwohnerversammlung informiert worden. „Wir werden
natürlich wieder bemüht sein, die Einschränkungen für die
Anwohner so gering wie möglich zu halten“, versichert die
EAB-Mitarbeiterin. Ein letztes Mal Tief- und Straßenbauarbeiten in der Wichmannsiedlung, danach werden solch komplexe Arbeiten für Jahrzehnte nicht mehr nötig sein.
geplante Bauzeit:
Ende März bis Oktober
Medienerneuerung und grundhafter Straßenausbau
PACKHOFSTRASSE
geplante Bauzeit:
Mai bis November
Sanierung Mischwasserkanalisation innerhalb des
Bahnhofsgeländes
DÖBERKITZ
geplante Bauzeit:
Mai bis September
Bau einer zentralen Schmutzwasserkanalisation mit
Überleitung nach Bloaschütz
OBERUHNA/ NIEDERUHNA
geplante Bauzeit:
Mai 2014 bis Mai 2015
beginnend in Oberuhna Errichtung einer zentralen Schmutzwasserkanalisation mit Überleitung des
anfallenden Schmutzwassers nach Bolbritz sowie
Erneuerung der Niederschlagswasserkanalisation
WEIGANGSTRASSE –
Wallstraße bis Taucherstraße
geplante Bauzeit:
August bis Oktober
Auswechselung des Mischwasserkanals sowie der
Trinkwasser- und der Gasleitungen
NIEDERKAINAER STRASSE
geplante Bauzeit:
Juni bis November
Bau eines Rückhaltebeckens für Regenwasser zur
Entlastung des Albrechtsbaches
OEHNA
geplante Bauzeit:
August bis Oktober
Bau einer öffentlichen Schmutzwasserkanalisation und grundhafter Straßenausbau in der Hauptstraße (Fortsetzung 2015)
9
INBAUTZEN 1-2014
K U N D E N Z E I T U N G D E R E N E R G I E - U N D WA S S E R W E R K E BAU T Z E N G M B H AUS GA B E 2 - 2 0 1 3
10
Ein großes Dorf mitten in der Stadt
EWB-KUNDE DIE EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHGEMEINDE ST. PETRI
IST VIEL MEHR ALS NUR KIRCHE. DEN STROM BEKOMMT SIE ZUM SONDERTARIF.
GEMEINDE IN DER STADT
Pfarrer Christian Tiede (l.) und
Verwaltungsleiter Claus Gruhl von der
evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Petri vor dem Gemeindezentrum am Stadtwall.
St. Petri ist nicht zuletzt auch ein Dorf im räumlichen Sinne: Ein Dorf mit drei Kirchen, einem Friedhof und sieben Häusern, darunter einem Kindergarten und einem großen Gemeindezentrum. Das will alles bewirtschaftet, belebt und in
Ordnung gehalten sein. 40 Mitarbeiter hat die Gemeinde, so
viel wie ein mittelständisches Unternehmen. Allerdings eines, das nicht darauf aus ist, Gewinn zu erwirtschaften, betont der Verwaltungsleiter. „Wir haben einen soliden, stabilen
Haushalt aufgestellt“, sagt Claus Gruhl. Neben der Kirchensteuer finanziert sich die Gemeinde aus Mieteinnahmen, öffentlichen Zuweisungen und Spenden.
U
nsere Kirchgemeinde ist wie ein großes Dorf
mitten in der Stadt“, sagt Claus Gruhl. „Ja, so könnte man das beschreiben.“ Der Verwaltungsleiter der
evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Petri meint das
in mancherlei Hinsicht.
Es ist ein Dorf voller Menschen: Mit 5.200 Gemeindegliedern ist die Bautzener St. Petri-Gemeinde eine der größten
der Landeskirche. Und es ziehen nur wenige weg. St. Petri
muss nicht wie so viele andere Kirchgemeinden heutzutage
einen Mitgliederschwund hinnehmen. Die Zahl ihrer Gemeindeglieder ist seit Jahren stabil. 36 Taufen gab es 2013.
SPENDEN FÜR DEN DOM
Für die Sanierung des Doms haben die beiden
St. Petri Gemeinden ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet:
Kreissparkasse Bautzen
IBAN DE94 8555 0000 1002 0146 42
Kennwort Domsanierung
Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri
Am Stadtwall 12, 02625 Bautzen
Telefon 03591 - 3697-0
E-Mail [email protected]petri-bautzen.de
Internet www.st-petri-bautzen.de
Es ist auch ein Zusammenleben wie in einem Dorf: In der
Anonymität einer Stadt ist es wichtig, dass niemand sich allein fühlt oder alleingelassen wird, weiß Claus Gruhl. Vor allem ältere Menschen brauchen diese Gewissheit. Die Kirchgemeinde ist ein großes soziales Netzwerk, zu dem jeder sich
zugehörig fühlen kann. Die Gemeindeglieder kennen sich,
singen und beten gemeinsam, reden und verbringen Zeit miteinander. Nicht nur in den Andachten und Gottesdiensten.
Es gibt Bibelstunden, Hauskreise, mehrere Chöre und Musizierkreise, einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, Veranstaltungen, Freizeiten, Gemeindefahrten sowie ehrenamtliche Helferschaften und einen Gemeindetreff für Senioren.
Mit den Kirchennachrichten gibt es sogar eine eigene „Dorfzeitung“, die aller zwei Monate erscheint und neben Terminen, Informationen und Berichten aus dem Gemeindeleben
auch mitteilt, wer getauft wurde, Goldene Hochzeit feiert oder
gestorben ist.
Sparen allerdings muss auch St. Petri. „Da hilft es uns sehr,
einen Vertragspartner wie die Stadtwerke zu haben“, sagt Claus
Gruhl. Die Gemeinde bezieht Strom, Gas und Fernwärme von
den Bautzener Energie- und Wasserwerken. Der Gas- und
Stromverbrauch ist besonders im Winter sehr hoch, wenn die
Kirchen beheizt werden müssen. Im Dom und der Taucherkirche, die für Beerdigungen und Veranstaltungen genutzt
wird, werden die Bänke elektrisch beheizt. Dafür bezieht die
Gemeinde den Strom zu einem „Kirchentarif“, das sind vergünstigte Preise außerhalb der Spitzenzeiten. „Für uns zählt
auch, dass die Stadtwerke der regionale Versorger vor Ort
sind“, sagt Claus Gruhl. „Das ist auch ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Ein anderer Anbieter käme für uns nicht
infrage.“
Das allergrößte Projekt für die Gemeinde aber ist gegenwärtig
ihr Dom, den sie gemeinsam mit der katholischen St. PetriGemeinde nutzt. Seit letztem Herbst wird die berühmte Bautzener Simultankirche, die größte und älteste Deutschlands, auch von beiden Kirchgemeinden gemeinsam restauriert. Der Dom ist der größte Stolz der Gemeinde, einer
der wichtigsten Kirchenbauten Sachsens, der älteste Kirchenstandort der Oberlausitz, eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen, die es gibt.
Zwei Jahre wird die komplette Innensanierung dauern.
„Strahlend“ soll der Dom dann werden. Überwältigend
schön ist er heute schon. Am 1. Advent 2015, so hoffen es
die Gemeinden, soll in einem ökumenischen Gottesdienst die
Wiedereröffnung gefeiert werden. Die Sanierung wird großzügig mit öffentlichen Mitteln gefördert. Für die Restaurierung der Kunstwerke muss die Kirche allerdings selbst aufkommen. Deshalb haben die beiden St. Petri Gemeinden ein
gemeinsames Spendenkonto eröffnet. Sie würden sich freuen, wenn es sich mit Hilfe vieler Bautzener füllt.
INBAUTZEN 1-2014
Die eigene Stadt neu entdecken
ERLEBNISTAG DIE TOURIST-INFORMATION UND IHRE PARTNER LADEN
AM 6. APRIL EINHEIMISCHE ZUM ERSTEN BAUTZENER ERLEBNISTAG EIN.
A
ndreas Thronicker kann viele Bautzener Geschichten erzählen. Zum Beispiel die vom großen
Stein, der unten am Fuße der Wasserkunst steht: Ein
Kreuz ist eingemeißelt in den Stein, die Jahreszahl 1595 und
etwas Spitzes, das wie eine Krone aussieht. Den Stein hat man
in der Spree nahe der Scharfenweg-Brücke gefunden, weiß
Throniker, der Türmer auf dem Bautzener Lauenturm und
Stadtführer ist. Die Scharfenweg-Brücke hat, wenn man genau hinschaut, zwei unterschiedliche Bögen: einen steinernen
und einen eisernen. Der Eiserne war im Mittelalter aus Holz.
Wenn Feinde die Stadt bedrohten, machten die Bautzener den
hölzernen Brückenteil einfach kurz und klein - und kein Feind
kam mehr über die Spree. Aber auch kein Freund. So war einem Schuster mit einer Kiepe voller Schuhe einmal der Weg
zum Marktplatz abgeschnitten. Er entschloss sich, durchs Wasser zu gehen – und ertrank gar jämmerlich.
Andreas Thronicker schmunzelt: „Wenn ich den Leuten die
Geschichte während meiner Stadtführung erzähle, dann sehen sie plötzlich den Stein mit der Jahreszahl 1595. Und sie
erkennen die vermeintliche Krone plötzlich als einen
spitzen Schuh. Und manche“, erzählt der Stadtführer weiter, „manche sehen den Stein gar überhaupt zum ersten
Mal – obwohl sie vielleicht schon viele Male daran vorbeigegangen sind.“ Andreas Thronicker hat auf seinen
Stadtrundgängen schon viele Einheimische zum Staunen gebracht. Selbst Alteingesessene, die glaubten, wirklich jeden Stein ihrer Stadt zu kennen.
Von solchen Aha-Erlebnissen erzählen auch andere
Touristenführer immer wieder, sagt Manuela Böhm, die
Leiterin der Bautzener Tourist-Information. Und auch
ihr fällt dabei ein Schuster ein: Der, der selber immer
die schlechtesten Schuhe hat. „Die Redensart ist ein
treffendes Bild“, findet Manuela Böhm. Die eigenen
Möglichkeiten wisse man oft weder zu schätzen noch
zu nutzen. So sei das auch mit der eigenen Stadt.
Für ihre Idee von einem eigens organisierten Erlebnistag für Einheimische musste sie bei ihren Kollegen in
der Tourist-Information, bei den touristischen Kooperationspartnern, den Museen, Theatern und Hotels der Stadt nicht
lange werben. Alle machen mit.
Am Sonntag, dem 6. April, werden die Bautzener ihre Stadt
mal wieder – oder vielleicht sogar zum ersten Mal – ganz neu
entdecken können. Sie können Bautzen mit den Augen der
Touristen sehen. Sie bekommen gezeigt, was sonst Reisegruppen und Gäste der Stadt erleben. Sie können einen Blick
hinter die Kulissen der Tourismusstadt werfen und sich sogar in den Altstadthotels umsehen.
Von 10 bis 19 Uhr wird es an diesem Tag mehr als 40 Führungen und Angebote geben. Haben Sie Bautzen eigentlich
schon mal per Rad entdeckt? Waren Sie schon mal im unterirdischen Gang? Haben Sie alle Türme bestiegen? Kennen
Sie den Mönch Eusebius? Haben sie die Figuren des Rietschelgiebels schon mal sprechen gehört? Das und Vieles mehr
ist am ersten Bautzener Erlebnistag zu erleben. Geboten werden zum Beispiel auch eine Führung in Sorbisch, eine Tastführung für Sehbehinderte und Führungen für Kinder. Im
Stadtmuseum wird, extra zu
diesem Tag, ein neuer Kinderpfad eingeweiht. Zur Führung
in die Gedenkstätte auf der Weigangstraße ist sogar ein Shuttleservice eingerichtet. Auf dem Hauptmarkt präsentieren sich
Tourismusanbieter. Darüber hinaus wird hier auch allerhand
für Kinder geboten und für das leibliche Wohl gesorgt.
1. BAUTZENER
ERLEBNISTAG
Die Angebote für die Bautzener sind nahezu kostenlos. Lediglich um eine Spende von mindestens einem Euro pro Ticket wird gebeten. Das Spendengeld soll an die Bautzener
Kreisorganisation des Blinden- und Sehbehindertenverbandes gehen und den barrierefreien Tourismus in Bautzen
unterstützen.
Ihre Stadt erleben können Bautzener am Sonntag, dem 6. April, 10 bis 19 Uhr. Es gibt über 40
unterschiedliche Angebote. Einen Überblick über
das gesamte Programm geben die ausliegenden Flyer (z. B. in der Tourist-Information, dem Bürgerservice, dem Landratsamt oder dem SZ-Treffpunkt)
und im Internet unter www.bautzen.de/bautzenererlebnistag. Nähere Auskünfte zu den Angeboten
erteilen die Mitarbeiter der Tourist-Information.
„Wir wollen den Bautzenern mit dem Erlebnistag auch Danke für Ihre Gastfreundschaft sagen“, sagt Manuela Böhm.
80.000 Besucher in der Tourist-Information und 175.000 Übernachtungen in der Stadt im Jahr 2013 sind eine stolze Zahl
- und ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Vielleicht werden die Bautzener nach dem Erlebnistag ja noch
viel mehr für ihre tolle Stadt werben.
Tickets für die Führungen gibt es am Erlebnistag ab 30 Minuten vor der jeweiligen Führung. Da
die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine
Vorreservierung in der Tourist-Information, im Internet unter
www.bautzen.de/bautzener-erlebnistag oder
telefonisch unter 03591-42016.
11
INBAUTZEN 1-2014
K U N D E N Z E I T U N G D E R E N E R G I E - U N D WA S S E R W E R K E
BAUTZEN GMBH AUSGABE 2-2013
12
Energie- und
Wasserwerke
Bautzen GmbH
Frühling in der Stadt
Schäfferstraße 44
02625 Bautzen
Kundenservice
Telefon:
03591 3752-200
Montag bis Donnerstag:
8–18 Uhr
Freitag:
8–16 Uhr
E-Mail: [email protected]
Fax:
03591 3752-534
VERANSTALTUNGSTIPPS NIRGENDWO IST OSTERN SO BESONDERS WIE IN BAUTZEN.
IM FRÜHLING LADEN AUCH KNEIPEN UND MUSEEN ZU LANGEN NÄCHTEN EIN.
S
tadt erleben. Am 1. April starten
wieder die täglichen Stadtführungen. Treffpunkt an der Tourist-Information am Hauptmarkt 1 ist immer Montag bis Freitag 14 Uhr (ab Mai auch 11 Uhr),
am Wochenende und an Feiertagen 11 und 14
Uhr. Eine nachmittägliche Muttertagsführung
„Frauen (M)macht mit Kaffee und Kuchen“ mit
dem Historischen Stadtvolk beginnt am 11.
Mai, 15 Uhr, am Brunnen auf dem Fleischmarkt. Die Männer werden vom Stadtvolk
am 29. Mai, 17
Uhr, zur Männertagsführung „Al-
lerlei Gebrautes mit einer Bierrast“ am
Brunnen erwartet.
Konzerte erleben. Am 22. März findet im Sorbischen Museum das Bautzener Kammerkonzert mit dem Ensemble Quattrocelli statt.
Beginn ist 19.30 Uhr. Am 12. April, 19.30 Uhr,
steht das Kammerkonzert „Morgenstern und
mehr“ auf dem Veranstaltungsplan.
Einen ganzen Tag erleben. Am 6. April laden Tourist-Information und Tourismusanbieter der Stadt von 10 bis 19 Uhr zum ersten Bautzener Erlebnistag ein. Seien Sie für
einen Tag Tourist in der eigenen Stadt. Mehr
Informationen dazu auf Seite 11.
Brauchtum erleben. Am 16. und 17. April zeigen die Familien Zobel und Pluta jeweils von
10 bis 17 Uhr in der Tourist-Information die
Techniken des sorbischen Ostereierverzierens.
Zuschauen ist ausdrücklich erwünscht und
am Donnerstag ist auch Mitmachen erlaubt.
Ostern erleben. Beim Ostereierverzieren
kann man vom 18. bis 21. April im Sorbischen
Museum zuschauen. Am Ostersonnabend beginnt 18 Uhr das Osterblasen auf dem Protschenberg. Die Themenführung „Bautzen zur Osterzeit“, mit dem Historischen Stadtvolk, beginnt 17 Uhr am
Brunnen auf dem Fleischmarkt. Am
Ostersonntag startet die OsterreiterProzession 10.30 Uhr an der Liebfrauenkirche. 16.30 Uhr werden die
GEWINNSPIEL
● 1558
● 1612
2. Wieviel Trinkwasser verbrauchen die Bautzener im Jahr?
● 9,35 Mio. m3
● 17,18 Mio. m3
✁
● 1,78 Mio. m3
3. Wann findet der Tag des Wassers statt?
● 22. März
● 25. März
Vorname, Name
Telefonnummer
● 28. März
Alter
Schäfferstraße 44
02625 Bautzen
Nacht erleben. Am 3. Mai laden die Bautzener Wirte wieder zur Kneipen-Nacht mit
Live-Musik ein.
Blasorchester erleben. Das Jugendblasorchester Bautzen spielt am 4. Mai, 15 Uhr, in
der Schützenplatzhalle auf.
Volksfest erleben. Den 1012. Bautzener
Frühling feiert die Stadt am langen Himmelfahrtswochenende vom 30. Mai bis zum 1.
Juni.
Museen erleben. Am 14. Juni öffnen die musealen Einrichtungen ihre Häuser von 18 Uhr
bis Mitternacht mit vielen Extraangeboten zur
langen Nacht der Museen.
Geschenke-Tipp. T-Shirts, Sorbische Ostereier, Frühstücksbrettchen, Gutscheine für Öffentliche Stadtführungen, EintrittskartenGutscheine für den Saurierpark, BautzenBücher, Rad- und Wanderkarten, GasthausGutscheine – verschenken Sie doch einfach
ein Stück Bautzen. Die Auswahl in der Tourist-Information am Hauptmarkt ist groß. Geöffnet ist Mo- Fr 9-17 Uhr, Sa/So 9-14 Uhr, ab
April jeweils eine Stunde länger und auch an
Feiertagen.
Änderungen vorbehalten.
Telefon: 03591 4644-0 | Fax: 4644-99
Internet:
www.bb-bautzen.de
E-Mail:
[email protected]
Friedhofsverwaltung
Telefon:
03591 4644-74
Abwasserbeseitigung
Bautzen
Schäfferstraße 44
02625 Bautzen
Telefon:
Fax:
Internet:
E-Mail:
03591 3752-611/631
03591 3752-666
www.bautzen.de
[email protected]
Impressum
Herausgeber
Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH
Schäfferstraße 44, 02625 Bautzen
Redaktion und Fotos
Redaktions- und Verlagsgesellschaft
Bautzen/Kamenz mbH Sächsische Zeitung
Lauengraben 18, 02625 Bautzen
Ralf Haferkorn (verantw. Redakteur)
Layout
Susann Möller | Grafik & Layout
www.arteffective.de | 03571 48705380
1. Preis
eine Stadtführung für 10 Personen
2. Preis
eine Familieneintrittskarte für den Saurierpark
3. Preis
eine Frühlings-Pflanzschale
Die richtigen Antworten einfach ankreuzen, den Coupon ausschneiden und bis
zum 31. März 2014 an die Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH, Schäfferstraße 44, 02625 Bautzen schicken. Name und Anschrift nicht vergessen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mitarbeiter und Angestellte der EWB, der BBB mbH und des EAB sind nicht teilnahmeberechtigt.
Beim vorherigen Preisrätsel waren Fragen zum Wenzelsmarkt und zum Winterdienst zu beantworten. Die richtigen Antworten waren: 180 Bäumchen,
210 Tonnen und 130 Kisten. Gewonnen haben
Straße
PLZ
Beteiligungs- und
Betriebsgesellschaft
Bautzen mbH
WER DIESMAL DIE RICHTIGEN LÖSUNGEN WEISS, KANN MIT ETWAS
GLÜCK EINE STADTFÜHRUNG FÜR 10 PERSONEN GEWINNEN.
1. Wann wurde die Alte Wasserkunst gebaut?
● 1473
Osterreiter am Dom zurückerwartet. 10 Uhr
beginnt am Protschenberg der Ostermarkt mit
dem beliebten Eierschieben und buntem
Programm.
Wohnort
Sabine Breidel
Jan Vogel
Ramona Koschkar
einen Holzschlitten,
ein Winterset und
einen Restaurant-Gutschein.

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