Info der Landesfachgruppe - Gemeinden Berlin-Brandenburg

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Info der Landesfachgruppe - Gemeinden Berlin-Brandenburg
Die Feuerwehrgewerkschaft - seit 1908
Die Landesfachgruppe Feuerwehr
informiert
02/2016
Feuerwehr Brandenburg an der Havel
Stellenbesetzungsverfahren für die
Leitungsfunktion
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Seit einigen Tagen gibt es in der Stadt Brandenburg vermehrt Unruhe.
Es
geht
um
Vorwürfe
in
Zusammenhang
mit
der
Neubesetzung/Ausschreibung der Stelle der Chefin, des Chefs, der
Brandenburger Berufsfeuerwehr.
Die Stelle soll, nach Beteiligung des Personalrates, öffentlich
ausgeschrieben werden.
Die Diskussion darum und die öffentlichen Vorwürfe sind für die
Landesfachgruppe Feuerwehr nicht nachvollziehbar.
Fakt ist, das die Stelle als Stelle des höheren Dienstes ausgewiesen ist.
Und ebenfalls Fakt ist, dass es in der Feuerwehr Brandenburg keine
Beschäftigte, keinen Beschäftigten gibt, die/der die fachliche
Qualifikationen besitzt, die Stelle zu besetzen.
Wenn wir richtig informiert sind, bräuchten interne Bewerber mehrere
Jahre Ausbildung, um die Qualifikation nachzuholen. Alles mit dem
Risiko, dass es auch Prüfungen zu bestehen gibt.
ver.di befürwortet, dass es in Dienststellen eine kontinuierliche
Personalentwicklung gibt. Hier könnte man dem amtierenden
Feuerwehrchef den Vorwurf machen, dass es keine rechtzeitigen
Ausbildungsangebote mit dazugehörigen Interessenbekundungs- und
Auswahlverfahren gab.
Zu berücksichtigen ist auch das Grundgesetz. Bei der Bewerbung um
einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst, darf es keine Bevorzugung
und keine Benachteiligung geben. Eine „Bestenauswahl“ durch
öffentliche Ausschreibung verhindert nicht die Bewerbung interner
Bewerberinnen und Bewerber.
Des Weiteren ist es nie gut, zu lange im „eigenen Saft zu schmoren“.
Neue Kräfte haben zwar den Nachteil, dass sie sich in die
Besonderheiten vor Ort einarbeiten müssen (dürfte schnell gehen,
wenn die Vorgänger die Arbeit der Feuerwehr nach herkömmlichen,
einheitlichen Grundsätzen durchgeführt haben), dafür sind sie aber
nicht für eingefahrene Strukturen und eventuelle Verfilzungen
verantwortlich. Sie bringen Leitungserfahrung mit und können, ohne
große Rücksicht nehmen zu müssen, den Istzustand in der
Berufsfeuerwehr analysieren.
Öffentlich
geäußerte
Vorwürfe
wegen
eventueller
Benachteiligungen, sind nicht hilfreich und schaden dem
Besetzungsverfahren. Wenn sich eine Bewerberin oder ein Bewerber im
Auswahlverfahren benachteiligt fühlt, hat sie/er verschiedene Mittel,
das Verfahren gegebenenfalls zu korrigieren oder sogar zu stoppen.
ver.di wünscht sich für die Berufsfeuerwehr, eine baldige Beruhigung
der Lage und viel Erfolg bei der schwierigen Suche, nach geeigneten
Bewerberinnen und Bewerbern.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Gewerkschaft ver.di, Landesfachgruppe Feuerwehr, Landesfachgruppenleiter Dieter Korte,
Tel. 030-8866-5378, Fax. 030-8866-5932, [email protected];
Berlin, 08.03.2016

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