MANNHEIMturf - Badischer Rennverein

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MANNHEIMturf - Badischer Rennverein
Interview mit Werner Glanz
Der ehemalige Jockey und erfolgreiche Trainer
mit Sitz in München ist gerne auf der Mannheimer Waldrennbahn zu Gast. Und will beim
BMW Renntag gewinnen.
Seite 6
Impressionen von der Waldrennbahn Seckenheim
Renntage auf der Waldrennbahn Seckenheim sind immer ein Erlebnis! Hier treffen sich Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Sport, schöne Frauen und edle Pferde.
Genießen Sie Einblicke in die Erlebniswelt Waldrennbahn.
Seite 12-13
MANNHEIM 2
MANNHEIM turf
WALDRENNBAHN MANNHEIM-SECKENHEIM
M
14. Jahrgang · 28. Ausgabe
September 2016
Septemb
Internationales Flair beim BMW Renntag
Drei Weltmeisterschafts-Wertungsläufe und Chopard-Hutwettbewerb am 25. September
Beim Hindernisrennen geht es hoch her.
Nach der Sommerpause öffnen
sich die Boxen am Sonntag,
25. September, um 13.30 Uhr
zum Saisonabschluss auf der
Waldrennbahn. Im Hauptrennen des Tages, dem „Preis der
BMW Niederlassung Mannheim“, besitzt der Mannheimer Trainer Marco Klein mit
„Northern Sun“ und „Simi-
Foto: BRV/Henne
neh“ gleich zwei Chancen. Die
Fegentri, der Weltverband der
Amateur-Rennreiter, hat auch
2016 den Badischen Rennverein mit der Ausrichtung von
Weltmeisterschafts-Wertungsläufen beauftragt. Die Aktiven
kämpfen dabei in drei Rennen
– und das ist weltweit einmalig
– um wertvolle Punkte für den
Weltmeistertitel. Der „Preis
von Longines bei Juwelier
Wenthe“ ist den Damen vorbehalten, im „Preis der BMW Financial Services“ kämpfen die
Herren um Punkte. Der Höhepunkt der Fegentri-Rennen, der
„Preis der Inter Versicherungsgruppe“, führt als vorletztes
Rennen des Tages über die
Hindernisse. Hier werden die
Augen des Publikums mit Sicherheit auf „Athou du Nord“,
das Pferd des BRV-Ehrenpräsidenten Michael Himmelsbach,
gerichtet sein.
Im „John Deere Preis“ ist
mit der Ammerländerin „Baltic
Best“ sogar eine Teilnehmerin
aus dem Quartier des amtierenden Trainerchampions Peter
Schiergen vertreten. Traditionell sind an diesem Renntag die
beliebten Trakehner zu Gast.
Dem nicht nachlassenden Einsatz von Dr. Dirk Friedrich ist
es zu verdanken, dass mit dem
„Nana Sahib x-Gedächtnispreis“ wieder ein spannendes
Rennen mit elf Pferden stattfindet. Mit Spannung wird das
Abschneiden von „O´Bella“ im
Besitz von Dr. Friedrich verfolgt. Insgesamt erwarten die
Besucher am BMW Renntag
neun interessante Rennen, und
wer kein Glück beim Wetten
hatte, darf auf die traditionelle
Wettscheintombola am Schluss
des Tages hoffen. Dort gibt es
neben vielen wertvollen Preisen eine Wochenendfahrt in
einem MINI Cabrio und zwei
Halbjahresmitgliedschaften
des Wellness & Fitness Park
Pfitzenmeier zu gewinnen.
Ein Hauch von Ascot weht
erneut über die Waldrennbahn: Alle „schick behüteten“
Damen können am ChopardHutwettbewerb
teilnehmen.
Hans Dieter Wüst, Inhaber von
Juwelier Wenthe in Mannheim,
hat für die schönsten Hüte
wahrhaft märchenhafte Preise
gestiftet; so winkt der Siegerin
eine wertvolle Chopard Handtasche im Wert von sage und
schreibe 1000 Euro.
hs
Weitere Infos unter
www.badischer-rennverein.de
Inhaltsverzeichnis
Grußworte
Renntage
im Rückblick
Seite 3
Seite 4& 5
Hutwettbewerb
Seite 6
Minister Hauk zu Gast
Seite 7
Neuer Rennbahnverwalter Seite 8
Neue App des Rennvereins Seite 8
Serie: Mein Leben
Seite 9
Eva-Maria Zwingelstein
Seite 10
FegentriWeltmeisterschaft
Seite 10
Waldrennbahn im Kino
Seite 11
Interview
Ralf Busenbender
Seite 14
Jockey Tommaso Scardino Seite 15
Wechsel
in Geschäftsstelle
Seite 16
Trakehner-Rennen
Seite 17
Großer Sport und Glamour Seite 18
Blick hinter Kulissen
Seite 20
Großes Gewinnspiel
Seite 22
Die Waldrennbahn
Seite 23
Impressum
Seite 23
The Longines Master Collection
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MANNHEIMturf
September 2016
Seite 3
Grußworte für MANNHEIMturf
Sehr geehrte Damen und
Herren, liebe Freunde
des Hauses BMW und des
Galopprennsports,
ich habe die Freude, Sie beim
schon traditionellen BMW
Renntag auf der Waldrennbahn in Mannheim-Seckenheim begrüßen zu dürfen!
Dank der langjährigen und
guten Zusammenarbeit mit
dem Badischen Rennverein
hat sich der BMW Renntag
zu einem Ereignis entwickelt,
zu dem zahlreiche Anhänger
des Galopprennsports immer
wieder gern kommen, und das
auch dafür gesorgt hat, dass
die Marken BMW und MINI
viele neue Freunde gefunden
haben.
Die Besetzung der heutigen
Rennen lässt auf hervorragenden Sport hoffen. Vor allem
natürlich im Hauptrennen, dem
„Preis der BMW Niederlassung Mannheim“. Dieser Ausgleich III ist mit 5.100 Euro dotiert und führt über die Distanz
von 1.400 Meter. Neben den
Galopprennen, von denen eines
auch über die Hürden geht, erwartet Sie selbstverständlich
auch wieder eine Präsentation
aktueller BMW und MINI Modelle. Lassen Sie sich von den
Marken-typischen Werten Dynamik, Eleganz und PremiumQualität unserer Automobile
sowie von den edlen Vollblütern begeistern. Vergessen Sie
aber bitte auch das Wetten
nicht. Vor allem diejenigen, die
heute erstmals beim Pferderennen dabei sind, sollten sich der
Liebe Freunde des Rennsports,
zum BMW Renntag am 25.
September erwarten Sie neun
spannende Rennen zum Saisonabschluss auf der Waldrennbahn. Die Fegentri, der
Weltverband der AmateurRennreiter, führt auch 2016
Weltmeisterschafts-Wertungsläufe in Mannheim durch. Die
Aktiven kämpfen dabei in drei
Rennen um wertvolle Punkte
für den Weltmeistertitel. Hö-
hepunkt des Tages auf der
Flachbahn wird der „Preis der
BMW Niederlassung Mannheim“ sein. Ein großer Dank
geht an die BMW Niederlassung Mannheim und deren
Leiter Klaus Schmidt für ihr
Engagement. Das traditionelle
Jagdrennen, der „Preis der
Inter Versicherungsgruppe“,
wird als vorletzte Prüfung
des Tages gestartet. Natürlich dürfen die in Mannheim
besonderen Faszination, schon
mit kleinem Einsatz aktiv an
einem Rennen teilnehmen zu
können, nicht entziehen.
Alle Mitarbeiter der BMW
Niederlassung
Mannheim
wünschen den Aktiven viel
Erfolg sowie Ihnen, liebe Besucher, einen erlebnisreichen und
unterhaltsamen Nachmittag.
Viel Freude beim Galopprennen!
Ihr Klaus Schmidt
Leiter BMW Niederlassung Mannheim
äußerst beliebten Trakehner
nicht fehlen; ein großer Dank
an den Organisator Dr. Dirk
Friedrich für seinen leidenschaftlichen Einsatz. Mit dem
„Heiner Graeff Gedächtnispreis“, den Familie Scheuermann erstmals auslobt, wird
einem großartigen Mannheimer Mäzen gedacht.
Wir hoffen zum Saisonabschluss nochmals auf bestes
Rennsportwetter und würden
uns freuen, Sie auf unserer
wunderschön gelegenen Rennbahn begrüßen zu dürfen.
Holger Schmid
Präsident
des Badischen Rennvereins
Mannheim-Seckenheim
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MANNHEIMturf
Seite 4
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28. Ausgabe
Zwingelstein schafft Hattrick
Iffezheimer Amazone war auch beim B.A.U.-Renntag erfolgreich
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Eastsite One“ (hinten) setzt sich am Ende gegen die Konkurrenz durch.
Beim B.A.U. Renntag am 5.
Juni, der wegen Starkregens
30 Minuten später beginnen
musste, stockte die Iffezheimer Rennreiterin Eva-Maria
Zwingelstein in Mannheim
ihr Punktekonto mit drei
Siegen weiter auf. Im Hauptrennen, einem Ausgleich III
über 1.900 Meter „Preis der
Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG“, lief ihr Pferd „Pissarro“ aus dem Quartier von
Lokalmatador Horst Rudolph
schon früh überlegen voraus
und ließ der Kontrahentin
„Claudia Octavia“ und der
Favoritin „Sumara“ keine
wirkliche Chance. Zwingelstein zeichnete sich an diesem
Nachmittag noch mehrfach
aus – zunächst in einem 2.500
Meter-Handicap auf Alfred
Renz‘ „Injoy“, und später in
einem 1.900 Meter-Ausgleich
IV auf der von ihrem künftigen Ehemann Gerald Geisler
trainierten „Vinea Valentine“.
Sponsor Peter Gaul und
seine Gattin Gabriele landeten im „Preis der Handwerker
der Eastsite“ in einer 2.500
Meter-Prüfung den ersten
Erfolg mit „Eastsite One“ in
ihrer Heimatstadt, wobei der
von Christian von der Recke
trainierte Wallach unter Sibylle Vogt gegen „Perfect
Swing“ sicher siegte; dessen
Reiter Faleh Bugheniam
eine Runde zu früh den Endkampf geritten hatte. Eine
Überraschung mit traumhafter Quote von 115:10 war
der Treffer von Matthias
Schwinns „Inspiration“ mit
der jungen Carina Giesgen
in einem 1.400 Meter-Handicap. Die Stute zog in der
Schlussphase souverän an
„Control Chief“ und „Zarrentin“ vorbei. Klasse setzt sich
durch – das war die Losung in
einem 1.400 Meter-Rennen,
denn trotz einer Pause seit
dem vergangenen Jahr ließ
sich Sascha Smrczeks „Bellcanto“ als 13:10-Favorit unter
Fabio Marcialis vor „Not
Now“ und „Hippocrene“
nie beeindrucken.
Fotos: Henne
Im über 3.600 Meter führenden Jagdrennen „Preis
der Stockwerk GmbH“ präsentierte sich der von Christian von der Recke für die
Quadriga GmbH gesattelte
„North Germany“ (51:10) mit
Paul Johnson gegenüber der
Badenia deutlich gesteigert
und setzte sich zeitig von den
Favoriten „Sekundant“ und
„Supervisor“ ab. Im abschließenden 1.900 Meter-Rennen
hatte man den Favoriten
„Over the Top“ (109:10) unter
Robin Weber sträflich unterschätzt. Vom Start an war
gegen den aus einer langen
Pause kommenden Schützling von Jochen Göritz kein
Kraut gewachsen.
zg/sts
Familie Gaul freut sich über den Heimsieg beim B.A.U.-Renntag.
MANNHEIMturf
September 2016
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Besuch ist begeistert
Minister Peter Hauk zu Gast beim Mannheim²-Renntag
Nach
der
hitzebedingten
Absage im letzten Jahr – das
Thermometer zeigte fast 40°C
im Schatten – war der Badische
Rennverein beim Mannheim²Renntag am 17. Juli von
traumhaftem Sommer-Wetter
verwöhnt. 7.500 Zuschauer erlebten bei lauen 27°C acht teils
hochspannende Rennen.
Das Hauptrennen des Tages,
den „Preis der Stadt Mannheim“, gewann „Claudia Octavia“, die von Trainer Werner
Glanz in München vorbereitet
wurde, vor der Favoritin „Kizingo“ aus dem Quartier von
Markus Klug. Werner Glanz
äußerte sich nach der Siegerehrung begeistert: „Zum Saisonabschluss am 25. September
komme ich selbstverständlich
wieder nach Mannheim.“ Im
höchstdotierten Ausgleich IV in
der Geschichte des Badischen
Rennvereins sicherte sich „Bin
Manduro“ im „Preis vom Tribünentisch 8“ die 3.500 Euro
Siegprämie. Das mit zwölf
Startern stark besetzte Rennen
wurde als Lauf zum „German
Tote Turfchampionat Südwest“
ausgetragen, den der Verband
Südwestdeutscher Rennvereine
auf allen Bahnen im Südwesten ausrichtet. Auch die heimischen Ställe waren mit Startern von Marco Klein und Horst
Rudolph stark vertreten.
Das Deutsche Pony-Derby –
als Preis der Familie Hartmut
und Gabi Erny vom Pferdeland Kollerinsel den „kleinen“
Zwei- und Vierbeinern vorbehalten – wurde in diesem Jahr
zu einer rein belgischen Angelegenheit. Nach 1.200 Metern
siegte „Header“ mit der erst
13-jährigen Ebbe Verhestraeten im Sattel. Wie wichtig diese
Prüfung für den Reiternachwuchs ist, kann man am früheren Pony-Derby-Sieger Martin
Seidl sehen; er wurde am 10.
Juli im Deutschen Derby der
„ganz Großen“ in Hamburg
als Berufsreiter mit „Dschingis
Secret“ Dritter. Das Rahmenprogramm stand mit PonyReiten, Kinderschminken und
Hüpfburg ganz im Zeichen der Beim Pony-Derby liefert sich der Nachwuchs einen spannenden Wettbewerb.
Familien.
Davon zeigte sich auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk
beeindruckt (siehe eigener Bericht). Zahlreiche Prominenz
aus Mannheim gab sich ein
Stelldichein, so Dekan Karl
Jung, Bürgermeister Michael
Grötsch, die Stadträtinnen Dr.
Birgit Reinemund und Marianne Seitz, der CDU-Kreisvorsitzende und Stadtrat Nikolas Löbel und Stadtprinzessin
Sabine II. Erstmals gab es
einen eigenen Stand für Mitgliederwerbung des Badischen
Rennvereins, an dem die neuen
Vorstandsmitglieder Christiane Hossner und Ralf Busenbender einige neue Mitglieder
begrüßen konnten.
hs/sts
Unsere Renntermine 2017
Sonntag, 26. März VR Bank Rhein-Neckar-Renntag
Sonntag, 30. April
Badenia-Renntag
Sonntag, 11. Juni
B.A.U.-Renntag
Sonntag, 2. Juli
Mannheim²-Renntag
Sonntag, 24. September
BMW Renntag
Stand: September 2016, Änderungen vorbehalten.
Rennsport -ABC
Führring
Ein sehr wichtiger Platz! Man
erlebt hier aus nächster Entfernung das Satteln der Pferde, die
Jockeys, Trainer und Besitzer.
Die Pferde werden dem Publikum im Schritt vorgeführt.
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Zustand der Pferde beurteilen.
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Foto: Henne
MANNHEIMturf
Seite 6
28. Ausgabe
„Familiär und doch professionell“
Der Münchener Trainer Werner Glanz kommt gerne auf die Mannheimer Bahn
Werner Glanz
Foto: Henne
Der Rennstall Glanz hat sein
Domizil auf dem großzügigen Gelände der Galopprennbahn
München-Riem,
die neben der Galoppbahn
über eine eigene Trainingsbahn verfügt. Werner Glanz,
1960 in Österreich geboren, interessiert sich schon
seit seiner Kindheit für den
Pferdesport. Besuche der
Galopprennen in der Wiener
Freudenau weckten bei ihm
die Leidenschaft, die ihn bis
heute antreibt. Glanz begann
eine Ausbildung als Jockey
und konnte bereits während
der Lehrzeit als Flach- und
Hindernisjockey zahlreiche
Siege erkämpfen. Von 1980
bis 1986 arbeitete er in München als Hindernisjockey für
die Trainer Charly Seiffert,
Wolfgang Figge, Mario Hofer
und H. Ziese, bevor er nach
der Reiterlaufbahn selbst
ins Trainermetier wechselte.
Mannheim ist für ihn eine der
schönsten Bahnen, auf die er
immer wieder gerne kommt.
MANNHEIMturf: Sie sind
Stammgast in Mannheim.
Was gefällt Ihnen am Badischen Rennverein und an
der Waldrennbahn?
Glanz: Das Ambiente in
Mannheim ist sehr familiär
und doch professionell.
MANNHEIMturf:
Auf Ihrer Heimbahn in
München herrschen gute
Trainingsbedingungen.
Wie viele Pferde haben Sie
dort im Training? Welche
Schwerpunkte legen Sie bei
Ihrer Arbeit?
Glanz: Wir versuchen das
Training für jedes Pferd indi-
viduell zu gestalten. Die Pfer- Glanz: Mein größter Erfolg
deanzahl variiert ständig. Mo- ist natürlich der Gruppe I Sieg
mentan sind es circa 30 Pferde. mit „Floriot“ im Premio Lydia
Tesio in Rom. Ein Höhepunkt
MANNHEIMturf: Was hat war ebenso im letzten Jahr in
Baden-Baden der Titel als MeeSie bewogen, vom Jockey
auf den Beruf des Trainers tingschampion. In Deutschland
arbeite ich gerne mit Daniele
umzusatteln?
Porcu und Maxime Pecheur
Glanz: Eigentlich ist das eine zusammen, in Frankreich mit
logische Folgerung. Wenn man Umberto Rispoli.
Pferde liebt, für den Beruf des
Jockeys zu schwer wird, den MANNHEIMturf:
Umgang mit Menschen mag, Was ist ihr Ziel für den
dann wird man Trainer.
25. September? Wer wird
an den Start gehen?
MANNHEIMturf:
Glanz: Natürlich Siegen!
Was sind Ihre größten
„Youm Momayez“ und evenErfolge als Trainer? Mit
tuell „Nasijah“ werden an den
welchen Reitern arbeiten
Sie vorwiegend zusammen? Start gehen.
Hutwettbewerb: Rennverein
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Nein, Frau muss für einen
Besuch auf der Waldrennbahn keinen Hut tragen. Aber
ein besonderes Flair strahlen
gut behütete Damen doch aus
und gehören – mal ehrlich –
zum Renntag dazu. Um den
Aufwand für eine Ascot-Atmosphäre zu belohnen, lobt
der Badische Rennverein am
BMW-Renntag erneut einen
Hutwettbewerb aus. Wer mit
einem passenden Outfit zum
Renntag erscheint, kann sich
für den Wettbewerb akkreditieren.
Teilnehmerinnen
können sich am Renntag bis
spätestens 15.30 Uhr beim
Büro der Geschäftsstelle
melden. Die Prämierung findet
Voraussichtlich gegen 16.45
Uhr statt; Genaueres wird über
Lautsprecherdurchsage verkündet. Eine fachkundige Jury
bewertet Hut, Kleidung und
gesamtes
Erscheinungsbild
und vergibt dafür entscheidende Punkte. Die Gewinnerin
darf sich über eine neue Chopard-Handtasche im Wert von
1.000 Euro freuen, die Sponsor
Hans Dieter Wüst von Juwelier
Wenthe zur Verfügung stellt.
sts
Die Gewinnerinnen des Hutwettbewerbs 2015 mit BRV-Ehrenpräsident
Michael Himmelsbach, Sponsor Hans Dieter Wüst und BRV-Präsident
Holger Schmid (von links): 1. Jasmine Patricia Wittchen, 3. Nadine
Kämmerer, 2. Isabelle Maus.
Foto: Henne
September 2016
MANNHEIMturf
Seite 7
„Wunderbare Volksfestatmosphäre“
Landwirtschaftsminister Peter Hauk fühlte sich in Mannheim wohl
L a ndw i r t s cha f t sm i n ist e r
Peter Hauk hatte sein ganz
spezielles System, als er am
Juli-Renntag beim „Preis
der Stadt Mannheim“ wettete. Einer Journalsitin erläuterte der Stuttgarter Politiker
seine Tippauswahl so: Er
setze auf einen vierbeinigen
Lokalmatador,
außerdem
auf den Vollblüter eines
Trainers, den er in München kennengelernt habe.
Auf vielfach genannte Favoriten zu tippen, sei ihm zu
langweilig. Dass er sich bei
seinen Einsätzen vergaloppierte und ganz andere Starter – übrigens nicht die heiß
gehandelte Favoritin – im
Ziel den Kopf vorn hatten,
nahm Peter Hauk sportlich.
Schließlich komme der Totalisator-Erlös dem Badischen
Rennverein zugute. Und
dieser
trage
wiederum zur Vollblutzucht bei
– weil Galopprennen dem
Leistungsvergleich dienen.
Peter Hauk weiß wovon
er spricht: Zu seinem Ressort Ländlicher Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft gehört nämlich
auch die Pferdezucht. Das gilt
ebenfalls für den Tierschutz.
In einem Interview wandte
sich der Minister gegen Behauptungen, Galopprennen
seien Tierquälerei. „Abstrus“ findet Hauk solche
Vorwürfe. Schließlich liege
das Davonpreschen in der
Natur dieser edlen Tiere. Der
Minister verwies darauf, dass
staatliche Veterinäre nicht
nur beim Turfsport die Tierhaltung samt Wettbewerbsbedingungen
überprüfen.
Und längst sind bei Rennveranstaltungen, aber auch bei
Turnieren rund um Parcours
und Dressurviereck DopingKontrollen
selbstverständ-
lich. Auf der Seckenheimer tive des CDU-Stadtrates und die „wunderbare VolksfestatWaldrennbahn freute sich Kreisvorsitzenden
Nikolas mosphäre“ und ein bunt gePeter Hauk, der auf Initia- Löbel gekommen war, über mischtes Publikum mit vielen
Familien. Das war nicht
immer so. Als der Badische
Rennverein anno 1869 seinen
ersten Doppelrenntag, damals
am Neckardamm, veranstaltete, galt dies als gesellschaftliches Ereignis – vor allem für
Adlige, Offiziere und wohlhabende Bürger. In knapp
eineinhalb Jahrhunderten hat
sich viel getan – auch bei der
Gestaltung von Renntagen im
Spannungsfeld von Sport und
Spaß. Nachdem der „Preis
vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum“
von der grün-roten Vorgängerregierung
abgeschafft
wurde, versprach Minister
Peter Hauk, sein Fachressort
werde den Badischen Rennverein – auch mit Blick auf
das bevorstehende Jubiläum
Minister Peter Hauk (rechts) studiert das Rennprogramm mit
BRV-Präsident Holger Schmid.
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MANNHEIMturf
28. Ausgabe
Rennbahnverwaltung unter neuer Führung
Wolfgang Zahner übernimmt Aufgabe von Thomas Leitmeier
Wolfgang Zahner ist neuer Rennbahnverwalter beim Badischen
Rennverein.
Foto: Schatz
Mit Wolfgang Zahner hat die
Waldrennbahn seit 1. Juli 2016
einen neuen Verwalter, der die
anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Aufgabe von
Thomas Leitmeier übernommen hat. Der gebürtige Neckarauer und gelernte Pferdewirt
war seit 2001 für den Turf in
Seckenheim verantwortlich.
Seit April dieses Jahres hat
sein Nachfolger schon auf
der Rennbahn mitgearbeitet,
um sich dann eigenverantwortlich um diese zu kümmern. Wolfgang Zahner ist
der Rennzirkus natürlich nicht
fremd – ganz im Gegenteil: im
Laufe der Jahre wurde er mit
dem Virus infiziert, der ihn
bis heute nicht mehr loslässt.
Wenn er beispielsweise davon
erzählt, wie er Rennbahntierarzt Dr. Franz Bach dabei geholfen hat, ein Fohlen auf die
Welt zu bringen, dann leuchten seine Augen ganz besonders. „Das sind Erlebnisse, die
vergisst man nicht“, so Zahner.
Rund zehn Jahre hat er zudem
die Zuchtstuten von Dr. Bach
betreut, ist selbst Reiter und
Kutschfahrer. Ideale Voraussetzungen also, um eine Rennbahn dieser Größe zu verwalten.
Die Aufgaben sind dementsprechend vielfältig. In erster
Linie zählen dazu natürlich
die Pflege der Anlage und
das Koordinieren anfallender
Arbeiten. Er kennt hier inzwischen jede Ecke und weiß
sofort, was wann wo zu tun
ist, damit die Waldrennbahn
immer top gepflegt ist. Hier
kann er auf einige Hilfskräfte
zurückgreifen, vor allem aber
auf Ponnuthurai Rajendram,
den alle nur Radi nennen,
und dessen Familie. Seit nunmehr 31 Jahren ist er quasi die
„treue Seele“ der Rennbahn.
Er ist immer da, wenn man
ihn braucht, tritt aber selten
in Erscheinung. „Er und seine
Familie sind für uns einfach
unverzichtbar“, so Zahner.
Desweiteren kümmert sich
der Verwalter unter anderem
um die Geräte und Maschinen und darum, dass sie auch
regelmäßig gewartet werden.
Viel zu tun gibt es selbstverständlich im Vorfeld der
Renntage und an den Renn-
terminen selbst. Zahner ist
immer die erste Anlaufstelle
für Präsidium und Vorstand,
wenn es um die Belange der
Rennbahn geht. Er hält auch
die Verbindung zu den Trainern der Rennbahn oder zum
Eventservice. Dazu macht er
sich die so genannten „neuen
Medien“ zunutze, verkehrt
auch gerne mal über SMS oder
WhatsApp. Auch die Datenpflege gehört zu seinem breit
gefächerten
Aufgabenfeld.
Und zudem hat er sein Büro
auf Vordermann gebracht, hat
auch hier noch einige Verbesserungsvorschläge. „Schließlich repräsentiere ich hier die
Rennbahn, da muss alles top
aussehen“, ist sich Zahner
seiner Rolle für den Badischen
Rennverein bewusst.
mhs
Neu: Die App des
Badischen Rennvereins
Verein informiert“, lädt der
Verein alle Mitglieder und
Fans des Galoppsports zum
kostenlosen Download ein.
Weitere Ergänzungen wie aktuelle Push-Nachrichten oder
spezielle Angebote für AppNutzer sind in Planung und
Als einer der ersten Renn- werden in der kommenden
sts
vereine in Deutschland hat Saison 2017 folgen.
sich der Badische Rennverein
mit der Entwicklung einer
eigenen App beschäfhäftigt. In Zusammenarbeit
beit
mit dem Mannheimer
mer
Start-Up-Unternehmen
en
vmapit GmbH, das für
ür
die technische Seite
te
verantwortlich zeichhnet, wurde die Idee inn
die Tat umgesetzt. Abb
jetzt ist die App „Ba-discher Rennverein“
zum Download für
alle mobilen AppleGeräte ab Betriebssystem iOS 7.1 unter
iTunes verfügbar.
„Laden Sie sich
unsere App und
seien Sie stets aktuell über unsere
Renntage, Rennergebnisse und Aktuelles rund um unseren
n
MANNHEIMturf
September 2016
Seite 9
Am Anfang stand ein Autogramm
Mein Leben auf der Rennbahn: 40. „Arc“ – Teil 1
Hallo liebe „Galopper“,
Freunde, Bekannte & Leser!
Nach bald 15 Jahren Berichterstattung für MANNHEIMturf
werde ich meine Serie über
große Rennen, große Pferde
und mein Leben auf der Rennbahn mit einem vierteiligen
Rückblick auf das größte Galopprennen Europas, den Prix
de l´Arc de Triomphe in Paris,
beenden. Und zwar aus einem
ganz bestimmten Grund: Am
ersten Oktober-Sonntag im
nächsten Jahr werde ich dieses
Millionen-Rennen in Longchamp zum sage und schreibe
40. Mal hintereinander live erleben. Das ist ein Jubiläum, das
man nicht alle Tage hat, und ich
schreibe diesen Rückblick in
vier Teilen, bis zur ersten Ausgabe 2018. Dann ist Schluss!
Viele
Jahrhundertpferde,
weltbekannte Jockeys, internationale Filmstars und unzählige Rennen habe ich auf dieser
Pariser Prunkbahn erlebt. Im
Moment wird in Longchamp
eine neue Tribüne gebaut, und
es beginnt ab Oktober 2017
oder 2018 eine neue Ära mit
neuen Möglichkeiten für Besucher und Funktionäre auf
diesem großen Gelände der
weltbekannten Rennbahn. In
diesem Jahr wird das „Arc“Wochenende auf der Derbybahn in Chantilly nördlich von
Paris ausgetragen, und je nach
Fortschritt der Baumaßnahmen
in Longchamp wird das vielleicht auch noch im Oktober
2017 so sein.
Bei mir fing alles 1978 an:
Fasziniert vom Sieg des Ausnahmepferdes ALLEGED im
„Arc“ 1977, zu dem ich auf
Grund des Protestes meiner
Eltern nicht fahren konnte,
wollte ich unbedingt 1978 nach
Paris, denn Wochen zuvor stand
ALLEGED als Starter fest. Er
sollte der sechste Doppelsieger
werden, und ich kämpfte erneut
mit meinen Eltern, die sich
wieder gegen eine Fahrt sträubten; denn ich war im Oktober
1978 erst 17 Jahre alt. Kampferprobt setzte ich schließlich
meinen Willen durch, und es
ging nach Paris. Gleichzeitig
habe ich mir geschworen, dass
ich bis zu meinem Tod keinen
Prix de l´Arc de Triomphe
mehr verpassen werde!
Beim ersten „Arc“
Kaum am Haupteingang angekommen, entdeckte ich den
berühmten Schauspieler Eddie
Constantine, der in den 1950er
und 60er Jahren als Lemy Caution in vielen SchwarzweißFilmen die Hauptrolle spielte.
Schwups hatte ich sein Autogramm auf meiner „Rennkarte“. Damals gab es in Paris
noch keine Rennprogramme,
wie man sie heute kennt. Die
Rennen mit den jeweiligen
Startern waren auf großen Papierkarten aufgelistet. Die englische Jockey-Legende Lester
Piggott siegte mit ALLEGED
vor der französischen Stute
TRILLION, für die sein Besitzer den berühmten amerikanischen Wunderjockey Bill
Shoemaker aus Kalifornien
einfliegen ließ. Stolz wie Oskar
Ticket zum Glück: die erste
Fahrkarte nach Paris.
trat ich den Heimweg an, denn
ich war Zeuge des Doppelsieges geworden.
Ich könnte noch viel mehr
schreiben, aber 39 Jahre in vier
Teilen, das ist sehr schwer. Fix
geht es ins Jahr 1979, wo die
Stute THREE TROIKAS unter
Freddie Head gewann. Ich
hatte sie bereits in der „Poule
des Pouliches“ im Mai siegen
sehen, und sie wurde sofort
in den Favoritenkreis mit aufgenommen. Große Jockeys
waren wieder vertreten, unter
anderem Jacinto Vasquez und
Sandy Hawley aus den USA
und Kanada. Piggott hatte mit
TRILLION, die er ja 1978
besiegte, keine Chance. Der
Top Engländer TROY wurde
Dritter. Aus Deutschland lief
PAWIMENT, ein ImportPole aus dem Stall Moritzberg
unter Jockey Greville Starkey,
der aber keine Chance hatte.
Dieses Team hatte 1975 mit
STAR APPEAL überraschend
gewonnen. Alles geht halt nicht
im Leben!
1980 war ein besonderes
Jahr. Der englische Jockey Pat
Eddery gewann seinen ersten
„Arc“ mit der Stute DETROIT,
die später selbst Mutter eines
„Arc“-Siegers werden sollte,
und im Feld der 21 Pferde war
mit NEBOS das Vorzeigepferd Deutschlands am Start.
Unter Lutz Mäder kam der
vierjährige Hengst nach einem
ungünstigen Moment in der
Zielgeraden an der Außenseite
angerauscht und belegte einen
hervorragenden fünften Platz.
Die vorderen Pferde waren
nicht mehr einzuholen, aber es
hätte auch eine bessere Platzierung werden können. 1981
wurde Hong Kongs ChampionJockey Gary Moore für den
Ritt auf GOLD RIVER eingeflogen! Der Sohn des früheren Weltklassejockeys George
Moore siegte im Riesenfeld
von 24 Pferden gegen den eigentlich unschlagbaren französischen Derbysieger BIKALA.
Lester Piggott hatte mit dem
großartigen ARDROSS genauso wenig Chancen, wie
die Kracher BLUE WIND,
ARGUMENT, APRIL RUN
und die Vorjahressiegerin DETROIT, die dieses Mal von
Rennkarte mit Autogramm vom Prix de l´Arc de Triomphe 1978.
Fotos: Archiv Burk
Freddie Head geritten wurde;
denn Pat Eddery saß auf
dem Nijinsky-Sohn KING´S
LAKE, der aber auch keine
Chance hatte …
So, bis zum nächsten Mal!
Ich verzichte ab sofort auf die
Details der Hin- und Rückfahrten. Dafür gibt es noch genügend andere Ereignisse „am
Rande“ des großen Rennens zu
berichten. Bis dann! Ich wünsche einen schönen Renntag!
Jürgen Burk
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MANNHEIMturf
Seite 10
28. Ausgabe
Kämpferin durch und durch
Eva-Maria Zwingelstein über Tiefschläge und Erfolge
Zwingelstein gibt alles und gewinnt am B.A.U.-Renntag drei Rennen.
Foto: Henne
Von einer Saison zur nächsten,
man möchte dann doch fast
sagen, von heute auf morgen,
kam der Erfolg zu Eva-Maria
Zwingelstein. Was zunächst
wie ein Zufall klingen mag,
ist viel mehr das Ergebnis von
harten Arbeitsstunden und vor
allem einem: Dem Glauben an
sich selbst. Die gebürtige Baden-Badenerin gehört nämlich
nicht zu der Sorte von Sportlern, deren rosige Karriere
lange vorauszusehen war.
Zwingelstein ist bereits seit
Kindestagen von Pferden fasziniert – und nicht nur das: Im
Alter von sechs Jahren stieg
sie erstmals selbst aufs Pferd.
Trotzdem war der Weg zum
Erfolg ein steiniger. Immer
wieder verletzte sich Zwingelstein schwer am Knie.
Zahlreiche Kreuzbandverletzungen, Meniskusrisse und
Brüche zählt sie auf. Zudem
habe sie nach den Operationen zu früh den Weg zurück
in den Stall gewagt. Sie berichtet über eineinhalb Jahre,
die wohl schwersten in ihrem
Leben, in denen „ich nicht
einmal ohne Hilfsmittel laufen
konnte“. Sogar das Karriereende war ein Thema – mit
gerade einmal 21 Jahren ein
Schock. Es konnte doch nicht
alles vorbei sein, bevor es
überhaupt so richtig begonnen hatte. Diese Einstellung
und ihr Wille ließen sie an
ihren Zielen festhalten, doch
noch einmal aufs Pferd zu steigen und erfolgreich zu sein.
Mittlerweile ist sie das: Stolz
Waldrennbahn als Austragungsort
der Fegentri-Weltmeisterschaft
Der Badische Rennverein ist
schon traditionell Ausrichter
von drei Wertungsläufen zur
Weltmeisterschaft der Amateurrennreiter. Reiterinnen und
Reiter aus zahlreichen Nationen
nehmen am BMW Renntag an
drei Entscheidungen für Damen,
Herren und Hindernisreiten der
Fegentri, dem Weltverband der
Amateur-Rennreiter, teil. Als
deutsche Teilnehmer sind La-
rissa Bieß und Vinzenz Schiergen gemeldet, der wie zuvor
sein älterer Bruder Dennis, die
dritte Saison in Folge als Champion abschließen kann.
Es gehört ebenfalls zur guten
Tradition, die internationalen
Gäste in Mannheim willkommen zu heißen. Dazu gibt es am
Samstag vor dem Renntag ein
Begrüßungsprogramm, das in
diesem Jahr mit einem Abend-
essen im Purino Mannheim im
Strandbad abschließt. Als Unterkunft steht das Best Western
Premier Steubenhof Hotel in
Neckarau zur Verfügung, wo
die Equipe vor ihrem Ritt noch
einmal entspannt. Der Sonntag
beginnt mit einem Empfang auf
der Rennbahn, bevor die Reiterinnen und Reiter für die anstehenden Wettbewerbe in den
Sattel steigen.
sts
Die Damen der internationalen Equipe mit BRV-Ehrenpräsident Michael Himmelsbach und Sponsor Hans
Dieter Wüst (von links) im Jahr 2015.
Foto: Henne
blickt Eva-Maria Zwingelstein
auf 43 Erfolge als Berufsrennreiterin zurück, die 50-SiegeMarke und der Titel „Jockey“
sind also nicht mehr weit entfernt. „Unglaublich“, sagt sie
selbst, immerhin errang sie all
ihre Siege in weniger als eineinhalb Jahren. „Ich hätte mir
das nie gedacht!“ Zu verdanken sei dies vor allem ihrem
Trainer und mittlerweile auch
privatem Begleiter Gerald
Geisler. 2012 arbeiteten die
beiden erstmals zusammen
und er war es auch, der Zwingelstein 2015 das Vertrauen
schenkte und ihr zum Sprung
von der unterklassigen zur erfolgreichen Reiterin verhalf.
Ihre Arbeitsweise habe Zwingelstein aber beibehalten. „Ich
habe schon immer versucht,
mein Bestes zu geben. Bei
Gerald Geisler habe ich dann
wirklich viel dazugelernt.“
Ihr Bestes geben wird sie
auch weiterhin müssen, denn
„eine Frau muss sich von
Rennen zu Rennen neu beweisen, muss mehr Ellenbogen ausfahren, als Männer“,
schmunzelt sie. Viel Disziplin
gehöre nun einmal dazu, auf
den Lorbeeren ausruhen ist da
einfach nicht. Weiterarbeiten,
die gewohnten Abläufe immer
weiter verbessern und zwar
so, dass es auch die Außenstehenden mitbekommen, das
ist Zwingelsteins Anspruch.
Neben dem Saisonziel von 50
Siegen träumt Zwingelstein
vom Nachwuchschampionat.
Neun Siege hat sie zurzeit Vorsprung auf die erste Verfolgerin. Langfristig möchte sie ihre
Erfolge noch deutlich erweitern und „so lange wie möglich
am Pferd sein – so lange, wie
es der Körper eben zulässt.“
Zudem möchte Eva-Maria
Zwingelstein in den nächsten
Jahren einen Lehrgang für
therapeutisches Reiten für behinderte Kinder absolvieren.
Und damit ist eines klar: So
wirklich weg von den Pferden
wird Zwingelstein wohl nie
kommen. Warum auch, Pferde
sind längst zu ihrem Beruf
geworden und trotzdem nach
wie vor ihr liebstes Hobby.
Eine Abwechslung im Alltag,
geschweige denn eine Erho-
Eva-Maria Zwingelstein
Foto: zg/Ehlert
lung von den Tieren, braucht
sie nicht. Höchstens von der
Arbeit nimmt sie hier und
da einen Tag Abstand. Aber:
„Meine Arbeit ist mein Hobby
und mein Leben.“ Ihre Erholung holt sie sich im Stall bei
den Pferden, doch die seien auf
sie und sie auf die Pferde angewiesen. „Sie geben uns (Zwingelstein und Geisler, Anm. d.
Red.) sehr viel Kraft.“ Zum
Pferd „Alter Monte“ habe sie
einen extrem großen Bezug,
„er hat mir bereits drei Siege
geschenkt“, freut sie sich. Seit
zwei Jahren reitet sie ihr Herzenspferd täglich, das Besondere: „Alter Monte“ ist einäugig.
Besonders ist mittlerweile
auch Zwingelsteins Verbindung zur Mannheimer Rennbahn. Als Amateurin sei sie
mit der Bahn gar nicht zurechtgekommen. „Jetzt habe
ich ein paar Erfolge gefeiert
und mehr Erfahrung, da gehört
die Bahn nun auch zu meinen
Favoriten.“ Man benötige allerdings auch die passenden
Pferde, da die Bahn sehr klein
sei. Ein wichtiger Faktor sei
aber auch das Mannheimer
Umfeld, „da fühlt man sich
sehr wohl, das ist alles sehr familiär“, sagt Zwingelstein.
Es ist eine abwechslungsreiche Geschichte, die von
Eva-Maria Zwingelstein. Angefangen hat sie im Stall beim
Pferde putzen und Bandagen
wickeln. Das macht sie heute
immer noch, doch davor und
danach kämpft sie auf der
Rennbahn um Siege. Ein spezieller Höhepunkt in diesem
Jahr sei der Derbystart gewesen, dort ausnahmsweise ganz
nach dem Motto: „Dabei sein
ist alles“.
mplo
MANNHEIMturf
September 2016
Seite 11
„Die Welt der Wunderlichs“
Waldrennbahn spielt erstmals Rolle im Kino
Dani Levy für eine Schlüsselszene seines neuen Films
ausgewählt hat, der damals
unter dem Arbeitstitel „Der
kleine Diktator“ lief. Knapp
ein Jahr später, am 13. Oktober 2016, kommt der Film
„Die Welt der Wunderlichs“
nun bundesweit in die Kinos.
Die Produktion von X Filme
Creative Pool, die zum größten Teil in Mannheim spielt,
wird von X Verleih Berlin vertrieben.
Der Mann im Anzug ist
kein geringerer als der Wiener
Burg-Schauspieler Peter Simonischek (Walter), und die
zierliche junge Frau niemand
anderes als Katharina Schüttler (Mimi), erste Garnitur in
deutschem Film und Fernsehen. In weiteren Rollen standen EWi Rodriguez (Felix),
Christiane Paul (Manuela),
Steffen Groth (Nico), Martin
Feifel (Jonny) und HanDie Waldrennbahn war erstmals Drehort für einen Kinofilm.
Foto: Kranczoch nelore Elsner (Liliane) vor
dann verzweifelt weg.“ So
berichteten die SeckenheimRheinau-Nachrichten von den
Dreharbeiten am 25. Oktober
2015. Die Rennbahn ist Schauplatz für großes Kino, die Regisseur und Drehbuchautor
Dani Levy und Katharina Schüttler umrahmt vom BRV-Präsidium Holger
Schmid, Ulrich Merkel und Andreas Braun (von links).
Foto: Henne
der Kamera. Die Story: Mimi
Wunderlich hat ihren Job verloren und auf dem Parkplatz
einen Kunden angefahren. Die
alleinerziehende Mutter tut
alles für ihren hyperaktiven
Sohn, doch mit manischem
Vater, depressiver Mutter, verantwortungslosem Ex-Mann
und egoistischer Schwester
wird ihr alles zu viel. In das
Chaos platzt ein Angebot für
eine Casting-Show in Zürich,
16,
das die ehemalige Musikerin
als Chance sieht, ihren eigenen
Traum zu verwirklichen. Aber
natürlich lässt sie ihre Familie
bei diesem Abenteuer nicht
alleine ... Fazit: Eine schräge
Komödie mit Überraschungen
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„Tumult auf der Galopprennbahn in Seckenheim: Eine
zierliche junge Frau schüttelt einen großen, gesetzteren
Herrn gehörig am Sakkokragen, der wehrt sich, schimpft,
sie schreit ihn an und rennt
BENSHEIM Ŷ HEIDELBERG Ŷ 2x MANNHEIM Ŷ NEUSTADT Ŷ SCHWETZINGEN Ŷ SCHWETZINGEN / MEDIFIT Ŷ SPEYER Ŷ WIESLOCH
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12
Seite
turf
MANNHEIM
MANNHEIMturf
28.28.
Ausgabe
Ausgabe
Erlebniswe
Badisscher
BRV-Vorstand Stephan Buchner (links) verfolgte zusammen
mit Ralph Watkins und dessen Frau mit Kind den Preis der
ARICO GmbH aus der Sponsorenloge auf der Haupttribüne.
R
Fotos:
Thomas Henne / BRV,
Siggi Offen, Marc Skribiak
BRV-Vize-Präsident Joachim Keinert im Gespräch mit den Sponsoren des Pony-Derbys Hartmut
Erny und dessen Frau Gabi im Führring vor deren Rennen (v. r. n. l.).
Zum Preis der Stadt Mannheim am Mannheim²
Badischen Rennvereins um Präsident Holger Sch
Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Bad
Als Vertreter für die Stadt Mannheim konnte Ho
Joachim Keinert (l.) Bürgermeister Michael Grö
Mannheim Nikolas Löbel (r.) und Stadträtin Ma
Am Familienrenntag durfte
natürlich das Programm
für die kleinen Besucher
nicht fehlen. Sie konnten
sich professionell das
Gesicht schminken lassen
und sich so zum Beispiel in
kleine Tiger „verwandeln“.
BRV-Vorstand Christiane Hossner empfing am Mannheim²-Renn
Preis von JC DECAUX Mannheim die Verantwortlichen, vertreten d
Sonnenmoser und dessen Frau, auf der Waldrennbahn in Mannh
turf
MANNHEIMturf
MANNHEIM
September
2016
September
2016
elt
Seite
Seite 13
13
Neben der jeweiligen Siegprämie gibt es für den
Sieger der Rennen immer
noch einen schönen Ehrenpreis zu gewinnen.
Rennverein
-Renntag erhielten die Verantwortlichen des
hmid (3. v. r.) mit Peter Hauk MdL, Minister für
den-Württemberg, hohen politischen Besuch.
olger Schmid zusammen mit Vize-Präsident
ötsch (2. v. l.), den Kreisvorsitzenden der CDU
arianne Seitz (3. v. l.) begrüßen.
In Doppelfunktion waren Familie Merkel (links neben BRV-Präsident Holger Schmid)
mit Enkelin Luisa (vorne) und Familie Keinert am Mannheim²-Renntag aktiv. Neben
ihren Aufgaben am Renntag selbst, waren sie zeitgleich als Sponsoren geladene Gäste.
Am 17. Juli 2016 erlebten
die Zuschauer acht spannende Rennen mit teilweise
souveränen Siegen der
teilnehmenden Starter.
ntag zum
durch Albert
heim.
Der langjährige Rennbahnverwalter Thomas
Leitmeier musste in diesem Jahr aus privaten
Gründen seine Tätigkeit für den Badischen
Rennverein beenden. Erfreulicher Weise bleibt
er dem Verein aber an den Renntagen auch
weiterhin als Helfer im „BRV-Team“ erhalten.
w w w.badischer-rennverein.de
BRV-Vize-Präsident Ulrich Merkel (links) begrüßte am
Mannheim²-Renntag Daniele Fusca von der Tom Bock
Group, die mit dem Sponsoring des SoHo Turley-Cup
auch in 2016 den Badischen Rennverein unterstützt.
MANNHEIMturf
Seite 14
28. Ausgabe
Faszinierende Nähe zum Rennbetrieb
Ralf Busenbender wurde vom Rennbahnbesucher zum Rennpferdebesitzer
MANNHEIMturf:
Wie lange engagieren Sie
sich schon im Galoppsport?
Ralf Busenbender
Foto: zg
Seit April dieses Jahres ist
Ralf Busenbender im Vorstand des Badischen Rennvereins aktiv (wir berichteten).
Der Zahntechniker und Laborinhaber der Busenbender
Dentalstudios ist nicht nur
Visionär, leidenschaftlicher
Netzwerker und Teamplayer
im internationalen Dentalbusiness, sondern auch ein passionierter Freund des Galoppsports. Vor knapp einem Jahr
hat er sich den Traum vom
eigenen Rennpferd erfüllt.
Busenbender: Seit 2004,
dem Gründungsjahr unseres
Labors, sponsern wir den
„Preis vom Dentalstudio Busenbender.“ Aber auch schon
zuvor haben wir die Pferderennen in Mannheim unterstützt.
Unser Interesse hat Stephan
Buchner bei einer Rennbahnführung geweckt, die auch für
unsere Gäste immer wieder
ein toller Event ist.
MANNHEIMturf:
Wie kam es zur Entscheidung
für ein eigenes Rennpferd?
Busenbender: Auf der Waldrennbahn haben wir Trainer
Marco Klein kennengelernt.
Er hat uns seinen Rennstall
gezeigt und es war für uns
beeindruckend zu sehen, wie
„Northern Sun“ feierte mit Tommaso Scardino am 8. Mai ihren ersten Heimsieg in Mannheim. Foto: Sibylle Maus
hier mit den Tieren umgegangen wird. Mit seiner aufgeschlossenen Art hat er bei
uns die Begeisterung für den
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aktiven Pferdesport geweckt.
Dabei war für uns der lokale
Bezug wichtig. Wir wollten
nicht irgendwo ein Pferd
stehen haben, sondern vor Ort,
wo wir die Stallatmosphäre
selbst erleben und uns davon
überzeugen können, dass es
den Tieren gut geht.
zweiten Start in einen Sieg
verwandeln. Am 8. Mai 2016
erreichte er den 2. Platz beim
Grossen Preis von Jungheinrich in Mannheim. Wegen
anstehender Kastration legt
er nun eine Pause ein. „Northern Sun“ feierte ihren ersten
Heimsieg ebenfalls am 8. Mai
in Mannheim beim Preis der
Privatbrauerei
Eichbaum.
MANNHEIMturf:
Nach einer Verletzungspause
Auf welche Pferde ist
wird sie jetzt am 25. Sepdie Wahl gefallen?
tember wieder ein Rennen in
Busenbender: Wir haben Mannheim bestreiten.
zwei Pferde jeweils mit einer
Besitzergemeinschaft erwor- MANNHEIMturf:
ben. Der 2011 geborene Hengst Wie fühlt sich ein Rennen aus
„Kitaneso“ gehört seit Novem- der Sicht eines Besitzers an?
ber 2015 dem Stall vom Odon
und die ebenfalls 2011 gebo- Busenbender: Es ist auf
rene Stute „Northern Sun“ jeden Fall sehr aufregend
seit Dezember 2015 zum Stall und spannend, denn man
Son Vida. Beide werden von kann nie wissen, wie es ausMarco Klein betreut, gepflegt geht. Denn es kommt auch
und trainiert. Sie nehmen bun- auf die Tagesform an. Man
desweit an Rennen teil. Gerit- hofft immer auf eine Überten werden sie vor allem von raschung, aber muss auch mit
Tommaso Scardino, einem Enttäuschungen leben. Mit
vielversprechenden
Nach- einem eigenen Pferd am Start
wuchsreiter im Stall Klein, der ist die Spannung viel größer
in Baden-Baden seinen ersten als wenn man anderen beim
Sieg als Jockey feiern konnte. Laufen zusieht.
Natürlich ist der Spaß am
größten, wenn man gewinnt.
MANNHEIMturf:
Aber wir sehen das entspannt.
Welche Erfolge gibt es
Die Freude an der Zusammenbereits, und wann sind
arbeit mit Trainer und Mitardie nächsten Einsätze?
beitern im Stall steht für uns
Busenbender:
„Kitaneso“ im Vordergrund. Dabei entwikonnte am 24. November 2015 ckelt sich auch eine enge Verin Dortmund gleich seinen bindung zu Pferd und Reiter.
September 2016
MANNHEIMturf
Seite 15
Ein Mannheimer „Gesamtsieg“
Erster Sieg als Jockey für Tommaso Scardino
Im Sommer 2017 wird er seine
dreijährige Ausbildung zum
Pferdewirt im Rennstall von
Marco Klein beenden, doch
schon jetzt darf sich Nachwuchsrennreiter
Tommaso
Scardino Jockey nennen. „In
der Ausbildung ist das eher
ungewöhnlich“, so Marco
Klein, denn man muss mindestens 50 Rennen gewonnen
haben, um sich Jockey nennen
zu dürfen.
Den 50. Sieg hat Tommaso
Scardino in Leipzig gefeiert,
nun kam für ihn am 1. September sogar schon der 51.
Sieg, und somit der erste als
Jockey, hinzu – und zwar bei
der Grossen Woche in Iffezheim auf „Anatol Artist“,
dem Pferd der Familie Grimminger, welches ebenfalls seit
kurzem im Stall von Marco
Klein steht. Ein Mannheimer Gesamtsieg also. Das
ist umso höher zu bewerten,
wenn man bedenkt, dass
der gebürtige Italiener erst
21 Jahre zählt. Tommaso ist
ein hoffnungsvolles Talent,
auch wenn er mit seinen
1,78 Meter für einen Jockey
schon sehr groß ist. Da muss
er eben sehr mit seinem Gewicht aufpassen, was ihm im
Moment noch gut gelingt.
Sein Praktikum hat er mit 17
Jahren noch in Italien begonnen, seit 2014 lebt und arbeitet er in Deutschland. Über
Bremen und Düsseldorf kam
er nach Mannheim zu Marco
Klein und fühlt sich hier
sehr wohl.
Als Nachwuchsberufsreiter muss man mindestens 15
Rennen geritten sein, um die
Prüfung zu bestehen. Bei
Tommaso sind es schon sagenhafte 600. Er gewann das
Championat der Nachwuchsreiter und erfüllte sich damit
einen seiner großen Wünsche.
Tommaso liebt Pferde und den
Reitsport, auch wenn die Ausbildung zum Pferdewirt kein
Zuckerschlecken ist. Der Arbeitstag beginnt meist schon
morgens um 6 Uhr mit dem
Füttern der Pferde. Danach
ist es etwas ruhiger, ehe es
dann an die Arbeit mit den
Pferden geht. Pro Tag arbeitet er mit etwa fünf bis sechs
von insgesamt 24 Pferden, die
hier im Stall stehen und trainiert werden. Dazu kommt
natürlich noch eine ganze
Menge Theorie und Pferdekunde. In ein paar Jahren,
wenn er genügend Erfahrung
gesammelt hat, will er noch
die Ausbildung zum Pferdewirtschaftsmeister anhängen
und später, wenn es mit dem
Reiten vielleicht einmal nicht
mehr klappt, auch als Trainer
arbeiten.
Doch das liegt alles noch in
weiter Zukunft, im Moment
Tommaso Scardino reitet auf „Anatol Artist“ zu seinem ersten Sieg
als Jockey.
Foto: zg/Baden Racing
bereitet er sich auf den BMW
Renntag auf der heimischen
Bahn vor. Er wird auf jeden
Fall drei Pferde aus dem
Stall seines Chefs, nämlich
„Aramis“, „Northern Sun“
und natürlich sein Siegpferd
„Anatol Artist“ der Familie
Grimminger reiten. Was sich
sonst noch ergibt, entscheidet
sich erst in den Tagen vor dem
Rennen.
mhs
Seite 16
MANNHEIMturf
28. Ausgabe
Wechsel in der Geschäftsstelle des Badischen Rennvereins
Natascha Buchner übernimmt Leitung von Anja Gaul
Im Moment ist sie noch
dabei, sich in die vielfältigen
Aufgaben der Geschäftsstellenleitung des Badischen
Rennvereins einzuarbeiten,
doch spätestens ab 1. Januar
2017 wird Natascha Buchner
dann die Leitung übernehmen. Dazu wird sie auch in
neue Räumlichkeiten umziehen, die etwas näher an der
Waldrennbahn liegen.
Im Moment liegt ihre
Hauptaufgabe darin, ihrer
Vorgängerin Anja Gaul über
die Schulter zu schauen und
sich in die komplexen Abläufe einzuarbeiten. Anja
Gaul hatte die Geschäftsstellenleitung im März 2000
übernommen. Damals war
noch Michael Himmelsbach
Präsident des Vereins und
suchte jemanden, der ihn in
seiner Arbeit unterstützt. Mit
Anja Gaul hatte er die richtige
Natascha Buchner (rechts) wird die Leitung der Geschäftsstelle des
Badischen Rennvereins von Anja Gaul übernehmen.
Foto: Schatz Frau gefunden. Im Laufe der
Jahre kamen weitere Aufgaben hinzu und auch mehrere
Umzüge gab es zu bewältigen. „Ich habe mit insgesamt
vier Präsidenten zusammen
gearbeitet“, so Anja Gaul.
Jetzt ist für sie die Zeit
gekommen, etwas kürzer zu
treten. Schließlich ist die Leitung der Geschäftsstelle ein
„ganzjähriger Halbtagsjob“,
so Anja Gaul. Das ist neben
einem normalen Arbeitspensum also nicht mehr zu schaffen. Zum großen Aufgabengebiet gehören in erster Linie
sämtliche Büroarbeiten, aber
auch die Verwaltung der Mitglieder, die Vorbereitung der
Renntage, die Betreuung der
Sponsoren im Vorfeld der
Renntage, die Betreuung der
Presse oder auch die Reservierung der Tische an den
Renntagen, um nur einen Teil
der Aufgaben zu nennen. Das
alles übernimmt nun nach
und nach Natascha Buchner.
Sie ist die Ehefrau von Stephan Buchner, der nach Peter
Gaul und vor Holger Schmid
Präsident des Rennvereins
war.
Durch berufliche Veränderungen lebte die Familie eine
Zeitlang in Berlin. Buchner
hatte dort die Geschäftsführung der Rennbahn Hoppegarten übernommen. Doch
in diesem Jahr zog es ihn
wieder nach Mannheim. Er
gehört auch nach wie vor
dem Vorstand des Rennvereins an und kümmert sich
um den sportlichen Bereich.
Somit weiß Natascha Buchner ja in etwa, was auf sie zukommt. Sie freut sich natürlich auf ihre neue Aufgabe,
weiß aber auch, dass ihr Anja
Gaul ab Januar gerne noch
mit Rat und Tat zur Verfügung steht, wenn es notwendig sein sollte.
mhs
Stand in den Südwest-Championaten
Nachwuchs- und Regionalwettbewerbe werden auch in Mannheim ausgetragen
Die Spannung beim 24. Wettstar (vormals German Tote)
Turf-Championat
Südwest
2016, zu dem im April und
Juli auch in Mannheim Wertungsläufe stattfanden, spitzt
sich gegen Saisonende zu.
Nach dem jüngsten Lauf am
11. September in Lebach sind
die Spitzenpositionen sowohl
bei den Besitzern als auch
bei den Trainern doppelt besetzt. In der Sparte der Besitzer liegen Stefan Birner und
Nina Schneider mit jeweils 14
Punkten vorne, dicht gefolgt
von Besitzer Thomas Gries
(13 Punkte) und Trainer Manfred Weber (13 Piunkte). Bei
den Reitern liegen Mark Gier
und Stefanie Hofer mit jeweils
11 Punkten gleichauf, dicht
gefolgt von Michelle Blumenauer und Rebecca Danz
(10 Punkte). Mit nur zwei
Punkten Abstand folgen ihnen
Maxim Pecheur, Berit Weber
und Fabian Xaver Weißmeier. Die weiteren Läufe
am 2. Oktober in Honzrath
und am 16. Oktober in Saar-
ein kleines Drei-Pferde-Rennen zustande. Trotz Abwesenheit behält der belgische
Reiter Loid Bekaert mit
39 Punkten die Führung beim
Wettstar Junior-Cup Südwest
2016. Der 15-jährige Reiter
gewann auf „Milo“ bereits in
der vergangenen Saison das
Championat beim German
Tote Junior-Cup Südwest und
liegt auch in der diesjährigen
Wertung klar vor Jelle Jttevaere (27 Punkte) und Lucy
Kiersch (19 Punkte). Nach
sieben Läufen in Zweibrücken, Hassloch, Saarbrücken,
Mannheim (Deutsches PonyDerby), Meissenheim, Miesau
und Lebach wurde der Wettstar Junior-Cup Südwest 2016
am 18. September in Billigheim fortgesetzt. Die weiteren
Läufe sind am 2. Oktober in
Loid Bekaert stand bei der Siegerehrung in Saarbrücken im Mittelpunkt des Geschehens.
Foto: VSR Honzrath und am 21. Oktober
in Iffezheim vorgesehen.
zg/red
brücken werden also für die star Junior-Cup Südwest „Ami Rouge“ vor Tamara
Gesamtwertung beim Turf- wurde am 11. September Setzock auf „Magic Nic“ und
Championat Südwest 2016 in Lebach ausgetragen und Carmen Setzock auf „GentiAktuelle Infos unter
endete völlig formgemäß. Es laila“. Leider kam an diesem www.suedwest-verband.de
entscheidend sein.
Der siebte Lauf zum Wett- siegte Marie Hannibal auf heißen Ferien-Sonntag nur und www.werde-jockey.de
MANNHEIMturf
September 2016
Seite 17
Start zum 9. Trakehner-Rennen
Erinnerung an legendären Zuchthengst
In diesem Jahr wird bereits
das 9. Trakehner-Rennen auf
der Waldrennbahn in Mannheim-Seckenheim ausgetragen. Die Trakehner-Rennen
haben sich längst im Kalender etabliert und erfreuen
sich einer überregionalen
Beachtung.
Der „Nana Sahib x-Gedächtnispreis“ ist einem der
größten
Leistungsvererber
in der Geschichte Trakehnens und der ostpreußischen
Warmblutzucht
Trakehner
Abstammung gewidmet. Als
Landstallmeister
Burchard
von Oettingen 1906 in einem
Pariser Rennstall den 1900
geborenen Schimmelhengst
„Nana Sahib x“ entdeckte,
sollte dies der Beginn einer
von großen Trakehner Sportpferden geprägten Epoche
Nadine Keßler siegte 2015 mit „Virginian Snow“.
Dr. Dirk Friedrich (rechts) im Gespräch mit Moderator Sascha Hertel.
sein. Schnelligkeit und hohes
Sprungvermögen zeichneten
den edlen Angloaraber aus,
der seine Eigenschaften recht
ungleichmäßig, aber letztlich erfolgreich an zahlreiche
Nachkommen vererbte und
damit zum Fortbestand der
Trakehner Zucht entscheidend
beitrug.
Die Zuschauer erwartet am
25. September nach Flaggen-
start ein Flachrennen über
die Distanz von 2.500 Meter;
damit passiert das Feld gleich
dreimal die Tribünen. Die
Austragung wird unter anderem vom Badischen Rennverein und dem Trakehner
Verband unterstützt. Initiator
Dr. Dirk Friedrich freut sich
wieder auf einen spannenden
Renntag mit vielen Begegnungen. Das von ihm heraus-
Fotos: Henne
gegebene Buch „Trakehnen
und das Trakehner Pferd –
Geschichte und Gegenwart“,
das in Zusammenarbeit mit
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MANNHEIMturf
Seite 18
28. Ausgabe
Grosse Woche in Iffezheim
Großer internationaler Sport und viel Glamour
Lebende Legenden: die Jockeys Lester Piggot und Andrasch Starke in
Iffezheim.
Foto: Baden Racing
Mit dem Versprechen, großen
internationalen Sport und
viel Glamour zu bieten, ist
Baden Racing in die Grosse
Woche Baden-Baden auf der
Galopprennbahn
Iffezheim
angetreten. „Wir haben Wort
gehalten“, zieht Jutta Hofmei-
ster, die Geschäftsführerin
des Rennveranstalters, nach
dem sechs Renntage umfassenden Meeting Bilanz. „In
den Hauptrennen hatten wir
Sieger aus England, Frankreich und erstmals in der
mehr als 150-jährigen Geschichte der Rennbahn sogar
aus Polen“, so Hofmeister. Der
nach zwölf Starts noch immer
ungeschlagene polnische Derbysieger „Va Bank“ machte
den Auftakt im 61. Preis der
Sparkassen Finanzgruppe, für
den emotionalen Schlusspunkt
sorgte der vierjährige Hengst
„Iquitos“ im 144. Longines
Grosser Preis von Baden – ein
erster Gruppe 1-Sieg für Trainer Hans-Jürgen Gröschel,
Reiter Ian Ferguson und die
Besitzergemeinschaft
Stall
Mulligan.
Der Glamour-Faktor der
Grossen Woche lag ähnlich
hoch: „Wir hatten sehr viele
tolle Gäste aus allen Lebensbereichen“, freut sich die
Geschäftsführerin. Um nur
einige Namen zu nennen: Der
baden-württembergische Justizminister Guido Wolf, der
südafrikanische Unternehmer
Markus Jooste, Modedesigner
Harald Glööckler, Olympiasieger Michael Jung und nicht zu
vergessen die Jockey-Legende
Lester Piggott kamen nach Iffezheim. Insgesamt besuchten
mehr als 53.000 Menschen die
Rennen. „Leider haben uns
das hochsommerliche Wetter
am ersten Wochenende und
der Regen am Grand Prix-Tag
einige Zuschauer gekostet“,
sagt Hofmeister. „Toll wurden
der ‚KSC-Renntag‘ und der
‚Tag des Ehrenamts‘ Mitte der
Woche angenommen.“
In 54 Rennen mit einem
Preisgeld von mehr als 1,26
Millionen Euro kamen 520
Pferde aus fast einem Dut-
WIR FEIERN...
zend Nationen an den Start.
Der Wettumsatz lag bei etwas
mehr als drei Millionen Euro.
„Da kann man in einer ersten
Analyse sagen, dass die Wettvermittlung von außen – aus
dem Internet und von anderen
Wettannahmestellen – ein Problem darstellt, das aber auch
andere Rennvereine kennen“,
so die Geschäftsführerin. „Als
kleines Fazit meiner ersten
Grossen Woche kann ich feststellen, dass zum einen unsere
Sponsoren sehr zufrieden
waren“, erläutert Hofmeister.
„Zum anderen wurden unsere
Bemühungen, mit kleinen
Dingen eine persönliche Note
zu schaffen, sehr positiv wahrgenommen – zum Beispiel das
Auflaufen der Kinder mit den
Jockeys vor dem Grand Prix,
das Live-Singen der Nationalhymne oder auch die ‚Führringbrettle‘ für den sicheren Stand
der Damen mit High Heels.“
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September 2016
MANNHEIMturf
Strahlende Gesichter trotz Regen nach dem 144. Longines Grosser Preis von Baden.
Sales & Racing Festival
im Oktober
Zeit zum langen Durchschnaufen ist aber keine, denn bereits
in wenigen Wochen findet das
Sales & Racing Festival als
Herbst-Meeting vom 21. bis
23. Oktober statt. Im Mittelpunkt stehen dabei das Ferdinand Leisten Memorial, das
reichste Rennen in Deutschland für zweijährige Pferde am
Freitag, und dann am Sonntag
noch einmal zwei GruppeRennen: der Ittlingen Preis der
Foto: Baden Racing
Winterkönigin für zweijährige
Stuten und die Baden-Württemberg-Trophy für dreijährige
und ältere Pferde. Damit veranstaltet Baden Racing zwölf
der sportlich und züchterisch
wertvollen
Gruppe-Rennen
– so viele wie kein anderer
Rennverein in Deutschland. zg
Heimspiel: Rennverein
beteiligt sich am Straßenfest
Das Seckenheimer Straßenfest
fand in diesem Jahr im Zeichen
des 1250-jährigen Ortsjubiläums statt. Unter Federführung
der IG Seckenheimer Vereine
und Organisationen ist das traditionelle Fest im alten Ortsteil
„Hunsrück“ zwischen Rathaus
und Neckar ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. Neben
einem bunten Unterhaltungsprogramm und reichhaltigem Spei-
senangebot beteiligen sich auch
Gruppierungen mit Infoständen.
Zum ersten Mal schlug der Badische Rennverein im Juni 2013
sein neues Zelt auf dem historischen Pflaster auf. Die Präsenz
außerhalb der Waldrennbahn
wurde von der Bevölkerung
gleich positiv wahrgenommen.
Auch in diesem Jahr informierte
das Präsidium mit Unterstützung treuer Mitglieder und
Seite 19
Helfer an zwei Tagen über den
Rennbetrieb und das Wetten.
An einem Glücksrad, das sich
bei den zahlreichen Besuchern
großer Beliebtheit erfreute,
konnten die Teilnehmer schließlich Eintrittskarten für den
nächsten Renntag gewinnen.
BRV-Präsident Holger Schmid
bedankt sich bei allen Freiwilligen und strebt eine Fortsetzung
im nächsten Jahr an.
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Marianne Seitz und Holger Schmid begrüßen Hartwig Trinkaus (von links) am Stand.
Foto: Warlich-Zink
MANNHEIMturf
Seite 20
28. Ausgabe
Vom Wesen und Willen eines Rennpferdes
Anspruch oder Ausbeutung? Ein Blick hinter (Rennstall-)Kulissen
Auch Rennpferde schütten beim Start Adrenalin aus.
Viele Pferde sind schnell. Das
macht sie aber nicht automatisch zu einem Rennpferd.
Aber woran erkennt man, ob
ein Pferd als Rennpferd geeignet ist? Und kann man ein
Pferd zwingen, ein Rennen
mitzulaufen? Fragen, die nicht
nur viele Fans und Besucher
der Renntage beschäftigen.
Klare Antworten und ein
überraschender Blick hinter
sonst geschlossene (Stall-)
Türen.
„Wenn ein Pferd nicht will,
dann will es nicht“, sagt lapi-
dar Marco Klein, Besitzer und
Public Trainer aus Mannheim
zum Thema Willen. Und das
Entscheidende: „Das will ja
auch keiner. Wir arbeiten mit
dem Tier – nicht gegen das
Tier. Es gibt Pferde, die signalisieren uns relativ schnell,
dass sie nicht laufen möchten.“ Was macht man dann?
„Mit Spaß arbeiten – mal in
den Wald gehen, mal springen“, so Klein, der das jetzt
schon acht Jahre macht. „Und
wenn ein Pferd gar nicht mehr
will, dann lassen wir es auch
in Ruhe“.
Und die anderen? „Irgendwann bietet sich das Pferd
von alleine an“, so Klein,
„da kommt der Ehrgeiz von
selbst.“ Wenn es ein gutes
Pferd sei, habe es den Ehrgeiz,
immer an anderen vorbei zu
wollen. „Und das ist die Aufgabe von uns Trainern, diesen
Ehrgeiz herauszukitzeln – auf
möglichst spielerische Art
und Weise“, wie Klein betont.
„Wenn die auf der Koppel
rumrennen, will auch immer
einer vorne sein.“ So ist das
Wesen eines Pferdes entscheidend dafür, ob ein Pferd als
Rennpferd tauglich ist oder
nicht. Der Rest ist Training
„Es ist immer ein
Vorteil, einen
zentralen Ansprechpartner für alle
Bereiche zu haben.”
„Wir freuen uns
besonders, wenn
unser gesamtes
Leistungsspektrum
abgerufen wird.”
Dagmar Steinert, Head of Investor
Relations (seit 2016 Finanzvorstand)
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Christina Guth, Projektentwicklung
und -management
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mit Spaß. Große Sorgfalt
gilt den Pferden, die dann
ein Rennen laufen sollen. Sie
stehen sowohl im Training
als auch vor dem Rennen
unter ständiger, auch tierärztlicher Beobachtung, und bei
Anzeichen, dass das Pferd
nicht kann oder will, läuft es
auch nicht. Klein erzählt in
diesem Zusammenhang von
seiner Stute, die – aufgrund
toller Trainingsleistungen in
Mannheim – hätte starten
sollen, aber schon im Führring
extrem schwitzte. Grund: Der
psychische Druck, auf ihrer
Heimbahn ein Rennen laufen
zu müssen. Kleins glasklarer
Beschluss: Das Tier darf in
der Box bleiben.
Apropos Sorgfalt und Tierschutz: Vor diesem Hintergrund ist auch vor über einem
Jahr ein Rennen in Mannheim wegen Hitze abgesagt
worden. Wir erinnern uns:
Die erwarteten Temperaturen
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September 2016
MANNHEIMturf
LEBEN IN DER STADT.
Nach einem anstrengenden Rennen ist Erholung angesagt.
Fotos: Kranczoch
von um die 40 Grad Celsius machten die bundesweit
erste Absage wegen Hitze zur
„absolut richtigen Entscheidung“, so Holger Schmid, und
der Präsident des Badischen
Rennvereins ergänzt: „Wir
hatten vor allem das Wohl
der Vier- und Zweibeiner im
Blick.“ Dabei müssen es noch
nicht einmal Extremtemperaturen wie 40 Grad Celsius
sein. Dass die äußeren Bedingungen nicht nur genau
beobachtet werden, sondern
auch in jede Entscheidung
im Vorfeld einfließen, bestätigt Marco Klein am Beispiel seines „Saibaba“: „Der
neigt dazu, mit den Hufen ein
wenig Probleme zu haben.
Wenn der zu harten Boden
hat, tue ich ihm keinen Gefallen, so Klein.
Und wenn jetzt ein Pferd
ein Rennen mitgeht – muss
es dann an seine Grenzen getrieben werden? Als unkommentierte Antwort mag eine
Geschichte gelten, die Horst
Rudolph – der übrigens seit 63
Jahren im Geschäft ist, mit 13
angefangen hat, mit Pferden
zu arbeiten, und mit 17 Jahren
sein erstes eigenes Pferd trainierte, das sinnigerweise „An-
tritt“ hieß, und selbst 35 Jahre
lang Rennen geritten ist und
70 Siege erzielt hat – beim
Gespräch mit MANNHEIMturf auf der Waldrennbahn
erzählt hat. Aktuell laufe ein
Pferd mit, das erst seit sechs
Wochen wieder im Training
sei. „Der geht die Rennen
von allein mit – soll aber zum
Schluss nicht richtig gefordert
werden. Damit er nicht überanstrengt wird“.
Was passiert eigentlich mit
Rennpferden, die keine Lust
mehr haben, ein Rennpferd
zu sein? Rudolph: „Ich hatte
selbst einen, der Rennen in
Baden-Baden, Berlin und
Hannover gewonnen hat. Der
hatte dann irgendwann keine
Lust mehr, ging noch aus der
Startbox raus und hat dann
einfach einen Haken geschlagen, und dann lag der Jockey
da.“ „Wenn es nicht will,
haben Sie keine Chance“, so
Rudolph. Das war vor sechs
Jahren. Und heute? Heute ist
diese Stute ein ganz normales Reitpferd in Privatbesitz
– wie übrigens die allermeisten „ausgemusterten“ Rennpferde. „Die Besitzerin ist
heute noch happy mit ihr“.
nco
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Seite 21
Seite 22
MANNHEIMturf
28. Ausgabe
Großes Turf-Gewinnspiel
Karten für Vorpremiere im Cinemaxx
MANNHEIMturf verlost 5 x 2 KinoTickets für die Vorpremiere des neuen
Kinofilms „Die Welt der Wunderlichs“,
der zum größten Teil in Mannheim
spielt. Eine Schlüsselszene wurde dabei
auch auf der Waldrennbahn gedreht.
„Film ab“ heißt es am 11. Oktober 2016
um 19.30 Uhr im CinemaxX Mannheim.
Für diesen besonderen Abend haben
sowohl Regisseur Dani Levy („Alles auf
Zucker!“) als auch alle Hauptdarsteller
ihre persönliche Anwesenheit angekündigt. So können Sie die Stars der Komödie nicht nur auf der Leinwand, sondern
sogar live erleben.
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Gutschein für Essen im Bella Napoli
Das Bella Napoli wurde 1978 von Giovanni
Giannone in Mannheim eröffnet. Heute führt
die zweite Generation das Restaurant mit dem
besonderen Ambiente in Mannheim-Neuostheim. Familie Nicotra heißt Sie und Ihre
Begleitung im Lokal oder auf der Sommerterrasse in der Dürerstraße 55 willkommen.
Genießen Sie regionale italienische Gerichte,
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Desserts in großer Vielfalt. Dazu gibt es eine
große Auswahl an Weinen.
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Jahresehrenkarte vom Badischen Rennverein
Mit der Saisonehrenkarte des Badischen Rennvereins erhalten Sie und eine Begleitung freien
Eintritt zu allen Renntagen auf der Waldrennbahn in Mannheim-Seckenheim. Die Ehrenkarte berechtigt zum kostenlosen Parken und
beinhaltet sowohl das aktuelle Rennprogramm
wie auch ein Glas Sekt zur Begrüßung und
Zugang zum VIP-Bereich. So können Sie in
der kommenden Saison 2017 spannende Renntage in familiärer Turf-Atmosphäre erleben und
genießen.
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Und so machen Sie mit:
Zur Teilnahme senden Sie bitte bis 30. September 2016 eine
Postkarte, Fax oder E-Mail mit dem Stichwort „Turf-Gewinnspiel“ an den Verlag:
Schmid Otreba Seitz Medien,
Wildbader Straße 11, 68239 Mannheim,
Fax 0621 72 73 96 15, E-Mail: [email protected]
Einsendeschluss ist Dienstag, 7. Juli 2016, 12 Uhr. Bitte Absender und Telefonnummer nicht vergessen!
Die Preise werden unter allen
Einsendungen verlost und die
Gewinner schriftlich benachrichtigt. Mitarbeiter des Badischen Rennvereins und des
Verlags Schmid Otreba Seitz
Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der
Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die von den Teilnehmern
übermittelten Daten werden
nicht an Dritte weitergegeben
oder für Marketingzwecke
genutzt.
MANNHEIMturf
September 2016
Die Waldrennbahn Mannheim-Seckenheim
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Fachbetrieb für mechanische
Einbruchhemmung
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bei Balkontüren, Fenstern,
Haus- und Wohnungsabschlusstüren
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Zufahrt BAB
Heidelberger Kreuz
A5
Seite 23
Ã
c
EG
LZW
HO
13
P
Ã
BAB 656
Nach Seckenheim
EINFAHRT
TUR
FWE
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P
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1
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Mannheimer Kreuz /A6
a
Ziel
4
Toiletten
9
b
Start 2.500 m
5
Haupttribüne mit
10 Gastboxen
NOR
DEN
Sattelboxen
+ 1.400 m
Restaurant, Turfstube,
11
c
Start 1.900 m
Wetthalle und Toiletten
12 Siegerehrung / Absattelring,
Tennisanlage
1
Eingang
6
Führring
13 Parkplatz für
2
Eingang Pferde
7
Überdachte Stehtribüne
3
VIP-Pavillon
8
Toiletten
Pferdetransporter
P
Parkplätze
Kurzinfos
Anfahrt:
PKW: Autobahn 656, Ausfahrt
Seckenheim, danach Beschilderung
Pferderennbahn folgen.
Parkplätze ausreichend vorhanden
(2 Euro)
ÖPNV: Buslinie 40 ab Rathaus Seckenheim bis Haltestelle Schlittweg, von
dort ca. 500 m bis zur Rennbahn.
Eintritt:
8 Euro Erwachsene, 4 Euro Ermäßigte,
Kinder bis 12 Jahre frei,
EC-Cash, Überdachte Haupttribüne:
1.000 Sitzplätze, Neue überdachte
Stehtribüne 2.800 Plätze
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Luisenstraße 41 - 68199 Mannheim
Telefon: 0621 - 851516 - Telefax: 0621 - 857587
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Telefon-Hotline an Renntagen:
(0621)4712 20
Internet:
www.badischer-rennverein.de
E-Mail:
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Impressum
Textilpflege seit 1851
Herausgeber, Verlag und Satz:
Schmid Otreba Seitz Medien GmbH & Co. KG
Wildbader Straße 11, 68239 Mannheim,
Tel. 0621-727396-0, Fax 0621-727396-15
Internet: www.sosmedien.de, E-mail: [email protected]
In Zusammenarbeit mit dem
Badischen Rennverein Mannheim-Seckenheim e.V.
Turfweg • 68239 Mannheim, Tel. 0621-41 60 60, Fax 0621-47 12 20
Internet: www.badischer-rennverein.de, E-mail: [email protected]
Layout: Michaela Heid
Anzeigen: Holger Schmid
Redaktion: Dr. Stefan Seitz, v.i.S.d.P. (sts), Holger Schmid (hs),
Jürgen Burk (jb), Heike Warlich-Zink (pbw), Marion Schatz (mhs),
Nicolas Kranczoch (nco), Moritz Plohberger (mplo)
Fotos: BRV, Karl-Heinz Raubuch, Thomas Henne, Siggi Offen
Druck: DSW Druck- und Versandservice
Südwest GmbH, Ludwigshafen
Auflage: 16.000
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& Co. KG, Ludwigshafen
Zur Zeit gültige Anzeigenpreisliste 01/2013
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familienbäckerei

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