Verpackung und Kennzeichnung Transport und

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Verpackung und Kennzeichnung Transport und
VKZ H 61749 · EUR 12,80 · ISSN 1612-0213
13. Jahrgang 2015 | Ausgabe 5/2015
Verpackung und
Kennzeichnung
Laser gegen Lecks in
MAP-Verpackungen
Fachpack-Vorschau
Hybridverdichter für
mobile Anwendungen
Isolier-Rolltor auf dem Dach
Transport und Logistik
Kombinierter Verkehr im
Reefer-Hinterlandverkehr
LTL-Ausweitung bei STI
www.frischelogistik.com
Fahrzeuge,
Aufbauten, Trailer
Süd, West, Ost, Nord
SIE BIETEN IHREN KUNDEN FRISCHE UND GENUSS.
WIR BIETEN IHNEN EFFIZIENZ UND UMWELTSCH UTZ.
n
Köln
Bis zu 18 Prozent weniger Energieverbrauch, eine optimal auf Supermärkte zugeschnittene Leistung: Die
verbesserten Hubkolbenverdichter der ECOLINE Baureihe mit R134a setzen einen neuen Maßstab im Normal-
Mit Fachpack, Anuga, BVL-Kongress und Kälteforum
bietet der Veranstaltungs-Herbst nicht nur eine echte Deutschlandreise, sondern auch einen Überblick
über die vielfältigen Themen der Kühlkette und damit
unseres Fachmagazins Frischelogistik.
Unmittelbar mit Erscheinen unseres Herbst-Hefts ist
auch die Fachpack in Nürnberg gestartet. Wie unser
großer Vorbericht ab Seite 34 zeigt, gibt es für den
Frischelogistiker zwei mögliche Gründe für eine
Reise nach Franken, zählt man das Aufstocken der
Lebkuchen-Vorräte hinzu, sind es sogar drei… InsbeMarcus Sefrin, Redaktion
sondere die optisch ansprechende und haltbarkeitsverlängernde Verpackung von Käse- und Fleischerzeugnissen ist ein Bereich,
in dem sich Hersteller stets mit neuen Ideen positionieren können. Ebenso
unter die wenn man so will temperaturgeführten Lebensmittelverpackungen
fallen Lösungen für Tiefkühl-Gerichte oder verzehrfertig verarbeitete Salate.
Das zweite große Gebiet auf der Fachpack sind Etikettierungs- und im weiteren
Sinne Kennzeichnungslösungen, die Informationen für eine Vielzahl von Zwecken in der Logistik oder für den Verbraucher bereitstellen.
Was aus den Verpackungsmaschinen, die man in Nürnberg gesehen hat, herauskommt, findet man unter Umständen Mitte Oktober in Köln auf der Anuga
an den Ständen der Teilmessen Anuga Dairy, Anuga Frozen Food, Anuga Meat
oder Anuga Chilled & Fresh Food (siehe S. 16). Den klar unterschiedlichen Interessen der Fachbesucher folgend hat die Anuga den technischen Part schon
1995 in die alle drei Jahre stattfindende Anuga Foodtec abgespalten, deren
erste Auflage 1996 noch wie das Mutterschiff im Herbst stattfand, ab dem Jahr
2000 dann aber im Frühling. Die »Haupt-Anuga« ist jedoch Plattform für die
Foodbranche an sich – insbesondere nach dem Ende der Inter-Messen, die diesen Anspruch für die temperaturgeführte Warenschiene lange Jahre noch viel
stärker vertrat.
Die Logistik als eigentliches Verbindungsglied der Kühlkette wie auch jeder anderen Supply Chain trifft sich schließlich auf dem BVL-Kongress Ende Oktober
in Berlin (siehe S. 41). Hier stellt die Branche sich und die aktuellen Trends und
Herausforderungen dar, feiert und netzwerkt.
Anders als die drei vorgenannten Veranstaltungen hat das Kälteforum von VDKL
und dti keinen festen Veranstaltungsort, sondern wandert durch die Republik.
In diesem Jahr ist die Station Hamburg und damit komplettiert das Branchenevent der Tiefkühlindustrie die Deutschlandreise mit einem Stopp im Norden.
Ein Grund für die Wanderlust des Kälteforums sind
die exklusiven Besichtigungen, mit denen die
2005 gegründete Veranstaltungsreihe die Praktiker und Fachleute Jahr um Jahr neu lockt. In
urg
mb
Ha
Hamburg stehen auf dem Programm das Logistikzentrum der Gebrüder Heinemann soBerlin
wie das Kühlhaus von Frigo Coldstore Logistics (siehe VDKL-News S. 4).
Auf welcher Station dieser Deutschlandreise Sie sich auch informieren wollen,
das Team der Frischelogistik wünscht viel
Erfolg – die Themen und Berichte dieser
Ausgabe sind sicher eine ideale Ergänzung!
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Inhalt
Inhalt
Fahrzeuge, Aufbauten, Trailer
Transport und Logistik
Isolier-Rolltor auf dem Dach........................................... 6
Hybridverdichter für mobile Anwendungen..................... 25
Flexibilität dank Multitemp bei Reinert..........................32
Kombinierter Verkehr im Reefer-Hinterlandverkehr.. 12
LTL-Ausweitung bei STI.......................................... 24
Mit Kühlaufliegern und Fahrerschulungen in die
Mobiler Roboter im Krankenhaus-Einsatz................ 28
Pharma-Logistik.................................................... 44
Software-Flexibilität bei Logistik-IT........................ 45
Lager- und Regaltechnik
Staplereinsatz im Tiefkühllager der Chiltern
Cold Storage................................................................. 8
Weste statt Headset bei Pick-by-Voice........................... 17
Konsolidierung bestellter Artikel beim
Versandapotheken-Pionier apotal.de............................. 18
Fließlager in russischem Havi-Distributionszentrum.......20
Kommissionierungs-Achterbahn für Arzneimittel............30
Wash-down Sensoren bei
14
der Käseproduktion............
1
4
Sensoren
Transkritische CO2-Verbundanlage in
Spar-Zentrale in Oberösterreich............................. 26
Kühlung mit Showeffekt für Hamburger
Braugasthaus........................................................ 42
Gerechte Fahrerbewertung für heterogene Flotten ......... 10
Abfallmanagement in der Systemgastronomie................29
Lebensmitteltechnik und Produktion
Kühlhausbau und -betrieb
Wash-down Sensoren bei der Käseproduktion................ 14
Automatisierte Gemüsefabrik in Japan...........................23
Laser gegen Lecks in MAP-Verpackungen.......................22
Firmen auf der Fachpack................................................ 35
Vorbericht Anuga................................................... 16
Vorbericht Fachpack.............................................. 34
Vorbericht BVL-Kongress........................................ 41
Kältetechnik und Kühlmöbel
Supply Chain und Management
Verpackung und Kennzeichnung
Messen und Veranstaltungen
Kühlhausreinigungsverfahren ohne Auslagerung.... 40
Vor ber icht
Anuga..........
1
6
16
Anuga
News.................................................................... 46
Inserentenverzeichnis............................................ 54
Bezugsquellen...................................................... 55
Fröschelogistik/Impressum.................................... 56
VORSCHAU
12
Verkehr
im
Reefer-
Hinterlandverkehr..........
1
2
Kombinierter Verkehr
V o r b e r i c h t
34
Fachpack..............
3
4
Fachpack
Schwerpunktthemen
Die nächste Frischelogistik erscheint
am 25.11.2015.
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Inhalt...................
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KÄLTEFORUM 2015 – Jetzt anmelden!
Das KÄLTEFORUM 2015 bietet in diesem Jahr in Hamburg wieder die
Möglichkeit, sich mit Praktikern und
Fachleuten persönlich zu den aktuellen Themen der Branche auszutauschen. Die Themen der Vorträge am
10. November reichen von »Grüner TKLogistik« oder »CO2-Kühlung« bis zur
»verbrauchs-optimierten Fahrweise
von Kühlhäusern«.
Auch Themen der aktuellen Forschungen zu Verbraucherwünschen rund um
Tiefkühlkost kommen nicht zu kurz.
Alle Referenten werden sich nach ihrem Vortrag den Fragen des Plenums
stellen. Gerne können Sie Ihre Fragen
auch vorab einreichen! Schreiben Sie
uns eine E-Mail: [email protected]
Kühlhaus-Exporte in Drittländer
International und weltweit vernetzen
sich unsere Märkte. Diese Entwicklung
gilt auch für den Handel mit gekühlten
und tiefgekühlten Lebensmitteln, sowie für deren Transport. Besonders relevant sind hierbei Fleisch und Fleischprodukte, Fisch oder verschiedene
Milchprodukte.
Für Unternehmen, die diese oder andere Produkte aus Deutschland exportieren möchten, gelten bestimmte Rahmenbedingungen. Innerhalb Europas
sind das einheitliche und verbindliche
EG-Verordnungen und Richtlinien, die
in der Regel für den grenzüberschreitenden Transport von Lebensmitteln
keine große Hürde bedeuten.
Die Branche trifft sich in Hamburg zum KÄLTEFORUM
Exklusive Besichtigungen
Direkt vor Ort lässt sich die Welt der
Kühllogistik dann bei den Besichtigungen am 11. November erleben. Das
beeindruckende Logistikzentrum der
Gebrüder Heinemann in Hamburg-Allermöhe ist ein Standort der Superlative: In dem 2003 errichteten Komplex
werden täglich bis zu 700 000 kommissionierte Verkaufseinheiten umgeschlagen und an über 1 000 Kunden
versandt. Das Unternehmen beliefert
internationale Flughäfen, Airlines,
Kreuzfahrtschiffe und Bordershops in
über 100 Ländern.
Hochmodern ist auch das Kühlhaus
von Frigo Coldstore Logistics, die
andere Station der KÄLTEFORUM-Besichtigungstour. Die Lagerfläche im
Kühlhaus umfasst 40 000 Palettenstellplätze, optimal gelegen inmitten
des Containerterminals in HamburgAltenwerder. Die insgesamt 18 000
Quadratmeter Fläche im Kühlhaus werden so energieeffizient wie möglich
gekühlt. Schon bei der Konzeption und
beim Bau von Gebäude und Kälteanlage wurden alle Möglichkeiten der Energieeinsparung ausgeschöpft und regenerative Energiequellen eingesetzt. Für
dieses Engagement wurde FRIGO Coldstore Logistics von der Stadt Hamburg
mit einer Umweltpartnerschaft ausgezeichnet.
4
Etwas anders ist die Lage beim Export
in Nicht-EU-Länder, den sogenannten
Drittländern. Weil das internationale
Geschäft lukrativ sein kann, interessieren sich viele deutsche Unternehmen für diese Märkte. So lassen sich
beispielsweise
Fleisch-Abschnitte,
Innereien und Nebenerzeugnisse, die
in Deutschland schwer zu vermarkten
sind, im asiatischen Raum gut verkaufen. Im ersten Halbjahr 2015 führte China ca. 157 000 Tonnen Schweinefleisch
und Nebenerzeugnisse ein, das sind
rund 76 % mehr, als im Vorjahr.
Aktuell ist lediglich eine begrenzte
Zahl Unternehmen für den Handel mit
China zugelassen, deren Zahl steigt
durch neue Handelsgenehmigungen
aber stetig an (Quelle: AMI).
Unternehmen, die sich um eine Handelsgenehmingung für China oder andere Länder bemühen, müssen zahlreiche Besonderheiten beachten, denn
die Zulassungsanforderungen gehen
ganz deutlich über die EG-Regelungen
hinaus. So muss z.B. für Fleischexporte nach China eine Registrierung durch
die chinesische Behörde für Qualitätskontrolle (AQSIQ) erfolgen. Einige Länder führen auch vor-Ort-Inspektionen
der Bewerber-Unternehmen durch.
Je nach Land kann der Prozess bis zur
Erteilung der Erlaubnis mehrere Monate oder sogar Jahre dauern.
Der VDKL unterstützt seine Mitglieder
hierbei und hat für zahlreiche Drittländer und die wichtigsten LebensmittelProduktgruppen (Schwein, Rind, Fisch,
Molkereiprodukte etc.) detaillierte und
praxis-nahe Informationen zusammengestellt. Denn die besonderen Herausforderungen des weltweiten Exports
stellen für diejenigen Unternehmen ein
Hindernis dar, die ihnen in der Vorbereitung nicht entsprechend begegnen.
Deshalb enthalten die VDKL-Unterlagen jeweils einen allgemeinen Überblick über die Export-Bedingungen
in das jeweilige Land sowie aktuelle
Hinweise zur Registrierung. Außerdem
stellt der VDKL seinen Mitgliedern
zahlreiche relevante Anlagen und Formulare für den Registrierungs-Prozess
als Download zur Verfügung.
Kommen Sie mit Ihren Fragen zum Thema Export von kühlpflichtigen Lebensmitteln gerne auf uns zu: [email protected]
Wir informieren Sie gerne
Besichtigung I: Gebrüder Heinemann
Der Verband Deutscher Kühlhäuser
und Kühllogistikunternehmen e. V.
(VDKL) ist ein Zusammenschluss
von Unternehmen, die im Bereich
temperaturgeführter Lagerung,
Distribution und Logistik tätig sind
(Logistikdienstleister, Industrie,
Handel, Zulieferer).
Der VDKL vertritt ca. 85 % aller gewerblichen Kühlhäuser in Deutschland.
Besichtigung II: Frigo Coldstore Logistics
Jetzt anmelden
Anmelden können Sie sich ab sofort
und noch bis zum 13. Oktober unter
www.vdkl.de. Dort finden Sie auch
den vollständigen Überblick über
Programm, Vorträge und Organisatorisches. Mitglieder des VDKL oder dti
zahlen einen reduzierten Teilnahmebeitrag von € 450 zzgl. MwSt.
Pützchens Chaussee 199
53229 Bonn
Tel. (02 28) 2 01 66-0
Fax (02 28) 2 01 66-11
[email protected]
www.vdkl.de
Die Teams des VDKL und des dti freuen
sich darauf, Sie am 10. + 11. November
in Hamburg zu begrüßen!
5
Inhalt
Inhalt...................
Fahrzeuge, Aufbauten, Trailer
2
Öffnen auf Knopfdruck
Der französische Trailerhersteller Chereau hat das erste Kühlfahrzeug mit seinem
Smartopen-C Türsystem ausgeliefert. Empfänger war der Großhändler Transgourmet
France, der mit der Lösung bis Jahresende 60 Fahrzeuge ausstatten will.
E
in Jahr ist es her, dass der französische Kühlauflieger-Hersteller
Chereau auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover den dritten Platz
des Trailer Innovation Award für sein
neues
Hintertür-Öffnungssystem
Smartopen-C gewonnen hat. Am
28. Mai haben nun Repräsentanten
der Transgourmet France Gruppe das
erste Smartopen-C-Fahrzeug übernommen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Lieferung von Foodund Non-Food-Produkten an 60 000
Lebensmittel- und Getränkeprofis aus
Gastronomie, Bäckereien, Patisserien
oder sozialen Einrichtungen, im Foodbereich besteht das Sortiment unter
anderem aus frischem und gefrorenem Obst und Gemüse sowie Fleisch
und Backwaren.
Mit Smartopen-C verspricht Chereau ein schnelles Öffnen mit einem
Knopfdruck innerhalb von zehn Sekunden, auch das Schließen dauere
so lange, hier muss der Knopf aber
aus Sicherheitsgründen während
des Schließvorgangs gedrückt gehalten werden. Das Gehäuse zur
Die isolierte Rolltür Smartopen-C am Heck eines Chereau-Kühlfahrzeugs.
Aufnahme der Rolltür befindet sich
flach und laut Chereau aerodynamisch optimiert auf der KühlaufbauDecke. Das Türsystem arbeite dabei
leise, so dass dank Piek-Zertifikat
auch Anlieferungen im Stadtgebiet
möglich seien. »Dieses hochinnovative Produkt wird einen exzellenten
Beitrag zur Erneuerung unserer Fahrzeugflotte beisteuern, die für 2015
geplant ist«, erklärte der nationale
Transportmanager von Transgourmet
France, Bruno Scoarnec. »Zwischen
jetzt und Dezember werden 60 mit
dem Smartopen-C-System ausgerüstete LKW die Fabriken von Chereau
verlassen und unser außer Dienst
gestelltes Equipment ersetzen«,
kündigte er an. »Smartopen-C ist das
Ergebnis einer umfangreichen Entwicklungsarbeit und einem Wunsch
von vor fünf Jahren, ein RolltorSchließsystem herzustellen, das mit
einer Längswand kompatibel ist«, so
Scoarnec weiter.
Ergonomie und
Kühlkettenoptimierung
Das Gehäuse zur Aufnahme der Rolltür im offenen Zustand befindet sich auf der
Kühlaufbau-Decke.
Isolier-Rolltor auf dem Dach
6
Transgourmet France stattet damit
alle seine neuen Chereau-Fahrzeuge
mit dem neuen System aus. Hauptziel
des Großhändlers ist dabei die Ver-
Frischelogistik | 5-2015
Fahrzeuge, Aufbauten, Trailer
besserung der Ergonomie der Türöffnung, um körperlichen Problemen der
Bediener vorzubeugen. »Das Öffnen
der Türen ist ermüdend und schwierig
für Lieferfahrer, die regelmäßig 20 verschiedene Lieferpunkte ansteuern, an
denen die Türen mindestens einmal
geöffnet und wieder geschlossen werden müssen«, erklärt Scoarnec. Das
zweite Ziel ist eine verbesserte Kontrolle der Kühlkette, indem die Zeit für
eine Türöffnung signifikant reduziert
und dadurch der Verlust an gekühlter
Atmosphäre verhindert wird. Mit dem
Hintergedanken beinhaltet der Auftrag auch Chereaus Airshutter-C, einen Luftschleier. Und schließlich legt
Transgourmet auch besonderen Wert
auf das System zur Verhinderung des Repräsentanten von Transgourmet France bei der Übergabe des ersten
Zufallens der Tür sowie die Wartungs- von 60 Fahrzeugen mit Smartopen-C am Sitz von Chereau.
freundlichkeit. Hier hebe sich das Chereau-System mit seinem schnellen externen Zugang zum lauf beliefert werden können. Ebenso gebe es Vorteile bei
geschützten Motor sowie robusten Komponenten bei zum der Energie, die für die Kühlung des Laderaums verbraucht
Beispiel Türblatt, Führungs- und Antriebssystem hervor.
wird und somit bei den CO2-Emissionen. Und schließlich sei
auch das Feedback der Fahrer ausgesprochen positiv, weHitzewelle bestanden
gen der einfachen Bedienung.

Nur einige Wochen, nachdem die Fahrzeuge übergeben
wurden, konnten sie sich bei einer heftigen Hitzewelle in
Bordeaux und Nantes im Praxiseinsatz beweisen. Mit Au- Anzeige
ßentemperaturen von fast 40 °C seien die ersten Ergebnisse
extrem ermutigend gewesen, so Chereau, da die Einstellungen der Temperaturkontrolle besser eingehalten wurden,
trotz häufiger Öffnungen und Schließungen sowie der glühenden Hitze.
Dass Smartopen-C es den Betreibern ermöglicht, das Fahrzeug für jede einzelne Palette, Rolli oder Paekt zu öffnen und
schließen, nennt Chereau denn auch als Hauptvorteil des
Systems. Das bringe Logistikern unmittelbaren Nutzen bei
der Servicequalität sowie der Anzahl an Kunden, die pro Um-
Kurz-Info Transgourmet
Transgourmet France ist in Frankreich ein führender Spezialist
für den Großhandel für Gastronomie, Bäckereien und Patesserien mit einem Sortiment aus Food und Non-Food. Das Unternehmen ist unter den Marken Transgourmet sowie seit Juni auch
Transgourmet Fruits & Légumes (bis dahin All Fresh Logistique)
sowie Transgourmet Seafood (bis Juni Neva Food) unterwegs,
die Gruppe betreibt unter der Marke Eurocash auch Cash&CarryMärkte. Der Umsatz 2014 betrug 1,3 Milliarden Euro, die Mitarbeiterzahl lag bei 3970.
Transgourmet France ist Teil der Schweizer Transgourmet Holding
AG mit Sitz in Basel. Das ehemalige Joint Venture der Schweizer
Coop und Rewe ist seit 2011 zu 100 Prozent im Besitz der Coop,
2014 firmierte Rewe Foodservice in Deutschland in Transgourmet
um. Zum 1. Januar 2015 hat Transgourmet Deutschland die Mehrheit an dem Hamburger Unternehmen Sump & Stammer, einem
Spezialisten für die Belieferung der Kreuzschifffahrt und von internationalen Hotelketten, übernommen. Teil der Transgourmet
CEE sind auch die Selgros Cash & Carry-Märkte in Deutschland,
Polen, Rumänien und Russland.
Inhalt
Inhalt...................
Lager- und Regaltechnik
Die Bourne-Stapelung
Im Tiefkühllager der Chiltern Cold Storage in Bourne sind zwei neue, speziell für den
Einsatz im Kühlhaus ausgerüstete Schubmaststapler MR von Yale sowie zwei YaleElektro-Gabelhubwagen MPX im Einsatz. Der Kunde lobt ihre robuste Konstruktion,
Zuverlässigkeit und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
I
m englischen Bourne in der Grafschaft Lincolnshire lagert der Tiefkühlspezialist Chiltern Cold Storage
vorrangig Lebensmittel wie Fisch und
Geflügel, die an Restaurants, Pubs
und Imbissketten geliefert werden.
Der Tiefkühl-Logistiker schlägt an dem
vor drei Jahren in Betrieb genommenen Standort pro Woche über 1 500
Paletten um. Bei Temperaturen unter
dem Gefrierpunkt ist dies eine besondere Herausforderung, denn während
des gesamten Materialflusses muss
eine unterbrechungsfreie Kühlkette
sichergestellt werden. Hierzu sind unter anderem robuste und zuverlässige
Flurförderzeuge und entsprechende
Backup-Lösungen gefordert.
Zwölf-Stunden-Schichten
bei eisiger Kälte
Bei Umgebungstemperaturen von
-23 °C sorgt eine Flotte von nur vier
Flurförderzeugen für einen reibungslosen Materialfluss im regen Betrieb des
Kühlhauses der Chiltern Cold Storage
mit insgesamt 3 300 Palettenstellplätzen. Die beiden Schubmaststapler
MR14 und Elektro-Gabelhubwagen
MP20X des US-Herstellers Yale sind
speziell für den Einsatz in Kühlhäusern
zugeschnitten und wurden durch den
in Chelveston (Northants) ansässigen
Händler JST Forklifts geliefert.
Die Schubmaststapler mit einer Tragfähigkeit von 1,4 Tonnen transportieren
die circa 800 Kilogramm schweren und
1,8 Meter hohen Paletten durch die
drei Meter breiten Gänge des Lagers,
um sie dann in einer Höhe von bis zu
6,2 Metern ein- oder auszulagern. Die
robusten und leistungsstarken Fahrzeuge meistern auch im harten ZwölfStunden-Einsatz von 6 bis 18 Uhr an
fünf Tagen in der Woche spielend ihr
Arbeitspensum, berichtet der Hersteller. Die beiden MPX-Elektro-Gabelhubwagen mit einer Tragfähigkeit von
jeweils zwei Tonnen unterstützen die
Schubmaststapler im Docking-Bereich
bei der Be- und Entladung der LKW.
Praktisch keine Ausfallzeiten
John Davidson, Contracts Director
bei Chiltern Cold Storage, hat sich für
Yale-Fahrzeuge entschieden, nachdem er sich mit eigenen Augen von
der Verarbeitungsqualität und den
Testverfahren im Lagergeräte-Werk
des Herstellers im italienischen Ma-
Der Schubmaststapler MR (rechts) und der ElektroGabelhubwagen MPX vor dem Chiltern Cold Storage
Lager in Bourne.
8
Lager- und Regaltechnik
2
sate überzeugen konnte. »Die hohe
Qualität und robuste Bauweise der
Fahrzeuge war für mich ausschlaggebend«, bestätigt er. »Zudem war ich
von den strengen Testverfahren im
Werk beeindruckt, wie zum Beispiel
dem sehr harten Rüttelstreifentest.
So etwas habe ich in Werken anderer
Hersteller noch nie gesehen.« Zwei
wichtige Faktoren, so Davidson, seien die verwendete Blechdicke für den
Bau der Stapler sowie der nahezu
komplette Verzicht auf empfindliche
Kunststoffelemente, die üblicherweise bei ähnlichen Modellen eingesetzt
werden. »Die Vorgängerversion des
Schubmaststaplers MR hat uns schon
überzeugt, denn auch sie war sehr robust und qualitativ hochwertig verarbeitet. Deshalb war für uns klar, dass
der neue MR-Schubmaststapler noch
besser sein musste«, sagt er.
Ebenfalls beeindruckt hat den Logistikexperten der eingebaute Nässeschutz,
der laut Yale gerade im Kühlhausbetrieb extrem wichtig ist, denn durch die
unterschiedlichen Temperaturbereiche
entsteht Kondensation am Fahrzeug.
»Das größte Problem bei Flurförderzeugen, die zwischen unterschiedlichen
Die Schubmaststapler mit einer Tragfähigkeit von 1,4
Tonnen lagern die 800 Kilo schweren und 1,8 Meter hohen
Paletten in eine Höhe von bis zu 6,2 Metern ein oder aus.
Staplereinsatz im Tiefkühllager der Chiltern
Cold Storage
Frischelogistik | 5-2015
Temperaturzonen hin- und herfahren,
ist die entstehende Kondensation am
Fahrzeug, die oftmals technische Probleme an der Elektrik nach sich zieht«,
führt er aus. »Seit wir die Yale-Stapler
im Einsatz haben, gab es praktisch keine Ausfallzeiten.«
Hohe Produktivität dank hohem
Fahrerkomfort
Da die Fahrer im Kühlhaus maximal
50 Minuten arbeiten, konnte Chiltern
Cold Storage auf die geschlossene Kabine verzichten, die normalerweise zur
Kühlhaus-Ausführung der Schubmaststapler MR gehört. Aus diesem Grund
können die Fahrzeuge am Standort
des Tiefkühlspezialisten auch für andere Transportaufgaben, zum Beispiel
den Vollpaletten-Transport oder für die
Kommissionierung von Boxen, eingesetzt werden. Hierdurch sparte das
Unternehmen zusätzliche Fahrzeuge
ein. »Dank der Vielseitigkeit der neuen
Yale-Schubmaststapler kommen wir
ohne separate Fahrzeuge zur Kommissionierung aus«, bestätigt Davidson.
Die Fahrer bei Chiltern Cold Storage
sind von der bequemen und ergonomischen Sitzposition im neuen YaleSchubmaststapler sowie von der freien
Sicht durch das Hubgerüst begeistert.
Da am Standort Bourne die Fahrer sehr
geübt sind und das Lager sehr breite
Gänge aufweist, können die Fahrzeuge bei maximaler Geschwindigkeit betrieben werden. Dies beschleunigt die
Arbeitszyklen deutlich und steigert so
die Umschlagleistung des Betriebs.
Arbeitstier mit geringer
Reifen-Abnutzung
Die Bauweise der Yale-Produkte ist laut
Davidson ebenfalls ein entscheidendes Argument, aufgrund dessen sich
Chiltern Cold Storage für die ElektroGabelhubwagen MPX entschieden hat.
»Erneut waren das robuste Design und
die Verarbeitung ausschlaggebend.
Der Elektro-Gabelhubwagen MPX ist
einfach ein Qualitätsprodukt und ein
zuverlässiges Arbeitstier«, freut sich
Davidson. »Das größte Problem beim
Elektro-Gabelhubwagen ist die Abnutzung der Reifen beim Auf- und Abfahren der Laderampe. Bei den Yale-Fahrzeugen sind die Reifen wirklich gut. Ich
würde sogar so weit gehen, zu sagen,
dass der MP20 gerade auch im Hin-
Die Schubmaststapler werden auch für andere Transportaufgaben wie den
Vollpaletten-Transport oder für die Kommissionierung von Boxen eingesetzt.
blick auf die Reifen in Vergleich zum
Wettbewerb deutlich hervorsticht.«
Davidson wählte bei der MPX-Baureihe
das Modell mit geschlossener Fahrerstandplattform mit Biga-Seitenschutz.
»Ich bevorzuge die Fahrerstandplattform mit Biga-Seitenschutz, da diese
das Fahrzeug besser schützt, denn bei
Fahrzeugen mit Klappfunktion werden
die Arme häufig beschädigt. Zudem
liefert die Yale-Alternative auch höhere
Sicherheit für den Fahrer, was für uns
von großer Bedeutung ist«, erklärt er.
Service- und Wartungsintervalle
maßgeschneidert
Doch nicht nur die Stapler müssen
überzeugen. In einem anspruchsvollen Arbeitsumfeld wie bei Chiltern Cold
Storage ist es ebenso wichtig, dass von
Anfang an ein zuverlässiger und qualifizierter Service der Fahrzeuge sichergestellt ist, wie Davidson weiter ausführt.
»Der Yale-Händler JST Forklifts hat dies
mit Bravour gemeistert«, so Davidson,
»und die Flotte mit einem Mietvertrag
mit einer Laufzeit von knapp fünf Jahren ausgestattet, entsprechend unseres noch bestehenden Gebäudemietvertrags.« Der Mietvertrag beinhaltet
ebenfalls ein umfassendes Wartungspaket, das eine Reaktionszeit im Problemfall innerhalb von vier Stunden
umfasst. Besonders herausragend sei
laut Davidson die Reparaturquote. »In
95 Prozent aller Fälle kann der Servicetechniker bereits beim Erstbesuch seinen Einsatz erfolgreich abschließen«.
Er fügt noch hinzu, dass JST Forklifts
nicht nur beim Kaufpreis wettbewerbsfähig war, sondern auch bei den Wartungskosten unschlagbar ist: »Es geht
letztlich um die Gesamtkosten während
der Lebensdauer eines Gabelstaplers«,
weiß er. »Manchmal sind die Wartungskosten enorm hoch, da alle Teile
sofort ausgetauscht werden. Dies ist
bei JST nicht der Fall. Ein JST-Techniker
beispielsweise repariert eine kaputte
Lampenabdeckung, anstatt ein ganzes
Element zu ersetzen. Dies reduziert
unsere Gesamtkosten. So können wir
unsere Wartungs- und Ersatzteilkosten während des ganzen Lebenszyklus
niedrig halten.« Und er erklärt weiter:
»Zudem ist die Beziehung, die Sie zu Ihrem Händler aufbauen sehr wichtig, darin liegt der Schlüssel für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.« Und so
glaubt Davidson, zwischen der Qualität
der Gabelstapler und der Servicequalität für den Standort Bourne die richtige
Balance gefunden zu haben und zieht
deshalb in Erwägung, weitere YaleFlurförderzeuge von JST für andere der
insgesamt vier Lager von Chiltern Cold
Storage anzuschaffen. »Yale-Fahrzeuge
sind robuste Arbeitstiere, ohne die wir
nicht so reibungslosen arbeiten könnten«, so seine Bilanz.

9
Inhalt
Inhalt...................
Supply Chain und Management
Gerechte Bewertung
aus der Praxis
angenehm und professionell – da weiß
jeder genau, was er macht. Antworten
oder Lösungsvorschläge von Trendfire
lassen nie lange auf sich warten«, bekräftigt Ulbrich.
Vergleich mit Begeisterung
Der Telematikanbieter Trendfire hat gemeinsam mit Pabst Transport eine umfassende
und gerechte Fahrerbewertung für heterogene Flotten entwickelt. Ziel ist das nachhaltige
Senken der Fuhrparkkosten.
G
roße Flotten, mehrere Marken,
vielseitige Einsätze – unter
diesen Voraussetzungen lässt
sich das Können einzelner Fahrer nur
schwer vergleichen. »Eine gerechte
Fahrerbewertung basiert hier nicht
nur auf dem Dieselverbrauch, sondern
auf vielen weiteren Faktoren wie zum
Beispiel der Einsatzschwere«, erklärt
Alfred Ulbrich, Technikleiter der Pabst
Transport GmbH & Co. KG aus Gochsheim. Schließlich mache es einen
großen Unterschied, ob ein Fahrzeug
im Verteiler- oder im Fernverkehr eingesetzt werde. Das Höhenprofil der
Strecke spielt ebenso eine wichtige
Rolle wie die Anzahl der Stopps, das
Gewicht der Ladung oder das Durchschnittstempo.
Pabst verfügt über einen eigenen Fuhrpark mit aktuell rund 250 LKW und rund
25 000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche.
Tricks und Kniffe aus der Praxis
Ulbrich muss es wissen: Der Prokurist
war Mitglied einer Arbeitsgruppe, die
sämtliche Einflussfaktoren für eine
möglichst wirtschaftliche Fahrweise
herausgearbeitet hat. Der Telematikanbieter Trendfire hatte gemeinsam mit Transportunternehmern und
Fahrertrainern die relevanten Parameter definiert und gewichtet. Pabst
Transport spielte dabei eine Schlüsselrolle. »Wir haben das Ergebnis
anschließend in der Praxis getestet
und justiert«, so Ulbrich. Während der
gesamten Entwicklung lieferten die
serienmäßigen Telemetrie-Lösungen
verschiedener LKW-Hersteller Vergleichswerte.
Die Fahrer stehen einer Bewertung
ihrer Arbeitsweise naturgemäß sehr
kritisch gegenüber. Vor diesem Hintergrund wurden sie von Anfang an
in das Telematik-Projekt einbezogen.
Die erfahrenen Schulungsfahrer von
Supply Chain und Management
2
Pabst waren dabei ein unerlässlicher
Faktor, denn sie kennen die Tricks und
Kniffe der Kollegen aus der eigenen
Praxis. »Wir mussten zum Beispiel exakt festlegen, wie wir den Einsatz der
Handbremse bewerten«, erinnert sich
Schulungsfahrer Alex Rohr. Herkömmliche Bewertungssysteme würden in
diesem Punkt Schwächen aufweisen.
Aus Gesprächen mit Kollegen anderer
Unternehmen wisse er, dass auf der
Jagd nach einem guten Ranking gerne mal »per Hand« gebremst werde.
Schließlich fließe das Betätigen der
Fußbremse immer in die Gesamtnote
ein. Somit lässt sich durch den gezielten Einsatz der Handbremse die eigene Bewertung nach oben »frisieren«.
Vor diesem Hintergrund bewertet das
Telematiksystem Roadlox auch die Aktivitäten an der Handbremse während
der Fahrt und lässt »Schummlern« keine Chance.
Kurze Reaktionszeiten
Trendfire hat die gewonnenen Erkenntnisse in Roadlox einfließen lassen und
mit einer leistungsfähigen Datenbank
verknüpft. »Das Ergebnis ist die nach
unserer Meinung beste Fahrerbewertung für heterogene Flotten, die am
Markt verfügbar ist«, sagt Pabst-Geschäftsführer Jochen Oeckler. Das System erlaube schnellste Auswertungen
der großen Datenmengen aus den rund
250 eigenen LKW der Pabst-Flotte.
Die Fahrzeuge stammen überwiegend
von MAN und Volvo und wurden lückenlos mit Telematikeinheiten ausgestattet, die von Trendfire selbst entwickelt und in Deutschland hergestellt
werden. Damit stammt die gesamte
Hard- und Software aus einer Hand,
was bei auftretenden Fragen, Problemen oder Wünschen zu kurzen Reaktionszeiten führt. »Die Zusammenarbeit mit Trendfire ist wirklich sehr
Bei Pabst lassen sich jetzt auf Knopfdruck die Rankings aller Fahrer mit
dem exakten Punktestand und den tatsächlichen Verbrauchswerten abrufen.
Die Fahrer können ihre eigene Position
jederzeit auf ihrem Tablet im LKW einsehen und die bewerteten Parameter
nachvollziehen. So wurde eine transparente und verständliche Bewertung
geschaffen, die direkt mögliches Verbesserungspotenzial aufzeigt. »Dabei
steht der Fahrer mit dem niedrigsten
Dieselkonsum keineswegs auf dem
ersten Rang«, stellt Ulbrich fest. Der
beste Fahrer ist derjenige, »der unter
den gegebenen Umständen am wenigsten verbraucht«, bringt es Oeckler
auf den Punkt. Für den Geschäftsführer
war besonders wichtig, dass die Software auch die »Springer« mit ständig
wechselnden Einsätzen und Fahrzeugen »gerecht bewertet und vergleichbar macht«.
Das akribische Vorgehen beim Sammeln der Einflussfaktoren hat sich gelohnt. »Alle Fahrer sind von dem System überzeugt und vergleichen sich
mit Begeisterung«, berichtet Ulbrich.
»In den Pausen fragen sich die Kollegen gegenseitig nach ihrem aktuellen
Punktestand und holen sich Verbes-
Bei Pabst lassen sich mit Roadlox jetzt auf Knopfdruck die Rankings aller Fahrer
mit dem exakten Punktestand und den tatsächlichen Verbrauchswerten abrufen – neben den klassischen Arbeitserleichterungen für Disponenten durch die
permanente Ortung sowie die verbesserte Kommunikation mit den Fahrern.
serungstipps«, hat der Technik-Chef
beobachtet. Der Ehrgeiz der Fahrer hat
eine Eigendynamik entwickelt, die sich
kurzfristig auch auf die Betriebskosten auswirken soll. »Wir erhoffen uns
einen Kostenvorteil von vier Prozent,
wobei wir diesen Effekt eher konservativ berechnet haben«, erklärt Ulbrich. Schließlich würde sich die junge
Pabst-Flotte »auf einem hohen technischen Niveau« befinden.
Die Fahrer können ihre eigene Bewertungsposition jederzeit auf ihrem Tablet im
LKW einsehen.
Online-Coach als nächster Schritt
Abgesehen von den sinkenden Kosten
bringt Roadlox laut Hersteller Trendfire
alle bekannten Vorteile einer Telematiklösung mit sich. Dazu gehören die
Arbeitserleichterung der Disponenten
durch die permanente Ortung sowie
die verbesserte Kommunikation mit
den Fahrern. Diese erhalten ihre Aufträge nun via Mobilfunk direkt auf den
Tablet-PC im Cockpit. Hierin sieht der
Böblinger Anbieter einen weiteren
wesentlichen Vorteil von Roadlox: Auf
dem mobilen Endgerät des Fahrers
müsse lediglich die Telematik-App
»Roadloxdriver« installiert werden. Neben der Anzeige der Fahrerbewertung
unterstützt sie zum Beispiel die Lenkund Ruhezeitenüberwachung oder die
Spesenabrechnung.
Von der gerechten Fahrerbewertung für
heterogene Fuhrparks sollen in Zukunft
auch noch andere Transportunternehmen profitieren. Währenddessen beschäftigt man sich bei Pabst bereits
mit den nächsten Schritten. »Wir wollen, dass die Fahrer schon während
der Fahrt von Roadlox konkrete Tipps
für eine noch wirtschaftlichere Fahrweise erhalten«, sagt Geschäftsführer
Oeckler. Ein solcher »Online-Coach«
ist bei Trendfire schon in Arbeit… 
Gerechte Fahrerbewertung für heterogene Flotten
10
Frischelogistik | 5-2015
11
Inhalt
Inhalt...................
Transport und Logistik
Eiskalt kombiniert
Als Alternative zur Luftfracht betreibt Contargo einen kombinierten Verkehr mit LKW,
Binnenschiff, Bahn und Hochseeschiff für Kühlcontainer mit Pharma- und anderen
temperatursensiblen Produkten.
D
er Juli 2015 lieferte der Stadt
Mannheim Rekordtemperaturen:
13 Tage über 30 °C und Tageshöchstwerte von über 38 °C. Bei solcher Hitze ist der Transport temperaturgeführter Güter eine anspruchsvolle
Aufgabe, insbesondere wenn es einen
oder mehrere Wechsel des Transportmittels gibt. Damit die sensible Ware
ihr Ziel unbeschadet erreicht, darf die
Kühlkette nicht unterbrochen werden.
Der Containerspezialist Contargo setzt
deshalb auf eine lückenlose Überwachung der Refrigerated Container, kurz
Reefer genannt.
Marco Speksnijder geht an einer Reihe weißer Container vorbei. Das laute
Brummen der Aggregate zeigt, dass
die Kühlungen der Reefer bei 35 °C
im Schatten ganze Arbeit leisten. Der
39-jährige Co-Geschäftsführer der
Contargo Rhein-Neckar GmbH zeigt auf
einige der Boxen: »Diese Container gehören zum Beispiel zu einem Auftrag
des Logistikers DB Schenker, mit dem
uns hier in Mannheim eine langjährige
enge Zusammenarbeit verbindet. Sie
enthalten verschiedene Produkte eines großen Pharmaherstellers, darunter Diagnostika und Analyseprodukte
zum Beispiel für Bluttests sowie medi-
zinische Produkte. Diese transportieren wir bei +5 °C oder +20 °C.«
Kombinierter Verkehr
ersetzt Luftfracht
Diese Waren, die der Hersteller vor
zehn Jahren noch ausschließlich als
Luftfracht in die ganze Welt versendete, gelangen inzwischen auch in
Reefern im Vorlauf im Kombinierten
Verkehr und dann mit dem Seeschiff sicher an ihr Ziel. Reefer sind besonders
gut isoliert und mit einem Wärme-/
Kälteaggregat ausgestattet. Das 18
Kilowatt-Aggregat kann einen 40-FußContainer im Bereich zwischen -28 °C
bis +28 °C temperieren. Die Regelung
sorgt dafür, dass die Temperatur im
Inneren des Containers, unabhängig
von der Außentemperatur, mit einer
geringen Schwankungsbreite konstant
bleibt.
Bis zu 16 solcher Container holt Contargo derzeit täglich im Auftrag von
DB Schenker per LKW bei diesem Hersteller ab. Bis zum Weitertransport
per Direkt-LKW oder Binnenschiff zu
den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen lagert das Container-LogistikNetzwerk die Container an der Reeferstation am Terminal in Mannheim
Kommen Reefer-Container zurück ans
Terminal in Mannheim, führt Contargo
dort eine Pre-Trip Inspection durch.
12
Transport und Logistik
2
Kombinierter Verkehr im Reefer-Hinterlandverkehr
Auf dem Rückweg nach Mannheim transportiert das Unternehmen regelmäßig
für denselben Pharmahersteller Container aus den USA im Import von Rotterdam bis zum Kunden. Die dort entladenen Container fährt Contargo per LKW
zurück ans Terminal in Mannheim und
führt dort eine Pre-Trip Inspection (PTI)
durch. »Reefer werden üblicherweise in
den Seehäfen gelagert«, erklärt Speksnijder auf seinem Weg durch die ReeferStation. »Für einige Carrier haben wir
in Zusammenarbeit mit DB Schenker in
Mannheim einen Reefer-Stock angelegt,
so dass wir für sie schnell Zugriff auf leere Container haben.«
Dichtes Service-Netz
Mindestens einmal pro Schicht
überprüft ein Contargo-Mitarbeiter die
Temperatur aller Kühlcontainer.
zwischen. Mindestens einmal pro
Schicht überprüft dort ein Mitarbeiter
des Unternehmens die Temperatur aller Kühlcontainer, um bei einer zu großen Temperaturdifferenz eingreifen
zu können. »Bei diesem Kunden haben wir dadurch sogar eine doppelte
Überwachung«, erklärt Marco Speksnijder. »Denn DB Schenker setzt hier
teilweise spezielle Überwachungsmodule ein, die es dem Logistikdienstleister jederzeit ermöglichen, die
Temperaturen der Reefer Container zu
überprüfen.«
Durchgehende Kühlkette
Auch beim Umschlag auf das nächste
Transportmittel bleibt die Kühlkette ununterbrochen gesichert: Auf dem LKW
wird der Reefer an einen Dieselgenerator, das sogenannte Genset, angeschlossen. Auf den Binnenschiffen stehen für die Reefer spezielle Stellplätze
zur Verfügung, die an das Bordnetz angeschlossen sind. Und in den Seehäfen
ist ohnehin die notwendige Infrastruktur
für Kühlcontainer vorhanden. Dort endet
der Auftrag für Contargo. Die Reefer von
diesem Kunden reisen im Auftrag von DB
Schenker weiter nach Nord-, Mittel- und
Südamerika, Australien, Fernost, den
Mittleren Osten sowie Südafrika.
Frischelogistik | 5-2015
So wie in Mannheim sind fast alle der 25
Terminals des Container-Hinterlandlogistikers in Deutschland, der Schweiz,
Frankreich und der Tschechischen Republik auf Reefer eingestellt. Neben
LKW und Binnenschiff setzt Contargo
auch die Bahn im Kombinierten Verkehr ein. Transportiert wird alles, was
präzise und dauerhaft temperiert werden muss: Nicht nur pharmazeutische
Substanzen und medizinisches Zubehör, sondern auch Lebensmittel wie
Obst, Kartoffeln, tiefgekühltes Fleisch,
Pizza oder Speiseeis. Am Standort Basel gehört natürlich auch Schokolade
zu den beförderten Gütern.
Da der Hinterlandtransport von Containern durch mehrfache Wechsel des
Verkehrsmittels sowie zahlreiche Lifts
gekennzeichnet ist und in den temperierten Boxen oft Ware von hohem
Wert transportiert wird, hat das Unternehmen entlang des Rheins ein dichtes Netz von Reefer-Servicestationen
eingerichtet. Sollte die empfindliche
Elektronik der Aggregate durch den
Umschlag beschädigt werden oder
aus anderen Gründen ausfallen, wird
die abweichende Temperatur schnell
bemerkt. Im Notfall greift ein Plan,
mit dem ein defekter Reefer, egal wo
er sich gerade befindet, kurzfristig
repariert werden kann. Dazu steht
innerhalb kürzester Zeit speziell geschultes Personal zur Verfügung. Falls
der firmeneigene Techniker das Problem nicht lösen kann, wird ein externer Klimatechniker gerufen. Sollte
es dennoch nicht gelingen, den Container vor Erreichen einer kritischen
Temperatur zu reparieren, wird der
Reefer Container in Zusammenarbeit
mit dem Auftraggeber rechtzeitig gegen einen neuen Kühlcontainer ausgetauscht. »Für die Präzision der eingesetzten Reefer-Aggregate und den
Contargo-Serviceplan spricht, dass
bisher jeder Transport ohne Beanstandungen durchgeführt wurde«, sagt
Speksnijder. Sein Rundgang endet an
einem Bauschild, das den Ausbau des
Mannheimer Terminals ankündigt. Die
Rhein-Neckar Hafengesellschaft Mannheim (HGM) investiert hier seit April in
die Erweiterung des Terminals, die bis
spätestens Anfang 2017 beendet sein
soll. »Weil die Nachfrage nach temperierten Transporten steigt«, so der CoGeschäftsführer, »freuen wir uns, dass
wir dann 40 weitere Reefer-Plugs in Betrieb nehmen können.«

Kurz-Info Contargo
Mit einem Jahrestransportvolumen von
2 Millionen TEU gehört Contargo zu den
großen Container-Logistik-Netzwerken
in Europa. Das Unternehmen integriert
den Containerverkehr zwischen den
Westhäfen, den deutschen Nordseehäfen und dem europäischen Hinterland.
Es verfügt in Deutschland, Frankreich,
der Schweiz und der Tschechischen Republik über 25 Containerterminals, an
sieben weiteren Standorten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und
Japan ist Contargo mit Büros vertreten.
Zudem betreibt das Unternehmen eigene Schiffs- und Bahnlinien. Die 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2014 nach eigenen
Angaben einen Jahresumsatz von 410
Millionen Euro.
Überblick über die kombinierte Kühlkette.
REEFER:
Für den Transport
temperatursensibler
Waren setzt Contargo
„Refrigerated Container“,
kurz Reefer
genannt, ein.
-28°C
+28°C
ED
AT R
ER NE
I G TA I
R
F N
RE CO
Clip-On Gensets
für LKW und Bahn
°C -8,5
? STOP +
! START -
°C -8,5
? STOP +
! START -
eingebaute
Datenlogger
Stromanschluss
auf dem Schiff
und am Terminal
PTI*
*Unser Service: Pre-Trip Inspection (PTI),
Unit Function Settings (HMC, Vent, etc.),
Warranty-repairs and modifications,
Data Retrieving and Steam Cleaning.
LKW (mit Clip-On)
1a). Der volle Container wird per LKW
zum Terminal „A“ transportiert.
A
2. Umschlag des Containers
auf Schiff oder Bahn
3a). Direkter Transport
zum Seehafen “C“
BAHN
SCHIFF
3b). Transport
zum Zwischenterminal
TERMINAL
!?
?
ACHTUNG!
Clip-On Gensets
werden abgebaut
und per Bahn
zum Terminal „A“
zurücktransportiert.
Beschädigter
Container
DIREKT-LKW
(mit Clip-On)
1b). Direkter Transport
zum Seehafen “C“.
!
EMMERICH
B
NEU
Neu od. Reparatur
SERVICE STATION
Eigene Contargo
Service Stationen
entlang des Rheins
i
i
Die gesamte
Transportkette
(Schritt 1–5)
auch für
den Import
möglich.
SEEHAFEN
4. Umschlag – Beispiel
Emmerich (Terminal „B“):
Verladung des Containers
auf Binnenschiff und
Weitertransport zum
Seehafen „C“
C
5. Der Container wird
auf einem Seefrachter
weitertransportiert.
© www.contargo.net
13
Inhalt
Inhalt...................
Lebensmitteltechnik und Produktion
Lebensmitteltechnik und Produktion
2
Sensoren im Salzbad
Sensoren im Wash-down Design von Leuze electronic kommen in der Käseproduktion von DMK
zum Einsatz. Die Sensorplattform für den Nassbereich wird auch nach einem erweiterten Testverfahren des Herstellers überprüft, um die häufigen Reinigungs- und Desinfektionsintervallen
zuverlässig zu überstehen.
K
äse ist ein exzellentes Naturprodukt, dessen Herstellung in manchen Köpfen Bilder mit würziger
Landluft und fleißigen Händen beim
Waschen und Wenden von Käselaiben
erzeugt. Bei der industriellen Käseproduktion bleibt von dieser Romantik jedoch nicht viel übrig, das Gute in der
Milch wird professionell bewahrt und
veredelt. Was ebenfalls bleibt, ist das
Baden der jungen Käselaibe in Salzlaken, etwa um Wasser zu entziehen
oder die Rindenbildung vorzubereiten
und letztlich auch um zur Geschmacksbildung beizutragen. Salzbäder und
häufiges Spülen schaffen jedoch eine
eher technikfeindliche Atmosphäre,
die Materialien angreift, Dichtungen
beschädigt und zu Salzablagerungen
führen kann.
Hinzu kommt häufiges Reinigen und
Desinfizieren der Produktionsanlagen, um diese sauber und keimfrei zu
halten. Hier werden heutzutage meist
Schaumreiniger verwendet, die nach
dem Einsprühen und einer Einwirkzeit
abgespült werden. »Solche Reiniger
dringen selbst in kleinste Poren ein
und stellen beispielsweise für Dichtungen von elektronischen Geräten
echte Herausforderungen dar«, resümiert Manfred Hinrichsen, Leiter Betriebs- und Elektrotechnik im DMK Werk
Nordhackstedt, der aufgrund dieser
besonderen Umstände lange Zeit mit
undichten und deshalb von innen beschlagenen Sensoren zu kämpfen hatte. »Auch wenn Sensoren vergleichsweise schnell ausgetauscht werden
können, ist dies doch immer mit Kosten
und letztlich mit Produktionseinbußen
verbunden«, rechnet Hinrichsen. »Besonders ärgerlich waren Sensorausfälle
in Nacht- und Wochenendschichten, in
denen entsprechendes Personal nicht
immer sofort greifbar bereitstand und
erst herbeigerufen werden musste«.
Vor allem in den Bereichen der Salzbäder setzt die nasse
und hoch salzhaltige Umgebung den Komponenten der
Fördertechnik zu.
Die Leuze-Baureihe 55 im Wash-down Design ist bei DMK in Nordhackstedt im
Einsatz.
Größte Käserei
Schleswig-Holsteins
Die rund um die Uhr und sieben Tage
in der Woche laufende Produktion verschärft die Dringlichkeit, hier geeignete Lösungen zu finden. Immerhin
verarbeitet die DMK Deutsches Milchkontor GmbH insgesamt jährlich 6,7
Milliarden Kilogramm Milch von rund
9 400 aktiven Milcherzeugern – damit ist die DMK Group Deutschlands
größtes Molkereiunternehmen. Allein
im Verarbeitungswerk Nordhackstedt
in Schleswig-Holstein werden im Jahr
aus 580 Millionen Liter Rohmilch
65 000 Tonnen Käse hergestellt. In
zwei Produktionslinien entstehen
dort bis zu 18 verschiedene naturund foliengereifte Käsesorten wie
Gouda, Edamer, Butterkäse, Tilsiter
und Mozzarella. In den verschiedenen Abschnitten der Fertigungslinien
kommen vielfältige Fördertechniken
zu den einzelnen Prozessschritten
zum Einsatz, die insgesamt mit nicht
gezählten Sensoren ausgestattet
sind, vor allem mit Lichtschranken
und Lichttastern.
Priorität Maschinenstillstände
vermeiden
Aus einer über viele Jahre gewachsenen
Sensorvielfalt entstand bei der DMK
neben der Suche nach zuverlässigen
Lösungen auch die Anforderung zur
Standardisierung, respektive zur Reduzierung der im Werk eingesetzten Systeme, um den Bevorratungsaufwand zu
verringern. Mit der Seli GmbH, einem
der größten Systemhäuser für Automatisierungstechnik und Systemintegrator
der Firma Leuze Electronic, stand Technikleiter Hinrichsen ein erfahrener Automatisierungspartner zur Seite.
Das Unternehmen in Neuenkirchen
leistet als zentraler Systemlieferant
der DMK-Group neben der Distribution
namhafter Produkte auch die technische Beratung sowie die Entwicklung
und Fertigung von Lösungen bis hin zur
Implementierung vor Ort. Durch den
Einsatz der Reflexions-Lichtschranken
und -Lichttaster der Baureihe 55 von
Leuze Electronic konnte bei Standardisierungsmaßnahmen durch Seli die
Vielfalt von rund 300 unterschiedlichen Systemen auf letztlich noch zwölf
reduziert werden. Die Entwicklung
eines Edelstahl-Befestigungssystems
durch Seli hat die Integration neuer
Geräte in eine vorhandene Anlage mit
minimalem Aufwand ermöglicht.
Eine wesentliche Voraussetzung für
diese Standardisierung ist die absolute
Zuverlässigkeit der Sensoren im Nassbereich. Zudem müssen auch folierte
Käselaibe zuverlässig erkannt werden.
Vor allem müssen die Geräte den harten Anforderungen standhalten, die
sich aus den intensiven Reinigungszyklen ergeben. Bei solchen Ganzkörperduschen ist die Beanspruchung durch
das Abspritzen der Sensoren mit Hochdruck, Wasser und einschlägigen Reinigungsmitteln sehr hoch.
Die Branche spricht hier von Washdown Design. Es geht hier um Anforderungen an Produkte, die in hygienisch
anspruchsvollen Industrieanlagen für
die Lebensmittelindustrie oder Verpackungstechnik eingesetzt werden, jedoch nicht in direkten Kontakt mit den
Lebensmitteln kommen. Letztlich ist
damit gemeint, dass solche Produkte
keine schlecht zugänglichen Stellen
aufweisen dürfen, so dass auch jede
noch so kleine Oberfläche tatsächlich
gereinigt werden kann.
Die Edelstahl-Baureihe 55 zeichnet sich auch durch einfache
Befestigung sowie durch eine langzeitstabile und desinfizierbare, elektrochemische Gerätekennzeichnung aus.
der Baureihe 55 realisiert. Wie in den
anderen Baureihen des Herstellers
sind auch hier Gerätevarianten wie
Reflexions-Lichtschranken und Reflexions-Lichttaster verfügbar. Bei DMK
in Nordhackstedt sind konkret die
Reflexions-Lichtschranken PRK 55 sowie die Reflexions-Lichttaster HRTR 55
im Einsatz. Diese speziell für erhöhte
Anforderungen konzipierten Sensoren
haben ein Gehäuse aus dem hochwertigen Edelstahl V4A (AISI- Werkstoffbezeichnung 316L).
Außerdem sind laut Leuze sowohl die
glasfreie Optikabdeckung als auch
die Bedienelemente absolut dicht und
spaltfrei ausgeformt. Optik und Bedienelemente bestehen aus diffusionsdichten und chemisch beständigen
Werkstoffen. So sei die Funktionsfähigkeit und Dichtigkeit der Systeme selbst
noch nach Jahren gewährleistet und
bakterielle Verschleppungen werden
verhindert.
Die hohe Produkt-Zuverlässigkeit ist
nach Angaben von Leuze Electronic letztlich auch auf die erweiterten herstellerspezifischen Testverfahren des Unternehmens zurückzuführen. Diese gingen
deutlich über Schutzart-Anforderungen
IP 67 oder IP 69K und die standardmäßige Zertifizierung nach der Ecolab-Prüfmethode hinaus: Die Sensoren werden
bei einer Temperatur von 50 °C einer ganzen Reihe weiterer scharfer Reinigungsmittel ausgesetzt, bevor sie mittels
Dampfstrahler und unter mechanischer
Belastung ihre Dichtigkeit zeigen müssen. Das Ergebnis seien absolut dichte,
zuverlässig funktionierende Sensoren,
die auch den härtesten Bedingungen
wie beispielsweise in der Käse-Produktion bei Deutschlands größtem Molkereiunternehmen standhalten.

Außen Edelstahl,
innen bewährte Technologie
Leuze hat das Wash-down Design
mit der Edelstahl-Sensorplattform in
Auch folierte Käselaibe werden von den Leuze Sensoren der Baureihe 55
zuverlässig erkannt.
Wash-down Sensoren bei der Käseproduktion
14
Frischelogistik | 5-2015
15
Inhalt
Messen und Veranstaltungen
Inhalt...................
Es lebe der König!
Bye-bye Headset
Seit 2003 gibt es die Anuga Frozen Food, aber in diesem Jahr erstmals ohne die
Konkurrenz auf der anderen Rheinseite in Düsseldorf. Die Kölner NahrungsmittelLeitmesse wird’s freuen, ausgebucht sind die Hallen eh.
Die Vocalvest des auf Logistiksoftware spezialisierten Systemhauses IBS will als
Headset-Ersatz Kommissionierern künftig den Kopf freihalten. Das international
patentierte Zubehör ist laut Hersteller für alle gängigen Voice-Systeme geeignet.
achdem die Düsseldorfer InterMessen letztes Jahr nach längerem Dahinsiechen gestorben sind,
geht es in der Ausstellungs-Landschaft
zu wie bei den Royals: Der König ist tot
– Es lebe der König! ruft es, wenn vom
10. bis 14. Oktober in Köln die Anuga
stattfindet. Die Konkurrenz rheinaufwärts wartet wie stets seit 2003 mit einer
Anuga Frozen Food genannten Teilmesse
auf, die zusammen mit der – auf dem
Hallenplan kaum zu sehenden – Anuga
Chilled & Fresh Food die Erbfolge der
Intercool antreten kann. Mit Anuga Dairy und Anuga Meat stehen Pendants zu
Intermopro und Intermeat bereit. Insgesamt laufen wie in den vergangenen
Jahren zehn Fachmessen gleichzeitig
unter dem Markendach Anuga, die Speise-Schau belegt das komplette Kölner
Messegelände, das sind 284 000 Quadratmeter Bruttoausstellungsfläche, Ende
Juni hat der Veranstalter Kölnmesse bereits mitgeteilt, dass die Anuga mit rund
6800 Anbietern aus etwa 100 Ländern
ausgebucht sei.
Jahr erstmals den Tiefkühl Star für die
besten TK-Abteilungen im deutschen
Lebensmitteleinzelhandel. Vergeben
wird der Tiefkühl-Star in vier Kategorien nach Verkaufsflächengröße, und
zwar am Messe-Montag im Offenbachsaal im Congress-Centrum Ost.
Die Anuga Meat belegt die Hallen 5, 6
und 9 der Koelnmesse damit eine Bruttoausstellungsfläche von rund 55 000
Quadratmetern, rund 850 Aussteller
aus 50 Ländern werden hier erwartet.
Halle 10.1 und damit 23 500 Quadratmeter sind für die rund 380 Aussteller
der Anuga Dairy reserviert. Einzig zur
Anuga Chilled & Fresh Food in Halle
5.1 macht die Koelnmesse keine Angaben zur Ausstellerzahl, wenig überraschend da vielleicht, dass sie sich
die Halle mit der Anuga Organic, der
Teilmesse für Bioprodukte teilen muss.
Halle 7 schließlich bietet Technik und
Dienstleistungen für den Handel sowie
mit der Anuga Foodservice Angebote
für den Außer-Haus-Markt.
Erstmals Tiefkühl Star
für TK-Abteilungen
An Sonderschauen finden 2015 auf der
Anuga ein Olive Oil Market, ein Organic Market, ein Wine Special sowie
die Trend Zone des Marktforschungsinstituts Innova Market Insights statt.
Natürlich steht auch all diesen Spezialveranstaltungen ein stolzes »Anuga«
dem offiziellen Namen voran.
Am 12. und 13. Oktober findet zum
dritten Mal die Innovation Food Conference, kurz iFood 2015, statt. Sie wird
vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) organisiert, Ort ist der
Rheinsaal im Congress Center Nord der
Koelnmesse. Themen des Dialogs zum
Thema Lebensmittelproduktion sind
Industry 4.0 – Das Internet der Dinge,
Consumer Trends – Die treibende Kraft,
New Foods – Technologische Innovationen sowie Converging Industries –
Grenzenloser Austausch.
Rund 500 Anbieter werden laut Veranstalter die Anuga Frozen Food in den
Hallen 4.1. und 4.2 der Koelnmesse
bevölkern und die große Bandbreite
von Produkten und Dienstleistungen
im Tiefkühlsegment zeigen, sowohl
für den Handel als auch für den Foodservice. Die Bruttoausstellungsfläche
für das Frozen Food-Segment beträgt
27 500 Quadratmeter. Seit 2013 ist
das Deutsche Tiefkühlinstitut exklusiver Partner der Anuga. Es veranstaltet
zum Beispiel an den ersten vier Messetagen an seinem Stand in Halle 4.2
jeweils einstündige Seminare zum
Thema »Mehr Attraktivität für die Tiefkühlabteilung im Handel«. Gemeinsam
vergeben Koelnmesse, dti und der
Lebensmittelpraxis Verlag in diesem
16
Vorbericht Anuga
Raum für Trends
P
Attraktive Ausstellung: Zur letzten Anuga 2013 kamen rund 155 000 Fachbesucher aus 187 Ländern.
Dem Trendthema »vegan« widmet sich
am letzten Messetag ein Vortrag von
Inga Bruns im Rahmen des Bio-Kompetenzzentrums: Sie spricht als Vertreterin des Vegane Gesellschaft Deutschland e. V. über vegane Frischetheken,
die das Angebot der abgepackten veganen Produkte in den Märkten ergänzen sollen. (ms)

ick-by-Voice gilt in vielen Anwendungsbereichen als
optimale Kommissioniertechnik, weil Augen und Arme
frei für die eigentliche Aufgabe bleiben. Dass allerdings
die obligatorischen Headsets – ja nach Bauweise mehr oder
weniger – das Wohlbefinden des Benutzers beeinflussen, ist
unbestritten. »Während meiner rund 20-jährigen Berufserfahrung mit Voice-Systemen haben meine Kollegen und ich
mehr als 10 000 Kommissionierer mit Hardware von namhaften Herstellern ausgestattet. Einer der wenigen Kritikpunkte, die jedoch manchmal sogar zur Ablehnung der sprachgeführten Arbeitsweise führten, waren die Headsets. Trotz
unterschiedlicher Bauarten blieb oft das Gefühl am Kopf
eingeengt zu sein beziehungsweise führte der Direktschall
am Ohr bei längerem Tragen zu Ermüdung und Konzentrationsschwächen«, erklärt Rainer Skau, Geschäftsleiter des
Grevenbroicher Systemhauses IBS GmbH & Co. KG.
Dem will IBS abhelfen: Mit Vocalvest bleibt der Kopf nun
frei: Kein Druck, keine Kopfschmerzen und auch keine Beeinträchtigung der Frisur mehr, verspricht das Unternehmen.
Eine rund 500 Gramm leichte Weste positioniert zwei angenehm klingende Lautsprecher auf die Schultern des Benut-
Im Schichtbetrieb kann die Voice-Hardware als Einheit
mit der Weste von mehreren Mitarbeitern genutzt werden;
über elastische Gurte lässt sie sich schnell an die jeweilige
Statur anpassen.
Kurz-Info Anuga
Wann?
10.bis 14. Oktober 2015,
täglich 10 bis 18 Uhr
Wo?
Koelnmesse, Hallen 1
bis 11
Foto: IBS GmbH & Co. KG
N
Lager- und Regaltechnik
2
Preis?
Tageskarte 57 Euro, Dauerkarte 93 Euro
Im Netz?
www.anuga.de
Frischelogistik | 5-2015
Weste statt Headset bei Pick-by-Voice
zers, der dadurch mitten im Klangraum steht und die Sprachanweisungen laut IBS selbst bei hohen Nebengeräuschen
gut verständlich hört. Das Mikrophon ist über eine flexible
Halterung auszurichten. Verkabelt sind Lautsprecher und
Mikrophon innerhalb der Weste bis zur sogenannten Amplibox, einem ebenfalls international patentierten Verstärker
mit Equalizer zur Anpassung des Lautsprecherklangs, zur
Optimierung der Mikrophonempfindlichkeit und mit anpassbaren Filtern für eine einwandfreie Kommunikation mit dem
Voice-Terminal.
Absolut tiefkühltauglich
Die Vocalvest und die mit eigenem Akku ausgestattete Amplibox sind laut Hersteller äußerst robust aufgebaut, haben
Schutzart IP65 und arbeiten sicher im Temperaturbereich
zwischen -30 und +50 °C. Sie seien somit absolut tiefkühltauglich und entlasten über die eigene Stromversorgung
das Voice-Terminal, welches sich je nach Hersteller und
Modell sehr praktisch in die Weste integrieren lasse. Über
elastische Gurte mit Schnellverschlüssen lässt sich die
Weste schnell an die Statur der Benutzer oder Benutzerinnen anpassen. Komplett verkabelt ist sie laut IBS schnell
und komfortabel an- und abzulegen. Im Schichtbetrieb
können die teuren Voice-Terminals so als Einheit mit den
Westen von mehreren Mitarbeitern genutzt werden – ganz
im Gegensatz zu Headsets, die nach den Erfahrungen des
Systemhauses in der Regel auch eine viel kürzere Lebensdauer haben.
Geliefert wird die Vocalvest mit Amplibox und passenden Steckverbindungen vorkonfiguriert für die gängigen
Voice-Terminals, beispielsweise Vocollect Talkman T2/
T2x, T5, A500 und A7xx, Motorola MC3190/32NO und
WT4090/41NO oder die Cipherlab Serie 9700 Taurus und
viele weiteren mehr.
Zu den Referenzen, die die Pick-by-Voice-Weste laut IBS
schon in größeren Stückzahlen einsetzen, gehört der französische Handelskonzern Systéme U. In den Distributionszentren des Unternehmens wird den Mitarbeitern freigestellt,
ob sie mit Headset oder Vocalvest arbeiten wollen. »Die
Kommissionierer empfinden die Sprachanweisungen aus
den Lautsprechern als sehr angenehm, weil sich in Kopfnähe ein gewisser Raumklang aufbaut, der selbst auf engem
Raum nicht von anderen Kommissionierern oder Nebengeräuschen gestört wird. Auch die Geschäftsleitung zeigt sich
zufrieden mit der Investition in das innovative Zubehör:
Zufriedene Mitarbeiter leisten einfach mehr! Und das führt
erfreulich schnell zu einem Return on Investment«, schildert
Skau die Erfahrungen.

17
Inhalt
Inhalt...................
Lager- und Regaltechnik
Lager- und Regaltechnik
2
Per Mausklick zum Medikament
Mit dem Knapp-Store soll die Konsolidierung der bestellten Artikel beim VersandapothekenPionier apotal.de keine zeitaufwändige manuelle Prozessbremse mehr sein.
I
m April 2015 besiegelten die Bad
Apotheke und das LagertechnikUnternehmen Knapp den Vertrag für
eine zukunftsweisende B2C-PharmaLösung mit dem neuen Knapp-Store
als Kerntechnologie. Die Bad Apotheke zählt zu den Pionieren der Versandapotheken in Deutschland. Ihre
Kernkompetenz ist der Versandhandel
mit Arzneimitteln: Unter der Marke
apotal.de – Ihre Versandapotheke –
bekommen Kunden sowohl verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Medikamente als
auch Naturheilmittel und Gesundheitsprodukte bequem bis nach Hause
geliefert. Mit einem, für eine deutsche
Versandapotheke, relativ hohen Anteil
an verschreibungspflichtigen Medikamenten ist die Bad Apotheke mit strengen Vorschriften und einer hoch komplexen
Auftragszusammenstellung
konfrontiert. Die Service-Qualität einer
lokalen Apotheke mit den Vorteilen eines Versenders zu vereinen, hat sich
das Unternehmen zum Ziel gesetzt.
Bestellungen erfolgen telefonisch,
per Post, per Fax und zum immer größer werdenden Teil online. »Die größte logistische Herausforderung ist die
Konsolidierung von Artikeln, die der
Großhandel nicht lagernd hat und die
aus diesem Grund direkt beim Hersteller bezogen werden müssen, mit dem
Gesamtauftrag. Momentan werden die
sofort verfügbaren Artikel vorkommissioniert und die Aufträge zwischengelagert, bis der ausständige Artikel
geliefert wird. Die richtige Zuordnung
und das Zusammenführen der Aufträge
erfolgt manuell. Dies ist natürlich sehr
zeitaufwändig«, analysiert Peter Risz,
Regional Sales Manager bei Knapp, die
Ausgangssituation.
Lückenschluss für
Cross Docking und Co.
Eine Lösung mit Fokus auf Cross-Docking war gefordert. Bestellungen vom
Großhandel sollten möglichst effizi-
ent zwischengepuffert und bei Bedarf
schnell wieder ausgelagert werden, um
den Endkonsumenten-Auftrag fertig zu
stellen. Hier konnte der Österreicher
Intralogistiker eine vielseitige neue Lösung anbieten. »Ausschlaggebend für
den Auftrag war der Knapp-Store und
die Möglichkeiten, die wir mit diesem
System haben«, erklärt Henning Fichter, Prokurist der Bad Apotheke. »Der
Knapp-Store nimmt den Mitarbeitern
viele periphere Prozesse ab, die im Lager stattfinden und die sehr komplex
sind, zum Beispiel das Cross-Docking.
Darüber hinaus können wir im KnappStore auch Kleinstmengen, wie zum
Beispiel C-Produkte, vermehrt auf Lager nehmen. Der Knapp-Store schließt
genau die Lücke bei jenen Vorgängen,
die wir bisher manuell zusammengestellt haben. Mit dem neuen System
sind wir auch in Richtung Zukunftsfähigkeit gerüstet, egal ob wir mehr in
Richtung Lagerware gehen oder mehr
Cross-Docking betreiben werden.«
Der Knapp-Store hilft bei der Chargen- und Seriennummernverfolgung und bei der Abwicklung von Retouren.
18
Konsolidierung bestellter Artikel beim
Versandapotheken-Pionier apotal.de
Frischelogistik | 5-2015
Henning Fichter, Prokurist und Eigentümer der Bad Apotheke, Peter Risz, Key
Account Manager der Knapp AG, Peter Puchwein, Knapp-Entwicklungsleiter und
Bernd Stöger, Produktmanager Software des Intralogistik-Anbieters, bilden das
Projektteam.
Chargen- und
Seriennummernverfolgung
Die Lösung unterstützt laut Hersteller
auch die ab 2017 verpflichtende Regelung der Chargen- und Seriennummernverfolgung. Durch die exakte
Überwachung der Produktmerkmale ist
es möglich, Artikel mit einer bestimmten Chargen- oder Seriennummer oder
mit einem bestimmten Haltbarkeitsdatum per Knopfdruck auszulagern und
fristgerecht zu kommissionieren. Neben dem Store wird bei der Bad Apotheke der Kommissionierautomat SDA
für die Bearbeitung von schnelldrehenden Artikeln eingesetzt und trägt laut
Knapp maßgeblich dazu bei, das hohe
Bestellaufkommen effizient und sicher
abzuwickeln. Der Clou an der Lösung
ist der kombinierte Einsatz beider Systeme an einem gemeinsamen Zentralband – so lassen sich die schnellsten
und teuersten Auftragszeilen über ein
System abwickeln.
Durch die Einbindung der Lösung in
die gesamte Lagerprozess-Landschaft
bleibt ausreichend Flexibilität, um sich
auf etwaige Änderungen im Geschäftsmodell oder bei gesetzlichen Rahmenbedingungen einzustellen. Die integrierte Kisoft WMS/WCS-Lösung, die als
Gesamtpaket neben dem Store mit Anbindung an das Warenwirtschaftssystem realisiert wird, bezeichnet Knapp
als richtungsweisend im Pharma-ECommerce-Geschäft, die Österreicher
selbst die Prozesse jener Aufträge,
die noch im konventionellen Bereich
abgearbeitet werden, erfolgen softwaregeführt. »Wir können sowohl bei
den vollautomatisierten als auch bei
den manuellen Lagerprozessen garantieren, dass nur richtige Ware eingelagert wird. Selbst in den NachschubProzessen wird sichergestellt, dass
kein Fehler passiert. Diese durchgängige Software-Lösung mit einer direkten
Anbindung an das Warenwirtschaftssystem ermöglicht uns, die Zero Defect
Warehouse-Philosophie durch den
gesamten Lagerprozess sicherzustellen. Ziel ist es, etwaige Fehler, egal in
welchem Prozess-Schritt sie auftreten
mögen, direkt an der Ursache zu beheben«, erklärt Bernd Stöger, Produktmanager Software, die Vorteile der integrierten Software-Lösung.
Anspruchsvolle Versandapotheke
sprechen von einem Marktanteil von
über 70 Prozent weltweit bei Kunden
aus der Pharma-Branche.
Zero Defect Warehouse
Im Sinne von »zero defect« sind alle
Prozesse im Lager smart und softwaregeführt, erläutert Knapp. Dies beginnt beim Wareneingang, wo mit Hilfe
des iscan mittels Bilderkennungstechnologie alle Artikel automatisch vermessen und Produktinformationen
erfasst werden. So sind bereits bei der
Einlagerung in den Store Fehler ausgeschlossen.
Mit der neuen Lösung wird die Bad
Apotheke nach den Prognosen der
Planer 75 Prozent der Auftragszeilen
automatisiert kommissionieren. Aber
Prokurist Fichter nennt den für die Bad
Apotheke zentralen Punkt: »Für uns bedeutet diese Lösung vor allem ein Plus
an Qualität. Dies ist in der Versandapotheke noch wichtiger als beim PharmaGroßhandel, da bei einer Falschlieferung durch diesen die Apotheke den
Fehler bemerken und korrigieren wird.
Passiert uns der gleiche Fehler, so erhält der Patient ein falsches Medikament, was schwerwiegende Folgen haben kann. Insofern ist »zero defect« für
uns natürlich von enormer Bedeutung.
Aus diesem Grund sind für uns auch
die Lösungen rund um die Kisoft VisionTechnologie besonders interessant. Wir
haben unsere Systeme auch schon dahingehend vorbereitet, um in Richtung
0-Fehler weiter zu optimieren.«
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03/07/2015 09:50
19
Inhalt
Inhalt...................
Lager- und Regaltechnik
Es rollt in Russland
keitsregler (Magnetic Speed Controller) und der Sicherheitsseparator
(Time Plus Separator) von Interroll mit
Anschlags- und Abstandskontrolle, die
auch in einer kalten Umgebung für maximale Sicherheit und höchsten Durchsatz sorgen sollen. Darüber hinaus
ermöglichen die hochklappbaren Doppelfliesskanäle in der untersten Ebene
(Butterfly-Technologie) eine schnelle
und komplette Bodenreinigung.
Davit Manukyan, Inhaber von Comitas, ist mit dem Projekt sehr zufrieden: »Es dauerte nur 14 Monate
vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung des Distributionszentrums. In
Havi Logistics hat ein energiesparendes Interroll Fließlager in seinem
Distributionszentrum in Russland installiert. Vom ersten Spatenstich bis
zur Eröffnung des Distributionszentrums dauerte es 14 Monate.
D
er Logistikdienstleister Havi Logistics hat den russischen Systemintegrator Comitas mit der
Bereitstellung einer komplexen Lösung
für sein Logistikzentrum mit unterschiedlichen Temperaturzonen in der
Teilrepublik Tatarstan, im Osten des
europäischen Teils Russlands gelegen,
beauftragt. Zum Einsatz kommen dabei
ein Fließlager von Interroll, ein DeepStore-Shuttle-System von Comitas und
ein Regallager von Trading House Kifato
MK, dem exklusiven Interroll-Partner für
Fließlager-Systeme in Russland.
Havi hat sich auf Logistikdienstleistungen für Food- und Non-Food-Arti-
Lager- und Regaltechnik
2
kel in allen Temperaturzonen spezialisiert. Das neue Distributionszentrum
in Jelabuga umfasst auf 9 000 Quadratmetern ein Trockenlager, eine
Tiefkühlzone und ein Kühllager. Die
Pallet Flow Lösung von Interroll besteht aus Kanälen für fünf Paletten in
der Tiefe im Trockenlager und langen
Kanälen mit je zehn Paletten in der
Tiefe und im Quertransport für einen
einfachen Zugang in der Kommissionierung im Tiefkühlbereich. Das Vertriebszentrum bietet einen Durchsatz
von 2 500 Tonnen pro Monat für die
Belieferung von 60 amerikanischen
Fast-Food-Restaurants in der Region.
Die Arbeitswege der Bediener konnten durch das Interroll Dynamic StorageSystem deutlich verkürzt werden.
der Planungsphase unterstützte uns
Interroll mit wertvoller Beratung und
die Qualität der gelieferten Produkte
ist hervorragend.«

Platzsparen für Äpfel
Das Distributionszentrum von HAVI
Logistics in Tatarstan/Russland.
Seine Kapazität kann bei Bedarf auf
bis zu 10 000 Tonnen pro Monat erhöht werden, um 250 Restaurants zu
beliefern.
Direkter Zugriff auf alle
Artikelpositionen
Das Interroll Dynamic Storage-System funktioniert auch in
kalten Umgebungen.
Die Butterfly-Technologie soll eine einfache Bodenreinigung ermöglichen.
»Wir sind mit dem Fließlager von Interroll sehr zufrieden, da es eine erhöhte Lagerkapazität und direkten Zugriff auf alle Artikelpositionen bietet«,
erläutert Ivan Davydov, Operations Director von Havi Logistics in Russland.
»Zudem konnten wir die Arbeitswege
für die Bediener verkürzen, was insbesondere in einem Kühllager und im
Gefrierraum aus Gründen der Arbeitssicherheit von Vorteil ist. Für uns war
es auch wichtig, dass wir eine Lösung
aus einer Hand haben, die sowohl im
Trockenlager als auch in der Tiefkühlzone funktioniert.«
Die Bewegung der Paletten erfolgt allein durch die Schwerkraft. Es wird
keine Energie verbraucht und es gibt
keine Auswirkungen auf die Umwelt.
Aufgrund der Kanalstruktur erreicht
das System nach Angaben von Interroll
maximalen Durchsatz bei minimalem
Platzbedarf. Es biete zudem hohe Verfügbarkeit und Flexibilität, da es leicht
an zukünftige Marktbedürfnisse angepasst werden kann.
Weitere Besonderheiten des Systems
sind der magnetische Geschwindig-
Agrícola San Clemente, ein Anbieter von
hochwertigem frischem chilenischem Obst
und Fruchtsäften, hat kürzlich seine Produktionsstätte in Renaico, Chile, mit einer
Interroll Portec Gurtkurve modernisiert.
Das Unternehmen verarbeitet in Produktionsstätten in ganz Chile Äpfel, Trauben,
Kirschen, Mandarinen und Avocados –
inklusive fünf Sorten, die San Clemente
exklusiv anbietet – für den Verkauf in den
Vereinigten Staaten, Europa, Asien, Kanada
und Lateinamerika. 2010 installierte das
Unternehmen mit Unterstützung durch den
Systemintegrator Aweta US eine Fertigungslinie für Äpfel in seiner Anlage in Renaico.
Im Rahmen einer Erweiterung entschied
sich San Clemente für eine Interroll Portec
Gurtkurve. Die Aufgabe lautete, die Äpfel
von dem Förderband, über das sie zum Sortieren in das System gelangen, in den Bereich zu befördern, in dem sie gewaschen
werden. »Diese Funktion war neu und wir
mussten berücksichtigen, dass der Raum
zwischen den beiden Bereichen begrenzt
war. Herkömmliche Fördereinrichtungen
boten hier keine sinnvolle Lösung. Durch
die Installation dieser extrem anpassungs-
fähigen und platzsparenden
Gurtkurve konnten wir einen
Umbau der zuvor installierten
Anlagen und Einrichtungen vermeiden«, erläutert Francisco
Amezaga, Betriebsleiter Kühllager von San Clemente. Das
wiederum reduzierte Kosten und
Dauer der Installation und verkürzte damit die Stillstandszeiten der Anlage.
Die Gurtkurve fördert die Früchte im Winkel von 90 Grad. Sie
erspart San Clemente damit den
Aufwand und die Arbeit, für die
Bewältigung der gewünschten
Aufgabe mehrere Förderlinien Die Interroll Portec Gurtkurve transportiert Äpfel
zusammenzuführen. Große Pro- zum Waschplatz
duktvolumina können jetzt auf
Arbeit, bis das System perfekt lief. »Diese
kleinstem Raum sicher und schnell transportiert werden. Laut Amezaga trug auch Installation zeigt, dass unsere Produkte neerheblich zum Erfolg des Projekts bei, dass ben der Post-, Paket und Flughafenbranche
die Ingenieure von Interroll den kompletten auch erfolgreich in vielen anderen AnwenInstallationsprozess engagiert begleiteten. dungen eingesetzt werden können. Weltweit wurden bereits mehr als 80 000 dieser
So erforderte beispielsweise die BestimKurven installiert«, erklärt Marco Oropeza,
mung der optimalen Position des GetriebeVice President von Interroll, stolz.
motors, der das Band antreibt, einiges an
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Fließlager in russischem Havi-Distributionszentrum
20
Frischelogistik | 5-2015
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16.08.10 13:19
Inhalt
Verpackung und Kennzeichnung
Inhalt...................
Laser findet Loch
Salatomat in Japan
Mit einer neuen Lasertechnologie will Ishida gegen Lecks bei MAP-Verpackungen
vorgehen. Das Airscan genannte System findet die undichte Stelle, auch wenn sie
nur einen Durchmesser von 0,5 Millimeter hat.
Die weltweit erste vollautomatische Gemüsefabrik im großen Stil will der japanische
Produzent Spread errichten. Das soll Kosten sparen und die Umwelt schonen.
L
ecks in Schalenverpackungen mit
Schutzgas sind ein gewaltiges Problem für Lebensmittelindustrie und
Handel. Zum Aufspüren undichter Stellen hat der japanische Verpackungsmaschinen-Hersteller Ishida eine neues
Lösung entwickelt. Das Airscan genannte System identifiziert mit Einsatz von
Lasertechnologie sogar kleinste Löcher
auch bei Hochgeschwindigkeit, so das
Unternehmen mit deutscher Niederlassung in Schwäbisch Hall.
müll, weil es sich um ein völlig zerstörungsfreies Prüfverfahren handelt.
Prädestiniert ist Ishida Airscan für
Schalenverpackungen mit beispielsweise Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchten, Salaten, Obst und Gemüse, Käse
oder Fertiggerichten, erklärt der Hersteller. Die Qualitätskontrolle sei ohne
weiteres integrierbar in bestehende
Verpackungslinien.
Zerstörungsfreies Prüfverfahren
Lecks in MAP-Verpackungen haben
Auswirkungen auf die Produktqualität. Das Spektrum reicht von Einbußen
am Geschmack über unerwünschte
optische Veränderungen bis hin zum
frühzeitigen Verderb durch Mikroorganismen. Die Folge können kostspielige
Produktrückrufe und ein Imageschaden für den Hersteller sein. Studien
zufolge sind es jährlich rund 500 000
Airscan ermöglicht laut Ishida maximale Produktqualität ohne Kompromisse beim Ausstoß. Das neuentwickelte System entdecke zuverlässig
auch sehr kleine Löcher von nur 0,5
Millimeter Durchmesser und erreiche
Geschwindigkeiten von bis zu 180
Verpackungen pro Minute. Anwender
reduzieren zugleich den Verpackungs-
Lebensmitteltechnik und Produktion
2
D
500 000 Tonnen Verlust wegen
undichten MAP-Packungen
Ishida Airscan findet Lecks in
MAP-Verpackungen.
Tonnen Nahrungsmittel, die wegen undichter MAP-Verpackungen bereits im
Produktionsprozess verloren gehen,
berichtet Ishida.

Ishida ist auf der Fachpack,
Halle 2, Stand 413.
ie japanische Spread Co., Ltd plant den Bau der nach
eigener Aussage weltweit ersten groß angelegten Gemüsefabrik, die von der Aussaat zur Ernte vollautomatisiert ist und täglich 30 000 Salatköpfe produzieren kann.
Spread wurde im Jahr 2006 gegründet und betreibt in Kameoka in der japanischen Präfektur Kyoto die nach Angaben des
Unternehmens weltweit größte Gemüsefabrik mit künstlicher
Beleuchtung. Gegenwärtig werden vier verschiedene Arten von
Kopfsalat produziert, die Produktion beläuft sich auf insgesamt
21 000 Salatköpfe pro Tag. Diese werden unter der Marke Vegetus an ungefähr 2 000 Geschäfte in der Metropolregion Tokyo
sowie in der Region Kansai über das Jahr hinweg versandt.
Die neue Gemüsefabrik in Kyoto beschreibt Spread als »vertikale Farm«, die ganz auf künstliche Beleuchtung angewiesen
ist, auch Forschung und Entwicklungen sowie Prüfeinrichtungen seien vorgesehen. Die Fläche der Anlage wird mit ungefähr 4 800 Quadratmetern angegeben, der Baubeginn ist für
den Frühling 2016 geplant, der Lieferbeginn für Sommer 2017,
Spread rechnet mit Gesamtinvestitionen von 1,6 bis 2 Milliarden Yen, in diesem geschätzten Betrag von umgerechnet bis
zu 15 Millionen Euro sind auch die F&E- und Prüfeinrichtungen
enthalten. Den jährlichen Absatz schätzt Spread auf ungefähr
eine Milliarde Yen. 1 Yen entspricht rund 0,75 Cent. Der geplante Standort ist die Kansai Science City in Kizugawa, im
Süden der Präfektur Kyoto.
Sechs Schritte zum Salat
Durch den Gebrauch von eigens für das Unternehmen entwickelten LED-Leuchten und der Entwicklung einer speziellen
Klimaanlage würden die Energiekosten um circa 30 Prozent
pro Salatkopf reduziert. Die Anfangsinvestitionskosten pro
Salatkopf seien um 25 Prozent reduziert. Alle diese Vergleichszahlen beziehen sich auf einen Vergleich mit der bestehenden Fabrikanlage von Spread in Kameoka.
Für die Automatisierung des Anbaus ist laut Spread die Firma Tsubakimoto Chain Co. zuständig, für das Managementsystem, das Nachfrage, Verkauf, Logistik und Anbau vorhersagen soll, die WIT Corporation.
Auch für die Zukunft haben die Japaner große Pläne: Innerhalb von fünf Jahren will das Unternehmen den Produktionsumfang auf täglich 500 000 Salatköpfe erweitern und sein
Franchisegeschäft im In- und Ausland vergrößern.
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Spread spricht von sechs Phasen der Fabrik-Produktion von
Salat: Säen, Keimen, Heranziehen der Keimlinge, Überführen in ein größeres Bett, Aufziehen des eigentlichen Salatkopfs und Ernte. Momentan noch in Arbeit ist nach Angaben
der Japaner eine Maschine, die in der Fabrik den Prozess
des Säens übernimmt, für die Bestätigung der Keimung sei
ebenfalls noch das menschliche Auge nötig. Alle anderen
Prozessschritte seien automatisiert, heißt es.
Fotos: Ishida
98 Prozent Wasser-Recycling
Das neuentwickelte System erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 180 Verpackungen pro Minute.
22
Laser gegen Lecks in MAP-Verpackungen
Frischelogistik | 5-2015
Die Anlage soll auch ein Vorzeige-Projekt für NahrungsmittelProduktion der nächsten Generation sein. Als wichtige Kriterien dafür hat Spread Umweltfreundlichkeit und niedrige
Kosten identifiziert. Wasser-Recycling soll es ermöglichen,
98 Prozent des für den Anbau benutzten Wassers in der
Fabrik zu recyceln. Man habe zudem eine Technologie zur
Kontrolle der Anbaubedingungen entwickelt, die eine stabile Produktion in jeder Umwelt weltweit ermögliche. Niedrige
Kosten sollen durch die vollständige Automation des Anbauprozesses erreicht werden, Spread sagt, dass durch die Vollautomatisierung der Prozesse von der Aussaat bis zur Ernte
die Arbeitskosten um 50 Prozent reduziert werden können.
Automatisierte Gemüsefabrik in Japan
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Teilladung – volle
Herausforderung
Hybrid gekühlt unterwegs
LTL-Netzwerk wächst
STI Freight Management baut seit Jahren sein europäisches Netzwerk für
24
LTL-Ausweitung bei STI
Für die Flexibilität bei LTL-Transporten
sorgen bei STI Multitemperatur-Trailer.
und profitieren von den kurzen Laufzeiten«, beschreibt Schüttke die Vorteile.
Herausforderung häufige Zu- und
Abladungen
Der LTL-Service ist für Disponenten
eine echte Herausforderung, vor allem
betriebswirtschaftlich. Denn STI muss
stets für eine optimale Auslastung der
eingesetzten Fahrzeuge sorgen. Anderenfalls rechnet sich der Transport
nicht. Zugleich sind die LTL-Lieferungen technisch anspruchsvoll: Viele
Lebensmittel, etwa Salat oder Fisch,
müssen bei exakt gleichbleibenden
Temperaturen transportiert werden.
Daher achten Disponenten und Fahrer
bei den häufigen Zu- und Abladungen
während der Transporte streng auf die
durchgehende Einhaltung der Kühlkette. Sensoren überwachen und dokumentieren lückenlos die erforderliche
Kühltemperatur in den Trailern. Wenn
es eine Abweichung gibt, alarmiert ein
GPS-gesteuertes Tracking- und TracingSystem automatisch Fahrer und Disponent. »Für uns und unsere Kunden
zählt die bestmögliche Kontrolle über
die sichere Lieferung der sensiblen Güter«, versichert Schüttke.
STI Freight Management nutzt seine
Erfahrung im Transport temperaturgeführter Güter seit vielen Jahren auch
für Logistik-Services in anderen Branchen. Angefangen bei Pharma-Logistik
über Lieferungen für die Systemgastronomie bis hin zu Transporten zur Versorgung von Kreuzfahrtschiffen.

Frischelogistik | 5-2015
D
er Kältemittelverdichter-Spezialist Bitzer hat für das neue Kühlaggregat L4 seiner finnischen
Tochter Lumikko einen neuen Hybridverdichter entwickelt. Der Hersteller
aus Sindelfingen spricht von einem
Blick in die Zukunft, denn in den kommenden ein bis zwei Jahren stehe die
Hybridtechnologie für die gesamte Lumikko Produktreihe zur Verfügung.
Die neue Anlage von Lumikko wiegt nur
rund 400 Kilogramm und ist damit laut
Bitzer deutlich leichter als vergleichbare Anlagen. Gerade bei mobilen Anwendungen ist das ein entscheidender
Vorteil, der die Nutzlast erhöht und
den Kraftstoffverbrauch reduziert. Der
integrierte Verdampfer braucht keinen
zusätzlichen Laderaum mehr und spart
damit Platz, ein Novum in dieser Leistungsklasse, so die süddeutschen Kältespezialisten. Die L4 ist für den Einsatz in
Lastkraftwagen mit mehr als 5,5 Tonnen
ausgelegt, beispielsweise für den Transport temperatursensibler Lebensmittel.
Diesel- und Elektromotor:
zwei Antriebsarten
Der Hybridverdichter der L4 lässt sich
mit gleich zwei Antriebsarten nutzen:
mit einem Dieselmotor als externer Antriebsquelle und mit eingebautem Elektromotor. Im Dieselbetrieb fungiert der
Elektromotor des Hybridverdichters als
Generator. So ist für die weiteren elektrischen Komponenten im System wie Lüfter, Heizung und Steuerung kein weiterer
Generator erforderlich. Im Tiefkühlbetrieb erreicht die L4 laut Hersteller eine
Kälteleistung von rund 4 kW – sowohl für
den Betrieb mit Diesel- als auch mit Elektromotor. Im Normalkühlbetrieb sind es
bei beiden Antriebstechniken rund 8 kW.
Flexibel ist die L4 bei den Kältemitteln:
Neben R404A lässt sie sich unter anderem mit R452A betreiben. Den Hybridverdichter fertigt Bitzer im weltweiten Kompetenzzentrum für Hubkolbenverdichter
in Schkeuditz, Lumikko produziert die L4
in Finnland. Vorgestellt hat Lumikko die
L4 gemeinsam mit dem neuen Hybridverdichter erstmals Ende Juni 2015 auf
der Messe »Logistiikka-Kuljetus 2015«
in Helsinki. In Deutschland sind Kühlaggregat und Verdichter vom 24. bis zum
27. September auf der Messe Nufam in
Karlsruhe auf dem Stand von Careunit zu
sehen.
Serienfertigung ab zweitem
Quartal 2016
»Der gesamte Antriebsstrang ist ausgesprochen kompakt und leistungsstark«, sagt Tobias Fuhrer, Market Sector Manager Truck & Trailer von Bitzer,
mit Blick auf den Hubkolbenverdichter.
»Das kompakt aufgebaute Leichtgewicht L4 ist ein richtiges Powerpack,
das in seiner Klasse Maßstäbe setzt.
Ein wichtiger Schritt in die Zukunft –
und die Hybridtechnologie ist dabei
entscheidend für Bitzer.« Noch im Oktober 2015 soll laut Bitzer der Feldtest
des neuen Hybridverdichtersystems
beginnen, dessen Serienfertigung für
das zweite Quartal 2016 geplant ist.
Ebenfalls neu ist das farbige Display,
das sich von den monochromen Ausführungen des Wettbewerbs unterscheiden soll. Gegenwärtig unterstützt
Foto: BITZER
U
temperaturgeführte Teilladungen aus.
Die LTL-Transporte (Less than full truck
load) geben den Lebensmittelherstellern und -händlern die Möglichkeit,
flexible Frachtmengen mit kurzen Laufzeiten zu buchen. Als kostensparende
Alternative zu Komplettladungen fahren die LKW bereits ab einer Palette zu
garantierten Festpreisen. Güter aller
drei Temperaturstufen, geladen auf
Multitemperatur-LKW rollen mehrmals
wöchentlich zu festen Fahrzeiten auf
34 Routen durch ganz Europa.
Das LTL-Netzwerk des Duisburger
Freight Managers basiert auf sechs Umschlagplätzen in Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden, Spanien und
Ungarn. Je nach Kundenbedarf nimmt
STI neue Linien in das Netzwerk auf.
»Unsere Kunden nehmen die Erweiterung der LTL-Linien gut an. Der Lebensmittelhandel schätzt die Möglichkeit,
mit kleinen Warensendungen testweise
in einen neuen Markt zu gehen«, so
Schüttke. Oft werden die Planer bei STI
von Händlern angefragt, ob sie bei der
Markerschließung mit dem TeilladungsService behilflich sein können. Um den
Ausbau von Cash-und-Carry-Märkten
in Südosteuropa zu unterstützen, hat
das Unternehmen zum Beispiel kürzlich
einen neue LTL-Linie zwischen Ungarn
und Rumänien eröffnet. Zu festen Abfahrtszeiten und von verschiedenen Ladestellen in Ungarn transportieren die
LKW der Duisburger zwei Mal wöchentlich temperatursensible Güter nach
Rumänien und zurück. STI ist nach eigenen Angaben einer der ersten Dienstleister im Land, der diesen LTL-Service
für alle Kühlstufen bietet. »Die Kunden
sparen vor allem an Transportkosten
Ein von Bitzer entwickelter maßgeschneiderter Hybridverdichter für mobile Anwendungen
für das neue Lumikko Kühlaggregat L4 ist auf der Nufam 2015 auf dem Messestand von
Careunit als (fast) Weltneuheit zu sehen.
Foto: STI Freight Management GmbH
Feste Routen für frische Lebensmittel ohne gleich eine ganze
LKW-Ladung zu verschicken erhöhen für Kunden die Flexibilität.
STI Freight Management transportiert solche temperaturgeführten LTL-Sendungen durch Europa.
nzählige frische und verderbliche
Güter werden tagtäglich durch
Europa gefahren. Lebensmittelhandel und Gastronomie benötigen
laufend neue Lieferungen für ihre Sortimente. Lachs aus Norwegen, Salat aus
Italien oder Camembert aus Frankreich:
Kunden und Gäste haben die große
Auswahl. Die dauerhafte Rund-umVersorgung mit frischen Lebensmitteln
ist eine logistische Herausforderung.
Um einen wichtigen Teil innerhalb der
Lieferkette kümmern sich spezialisierte
Transportdienstleister. Der Kontraktlogistiker STI Freight Management mit
Hauptsitz in Duisburg ist einer von ihnen, er verlädt europaweit sensible,
temperaturgeführte Güter und trägt
Verantwortung für die punktgenaue Anlieferung und die durchgehende Einhaltung der Kühlkette. »Zusätzlich zu den
hohen Sicherheitsstandards verlangt
die Lebensmittel-Branche zunehmend
flexible und kostengünstige Transportlösungen«, erklärt Kai Schüttke, Geschäftsführer von STI Freight Management. »Unsichere Marktentwicklungen
und der hohe Wettbewerbsdruck führen
zu immer kleineren Lagerbeständen
– Händler kalkulieren nur noch just
in time.« Kühllogistiker wie STI haben
sich auf die gestiegenen Anforderungen eingestellt und bieten feste Routen
mit kleinen Warenmengen zu häufig
wechselnden Destinationen an. Denn
für viele Lebensmittellieferungen sind
Komplettladungen oftmals nicht mehr
rentabel.
Fahrzeuge, Aufbauten, Trailer
2
Die L4 wurde als Weltpremiere auf der
Messe »Logistiikka-Kuljetus 2015« in
Helsinki vorgestellt.
das Display die Sprachen Deutsch, Englisch, Schwedisch, Finnisch und Hebräisch – weitere Sprachen sollen folgen.
Flächendeckender Service
Kühlaggregat und Verdichter lassen sich
laut Bitzer einfach einbauen und leicht
warten, weil alle Teile sehr gut zugänglich sind. Lange Intervalle würden hier
die Kosten senken, zudem steht den
Anwendern ein Servicespezialist zur Seite: 2014 hat Lumikko mit Careunit einen
exklusiven Vertriebs- und Servicevertrag
geschlossen. Das Unternehmen mit
Sitz in Bochum vertreibt und wartet in
Deutschland und Österreich Kühlaggregate und bietet mit 62 Servicestationen
sowie mehr als 300 Einsatzfahrzeugen
ein flächendeckendes Servicenetz. 
Peter Schaufler überraschend gestorben
Der langjährige Bitzer-Chef Senator h. c. Peter Schaufler ist im Alter von 74 Jahren unerwartet in Salzburg gestorben, wie das Unternehmen am 18. August mitteilte. Er leitete als
CEO und Inhaber 36 Jahre lang die Geschicke des Traditionsunternehmens und hat es zum
weltgrößten unabhängigen Hersteller von Kältemittelverdichtern gemacht. Mit 3 400 Mitarbeitern in mehr als 90 Ländern und einem Umsatz von 657 Millionen Euro ist Bitzer heute 50-mal so groß wie 1979, als Schaufler die Geschäftsführung übernahm. Mit der 2005
gegründeten The Schaufler Foundation verfolgte der Mäzen Schaufler das Ziel, Unternehmertum, Wissenschaft, Forschung und Kunst zusammenzuführen, sie ist unter anderem
Hauptsponsor des Valerius-Füner-Preises der Hochschule Karlsruhe für Maschinenbaustudenten mit dem Schwerpunkt Kälte-, Klima- und Umwelttechnik. 2007 stiftete Schaufler an
der TU Dresden die Bitzer Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik. Seit 2010
wird im »Schauwerk Sindelfingen« auf dem Bitzer-Firmengelände die renommierte Sammlung zeitgenössischer Kunst des Ehepaars Schaufler ausgestellt. Ebenfalls 2010 wurde
Schaufler das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Hybridverdichter für mobile Anwendungen
25
Inhalt
Inhalt...................
Kältetechnik und Kühlmöbel
Spar spart Treibhauspotenzial
Eine der größten transkritischen CO2-Verbundanlagen im deutschsprachigem Raum entsteht
derzeit in der oberösterreichischen Spar-Zentrale in Marchtrenk. Beim Umbau des Logistiklagers
während des laufenden Betriebs wird die gekühlte Fläche gleichzeitig auf 10 700 Quadratmeter
erweitert. Die drei CO2-Verbundanlagen für das Projekt liefert Hauser.
Ü
österreich und angrenzenden Teilen
von Niederösterreich. Auf rund 7 000
Quadratmetern gekühlter Fläche und
weiteren Lagerflächen für Trockensortiment werden hier verschiedene
Lebensmittel bevorratet. Da sich der
Warenumschlag in den letzten Jahren
vervielfacht hat, wird 2015 und 2016
weiter in den Standort investiert. Das
steigende Produktsortiment und die
Belieferung von immer mehr Märkten
in der Region erforderten die Umstellung auf eine leistungsfähigere Technik
in der Kühlhalle und einen Ausbau der
gekühlten Fläche auf 10� ������������
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700 Quadratmeter. Die Umbaumaßnahmen werden
in zwei Bauetappen bis Ende Mai 2015
sowie ab Mitte 2016 realisiert. Eine
große organisatorische Herausforderung für Projektteam und Monteure
stellt der Umbau während des laufenden Betriebes dar; in den Lagerhallen
herrscht ja normalerweise reger Betrieb, Dutzende Lagermitarbeiter fahren mit Staplern durch die Regalreihen
und bereiten Milchprodukte, Gemüse
und andere frische Lebensmittel für
ihren Weg in die Spar-Geschäfte vor.
Die Demontage der alten Anlage und
die Montage der neuen Anlage müssen gut koordiniert werden, damit ein
reibungsloser Betrieb sichergestellt
ist. Umfassende Kommunikation, Termintreue sowie vorausschauendes
Denken und Handeln aller Beteiligten
sind bei einem so komplexen Projekt
unerlässlich.
der bisherigen R404A-Kälteanlage und
die Errichtung einer neuen Anlage mit
R134a geplant. Aufgrund unseres Hinweises auf die neue F-Gase-Verordnung, die strengere Emissionsauflagen
für Gewerbekälteanlagen ab 2020 vorsieht, entschied man sich aber für die
nachhaltigere Lösung mit CO2.« Mittels
Wärmerückgewinnung könnte künftig
noch mehr Energie eingespart werden,
deshalb wurden die entsprechenden
Anschlüsse gleich mit vorgesehen.
Mit dem Umbau wird sich die installierte Kälteleistung verdoppeln und
beträgt nach Fertigstellung 1,38 Megawatt, die sich auf drei transkritische
Verbundanlagen mit je 550 Kilogramm
CO2 als Kältemittel aufteilen. CO2 als
Kältemittel verfüge über zahlreiche
Vorteile, betont Hauser: Es sei emissionsneutral, ungiftig, kostengünstig
und viel energieeffizienter als synthetische Kältemittel – bei weniger als
einem Tausendstel des Treibhauspotenzials!
Zugluftreduzierte Luftverteilung
Die in der CO2-Verbundanlage erzeugte Kälte wird über 62 Verdampfer und
drei Lüftungsregister gleichmäßig im
Kühllager verteilt. Die Besonderheit
in der Luftverteilung liegt in der zugluftreduzierten Luftverteilung mittels
Luftsäcke, die die Arbeitsbedingungen
und das Wohlbefinden für die rund 370
Mitarbeiter im Lager entscheidend verbessern soll.
Die Sicherheit des Personals stand bei
der Planung der Anlage generell im
Fokus; rund 50 CO2-Sensoren sorgen
dafür, dass die gesetzlich geregelten
MAK-Werte nicht überschritten werden
und warnen die Arbeiter frühzeitig im
Falle einer steigenden CO2-Konzentration in der Luft. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme im Notfall dienen sogenannte »Shut-Off-Ventile«, welche
über die Gaswarnanlage angesteuert
werden und die Rohrleitungen einzelner Bereiche sofort von der Versorgung
durch die Verbundanlage absperren.
Projekt-Eckdaten
Gekühlte Fläche: 10 700 m²
Gekühltes Volumen: 51 000 m³
Lagertemperatur: 4 bis 6 °C, 10 bis 12 °C
Kälteleistung: 1,38 MW (drei transkritische Verbundanlagen mit je 500 Kilogramm CO2), je Anlage zwei parallele
Gaskühler
62 Verdampfer
33266 gr kracht Anz Frischelog 210x149_Layout 1 11.02.13 16:29 Seite 1
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Umrüstung statt
Weiterverwendung
Hauser-Projektleiter Dominik Barth
erzählt, wie es zur Umsetzung dieses
Projektes kam: »Ursprünglich war für
den Umbau eine Weiterverwendung
Trotz zahlreicher namhafter Referenzen
im Gewerbekälte- und Kühlhausbereich
ist eine transkritische CO2-Kälteanlage
dieser Größenordnung für Hauser dennoch etwas Neues und eine wertvolle
Referenz für den Linzer KältetechnikKomplettanbieter, erzählt Projektleiter
Barth: »Es ist schon aufregend, Teil dieses Projektes zu sein. Maßgeschneiderte Lösungen, kompetente Beratung und
die Begleitung unserer Kunden durch
alle Projektphasen stehen für uns im
Vordergrund. Wir freuen uns, dass uns
Spar die Umsetzung anvertraut hat.«
Immer und überall die
richtige Temperatur mit
der Große-Kracht-Gruppe
SPRING Werbeagentur
berall,
wo
Lebensmittel
produziert, verarbeitet oder
gelagert werden, stellt der
Energieverbrauch für die Kühlung einen
erheblichen Kosten- und Umweltfaktor
dar. In der Größenordnung eines
Kühllagers umso mehr; zudem
müssen eine lückenlose Kühlkette,
ein schonendes Handling der Waren
und angenehme Arbeitsbedingungen
für die Mitarbeiter sichergestellt sein.
Spar legt großen Wert darauf, dass
auch alle Investitionen die Kriterien
der Nachhaltigkeit und Regionalität
erfüllen. Als
����������������������������
Partner mit dem entsprechenden Know-How für Kältetechnik
fand sich für den Umbau eines Logistiklagers die Firma Hauser.
Die oberösterreichische Zentrale von
Spar in Marchtrenk ist der zentrale
Umschlagplatz für die Belieferung von
307 Spar-Standorten in ganz Ober-
Kältetechnik und Kühlmöbel
2
Soll die größte transkritische CO2-Verbundanlage im deutschsprachigem Raum beheimaten: das Spar-Lager in Marchtrenk.
26
Transkritische CO2-Verbundanlage in
Spar-Zentrale in Oberösterreich
Frischelogistik | 5-2015
Temperaturprobleme sind Schnee von gestern mit neuster Kälte- und Klimatechnik von Große Kracht und Thermo King. Unser Unternehmen liefert
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Inhalt
Transport und Logistik
Inhalt...................
Knecht Robrecht
Full Service jetzt
auch mit Abfall
Der mobile Roboter MiR100 sorgt in einem dänischen Krankenhaus
für die Entlastung der Mitarbeiter von monotonen sowie zeitintensiven
Transportaufgaben wie Medikamententransport.
Eine von Meyer QSL und Interseroh entwickelte Branchenlösung
soll in der Systemgastronomie Aufwand und Kosten beim Abfallmanagement reduzieren.
D
as dänische Krankenhaus Sygehus Sønderjylland in
Sønderborg hat einen neuen Mitarbeiter – »Ejner«. Damit ist der flexible und einfach zu bedienende mobile
Roboter von Mobile Industrial Robots gemeint, der nun autonom interne Transportaufgaben übernimmt. Auf diese Weise
stellt sich das Krankenhaus den hohen logistischen Ansprüchen der Branche. Heute werden bis zu vier Mal so viele Aufgaben mit dem mobilen Helfer erledigt wie mit der ursprünglich eingesetzten Technologie. Die Mitarbeiter werden so von
zeitintensiven und monotonen Aufgaben befreit und können
ihre frei gewordenen Ressourcen besser einsetzen.
Foto: MiR
I
Simple Lösung für komplexe Herausforderungen
Die logistischen Herausforderungen sind im Gesundheitswesen und vor allem auch in Krankenhäusern oft sehr komplex: die Entsorgung von Müll sowie der Transport von Bettwäsche, Medikamenten, Blutkonserven und mehr müssen
tagtäglich gewährleistet werden. »Unsere Ansprüche waren
von Anfang an sehr hoch«, gibt Poul Martin Møller zu, der
die interessante Position des Chief Robotics Officer (CRO)
im Krankenhausverband Sygehus Sønderjylland (SHS) der
Region Syddanmark innehat. »Zum Beispiel müssen Medikamente jeden Tag für wichtige Behandlungen unserer Patienten geliefert werden, und das pünktlich. Eine Störung
beim Transport käme daher nicht in Frage.«
Die Lösung fand das Krankenhaus in Sønderborg in dem
multifunktionsfähigen Transport- und Ziehsystem MiR100,
das sich den individuellen Anforderungen des Krankenhauses anpassen lässt. So kann die mobile Transportlösung
um unterschiedliche Aufsatzmodule ergänzt werden. Heute
transportiert Roboter »Ejner« lebensnotwendige Medikamente für Chemotherapie und weitere Behandlungen aus
dem Labor in die jeweilige Abteilung. Zukünftig soll so zum
Beispiel auch die Entsorgung von Müll vom MiR100 erledigt
werden, so Hersteller Mobile Industrial Robots. Das Team
um Møller ist begeistert: »Der Roboter ist wie ein Kreisverkehr: genial, simpel, einfach.« Die Akzeptanz seitens der
Mitarbeiter war nach Angaben von MiR sehr hoch, da sie so
von ihren monotonen Aufgaben entlastet werden.
Wartung von jedem Elektriker
Die Investition hat sich für Møller und sein Team in jedem Fall
schon jetzt gelohnt. Heute können vier Mal so viele Aufgaben erledigt werden als noch vor einem Jahr, berichtet MiR.
Die Amortisationszeit gibt der Hersteller für den Einsatz in
Sønderborg mit zehn Monaten an. »Unsere Mitarbeiter sollen ihre Zeit nicht in monotone und zeitintensive Aufgaben
investieren, das ist nicht die Zukunft. Denn schließlich ha-
28
Mobiler Roboter im Krankenhaus-Einsatz
Supply Chain und Management
2
Im Krankenhaus Sygehus Sønderjylland in Sønderborg
unterstützt der mobile Roboter von MiR schon heute die
Mitarbeiter zum Beispiel im Labor.
ben sie Kopf und Hände, die auch genutzt werden sollten«,
erklärt Møller.
Zudem erlaubt die Technologie des MiR100 laut Hersteller
eine unkompliziert durchführbare Wartung. »Wir sind unser
eigener Support, da jeder Elektriker bei uns im Haus den Roboter warten kann. Das senkt unsere Betriebskosten massiv.
Gleichzeitig erzeugt der MiR Schnittstellen, mit denen die Anwender arbeiten können. Zusätzlich war es uns wichtig, dass
wir kein zusätzliches Personal für die laufende Bedienung
brauchen. Denn der Roboter arbeitet autonom und muss daher im laufenden Betrieb nicht überwacht werden«, erklärt
CRO Møller. Auch das Fahren mit dem Fahrstuhl sei mit dem
mobilen Roboter im Krankenhaus von Sønderborg möglich.
Dabei verbindet sich der MiR100 mit dem W-Lan des Aufzugs
und kann so selbstständig Transporte erledigen.
Auch im deutschen Markt
Mobile Industrial Robots hat jüngst seinen Markteintritt in
Deutschland verkündet und positioniert seinen MiR100 als
einen flexiblen, einfach zu bedienenden mobilen Roboter,
der zudem kostengünstig sei. »Gerade die Hausforderungen im Gesundheitswesen stellen oftmals ein komplexes
logistisches Unterfangen dar. Langwierige, repetitive Transportaufgaben können dank der mobilen Helfer vollautomatisiert übernommen werden. Wir freuen uns, dass wir mit
unserem MiR100 Agilität sowie Flexibilität im Krankenhaus
in Sønderborg optimiert haben«, so Thomas Visti, CEO bei
Mobile Industrial Robots. Neben solchen Einsätzen im Gesundheitswesen setzt das dänische Unternehmen auch auf
die Bereiche Industrie und Logistik, da auch hier Automatisierung eine immer bedeutendere Rolle spiele.

Frischelogistik | 5-2015
n Zusammenarbeit mit dem Umweltdienstleister Interseroh, einer Tochter
des Recyclingspezialisten Alba Group,
hat Meyer Quick Service Logistics (QSL)
eine integrative Branchenlösung für
die Rücknahme und Verwertung von
Verkaufsverpackungen entwickelt. Die
beiden Unternehmen wollen mit ihrem
gemeinsamen Konzept die Lizenzierungskosten von Verkaufsverpackungen optimieren. Zudem übernehmen
sie sämtliche administrative Aufgaben
und haben ein transparentes Reporting
zur Verfolgung der Mengenströme
entwickelt. Durch die Bündelung der
Organisation von Entsorgungs- und
Zahlungsströmen versprechen QSL und
Interseroh dank ihrer Branchenlösung
auch eine deutliche Effizienzsteigerung. Für einen ersten Kunden setzen
die beiden Partner das Konzept nach
eigenen Angaben bereits deutschlandweit erfolgreich um.
Verschärfte Bedingungen durch
Verpackungsverordnungs-Novelle
Als Umweltdienstleister mit langjähriger Erfahrung steuert Interseroh das
fachliche Know-how bei, um die neue
Branchenlösung auch entsprechend
der durch die jüngste 7. Novelle der
Verpackungsverordnung verschärften
Bedingungen anbieten zu können. Um
alle Bedingungen der Verordnung einzuhalten, braucht es laut der Experten
nicht nur exakte Kenntnis über Materialart und Menge der entsorgten, sondern auch der angelieferten Verkaufsverpackungen. Das Zahlenmaterial für
die Anlieferung liefert QSL. Doch die
Dienstleistung der Supply Chain-Spezialisten von QSL und der RecyclingSpezialisten von Interseroh umfasst
noch mehr: Sie regeln die gesamte
Organisation des Abfallmanagements
mit allen Nachweis- und Dokumentationspflichten sowie sämtliche Abrechnungsströme in diesem komplexen
Prozess. Interseroh kümmert sich um
die Organisation der Abholung und der
Verwertung der Verpackungen.
Franchisenehmer profitieren
Insbesondere die Franchisenehmer
von Gastronomieketten profitieren
laut QSL und Interseroh: Denn das optimierte Abfallmanagement spiegele
sich auch in den durch die Hersteller
an die Franchisenehmer weitergegebenen Kosten wider.
QSL ist dank der Zusammenarbeit
mit Interseroh nun in der Lage, sein
bestehendes Full-Service-Angebot an
klassischen Logistiklösungen durch
umfassende Abfallmanagementkonzepte zu erweitern. »Wir treiben damit die Integration der Supply ChainProzesse, die wir unseren Kunden
anbieten, weiter voran und können
einen zusätzlichen Tätigkeitsbereich übernehmen, der nicht zu ihren Kernprozessen gehört«, erklärt
QSL-Geschäftsführer Florian Entrich.
»Die Lösung, die wir gemeinsam mit
Interseroh erarbeitet haben, ist für
alle Unternehmen aus der Systemgastronomie interessant, denn sie ist
auf die spezifischen Anforderungen
der Branche zugeschnitten und spart
außerdem Zeit, Geld und Aufwand.«
Ralf Tölle, Vertriebsleiter Recycling
Solutions bei Interseroh, ergänzt:
»Wir haben gemeinsam eine neue Dimension des Full-Service-Gedankens
erarbeitet und können so eine schlagkräftige Branchenlösung für die Systemgastronomie anbieten. Unsere
Gastronomiekunden erhalten damit
eine optimal zugeschnittene Lösung
für ihr Abfallmanagement.«

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Abfallmanagement in der Systemgastronomie
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Lager- und Regaltechnik
Achterbahn für
Arzneimittel & Co.
SSI Schäfer kooperiert mit Hersteller der auch bei Kühlwaren eingesetzten Rowa-Automaten
Für die Prüfung und Sortierung von Batch-Einheiten setzt die Versandapotheke
Aponeo auf eine zweistufige Kommissionierung von SSI Schäfer. Damit soll der
als Schwachpunkt identifizierte Wareneingangsprozess optimiert werden.
E
in paar Klicks und schon sind die
benötigten Medikamente oder Gesundheitsprodukte online bestellt
und bezahlt. Immer mehr Menschen
nutzen den Service von Versandapotheken im Internet. Um die bestellten
Waren auch zügig ausliefern zu kön-
nen, hat das Berliner Unternehmen
Aponeo in einem Pilotprojekt mit SSI
Schäfer einen Batch Pick ‘n Scan Sorter installiert.
Aponeo zählt heute zu den zehn größten Versandapotheken in Deutschland. Das Produktsortiment umfasst
140 000 Artikel. Kunden können hier
sowohl rezeptpflichtige als auch rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Kontaktlinsen sowie
Kosmetika und Wellness-Produkte
bestellen. 4 000 Pakete verlassen
täglich das Warenlager der OnlineApotheke, die inzwischen 850 000
Kunden betreut.
Wachstum erfordert
Automatisierung
Bis zu 4 500 Artikel – von kleinen Schachteln über Tuben bis hin zu Blisterverpackungen und Tüten – erfasst und sortiert der Batch Pick´n Scan Sorter pro Stunde.
30
Lager- und Regaltechnik
2
Kommissionierungs-Achterbahn für Arzneimittel
Im Hinblick auf das Wachstum des Unternehmens erwies es sich als unumgänglich, einen Teil der Distribution
zu automatisieren. Daher entschied
sich Aponeo, den bestehenden Sortierprozess in ihrem Lager durch ein
neues Konzept zur Überprüfung und
Sortierung durch Batch-Einheiten von
SSI Schäfer zu ersetzen. Das Ziel war
eine Hochleistungssortierung der vom
Pharmagroßhandel angelieferten Produkte. Diese wurde durch sogenannte
Auftrags-Batches und einer automatisierten Kontrolle mit Fotodokumentation bei der Sortierung im Wareneingangsprozess erreicht. Die Lösung von
SSI Schäfer basiert auf einem zweistufigen Kommissionierprozess, der den
gesamten Ablauf erheblich effizienter
gestaltet.
In der ersten Kommissionierphase
werden die Großhandelsprodukte in
Batches vorsortiert. Die Vereinzelung
der Produkte erfolgt automatisch auf
einem Förderband, welches die Artikel einer speziellen Schäfer Scan
Maschine zuführt. Diese erfasst und
dokumentiert jedes Produkt von allen
Seiten via Kamera, bevor die einzelnen
Teile per Gondel zu zwölf Befüllschächten mit darunter wartenden Behältern
Frischelogistik | 5-2015
SSI Schäfer und das Medizintechnikunternehmen Carefusion haben Mitte August
einen Kooperationsvertrag unterschrieben und wollen ihre Zusammenarbeit im
Bereich der Pharmabranche vertiefen.
Carefusion bietet mit den Rowa Automatisierungssystemen individuelle Lösungen
für das automatisierte Medikamentenhandling in Krankenhäusern, Apotheken,
Versandapotheken und bei Großhändlern
an. Weltweit mehr als 5 500 installierte Anlagen werden von Carefusion am
Standort Kelberg/Eifel gefertigt, vor Ort
montiert und im laufenden Betrieb betreut. Die Rowa Automaten erfassen, lagern und kommissionieren Medikamente
nach Angaben von SSI Schäfer vollautomatisch auf engstem Raum. Im Bereich
pharmazeutische Kommissionierung werden die Rowa Systeme insbesondere für
Langsam- und Mitteldreher sowie in den
Bereichen BTM und Kühlware eingesetzt.
Zukünftig wollen beide Unternehmen
zusammenarbeiten, um ein aufeinander
abgestimmtes Angebot an kundenspezifischen Logistiklösungen in einem einheitlichen Design für die Pharma- und Gesundheitsbranche liefern zu können. Mit
der Vereinbarung sollen dazu verschiedene Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Projektmanagement, Installation
und Service vereint werden. Insbesondere der pharmazeutische Großhandel, Dis-
tributoren und Versandapotheken sollen
zukünftig von der Kooperation profitieren,
so SSI Schäfer und Carefusion. »Dank jahrelanger Erfahrung ist SSI Schäfer auf dem
Gebiet der Lagerung und Verteilung von
Pharmaprodukten führend. Die Rowa Automaten ergänzen unser Produktportfolio
zur Kommissionierung von mittel- und
langsamdrehenden Produkten sowie im
Bereich Kühlware, Betäubungsmittel und
Retouren. Dabei bieten sie eine vollautomatische integrierte Seriennummern-,
Ablaufdatum- und Chargenerfassung bei
einer sehr hohen Lagerdichte«, erläutert
Manfred Preiß, Vice President Global Sales von SSI Schäfer.
geleitet werden. Bis zu 4 500 Artikel
werden durch den Sorter pro Stunde
sortiert.
In der zweiten Kommissionierphase erfolgt der abschließende, patientenfertige Sortierprozess. Dazu werden die
vorsortierten Aufträge in Batch-Behäl-
tern auf Rollwagen geladen und zum
Warenausgangsbereich gebracht. Dort
werden sie in eines von sechs Regalen
zwischengelagert, bevor sie ihren Weg
zum Kunden antreten.
»Der Wareneingangsprozess war definitiv unser Schwachpunkt. Mit der
neuen Prüf- und Sortierlösung konnten
wir unsere Durchlaufzeiten halbieren
und sind 100 Prozent fehlerfrei. Außerdem sind wir bereit für die anstehende
Dokumentations- und Nachweisrichtlinie«, resümiert Patrick Luig, Technischer Leiter bei Aponeo.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch SSI Schäfer Geschäftsführer Rainer Buchmann (rechts) und CareFusion/Rowa Geschäftsführer
Dirk Wingenter in Graz.
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31
Inhalt
Inhalt...................
Fahrzeuge, Aufbauten, Trailer
Möglichkeiten dank
Multitemp
Rennpower mit cooler Unterstützung
Die Berliner Reinert Logistics setzt zum Transport unterschiedlich temperierter
Güter in seinen neu angeschafften Trailern die Kühlmaschine Vector 1950 MT
von Carrier Transicold ein.
S
eit März vergangenen Jahres liefert Reinert Logistics an eine Supermarktkette auch temperierte
Waren an Märkte im Großraum Berlin
aus. Dafür hat das Logistikunternehmen seine Flotte mit 50 Kühlaufliegern
aufgestockt. Damit jede Kammer korrekt temperiert werden kann, hat sich
Reinert Logistics für den Vector 1950
MT von Carrier Transicold entschieden.
Er zeichnet sich durch eine hohe Kühlleistung dank eines leistungsstarken
Luftstroms aus, den der große Zusatzverdampfer MVS 2200 liefert. Die Wahl
des Kühlaggregats ist für René Reinert,
Geschäftsführer des Unternehmens,
Chefsache: »Wir haben bisher nur gute
Erfahrungen mit den Kühlaggregaten
von Carrier Transicold gemacht. Daher
statten wir bereits seit 2011 alle Fahrzeuge mit diesen aus.«
32
Leidenschaft, Teamwork und technische
Spitzenleistungen – das gehört zum Truck
Race. René Reinert nimmt an der FIA European Truck Racing Championship teil,
er liegt derzeit mit seinem MAN auf Platz
sechs der Fahrerwertung. Auch Carrier
Transicold identifiziert sich mit den Attributen Leidenschaft, Teamwork und technische Spitzenleistungen und hat sich daher
entschlossen, das Team Reinert Racing in
dieser Saison als Sponsor zu unterstützen.
Dicht gefolgt wird Reinert in der Gesamtwertung der European Truck Racing Championship von seiner Teamkollegin Stephanie
Halm auf Rang acht. Sie ist auch das Aushängeschild der Kampagne »Women behind the
wheel«, die Reinert beim 5. Lauf der EM, dem
Truck Grand Prix am Nürburgring Ende Juni,
vorstellte. Der Unternehmer strebt an, den
Kraftfahrerberuf für Frauen attraktiver zu machen. Das Berufsbild habe sich in den letzten Jahren massiv geändert und werde bald
noch ganz anders sein. Der Aufgabenbereich
des LKW‐Fahrers werde sich noch weiter ändern und böte gerade auch für Frauen eine
interessante Berufsmöglichkeit. Reinert Logistic will in nächster Zeit sein Kontingent
von derzeit zehn LKW‐Fahrerinnen auf hundert aufstocken. Dazu will das Unternehmen
interessierten Frauen den Führerschein und
die Berufsausbildung finanzieren.
Rasender Reinert, in dieser Saison auch dank Sponsoring von Carrier
viel leiser ist als der Vorgänger«, sagt der Niederlassungsleiter. Das wirkt sich auch positiv auf die Fahrer und die Gemeinden aus. »Der Kunde ist König,« sagt Geschäftsführer
Reinert, »die Flexibilität und die Leistungsstärke des Vector
1950 MT hilft uns dabei, unserem Motto treu zu bleiben.«
den. Die Carrier Transicold Servicecenter spielt Kunden auf
Wunsch ein kostenloses Update auf ihre bereits im Markt
befindlichen Vector 1350-Geräte.

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Neue Software, mehr Leistung
Reinert hat seine Flotte mit 50 Kühlaufliegern aufgestockt.
Touren optimiert
Mit der Konfiguration aus Vector 1950
MT und dem großen Zusatzverdampfer konnte Reinert Logistics die Touren optimieren. Das war besonders
wichtig für den Kunden. »Wir können
bei Bedarf drei Kammern im Auflieger
einrichten und mit unterschiedlichen
Temperaturen fahren«, sagt Marko
Petschick, Projektleiter und Niederlassungsleiter bei dem Logistikdienstleister in Lübbenau, einer von sieben Niederlassungen von Reinert Logistics. So
kann das Unternehmen beispielsweise
Frischwaren im Temperaturbereich von
-1,5 °C bis zu 2 °C im hinteren Bereich
des Aufliegers laden. In der mittleren
Kammer liegen Obst und Gemüse; im
Bereich der Tür findet die Tiefkühlware
im Bereich von -18 °C und kälter Platz,
die dann vom Zusatzerdampfer gekühlt wird.
Fahrzeuge, Aufbauten, Trailer
2
Mit der Konfiguration aus Vector 1950 MT und dem großen Zusatzverdampfer
konnte Reinert Logistics seine Touren mit Multitemp optimieren
Flexibel bleiben
Reinert Logistics bekommt die Touren für den kommenden Tag gegen 14
Uhr. Dann kann die Planung für die 39
Märkte im Raum Berlin und Brandenburg beginnen, die das Unternehmen
mit Sitz in Schleife in der Oberlausitz
beliefert. Im wöchentlichen Durch-
Flexibilität dank Multitemp bei Reinert
schnitt transportiert das Unternehmen
dabei 6 500 bis 7 500 Paletten.
Die Wahl der Fahrzeug-Ausstattung
hat auch Petschik überzeugt. »Der
Verbrauch der Kühlaggregate hat uns
positiv überrascht. Zudem haben wir
den Eindruck, dass das Vector 1950
MT Aggregat leichter zu bedienen und
Frischelogistik | 5-2015
Carrier Transicold hat Anfang August mitgeteilt, dass das
Unternehmen das Kühlaggregat Vector 1350 überarbeitet hat. Die Kühlmaschine habe eine neue Software und
mehr Leistung erhalten. Zudem sei sie jetzt leiser als der
Vorgänger. Mit einer Kühlleistung von bis zu 13 100 Watt
verfügt das Aggregat jetzt über noch mehr Power für den
Transport von verderblichen Gütern. Dank des geringeren
Lautstärkepegels von 69 Dezibel sorge der Vector 1350 für
einen erhöhten Komfort für Fahrer und die Nachbarschaft
im Zuge der Anlieferung. Das Aggregat überzeuge zudem
mit seinen gerade mal 643 Kilogramm Gewicht. Der 1,1
Liter-Motor reduziert den Kraftstoffverbrauch laut Carrier
um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum zu ersetzenden
Aggregat – das habe die CEN Partial Load Test Norm bewiesen. Er treibt sowohl einen Kompressor, als auch einen
Generator zur Versorgung des Lüftungssystems mit Energie
an. Durch die Nutzung von drei elektrisch angetriebenen
Lüftern hat der Hersteller die Zuverlässigkeit nach eigenen Angaben erheblich erhöht. Des Weiteren benötigt das
Vector 1350 dank »Microchannel«-Technologie 27 Prozent
weniger Kältemittel als sein Vorgängermodell, die Maxima
1300. Weiterhin will das Aggregat durch seine neue, anwenderfreundliche Bedienbarkeit überzeugen. Für wichtige Funktionen gibt es spezifische Schalter und Symbole,
die für die Anwender unabhängig von der Sprache leicht
verständlich sind. Sie helfen potentielle, kostenintensive
Eingabefehler bei der Temperatureinstellung zu vermei-
cutive.
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33
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Messen und Veranstaltungen
Für Kennzeichnungs-Kenner
Ob für temperaturgeführte Lebensmittel oder, Stichwort Serialisierung und Fälschungsschutz,
für Pharmaprodukte: Verpackungen sind immer gut für Innovationen. Die Fachpack in Nürnberg
gibt Ende September einen Überblick.
M
essen wie die Fachpack oder
auch die Interpack werden
meist kurz und knapp als
»Verpackungsmessen«
bezeichnet.
Tatsächlich geht es auf ihnen um das
gesamte Produkt- und Dienstleistungsspektrum rund um »die« Verpackung in
all ihrer Vielfalt. Für den Frischelogistiker ist die Fachpack, die in diesem Jahr
vom 29. September bis 1. Oktober wie
stets in Nürnberg stattfindet, gleich auf
zwei Arten interessant: Zum einen auf
dem weiten Feld der Lebensmittel-Verpackungen, hier stellen die Lösungen
für temperaturgeführte Waren gleichsam die Königsdisziplin dar, schnelldrehend und mit hohen Ansprüchen
an Hygiene und Haltbarkeit. Zum anderen mit den Logistik-Lösungen, die die
Prozesse im Lager oder beim Transport
mit den zur Verfügung gestellten Informationen regeln.
Messen und Veranstaltungen
2
Fokusthema Kennzeichnen
und Etikettieren
Die Fachpack befindet sich in ihrem 36.
Messejahr, auch wenn die Zahl krumm
ist verweist die Nürnberg Messe als
Veranstalter in dem Zusammenhang
auf eine »grandiose Erfolgsgeschichte«: Was 1979 mit 80 Ausstellern und
rund 2 000 Besucher begann, sei
längst eine der europäischen Leitmessen rund um die Verpackung geworden
mit bei der letzten Auflage 1439 Austellern und 34 598 Besuchern. Diese
letzte Auflage fand 2013 statt, traditionell macht die Fachpack in Jahren,
in denen die Interpack in Düsseldorf
stattfindet, Pause von ihrem an sich
einjährigem Rhythmus.
Als Fokusthema auf dem Programm
2015 steht »Kennzeichnen & Etikettieren«. Damit will die Messe einen
umfassenden Überblick über Labels
aller Art gewähren, die zur Information (»smart labelling«) oder Dekoration (»nice labelling«) dienen. Effektive Etikettiermaschinen, innovative
Identifikations-, Codier- und Warensicherungssysteme, Track & Trace,
unterschiedliche
Trägermaterialien,
neueste Drucker und Druckverfahren
wie Digitaldruck und 3D-Druck, AutoID-Systeme, präzise Kennzeichnungsverfahren durch Laser oder Tinte und
vieles mehr gibt es zu entdecken.
Auch das Rahmenprogramm widmet
sich in vielen Beiträgen dem Thema:
Die Sonderschau »Smart Labelling
– ein Blick in die Zukunft« des Dortmunder Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik wartet in Halle
3A mit aktuellen Ergebnissen auf.
Best Practice Beispiele veranschaulichen die Trends aus Forschung und
Entwicklung im Bereich der Identifi-
zierungstechnologien, von standardisierten Track & Trace Systemen bis
hin zur Inventur mit Drohnen. Auf vier
Themeninseln präsentiert die Sonderschau die wesentlichen Wirtschaftszweige der Logistik: Produktion, Logistikdienstleister, IT und Handel.
Interessierte Fachbesucher erleben
neueste Technologien und können
diese auch ausprobieren.
Raum für fundierte Erweiterung des
eigenen Fachwissens, inspirierenden
Austausch, rege Diskussionen oder einen belebenden Kaffee im Messetrubel
bietet das »Forum Packbox« in Halle 4.
Dieses Vortrags-Format gibt es auf der
Messe im dritten Jahr, es präsentiert
im Dreiklang »Inspiration – Innovation – Information« Themen und Trends,
die die Branche beschäftigen, so eben
auch zum Fokusthema Kennzeichnen
und Etikettieren. In der Packbox geht
es zum Beispiel am Messe-Dienstag
von 13 bis 14:45 Uhr um Grundlagen
und Folgen für das Equipment der Serialisierung im Pharma-Bereich sowie
am Messe-Mittwoch von 10 bis 11:30
Uhr um Smart Labelling.
Am Pavillon »Etiketten & mehr«, der
in Halle 9 gemeinsam mit dem Verband der Hersteller selbstklebender
Etiketten und Schmalbahnconverter
konzipiert wird, präsentieren sich Etikettenhersteller, die in der täglichen
Praxis Lösungen für Kunden aus der
Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie sowie für den Handel fertigen.

Kurz-Info Fachpack
Wann?
29. September bis 1. Oktober 2015, täglich 9 bis 18 Uhr, am letzten Tag bis 17
Uhr
Wo?
Messezentrum Nürnberg, Hallen 1 bis 7A
und 9
Preis?
Tageskarte 40 Euro, Dauerkarte 45 Euro
Im Netz?
www.fachpack.de
Heimspiel für Beschriftungs-Spezialist
Mit dem Fokusthema Kennzeichnen und
Etikettieren auf der Fachpack 2015 sieht
die Bluhm Systeme GmbH die Nürnberger Ausstellung quasi als Heimspiel. Der
Anbieter von Beschriftungs- und Etikettier-Systemen präsentiert Eigenentwicklungen im Codier- und Etikettierbereich:
Themen rund um das Verpacken und Kennzeichnen stehen vom 29. September an für drei Tage in Nürnberg im Fokus.
einen Hochleistungsetikettierer, ein Etikettiersystem für individualisierte Weinflaschen, einen Etikettenspender, der
auch druckt sowie einen Tintenstrahldrucker, welcher in manchen Bereichen
auch ein Etikett ersetzen könne. Der
neue Hochleistungsetikettierer Legi-Air
6 000 etikettiert zum Beispiel durchlaufende, unterschiedlich hohe Kartons
und schafft bei Din A 6 Etikettenformat
und 500 Millimeter Produkthöhendifferenz laut Bluhm 2 250 Takte pro Stunde.
Der servo-motorisch betriebene SpendeApplikator aus Kohlefaser ist ein Leichtgewicht: Damit soll das System positionsgenauer und um bis zu 50 Prozent
schneller als mit einem pneumatisch
betriebenen Zylinder etikettieren, so der
Hersteller. Der Spende-Applikator wird
ohne Druckluft rein servo-elektrisch be-
wegt wird, nur für das Aufbringen des
Etiketts im Tamp-Blow-Verfahren kommt
Druckluft zum Einsatz.
Die Laser-Serie eSolarMark wurde laut
Bluhm komplett redesigned. Neben
einem neuen Look sei auch unter der
Haube gewaltig optimiert worden: So
gebe es für die neue Laser-Generation
e-SolarMark+ neue digitale Scanköpfe, mit denen große Mehrfachnutzen
im Verpackungsbereich wirtschaftlich
beschriftet werden können. Mehrfachnutzen sind mehrere Exemplare
eines Druckprodukts auf demselben
Druckbogen. Auch die Software sei
verbessert worden, sie ermögliche die
komplette Steuerung von mehreren
Einheiten, die als Slave an den MasterController angeschlossen werden.
Halle 1, Stand 141
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Foto: NürnbergMesse
Foto: Bluhm Systeme
Kältetechnik und Isolierpaneele für Kühlhäuser
34
Vorbericht Fachpack
Frischelogistik | 5-2015
Die Komplettlösung von HAUSER
HAUSER GmbH | Am Hartmayrgut 4-6 | 4040 Linz | Austria | www.hauser.com
Für den Laser e-SolarMark+ gibt es
Scanköpfe, mit denen große Mehrfachnutzen im Verpackungsbereich
wirtschaftlich beschriftet werden
können.
Firmen auf der Fachpack
35
Inhalt
Firmen auf der Fachpack
Inhalt...................
Von Schmelzkäse bis Pharmaprodukte
Vernetzt kennzeichnen
Bosch Packaging Technology präsentiert auf der Fachpack unter anderem
eine Hochleistungs-Plattform zur präzisen Verteilung von Schmelzkäse. Das
Unternehmen stellt außerdem seine
Softwarelösung für die Serialisierung
und den umfassenden Kundenservice
vor. »Je nach erforderlichem Automatisierungsgrad bietet Bosch sowohl
Einzelmaschinen als auch Komplettlösungen, vom skalierbaren und anpassbaren Module++ Konzept bis
hin zu nahtlos integrierten Systemen
im High-End-Bereich«, erklärt Martin
Tanner, Leiter Produktmanagement
und Marketing des Produktbereichs
Confectionery and Food bei Bosch Packaging Technology. Die SchmelzkäseVerpackungsmaschine DCS 1 000 in
neuem Design ist laut Unternehmen
als eigenständige Lösung oder als
Bestandteil einer modularen Produktionslinie einsetzbar und sei geeignet
für Hersteller, die nach Wegen zur Steigerung der Produktionsmenge suchen.
Die auf unterschiedlichste Käserezepte ausgelegte Maschine produziert
im Dauerbetrieb bis zu 1 000 einzeln
verpackte Schmelzkäsescheiben pro
Minute und sorge selbst bei einem
Scheibengewicht von nur 13 Gramm für
eine präzise Form. So seien Hersteller
in der Lage, schnell und flexibel auf
sich verändernde Marktanforderungen
zu reagieren und erhebliche Mengen
an Material und Produkt einzusparen.
Entsprechend den steigenden Anforderungen der pharmazeutischen
Serialisierung und Industrie 4.0 stellt
Bosch außerdem seine neue Connected Packaging Industry (CPI) Lösung
vor. Das Unternehmen bietet Maschinenmodule und Software entweder als
integrierte Anwendung aus einer Hand
oder als IT-Lösung in Kombination mit
Hardware von Drittanbietern an. Das
flexible System erfülle sämtliche Serialisierungsanforderungen und soll für
eine zuverlässige Vernetzung im Serialisierungsprozess sorgen.
Halle 3A, Stand 337
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Im Fokus des diesjährigen Auftritts auf
der Fachpack steht bei KBA-Metronic
das allgegenwärtige Thema Industrie
4.0. Mit vernetzten Kennzeichnungsgeräten in verschiedenen Drucktechnologien will das Veitshöchheimer
Unternehmen seine Kunden fit für die
Smart Factory und den gestiegenen Ansprüchen an das Design und die Qualität der Kennzeichnung machen. Bei der
Vernetzung von Kennzeichnungsgeräten blicke KBA-Metronic auf eine langjährige Erfahrung zurück: »Wir haben
schon früh begonnen, unsere Kennzeichnungssysteme mit den passenden Schnittstellen auszustatten. Dies
gilt für Inline-Kennzeichnungslösungen
genauso wie für Offline-Kennzeichnungsgeräte«, erklärte Oliver Volland,
Geschäftsführer der KBA-Metronic im
Vorfeld der Messe. Mit der Einbindung
in das Unternehmensnetzwerk könn-
ten
Auftragsvorbereitung,
Fertigungsplanung und das
Marketing auf Kennzeichnungsgeräte in der Produktion zugreifen. Mit der Einbindung von Kamera- und
Scannersystemen zur Verifizierung der Kennzeichnung werde nochmals ein
höherer
Vernetzungsgrad
erzielt. »Durch die Modularität unserer Geräte und der
darauf abgestimmten Software können wir maßgeschneiderte Kennzeichnungslösungen anbieten. Dank unserer eigenen Entwicklungsabteilung
sind wir sehr flexibel. Der Trend geht
in Richtung noch flexibler einsetzbare
Kennzeichnungsgeräte, höhere Druckgeschwindigkeit, noch besseres Druckbild, mehr Gestaltungsmöglichkeiten
für die Aufdrucke und nahtlose Integ-
Die Einbindung von Kamera- und
Scannersystemen zur Verifizierung der
Kennzeichnung erhöht den Vernetzungsgrad.
ration in die Smart Factory der Zukunft.
Bei all diesen Anforderungen sind wir
bereits heute gut aufgestellt«, blickt
Volland optimistisch in die Zukunft.
Halle 3, Stand 141
Südpack mit zwei Schalenoberfolien
Die Schmelzkäse-Verpackungsmaschine DCS 1000.
Kennzeichnung läuft glatt
Rea Jet zeigt in Nürnberg Technologie
zur schnellen, hochauflösenden, berührungsfreien Kennzeichnung glatter
Oberflächen. Das Unternehmen aus
Mühltal bei Frankfurt/Main bezeichnet die vorgestellten Systeme als eine
wirtschaftliche Alternative zu vielen
Continuous Ink Jet Druckern. Durch den
Einsatz neu entwickelter Tinten könne auch Kunststoff oder Folie sauber,
umweltfreundlich und lösemittelfrei
beschriftet werden. So werde der Verpackungsinhalt vor Geruch und Emissionen geschützt, ein großer Vorteil
insbesondere für die Lebensmittel- und
Pharmaindustrie, wie Rea Jet betont.
Darüber hinaus würden Brandgefahr
und Lagersicherungsaufwand erheblich
verringert. Die Thermal-Ink-Jet Drucker
der Serie HR basieren auf HP-Technologie und sind laut Hersteller völlig war-
Firmen auf der Fachpack
2
tungsfrei. Mit jedem Wechsel der Kartusche steht auch ein neuer Druckkopf
zur Verfügung. Die Systeme erstellen
Daten, Zahlen, Codes und Grafik mit
bis zu 600 dpi Auflösung, seien sparsam im Verbrauch und auch nach längerem Stillstand sofort einsatzbereit.
In Verbindung mit schnell trocknenden
Tinten resultiere eine hervorragend
lesbare Beschriftung. Diese hafte ohne
zusätzliche Behandlung innerhalb von
Sekundenbruchteilen, sei wischfest
sowie licht- und wasserbeständig. Auf
der Messe ebenfalls vorgestellt werden
Laser- und Etikettierlösungen, darunter
Palettenetikettierer, Thermo-TransferDrucker, Etiketten- und Druckspender
sowie die Beschriftung von Labels per
hochauflösendem Ink Jet Printer. Alle
Komponenten entsprechen laut Rea Jet
den Anforderungen von Industrie 4.0
und können dank ihrer Schnittstellen
flexibel in die Fabrikationslinie integriert werden und mit übergeordneten
Systemen kommunizieren.
Halle 11, Stand 127
Schlauchfolienbeschriftung mit Rea
Jet HR und der hauseigenen Tinte
Multiple Black.
Frischelogistik | 5-2015
Für einen gelungenen Auftritt am Pointof-Sale sollen zwei neue Schalenoberfolien von Südpack sorgen: Die Safe
Peel Clear AF mit verbesserter AntifogWirkung sowie die Canlid Peel, die laut
Hersteller äußerst robust ist und eine
extrem hohe Weißdeckung hat. Höchsten Produktschutz bei minimaler Foliendicke verspricht Südpack zudem mit
der neuen Foliengeneration Veraplex.
Mit der Schalenoberfolie Safe Peel
Clear AF soll ein Beschlagen auf der
Innenseite der Deckelfolie vermieden
werden. »Gerade an der Frischetheke, etwa bei Fleisch und Fisch, haben
Konsumenten einen hohen Qualitätsanspruch. Sie möchten genau sehen,
was sie kaufen«, beschreibt Johannes
Remmele, geschäftsführender Gesellschafter von Südpack, den Nutzen.
»Beschlagene Oberfolien interpretieren sie oft als Zeichen mangelnder Frische. Mit der neuen Safe Peel stechen
Hersteller am Point of Sale heraus, indem sie ihren Kunden zu mehr Durchblick verhelfen.« Trotz ihrer geringen
Dicke sei die Safe Peel Clear AF eine
steife und mechanisch stark belastbare Folie, die für die vollautomatisierte
Verarbeitung geeignet ist. Sie liegt als
Hochbarrierefolie plan auf der zu verschließenden PP-Schale und lasse sich
einfach öffnen. Dank des verbesserten
Peel-Systems auf Basis einer PP-Siegelschicht können Anwender die Folie auch bei Produktrückständen am
Schalenrand absolut dicht aufsiegeln,
betont Südpack.
Die Canlid Peel soll mit ihren Hochbarriere-Eigenschaften und einer weißen
Oberfolie, die vor Lichteinfall schützt,
für höchste Produktsicherheit sorgen.
Zusätzlichen Schutz biete ein mögliches Pasteurisieren der Folie: Es verhindert die Keimbildung und erhöht so
die Haltbarkeit des Produkts, erklärt
Südpack. Einmal gekauft, überzeuge
die Folie auch Endkunden mit ihren
Peel-Eigenschaften, die ein einfaches
und geschmeidiges Öffnen ermöglichen, ist sich der Hersteller sicher.
Ein neues Digitaldruckverfahren soll
Kunden des Unternehmens künftig die
Möglichkeit eröffnen, ihre Verpackun-
gen schnell zu personalisieren, bei
bester Druckqualität und kurzen Lieferzeiten. Bereits seit längerem setzt
Südpack Kupfertiefdruck- und Flexodruckverfahren ein.
Halle 7, Stand 240
Die neue Schalenoberfolie CanLid Peel
schützt Produkte vor Lichteinfall und
ermöglicht zudem attraktive Designs,
um am Point of Sale für Aufmerksamkeit zu sorgen.
37
Inhalt
Firmen auf der Fachpack
Inhalt...................
Erhebende Wellen für Palettierung
Multivac mit multiplen Lösungen
Mit der Systemlösung »The Wave«
will die Langhammer GmbH die vollautomatische,
robotergestützte
Lagenpalettierung bei Industrieunternehmen und Dienstleistern optimieren. Das Kompaktsystem kombiniert Förderelement und Lagengreifer
nach Angaben des Unternehmens der
Körber-Gruppe mit Flexibilität und Integrationsfähigkeit. Die inzwischen
patentierte Systemlösung bewährt
sich bereits in ersten Referenzanwendungen, so das Unternehmen aus Eisenberg bei Worms. »The Wave« wird
als komplette Handlingskomponente
am Roboterarm angeflanscht. In ein
stabiles Rahmengerüst ist mit einem
Carbon-Greifer ein produktschonendes Greifersystem integriert.
Anders als herkömmliche Klemmgreifer arbeitet die Neuentwicklung
des pfälzischen Maschinenbauers
ohne den üblichen Pressdruck. Die
Produktlagen werden über die Fördertechnik auf ein spezielles Gliederförderband geführt. Es fungiert
als Übergabeplatz. Von oben senkt
der Roboterarm die neue Handlingskomponente über die Lage. Von allen
vier Seiten positionieren vierseitige
Komprimierungen die Produkte im
gewünschten Lagenlayout. Damit
mache »The Wave« die Verwendung
»The Wave« im AnlagenÜberblick.
unterschiedlicher Formatteile, die
herkömmliche Klemmgreifer zur Erstellung spezieller Setzbilder benötigen, überflüssig, erklärt Langhammer. Während die Komprimierungen
das Lagenlayout ausrichten, werden
von den beiden Stirnseiten des Rahmengerüstes spurgeführte CarbonRollenmatten unter die Lage geführt.
Sie bilden den Greiferboden. Für diesen Prozess erzeugt das Gliederförderband des Übergabeplatzes unter
der Produktlage zwei sanft aufeinander zulaufende Wellen. Sie heben
die Produkte leicht an, so dass die
Carbon-Matten die Lage ohne Widerstand der Produkte sanft unterwandern können. Mit Zusammenführung
der beiden Carbon-Matten hebt der
Roboterarm das Rahmengerüst an
und setzt die Lage um. Die Carbon-
Matten verhindern dabei ein Durchrutschen der Produkte, wenn der Roboterarm die Lage anhebt, ohne dass
seitlicher Klemm- oder Pressdruck
auf die Produkte ausgeübt werde,
so Langhammer. Das Unternehmen
betont auch die kompakte Bauweise der Systemlösung, im Vergleich
mit bislang üblichen Systemen biete
»The Wave« einen bis zu 50 Prozent
reduzierten Platzbedarf.
Mit den Pharmaverpackungs-Experten
der Medipak-Gruppe und dem unter
anderem auf die Medizintechnik spezialisierten Anbieter von Automatisierungslösungen LTI Motion GmbH sind
zwei weitere Firmen des Hamburger
Körber-Konzerns auf der Fachpack vertreten.
Halle 3, Stand 207
Voice ohne Headset
Die Topsystem Systemhaus GmbH
präsentiert mit Lydia Voicewear ein
neues Tragesystem, in dem alle
technischen Komponenten für die
sprachgeführte Kommissionierung
integriert sind, die schütze optimal
vor Umwelteinflüssen, so das Unternehmen. Auch am Körper entlang
geführte Kabel, die sich verhaken
oder verheddern können, würden
mit Voicewear der Vergangenheit angehören. Die Neuheit überzeuge vor
allen Dingen durch hohen Tragekomfort für Mitarbeiter und Mitarbeiterin-
38
Firmen auf der Fachpack
2
nen gleichermaßen sowie durch sein
geringes Gewicht. Das eingebaute
Mikrofon biete eine zuverlässige
Spracherkennung auch in lauter Umgebung, selbst wenn die Mitarbeiter
nicht wie bei einem Headset direkt
ins Mikrofon sprechen. Dank Pilotenverschluss sei das System einfach
und schnell an- und abzulegen. Alle
technischen Komponenten können
ausgelöst werden, um Lydia Voicewear zu waschen.
Halle 4, Stand 4-101
So trägt man Lydia
Voicewear von
Topsystem.
Frischelogistik | 5-2015
Multivac präsentiert in Nürnberg Verpackungs-, Kennzeichnungs- und Inspektionslösungen für Lebensmittel,
Lifescience- und HealthcareProdukte sowie Industriegüter.
So hat das Unternehmen aus
Wolfertschwenden mit der Tiefziehverpackungsmaschine
R
105 MF ein Einstiegsmodell für
die Herstellung von Multifresh
Vakuum-Skin-Verpackungen
mit dabei. Passend dazu bietet
Multivac auch ein umfangreiches
Skin-Folienprogramm für Multifresh Anwendungen, für das man
Materialien führender Folienhersteller
qualifiziert habe. Anhand der Tiefziehverpackungsmaschine R 245 zeigt das
bayrische Unternehmen unterschiedliche Ansätze zur Erhöhung der Energie-, Material- und Prozesseffizienz.
Aus seinem Traysealer-Portfolio stellt
Multivac zwei vollautomatische Verpackungslösungen für das Verpacken
von mittleren und großen Chargen
vor. Der kompakte T 300 ist mit einem
Werkzeug ausgestattet, das Schalen
mit einer Höhe von 125 Millimetern
verarbeiten kann. Auf der Fachpack
wird die Maschine in einer dreispurigen Ausführung mit einem integrierten
Linienvereiniger gezeigt. Sie ist mit
einem Foliendirektdrucksystem mit integriertem Thermotransferdrucker TTO
10 ausgerüstet.
Aus seinem Geschäftsbereich MCP
(Medical, Cosmetics and Pharmaceuticals) zeigt Multivac zwei neue Modelle: Die Tiefziehverpackungsmaschine R 081 ist für das Verpacken
von Produkten in kleinen Chargen
ausgelegt und eigne sich auch für
Reinraumanwendungen. Das Einstiegsmodell kann sowohl Vakuumpackungen als auch Packungen mit
modifizierter Atmosphäre und reduziertem Restsauerstoffgehalt fertigen.
Der Traysealer T 260 ermöglicht die
GMP-gerechte Verpackung von Medizingütern insbesondere im Hinblick
auf Verpackungsqualität, Prozesssicherheit und Reinraumtauglichkeit.
Das Siegelwerkzeug sorgt für einen
kontrollierten Siegelduck mit hohen
Siegelkräften und genauer Tempe-
Die Tiefziehverpackungsmaschine R 105 MF.
raturverteilung und soll damit eine
gleichbleibend hohe Verpackungsqualität gewährleisten. Für das Verpacken in Beuteln präsentiert das
Unternehmen die Kammermaschine C
300 TC mit permanent beheizter Siegelschiene und IPC-Steuerung.
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Inhalt
Kühlhausbau und -betrieb
Inhalt...................
Was tun ohne Wasser?
Hauptstadt der Logistik
Das Bielefelder Unternehmen Kipp Umwelttechnik hat eine Zertifizierung für ein
selbstentwickeltes Kühlhausreinigungsverfahren erhalten. Es soll kosten- und
zeiteffektive Kühlhausreinigung bei laufendem TK-Betrieb ermöglichen.
Die Lenk- und Ruhezeiten muss man während der drei Tage BVL-Kongress in Berlin ein
bisschen lockerer sehen, das Programm ist vollgestopft und reicht von Lauftreff bis
After-Work-XL-Party. Zwischendrin: Ganz viel Logistik.
Reinigung ohne Auslagerung
In Kühlhäusern entstehen schnell
Verschmutzungen auf den Bodenflächen durch Gabelstapler- oder Hubwagentransporte. Paletten mit Kühlgut
müssen in das und aus dem Kühlhaus
transportiert werden, dabei können
Bodenverschmutzungen nicht vermieden werden. Diese Verschmutzungen
frieren fest und bauen sich auf. Dadurch entsteht in der Erfahrung von
Kipp akuter Reinigungsbedarf. Minustemperaturen von bis zu -30 °C machen
eine Reinigung mit Wasser unmöglich,
wenn die Raumtemperatur nicht auf
über 0 °C gebracht wird. Dies erfordert
aber eine Auslagerung des Kühlguts.
Die Reinigung bei über 0 °C verursacht
damit einen großen Zeit- und Kostenaufwand, allein die erneute Absenkung der Kühlhaustemperatur nach
der Reinigung bewirkt erhebliche Kosten. Noch aufwändiger wird es, wenn
nur ein Kühlhaus vorhanden ist und
vorhandenes Kühlgut nicht einfach
umgelagert werden kann. Dann muss
für die Reinigungszeit ein Kühlcontainer angemietet werden, der jeweils
auch erst auf die passende Temperatur
40
I
herunter gefahren werden muss. Die
Gesamtkosten für die Reinigung eines
kleinen Kühlhauses von rund 50 Quadratmetern können dann nach Berechnungen der Bielefelder inklusive Personalkosten und Mietkosten für den
Kühlcontainer schon einmal insgesamt
einen Betrag von 4 000 Euro deutlich
übersteigen.
Genau vorgegebenes Verfahren
Der von Kipp Umwelttechnik selbstentwickelte Spezialreiniger arbeitet
laut Hersteller mit hoher Reinigungswirkung bei Minustemperaturen von
bis -30 °C und ist dabei lebensmittelverträglich. Mit bestimmten Applikationen könne sogar bei noch tieferen
Temperaturen gereinigt werden. Das
Kühlgut verbleibt dabei während der
Reinigungsarbeiten im Kühlhaus und
muss lediglich innerhalb des Kühlhauses umgelagert werden. Die Reinigung
erfolgt in einem detailliert vorgegebenen und zum Patent angemeldeten
Verfahren, bei dem die Verbrauchsmengen genau vorgegeben sind.
Spätfolgen wie die bei einer späteren
Abschaltung des Kühlhauses mögliche
Entstehung explosiver Gemische bei
dann über 0 °C steigenden Temperaturen seien somit ausgeschlossen,
ebenso wie negative chemische Beeinflussungen auf das Kühlgut, betont
das Unternehmen.
Jeder Kunde aus dem Bereich Lebensmittel hat laut Kipp Umwelttechnik bei
Einsatz des Verfahrens dank der Zertifizierung durch die Wesseling GmbH
die Sicherheit und den Nachweis
gegenüber Kunden und Behörden,
dass eine von Kipp selbst oder deren
Partnerfirmen durchgeführte Kühlhausreinigung allen sicherheitstechnischen und lebensmittelrechtlichen
Anforderungen entspricht. Das Unternehmen bietet dabei, wie es betont,
nicht nur einen effektiven Reiniger an,
Kühlhausreinigungsverfahren ohne Auslagerung
Quelle: mycon GmbH
K
ipp Umwelttechnik hat sein
selbstentwickeltes Reinigungsmittel »Coldclean« und das Einsatzverfahren für die Reinigung von
Kühlhäusern von der Wessling GmbH
aus Hannover untersuchen und prüfen
lassen. Wessling gehört zu den führenden Unternehmen für Beratung, Analytik und Prüfung auf dem Markt. Die
vom Bielefelder Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma
Mycon GmbH entwickelten Verfahren
und eingesetzte Reiniger »Coldclean«
wurden als unbedenklich für den Lebensmittelbereich eingestuft und in
Verbindung mit der Betriebsanleitung
der Kipp Umwelttechnik freigegeben,
teilte der Anbieter Anfang August mit.
Messen und Veranstaltungen
2
mmer wieder neue Ideen und Lösungen, so kennen wir die Logistik.
Fast selbstverständlich, dass auch
der Deutsche Logistik-Kongress der
BVL von Jahr zu Jahr mit Neuerungen
bei den Programmpunkten die Teilnehmer lockt. Im letzten Jahr kamen
3 122 Logistik-Profis aus mehr als 40
Nationen zu dem Kongress, auch in
diesem Jahr werden wieder mehr als
3 000 Teilnehmer erwartet. Interessierte müssen sich die Zeit vom 28.
bis 30. Oktober in ihren Terminkalendern vormerken. Neben den Klassikern des Kongresses wie der Gala
mit Verleihung des Deutschen Logistik-Preises und Vorträgen namhafter Referenten, in diesem Jahr unter
anderem Vizekanzler Sigmar Gabriel
am Mittwochmittag, hat sich die Bundesvereinigung Logistik zum Beispiel
Kongress-TV als neues Format ausgedacht. Dabei wird das KongressPlenum zum TV-Studio mit medialen
Einspielungen, Impulsvorträgen und
Diskussionen. Ein anderes Beispiel
für clevere Formate ist die Session
»Ausgezeichnete Logistik«, sie wirft
mit einem gewissen Abstand noch
einmal einen Blick drauf, was aus
den Preisträger-Projekten des Deut-
schen Logistik-Preises der vergangenen Jahre geworden ist.
Die Möglichkeiten der Digitalisierung
im Überblick verspricht der »Innovation Playground«, und zwar zum Anfassen und Ausprobieren. Teilnehmer des
Kongresses können sich von der Druckqualität eines 3D-Druckers überzeugen
oder Datenbrillen und andere »Wearables« testen. Entwickler und Anwender
stehen für Auskünfte zur Verfügung. Am
Donnerstag ist der Spielplatz auch Präsentationsort für den Sieger des internationalen Robotikwettbewerbs »Amazon Picking Challenge 2015«; das Team
vom Robotics and Biology Laboratory
der TU Berlin beantwortet Fragen.
Food Express, Pharmalogistik und
eine Seilbahn für urbane Logistik
Programmatisches Bindeglied zwischen all den Veranstaltungen und
Networking-Events sind die Fachsequenzen zu logistischen Themen. »Eine
Welt in Bewegung« ist das diesjährige
Motto des Kongresses, Beispiele für
Bewegung in der Branche liefert sicher
die Session »Startups’ Pitch«, in der am
Freitagmorgen unter anderem Benjamin Pochhammer von der Berliner Food
Express (MyLorry) GmbH über den Weg
Kühlhausreinigung mittels
Anwendung von »Coldclean«.
von Instant Delivery zur Gastronomielogistik spricht. Am Freitagmorgen geht es
um »Urbane Logistik und Infrastruktur«,
unter anderem sprechen Heribert Tress,
Business Development Director von FM
Logistic Corporate, und der Logistikwissenschaftler Dr. Andrea Campagna über
Herausforderungen der historischen
Stadt Rom. Der französische Dienstleister FM Logistik hat Anfang Juni den
Bau eines neuen Lagers in Noginsk 50
Kilometer östlich von Moskau begonnen, unter anderem für Frischwaren.
Innovativ wird es beim Beitrag von Torsten Bäuerlen, er ist Project Manager
bei der Doppelmayr Seilbahnen GmbH
aus dem österreichischen Wolfurt und
arbeitet für die Teleféricos Doppelmayr
Bolivia S.A. in La Paz. In der bolivianischen Hauptstadt werden Seilbahnen
als Transportlösung für die speziellen
Herausforderungen der auf rund 3 600
Meter in einem Talkessel gelegenen
Stadt verwendet, der Ausbau ist geplant.
Im Rahmen des »Business-Frühstück
Amerika« spricht am Freitag Stefan
Schmidt, Supply Chain Manager bei
Boehringer Ingelheim Pharma, über
Herausforderungen für die Pharmalogistik in Mexiko und Mittelamerika. In
der Session »Logistik in der Prozessund Verfahrensindustrie« ebenfalls
am Freitagmorgen referiert Manfred
Fischer, Vice President Global Distribution Chemicals der Darmstädter
Merck KgaA, über maßgeschneiderte
Prozesse für die Life Sciences Industry. (ms)

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sondern ein Gesamtkonzept, welches
permanent überwacht wird. Damit sei
ausgeschlossen, dass eingelagertes
Kühlgut Schaden nimmt. Jede Reinigung werde dokumentiert und die
kompletten Daten für Nachweiszwecke vorgehalten.

Frischelogistik | 5-2015
STARK
Mobile Waschanlage
Neu: Selbstfahrend mit Wassertank
Ob beim Galaabend mit Verleihung des Deutschen Logistik-Preises oder den
Fachsequenzen: Viele Treffpunkte für Logistiker bietet Ende Oktober der BVLKongress in Berlin.
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41
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Kältetechnik und Kühlmöbel
Altes Mädchen ganz modern
Eine Kühlung mit Showeffekt gibt es im Hamburger Schanzenviertel
zu bestaunen: Im Braugasthaus »Altes Mädchen« ist die Kühlzelle als
Hingucker mit farbiger LED-Beleuchtung integriert.
W
ährend Kühl- und Tiefkühlzellen im Gastgewerbe meist im
Verborgenen für die nötige
Frische sorgen, verfolgt das Braugasthaus »Altes Mädchen« im Hamburger
Schanzenviertel ein ganz anderes Konzept: Hier wird die Kühlung sichtbar,
und zwar in Form einer schwarz lackierten Kühlzelle Tecto Spezial von Viessmann Kühlsysteme. »Unser Konzept
kommt bei den Gästen hervorragend
an. Wir wollten uns bei der Einrichtung
des Gasthauses ganz bewusst vom
traditionellen Braugasthof abheben
und mit innovativen Ideen glänzen.
Deswegen sieht man bei uns eben
keine Holzfässer oder die herkömmlichen Kupferleitungen, sondern direkt
hinein in die Kühlzelle, die mit einer
Kältetechnik und Kühlmöbel
2
beheizten Scheibe und einer farbigen
LED-Beleuchtung ausgestattet ist, so
dass wir auch die Farbe des Lichts im
RGB-Modus verändern können«, erklärt Patrick Rüther, einer der beiden
Geschäftsführer im »Alten Mädchen«.
Showkühler mit Sinn für Hygiene
Umgesetzt wurde das coole Konzept
von André Schapke, dem Kühl- und Klimaanlagenspezialisten aus Delmenhorst, der sich in der Branche den Ruf
des »Showkühlers« erarbeitet hat und
im Hamburger Schanzenviertel immer
dann zum Einsatz kommt, wenn es um
die besonderen Kühleffekte geht. In
der ebenfalls von Rüther zusammen
mit Tim Mälzer betriebenen Bullerei
war Schapke, der in der Szene von al-
len »Schappi« genannt wird, genauso
für die Kühl- und Tiefkühlzelleninstallation verantwortlich wie im Lokal1 in
der Kampstraße.
Bei Kühlzellen und Tiefkühlzellen vertraut der Spezialist von Anfang an auf
die Produkte der Viessmann Kühlsysteme GmbH mit Sitz in Hof/Saale, nach
eigenen Angaben europäischer Marktführer. »Für mich kommt nichts anderes in Frage. Die Viessmann-Zellen sind
die einzigen auf dem Markt, die über
eine antimikrobielle Pulverbeschichtung und die spaltfreie Tecto-Überlappung der Zellenwände verfügen.
Dieses Hygieneplus will ich meinen
Kunden nicht vorenthalten«, erklärt
Schapke, für den auch das einfache
Montagesystem ein wichtiges Ent-
scheidungskriterium ist. »Dank des sich selbst zentrierenden Nut-/Federsystems passen die einzelnen Elemente perfekt zusammen. Bei der Montage einer zwei mal zwei Meter
großen Kühlzelle spare ich mir pro Zelle bis zu eineinhalb
Stunden der sonst benötigten Zeit ein. Da fällt in der Gesamtkalkulation der Mehrpreis für die höhere ViessmannQualität nicht mehr ins Gewicht. Wichtig ist doch, dass wir
dem Kunden die beste Lösung anbieten können«, erläutert
er weiter.
Im Braugasthaus »Altes Mädchen« ist das eindrucksvoll
gelungen. Die Herausforderung war groß, denn das Gebäude steht unter Denkmalschutz und so war es für Schapke
nicht möglich, die Kühlmaschine außen an der Fassade zu
installieren. »Dies haben wir jetzt anders gelöst, und zwar
mit einem Zwischenboden, der über der Küche installiert
wurde«, erklärt er. Nicht minder anspruchsvoll war es, die
sichtbare Getränkezelle mit der Theke zu verbinden. »Durch
das transparente Konzept mussten die knapp 20 Bierleitungen so installiert werden, dass dies optisch ansprechend
wirkt. Das ist gelungen«, freut sich Rüther. Für die Theke
hatte sich Schapke noch etwas ganz Besonderes einfallen
lassen: eine rundumlaufende geeiste Kühlleiste, auf der die
Gäste ihre Biergläser zum Kühlen abstellen können. In die
Gläser kommen neben den hauseigenen Ratsherrn-Sorten
auch über 60 sogenannte Craft-Biere, von passionierten
Brauern aus den USA, Südafrika, Skandinavien bis hin zu
Freunden aus Deutschland gebraut. Zum Bier serviert das
Alte Mädchen ihren Gästen eine kulinarische Besonderheit:
Brot aus dem eigenen Ofen – hergestellt aus Bio Mehl und
frei von Backmitteln.
In der Küche des Braugasthofs »Altes Mädchen« ist eine 10,2
mal 1,45 Meter große Kombikühlzelle installiert, die aus vier
Kühlzellen und einer Tiefkühlzelle besteht.
Eigenschaften der Oberflächen derart verändert, dass sich
darauf keine Biofilme bilden können. Bakterien und Pilzen
wird der Lebensraum entzogen und sie sterben ab. Gegenüber dem auch schon mit Blick auf Hygiene entwickelten
Vorgängerprodukt würden nochmals 20 Prozent mehr mikrobielle Stämme bekämpft, inklusive Schwarzschimmel, so
der Hersteller.

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NEU
Quelle (beide Bilder): Viessmann Kühlsysteme
100 Meter Kälteleitung
Die Kühlzelle Tecto Spezial von Viessmann ist der Hingucker im Braugasthof »Altes Mädchen« in Hamburg.
42
Kühlung mit Showeffekt für Hamburger
Braugasthaus
Frischelogistik | 5-2015
Gut 100 Meter Kälteleitung verlegte der Kühl- und Klimaanlagenspezialist mit seinem Team im Braugasthaus von Patrick Rüther und Axel Ohm. Neben der beleuchteten Getränkekühlzelle setzte Schapke auch die Kühlung in der Küche
um, mit einer 10,2 mal 1,45 Meter großen Kombikühlzelle,
die aus vier Kühlzellen und einer Tiefkühlzelle besteht. Hier
kamen Viessmann-Zellen vom Typ Tecto Standard WL 100
zum Einsatz; in der Getränkezelle das System Tecto Spezial
in Wandstärke 100 Millimeter. Neben dem hohen Hygienestandard wurde den Kühlzellen aus Oberfranken bei Effizienzprüfungen durch den Tüv Süd eine hohe Energie- und
Dämmeffizienz bescheinigt, sie zeichnen sich nach Angaben des Herstellers außerdem durch sehr günstige Lebenszykluskosten aus.
Bei Tecto Spezial Zellen ist der wärmegedämmte Edelstahlboden zu den Zellenwänden hin mit einem großen, hygienischen Radius ausgeführt. Zusätzlich sind die Bodenecken
ausgerundet und die Bodenoberfläche fugenfrei und stufenlos unterlappt. Das Festsetzen von Schmutz soll so nachhaltig vermieden werden.
Die antimikrobielle Pulverbeschichtung Smart Protec gehört standardmäßig zum Hygienepaket der Viessmann
Tecto Standard und Tecto Spezial Kühl- und Tiefkühlzellen.
Alle inneren und äußeren Wand-, Boden- und Deckenoberflächen sind dauerhaft mit Smart Protec beschichtet oder
in Edelstahl ausgeführt. Durch die antimikrobielle Pulverbeschichtung werden laut Viessmann die physikalischen
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Transport und Logistik
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Aufwand mit Weitblick
Flexible Daten, aber sicher
Die Schweizer Krummen Kerzers AG will mit sechs neuen Kühlaufliegern und
regelmäßigen Fahrerschulungen in der Pharma-Logistik weiter wachsen.
Ebeling Logistik setzt auf reibungslosen Datenfluss, damit nicht nur die Ware, sondern auch
alle damit verbundenen Daten in sicheren Händen sind. Dabei bieten die Niedersachsen
ihren Kunden Software-Flexibilität.
D
ie Krummen Kerzers AG will
in der Pharma-Logistik weiter
wachsen. Zu diesem Zweck hat
das Unternehmen mit Sitz im Kanton
Fribourg sechs neue Kühlauflieger der
Marke Schmitz Cargobull angeschafft,
die den Standards der Good Manufacturing Practice (GMP) und Good Distribution Practice (GDP) entsprechen.
Darüber hinaus ergänzen seit kurzem
Verteilfahrzeuge den Fuhrpark des
Schweizer Logistikers, die ebenfalls
den strengen Anforderungen an den
Transport pharmazeutischer Produkte
entsprechen.
Die Beförderung hochsensibler Medizinal- und Arzneimittel erfordert besondere Sorgfalt – und besonderes
Equipment. Wer etwa wie Spediteur
Peter Krummen temperatursensible
pharmazeutische Produkte befördern
will, muss strikte Vorgaben erfüllen:
Entsprechend der EU-Richtlinie zur
Good Distribution Practice dürfen für
den Transport von Arzneimitteln nur
speziell qualifizierte Fahrzeuge eingesetzt werden. »Wir müssen unter
anderem nachweisen, dass die Kühlleistung unserer Aggregate ausreicht,
die Ladefläche an jedem Punkt angemessen zu temperieren – unabhängig von der Umgebungstemperatur«,
erklärt Krummen. Da Pharmazeutika
auf Schwankungen in der Kühlkette
sensibler reagieren als die meisten
anderen Kühlprodukte, muss die
konstante Temperatur von Soll und
Ist jederzeit gewährleistet sein. Und
das wohlgemerkt in beiden Temperaturzonen des Aufliegers gleichzeitig. Dabei wird die Temperatur unter
Berücksichtigung GMP-orientierter
Qualitätssysteme aufgezeichnet und
dokumentiert. Der dafür erforderliche technische Aufwand spiegle sich
letztlich auch in den Anschaffungsund Betriebskosten wider. Gegenüber herkömmlichen Kühlaufliegern
summierten sich die Mehrkosten auf
etwa 15 Prozent, sagt Krummen.
Investition ohne Schulung sinnlos
Doch damit nicht genug: Pharma-Transporte verlangen zudem besonders
geschultes Personal, um die erforderliche Produktsicherheit zu gewährleisten. »Wenn man zum Beispiel eine klinische Studie transportiert, in der zwei
Jahre Forschung stecken, muss man
einfach aus dem Effeff wissen, was zu
tun ist, wenn das Kühlgerät ausfällt.
Sonst ist die Ladung verloren«, sagt
Krummen. Zudem gilt es, den gesamten Transport lückenlos zu dokumentieren, da im Schadensfall schnell die
Haftungsfrage im Raum stehe. Insofern
geht im Hause Krummen die jüngste
Investition einher mit umfangreichen
und regelmäßigen Fahrerschulungen.
Dass sich der Aufwand rechnet, ist sich
Peter Krummen sicher: »Es ist offensichtlich, dass sich die temperaturgeführte Beförderung von Arzneimitteln
zunehmend zum Standard entwickelt.
Wir sind darauf schon heute vorbereitet!«

Quelle: Krummen Kerzers AG
Kurz-Info Krummen Kerzers
Intensiviert Pharma-Transporte mit neuem Equipment: Die Krummen Kerzers AG
aus dem Kanton Fribourg.
44
Pharma-Logistik
Transport und Logistik
2
Die Krummen Kerzers AG hat sich spezialisiert auf die Konzeption und Umsetzung
von individuellen Transportdienstleistungen in den Bereichen Food und Pharma.
Darüber hinaus bietet es auch weitere
Dienstleistungen an, zum Beispiel im Bereich Lagerlogistik. Hauptsitz ist Kerzers
im Kanton Fribourg, eine Niederlassung
befindet sich in Pratteln bei Basel. Das
Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben aktuell über 43 Kühlfahrzeuge,
zwölf Internationale Volumen Fahrzeuge,
15 Geflügel-Transport Fahrzeuge sowie
fünf Spezialfahrzeuge. Als Tochtergesellschaft ist die Krummen LTT AG für den
Transport von Lebendtierprodukten zuständig. Das Unternehmen beschäftigt
derzeit rund 145 Mitarbeiter und erzielte
im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von
rund 29 Millionen Franken.
Frischelogistik | 5-2015
D
ie sichere und fehlerlose EDVAnbindung zum Logistiker wird
immer entscheidender, wenn es
um die Auftragsvergabe in der Branche geht. Ebeling Logistik aus der Wedemark bei Hannover setzt deshalb
auf die flexible Lagersoftware Prolag
World, die das Unternehmen gemeinsam mit dem Hersteller CIM GmbH
nach eigenen Vorstellungen ständig
entscheidend weiterentwickelt. »Bei
uns können die Kunden ihre eigene
Software mitbringen«, erklärt Geschäftsführer Georg Ebeling, »denn
unsere EDV und unsere Mitarbeiter
passen sich den gelieferten Daten an
und können jedes Dateiformat verarbeiten, ohne mühsam Datensätze per
Hand zu erfassen, wenn die Kompatibilität nicht gewährleistet ist. Das spart
Zeit und mindert die Fehleranfälligkeit
enorm.«
Um diesen hochflexiblen Service
leisten zu können, investiert Ebeling
nach eigenen Angaben jährlich rund
200 000 Euro in Hard- und Software.
Für das Familienunternehmen mit insgesamt 400 Mitarbeitern, von denen
nur knapp 30 mit der Warenlogistik
in der Praxis beschäftigt sind, ist das
eine respektable Summe, die sich aber
rentiert, wie der Logistiker betont. Die
Ebeling-Software, die sich nahtlos an
SAP anbinden lasse, verarbeite nicht
nur jegliche vom Kunden gelieferte
Produktdaten, sie prüfe und aktualisiere selbstständig den Datenbestand,
lösche alte Datensätze und vermeide
dadurch lästigen Datenmüll, erläutert
das Unternehmen.
Im Mittelpunkt bei der Organisation
des Datenverkehrs steht bei Ebeling
stets die Sicherheit. Dafür wurde das
Logistikzentrum in der Wedemark
schon bei der Hallenplanung ausgerichtet. Moderne Kommunikationsleitungen ermöglichen es nach Angaben
des Unternehmens sogar, dass jeder
Lagerkunde für seine Daten eine eigene Telefonleitung nutzen könnte. So
werden für einige Auftraggeber Hardware-Firewalls direkt an der Leitung
installiert. Auch der mechanische Einschluss zum Zugang zu Datenleitungen
sei kein Problem, so Ebeling.
Alle Mitarbeiter, die mit bestimmten
Kundendaten arbeiten, können in Absprache mit dem Inhaber der Lagerware ausgesucht, überprüft, geschult
und streng Password-geschützt eingesetzt werden. Das sei gerade im Aviation-Bereich in der heutigen Zeit eine
Grundvoraussetzung bei der Auftragsvergabe.
Und wenn mal der Server ausfällt?
Dank redundantem System kein Problem, verspricht der Logistiker. Zwei
Server laufen parallel in zwei räumlich
voneinander getrennten Hallen und
spiegeln ständig alle relevanten Daten.
Auch der Einsatz von externer Hardware für die Warenkommissionierung
stellt Ebeling nach eigenen Angaben
vor keine große Herausforderung.
So würden zum Beispiel kundeneigene EDV-Module wie akkugestützte
mobile Arbeitseinheiten eingesetzt,
um die Datenverarbeitung direkt am
Software-Flexibilität bei Logistik-IT
Kurz-Info Ebeling
Als Logistikdienstleister hat sich Ebeling die Devise »Nichts ist unmöglich«
gegeben und nennt Erfahrungen in den
Spezialbereichen Food, Pharmazie,
technische Produkte, Feuerwerk, wassergefährdende Stoffe, Textilien sowie
sicherheitsrelevante Teile. Auf 35 000
Quadratmeter direkt an der A 7 im Norden der Region Hannover bieten vier Hallen Raum für 70 000 Palettenstellplätze.
Für die Lagerung und den Transport von
Pharmazeutika verfügt Ebeling nach eigenen Angaben über die notwendige
Großhandelslizenz. Der eigene Fuhrpark
umfasst nach Firmenangaben rund 180
Fahrzeuge. Zu seinen Referenzkunden
zählt das Unternehmen unter anderem
Lidl, Netto und Penny sowie die Fluggesellschaften Lufthansa und KLM.
Regal zu ermöglichen. Außerdem
werden seit über zehn Jahren die
klassischen Gabelstapler nach und
nach durch Schmalgang-Stapler mit
abnehmbarem MDE-Modul zur mobilen Datenerfassung ersetzt. Das bedeute pro Gerät eine Mehrinvestition
von 60 000 bis 70 000 Euro, rechnet
Ebeling vor. Mittlerweile sind sieben
Exemplare in den Hallen in der Wedemark im Einsatz.
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45
Inhalt
Neues aus der Kühlkette
Inhalt...................
Zweiter Abschnitt in Nürnberg frischegeeignet
Kerstner als Ford-Ausbaupartner zertifiziert
Die Düsseldorfer Greenfield Development hat Mitte August die Vollvermietung des ersten Bauabschnitts von
20 000 Quadratmeter im Logistikpark
Nürnberg, gelegen im GVZ-Hafen Nürnberg, vermeldet. Eine Erweiterung um
weitere 20 000 Quadratmeter starte in
Kürze, das Grundstück für den zweiten
Bauabschnitt sei bereits aufgefüllt und
vorbereitet, fertiggestellt soll der Bau
dann im Sommer 2016 sein. Dieser zweite Bauabschnitt soll nach Angaben von
Greenfield ebenfalls sehr hochwertig
ausgestattet werden, um dort Projekte
der Industrielogistik sowie Frische- und
Pharmalogistik anzusiedeln, auf speziellen Wunsch auch Industrieverpackung
mit 20-Tonnen-Kran oder WKF-Folie. Zudem sei jederzeit der Einbau von vollautomatischen Paletten-Regalanlagen mit
Fördertechnik sowie AKLs möglich. Wie
in den letzten Neubauten in Gernsheim,
Im Rahmen des Ford Qualified Modifier
Program hat der Kühlausbau-Hersteller Kerstner das Audit durch die Ford
Werke GmbH mit Erfolg bestanden.
In der Folge hat der Autohersteller in
Deutschland die Kühlausbauten von
Kerstner in Form einer Unterstützung
ins Aufbauherstellerprogramm aufgenommen. Kunden können ab sofort
ihren Ford Transit oder Ford Transit
Custom mit Kerstner Kühlausbau di-
Die ersten 20 000 Quadratmeter im Logistikpark Nürnberg sind vermietet,
die nächsten werden noch im Herbst bebaut.
Vaihingen-Ost und Leipzig plant Greenfield, den Neubau aus ökologischer
Sicht sehr hochwertig auszustatten, als
Beispiel nennt der Immobilienentwickler
viel Tageslicht in den Produktions- und
Lagerbereichen, Bodentragfähigkeit von
46
News
Berufszweig zum ersten Mal eine weibliche Nachwuchskraft zu gewinnen.
»Mit Beginn des nächsten Semesters
werden wir auch erstmalig einen BAStudenten bei uns einstellen. Im Zuge
seines dualen Studiums zum Bachelor
rekt beim Ford-Händler mit Unterstützung des Herstellers bestellen. »Wir
freuen uns sehr über diese Zertifizierung und die Kooperation mit Ford,
denn sie erleichtert den Ford-Kunden
den Zugang zu qualitativ hochwertigen Ausbauten aus unserem Hause«,
erklärt Vertriebsleiter und Prokurist
Philipp Klause. Kerstner gibt den KWert mit der selbst entwickelten Isolierung aus PU-Hartschaum mit unter
0,7 W/m²K an. Die Ausbauten verfügen über eine schraub- und
nietenlose Oberfläche aus
7,5 Tonnen pro Quadratmeter, LED-Hofund Hallenbeleuchtung, eine extreme
Wand- und Dachisolierung mit Eignung
zur Lagerung von Kühlprodukten sowie
eine landschaftsgerechte grüne Fassadengestaltung.
Ausbildungsoffensive bei Hafner-Muschler
of Science in der Fachrichtung Kältesystemtechnik bei der Europäischen
Studienakademie Kälte-Klima-Lüftung
(ESaK) in Maintal werden wir ihn als
Partnerfirma bei uns zum Kältespezialisten ausbilden«, kündigt Gantner an.
Der Kerstner Kühlausbau auf Basis des Ford
Transit V363.
leicht zu reinigendem ABS-Kunststoff.
Für den Transit und Transit Custom
liefert die Lamberet-Tochter nicht nur
den auf das jeweilige Fahrzeug exakt
zugeschnittenen Isolierausbau, sondern auch die passende Kerstner Kältemaschine. Diese wurden speziell für
den Einsatz in Transportern entwickelt
und zeichnen sich laut Kerstner durch
ihre flache Bauweise und ihre hohe
Kälteleistung aus. Dank des im Gerät
integrierten Verdampfers bleibt der
Laderaum ohne Einschränkung nutzbar. Der Kerstner Kühlausbau für den
Ford Transit beinhaltet den Kerstner
Isolierausbau, die direkt angetriebene
Cooljet Frischdienst-Kälteanlage zur
Kühlung während der Fahrt, Zurrleisten
im Aufbau an den Seitenwänden, eine
LED-Laderaumleuchte sowie eine wasserdicht verschweißte Aluminiumbodenwanne. Der Kühlausbau auf Basis
des Ford Transit Custom ist neben der
Isolierung mit einer elektrisch angetriebenen Kühlanlage Kerstner Cooljet
103 EA ausgestattet, zudem mit umlaufenden Zurrleisten, sowie ebenfalls
LED Laderaumleuchte und wasserdicht
verschweißte Aluminiumbodenwanne.
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Die Hafner-Muschler Kälte- und Klimatechnik GmbH & Co. KG hat in den
vergangenen Jahren eine gezielte Ausbildungsoffensive gestartet, um den
Nachwuchsanteil im Unternehmen zu
erhöhen. Der Kältespezialist hat sich
– auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels – als attraktives Ausbildungsunternehmen mit gesicherten
Zukunftsperspektiven aufgestellt. »Wir
sind ein wachsendes Unternehmen
und verfügen durch zahlreiche innovative Entwicklungen über eine ausgesprochen gute Stellung am Markt«,
erklärt Bernd Gantner, Geschäftsführer
von Hafner-Muschler. Am Hauptsitz
Balingen und an den Standorten Filderstadt, Köln und Sinsheim werden
nach Angaben des Unternehmens 14
gewerbliche Lehrlinge im Bereich Mechatronik für Kältetechnik ausgebildet.
Damit habe man eine sehr hohe Ausbildungsquote, so das Unternehmen,
drei Mitarbeiter kümmern sich um die
Aus- und Fortbildung des Nachwuchses. Es sei auch gelungen, für diesen
Neues aus der Kühlkette
2
Die erste Kälte-Mechatronikerin bei Hafner-Muschler.
Frischelogistik | 5-2015
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Inhalt
Neues aus der Kühlkette
Inhalt...................
Thermotraffic tritt Air Cargo Community Frankfurt bei
Jungheinricht kauft Mias
Die Air Cargo Community Frankfurt hat
Ende August fünf neue Mitglieder begrüßt, unter ihnen Thermotraffic und
Dachser. Der Zusammenschluss aus
Unternehmen, Institutionen und Verbänden zur Förderung des Luftfrachtstandortes Frankfurt zählt damit jetzt
insgesamt 33 Mitglieder. Thermotraffic
hatte erst vor kurzem angekündigt,
sein Transportgeschäft am Frankfurter
Die Jungheinrich AG hat eine Vereinbarung über den Erwerb der Mias Group
mit deren Eigentümern unterzeichnet.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Vorbehaltlich der üblichen aufschiebenden Bedingungen
soll die Transaktion voraussichtlich
im vierten Quartal 2015 vollzogen
werden. Die Akquisition bezeichnet
das Hamburger Unternehmen als einen weiteren Baustein im Rahmen der
konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie des Konzerns und einen
bedeutenden Schritt zum weltweiten
Ausbau des stark expandierenden Logistiksystemgeschäftes. Jungheinrich
Flughafen weiter auszubauen. Ebenfalls neu dabei sind der Frachthandling-Dienstleister Swissport Cargo Services Deutschland, Sovereign Speed,
ein auf den Übernachtransport von
zeitsensiblen Gütern innerhalb von Europa spezialisierter Logistiker, und der
Eil- und Kuriertransport-Anbieter my
Logistics. »Das wachsende Interesse
an einer Mitgliedschaft in der Air Cargo
Community Frankfurt belegt den hohen
Wert unserer Arbeit. Der Verein stellt
die ideale Plattform dar, um eigene
Ideen einzubringen und das Know-how
verschiedenster Interessensgruppen
mit dem Ziel zu bündeln, die Weiterentwicklung der Luftfracht in Frankfurt
zu forcieren«, erklärte Joachim von
Winning, Geschäftsführer der Air Cargo
Community Frankfurt.
1 300 LKW. Ebenfalls Anfang August
konnte das Unternehmen das 2-jährige
Bestehen seiner Dortmunder Betriebsstätte feiern, die es als Reaktion auf
das stetige Wachstum der vergangenen
Jahre bezeichnet. Von der Dortmunder
Niederlassung aus werden der gesamte
deutschsprachige Raum, Benelux sowie
angrenzende Länder und Regionen betreut. »An zentraler Stelle im Ruhrgebiet
erreichen wir optimal unsere Kunden
im deutschsprachigen Raum und in
Benelux, aber auch die angrenzenden
Länder und Regionen werden von Dortmund aus zunehmend erschlossen«
teilte Niederlassungsleiter Thomsen
Quelle: Jcarrion Transport
J. Carrion feiert Jubiläum und QS
Die Kühlspedition J. Carrion ist nun auch
nach QS zertifiziert. Wie Sprecher Martin Thomsen von der in Dortmund ansässigen Niederlassung des spanischen
Unternehmens Anfang August mitteilte,
verfügt J. Carrion somit nun über eine
weitere wichtige Zertifizierung für den
Transport im Lebensmittelbereich, neben den Qualitäts- und Umweltmanagementzertifizierungen nach Iso 9001 und
Iso 14001 sowie der IFS Food Zertifizierung. Die europaweit operierende Spedition mit Sitz in Almería ist auf temperaturgeführte Lebensmittel-Transporte
im Frische- und Tiefkühlbereich spezialisiert und steuert eine Flotte von über
Neues aus der Kühlkette
2
Die Niederlassung von J. Carrion in
Dortmund.
mit. Die Dortmunder Niederlassung ist
auf den Vertrieb und den Aufbau neuer Geschäftsfelder ausgerichtet und
soll kundenorientierte Lösungen in der
temperaturgeführten Transportlogistik
individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen der Kunden
erarbeiten.
erweitert mit dem Erwerb von Mias
sein Technologieportfolio im Bereich
der automatisierten Lagerlösungen.
»Mit der Mias Group werden wir das
Logistiksystemgeschäft weiter stark
ausbauen«, kündigte Hans-Georg
Frey, Vorsitzender des Vorstandes der
Jungheinrich AG, an. Mias mit Hauptsitz in München ist als international
tätiges Maschinenbauunternehmen
im Bereich Lager- und Transporttechnik mit den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel
aktiv. Im Geschäftsjahr 2014 hat die
Unternehmensgruppe einen Umsatz
von rund 40 Millionen Euro erzielt.
Die Gruppe beschäftigt über 300
Mitarbeiter an fünf Standorten in
Deutschland, Ungarn, China, den USA
und Italien. Es ist geplant, Mias in die
Sparte Logistiksysteme der Jungheinrich AG zu integrieren, die Gruppe soll
ihre Produkte weiterhin eigenständig
unter der Marke Mias anbieten. Die
bisherige Geschäftsführung mit Wolfgang Büttner und Dr. Johannes Fottner wird das Unternehmen auch nach
der Übernahme durch Jungheinrich
weiter führen und berichtet direkt an
Dr. Klaus-Dieter Rosenbach, Vorstand
Ressort Logistiksysteme der Jungheinrich AG.
Tiefgelegt für Rollis
Unter anderem seinen Rolli Runner
hat Kiesling Kühlfahrzeuge auf der
Nutzfahrzeug-Messe Nufam Ende September in Karlsruhe präsentiert. Seine
Basis ist ein Fiat Ducato Triebkopf, mit
dem Al-Ko Tiefrahmenfahrgestell sei er
eine interessante Lösung für die Verteilung von Tiefkühl-/Kühlwaren, insbe-
sondere wenn die vorkommissionierte
Ware auf Rollwagen oder Rollcontainern abgeladen werden soll, so Kiesling. Der Rolli Runner ist 30 Zentimeter
tiefer als herkömmliche Kühltransporter und verfügt über eine ausziehbare
Rampe, über die die Rollcontainer einfach geschoben werden können.
Der Kiesling
Runner mit
Rampe
Tor auf für neuer Efaflex-Showroom
Munters erwirbt die HB Group
Am 8. Juli hat die Munters AB bekannt
gegeben, eine abschließende Vereinbarung zum Erwerb der niederländischen
HB Group unterzeichnet zu haben. Die
HB Group ist auf maßgeschneiderte Lösungen im Bereich hygienische
Klimakontrolle und Klimaanlagen für
die
Lebensmittel-/Molkereiindustrie
spezialisiert und hat Niederlassungen
in Almelo, Niederlande (Zentrale mit
Vertrieb und Fertigung) und ein Joint
Venture in Hrusky, Tschechien (Produktionsstätte). Den Schwerpunkt beim
Luftbehandlungs-Experten
Munters
48
bilden nach eigenen Angaben neben
der Lebensmittel- und Pharmaindustrie auch Rechenzentren. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung soll die
flächendeckende Vertriebsstruktur, innovative Software-Tools sowie der leistungsstarke Kundendienst von Munters
künftig zusammen mit dem breiten Anwendungswissen, dem Lieferprogramm
und der Kundenbasis der HB Group
genutzt werden. »Munters und HB haben gemeinsam einen starken Fokus
auf hochsensible Industrieanwendungen. Munters kann sein erfolgreiches
Produktportfolio um die erstklassigen
Edelstahl-Hygienesysteme der HB
Group erweitern, während die Kunden
der HB Group von der vertikalen Integration der bewährten und energieeffizienten Technologien von Munters profitieren. In Verbindung mit dem Ausbau
unserer europäischen Produktions- und
Dienstleistungspräsenz, erreichen wir
so eine erheblich verbesserte Unterstützung unserer Kunden in Industrie
und Gewerbe«, kommentierte Scott
Haynes, Munters President Business
Area Air Treatment, den Deal.
Frischelogistik | 5-2015
Der Tor-Hersteller Efaflex präsentiert
sich in Bruckberg in einem neuen
Showroom ganz im Sinne eines White
Cube. »Das neue Erscheinungsbild
unseres Präsentationsraums unterstreicht durch sein durchdachtes und
hochwertiges Design in Weiß und
sein cleanes, minimalistisches Erscheinungsbild die Funktionalität und
Ästhetik unserer Produkte«, erklärt
Christian Scheck, Prokurist und Vertriebsleiter des Unternehmens. »Unsere Tore sind Premiumerzeugnisse,
die in fast allen Bereichen der Industrie eingesetzt werden. Sie stehen vor
allem für innovative Ingenieurskunst,
Hochwertigkeit, modernes Design
und Langlebigkeit – und genau diese
Eigenschaften unserer Tore werden
durch die ästhetisch-zurückhaltende
Gestaltung des Ausstellungsraums
in den Mittelpunkt gerückt«, verrät
Scheck weiter. Auf rund 230 Quadratmetern kann Efaflex seinen Kunden
nun stilvoll das ganze Jahr über ausgewählte Produkte präsentieren. Gezeigt werden unter anderem zwei fest
installierte Tore sowie zwei PlattformTore, die je nach Bedarf ausgewechselt werden können. Bei der Ausgestaltung des Showrooms kooperierte
das Unternehmen mit der Messebaufirma Atelier Damböck. Neben Platz
für die Produkte finden sich ein Raum
230 Quadratmeter Tor-Präsentation in
minimalistisches Erscheinungsbild:
Der neue Efaflex-Showroom.
für Besuchergruppen, ein großzügiger Loungebereich mit verschiedenen
Besprechungsinseln sowie mit einer
Bartheke in dem Showroom. Die ersten
Gespräche in der neuen Location hätten bereits gezeigt, dass sie bei dne
Kunden hervorragend ankommt, freut
sich der Torspezialist.
49
Inhalt
Neues aus der Kühlkette
Inhalt...................
10 000 Krone Trailer Achsen verbaut
Arla wählt Stef in Frankreich
Neues aus der Kühlkette
2
Von 0 auf 10 000 in einem Jahr – diesen Sprung hat die Krone Trailer Achse
geschafft, wie das Unternehmen Ende
August mitteilte. Nachdem die Niedersachsen die Achse erstmals auf der IAA
2014 präsentierten, seien zwischenzeitlich mehr als 10 000 Stück verbaut
worden. Geschäftsführer Bernard Krone freut sich über diese positive Entwicklung: »Unsere Strategie, den »Allin-Krone-Trailer« inklusive der eigenen
Krone Achse anzubieten, hat sich bewährt. Die Kunden vertrauen auf die
Marke Krone, auch bei der Achse. Dafür sind wir sehr dankbar, denn gerade
die eigene Achse war und ist für mich
eine echte Herzensangelegenheit.«
Gefertigt wird die Achse vom Kompetenzpartner Ggigant Trenkamp & Gehle
aus Dinklage, das Unternehmen gehört seit 2013 zur Krone Gruppe. Das
Achssystem mit Scheibenbremsen
zeichnet sich laut Hersteller unter anderem durch eine wartungsfreie Lagereinheit (Stufen Hub Unit) sowie einen
besonders leichten Luftfederlenker mit
geschraubter Einbindung aus. Ein weiterer Pluspunkt sei der homogene Materialverlauf von Lagersitz zu Lagersitz,
der für besondere Stabilität sorge. Krone gewährt seinen Kunden sechs Jahre
Garantie ohne Kilometerbegrenzung
auf die Achse. Darüber hinaus bietet
das Unternehmen das »One-CheckPer-Year«-System an, sodass nur eine
Überprüfung pro Jahr im Rahmen der
Hauptuntersuchung nötig ist.
Der französische Kühllogistiker Stef
und Arla Foods France haben Anfang
Juli bekanntgegeben, einen neuen
Vertrag über Transport- und Logistikdienstleistungen für Frischeprodukte
abgeschlossen zu haben. Er umfasse
die Lieferung von 15 000 Tonnen Käse,
Butter und Sahne pro Jahr an über 500
Standorte in Frankreich. Insgesamt
seien 50 verschiedene Produkte Teil
des Vertrags, in dem eine permanente
Lagerkapazität von 1 000 Paletten sowie eine garantierte Kühlumgebeung
von +2 °C / +4 °C zugesichert wird, so
die beiden Unternehmen. «Die StefGruppe ist sei 2007 ein Agri-Food
Supply-Chain-Partner von Arla Foods,
wir sind also froh mit ihnen als Partner
unsere Entwicklungsstrategie umzusetzen und unsere Logistikprozesse zu
optimieren«, erklärte Jean-Dominique
Castellani, Geschäftsführer Arla Foods
France anlässlich der Übereinkunft.
»Stef hat ein umfangreiches LogistikAngebot gemacht, das sowohl unserem Bedarf entspricht als auch unseren
Produktions- und Distributionsanforderungen Rechnung trägt. Ihre wegbereitende Frischeprodukt-Expertise
(+2 °C / +4 °C) und ihre Fähigkeit, in
Frankreich innerhalb 24 Stunden an
sechs Tagen die Woche zu liefern, waren entscheidend für unsere Wahl des
Partners. Weiterhin sind Stefs Standorte in Brignais und Plessis-Belleville
ideale Hubs für die Lieferung von Produkten in den Norden und den Süden
des Landes«, wird Castellani weiter
zitiert.
Im Rahmen des Vertrags soll Stef qualitative und quantitative Überprüfungen
bei Waren durchführen, die von einer
Reihe von Arla-Standorten in Frankreich,
Deutschland und Dänemark nach Brig-
nais und Plessis-Belleville kommen. Neben der temperaturgeführten Lagerung
soll Stef auch die Vorbereitung und das
Co-Packing von Bestellungen übernehmen. Brignais liegt in der französischen
Region Rhône-Alpes, Plessis-Belleville
in der Region Picardie. Weiterhin soll
Stef alle vorgelagerten Transportaufgaben für jedes Liefernetzwerk, sei es
große LEH-Ketten oder Außer-Haus-Verpflegung, und alle Volumina zu Zielen in
Frankreich mit garantierter Lieferung am
nächsten Tag managen. Um die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und die
Lieferungen zu überwachen, soll Stef
entsprechende Logistikdienstleistungen mit den eigenen Warehouse- und
Transport-Management-Systemen zur
Verfügung stellen; exklusive, webbasierte Bestandsmanagement-Services
wie E-Stock oder E-Order sollen ebenfalls bereitgestellt werden.
Ein LKW voll Achsen reicht nicht: Krone hat mehr als 10 000 Stück seiner
Eigen-Achsen seit der Vorstellung auf der IAA verbaut.
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Pharmaserv setzt bei Seecontainern auf Lasi von Rothschenk
Die auf Kontraktlogistik- und
Pre-Wholesale-Lösungen spezialisierte Pharmaserv Logistics
führt bei der Verladung von Seefrachtcontainern das zertifizierte
Ladungssicherungssystem von
Rothschenk ein. Neben der Verbesserung der Ladungssicherheit stand die Optimierung der
Verladezeit, die Reduzierung der
Kosten und eine ansprechendere Optik beim Empfänger im
Vordergrund. »Bei steigenden
Mengen an Seefrachtcontainerverladungen für temperatursensible und hochwertige
Arzneimittel mussten wir auch
das Thema Ladungssicherungssystem neu beleuchten. Auf
der Suche nach alternativen
Ladungssicherungssystemen haben wir mit Rothschenk einen
50
idealen Partner gefunden. Neben der verbesserten Sicherheit
und den gesunkenen Kosten hat
uns auch überzeugt, dass beim
Empfänger ein optisch professioneller Eindruck entsteht.« erklärte Dr. Martin Egger, Leiter der
Pharmaserv Logistics. Die G & H
GmbH Rothschenk ist ein in Aub
in Unterfranken ansässiges mittelständisches Unternehmen.
Zur Produktpallette gehören
Zurrgurte, Kantenschutzwinkel
und Antirutschmatten, die produktorientiert angewandt werden können und auftragsbezogen konfektioniert werden. Der
Produktschwerpunkt liegt bei
der Entwicklung und Herstellung
von Luft- oder Staupolstern und
von Rückhaltesystemen, auch
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Ein vorbildlich gestauter Container mit dem Ladungssicherungssystem von Rothschenk, in dem
temperatursensible Medikamente verschifft werden.
Frischelogistik | 5-2015
Inhalt
Neues aus der Kühlkette
Inhalt...................
Weber-Data-Mitarbeiter spenden Zeit
Witron mit 30 Prozent Umsatzplus
Mitarbeiter des IT-Dienstleisters
Weber Data Service spenden seit
Juni unter dem Motto »Time4Help«
monatlich mehrere Stunden ihrer
Arbeitszeit für soziale Projekte im
Raum Bielefeld. Hintergrund der Aktion ist das 40-jährige Firmenjubiläum
des Unternehmens. »Nach 40 Jahren
erfolgreicher Arbeit widmen wir uns
mit Time4Help den Hilfsbedürftigen
und packen dort an, wo Hilfe benötigt wird«, stellt Romy Mamerow
fest, die bei Weber Data Service die
Bereiche Marketing und PR verantwortet. Das im Jahr 1975 gegründete
Softwarehaus stellt es seinen Mitarbeitern frei, sich an 20 Stunden pro
Jahr während ihrer Arbeitszeit für
hilfsbedürftige Menschen zu engagieren. Unterstützt wird zum Beispiel
die »Schulkramkiste«, die bedürftige
Kinder kostenlos mit Schulmaterialien versorgt. Ein weiteres Projekt ist
die »Löwengrube«, das Kinderhaus
vom Bielefelder Tisch, das Kindern
zwischen drei und dreizehn Jahren
Mahlzeiten und verschiedene Betreuungsprogramme bietet. Besuche
im Seniorenheim und die Mithilfe bei
der Renovierung eines naturpädago-
Positive Nachrichten konnte das Logistik-Generalunternehmer Witron Logistik + Informatik GmbH aus Parkstein
aus dem Jahr 2014 vermelden: Die
weltweit tätige Firmengruppe hat ihren
Umsatz im letzten Jahr auf 350 Millionen Euro steigern können, was nach
Angaben des Unternehmens einem
Wachstum von mehr als 30 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Des Weiteren wurden national und
international neue Arbeitsplätze geschaffen. So stieg die Mitarbeiterzahl
auf 2 300, wovon aktuell 1 300 am Firmenhauptsitz in Parkstein beheimatet
sind. 2014 seien 76 neue Auszubildende eingestellt worden, in 15 verschiedenen Berufen. Darunter sieben neue
transnationale Auszubildende aus drei
verschiedenen Ländern. Insgesamt
beschäftigt Witron derzeit 232 Auszubildende. Auch von seiner Tochter FAS
(Förder Anlagen Systeme) vermeldete das Unternehmen ein erfreuliches
Wachstum.
Gut 40 Prozent des Umsatzes bei Witron wurden in den USA und Kanada
generiert, der Rest in Europa. Der ver-
Neues aus der Kühlkette
Quelle: Weber Data Service
2
Beim ersten Einsatz im Lager für die Schulkramkiste (von links): Doris Marxcord
(Eva-Gahbler-Haus), Toni Lippert (Consulting Weber Data Service), Andrea Vahrenhorst (Freiwilligenagentur Bielefeld), Yasin Capaci (Kundenbetreuung Weber
Data Service).
gischen Zentrums stehen ebenfalls
auf der Liste der von Weber Data
Service unterstützten Einrichtungen.
Organisiert werden die Einsätze über
die Freiwilligenagentur Bielefeld.
An der Aktion beteiligen sich Pro-
grammierer, Entwickler, Techniker,
Berater, Vertriebs- und Marketingexperten sowie Mitarbeiter der Verwaltung einschließlich der gesamten Geschäftsführung mit Astrid Drexhage
und Mathias Temmeyer.
triebliche Fokus liegt nach Angaben
des Unternehmens weiterhin auf den
bestehenden Märkten, wobei sich
Skandinavien und Frankreich besonders positiv entwickeln würden. Für die
Zukunft will das Unternehmen seine
»End-to-End-Strategie«
konsequent
fortsetzen. End-to-End innerhalb der
gesamten Supply Chain (Lieferkette)
vom Lieferanten bis zum Endkunden.
End-to-End von der Entwicklung einer innovativen Lösung bis zum kompletten Anlagenbetrieb. Und End-toEnd hinsichtlich der Schnittstellen:
Mensch-Maschine-Prozesse.
Zufriedene Witron-Crew (von links): Martin Stich, Technischer Geschäftsführer und
zugleich Geschäftsführer der Tochter FAS, Geschäftsführer Helmut Prieschenk und
Christian Dietl, gesamtverantwortlicher Geschäftsführer der Serviceabteilung.
Neue Produktgeneration bei Komet
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Ab November startet die Plochinger
Komet Maschinenfabrik GmbH mit der
Produktfamilie Powervac, einer nach
Angaben des süddeutschen Herstellers völlig neuen Generation von Vakuummaschinen. Geplant ist der Start mit
den Doppelkammermaschinen Powervac 200 ab November 2015 und Powervac 210 ab Januar 2016. Bei den beiden
neuen Maschinen handelt es sich um
die Nachfolgemodelle der Doppelkammermaschinen SD 320 und SD 520. Ab
2016 sollen dann sukzessive weitere
Vakuumverpackungsmaschinen
der
Powervac-Linie folgen. An technischen
Verbesserungen nennt Komet eine Op-
52
timierung der Kammergrößen für noch
mehr Flexibilität und größere Stücke.
Gut zugängliche Servicetüren würden
die Maschinen zukünftig noch wartungsfreundlicher machen. Der Gehäuseaufbau wurde als reinigungsfreundliche Tischplattenversion konstruiert.
Die Maschinen sind komplett in Edelstahl aufgebaut und dadurch robust
und hygienefreundlich. Als besonderes Highlight bezeichnet der Hersteller
die neue Vakuumpumpe. Sie verfüge
über eine noch bessere Saugleistung,
sei kompakter und damit platzsparender und umweltfreundlicher. Aufgrund
der robusten Bauweise sei sie zudem
Kühl- und Tiefkühlräume · Schlüsselfertige Bauten · Bananenreifeanlagen · CA + ULO Obstlagerräume
Die neue Powervac 200.
auch verschleißärmer. Das ermögliche
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Fröschelogistik
FRÖSCHE
Elektriker mit Muskelkraft
M
it seinem Dienstfahrzeug von
der Firma Dreyer+Timm aus
dem norddeutschen Rotenburg
(Wümme) hat Hartwig Müller jetzt einen
Weltrekord erzielt. Doch der IndustrieElektriker fährt keinen normalen PKW –
er hat ein Velomobil, mit dem er auf den
Straßen rund 60 bis 70 km/h schnell
unterwegs ist, und zwar den »Milan«
der Hannoveraner Räderwerk GmbH.
Das aerodynamische Design des Milan
hat Diplom-Ingenieur Eggert Bülk entworfen. Müller nutzt das Gefährt indes
nicht nur auf der Fahrt zur Arbeit. Er
fährt Velomobil aus Leidenschaft. Auf
dem 5,8 Kilometer langen Rundkurs des
Lausitzrings in Brandenburg gelang ihm
nun der Weltrekord in der Zwölf-Stunden-Fahrt. Er schaffte in dieser Zeit eine
Strecke von 680 Kilometern und brach
damit den alten Rekord von Wulf Kraneis um ganze vier Kilometer. Hans-Hermann Ruschmeyer, Geschäftsführer des
Telematik-Anbieters Dreyer+Timm, freut
sich gemeinsam mit der gesamten Belegschaft über den besonderen Erfolg
des Mitarbeiters: »Als er mit der Bitte
zu mir kam, den Kauf eines Velomobils
zu unterstützen, habe ich das gerne getan. Das ist schon ein ganz besonderes
Firmenfahrzeug. Und einen Weltmeister im Team zu haben, ist auch nicht
schlecht.« Umso besser müsste es
sein, einen mehrfachen Weltmeister im
Team zu haben. Das könnte demnächst
der Fall sein, denn nach einem Bericht
der Lokalzeitung Rotenburger Rundschau hat Müller bereits die nächsten
Herausforderungen im Blick: Zuerst den
Weltrekord bei der Sechs-Stunden-Fahrt
und dann den bei der 24-Stunden-Fahrt.
Laut der World Human Powered Vehicle
Association (WHPVA) liegt die Marke
für einen ganzen Tag im Velomobil seit
2010 bei 1 219,02 Kilometer, aufgestellt
vom mittlerweile verstorbenen Christian von Ascheberg aus Wolfenbüttel.
Er fuhr dabei ebenfalls einen »Milan«
mit rollwiderstandsarmen Grand PrixReifen von Continental.
Auf der Internetseite der WHPVA kann
man auch lernen, dass es neben den
bekannten Liegefahrrädern und verkleideten Velomobilen sowie der
Schienenvariante, der Draisine, den
Wasserfahrzeugen wie dem Tretboot
und – schon einigermaßen skuril,
menschengetriebenen U-Booten sogar Luftfahrzeuge mit Humanantrieb
gibt. Als besonders delikat nennt der
Verband den per Menschenkraft angetriebenen Hubschrauber. Für diese
Kategorie hat die American Helicopter
Society 1980 den Sikorsky Prize ausgelobt, für den mindestens eine Minute
Flugzeit in drei Metern Höhe auf einer
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Dreyer+Timm-Geschäftsführer Hans-Hermann Ruschmeyer (links) freut sich über den
großen Erfolg von Mitarbeiter Hartwig Müller.
Maren Gruß-Heuer
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Fläche von zehn mal zehn Meter absolviert werden muss. 33 Jahre später
gewann ein »Atlas« genanntes Fluggerät des kanadischen Studententeams
Aerovelo den mit 250 000 US-Dollar
dotierten Preis.
Einen besonderen Ansporn für die
weitere Rekordjagd hat Dreyer+TimmMann Müller laut der Lokalzeitung übrigens auch noch: Seine Freundin Petra
von Fintel hat die von ihm angestrebten Weltrekorde bei den Frauen bereits
in diesem Jahr erzielt; sie ist damit
die erste Frau, die es schaffte, mehr
als 1 000 Kilometer in 24 Stunden per
Muskelkraft zurückzulegen. (ms)
Impressum
Frischelogistik
Erscheinungsweise 6× jährlich
Fröschelogistik/Impressum
Verlag
ERLING Verlag GmbH & Co. KG · Klein Sachau 4 · 29459 Clenze
T +49 (0) 58 44/97 11 88 0 · F +49 (0) 58 44/97 11 88 9
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Redaktion
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T +49 (0) 41 31/26 55 22 · [email protected]
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