swatch group geschäftsbericht 2011

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swatch group geschäftsbericht 2011
Swatch Group
Geschäftsbericht
2011
The Swatch Group AG
Postfach, Seevorstadt 6, CH-2501 Biel, Schweiz
Tel. +41 32 343 68 11, Fax +41 32 343 69 11
E-mail: www.swatchgroup.com/kontakt
Internet: www.swatchgroup.com
Swatch Group Geschäftsbericht 2011
Swatch Group
Geschäftsbericht
2011
Swatch Group
Geschäftsbericht
2011
1
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Inhaltsverzeichnis
GELEITWORT DER PRÄSIDENTIN
2
OPERATIVE ORGANISATION
4
ORGANISATION UND VERTRIEB
5
ORGANE DER GRUPPE
VERWALTUNGSRAT
KONZERNLEITUNG UND ERWEITERTE KONZERNLEITUNG
6
6
8
ENTWICKLUNG DER SWATCH GROUP
10
BIG BRANDS
UHREN UND SCHMUCK
DISTRIBUTION UND WAHRZEICHEN
11
12
73
PRODUKTION
UHREN
SCHMUCK
79
80
88
ELEKTRONISCHE SYSTEME
89
CORPORATE, BELENOS
93
SWATCH GROUP IN DER WELT
101
GOVERNANCE
UMWELTSCHUTZPOLITIK
SOZIALPOLITIK
CORPORATE GOVERNANCE
125
126
127
129
JAHRESRECHNUNG 2011
KONZERNRECHNUNG
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
141
142
206
Der Geschäftsbericht der Swatch Group erscheint auf Französisch, Deutsch und Englisch.
Der Text der Seiten 1 bis 128 wurde ursprünglich auf Französisch,
jener der Seiten 129 bis 140 auf Deutsch und jener der Seiten 141 bis 216 auf Englisch verfasst,
diese jeweiligen Sprach­versionen sind massgeblich.
© The Swatch Group AG, 2012
2
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Geleitwort der präsidentin
Geleitwort
der Präsidentin
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitaktionärinnen und Mitaktionäre,
Das Geschäftsjahr endet für unser
­Unternehmen einmal mehr mit einer
Serie von glanzvollen Rekorden:
–E
in Bruttoumsatz, der erstmals 7 Milliarden
Schweizer Franken übersteigt und
7.143 Milliarden erreicht, gegenüber 2010
ein Plus von mehr als 21% zu konstanten
Wechselkursen.
– Ein Betriebsgewinn von 1.614 Milliarden
Schweizer Franken, ein Plus von mehr als
12% gegenüber dem Vorjahr.
– Eine operative Marge, die trotz
­ungünstigen Währungskonstellationen
und einer Verteuerung der Rohstoffpreise
von 23,5% auf 23,9% steigt.
– Ein um mehr als 18% höherer Konzern­
gewinn, der 1.276 Milliarden Schweizer
Franken erreicht.
– Eigenkapital, das erstmals über
8 ­Milliarden Schweizer Franken liegt,
was einer Eigenkapitalquote von mehr
als 82% entspricht.
– Und schliesslich die Schaffung von mehr
als 2800 neuen Arbeitsplätzen allein im
Jahr 2011, womit unser Personalbestand
auf leicht über 28 000 Mitarbeitende
­ansteigt.
Diese aussergewöhnlichen Ergebnisse
­bestätigen die Nachhaltigkeit der Strategie,
die die Swatch Group seit ihrer Gründung in
den achtziger Jahren verfolgt. Eine
­Strategie der Langfristigkeit – konkret,
­authentisch, eine Strategie der realen Wirt­
schaft. Unsere Ergebnisse widerspiegeln
zum einen auf sehr erfolgreiche Weise die
Energie, die unsere 28 000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter einsetzen, um die Produkte
zu gestalten und herzustellen, die Sie tag­
täglich an Ihrem Handgelenk tragen. Zum
anderen stehen sie sinnbildlich für die
­Weitsicht und die Umsicht unseres Ver­
waltungsrates und unserer Konzernleitung,
die unbeirrbar den Weg des Erfolgs weiter­
gehen, den wir vor dreissig Jahren vor­
gezeichnet haben: Ausbau der Produktions­
anlangen in der Schweiz; Schaffung und
Sicherung von Arbeitsplätzen; Wieder­
belebung seltener Handwerke, die in
­Vergessenheit geraten sind oder zu
­verschwinden drohen; Erhaltung des
­Know-how; Forderung nach Kreativität in
allen Bereichen der Uhrmacherkunst – nicht
nur im Spitzenbereich des Uhrmacher­
handwerks oder im Luxusuhrensegment,
sondern auch im Basissegment, das ein
noch grösseres Publikum anspricht. Eine
industrielle auf das Produkt ausgerichtete
Strategie, die unser Ziel unterstützt:
Occupy Your Wrist!
Occupy Your Wrist! ist nicht nur der Esprit,
der unser Unternehmen, unsere Mitarbeite­
rinnen und Mitarbeiter, unsere Verantwort­
lichen erfüllt. Occupy Your Wrist! ist auch
ein Symbol für die notwendige Stabilisie­
rung der Weltwirtschaft. Das heisst, die
­bestehende industrielle Basis zu erhalten
und weiterzuentwickeln, mit zahlreichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das
heisst auch, eine s­ olide Grundlage für
­Arbeitsplätze mit ­unterschiedlichsten
­Komplexitäten, ­Anforderungsprofilen und
Funktionen zu schaffen, die allen eine
­Chance bietet, eine passende Anstellung zu
finden. In der Schweiz natürlich, denn das
ist unser Land und das Land, an welches
wir als Erstes denken. Aber dies gilt
­gleichermassen auch in der restlichen
Welt: Occupy Your People!
Achtundzwanzigtausend. Jeden Tag setzen
wir 28 000 uns dafür ein, diesen Kurs bei­
zubehalten und unsere Unternehmenskultur
zu bewahren. 28 000, die kämpfen um das
zu schützen, was durch kurzfristiges
­Gewinnstreben vernichten werden könnte.
28 000, die sich für eine Erstarkung der
­Industriemacht in der Weltwirtschaft ein­
setzen. Eine reale wirtschaftliche Macht,
die ein Gegengewicht zur Finanzwelt bilden
muss, die uns alle in enorme Schwierig­
keiten gebracht hat und selbst die demo­
kratischen Traditionen in mehreren
­europäischen Ländern gefährdet.
Im speziellen Fall unserer Uhrenindustrie
müssen viele Arten von Aktivitäten durch
eine grosse Anzahl an Berufsbildern
­erhalten bleiben oder geschaffen werden.
Sie sind für die extreme Vielfalt unserer
­ rodukte unerlässlich – Produkte von der
P
genialen Schlichtheit einer Swatch New
Gent mit einem Uhrwerk aus 51 Kompo­
nenten bis hin zu komplizierten aber trotz­
dem preisgünstigen mechanischen Uhr­
werken. Von der Swatch Touch, die zu
einem erschwinglichen Preis mit raffinierter
taktiler Technologie ausgerüstet ist, bis zu
den komplexesten und innovativsten
­Kalibern wie unserem Co-­Axial­-Uhrwerk
von Omega oder unserem Column­-WheelChronographen von Longines. Nicht zu
­vergessen sind die in ihrer Komplexität
und ihrem uhrentechnischen Erfindungs­
geist anspruchsvollen Werke wie die
10-Hz-­Unruh von Breguet mit ihrer Silizium­
spiralfeder oder die Werke von Blancpain
mit Hunderten von Bestandteilen. Diese
Marke baut ein Kaliber, das aus nicht
­weniger als 450 Komponenten besteht!
Und damit habe ich nur einige unserer
­einzigartigen Produkte erwähnt.
Was ist der Motor, das Herz von all dem?
Spricht man in der Uhrmacherkunst von
Motor, von Herz, denken wir sofort an den
Quarzschwinger oder das Unruh-Spiral­
feder-Paar. Nein, weit gefehlt! Das Herz
des Ganzen ist nicht etwa ein bestimmtes
Uhrenelement, das in der Vorstellung
­anspruchsvoll und in der Fertigung komplex
ist, wie beispielsweise die Komponenten
von Nivarox-­FAR. Nein! Das Herz von all
dem ist der Mensch selbst. Kader,
­Ingenieure, Uhrmacherinnen und Uhr­
macher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
all jene, die Tag für Tag unzählige Elemente
fabrizieren und zusammenfügen, um daraus
faszinierende, attraktive, witzige, ausser­
gewöhnliche, modische Produkte herzu­
stellen. Produkte, die in unseren Märkten in
allen Ländern der Erde jeden Tag zahlreiche
Kundinnen und Kunden verzaubern. Occupy
Your Heart!
Denken Sie an die Präsenz der Swatch
Group in der Welt. Natürlich sind wir an der
Place Vendôme und der Champs-­Elysées in
Paris; selbstverständlich sind wir an dem
Bund in Schanghai, der Causeway Bay in
Hongkong, dem Roten Platz in Moskau,
in der Dubai Mall in Dubai, an der ­
3
Geleitwort der präsidentin
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Fifth Avenue in New York, der Rue du
­Rhône in Genf und vielen anderen renom­
mierten Orten präsent. Doch wir sind nicht
nur an den prominenten Lagen der grossen
Metropolen zu finden. Wir sind auch dort,
wo die Menschen leben, wo sie hinreisen,
wo sie hingehen, um Kunstwerke zu sehen,
wie beispielsweise die Biennale in Venedig,
dort, wo die grossen Sportanlässe statt­
finden – überall! Mehr als neunhundert
Swatch Boutiquen, mehrere hundert Monound Multimarkenboutiquen, Tausende von
Partnern. Das ist konkret. Das ist Realität.
Das ist Swiss Made. Keine Investment­
fonds von geisterhafter Substanz.
Und unsere Produkte sind auf Ihrer Haut,
an Ihren Handgelenken, begleiten Sie und
­verschönern den Augenblick, den Sie
­gerade erleben und zählen nicht einfach nur
die verrinnenden Sekunden. Eine einzig­
artige Vertrautheit. Occupy Your Wrist!
Es ist diese Wirklichkeit unserer realen
­Produktionsstätten, unserer realen Produkte,
die unsere Stärke ausmacht. Wir bleiben
gesund, orientieren uns langfristig, sind
­unmissverständlich in unserer Wachstums­
strategie. Selbst die anhaltende Schwäche
des Euro und der an den Dollar gebundenen
Währungen, die unseren Schweizer
­Franken auf eine ungesunde Art gestärkt
und zu einer massiven Schmälerung
­unseres Umsatzes in der Grössenordnung
von 700 Millionen Schweizer Franken
­geführt hat, konnte uns nicht daran hindern,
ein Rekordjahr zu verzeichnen. Wir über­
treffen mit 23,9% das bereits sehr hohe
­Niveau der operativen Marge im Vorjahr.
Dank einer gesteigerten Produktivität und
der traditionell sehr strikten Kostenkontrolle,
eines der Elemente unserer Strategie, das
mir sehr am Herzen liegt. Trotz der sehr
­ungünstigen Entwicklung der Wechsel­
kurse und des starken Preisanstiegs bei
den für unsere Industrie wichtigen Roh­
stoffen wie Gold oder Diamanten. Alles
ohne die traditionelle langfristige Politik der
Swatch Group aufzugeben: Mit Industrie­
investitionen von nahezu 580 Millionen
Schweizer Franken im Jahr 2011; durch
­Verzicht auf kurzfristige Preiserhöhungen,
aber dafür Konzentration auf die Gewinnung
von Marktanteilen; und schliesslich mit
Marketingaktivitäten, die wir 2011 in allen
Preissegmenten und bei allen Marken
­intensiviert haben.
An der Generalversammlung vom 16. Mai
2012 wird der Swatch Group Verwaltungs­
rat eine Dividende von CHF 5.75 pro
Inhaber­aktie und von CHF 1.15 pro Namen­
aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung an
die Aktionäre, die im Vergleich zum Vorjahr
um 15% höher ausfällt, entspricht den
­Rekordergebnissen von 2011 und beweist
zudem unser Vertrauen in die Aussichten
für den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr
2012. Wir rechnen denn auch mit einer
­weiteren Steigerung für 2012. Bereits der
Januar 2012 schloss beispielsweise mit
­einem zweistelligen Zuwachs im Segment
Uhren & Schmuck ab, wobei dieser Wert
mit einem ausserordentlichen Januar 2011
zu vergleichen ist.
Für die Zukunft sind wir bestens gerüstet.
Die Swatch Group wird auch weiterhin mit
Verstand ihr weltweites Vertriebsnetz aus­
bauen und mit Energie in ihre Produktions­
kapazitäten in der Schweiz investieren, in
allen Segmenten und selbst dann, wenn
der Schweizer Franken im Vergleich zu den
Währungen der übrigen Welt überbewertet
bleibt. Sicher, wer viele Rekorde aufstellt,
wird sich selber immer schwerer über­
treffen können. Das wird Ihnen unser
Freund Michael Phelps zweifellos bestäti­
gen. Doch wir stellen uns dieser
­ erausforderung und werden diesen Kurs
H
mit Überzeugung weiterführen.
Mein Dank geht an den Verwaltungsrat, die
Konzernleitung und die erweiterte Konzern­
leitung, an all unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der Schweiz und in der
­ganzen Welt für die Unterstützung unserer
strategischen Ausrichtung und ihr
­Engagement bei deren Umsetzung.
Occupy Your Wrist!
Nayla Hayek
Präsidentin des Verwaltungsrates
der Swatch Group
4
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Operative Organisation
Swatch Group
Operative
Organisation
per 31. Dezember 2011
Uhren
Distribution
Produktion
Elektronische
Systeme
Corporate
Prestige- und LuxusMarktsegment
Breguet
Blancpain
Glashütte Original
Jaquet Droz
Tiffany & Co.
Léon Hatot
Omega
Tourbillon
Tech-Airport
Uhren
ETA
François Golay
Nivarox-FAR
Comadur
Rubattel et Weyermann
MOM Le ­Prélet
Deutsche Zifferblatt
Manufaktur
Universo
Favre et Perret
Manufacture Ruedin
Lascor
Novi
Swatch Group Assembly
EM Microelectronic
Micro Crystal
Renata
Oscilloquartz
Swiss Timing und
ST-Sportservice
Swatch Group
Forschung und
Entwicklung
(Asulab, Moebius,
CDNP)
ICB Ingénieurs Conseils
en Brevets
Swatch Group Quality
Management
Swatch Group Services
(Logistics, IT Services,
Corporate Customer
Service)
Swatch Group
Immobilien
Oberes Marktsegment
Longines
Rado
Union Glashütte
Mittleres
Marktsegment
Tissot
Balmain
Certina
Mido
Hamilton
ck watch & jewelry
Basis-Marktsegment
Swatch
Flik Flak
Schmuck
Dress Your Body (DYB)
5
Organisation und vertrieb
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group
Organisation und
vertrieb
in der welt
per 31. Dezember 2011
Tochtergesellschaften
der Swatch Group
Europa
Amerika
Ozeanien
Ferner Osten
Mittlerer
­Osten
Afrika
Belgien
Dänemark
Deutschland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Grossbritannien und
Irland
Italien
Luxemburg
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Russland
Schweden
Schweiz
Spanien
Brasilien
Kanada
Mexiko
Panama
Vereinigte Staaten
Australien
China
Hongkong
Indien
Japan
Macao
Malaysia
Singapur
Südkorea
Taiwan
Thailand
Vereinigte
Arabische Emirate
Südafrika
In den Ländern, in denen die Swatch Group keine Vertriebs­
tochtergesellschaft hat, wird sie durch Distributionsunternehmen
vertreten.
6
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Organe der Gruppe
Swatch Group
verwaltungsrat
per 1. März 2012
Nayla Hayek
Präsidentin des Verwaltungsrates
Sekretär
Roland Bloch, Biel
Revisionsstelle
PricewaterhouseCoopers
St.-Jakobs-Strasse 25
CH - 4052 Basel
Verwaltungsrat
Seevorstadt 6
CH - 2501 Biel
Tel. +41 32 343 68 11
Fax +41 32 343 69 11
E-Mail: www.swatchgroup.com/kontakt
Internet: www.swatchgroup.com
Gesellschaftssitz
Faubourg de l’Hôpital 3
CH - 2000 Neuenburg
7
Organe der Gruppe
Ernst Tanner
Esther Grether
Vizepräsident
Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier
Dr. Jean-Pierre Roth
Die Funktionen und Verantwortungsbereiche der Mitglieder des Verwaltungsrates
per 31. Dezember 2011 sind im Kapitel ­Corporate Governance auf der Seite 132 bis 133
des vorliegenden Geschäftsberichts beschrieben.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Nick Hayek
8
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Organe der Gruppe
Swatch Group
konzernleitung
per 1. März 2012
Nick Hayek
Präsident der Konzernleitung
Arlette-Elsa Emch
Swatch
ck watch & jewelry
Swatch Group Japan
Swatch Group Südkorea
Florence
Ollivier-Lamarque
Swatch Group Frankreich
Swatch Group Frankreich Les
Boutiques
Swatch Group Italien
Swatch Group Spanien
Flik Flak
Dr. Mougahed Darwish
Marc A. Hayek
EM Microelectronic
Micro Crystal
Renata
Oscilloquartz
Breguet
Blancpain
Jaquet Droz
François Golay
Deutsche Zifferblatt Manufaktur
Swatch Group Panama
Dr. Thierry Kenel
Dr. Hanspeter Rentsch
Roland Streule
François Thiébaud
Corporate Finances / Reporting
Investor Relations
Recht
Lizenzen
Strategische Projekte
Patente (ICB)
Swatch Group Griechenland
Swatch Group Polen
Swatch Group Südafrika
(bis am 31. März 2012)
Tissot
Certina
Mido
Union Glashütte
Swatch Group Brasilien
Portugal
Schweizer Markt
9
Organe der Gruppe
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group
erweiterte
konzernleitung
per 1. März 2012
Matthias Breschan
Pierre-André Bühler
Yann Gamard
Walter von Känel
Rado
Hamilton
Swatch Group Österreich
Swatch Group Mexiko
ETA Manufacture Horlogère Suisse
Glashütte Original
Logistik
Swatch Group Deutschland
Swatch Group Belgien
Swatch Group Niederlande
Swatch Group Nordische Länder
Swatch Group Grossbritannien und
Irland
Longines
Thomas Meier
Kevin Rollenhagen
Dr. Peter Steiger
Stephen Urquhart
Swatch Group Thailand
Swatch Group China
Swatch Group Hongkong
Swatch Group Macao
Swatch Group Taiwan
Swatch Group Australien
Controlling
Omega
Die Funktionen und Verantwortungsbereiche der Mitglieder der
Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung per
31. ­Dezember 2011 sind im Kapitel Corporate Governance auf
den Seiten 134 bis 137 des vorliegenden Geschäftsberichts
beschrieben.
10
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Entwicklung der Swatch Group
Entwicklung der
Swatch Group
Swatch Group konsolidiert
2011
2010
2009
2008
2007
Bruttoumsatz
– Veränderung zum Vorjahr
Mio CHF
%
7 143
10.9
6 440
18.8
5 421
– 9.1
5 966
0.4
5 941
17.6
Nettoumsatz
– Veränderung zum Vorjahr
Mio CHF
%
6 764
10.7
6 108
18.8
5 142
– 9.4
5 677
0.5
5 646
17.1
Betriebsgewinn
– In % des Nettoumsatzes
Mio CHF
%
1 614
23.9
1 436
23.5
903
17.6
1 202
21.2
1 236
21.9
Konzerngewinn
– In % des Nettoumsatzes
– Veränderung zum Vorjahr
Mio CHF
%
%
1 276
18.9
18.1
1 080
17.7
41.5
763
14.8
– 8.9
838
14.8
– 17.4
1 015
18.0
22.3
Geldfluss aus Betriebstätigkeit
– In % des Nettoumsatzes
Mio CHF
%
705
10.4
1 353
22.2
890
17.3
511
9.0
875
15.5
Eigenkapital
– In % der Bilanzsumme
Bilanzsumme
Mio CHF
%
Mio CHF
8 071
82.3
9 805
7 101
82.4
8 614
5 981
77.6
7 706
5 451
75.3
7 235
5 329
71.5
7 447
Personalbestand per 31.12.
Durchschnittlicher Personalbestand
Personalaufwand
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Mio CHF
28 028
26 777
1 818
25 197
24 240
1 634
23 562
23 727
1 596
24 270
24 269
1 633
23 577
22 505
1 595
2011
2010
2009
2008
2007
The Swatch Group AG
Erträge aus Dividenden
Jahresgewinn
Mio CHF
Mio CHF
739
756
564
581
431
433
795
672
609
586
Beteiligungen
Aktienkapital
Eigenkapital
– In % der Bilanzsumme
Bilanzsumme
Mio CHF
Mio CHF
Mio CHF
%
Mio CHF
2 137
125
3 151
93.3
3 377
2 091
125
2 666
91.9
2 901
2 063
125
2 294
82.5
2 780
2 045
125
2 084
71.4
2 920
2 030
129
2 190
68.6
3 191
Dividende*)
– In % des Aktienkapitals
Mio CHF
%
320.0
256.0
270.2
216.2
209.9
167.9
222.7
178.2
224.9
174.3
*)
Keine Dividendenausschüttung auf eigene Aktien, welche durch den Konzern gehalten werden.
Im Mai 2012, Antrag des Verwaltungsrats an die Generalversammlung.
11
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
BIG BRANDS
Uhren und
Schmuck –
Distribution und
Wahrzeichen
12
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
13
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch
Technologisch vielseitig
www.swatch.com
Trends
2011 setzte sich der nachhaltige Erfolg der
Swatch-Uhr New Gent fort. Das 2010 lancierte erste Kunststoffmodell der Kollektion,
das die DNA der Marke neu interpretiert,
blieb für zahlreiche Konsumenten in allen
Kontinenten erste Wahl, weil sie von den
Trendfarben, der guten Ablesbarkeit des
grossen Zifferblatts und dem Tragkomfort
des Silikonarmbands begeistert sind.
Der berühmte amerikanische Modedesi­
gner Jeremy Scott gestaltete im Berichtsjahr drei Modelle der New Gent Collection
von so durchschlagendem Erfolg, dass die
­Uhren etwa in London und Hongkong
­bereits nach wenigen Tagen ausverkauft
waren. Die übrigen Kollektionen des Jahres
2011 sind ebenso farbenfroh wie die
­Zebra-Modelle.
Im Oktober lancierte Swatch eine Welt­
premiere: die Swatch Touch, eine Digitaluhr
mit taktilem Display. Ein solches Modell
hatte in der Produktepalette gefehlt und
war von den Fans mit Ungeduld erwartet
worden. Mit der Swatch Touch nimmt die
Marke diese Herausforderung an. Der vielversprechende Erfolg der ersten Verkäufe
lässt für diese neue Linie eine erfreuliche
Zukunft erwarten.
Die Marke hielt am Ziel fest, den Vertrieb
auszuweiten und ihr Image zu festigen, dies
vor allem durch die weitere Verwirklichung
des Retail-Konzept Ice Dunes. Diese Strategie wurde 2011 durch zahlreiche Eröffnungen von Boutiquen rund um den Globus
und einen ehrgeizigen Renovationsplan
­umgesetzt. Mit annähernd 200 Geschäftseröffnungen und -erneuerungen allein 2011
wurde ein neues Total von 900 Boutiquen
erreicht. Die Marke weihte zudem Flagship
Stores in Hongkong, Peking, St. Petersburg
und Djedda ein. Die Renovierung der
­Boutique an den Pariser Champs-Elysées
und an der Oxford Street in London sowie
die Einweihung von Geschäften an der
Fifth Avenue in New York und im Swatch
Art Peace Hotel in Schanghai stellten die
Schlüsselmomente des Berichtsjahres dar.
In Asien verstärkte Swatch ihre Präsenz
­erheblich; dank dem erweiterten Netz an
eigenen Geschäften und Shop-in-shops
kann eine neue Klientel die fröhlichen
­Plastikuhren entdecken.
Ungeachtet der wirtschaftlich schwierigen
Verhältnisse in zahlreichen europäischen
Ländern wächst die Nachfrage hier nach
wie vor kontinuierlich. Die Kunden lassen
sich auch weiterhin von der bunten Welle
der Kollektionen Colour Codes und
New Gent verzaubern, die 2011 durch die
Lady ergänzt wurden. Abgesehen von
der Einweihung der prestigeträchtigen
­Adresse in St. Petersburg konnte die Marke
dank der Eröffnung zweier Verkaufspunkte
in Sotschi – der Sportort bereitet sich auf
die Olympischen Winterspiele 2014 vor –
ihre Einzelhandelsstrategie in Russland
­festigen.
In Nordamerika verzeichnete Swatch
­ebenfalls ein stabiles Wachstum, und in
Südamerika verstärkte die Marke ihre Visi­
bilität mit der Durchführung des allerersten
Swatch Skiers Cup in den chilenischen
­Anden. Mit ihrer Präsenz an den prestigereichsten Modewochen Lateinamerikas –
ob in Buenos Aires, Medellín, São Paulo
oder Santo Domingo – bestätigte Swatch
erneut ihr Image und die Spitzenposition in
ihrem Sektor, was den Umsatz in dieser
­Region spürbar steigerte.
Im Mittleren Orient setzte Swatch ihr
ausser­gewöhnliches Wachstum fort, dies
als Ergebnis der ausgeweiteten Distri­
bution, effizienter Marketingaktivitäten
und intensiver Schulung des Verkaufs­
personals.
14
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Kreation
Kunst, Mode und Sport sind nach wie vor
die drei Säulen der von Swatch im Monatsrhythmus lancierten Kollektionen.
Geprägt von zwei wichtigen Lancierungen,
erwies sich 2011 als ausgezeichneter
­Jahrgang mit Kunststoff und Touchscreen
als dominierenden Noten.
Lady
Die im Februar lancierte Uhr Lady setzt die
Colour-Codes-Revolution fort und interpretiert sie neu sehr feminin. Sie wurde in
­einer einfarbigen Variante mit geschmeidigem doppelreihigem Armband aus Silikon
und zehn Plastikmodellen in aktuellen Pastelltönen angeboten, und zwar zum selben
Preis wie die originalen Damenmodelle der
achtziger Jahre.
Swatch Touch
Die im Oktober präsentierte Swatch Touch
ist eine Digitaluhr, die originellerweise ganz
ohne Drücker auskommt. Ihr gewölbtes
Uhrglas ist ein taktiles LCD-Display, das
­erlaubt, durch leichtes Antippen von einer
zur andern der sechs Funktionen zu wechseln. Die neue Kreation kommt in urbanem
Design und fünf poppigen Farben sowie in
einer trendigen Version mit Tarnmotiv
­daher.
Colour Codes
Als echtes Phänomen erlebt die Kollektion
Colour Codes eine Renaissance in neuen
Farben. Die fünfzehn Gents-Uhren, die
2011 hinzukamen, sind in fünf schillernden,
fünf metallisch glänzenden und fünf explo­
siven tarnfarbenen Varianten erhältlich.
New Gent
2011 erschienen in der Kollektion New Gent
zehn neue Modelle in subtil assortierten
modischen Farben. Ihr grosszügiges
­Gehäuse von 41 mm Durchmesser bietet
den Designern viel Raum für Kreativität.
Der amerikanische Modedesigner Jeremy
Scott, der deutsche Künstler Markus
­Linnenbrink und der norwegische Snowboarder Terje Haakonsen haben dieses
­Experiment gewagt, und das Ergebnis ist
eine perfekte Umsetzung ihrer beruflichen
Welten in Mode, Kunst und Sport.
New Irony Big
Die zehn Modelle mit perfekt integrierten
Leder- oder Metallarmbändern der Kollek­
tion New Irony Big sind Neuinterpretationen
der berühmten Klassikerin der Marke.
Sie wurden mit einem 43-mm-Gehäuse
mit neuem, innovativem Sekundenzeiger
ausgestattet.
Full Blooded Man
Die Kollektion Full Blooded kommt erstmals
als Herrenuhr auf den Markt. 2011 werden
fünf Modelle in Herbstfarben und zwei mit
einem Totenkopf geschmückte Skull-Stücke
angeboten.
Swatch & Art
In Zusammenarbeit mit Swatch schufen
der amerikanische Modedesigner Jeremy
Scott, der japanische Mangaka-Künstler
­Hiroyuki Matsuura, der englische Fotograf
Rankin, der französische Bildhauer JeanMichel Othoniel und die Westschweizer
Tanztruppe 7273 die originellen Kreationen
der Kollektion Swatch & Art des Jahres
2011.
Kidrobot for Swatch
Acht Gent-Ausnahmemodelle bilden diese
Kollektion, kreiert mit der für ihre Kunstfiguren berühmten Lifestyle-Marke Kidrobot.
Jede Uhr wird mit ihrem assortierten ­Dunny
angeboten. Für Sammler ist ein Spezial­
koffer mit der gesamten Kollektion erhältlich, ausserdem wurde für die Mitglieder
des Swatch Club ein neuntes Modell
­herausgegeben.
Specials
Besondere Gelegenheiten feiert Swatch
traditionsgemäss mit neuartigen, von der
Welt der Mode, des Sports und der Kunst
inspirierten Uhren. 2011 wurden Modelle
für den Valentinstag, das chinesische Neujahrsfest und den Muttertag kreiert. Zudem
gab es Editionen für Sportarten wie BeachVolleyball und Snowboarden. ­Erneuert
­wurde zudem die Zusammen­arbeit mit der
schweizerischen Haute-Couture-Textil­
manufaktur Jakob Schlaepfer.
15
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
16
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Präsenz
Swatch und Jeremy Scott bei Colette
Die Präsentation der Kreationen 2011 der
Kollektion Art, Fashion & Sport fand im
März während der Pariser Fashion Week im
berühmten Concept Store Colette statt.
Die Anwesenheit des Modedesigners
­Jeremy Scott, der mehrere der provoka­
tivsten Modelle dieser Kollektion entwarf,
zog 130 Journalisten aus dem In- und
­Ausland an und verschaffte der Marke ein
beachtliches Medienecho.
Kidrobot für Swatch in New York und
Schanghai
An den zahlreichen Veranstaltungen, die zur
Lancierung der Kidrobot-Modelle organisiert wurden – die emblematischsten
­fanden in New York im Flagship Store statt,
den Swatch an der Fifth Avenue eröffnete,
sowie im Swatch Art Peace Hotel in
Schanghai –, nahmen jeweils einer oder
mehrere der acht Künstler teil, die die
­Kollektion entworfen hatten. Sie boten eine
Performance von Live Painting direkt auf
einer Maxi-Swatch und ihrem Maxi-Dunny.
Swatch an der Biennale von Venedig
Swatch schloss im Berichtsjahr eine aussergewöhnliche Partnerschaft als erste
Hauptsponsorin der ältesten und berühmtesten Biennale für zeitgenössische Kunst.
Diese Zusammenarbeit erlaubte der Marke,
ihre bereits engen Beziehungen zur Kunstwelt zu festigen und dies anlässlich der
­Eröffnungsfeier in Gegenwart von 250 internationalen Medien zu unterstreichen.
Die Präsentation der neusten Kollektion
Swatch & Art mit dem Bildhauer Jean-­
Michel ­Othoniel, der mehrere Modelle
­gestaltete, eine Ausstellung der wichtigsten
Swatch-Uhren, die seit einem Vierteljahrhundert von Künstlern in einem multimedialen Umfeld kreiert worden waren, und ein
exklusiver Anlass in der Fondation Peggy
Guggenheim waren starke Momente, die
die Veranstaltung prägten. Der Swatch-­
Pavillon und die Lounge der Marke waren
während der ganzen Biennale unumgäng­
liche Treffpunkte.
Die einzigartige Sammlung Blum
Die Sammlung Blum, eine Kollektion von
4363 Uhren, die die Geschichte von Swatch
nachzeichnen, darunter Prototypen der
­ersten Stunde und von Keith Haring und
Alessandro Mendini signierte Stücke, die
nie in den Handel kamen, wurde für über
6 Millionen Franken versteigert. Die emblematischen Modelle der Sammlung wurden
in New York, in London und im Swatch
Art Peace Hotel in Schanghai ausgestellt,
bevor sie nach Hongkong reisten, wo die
Auktion durch Phillips de Pury & Company
stattfand.
Werbung
Vor allem die Kollektion New Gent profitierte von der breitgestreuten Werbung in den
Medien und Boutiquen in aller Welt. Die im
März und im September durchgeführten
Kampagnen sorgten in mehr als 50 Märkten für Beachtung. Höhepunkte waren die
Riesenplakate an der Pariser Conciergerie
und am Times Square in New York.
Swatch MTV Playground
Das Projekt Swatch MTV Playground w
­ urde
durch die Beiträge von 85 internationalen
Bloggern und Schlüsselfiguren der Modeund Kunstwelt verstärkt. Der Fotograf
­Rankin und die Designer Alex Noble und
Fred Butler waren ebenfalls eingeladen
worden, an dieser Internetplattform teilzunehmen, und bildeten den Mittelpunkt
­einer Show mit dem Titel [email protected],
bei der sie Jean-Charles de Castelbajac,
Black Eyed Peas, Kelis und Juliette Lewis
trafen.
Swatch Touch in den MTV EMAs
und überall in der Welt
Swatch war Sponsorin der in Belfast
­durchgeführten und in über 600 Millionen
Haushalte übertragenen MTV European
Music Awards. Die Marke eröffnete zu
­dieser Gelegenheit einen Pop-up-Store und
präsentierte der Presse die Uhr Swatch
Touch. Deren Lancierung wurde von Snapdance-Performances begleitet und für eine
Mobiltelefon-Applikation aufbereitet. Diese
taktile Uhr machte weltweit von sich reden
und war überaus erfolgreich, insbesondere
in Europa und Asien. Die Werbung für die
Swatch Touch im Geschäftsviertel Causeway Bay in Hongkong fand besonders
­grosse Beachtung.
Swatch Online / Mobile
Die in 19 Sprachen verfügbare Internetsite
swatch.com wurde überarbeitet und für
Mobilfunk-Apps optimiert. Ausserdem wurde zur Eröffnung der Biennale in Venedig
eine iPad-Applikation konzipiert, die es
­erlaubte, sämtliche Swatch-Uhren,
die seit der Gründung der Marke bis heute
von Künstlern entworfen worden waren,
(wieder) zu entdecken.
Sportanlässe
Swatch unterstützt weiterhin grosse Sportveranstaltungen auf der ganzen Welt in
­verschiedenen aktionsreichen Disziplinen.
Der durch neue Austragungsorte erweiterte
Wettkampfzirkus 2011 des FIVB Beach
Volleyball Swatch World Tour kehrte ins
Pekinger Olympia-Gelände zurück und
­feierte mit dem Turnier in Marokko eine
17
UHREN UND SCHMUCK
Premiere auf dem Afrikanischen Kontinent.
Bei den FIVB Beach Volleyball Swatch
World Championships mass sich die
­internationale Elite dieser Disziplin im Foro
Italico in Rom mit höchstem wettkämpferischem Einsatz.
Der mit der TTR Snowboard Tour verbundene Designwettbewerb Swatch Art
­Rules fand in Stockholm statt, wo Swatch
die TTR-Trophäe und die TTR-Uhr vorstellte
– beide kreiert vom Preisträger «Frankie»
Chi Fong Leong – und die TTR-Champions
der Saison 2011 / 12 krönte.
Swatch erneuerte die Partnerschaft mit der
Red Bull X-Fighters World Tour und
­organisierte erneut die Austragung des
Swatch Free4Style in Estavayer-le-Lac in
der Schweiz, an der Seite des MotocrossFreestyle-Riders und Swatch-ProTeam-­
Mitglieds Mat Rebeaud.
Anne-Flore Marxer, die erstmals an der
Free­ride World Tour teilnahm, gewann
den Snowboard-Weltmeistertitel.
Ihr Kollege aus dem Swatch ProTeam
­Xavier De Le Rue beendete die Saison als
Dritter im Gesamtklassement ebenfalls
auf dem Podest.
Der erste Swatch Skiers Cup, der in der
Disziplin Ski-Freeride von den Skifahrern
des Swatch ProTeams Kaj Zackrisson und
Sverre Liliequist in Zusammenarbeit mit
Swatch und der Freeride World Tour ins
­Leben gerufene «Ryder’s Cup», fand in
­Chile statt. Dort nahm das europäische
Team den Amerikanern die Trophäe ab und
entführte sie für ein Jahr auf den Alten
­Kontinent.
Der UCI BMX Supercross by Swatch
fand an fünf Austragungsorten statt.
Swatch fungierte ausserdem als offizielle
Zeitnehmerin und Datenverarbeiterin beim
Weltcup und den Weltmeisterschaften
des BMX Supercross.
Der Surfwettkampf Swatch Girls Pro
France wurde in Hossegor-Seignosse
durchgeführt. Hier belegte die Surferin des
Swatch ProTeams Courtney Conlogue nach
einem spektakulären Halbfinal gegen die
australische Siegerin Sally Fitzgibbons den
3. Platz, und auch Coco Ho und Pauline Ado
klassierten sich ehrenvoll.
Als Finale des Damen-Longboard-Weltcups
war der Swatch Girls Pro China zugleich
der erste in China durchgeführte professionelle Surfwettkampf. Er wurde auf der
schönen Insel Hainan ausgetragen, wo die
Longboarderin des Swatch ProTeams
­Kassia Meador den dritten Platz erreichte.
Swatch ProTeam
Swatch fördert Sporttalente, die wie die
Marke die Werte Innovation und Nonkonformismus verkörpern. Es sind Athletinnen
und Athleten, die ihre Sportart mit Leidenschaft ausüben und einen beachtlichen
­Einfluss auf ihre Disziplin haben.
Swatch Club
Swatch Club verwirklicht die Swatch-­
Community und versammelt die Freunde
der Kunst, Mode und des Sports, die den
Wunsch haben, ihre Liebe zur Marke mit
anderen zu teilen.
2011 wurden den Swatch-Club-Mitgliedern
zwei Schlüsselerlebnisse geboten. Der
Event Gold & Pioneer führte sie zu einem
ausserordentlichen Besuch in die ETA nach
Grenchen und dann nach Biel, direkt ins
Zentrum der Marke. Bei dieser Gelegenheit
erhielten sie als Geschenk das speziell für
Swatch Club herausgegebene Kidrobot-­
Modell, assortiert mit ihrem Dunny, getauft
auf den Namen Swatch-Tennis Pro und
­signiert vom Künstler Frank Kozik. X-Mas ist
der erste internationale Event des Swatch
Club in Asien. Durchgeführt wurde er in
Schanghai und in Hongkong, wo die
­Mitglieder das Privileg hatten, an der
­Auktion der einzigartigen Sammlung Blum
teilzunehmen.
Der Illustrator Julien Pacoud, Gewinner des
Swatch Young Illustrators Award, signierte
zudem die Uhr Vanishing Time, eine
­Kreation von surrealistischer Ästhetik, die
­exklusiv für Swatch Club in limitierter
­Auflage von 777 numerierten Exemplaren
produziert worden war.
Schliesslich erkunden die Swatch-Club-­
Mitglieder die Welt ihrer Marke auch
­weiterhin über das Lifestyle-Magazin The
Voice und die Plattform www.swatch.tv.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch ProTeam
Snowboard: Terje Haakonsen (NOR),
Anne-Flore Marxer (CHE), Jeremy
Jones (USA), Nicolas Müller (CHE),
Xavier De Le Rue (FRA), Jan Scherrer
(CHE), Christian «Hitsch» Haller (CHE)
und Nadja Purtschert (CHE).
Freeski: Phil Meier (CHE), Sverre
­Liliequist (SWE), Kaj Zackrisson (SWE),
Cody Townsend (USA), Richard Permin
(FRA), Seb Michaud (FRA), Marja
­Persson (SWE) und Ane Enderund
(NOR).
Surf: Coco Ho (USA, Hawaii), Pauline
Ado (FRA), Courtney Conlogue (USA)
und Kassia Meador (USA).
FMX (Freestyle Motocross): Mat
Rebeaud (CHE), Robbie Maddison
(AUS), Levi Sherwood (NZL) und Lance
Coury (USA).
Beach-Volleyball: Talita ­Antunes da
Rocha & Maria Elisa ­Antonelli (BRA),
Sara Goller & Laura Ludwig (DEU),
Simone Kuhn & Nadine Zumkehr
(CHE), Jefferson Bellaguarda & Patrick
Heuscher (CHE), Raul Mesa &
­Inocencio Lario Carrillo (ESP) und
­Clemens Doppler & Matthias Mellitzer
(AUT).
18
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Bijoux
Rebellische Fröhlichkeit
www.swatch.com
Trends
Kreation
Präsenz
Die Ergebnisse von Swatch Bijoux blieben
gesamthaft gesehen 2011 konstant; das
grösste Wachstum wurde in Osteuropa
­erzielt.
Mit Erfolg wurde ein neues Schmuck­
segment zu attraktiven Preisen kreiert. Es
ermöglicht vermehrte Spontankäufe und
richtet sich vor allem an eine jüngere
­Kundschaft.
Gestalterisch orientieren sich die Schmuckstücke an den Swatch-Uhren; sie kommen
in denselben fröhlich wirkenden Farben und
Materialien daher.
Die jetzt im Monatsrhythmus vorgestellten
neuen Produkte tragen dazu bei, dass die
Geschäfte höhere Besucherzahlen verzeichnen können.
2011 stellten etliche renommierte Mode­
magazine die Armbänder Colour Codes im
Rahmen von speziellen Shootings vor.
Die Swatch-Bijoux-Verantwortlichen in den
verschiedenen Märkten bewiesen bei
­zahlreichen Presseanlässen eine fröhliche
Kreativität, die der Marke ein überaus
­positives Echo in den Medien eintrug. Frühling / Sommer
Die aus mehreren Lederringen in zehn
­spritzigen Farben bestehenden Armbänder
Colour Codes trugen Swatch Bijoux einen
sofortigen Erfolg ein. Sie passen perfekt
zum neuen «Color-Blocking»-Trend. Dabei
werden mehrere knallige Farben kühn
­kombiniert, was die Fashionistas rund um
den Globus begeistert. Die Kollektion
­umfasst zudem verspielte Halsbänder mit
­einem ­Totenkopf-Anhänger sowie eine vom
Künstler Grems kreierte Schmucklinie.
Herbst / Winter
Mit der Linie Strong Feeling, die mit
­glitzernden Kristallen besetzt ist, und den
Spezialkollektionen Pearl Tears und
­Golden / Silver Evening präsentierte Swatch
Bijoux 2011 – passend zu den Festtagen
am Jahresende – eleganten, edlen
Schmuck. Die fünf Armbandversionen
­Rebel Bangle, ein Must unter den Accessoires, fanden zudem bei der Presse
­grossen Anklang und wurden in zahlreichen
Modemagazinen vorgestellt.
19
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Omega
Der faszinierende
Planet Omega
www.omegawatches.com
Trends
Im Geschäftsjahr 2011 konzentrierte sich
Omega wiederum auf die Verstärkung ihres
Distributionsnetzes, gezielte internationale
Werbekampagnen und den Ausbau der
weltbesten Kollektion mechanischer
­Uhrwerke, die in Serie hergestellt werden.
Inzwischen sind die meisten mechanischen
Armbanduhren von Omega mit der
­Co-Axial-Technologie ausgestattet, und im
Berichtsjahr konnte dank ihrer Weiter­
entwicklung das neue Chronographen­
kaliber 9300 / 9301 lanciert werden. Das
Vertrauen der Marke in die Qualität ihrer
Co-Axial-Werke ist so gross, dass für jede
damit ausgestattete Uhr eine Garantie von
vier Jahren gewährt wird.
Exklusive Veranstaltungen und überzeugende neue Partnerschaften sorgten während
des ganzen Jahres für eine ausgezeichnete
Medienpräsenz. Im Mai lancierte Omega
die neue Version der Planet Ocean. Die
­Modelle dieser Kollektion verfügen über
­Eigenschaften, die fürs professionelle Tauchen nützlich sind, über ein Co-Axial-Uhrwerk und ein attraktives Design. Ausser­
dem wird Omega mit dem Fotografen und
Umweltschützer Yann Arthus-Bertrand
­einen Film mit dem Titel Planet Ocean
­produzieren, um die Öffentlichkeit weltweit
für den «Gesundheitszustand» der Ozeane
zu sensibilisieren.
Im Juli unterzeichnete Omega eine
­langfristige Vereinbarung mit der PGA of
America, dem US-amerikanischen Verband
der Berufsgolfer. Dieser Vertrag mit der
grössten Vereinigung professioneller Sportler der Welt macht Omega zur offiziellen
Zeitnehmerin der wichtigsten Golfturniere
wie der PGA-Meisterschaft und des Ryder
Cup. Er unterstreicht zudem das Engagement der Marke für die Verbreitung des
Golfsports rund um den Globus.
2011 eröffnete Omega elf Boutiquen in den
Vereinigten Staaten, wo die Zahl damit auf
insgesamt 20 Markenboutiquen stieg. Gegenwärtig gibt es annähernd 250 OmegaGeschäfte an den besten Verkaufslagen der
Welt. 20
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
21
UHREN UND SCHMUCK
Kreation
Seamaster Planet Ocean Collection
Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2005
­erfreuen sich die Modelle der Kollektion
Seamaster Planet Ocean von Omega
­grosser Beachtung. Diesen Erfolg verdanken sie sowohl ihren Funktionen, die sie als
Uhr für Berufstaucher tauglich machen,
als auch ihrem Stil und der innovativen Tech­
nologie. 2011 erneuerte Omega diese
­Uhrenfamilie: Die neuen Modelle sind mit
einseitig drehbarer Lünette und Helium­
ventil ausgestattet. Wie jede Planet Ocean
sind sie damit und dank einer Wasserdichtigkeit bis zu 60 bar (600 m ) bereit für das
Unterwasserabenteuer. Sie werden von
Uhrwerken mit Co-Axial-Hemmung, einer
Exklusivität der Marke Omega, ­angetrieben,
die mit Silizium-Spiralfedern bestückt
sind, und verfügen über eine ­Garantie
von vier Jahren.
Omega Speedmaster
Co-Axial Chronograph
2011 brachte Omega den SpeedmasterCo-Axial-Chronographen heraus, eine mit
dem Kaliber Co-Axial 9300 / 9301 ausgestattete innovative Stoppuhr. Sie hat mehrere Elemente mit dem Originalmodell
­Speedmaster Professional gemein, weist
jedoch ebenso viele neue eigene Merkmale
auf, dank denen der beliebteste Chronograph der Welt ein noch breiteres Publikum
zu begeistern vermag. Er verfügt über zwei
statt der bisher üblichen drei Hilfsziffer­
blätter der Speedmaster, weil der 12-Stunden- und der 60-Minuten-Zähler im selben
Hilfszifferblatt bei 3 Uhr vereinigt sind, was
ein komfortables und intuitives Ablesen der
gestoppten Zeit ermöglicht.
Ladymatic
Die 2010 lancierte Omega Ladymatic war
von den Märkten enthusiastisch aufgenommen worden. 2011 erregten die neuen
­Modelle dieser Damenuhrkollektion Auf­
sehen, die sowohl wegen ihres bezaubernden Designs als auch ihrer mechanischen
Qualitätswerke geschätzt werden. Die
­Ladymatic wurde für Frauen kreiert, die
sich – im wahrsten Sinne des Wortes –
vom Ticken einer Uhr betören lassen und
sich sowohl für ihr äusseres als auch inneres Design interessieren. Der Glamour der
Ladymatic liegt in ihrer fliessenden, femininen Form, der subtilen Abstrahierung einer
Welle. Die Flanken des 34-mm-Gehäuses
sind mit einem Wellenmotiv auf einem
Reif aus hochfester Keramik geschmückt.
Jedes Modell ist mit einem Co-AxialKaliber 8520 / 8521 mit Silizium-Spiralfeder
ausgestattet.
De Ville Hour Vision Blue
Omega und Daniel Craig unterstützen Orbis
International, eine Organisation mit einem
fliegenden augenärztlichen Spital, die sich
der Vorbeugung und Heilung von Blindheit
verschrieben hat. Die Uhr Hour Vision Blue
wurde kreiert, um die Öffentlichkeit noch
vermehrt für die bemerkenswerte Arbeit
von Orbis zu sensibilisieren. Diese Spezial­
edition der Hour Vision ist mit einem robusten 41-mm-Edelstahlgehäuse und dem
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Omega-Co-Axial-Kaliber 8500 ausge­stattet.
Ein speziell für dieses Hour-Vision-­Modell
entworfenes sonnenstrahlig satiniertes
blaues Zifferblatt verleiht der Uhr einen zusätzlichen edlen Touch. Omega hat sich
verpflichtet, Orbis International in den
nächsten vier Jahren mit mindestens einer
Million US-Dollar zu unterstützen.
Seamaster 1948 Co-Axial
«London 2012» Limited Edition
Zur Feier der bevorstehenden ersten
­Austragung der Olympischen Spiele in
­London seit 1948 kreierte Omega die
Seamaster 1948 Co-Axial «London 2012»
Limited Edition. Diese Uhr ist eine Neu­
interpretation der ersten automatischen
Seamaster von Omega und damit ein zeit­
loser Klassiker von ebenso aktueller
­Eleganz wie vor über sechzig Jahren. Den
Boden ihres 39-mm-Gehäuses aus poliertem und satiniertem Edelstahl schmückt
ein Medaillon aus 18 Karat Gelbgold mit
dem Logo der Olympischen Spiele von
­London 2012. Weitere besondere Merk­
male sind die kleine Sekunde bei 6 Uhr
­sowie das exklusive Omega-Kaliber 2202
mit COSC-Chronometerzertifikat und
­Co-Axial-Hemmung. Diese spezielle, in
­einer limitierten Auflage von 1948 Stück
produzierte Seamaster ist mit einem
schwarzen Lederarmband ausgestattet.
22
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Constellation 27 mm Omega Co-Axial
2011 lancierte Omega mehrere Constella­
tion-Damenmodelle von 27 mm Durch­
messer mit dem exklusiven Omega-Kaliber
Co-Axial 8520 / 8521 mit Silizium-Spiral­
feder. Die Uhren sind in 18 Karat Rot- oder
Gelbgold sowie in zweifarbigen Versionen
aus 18 Karat Gold und Edelstahl oder, von
besonders diskreter Eleganz, ganz aus Edelstahl gefertigt und jeweils mit den passenden Metallarmbändern versehen. Die
Lünette jedes Modells ist mit 32 Brillantschliff-Diamanten im Gesamtgewicht von
0,50 Karat besetzt. Elf Diamanten mit Achtkantschliff und einem Gesamtgewicht von
0,12 Karat markieren die Stunden, und das
Datumfenster befindet sich bei 3 Uhr. Die
Omega Constellation Co-Axial wurde für
Frauen konzipiert, die ebensoviel Wert auf
das Werk im Innern des Gehäuses legen
wie auf die atemberaubende Schönheit
­dieser Uhr.
Präsenz
Omega war das ganze Jahr über in den
­Medien aussergewöhnlich stark präsent.
2011 war geprägt von der Eröffnung von
Boutiquen, der Lancierung von Produkten,
der Zeitmessung von herausragenden
Sportveranstaltungen und der Organisation
vielbeachteter Events. Unterstützt wurden
diese Ereignisse durch kreative Werbekampagnen, dynamische Aktivitäten im Internet
und in den sozialen Medien sowie durch
gezielte Public Relations in sämtlichen
Märkten.
Hier einige der wichtigsten Ereignisse im
Omega-Jahr 2011:
Einweihung neuer Boutiquen
Omega eröffnete eigene Verkaufsgeschäfte
in Buenos Aires, Venedig, Osaka, Paris und
an elf erstklassigen Standorten in den
­Vereinigten Staaten sowie an weiteren
prestigeträchtigen Adressen in aller Welt.
Ende 2011 umfasste das internationale
­Vertriebsnetz der Marke annähernd
250 Boutiquen; an die hundert davon sind
im eigenen Besitz.
Internationale Lancierung
von Planet Ocean
2011 stellte Omega eine vollständig neu
­interpretierte Version ihrer Kollektion
Seamaster Planet Ocean vor. Die Markt­
einführung fand auf der italienischen Insel
Capri statt. Die Uhr wurde den Medien und
Gästen durch eine Nixe vorgestellt, die mit
der neuen Planet Ocean in der Hand durch
die Meeresfluten schwamm.
Omega und der Golfsport
Omega unterstützt den Golfsport seit
­langem und unterzeichnete 2011 eine langfristige Vereinbarung mit der PGA of
­America, dem Verband der US-amerikanischen Berufsgolfer. Vertragsgemäss wird
die Marke als offizielle Zeitnehmerin in den
Vereinigten Staaten die Turniere der PGA
sowie den Ryder Cup betreuen. Im Berichtsjahr setzte Omega ihre Aktivitäten als
Sponsorin der European Masters, der Dubai
Ladies Masters und des Dubai Desert
­Classic fort. Im November war die Marke
zudem beim Omega Mission Hills World
Cup engagiert.
23
UHREN UND SCHMUCK
Solar Impulse
2011 führte der Prototyp von «Solar I­mpulse»
seine ersten internationalen Flüge durch.
Der Bau der definitiven Version dieses Flugzeugs, das die Welt ausschliesslich mit
­Solarenergie umrunden soll, hat begonnen.
Omega gehört zu den wichtigsten Partnern
dieses Projekts.
Sportzeitmessung
Omega gilt in der internationalen Sport­
zeitmessung als führend und konnte ihre
Erfahrung im Juli in Schanghai bei den
Schwimmweltmeisterschaften der FINA
einbringen. Die Marke betreute zudem die
Zeitmessung der Leichtathletik-Meetings
der Diamond League. Die Vorbereitungen
für die Olympischen und die Paralympischen Sommerspiele in London 2012, bei
denen Omega für die offizielle Zeitmessung
verantwortlich sein wird, sind auf gutem
Weg.
Omega und Orbis International
Orbis International – eine Organisation,
die in einigen der abgelegensten Welt­
gegenden für qualitativ hochstehende
­augenärztliche Pflege sorgt – bekämpft
sämtliche heilbaren Formen der Blindheit.
Die Marke unterstützt die Arbeit von Orbis
unter anderem auch mit einem Dokumentarfilm. Dieser wurde gedreht, als Omega-
Botschafter Daniel Craig 2011 das Team der
fliegenden Orbis-Augenklinik in die Mongolei begleitete und damit die Öffentlichkeit
der ganzen Welt auf die Organisation und
ihre aussergewöhnliche Tätigkeit aufmerksam machte.
Yann Arthus-Bertrand und GoodPlanet
Im Mai kündigte Omega die Produktion
­eines Films mit dem Titel Planet Ocean an,
der in Zusammenarbeit mit dem Fotografen
und Umweltaktivisten Yann ArthusBertrand entstehen soll. Dieser Film, der
2012 am sogenannten Weltgipfel in Rio vorgeführt werden soll, wird die ganze Schönheit der Ozeane zeigen. Omega arbeitet
auch mit GoodPlanet zusammen, einer von
Arthus-Bertrand gegründeten Organisation
für die Produktion von Büchern und weiteren Materialien, die Wege zum Schutz der
Ozeane aufzeigen.
Kommunikation
Internationale Werbekampagnen, eine
­beeindruckende Liste von Botschaftern, ein
Lifestyle-Magazin und die starke Präsenz
im Internet standen auch in diesem Jahr an
vorderster Stelle der Kommunikationsstrategie von Omega. Die Marke drehte ausserdem Kurzfilme über ihre Produkte und ihre
innovativen Technologien. Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Werbung
2011 konzipierte die Marke Presse- und
­Internetkampagnen, bei denen Omega-­
Botschafter George Clooney im Mittelpunkt
stand. Auch die Ladymatic-Kampagne mit
Nicole Kidman war im Berichtsjahr ein zen­
trales Element der Werbestrategie. Zur
­Unterstützung der Partnerschaft zwischen
Omega und der PGA of America, dem Verband der amerikanischen Profi-Golfer, wurden Presse- und Internetkampagnen mit
dem Slogan «Growing the game around the
world» durchgeführt, die Satellitenbilder mit
den Parcours der wichtigsten Golfturniere
zeigen, bei denen die Marke präsent ist.
Eine PR-Kampagne in Presse, Internet und
Fernsehen für die Uhr Planet Ocean setzte
höchst kreative Animationen ein, die vom
Weltall bis in die Tiefen des Ozeans
und zu einem perfekt synchronisierten
Fischschwarm reichen.
Magazin Lifetime
2011 wurde Lifetime, das halbjährlich
­erscheinende Magazin von Omega, in Englisch, Japanisch, traditionellem und vereinfachtem Chinesisch, Deutsch, Französisch
und Italienisch publiziert, ergänzt durch eine
interaktive iPad-Ausgabe.
Omega online
Die offizielle Internetsite omegawatches.
com erlebte ein spektakuläre Zunahme ihrer
Besucher. Laut unabhängigen Quellen
­besitzt Omega die beiden Produkte, deren
Namen am häufigsten Gegenstand einer
Internetsuche sind. Die Websites in Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch,
­Spanisch, Russisch, Japanisch, Koreanisch,
vereinfachtem und traditionellem Chinesisch sowie Portugiesisch spiegeln das
enorme Interesse wider, das die Marke
weltweit auslöst.
Omega Fine Jewellery
Unter der Leitung von Nayla Hayek hatte
Omega Fine Jewellery die Struktur der
Schmuckkollektion neu definiert, verbessert und so ihre Strategie 2011 verfeinert.
Die Kollektionwurde rationalisiert, und die
wichtigsten, ebenso attraktiven wie zeit­
gemässen Stücke, deren Detailpflege und
Entwicklungspotential überzeugten, wurden von den Märkten gut aufgenommen.
Unterstützt durch eine neue Kollektion von
Accessoires wie Manschettenknöpfen, verstärkten neuartige Versionen der berühmten Matrosenarmbänder und die Einführung
innovativer Stücke aus Keramik die Rolle
der Kollektion in dem von Omega verfochtenen Lifestyle-Konzept. Die Kollektion von
Omega Fine Jewellery profitierte von der
Ladymatic-Kampagne. Diese bestätigte die
ungebrochene Faszination, welche die ­Marke
in Sachen Luxus auf Frauen ausübt, und
kennt denn auch eine konstante Zuwachs­
rate. Ein neuer, an der Baselworld 2011
­präsentierter Katalog, der die Kollek­tion von
Omega Fine Jewellery unterstützt, vermittelt die Botschaft einer Weiblichkeit, die
gleichbedeutend mit Luxus und Vitalität ist.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Fine Leather Collection
und Eau de Toilette
Die Omega-Lederkollektion wurde durch
die neuen Produkte der Linie «Symbol» ins
Rampenlicht gerückt, bei der das emblematische Ω-Markenlogo ins Leder graviert ist.
Das brandneue Etui für das iPad 2 schlägt
eine Brücke zwischen der traditionsreichen
Welt der Lederwaren und der Spitzentechnologie. Es wird in Handarbeit aus feinem
italienischem Kalbsleder in Braun und
Schwarz hergestellt. Omega bietet ihre
­Lederkollektion seit 2007 in ihren Boutiquen an; die neuen Produkte sind in Bezug
auf Handwerk, Design und Material von
erstklassiger Qualität. Die Flagship Stores
der Marke verkaufen ebenfalls das erste
Eau de Toilette von Omega: Aqua Terra
pour Homme.
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Breguet
Technik und Innovation
im Rampenlicht
www.breguet.com
Trends
Das Geschäftsjahr 2011 von Breguet stand
erneut im Zeichen starken Wachstums.
Als Antwort auf die stetig steigende Nachfrage der Märkte wurde die Produktions­
kapazität erhöht, insbesondere durch die
Einstellung von 130 zusätzlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Bereits in den
Jahren 2001 und 2005 hatte die Manufaktur Breguet den Betrieb in L’Orient im Vallée
de Joux beträchtlich erweitert; 2011 markierte nun die erste Etappe eines neuen
Projekts: Der Bau dieser zusätzlichen
Fabrik mit 8000 m2 Fläche wird Ende 2013
­abgeschlossen sein.
Zusätzlich wird bis dann in L’Abbaye auch
ein Kulturmuseum eröffnet werden, die
«Maison du Patrimoine». Anhand von
­Archivmaterial, alten Uhren und anderem
mehr wird in diesem Gebäude die faszinierende Geschichte des Hauses Breguet
­dokumentiert.
2011 wurde zudem die bisher selbständige
Konzerntochter Favre et Perret unter dem
Namen Montres Breguet, Manufacture de
boîtes in die Montres Breguet SA integriert.
Dieser Gehäusehersteller verstärkt die Vertikalisierung der markeneigenen Produktion
zusätzlich.
Unter der Leitung von Marc A. Hayek
­investierte Breguet weiterhin in Forschung
und Entwicklung. Dank dieser gezielten
­Unternehmenspolitik konnte die Marke zahlreiche technisch hochinteressante, innovative Produkte präsentieren, zum Beispiel den
Réveil Musical oder den Type-XXII-Chronographen, die bisher erste und einzige in
­Serie gebaute mechanische Stoppuhr,
­deren Unruh mit einer Frequenz von 10 Hz
schwingt. Diese beiden Modelle sind das
Ergebnis gründlicher Arbeiten über den Einsatz neuer Werkstoffe in der Uhrmacherei,
die einen echten Mehrwert bringen.
So wurde für die Herstellung der Klangmembran des Musikweckers Liquidmetal®
(Metallglas) verwendet. Diese Komponente
leitet die vom Metallkamm und den Stiften
des Musikwerks erzeugten Schwingungen
in den Hohlraum zwischen Membran und
Gehäuseboden weiter und verwandelt sie
in Töne von optimaler Klangqualität. In
­dieser Uhr ist eine zweite technologische
Revolution enthalten, nämlich ein magnetischer Schlagwerkregulator. Er verteilt die
Energie zwischen den Tönen gleichmässig
und garantiert eine konstante Geschwindigkeit ohne Kontakt und damit ohne Abnutzung und Nebengeräusche.
Die Nutzung der Magnetkraft, um die
­Lagerung der Unruhwelle zu optimieren, ist
eine weitere bedeutende Innovation, wel-
che die Entwicklungsarbeiten im Berichtsjahr prägte. Bereits 2010 wurden zwei
­Patente eingereicht, und das System der
magnetisch gelagerten Unruhzapfen
kommt in einem Modell zur Anwendung,
das an der Baselworld 2012 vorgestellt werden soll. Daneben setzt die Manufaktur ihre
Entwicklungen im Bereich der Siliziumkomponenten fort und plant, bis Ende 2012 die
gesamte Produktion damit auszustatten.
Auch 2011 eröffnete Breguet rund um den
Globus eigene Geschäfte, in China beispielsweise in Macao, Peking und Ningbo,
in Nordamerika in Miami und Las Vegas.
Ausserdem wurde die Fläche der Boutique
Breguet in Wien verdoppelt, und die Anfang
September in Gstaad eingeweihte dritte
Schweizer Boutique illustriert die Weiterentwicklung des Designkonzepts bei der
Inneneinrichtung: Das bisherige Blau der
Glaswände wurde durch guillochiertes
­Silber abgelöst.
28
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Kreation
Classique Hora Mundi 5717
Bei der Premiere dieser Uhr an der Baselworld 2011 war das Publikum begeistert
vom schönen Design und den Funktionali­
täten dieser Uhr. Die inzwischen bereits
durch zwei Preise ausgezeichnete Kreation
wird durch kostbare Edelmetallgehäuse aus
18 Karat Rotgold oder Platin 950 beschirmt.
Das von Hand guillochierte und dann
lackier­te Zifferblatt ist in drei Versionen mit
je einem Ausschnitt des Erdballs lieferbar,
der entweder den amerikanischen Doppelkontinent, Europa oder Asien in den Vordergrund stellt. Damit ist dieses Modell in insgesamt sechs Versionen lieferbar. Für die
Konzeption, Entwicklung und Verwirklichung des neuartigen Zeitzonenmechanismus der Hora Mundi benötigten die Teams
von Breguet drei Jahre. Dabei handelt es
sich um die erste augenblicklich ändernde
Zeitzonenanzeige in einer mechanischen
Uhr. Durch einfaches Betätigen eines
­Drückers kann der Benutzer zwischen zwei
vorgängig programmierten Zeitzonenzeiten
hin und her wechseln. Dabei wird nicht nur
der Stundenzeiger entsprechend verstellt,
sondern dank einer Art «Mitnehmer-Datummechanismus» auch das Datum und der
Tag-Nacht-Indikator.
Classique Phases de Lune 7787
Mit seinen feinen, eleganten arabischen
­Ziffern und einer Minutenteilung aus winzigen stilisierten Sternen und Lilien bildet das
Design dieser Uhr eine Hommage an die
Zeitmesser, die der Gründer der Marke,
­Abraham-Louis Breguet, kreiert hatte. Das
Modell steht in zwei Grössen mit 39 oder
36 mm Durchmesser sowie einem handguillochierten oder im Grand-Feu-Verfahren
emaillierten Zifferblatt zur Verfügung. Es
bietet die Anzeigen Stunde, Minute und
­Sekunde aus der Mitte, ergänzt durch zwei
29
UHREN UND SCHMUCK
Komplikationen: die Anzeige der Mond­
phase bei 12 und der Gangreserve bei
3 Uhr.
Tradition 7057
Dieses Modell wurde 2011 in drei neuen
Versionen dekliniert, und zwar entweder
mit einem Gehäuse aus 18 Karat Rotgold
und einem Uhrwerk mit Rotgold-Finish oder
mit einem Gehäuse aus 18 Karat Weissgold
oder Rotgold und einem Uhrwerk mit mattgrauem NAC-Finish. Bei dieser galvano­
plastischen Oberflächenbeschichtung des
Werks wird eine anthrazitfarbene Legierung
von Edelmetallen der Platinfamilie
­verwendet.
Reine de Naples Rotgold 8918
Das sanft eiförmig gerundete Gehäuse, die
Krone bei 4 Uhr und die so ganz besondere
Armbandhalterung machen diese Uhr zu
einer echten Ikone, die weltweit sofort
­wiedererkannt und bewundert wird. Das in
zahlreichen Versionen mit oder ohne uhrmacherische Komplikationen abgewandelte
Modell wurde 2011 als Zweizeigeruhr mit
einem Gehäuse aus 18 Karat Rotgold vorgestellt. Diese Kreation ist mit einem
Automatik­werk mit mechanischem Aufzug
ausgestattet, Die Lünette und der Höhenring sind mit 117 Vollschliff-Diamanten
­besetzt. Das Zifferblatt aus Naturperlmutt
oder versilbertem und handguillochiertem
Gold von 18 Karat ist bei 6 Uhr mit einem
herrlichen Birnenschliff-Diamanten
­geschmückt.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Präsenz
2011 verstärkte Breguet ihre Präsenz auf
den meisten Kontinenten, dies insbesondere durch prestigeträchtige Partnerschaften.
Breguet schloss sich mit dem Getty
­Museum in Los Angeles für die Ausstellung
Paris: Life and Luxury zusammen, die vom
26. April bis 7. August 2011 stattfand.
Im Mittelpunkt dieser von der berühmten
Sammlung des Museums an Objekten des
französischen Kunsthandwerks inspirierten
Ausstellung stand der Alltag im 18. Jahrhundert, also in der Zeit, als Abraham-Louis
Breguet seine Uhrmacherlaufbahn in Paris
begann. Die Marke begnügte sich dabei
nicht mit einem blossen Sponsoring der
Ausstellung, sondern stellte dem Museum
bis Oktober 2011 auch vier Taschenuhren
jener Zeit aus ihrer Sammlung alter Zeitmesser zur Verfügung.
Nach der Ausstellung im Louvre-Museum
im Jahr 2009 widmete auch das Schweizerische Nationalmuseum 2011 dem Leben
und Werk von Abraham-Louis Breguet eine
Retrospektive. Der gebürtige Schweizer,
der sich in Paris niedergelassen hatte und
den viele als «den grössten Uhrmacher aller
Zeiten» bezeichnen, knüpfte um 1800 ein
Beziehungsnetz, das über ganz Europa und
bis in die Türkei reichte. Diese Prestige­
ausstellung mit 175 aussergewöhnlichen
Stücken war vom 10. Juni bis 19. September 2011 im Château de Prangins und vom
6. Oktober 2011 bis 8. Januar 2012 im
­Landesmuseum in Zürich zu sehen.
Breguet engagierte sich auch dieses Jahr
für die Kultur und die europäischen Künste,
indem die Marke als Hauptsponsorin die
Asientournee des Béjart Ballet Lausanne
unterstützte, die vom 10. bis 22. Oktober
2011 durch Südkorea und China führte.
Schönheit, Kreativität und Suche nach Perfektion sind Werte, die das weltbekannte
Ballett mit der prestigereichen 30
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Uhrenmarke verbinden. Einige VIP-Kunden
und ausgesuchte Medienvertreter genossen das Privileg, hinter den Kulissen den
Tänzerinnen und Tänzern bei der Vorbereitung auf den Auftritt zuzuschauen und in
den verschiedenen Theatern zu dinieren.
2011 war zudem das Geburtsjahr einer
­Allianz von Weltbedeutung: Breguet und
der US-amerikanische Fernsehsender CNN
waren Partner für eine thematische Woche
über Leonardo da Vinci und dessen letztes
Meisterwerk. Das Salvator Mundi genannte
Gemälde, das 2007 unter späteren Übermalungen freigelegt und anschliessend
gründlich restauriert worden war, wurde
2011 als echter Leonardo authentifiziert und
vom 9. November 2011 bis 5. Februar 2012
in der National Gallery in London ausgestellt. Diese bedeutendste künstlerische
Entdeckung der letzten 200 Jahre wurde
durch die aussergewöhnliche Partnerschaft
der Manufaktur aus dem Vallée de Joux mit
dem berühmten News-Sender im Kabelfernsehen und im Internet bekannt. Den
Anstoss zu dieser Themenwoche, die
­Leonardo da Vinci gewidmet war, hatte
­übrigens ein Stück aus der aktuellen Uhrenkollektion Breguet gegeben, das einen
­Bezug zwischen der Manufaktur und dem
italienischen Universalgenie herstellt: Das
Modell Tradition Tourbillon 7047PT ist mit
einer Schnecken-Ketten-Transmission ausgestattet, die für eine konstante Kraftübertragung von der Aufzugfeder auf die Unruh
sorgt. Diese Konstruktion beruht auf einem
Konzept, das Leonardo da Vinci um 1490
erfunden hatte. 31
UHREN UND SCHMUCK
Joaillerie Breguet
Die Kunst
der Exklusivität
www.breguet.com
Vermehrte Präsenz bei Veranstaltungen
rund um den Globus, ein verstärkter Beachtungsgrad dank stark wachsender Medienpräsenz und neuem Design im Einklang
mit jenem der Uhren erlaubten, die Bekannt­
heit der Joaillerie- und Haute-JoaillerieSchmuck­kollektionen von Breguet weiter
zu steigern und ihren Aufschwung zu
­konsolidieren.
Uhr Haute Joaillerie Petite Fleur
Wie die 2010 vorgestellte Uhr Crazy Flower
bietet die Uhrenkreation Haute Joaillerie
­Petite Fleur das technische Wunder eines
beweglichen Edelsteinbesatzes. Die individuell durch ein raffiniertes System unsichtbarer Stifte in zwei Reihen rund um das
­Gehäuse befestigten 43 Baguette-Diamanten gewinnen Leben im Rhythmus der
Handgelenkbewegungen.
Manschettenknöpfe Email Grand Feu
und Anhänger Lune
Jeder dieser Manschettenknöpfe aus
18 Karat Rotgold hat die Form eines Uhr­
gehäuses mit seitlichen Kannelüren wie
beim Mittelteil der 2011 vorgestellten Uhr
Classique Phases de Lune. Die Stirnseiten
bestehen aus echten, von Hand im GrandFeu-Verfahren emaillierten Zifferblättern
von 14 mm Durchmesser, die auch andere
Details dieser Uhr wiederholen, etwa eine
Ziffer, die Mondphasenanzeige und die
­Geheimsignatur von Breguet. Der Anhänger
Lune wiederum besteht aus einem Rotgoldmond mit zwei Gesichtern: die
«Nacht»-Seite ist mit Diamanten beschichtet, während die «Tag»-Seite mit ihren drei
durchbrochenen Sternen eine handgravierte
Breguet-Signatur trägt.
Manschettenknöpfe Marine
Haute Joaillerie
Bei der Kreation dieses Paars Manschettenknöpfe liess sich Breguet von der HauteJoaillerie-Version des Chronographen
­Marine inspirieren. Sie sind aus 18 Karat
Weissgold gefertigt, und ihre Stirnseite ist
vollständig mit ­Baguetteschliff-Edelsteinen
besetzt. Diese sonnenstrahlig um einen
zentralen Brillantschliff-Diamanten ange­
ordneten Stab­diamanten und -saphire
­bilden ein Motiv, das an ein Uhrenzifferblatt
erinnert. Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
32
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Blancpain
Ein an Emotionen
reiches Jahr
www.blancpain.com
Trends
Kreation
2011 bestätigt sich als bisher bestes
­Geschäftsjahr von Blancpain. Dieser Erfolg
ist vor allem auf folgende Faktoren zurückzuführen:
– die Fusion zwischen Blancpain und
Frédéric Piguet, dank der die Produktionsmittel der Marke erweitert wurden;
– die Auswirkungen des grossen Interesses
der asiatischen Kundschaft von Blancpain,
die weltweit reist und konsumiert;
– die Bedeutung der grossen Komplika­
tionen, die in den verschiedenen
­Kollektionen angeboten werden und
­Blancpain ermöglichen, sich als bedeu­
tende Akteurin der Haute Horlogerie
zu ­positionieren;
–d
ie Fortsetzung der Neuinterpretation der
Kollektion Villeret, die das Markenimage
von Blancpain prägt;
– die Konsolidierung der Blancpain-Monomarkengeschäfte auf globaler Ebene, die
die internationale Präsenz der Marke verstärkt und ihr erlaubt, all ihre Kollektionen
optimal zur Geltung zu bringen.
Im Bereich der neuen Produkte und Kreationen stellte die Manufaktur aus Le Brassus
2011 anlässlich der Baselworld zahlreiche
neue Kaliber und Zeitmesser vor. Acht neue
Uhrwerke bereicherten die Kollektion und
spiegeln mit 27 im Berichtsjahr eingeführten neuen Modellen die Passion von
­Blancpain für Innovation, Savoir-faire und
uhrmacherische Tradition.
Die Parade der Uhrwerke
Kaliber 235: Automatikaufzug, fliegendes
Ein-Minuten-Karussell, Minutenrepetition
mit Kathedralen-Klangfeder, Glucydur-­
Unruh mit goldenen Regulierschrauben,
444 Komponenten.
Kaliber 22T: Handaufzug, fliegendes
­Ein-Minuten-Karussell, Dekor der oberen
Platine auf Nanotechnologie-Basis,
­Glucydur-Unruh mit goldenen Regulierschrauben.
Kaliber 4225G: Automatikaufzug, Tour­
billon, Anzeige der Gangreserve (7 Tage)
auf der Schwingmasse, Glucydur-Unruh mit
goldenen Regulierschrauben, 414 Komponenten.
Kaliber 5235DF: Automatikaufzug, halbe
Zeitzone, 8 Tage Gangreserve, 3 Feder­
häuser, Titan-Unruh mit goldenen Regulierschrauben.
Kaliber 66CM8: Automatikaufzug, Monodrücker-Chronograph, 40 Stunden Gang­
reserve, geschützter Kalender- und Mondphasenmechanismus, 450 Komponenten.
Kaliber 6938: Automatikaufzug, 8 Tage
Gangreserve, 3 Federhäuser, Titan-Unruh
mit goldenen Regulierschrauben.
Kaliber 5254DF: Automatikaufzug, halbe
Zeitzone, 72 Stunden Gangreserve.
Kaliber 6054F: Automatikaufzug, Zeitzone,
72 Stunden Gangreserve.
34
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Kollektion Le Brassus
2011 wurde die Kollektion Le Brassus durch
eine Automatikuhr erweitert. Das Modell
Caroussel Répétition Minutes mit Kathedralen-Klangfeder und einem Zifferblatt mit
Grand-Feu-Email wird nämlich mit einem
Automatikwerk angeboten. Als Quintessenz der Spitzen-Uhrmacherkunst der
­Manufaktur Blancpain im Bereich der Komplikationen konkretisiert dieser Zeitmesser
das Savoir-faire der Marke und zeugt von
ihrer Wertschätzung der uhrmacherischen
Traditionen.
Kollektion Villeret
Die 2010 eingeleitete Neuinterpretation der
Kollektion Villeret wurde im Berichtsjahr
fortgesetzt. Als zeitlose Ikonen finden diese
Uhren weltweit Gefallen dank ihrer eleganten Feinheit und ihren klassischen Linien,
aber auch mit den verschiedenen Komplikationen, mit denen sie ausgestattet sind.
Acht neue Modelle bereicherten 2011 die
Kollektion. Die wandernde Zeitgleichung,
eine ebenso seltene wie kostbare Komplikation, zeigt dank einem Sonnenzeit-Minutenzeiger laufend die Abweichung zwischen
der wahren Sonnenzeit und der bürgerlichen Zeit an. Als Reaktion auf vielfach
­geäusserte Wünsche ihrer Kundschaft entwickelte Blancpain zudem eine Zeitzonenuhr mit Anzeige der halben Zeitzonen; dank
drei in Serie geschalteten Federhäusern
verfügt sie über acht Tage Gangreserve.
Dieses Villeret-Modell entspricht dem Bedarf von Reisenden, die sich zum Beispiel
häufig nach Delhi, Caracas oder Rangoon
begeben, da in diesen Weltgegenden die
Zeitverschiebung auf eine halbe Stunde
­genau festgelegt ist. Die Korrektur der
­Referenzzeit verändert die Zeit der aktuellen
Zeitzone, und das Verstellen des Datums
ist so geschützt, dass der Mechanismus
nicht beschädigt werden kann.
Kollektion L-evolution
Das jüngste Kind der Kollektion L-evolution
ist nicht nur mit einem Tourbillon und einem
Grossdatum ausgestattet, dieser Zeitmesser zeigt zudem die Gangreserve auf einem
kleinen Zifferblatt an, das direkt in die
Schwingmasse integriert ist. Die 2007
­patentierte neue Komplikation verlangte
den Forschungs- und Entwicklungsteams
der Manufaktur in Le Brassus rund zwei
Jahre Arbeit ab. An der Spitze dieser neuen
Technologie stehend, bot Blancpain 2011
eine noch nie dagewesene Version aus
­Tantal des Modells Carrousel Saphir Volant
Une Minute an, dessen obere Platine mit
einem nanotechnologischen Verfahren
­dekoriert wurde. Sie ist nämlich vollständig
mit winzigen lasergravierten «JB» geschmückt, die für eine leichte Schattierung
oder Tönung sorgen.
Kollektion Fifty Fathoms
Blancpain ehrte im Berichtsjahr die legen­
däre Fifty Fathoms mit einem zweiten
­Tribute-Modell. Die auf 500 Exemplare limitierte Kreation Tribute to Fifty Fathoms
Aqua Lung verkörpert eine subtile Mischung von Vintage-Geist und Modernität.
Als revolutionäre Konzeptuhr bietet das im
Oktober 2011 in Dubai präsentierte Modell
X Fathoms eine Fülle von Neuerungen, die
alle Weltpremieren darstellen: Tiefen­
messung bis 90 m und Speicherung der
maximalen erreichten Tiefe, getrennte
­Anzeige für den Bereich von 0 bis 15 m
mit der aussergewöhnlichen Präzision
von u
­ ngefähr 30 cm, rückspringender
5-­Minuten-Zähler für die Dekompressions­
stufen. Sein Uhrwerk basiert auf dem
­Manufakturkaliber 1315, das seine Leistungsfähigkeit bereits in der Fifty-FathomsKollektion bewiesen hat. Das Automatikwerk ist mit drei Federhäusern
ausge­stattet, die ihm eine Gangreserve von
fünf Tagen sichern. Die amagnetische
­Silizium-Spiralfeder wiederum verhindert,
dass Magnetfelder die Ganggenauigkeit
­beeinträchtigen. Das imposante Gehäuse
von 55,65 mm Durchmesser aus satiniertem Titan ist wasserdicht bis 30 bar (300 m).
Es ist mit einem Heliumventil für tiefe
Tauchgänge mit der Sauerstoffflasche
und der einseitig drehbaren Lünette
­ausgestattet, welche diese Kollektion seit
annähernd 60 Jahren auszeichnet.
Kollektion Women
2011 dachte Blancpain auch an die
­Damenwelt und präsentierte ein Modell mit
vollständigem Kalender und Mondphase,
deren Anzeigen mit dem patentierten
­System der Drücker unter den Anstössen
verstellt werden können. Diese Kreation,
die ein feminines Design mit traditioneller
Uhrmacherkunst vereint, wird in drei Versionen angeboten, bei denen das Perlmutt­
zifferblatt und die Lünette mit Diamanten
besetzt sind. Das Rotgoldmodell wurde
­übrigens an den Genfer Watches Days vom
10. bis 13. November 2011 mit dem dritten
Preis ausgezeichnet. 35
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
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GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Präsenz
2011 war für die Manufaktur aus Le Brassus
reich an Emotionen und Ereignissen. Abgesehen davon, dass die Marke ihre Präsenz
in der Welt des Automobils verstärkte,
­stellte Blancpain am 25. Oktober als Welt­
premiere ihr revolutionäres Modell X
­Fathoms im Dubai Aquarium & Underwater
Zoo der Dubai Mall vor.
Automobilwelt
Das Engagement von Blancpain und Marc
A. Hayek im Autorennsport bestätigte sich
auch im Berichtsjahr. Seit der Saison 2011
ist die Marke Titelsponsorin und offizielle
Zeitnehmerin der Blancpain Endurance
­Series. Diese neuen Rennen finden hauptsächlich im Rahmen der legendären Total
24 Stunden von Spa-Francorchamps statt,
ergänzt durch vier weitere dreistündige Rennen auf anderen berühmten europäischen
Rundkursen. Diese Meisterschaft stellt eine
Rückkehr zu den Wurzeln der Gran-TurismoWettbewerbe dar, die vor allem Ausdauerrennen waren. ­Sowohl für die Hersteller
wie für die Piloten und Zuschauer war der
Erfolg vom ersten Lauf an zur Stelle.
Blancpain verbündete sich 2011 als offizielle
Partnerin mit den ADAC GT Masters, der
legendären deutschen GT-Meisterschaft.
Am Steuer seines von Reiter Engineering
aufbereiteten Lamborghini Gallardo LP600+
GT3 gewann Marc A. Hayek diese Meisterschaft in der Kategorie Amateure. So konnte das vorwiegend deutsche Publikum auf
dem legendären Hockenheim-Rundkurs
den Blancpain-Präsidenten feiern, als er zu
Ende des letzten Rennens dieser Saison
das höchste Treppchen bestieg.
Blancpain schloss für die Saison 2011 der
WTCC einen Vertrag mit dem Schweizer
Rennfahrer Alain Menu, der seither die
­Farben der Marke auf seinem Helm und
Rennanzug trägt. Ausserdem fungierte
Blancpain erneut als Zeitnehmerin der
­FIA-GT1-Weltmeisterschaft und setzte ihre
Partnerschaft mit Lamborghini im Rahmen
der dritten Saison der Monomodell-­
Meisterschaft Lamborghini Blancpain Super
Trofeo fort.
Mit ihren zahlreichen Engagements verstärkt die Marke ihre Präsenz in der Welt
des Automobilrennsports und festigt so die
natürlichen Bande, die zwischen dieser und
der Haute Horlogerie bestehen.
37
UHREN UND SCHMUCK
Die Welt des Tauchsports
Ein Hauptereignis, welches das BlancpainJahr 2011 prägte, war die Präsentation der
Konzeptuhr X Fathoms, die am 25. Oktober
in Dubai im Rahmen einer spektakulären
Veranstaltung stattfand, die sich im grössten Aquarium der Welt abspielte, dem
­Dubai Aquarium & Underwater Zoo der
­Dubai Mall.
In diesem ebenso unwirklichen wie
­majestätischen Umfeld stellte Blancpain
den internationalen Medien ihre neueste
Taucheruhr in Gegenwart zahlreicher Persönlichkeiten vor, darunter der Präsident der
Gesellschaft Emaar Properties, Seine Exzellenz Mohamed Alabbar, sowie Gianluca
­Genoni, Inhaber zahlreicher Rekorde im
Apne- oder Freitauchen.
Die X Fathoms bietet die wesentlichen
­Charakteristiken ihrer legendären, 1953
­kreierten Vorgängerin, der Fifty Fathoms,
und verbindet sie mit einem mechanischen
Tiefenmesser. Damit ist sie die leistungs­
fähigste mechanische Taucheruhr aller Zeiten. Im türkisfarbenen Wasser des Dubai
Aquarium & Underwater Zoo entführte
­Gianluca Genoni sie auf den Boden des
­Beckens, wo ihn Marc A. Hayek an einem
Uhrmachertisch erwartete, um sie vor den
Augen der staunenden Gäste zu enthüllen.
Dieser Event war angesichts der Begeisterung, die er bei den Uhrenliebhabern,
­Journalisten, Bloggern und allen anderen
Internauten auslöste, ein echter Gross­
erfolg. Die wichtigsten Blogs, Internetforen
und Websites für Informationen aus der
­Uhrenwelt widmeten denn auch der Lancierung der X Fathoms jeweils einen Beitrag,
und das Echo in Zeitungen und Zeitschriften
hielt bis Ende 2011 an.
«Un des meilleurs ouvriers de France»
bei Blancpain
Die Graveurmeisterin Marie-Laure
­Tarbouriech der Manufaktur aus Le Brassus
erhielt 2011 den Preis «Un des Meilleurs
Ouvriers de France» 2011 in der Kategorie
«Gravure en modelé, héraldique». Diese
hochangesehene Auszeichnung erlaubt ihr,
künftig den begehrten blau-weiss-roten
Kragen an ihrer Arbeitsschürze zu tragen.
Tiere, die auch im Vallée de Joux vorkommen – Gemse, Luchs, Fuchs, Marder,
­Eichhörnchen, Graureiher, Auerhahn und
Pirol – beleben fein ziseliert das Uhrwerk
von knapp 15 Linien (34 mm) Durchmesser
der Taschenuhr, die sie als ihre Wett­
bewerbsarbeit eingereicht hat. Mit ihrer
Kunst hat sie in einem wilden Dekor von
Felsen und Pflanzen eine verblüffend realis-
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
tische Szenerie geschaffen, die beim Öffnen des Zeitmessers sichtbar wird. Die
Wahl dieses Taschenuhrkalibers ist kein
­Zufall, da seine grösseren Brücken besser
geeignet waren als jene einer Armbanduhr,
um ihrer Phantasie und dem Wunsch nach
möglichst präziser Darstellung freien Lauf
zu lassen.
Blancpain ist stolz darauf, mit der Kunsthandwerkerin Marie-Laure Tarbouriech
­«einen der besten Handwerker Frankreichs» zu beschäftigen, die dazu beiträgt,
ein für die Uhrmacherkunst unerlässliches
handwerkliches Wissen und Können
­weiterzugeben. Denn die Manufaktur aus
Le Brassus gehört zu den wenigen Uhrenunternehmen, deren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter fähig sind, handwerkliche Meisterwerke zu schaffen, die zur Quintessenz
der Haute Horlogerie gehören.
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Glashütte Original
Die Fortsetzung
höchster deutscher
Uhrmacherkunst
www.glashuette-original.com
Trends
Kreation
Präsenz
Die Manufaktur Glashütte Original konnte
2011 das stärkste Jahr ihrer Geschichte verzeichnen. Diese ausgezeichnete Leistung
wurde durch beeindruckende Zuwachs­
raten in den vier wichtigsten Märkten der
Marke erreicht: in Deutschland, China,
Hongkong und den Vereinigten Staaten.
Parallel dazu baute Glashütte Original eine
wachsende und hochkarätige Präsenz in
anderen wichtigen internationalen Metro­
polen auf, zum Beispiel in Paris (mit einer
eigenen Boutique und einem Corner),
Wien, Mailand, Moskau, Tokio sowie in
­Macao, wo zwei Boutiquen nach dem modernen neuen Verkaufskonzept der Marke
völlig umgestaltet wurden.
Als Antwort auf die wachsende Nachfrage
nach den edlen mechanischen Zeitmessern
von Glashütte Original beschloss die
Swatch Group, die Produktionskapazitäten
der Manufaktur in beträchtlichem Ausmass
zu erweitern. Die Bauarbeiten für ein neues
Gebäude in Glashütte, das ab September
2012 die dringend benötigten zusätzlichen
Fertigungsanlagen sowie ein neues Kundendienst-Kompetenzzentrum beherbergen
wird, wurden 2011 aufgenommen. Um
dem Versprechen «Handmade in Germany»
treu zu bleiben, wurde auch eine Zifferblattmanufaktur in Pforzheim komplett in die
Manufaktur Glashütte Original integriert.
Dies bringt den Prozentsatz der manufaktur­
eigenen Wertschöpfung auf ein im
Prestige­segment fast beispiellos hohes
­Niveau.
Sixties Square Tourbillon
Das fliegende Tourbillon wurde 1920 von
Alfred Helwig entwickelt, Meisteruhr­
macher und Lehrer an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte. Die Version, die
nun im Berichtsjahr vorgestellt wurde,
­präsentiert den filigranen Mechanismus in
einem modernen, kissenförmigen Design.
Berlinale
Glashütte Original, 2011 erstmals Partnerin
der Internationalen Filmfestspiele Berlin,
bezog während des Festivals am historisch
bedeutsamen Potsdamer Platz Quartier. Im
24. Stock des Gebäudes, das zu Berlins
höchsten Wolkenkratzern zählt, empfing die
Marke in der Glashütte Original Lounge
eine beeindruckende Schar von VIPs. Der
bekannte deutsche Filmregisseur Wim
Wenders feierte die Eröffnungsparty zum
Start seines neuen 3D-Films Pina – ein
­Tribut an die große deutsche Tänzerin und
Choreographin Pina Bausch –, der ein
­internationaler Erfolg wurde. Filmlegenden
wie Isabella Rossellini und Liv Ullmann
­besuchten die Lounge.
Seventies Panoramadatum
Diese Uhr ist von einem erfolgreichen
­Modell mit integriertem Band inspiriert, das
in den siebziger Jahren in Glashütte produziert worden war. Mit seinem stromlinienförmigen, schlanken Gehäuse und den
weich abgerundeten Ecken greift die
­Seventies Panoramadatum den Stil einer
weltverändernden Dekade auf und wurde
das Hauptthema der Marke in diesem Jahr.
Senator Ewiger Kalender
In einem rotgoldenen Gehäuse mit
­mattschwarzem Zifferblatt und weissen
­römischen Ziffern präsentiert sich der
­Senator Ewiger Kalender. Das aufwendig
dekorierte Werk sowie die subtile Eleganz
und Klasse dieses Zeitmessers sind Ausdruck höchster deutscher Uhrmacherkunst,
wie sie für die Marke Glashütte Original
charakteristisch ist.
PanoMatic Luna
Inspiriert von der Symbolik des Mondes
und seiner Assoziation mit dem weiblichen
Geschlecht, kreierte Glashütte Original die
PanoMatic Luna. Charakteristisch für die
beiden Versionen dieses Modells sind die
dezentrale Stunden- und Minutenanzeige
sowie die separate Sekunde auf dem
­glänzend weissen oder mystisch schwarzen
Perlmuttzifferblatt.
Seventies Panoramadatum Tour
New York, Hongkong, Schanghai, Hamburg,
München… dies waren die Stationen einer
gelungenen Roadshow, mit der die neue
Seventies Panoramadatum den Medien
und der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Alle Räumlichkeiten waren geschmackvoll
im Stil einer Flughafen-VIP-Lounge der
­siebziger Jahre eingerichtet und luden die
Gäste ein, eine Zeitreise zu unternehmen
und eine neue Ikone des Uhrendesigns zu
entdecken.
Ausstellung Alfred Helwig
2011 war ebenfalls gekennzeichnet durch
die Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag von
Alfred Helwig. Bei diesem Jubiläum präsentierte die Stiftung Deutsches Uhren­
museum Glashütte – Nicolas G. Hayek eine
Sonderausstellung zu Ehren des berühmten
Uhrmachermeisters. Helwig spielte eine
zentrale Rolle in Glashütte und leitete an der
Deutschen Uhrmacherschule, wo er 1920
das fliegende Tourbillon entwickelte, die
Ausbildung des Uhrmachernachwuchses.
Als rechtmäßiger Erbe dieser wundervollen
Tradition betreibt Glashütte Original heute
eine eigene Uhrmacherschule in der Stadt,
die mit Stolz den Namen Alfred Helwig
trägt. 40
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2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
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2011
Jaquet Droz
Hommage an die
Handwerker von
Jaquet Droz
www.jaquet-droz.com
Trends
Kreation
Im 18. Jahrhundert waren die Jaquet Droz
Wegbereiter im Bereich des luxuriösen
­Uhrendekors. Ihre Werke trugen zum
­Lebensunterhalt einer Generation von
Handwerkern bei. Das mit Goldblättchen
durchsetzte Email ihrer Uhrgehäuse und
ihre Miniaturmalereien hatten einen
­entscheidenden Anteil am Erfolg und
­Renommee der Krea­tionen von Jaquet
Droz, denn alle ihre Meisterwerke –
Taschen­uhren, Urnen, T
­ abakdosen, Vogelkäfige und Automaten – waren verziert.
Heute sind die kunsthandwerklichen Berufe
in das Atelier von Jaquet Droz integriert,
und ihr Können findet sich auf den Aus­
nahmeuhren der Kollektion der Marke wieder. So wird diese Tradition ­weitergeführt
und der sorgfältigen Arbeit der Handwerker
von Jaquet Droz die Ehre erwiesen.
Die Marke und ihr Präsident Marc A. Hayek
lüfteten dieses Jahr den Vorhang für die
erste Etappe einer Reihe von Veranstaltungen, die bis ins Jahr 2012 rund um das Ausstellungsprojekt Automates & Merveilles
stattfinden werden und die privilegierten
Beziehungen zwischen der Marke und der
Kunst des Automatenbaus sowie der
­Miniaturisierung unterstreichen.
Im Sommer 2011 konnte Jaquet Droz den
ersten Geburtstag ihrer Haute-HorlogerieWerkstatt feiern. Dieses neue, 2500 m2
grosse Atelier erlaubt, der starken Nach­
frage der Märkte und der Kunden gerecht
zu werden, und hat der Marke neuen
Schwung verliehen. Wie ihre Uhren ist diese
Werkstatt ein Konzentrat von uhrmache­
rischem und kunsthandwerklichem
Savoir-faire, in dem ein besonderer Geist
herrscht.
Grande Seconde Quantième
Mit ihrer völlig neuartigen Ästhetik und dem
pionierhaft klaren Design zelebriert die
Grande Seconde seit dem 18. Jahrhundert
die Magie der Zeit. 2011 erschien ein Edelstahlmodell mit Datum. Getreu ihrem avantgardistischen Geist setzte Jaquet Droz für
diese Grande Seconde Quantième ein
­exklusives Verfahren ein, um zwei neue
Modelle mit All-black-Zifferblättern anzufertigen. Diese uhrmacherische Premiere
­besteht darin, sämtliche Anzeigeelemente
aus der vorgängig in einem chemischen
Bad mit einer perfekt schwarzen Schicht
überzogenen Zifferblattscheibe herauszu­
arbeiten. Das Vorgehen erfordert extreme
Sorgfalt, erlaubt aber, die – gegebenenfalls
satinierten – Indexe plastisch hervorzu­
heben, was ein bislang unerreichtes Spiel
von Licht und Texturen bewirkt. 42
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Tourbillon
2011 verband Jaquet Droz eines ihrer
­emblematischsten Modelle mit einem Komplikationsmodul, das als Meisterwerk der
Präzisionsuhrmacherei gilt. Das Ergebnis
sind zwei exklusive Uhren: Bei der Grande
Seconde dreht sich ein Tourbillon direkt im
Zentrum des nach 12 Uhr verschobenen
Sekundenzählers. In einer ersten Version
aus Rotgold mit einem Grand-Feu-Emailzifferblatt erlaubte diese Kreation Jaquet Droz,
die Grenzen der Uhrmacherkunst erneut
hinauszuschieben, besteht doch der Tour­
billonkäfig aus Saphir. Dieser AusnahmeWerkstoff wurde auch für den Höhenring in
Form einer Acht des zweiten Modells aus
Weissgold verwendet, dessen Zifferblatt
mit Côtes de Genève verziert ist.
Petite Heure Minute 35 mm
Stein, Perlmutt, Email: Die Marke Jaquet
Droz feiert ihr historisches Savoir-faire mit
einem in der Kollektion erstmalig verwendeten Format: 2011 stellte die Marke drei
neue Uhren mit Gehäusen von bloss
35 mm Durchmesser vor. Die Modelle wurden im Geist einer Verbindung von Tradition
und Innovation kreiert und verkörpern denn
auch das ganze Können und die Perfektion
der Handwerker von Jaquez Droz.
Präsenz
Am 18. November 2011 luden Jaquet Droz
und die Association Automates &
­Merveilles Journalisten und Kunden an den
Sitz der Marke ein, um das aussergewöhn­
liche Ausstellungsprojekt Automates &
­Merveilles vorzustellen. «Der Schreiber»,
ein androider Automat, der 1774 erstmals in
La Chaux-de-Fonds vorgeführt worden war
und nun erstmals seit über zwei Jahrhunderten in die Stadt seines Ursprungs zurückkehrte, bildete den Höhepunkt dieser
Pressekonferenz. Die geplante Ausstellung
über drei prägende Persönlichkeiten der
Uhrmacherei des 18. Jahrhunderts – Pierre
Jaquet Droz, seinen Sohn Henry-Louis und
ihren Mitarbeiter Jean-Frédéric Leschot –
wird vom Musée d’art et d’histoire in
­Neuenburg, dem Musée international
d’horlogerie in La Chaux-de-Fonds und
dem Musée d’horlogerie – Château des
Monts in Le Locle gemeinsam durchgeführt
und vom 28. April bis 10. September 2012
stattfinden. Bei dieser internationalen,
künstlerisch und technisch grossangelegten
Schau werden die Besucherinnen und Be-
sucher eine Zeitreise vom 18. ins 21. Jahrhundert machen können. Nach der Konferenz wurde «Der Schreiber» zudem für
eine einmalige Veranstaltung am 8. Dezember 2011 in Peking erstmals nach China
­verschickt.
Jaquet Droz will die Aficionados der Marke
auch an einer ihrer historischen Spezialitäten teilnehmen lassen: der Miniaturmalerei.
Im Verlauf von Veranstaltungen in den
­Vereinigten Staaten, China, Russland und
der Schweiz wurden Kunden und Journalisten in ein exklusives Universum versetzt
und erhielten einen Eindruck von der
Schwierigkeit der Zifferblattbemalung. Einige Privilegierte konnten sich dabei an den
Platz des Malers setzen und ihre eigene
Interpreta­tion der vorgegebenen Zeichnung
verwirklichen.
2011 konsolidierte die Marke ihre Präsenz
auf den bestehenden Märkten und setzte
die Entwicklung ihrer Distribution fort, in
erster Linie durch die Verstärkung ihre
­Präsenz in Asien mit der Eröffnung zweier
neuer Jaquet-Droz-Boutiquen an den besten
Lagen in Hongkong und Macao. 43
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
44
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
tiffany & co.
www.tiffanywatches.com
Kreation
An der Baselworld 2011 stellte die Tiffany
Watch Co. Ltd die neue Uhrenlinie
Tiffany Gallery vor, deren edler Stil vom
­Art-­Déco-Design inspiriert ist. Diese zeit­
genössische und zugleich klassische
­Uhrenlinie offenbart ihr Erbe in den feinen,
anmutig stilisierten arabischen Ziffern und
der formschönen Eleganz des schlanken
Gehäuses und der Bandanstösse.
Die in Schwarz gehaltene neue Atlas
­Cocktail ist die perfekte Ergänzung für die
strahlende Cocktail-Linie der Marke.
Das schwarz lackierte Zifferblatt und die
Diamanten im Brillantschliff verleihen
­diesem Zeitmesser leuchtenden Glanz und
Raffinesse. Die vollständig mit Diamanten
besetzten konzentrischen Kreise wie
auch die römischen Ziffern sind charakteristisch für die Atlas-Linie und bilden einen
­funkelnden Zifferring.
Die Linie Atlas Dome wurde 2011 erweitert.
Ein neues 39-mm-Gehäuse mit einer
von Diamanten eingefassten Lünette ist in
18 ­Karat Gold oder Edelstahl erhältlich.
Die typischen dreidimensionalen römischen
Ziffern in Hochrelief schmücken eine
grosse Auswahl an Zifferblättern.
Ein etwas maskulineres Modell mit 42-mmGehäuse ergänzt die Linie Atlas Dome.
Es ist in Edelstahl, in Rot- oder Gelbgold
und in einer Bicolor-Version Gold/Edelstahl
erhältlich. Alle Modelle sind mit einem
­Automatikwerk ausgestattet.
Sportlich, elegant und maskulin präsentiert
sich der neue Chronograph Atlas Gent
Square mit seinem rechteckigen 40-mm-­
Gehäuse in 18 Karat Rot- oder Gelbgold.
Dieser ausserordentliche Schaltrad-Chronograph ist mit einem der weltweit besten
Automatikwerke ausgestattet, dem Kaliber
1285 Frédéric Piguet. Er garantiert eine
hohe technologische Integrität und ein
­einwandfreies Anzeigen der Uhrzeit sowie
der Chronographenfunktionen.
Präsenz
Das ganze Jahr über führte die Tiffany
Watch Co. Ltd gemeinsam mit ihren
­Händlern zahlreiche Veranstaltungen durch.
Ende 2011 wurde die neue Kollektion
­Tiffany G
­ allery weltweit mit einer Vielzahl
von Events lanciert. In China präsentierte
die Marke die neue Gallery-Linie im
Chang’an Club, einer der berühmtesten
­Adressen ­Pekings. Weitere Launch-Events
für die ­Tiffany Gallery fanden in verschiedenen Verkaufspunkten statt, beispielsweise
in der Moskauer Tourbillon-Boutique.
45
UHREN UND SCHMUCK
Léon Hatot
www.leonhatot.com
Der Geist des Art Déco
Während mehr als vier Jahrzehnten war der
Firmengründer Léon Hatot (1883–1953)
eine Grösse der Pariser Juwelierszene und
auch für seine Uhrenkreationen bekannt. So
erfand er insbesondere einen Mechanismus
für den automatischen Aufzug der Uhr, den
er «Rolls» nannte. Der Name veranlasste
die berühmte Schauspielerin Joan Crawford
zur Aussage: «Die Rolls-Uhr ist ein bisschen Ewigkeit in einem Gehäuse.» Wie kein
anderer nahm der Uhrmachermeister und
Juwelier die Zeichen der Zeit auf und prägte
massgeblich den Stil der Frauen, die in den
wilden zwanziger Jahren die Emanzipation
suchten. Das trug ihm 1925 den Grand Prix
der Pariser Exposition internationale des
Arts décoratifs et industriels modernes ein.
Fest in der Geschichte der Uhrenindustrie
verankert und seit mehr als zehn Jahren in
die Swatch Group integriert, bewahrt die
nach ihm benannte Marke sein Erbe – ein
Schatz, der aus mehreren tausend Originalzeichnungen besteht, die noch heute die
Kollektionen von Léon Hatot inspirieren.
Die aktuellen Modelle der Haute Joaillerie
und Haute Horlogerie spiegeln den Geist
des Art Déco wider, der auch die Marke
charakterisiert, und sind den Frauen gewidmet, die sich für das Besondere begeistern.
Die Schmuckstücke mit den Namen J’aime,
J’aime Toujours, Mae, Vertige, Le temps
d’aimer und Léona bilden die Linie Joaillerie
Boutique, zu der auch die Uhren Coquine,
Chrono, Charleston und die Secrètes-­
Modelle gehören. Sie verbinden die Eleganz
früherer Zeiten mit modernem Chic.
­Technische Komplikationen, Edelsteine und
ausgesuchte Materialien sind die Trümpfe
der einzigartigen Stücke aus der Linie Haute
Joaillerie, während die Créations d’Exception
exklusive Schmuckstücke und limitierte
­Editionen umfassten, die strikt auf 7 bis
77 ­Exemplare beschränkt sind.
Auch 2011 wurden die Kreationen von Léon
Hatot einer auserlesenen Klientel ange­
boten, die das Exklusive sucht. Der Vertrieb
über das renommierte Netz der TourbillonBoutiquen an den besten Standorten der
Welt wurde im Berichtsjahr erfolgreich fortgesetzt. Diese äusserst selektive Präsenz
unterstreicht das glanzvolle Wesen der
Marke sowie ihrer Ausnahmeprodukte und
bewahrt das aussergewöhnliche Erbe von
Léon Hatot.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
46
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
47
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Longines
Tradition, Eleganz,
Sport und
uhrmacherisches Erbe
www.longines.com
Trends
Kreation
2011 setzte sich das Wachstum von
­Longines in den Märkten fort. Die vielen
Veranstaltungen und Partnerschaften der
Marke erlaubten ihr zudem, die auf den vier
Säulen uhrmacherische Tradition, Eleganz,
Sport und Heritage (uhrmacherisches Erbe)
basierende Produktestrategie zu festigen
und fortzusetzen.
Der Bereich der uhrmacherischen Tradition
wurde durch die Linie The Longines Master
Collection Retrograde Moon Phases verstärkt. Im Bereich Sport wiederum kam
2011 die Damenuhr Ladies Diamond
­Conquest hinzu, ein Modell mit sportlicher
Ästhetik, dem Diamanten einen Touch
­Raffinesse und Eleganz verleihen. Im
­Bereich Heritage verbindet das Modell
The Longines Column-Wheel Chronograph
­Record uhrmacherische Tradition mit
­moderner Technologie und überzeugt mit
seiner sportlichen Erscheinung. Die Uhr
The Longines Twenty-Four Hours wiederum ist eine Neuauflage eines alten Modells
mit 24-Stunden-Zifferblatt. Sie beeindruckt
durch ihre historischen und funktionellen
Eigenschaften für die Navigation und ihre
ästhetische Ausdruckskraft.
2011 erweiterte Longines die Engagements
in der Welt des Pferdesports in den Disziplinen Distanzreiten, Springreiten und vor
­allem Flachrennen. Diese Sportarten verkörpern die Schlüsselwerte der Marke: Stärke,
Leistung, Technik, Präzision und Eleganz.
Uhrmacherische Tradition:
The Longines Master Collection
Retrograde Moon Phases
Mit der neuen Linie The Longines Master
Collection Retrograde Moon Phases hat die
Marke eine einzigartige uhrmacherische
Kombination realisiert, welche den Tag und
die Nacht sowie den Mondzyklus im Tanz
retrograder Zeiger vereint. Als Synthese des
technischen und ästhetischen Erbes von
Longines verfügt dieses Modell über ein
speziell für die Marke entwickeltes Kaliber.
Mit seinen verschiedenen rückspringenden
Anzeigen ist es schnell zur Galionsfigur der
Modelllinie The Longines Master Collection
geworden, welche der uhrmacherischen
Tradition von Longines die Ehre erweist.
Sport und Eleganz:
Ladies Diamond Conquest
Die Linie Conquest, hervorgegangen aus
The Longines Sport Collection, hat dank
dem schillernden Funkeln von Diamanten
neuen Glanz gewonnen. Das eine Modell
strahlt im Feuer von 120 Steinen, welche
die Lünette schmücken, das zweite verbindet die mineralische Brillanz mit der Stärke
der Keramik. Diese Allianz von Sportlichkeit
und Raffinement ist charakteristisch für die
Linie Conquest und verleiht den Uhren
­Ladies Diamond Conquest eine dynamische Schönheit, welche sportlichen Konsumentinnen gefällt, die feminine Werte zu
schätzen wissen. Damit sind diese Modelle
Ausdruck der für Longines charakteristischen Ausgewogenheit von Leistung und
Eleganz.
Heritage und Sport: The Longines
Column-Wheel Chronograph Record
Eine neue Herausforderung bei der Suche
nach Zeitmessern mit authentischen technischen Vorrichtungen meisterte Longines
mit der Kreation des Modells The Longines
Column-Wheel Chronograph Record.
Der Chronographenmechanismus mit
­Säulenrad verfügt über einen Sekundenzeiger mit Vernierskala. Die sportliche Ästhetik
dieses Modells ergänzt auf überzeugende
Weise seine Attribute als Instrument der
Zeitmessung.
Heritage:
The Longines Twenty-Four Hours
In den 1950er Jahren belieferte Longines
die nationale schweizerische Fluggesellschaft Swissair mit besonderen Uhren­
modellen. Diese Zeitmesser waren auf der
Grundlage der Fliegeruhren der Marke
­entwickelt worden und verfügten als
­Besonderheit über eine Zifferblatteinteilung
mit 24 statt der üblichen 12 Stunden. Dieses
technische Charakteristikum entsprach
den Anforderungen der Flugnavigatoren, die
die Position des Flugzeugs und den Flugplan zu bestimmen hatten. Mit dem Modell
The Longines Twenty-Four Hours hat
­Longines jetzt eine Neuauflage dieser Uhr
heraus­gebracht, welche sowohl ihre historische und funktionelle Rolle würdigt, als
auch ihre ästhetische Ausstrahlungskraft
bewahrt. 48
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Präsenz
Boutiquen
Longines verstärkte 2011 ihre internationale
Präsenz vor allem mit der Einweihung neuer
Boutiquen in Australien, China, Indien,
Hongkong, Thailand, Taiwan, Singapur, im
Libanon und den Vereinigten Arabischen
Emiraten.
The Longines Saint-Imier Collection: in
Schanghai vorgestellt von Kate Winslet
Mit The Longines Saint-Imier Collection
­lancierte Longines eine Reihe von aussergewöhnlichen Zeitmessern als Hommage
an den Gründungsort der Marke, wo sie bis
heute blüht und gedeiht. Inspiriert von diesem uhrmacherischen Erbe und stets mit
mechanischen Werken ausgestattet, reisten die Uhren dieser neuen Kollektion von
Saint-Imier nach Schanghai, wo sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Die Schauspielerin Kate Winslet, Botschafterin der Eleganz von Longines, war bei
­dieser Weltpremiere dabei und eröffnete
höchstpersönlich die Ausstellung ­«Longines
in Saint-Imier: eine multisensorielle Reise in
die uhrmacherische Tradition».
Pferdesport
Bereits 1880 produzierte Longines eine
Stoppuhr, die mit der gravierten Darstellung
eines Jockeys auf seinem Pferd geschmückt war. Die Tradition der Marke als
Zeitnehmerin im Reitsport begann dann
1926. Heute ist Longines dank zahlreicher
Engagements als offizielle Zeitnehmerin
und Partnerin im Springreiten, Distanzreiten
und bei Flachrennen präsent. Longines ist
bei den berühmtesten Pferderennen dabei:
beim Prix de Diane Longines, Qatar Prix de
l’Arc de Triomphe, Grand Prix Longines
­Lydia Tesio, Royal Ascot, Melbourne Cup
Carnival, Dubai World Cup, Longines
­Singapore Gold Cup, Longines Grosser
Preis von Baden, Longines Handicap de las
Americas und Longines Gran Premio ebenso wie beim traditionellen Kentucky-Derby.
Im Springreiten ist Longines Partnerin und
offizielle Zeitnehmerin der meisten CSIO
und CHIO des Nationencups sowie des
CSIO Barcelona und der Dubai Show Jumping Championships. Zum Ende der Saison
2011 verlieh die Marke zudem den
­Longines Press Award for Elegance an die
amerikanische Springreiterin Beezie
­Madden und an den Kanadier Eric Lamaze.
Damit setzte sie eine Tradition fort, die im
Jahr 2000 begründet worden war. Im
­Distanzreiten ist Longines zudem Partnerin
des HH Sheikh Mohammed bin Rashid
­al-Maktoum Endurance Cup by Longines in
Dubai.
49
UHREN UND SCHMUCK
Tennis
Als offizielle Zeitnehmerin des Roland-­
Garros-Turniers engagiert sich Longines
gleichzeitig für die Nachwuchsförderung,
indem die Uhrenmarke im Rahmen der
­Internationaux de France das Longines
­Future Tennis Aces Turnier durchführt, um
die Tennischampions von morgen zu entdecken. 2011 brachte dieses Turnier 16 junge
Talente aus der ganzen Welt zusammen,
wobei im Finalwettkampf der Schweizer
Marko Osmakcic den Russen Artem
­Dubrivny besiegte. Die jungen Finalisten
konnten sich anschliessend mit den beiden
Tennislegenden Andre Agassi und Jim
­Courier in einem aussergewöhnlichen Doppel-Schaukampf messen. Die Marke stellte
zudem das Programm Longines Rising
­Tennis Stars vor, mit dem die Karriere
­junger Tennisspielerinnen und -spieler
­gefördert wird. Bei dieser Gelegenheit
­bekräftigte sie ihre Unterstützung für die
Benachteiligsten mit dem Patronat der
­Stiftungen von André Agassi und Stefanie
Graf, beide Longines-Botschafter der
­Eleganz. Jim Courier wiederum erhielt den
Longines Prize for Elegance für sein Hilfswerk für ­benachteiligte Kinder. 2011 war
Longines zudem Partnerin und offizielle
Zeitnehmerin der beiden bedeutenden Tennisturniere ­Rakuten Japan Open in Tokio
und Kremlin Cup in Moskau.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Alpiner Skisport
Als offizielle Zeitnehmerin des AlpinskiWeltcups und der Alpinski-Weltmeisterschaften der FIS (Fédération Internationale
de Ski) stellte Longines einmal mehr ihr
Know-how bei der Sportzeitmessung in
den Dienst der Alpinskirennen. So konnte
die Marke im Rahmen eines langfristigen
Engagements erneut ihre Präsenz auf den
Pisten der ganzen Welt verstärken. Darüber
hinaus ist die Marke im Skizirkus auch mit
ihrem Longines-Botschafter der Eleganz,
dem Norweger Spitzenfahrer Aksel Lund
Svindal, ganz vorn mit dabei.
Turnen
Longines setzt ihr Engagement als offizielle
Zeitnehmerin in sämtlichen internationalen
Wettkämpfen im Turnen und der Rhythmischen Gymnastik fort. In Zusammenarbeit
mit dem Internationalen Turnverband (Fédération Internationale de Gymnastique, FIG)
verlieh die Marke den Longines Prize for
Elegance anlässlich der Weltmeisterschaften 2011, die in Montpellier und in Tokio
stattfanden. Dieser Preis belohnt Turnerinnen und Turner, die im Einzelmehrkampf
durch besondere Eleganz auffallen. In der
Rhythmischen Gymnastik ging der Preis an
die Französin Delphine Ledoux, während
die Longines-Botschafterin der Eleganz
­ vgenia Kanaeva in den Wettbewerben
E
­brillierte, indem sie sich die sechs Gold­
medaillen sicherte. Im Turnen ging der
­Longines Prize for Elegance an die Rumänin
Ana Porgras und den Japaner Kohei
­Uchimura. 50
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
51
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Rado
Grenzenlose Innovation
www.rado.com
Trends
Ein Vierteljahrhundert keramische
Innovation
2011 feierte Rado das 25-Jahr-Jubiläum
der berühmten Kollektion Rado Integral, mit
der die Hightech-Keramik in der Uhren­
konstruktion Einzug hielt. Mit ihr war die
Marke der Branche bei der Verwendung
­eines heute unumgänglichen Werkstoffs
lange Zeit voraus. Ein Vierteljahrhundert
später ist dieser Innovationsgeist nach wie
vor sehr lebendig. Denn Rado bietet heute
neben Keramik von revolutionärer Finesse
auch einen noch nie dagewesenen
­Verbundwerkstoff aus Keramik und Metall
namens Ceramos® an.
Design als Markenzeichen
In den Rado-Uhren gewinnen nicht nur die
Innovationen der Marke im Bereich der
­Materialwissenschaften konkrete Gestalt,
sie verkörpern ausserdem ihre Forschung
und Entwicklung im Design. Daraus ergeben sich Produkte von edler Schlichtheit,
deren Markenzugehörigkeit dank ihren
­fliessenden Linien und integrierten Formen
auf den ersten Blick erkennbar ist. Diesen
­Gestaltungsprinzipien, die sich zu echten
Markenzeichen etabliert haben, blieb man
bei den 2011 kreierten Rado-Uhren treu.
Die Modelle sprechen eine junge, auf Komfort und Technologie begierige Kundschaft
an und nehmen andere, avantgardistischer
gestaltete Kreationen vorweg. Rados
­Kühnheit wurde im Juli mit dem prestigeträchtigen Red Dot Design Award für das
Modell Rado Ceramica Digital Automatic
belohnt.
Neuinterpretierte Kollektionen
Die heute für Keramikuhren stark im Trend
liegende Farbe Weiss wurde von Rado
­bereits 1991 eingeführt. Zwei Jahrzehnte
später präsentiert die Marke nun mehrere
Uhren ihrer Spitzenkollektionen Rado
­Integral, Rado Ceramica, Rado Centrix und
Rado D-Star in Weiss: Modelle von zeit­
gemäss reiner Eleganz. Die Marke will
­zudem den Anteil an Automatikuhren in all
ihren Kollektionen erhöhen und damit ihre
Marktposition in dieser Produktkategorie
verstärken.
Erfolg im Neuen und in der Kontinuität
Die 2011 erzielten Ergebnisse bestätigen
die Richtigkeit der Strategie von Rado. Die
Marke konnte ihre Marktanteile steigern,
vor allem dank der Lancierung der Linien
Rado True Thinline und Rado D-Star, die ein
neues Kundensegment ansprechen. Die
Neuheiten der bestehenden Kollektionen
trugen ebenfalls zu den starken Absätzen
im gesamten Markt bei, und auch die Nachfrage nach den «Klassikern» der Marke hält
sich tadellos.
Unter dem Zeichen von Rado
Mit der Eröffnung neuer Verkaufspunkte
vor allem in China und im Mittleren Orient
baute die Marke ihr Vertriebsnetz weiter
aus; Ende 2011 umfasste es 67 RadoStores. Mit ihrem klaren, kompromisslosen
Design setzen auch die neuen Boutiquen
auf eine grafische und stilvolle Ästhetik in
perfektem Einklang mit den Produkten, die
sie in Szene setzen.
52
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Kreation
2011 war Rado in den Bereichen Design
und Werkstoffe innovativ, den beiden
­Stärken der Marke, denen sie ihren legendären Ruf verdankt.
Rado True Thinline
– wie eine zweite Haut
Mit ihrer runden Silhouette bildet die Linie
Rado True eine Ausnahme in der strengen
grafischen Tradition von Rado. 2011 machte
diese Kollektion erneut auf sich aufmerksam: Mit der Rado True Thinline präsentiert
die Marke ein revolutionäres Modell. Dank
nur fünf Millimetern Höhe ist die Rado True
Thinline die dünnste Uhr der Welt mit
­einem Gehäuse aus Hightech-Keramik. Das
Uhrwerk nimmt davon bloss einen Milli­
meter in Anspruch, nicht mehr als eine
­Kreditkarte. Das Gehäuse ist das Ergebnis
intensiver Werkstoffforschung für den Einsatz bei Uhren. Dieser Zeitmesser verkörpert den grossen Vorsprung, den die Marke
seit je in der Verwendung dieses Spitzenmaterials besitzt. Die vollständig überarbeiteten Elemente – Gehäuse, Armband mit
geschweiften Keramikgliedern, gewölbtes
Saphirglas – verschmelzen zu einer ununterbrochenen und ultraleichten Linie von
knapp 35 Gramm. Damit ist diese Uhr eine
technologische Glanzleistung im Dienst
­eines Ausnahme-Designs und höchsten
Tragkomforts.
Rado D-Star Ceramos® –
die Brillanz eines neuen Werkstoffs
1962 revolutionierte das Modell Rado
­DiaStar aus Hartmetall die Uhrmacherei.
Als härteste damals existierende Uhr wurde
sie zur Legende. Dank ihr wurde Saphirglas
für den Schutz des Zifferblatts schon bald
zum Standard. Fast ein halbes Jahrhundert
später überzeugt die Rado D-Star als Neu­
interpretation dieser Design-Ikone und
­Konkretisierung eines neuen technologischen Fortschritts. Die Rado D-Star ist nun
in Ceramos® erhältlich, einer Innovation in
Form eines Verbunds von Titancarbid und
einer Metalllegierung. Dieses ausser­
gewöhnliche Material bietet in Hinblick auf
­Gewicht und Wärme den erstklassigen
Komfort des ersten und den einzigartigen
Glanz des zweiten Werkstoffs. Was das
Design betrifft, begeistert die Uhr als
­würdige Erbin der Rado DiaStar mit ihren
dynamischen Linien, die in Kontrast zur
­Ellipse der facettierten Lünette stehen.
53
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Präsenz
(R)evolution in Istanbul
Die bedeutendste Veranstaltung des Jahres
2011 fand im Februar in Istanbul statt,
wo Rado ihre Neuheiten im historischen
Gemäuer des Esma-Sultan-Palasts präsentierte. Mehr als 200 Journalisten und
­Einzelhändler aus 31 Ländern waren zu
­einer Gala der Künste und Sinne einge­
laden. Dabei konnten die Gäste die Philo­
sophie von Rado selbst entdecken und sich
von einem U
­ nlimited Spirit animieren
­lassen. Künstler loteten diesen Geist aus,
setzten ihn in k­ reativen Darbietungen
­diverser Disziplinen um – Malerei, Musik,
Mode, Tanz und V
­ ideo – und interpretierten
so die Kenn­zeichen einer visionären,
­innovativen ­Marke.
Gesteigerte Visibilität
Rado verbesserte die Qualität ihrer Schaufensterpräsenz im Einzelhandel und sorgte
in den Medien für Beachtung mit einer von
farbenfroher Dynamik geprägten Werbekampagne sowie der Lancierung einer
­neuen Kommunikation. Dabei wurde die
Rolle ihrer Botschafterinnen und Botschafter verstärkt. Aufmerksamkeit sicherte sich
die Marke zudem durch eine Pressekam­
pagne über Produkte aus weisser Keramik.
Als Echo darauf organisierte Rado unter
dem Motto White Lunch eine Reihe von
Events. Diese erfreuten sich eines ebenso
glänzenden Erfolgs wie ihr weisses Thema.
Rado erweiterte zudem den achtsprachigen
Internetauftritt durch die Rubrik Unlimited
Spirit; diese verdeutlicht die Philosophie der
Marke mit Hilfe verschiedener MultimediaMittel.
Rado-Botschafter
2011 sicherte sich Rado mit ihren internationalen Botschafterinnen und Botschaftern
öffentliche Präsenz und Beachtung. Die
Schauspielerin und Sängerin Rene Liu, die
Regisseurin und Schauspielerin Renata
­Litvinova, die Schauspielerin und Topmodel
Lisa Ray sowie der Schauspieler und Tänzer
Hrithik Roshan stellten ihre Bekanntheit bei
mehreren Veranstaltungen in den Dienst
der Marke. Die Lancierung neuer Produkte –
wie der Rado D-Star in China und Indien
­sowie der Rado True Thinline in Hongkong –,
Eröffnungen von Geschäften, Sponsoringaktivitäten und weitere Veranstaltungen
profitierten von ihrer Gegenwart. Rado
konnte zudem die Schauspieler Ji-Ho Oh in
Südkorea und Julio Bracho in Mexiko als
neue Markenbotschafter gewinnen.
Geist ohne Grenzen
Rado setzte ihren Pioniergeist in den Dienst
der aussergewöhnlichen Fähigkeiten der
menschlichen Intelligenz, indem sie sich als
offizielle Zeitnehmerin der SportAccord
World Mind Games betätigte, die Ende
2011 in Peking stattfanden. An diesen Spielen des Geistes beteiligte sich die Weltelite
der Disziplinen Schach, Bridge, Dame, Go
und Xiangqi (chinesisches Schach), die
­strategisches und taktisches Denken voraussetzen. Indem diese Wettkämpfe die
Leistungen des menschlichen Gehirns vor
Augen führen, erinnern sie an die Qualitäten, die es auch Rado ermöglichen, die
Grenzen der Innovation ständig weiter zu
hinauszuschieben.
Talente von morgen
Die Marke hat das Konzept Rado Star Prize
zur Förderung künstlerischer Nachwuchs­
talente in Europa und Asien weitergeführt –
dieses Jahr erstmals in Hongkong. In China
war der Erfolg so gross, dass die entsprechende Internetseite über eine Million Mal
angeklickt wurde. In der Schweiz wurde der
Fokus auf Fotografie gelegt, und durch den
Austausch mit China gewann das Programm an Bedeutung. Die mit einem Rado
Star Prize ausgezeichneten jungen Talente
beweisen mit ihren kreativen Arbeiten, dass
innovative Menschen die Welt immer wie-
der aus einem neuen Blickwinkel sehen
und interpretieren. Die Förderpreise bieten
der Marke die Möglichkeit, in einem
­strategisch idealen Umfeld ihr Credo zu
kommunizieren: Seid authentisch, denkt
grenzenlos!
54
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Union Glashütte
Deutsche
Uhrmacher-Tradition
www.union-glashuette.com
Trends
Union Glashütte konnte in den Schlüsselmärkten Deutschland und Österreich ein
enormes Wachstum verzeichnen, und zwar
dank authentischer Qualitätsprodukte und
einem qualitativ ebenso hochwertigen Distributionsnetz. Die Bestrebungen für eine
weitere geografische Expansion wurden
wegen der grossen Nachfrage in den drei
Heimmärkten Deutschland, Österreich
und Schweiz sowie Kapazitätsengpässen in
der Produktion vorerst gestoppt.
Kreation
Chronograph Noramis
Die Kollektion Noramis wurde durch einen
äusserst dezenten Chronographen erweitert. Dieser Zeitmesser mit Stoppuhrfunk­
tion verbindet die edle Schlichtheit der Linie
mit einer feinen sportlichen Note. Der
­Retro-Look der Uhr wird durch die Wölbung
von Zifferblatt und Saphirglas unterstrichen.
Die grosse Sorgfalt, die den Details geschenkt wurde, und die qualitativ hoch­
wertige Verarbeitung innen wie aussen
­unterstreichen die klassische Eleganz
­dieser Uhr.
Noramis Gangreserve
Frische Farbakzente stehen in spannendem
Kontrast zum leichten Retro-Look dieser
Uhr mit Anzeige der Gangreserve. Das
­Vintage-Element drückt sich in diskreten
Ziffern, keilförmigen Indexen und spitz zulaufenden Zeigern aus und wird durch die
Wölbung des beidseitig entspiegelten
­Saphirglases betont. Auch das Zifferblatt ist
gewölbt, so dass der feine Schimmer des
Sonnenschliffs gut zur Geltung kommt.
Das Automatikwerk mit 42 Stunden Gangreserve ist mit exklusiven Union-GlashütteKomponenten veredelt.
Chronograph Belisar mit Mondphase
Der neue Chronograph Belisar mit Mondphasenanzeige ist die perfekte Ergänzung
der bestehenden Belisar-Produktelinie.
­Ihrem charakteristischen Gehäuse mit den
aufgeschraubten Flanken ist auch das neue
Modell treu geblieben. Blickfang dieser Uhr
ist jedoch die klassisch gestaltete Mondphasenanzeige mit gelben Gestirnen und
einem dunkelblauen Nachthimmel, der
­farblich perfekt mit den gebläuten Zeigern
­harmoniert.
Präsenz
Sachsen Classic und Presse-Event
mit Jan Josef Liefers in Dresden
Der Startschuss zu der diesjährigen
­Sachsen Classic fiel am 18. August in
­Dresden. Die Marke Union Glashütte,
­offizielle Partnerin dieser traditionellen
­Oldtimer-Rallye, war dieses Jahr noch
­prominenter vertreten, unter anderem mit
einem Oldtimer-Bus, der vollständig mit
den Farben und Schriftzügen von Union
Glashütte dekoriert war. Er wurde während
der ganzen Rallye von Union-Mitarbeitern
betreut, und ein Uhrmacher, der jeweils im
Start- und Zielbereich im Bus arbeitete, zog
viel interessiertes Publikum an und unterstrich so die Authentizität der Marke.
Am ersten Tag der Rallye lud Union
­Glashütte auch die Presse ein, um der Lancierung des auf 118 Exemplare limitierten
Modells Noramis Chronograph – Sachsen
Classic 2011 beizuwohnen. Ehrengast dieses Anlasses war der bekannte deutsche
Schauspieler Jan Josef Liefers, ein gebürtiger Dresdner. Er erhielt die Nummer 1 der
limitierten Serie und konnte einen Scheck
über 5 000 Euro für die Björn-Schulz-­
Stiftung entgegennehmen, für die er Pate
steht. Diese Spende ergibt sich aus dem
Verkauf der 118 Uhren dieser limitierten
­Serie und unterstützt die Arbeit der
­Stiftung, die kranken Kindern hilft.
Spezial-Promotionen und Schaufenster
Mit zahlreichen Promotionsaktivitäten und
Spezialauftritten in den Schaufenstern und
in den Geschäften sorgte Union Glashütte
für viel Aufmerksamkeit, so dass die Marke
ihren Bekanntheitsgrad weiter ausbauen
konnte.
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Tissot
Führend in der
Taktiluhren-Technologie
www.tissot.ch
Trends
Tissot erzielte 2011 in ihren 160 Märkten im
sechzehnten Jahr in Folge ein zweistelliges
Wachstum. Damit konnte die Marke ihre
Spitzenstellung im Segment der traditionellen Schweizer Uhr volumenmässig weiter
konsolidieren.
Diese Führungsposition wurde durch die
einzigartige Taktil-Technologie der TissotUhren wesentlich gestärkt. Die neuen
­Modelle der Tissot Touch Collection setzen
diese Tradition der Innovation fort, indem
sie Kundinnen und Kunden mit unterschiedlichstem Geschmack und Lebensstil völlig
neuartige Funktionalitäten in die Hand
­geben. Die Faszination dieser Technologie
war überall spürbar, im Händlernetz von
­Tissot genauso wie an der Baselworld; dort
konnten die Besucherinnen und Besucher
die Touch-Technologie über eine originelle
Form von «Infotainment» erleben. Ein Highlight war die Einführung der Tissot RacingTouch. Mit ihren elf dynamischen, per
Touchscreen aktivierbaren Funktionen hat
diese Uhr Neuland erobert, indem sie die
Zeit nicht einfach nur anzeigt, sondern auch
hilft, sie möglichst gut zu nutzen. Eine
­Anerkennung des Engagements von Tissot
für die Innovation stellt der erste Preis des
Concours International de Chronométrie
2011 für das Modell Tissot Le Locle
­Chronometer dar, verliehen von der Jury in
der Kategorie «Unternehmen – Classic».
Der von bahnbrechender Innovation
­geprägte Pioniergeist von Tissot war in
­allen Bereichen und Aktivitäten zu spüren
und auch Triebfeder für eine bedeutende
Investition in ein vollautomatisiertes
Logistik­gebäude am Hauptsitz des Unternehmens. Im Juli wurde das ultramoderne
Lager, das von aussen einem riesigen
­Würfel gleicht, in Betrieb genommen.
Aus dieser beeindruckenden, 7500 m3
­grossen Speditionszentrale können jährlich
fünf bis sechs Millionen Tissot-Uhren ausgeliefert werden, was einer Verdoppelung
der bisherigen Kapazität entspricht.
Kreation
Neue Produkte punkteten 2011 bei
­Liebhabern der unterschiedlichsten Sportdisziplinen. Die hochmodernen Taucher­
uhren Tissot Seastar 1000 sind eine Klasse
für sich. Sie verfügen über ein Heliumventil
und bringen ihre Leistung zuverlässig bis zu
einem Druck von 30 bar (300 m). Der Automatik-Chronograph mit dem revolutionären
C01.211-Werk ist die richtige Wahl für
sportliche Menschen, die in ihrer Leidenschaft für anspruchsvolle Zeitmessung
­keine Kompromisse eingehen.
Mit der Tissot Racing-Touch lancierte Tissot
ein gefragtes Hilfsmittel fürs Handgelenk.
Die neue, einfach zu bedienende Stoppuhrfunktion macht aus dieser atemberaubenden taktilen Uhr einen Hightech-PersonalTrainer. Durch Betätigen des Drückers und
Antippen des Glases wird die RundenzeitChronographenfunktion aktiviert, die in
­einem speziellen Logbuch bis zu 99 Rundenzeiten erfasst und speichert. Dank der
Zwischenzeiten-Funktion können die einzelnen Zeiten von bis zu 99 Teilnehmern eines
Rennens gemessen werden. All diese
­Neuheiten sind in trendige Farben gekleidet
und mit robusten, jedem actiongeladenen
Lebensstil angepassten Materialien
­ausgestattet.
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Bestes Beispiel für die Tradition der
­Innovation von Tissot ist die neue Tissot
Tradition Collection. Diese Uhren verkörpern die unvergleichliche Fähigkeit der
­Marke, neuste Entwicklungen in Technik
und Material mit nostalgischer Eleganz zu
verbinden. Glanzstücke der Produktfamilie
sind die Modelle mit ewigem Kalender, bei
denen das exklusive Kaliber G15.561 das
Datum automatisch anpasst, auch in
­Schaltjahren. Diese Funktion ist bei er­
schwing­lichen Uhren ein äusserst seltenes
Merkmal.
Im Jahreslauf zeigte die Marke auch immer
wieder ihre weibliche Seite, und zwar in
Form eines umfassenden Sortiments an
neuen Damenuhren, passend für jeden
­Geschmack, jeden Look und jede Lebensanschauung. Die Tissot T-Race fand mit
­ihren faszinierenden Farbmustern, die den
Design-Inspirationen der Rennstrecke
­Glamour verliehen, bei Frauen in aller Welt
Anklang. Diese Quarzchronographen setzen
mit so unterschiedlichen Farben wie Weiss,
Blau, Orange, auffälligem Pink, Schwarz
und metallischen Tönen höchst individuelle
Akzente. Sie wurden bald zu einem «Musthave» und idealen Geschenk.
Die äusserst erfolgreiche Tissot Couturier
Collection wurde 2011 durch eine neue
­Damenuhr ergänzt. Sie eroberte die
­Weihnachtszeit im Sturm, als sie sich der
Welt ganz prominent in einer speziell als
Smartphone-App entwickelten, virtuellen
Schneekugel und auf weiteren einzig während der Festtage sichtbaren Promotionen
präsentierte. Die Eleganz der Modelle
­Tissot Couturier Lady zeugt von der Inspiration dieser Produktlinie in Mode und
­Design. Sie passen sich mit einer Auswahl
attraktiver Farben jeder Kleidung der Trägerin perfekt an. Diamanten, Lederarmbänder
mit Krokodilprägung und ein modisches
Metallarmband sorgen für individuelle
­Noten. Mit der Lancierung dieser Kollektion
und dem ausgewogenen Angebot an
­Damen- und Herrenuhren bewies die
­Marke einmal mehr, dass sie seit je eng mit
der Welt der Frau verbunden ist.
Der eingangs erwähnte erste Preis in der
Kategorie «Unternehmen – Classic» beim
Concours International de Chronométrie
2011 wirkt wie ein Echo auf die positive
­Resonanz bei der Kundschaft. Tissot ist
stolz auf diese ultimative Auszeichnung für
das unablässige Streben nach Perfektion
und die Kompetenz in Sachen uhrmache­
rischer Präzision, Ergebnis einer langen,
­anspruchsvollen Arbeit. Die Gewinneruhr,
eine Tissot Le Locle Chronometer, bestand
erfolgreich die wissenschaftlichen und
technischen Prüfungen der vom Observatorium Besançon anerkannten Labors sowie
der COSC (Schweizerische Chronometerkontrolle) in Biel. Dieser Chronometer
­wurde anschliessend an der Hochschule
Arc in Le Locle (NE) besonders starken
­Magnetfeldern und heftigen Erschütterungen ausgesetzt. Präsident François
­Thiébaud nahm den Preis im Uhren­
museum von Le Locle entgegen – nahe
beim Firmensitz von Tissot und in der Stadt,
die mit der Gewinneruhr geehrt wird.
59
UHREN UND SCHMUCK
Präsenz
Die Marke stand 2011 als Sponsorin bei
weltweit mehr als 500 Sportanlässen im
Einsatz. Mit ihrem einzigartigen Fachwissen
im Bereich der Zeitmessung meisterte sie
als offizielle Zeitnehmerin die Herausforderungen der verschiedenen MotoGP, der
Wettkämpfe der International Basketball
Federation FIBA, der Australian Football
League AFL, der Chinese Basketball Association CBA und der Weltmeisterschaften
im Radsport, Fechten und Eishockey. Neu
hinzugekommen war dieses Jahr die Partnerschaft für die Sportzeitmessung mit der
FIM Superbike-Weltmeisterschaft. Diese
internationalen Strassenrennen für seriennahe Motorräder werden weltweit von rund
500 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt.
Mit ihren 13 Rennen war die Meisterschaft
2011 für Tissot eine ausgezeichnete Plattform, um die Kompetenz der Marke bei der
Zeitmessung und ihre Präzision in Aktion zu
demonstrieren. Die neue Partnerschaft
stärkt die Position von Tissot als Uhren­
marke des Motorradsports zusätzlich.
In der Cité du Temps in Genf gewährte die
beliebte Sommerausstellung «Ready-towear time» Einblicke in die lange und
­erfolgreiche Geschichte von Tissot im
­Bereich der Damenuhrfertigung. Sie reicht
von fein verzierten Taschenuhren des
19. Jahrhunderts bis zu den dynamischen
modernen Modellen, wie sie die Tissot-­
Botschafterinnen Danica Patrick und
­Deepika Padukone tragen. Damenunter­
kleider aus den jeweiligen Epochen
­begleiteten die Ausstellungsstücke in
­chronologischer Abfolge.
Das grosse, ständig wachsende TissotHändlernetz war im Berichtsjahr von
­Energie und Dynamik geprägt. Im Herzen
von Mailand, auf der berühmten Piazza del
Duomo, öffnete die allererste Event-Boutique der Marke ihre Tore. Dank der offenen
Bauweise kann das Geschäft auch direkt
von den benachbarten Boutiquen aus betreten werden. Im November wurde im
­Einkaufszentrum Colombo in Lissabon,
­einer Attraktion für Einheimische und Touristen, ein Monobrand-Store eröffnet. Mit
dem Angebot an nationalen Bestsellern und
internationalen Favoriten-Modellen ist
­dieser Laden ein würdiger Ersatz für den
bisherigen innovativen Pop-up-Store. Die
Partnerschaft von Tissot mit der berühmten
Jungfraubahn im Berner Oberland inspirierte Einzelhändler aus aller Welt auf ihrer
Fahrt zu Europas höchster Bahnstation auf
3454 m ü. M. Mit dem vielfältigen Material,
das ihnen zur Verfügung gestellt wurde,
konzipierten sie Werbeaktionen, deren
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
­ hemen Schweizer Geist versprühen:
T
­Modelleisenbahnen, nostalgische Bilder
und die Tissot Augmented Reality.
Die Saat für den heutigen internationalen
Erfolg der Marke wurde in Le Locle ausgebracht. Im Wissen um diese Wurzeln investierte Tissot in ein neues automatisches
­Lager an ihrem Hauptsitz, das nun in
­Betrieb genommen werden konnte. Diese
futuristische Anlage bearbeitet auf intelligente Weise alle Vorgänge vom Auspacken
und Registrieren der Komponenten und
­Uhren bis zum Versand der Bestellungen.
Jeder Artikel kann von einer speziellen Software umgehend lokalisiert werden, und ein
integriertes Qualitätskontrollsystem leistet
Gewähr, dass der Betrieb höchsten Anforderungen gerecht wird. Tissot beweist
­damit einmal mehr, dass eine Marke mit
einem unvergesslichen Erbe an der Spitze
der uhrmacherischen Innovation und der
neusten Designtrends stehen kann. 60
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
ck watch & jewelry
Die Kunst der Einfachheit
www.ck.com/watchesandjewelry
Trends
Kreation
2011 setzte ck watch & jewelry ihre
­Entwicklung in allen Weltregionen fort und
erzielte in sämtlichen Märkten ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die Marke erfreut sich
allgemein einer starken Nachfrage und kann
ein starkes Wachstum halten. Das ist an
sich schon erfreulich, in der Welt der Mode
ist diese Leistung jedoch von besonderer
Bedeutung.
In Europa verzeichnete ck watch & jewelry
ein vorzügliches Geschäftsergebnis, dies
trotz des wirtschaftlich komplexen, durch
negative Wechselkurseffekte geprägten
Umfelds. Die Marke meisterte den Konkurrenzkampf souverän und konnte ihre Marktanteile nicht nur halten, sondern erhöhte sie
mitunter sogar, zum Beispiel in Italien, wo
der Schmuckverkauf deutlich zunahm.
In Asien verzeichnete ck watch & jewelry
dank aussergewöhnlich guten Ergebnissen
im Handel und bei den Konsumenten einen
bedeutenden Zuwachs. Erneut stellte die
Marke ihre Marktpräsenz und verstärkte
Distribution unter Beweis, und zwar in
­erster Linie durch bemerkenswerte Shopin-shops in den beliebtesten Einkaufs­
vierteln. Auch in den übrigen Märkten blickt
ck watch & jewelry auf ein positives Geschäftsjahr zurück, zum Beispiel im Mittleren
Osten, wo die Marke dank verbesserter
­Visibilität ein starkes Wachstum erzielte.
2011 stellte ck watch & jewelry wiederum
im charakteristischen Rhythmus einer
­Fashionmarke ein Ensemble von Neuheiten
vor. Diese kreative und kommerzielle
­Herausforderung wird mit Produkten gemeistert, die Schlichtheit mit Sinnlichkeit
verbinden. Die Uhren- und Schmuck­
kreationen der Marke profilieren sich durch
ein funktionelles Design, das sich an Kunst
und Architektur orientiert. Sie erlauben
es ck watch & jewelry, die Identität der
Marke hervor­zuheben und ihre Spitzen­posi­
tion im Segment der Swiss-Made-Mode­
uhren zu v­ erstärken.
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Der sportlich-edle Look von ck drive und
die minimalistische Eleganz von ck city
­unterstreichen die uhrmacherische Quint­
essenz von ck watch & jewelry.
Die für ihre typischen und einzigartig klaren
Linien berühmten Uhren ck glow,
ck graceful und ck pensive zeugen von
der Weiterentwicklung der Marke hin zu
­einem organischeren ­Design.
Die Uhren- und Schmuckkollektion ck
­enlace trägt sich wie eine Umarmung,
­während die Schmuckkollektion ck stylish
mit den Volumen und kühn gestalteten
Oberflächen spielt. Ein Erscheinungsbild,
das die Armbänder ck form in einem überraschenden Ensemble von Reifen neu
­interpretieren.
Das Jahr 2011 wurde ausserdem geprägt
durch die Lancierung der Kollektion ck grey,
einer Uhren- und Schmucklinie mit hoch­
aktueller graugrüner PVD-Beschichtung.
63
UHREN UND SCHMUCK
Präsenz
Fabien Baron schuf auch 2011 die
Aufnahmen für die Werbekampagne von
ck watch & jewelry. Die Anzeigen, die aus
der vierten Zusammenarbeit mit dem
renommierten französischen Fotografen
entstanden, setzen Lara Stone in Szene,
das exklusive ­Gesicht von Calvin Klein,
sowie Sean O’Pry, der gegenwärtig zu den
berühmtesten männlichen Topmodels zählt.
Für den asiatischen Markt ergänzt das
Model Liu Wen dieses aussergewöhnliche
Casting, das in einem antiglamourösen
industriellen ­Umfeld fotografiert wurde und
die wahren Qualitäten der Marke zur
Geltung bringt.
Die von ck watch & jewelry veranstalteten
Exklusiv-Rendezvous mit der überaus anspruchsvollen Modepresse fanden in Barcelona, Buenos Aires und Hô.i An statt, wo die
Marke ihre Neuheiten jeweils rund hundert
Journalisten präsentierte. Die Resonanz
war durchwegs positiv und fand auch in der
internationalen Presse Widerhall, was zum
ausgezeichneten Geschäftsjahr beitrug.
Ein Mittagessen mit der Presse in An­
wesenheit von Lara Stone und Tom Murry,
CEO von Calvin Klein Inc. in New York,
­wurde im Rahmen der Baselworld 2011
­organisiert. In Basel fand auch dieses Jahr
die ­ck-Party statt, und zwar in Überein­
stimmung mit der neuen Werbekampagne
der Marke in einem Industriegebäude. Die
Einweihung einer zweiten Boutique in
Hongkong war ein Schlüsselereignis des
Jahres 2011. Das neue Markengeschäft
­öffnete seine Pforten im Juli im New Town
Plaza, einem der bedeutendsten Einkaufszentren von Sha Tin in Hongkong. Mit
dem Anlass, der im Oktober in Gegenwart
von Journalisten und einer Reihe ausgewählter Persönlichkeiten stattfand, erhöhte
sich die Zahl der eigenen Geschäfte von
ck watch & jewelry auf vier; die übrigen
­befinden sich in London und Taipeh.
Sie alle widerspiegeln das Universum einer
Marke, deren inter­nationale Entwicklung
sich auf schönste ­Weise fortsetzte. Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
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GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
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UHREN UND SCHMUCK
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GESCHäFTSBERICHT
2011
Balmain
Ausdruck eines Stils
www.balmainwatches.com
Kreation
Trends
Balmain verzeichnete 2011 ein Rekordjahr
dank der Entwicklung der Marke vor allem
in Europa sowie im Mittleren und Fernen
Osten. Dieses sehr erfreuliche Ergebnis
verdankt sich der kohärenten Kontinuität
und dem ständig weiterentwickelten Design
der Kollektion ebenso wie der Fähigkeit,
sich als unumgängliche Marke in einem
höchst strategischen Vertriebsumfeld zu
positionieren.
In den Beneluxländern konnte Balmain den
Marktanteil weiter steigern und setzte sich
in ihrem Preis- und Produktsegment als
­etablierte Marke durch. Auf dem sehr vielversprechenden russischen Markt war der
Zuwachs kräftig, und das Potential des
­Kundenportfolios lässt noch eine ausgezeichnete Steigerungsrate erwarten.
Die Schweiz bleibt in Europa der Markt
Nummer 1 für Balmain. Die Marke festigte
ihre Stellung durch den Ausbau des selek­
tiven Vertriebs und fungierte zum siebten
Mal in Folge als offizielle Uhr der Miss
Schweiz. Die Miss Schweiz des Jahres
2011, Alina Buchschacher, erhielt ihre Krone
am 25. September in Lugano. Als neue
­Botschafterin der Marke vertritt sie seither
die Werte von Balmain ein Jahr lang in der
Schweiz und international.
In China und Indien konnten deutlich höhere
Ergebnisse verzeichnet werden, und auch
die Zahl der Verkaufspunkte steigt unaufhörlich, was eine blühende Zukunft erwarten lässt. Im Nahen und Mittleren Osten
setzte die Marke ihre Expansion fort und
festigte gleichzeitig ihr starkes Potential und
ihre Attraktivität in der gesamten Region.
Madrigal Chrono Lady SL
Die Madrigal Chrono Lady SL ist eine Uhr
mit vielfältigen Kontrasten. Die völlig neue
zwölfeckige Lünette ist mit 56 Diamanten
besetzt, welche im Rund des Gehäuses
tanzen. Auf dem reich gestalteten Zifferblatt führen die Arabesken, Indexe, römischen Ziffern, Zähler und Zeiger ein präzise
choreografiertes Ballett auf, mit einem
­hübschen Wechsel zwischen Verweisen
auf die Vergangenheit und höchst zeitgemässen Elementen. Wuchtige Anstösse betonen die feinen Drücker. Dieser Zeitmesser,
der auch in einer Version mit Keramiklünette lieferbar ist, richtet sich zweifellos an die
dynamische Frau; die Frau mit Charakter;
die eigenständige Frau: kurz, an alle Frauen,
die Balmain ­lieben.
Excessive Chrono Lady
Seit 2001 begeistert die Kollektion Exces­
sive die Fashionistas der ganzen Welt mit
ihrer Überfülle. Auch die jüngste Krea­tion,
die Stoppuhr Excessive Chrono Lady, ist
durch Grosszügigkeit geprägt. Die Silhouette
des Gehäuses und des Zifferblatts in
­Tropfenform ist in der Uhrenwelt ungewöhnlich und bietet einen Kontrast voller
Eleganz gegenüber der sinnlichen Wölbung
des Gehäuses und der Kraft des Armbands.
Harmonische Rundungen und integrierte
Linien nach dem Vorbild der regelrecht mit
dem Armband verschmolzenen Anstösse,
fein ziselierte ­Drücker, filigrane aufgesetzte
Indexe, w
­ elche an die Zifferblattform
­erinnern, und die vor Vitalität sprühenden
Arabesken, das Balmain-Markenzeichen,
charakterisieren die Excessive Chrono Lady.
Eine Uhr, die nicht nur ein Synonym für
Überfülle, sondern auch für Vergnügen ist.
Balmain Eclipse
Die Eklipse gehört zweifellos zu den beeindruckendsten Natur­ereignissen. Dieses
­imposante Ballett der Gestirne wurde von
Balmain auf vollendete Weise umgesetzt in
einem neuen Stern, der am Handgelenk
­getragen wird. Die auf den ersten Blick
­erkennbare Kollektion ­Eclipse setzt sich aus
atypischen Zeit­messern zusammen, die
Kreativität mit ­filigranen, originellen und
­ästhetischen Elementen verbinden.
Aus zwei sich tangential überschneidenden
Kreisen bestehend, lässt die Uhr Eclipse
einen geheimnisvollen, ­seiner Materie
­entleerten Halbmond aufscheinen.
Das durch eine zweite Lünette getragene
Zifferblatt scheint vor dem Gehäuse
vorbeizu­gleiten. Der optische Effekt diese
Asymmetrie ist um so faszinierender,
weil die fein ziselierte Krone wie ein
Satellit schwerelos rund um die Uhr zu
­kreisen scheint. Eine Kreation ausserhalb
der ­Normen und von reiner Originalität.
Präsenz
Balmain und das Comité national Miss
­Belgique haben sich 2011 erstmals zusammengetan, um am 9. Januar 2011 im
­Casino von Knokke Heist die Wahl der Miss
Belgique zu feiern. Die glückliche Schön­
heits­königin, die bezaubernde Justine De
Jonckheere, ist damit für ein Jahr die offi­
zielle Botschafterin von Balmain in Belgien.
Bestärkt durch den Erfolg auf dem indischen Markt, erwies Balmain der Frau die
Ehre anlässlich einer eleganten Veranstaltung, die am 2. März 2011 in Delhi in
­Anwesenheit mehrerer einflussreicher Inderinnen stattfand. Bei dieser Gelegenheit
wurden der einheimischen Kundschaft und
Presse verschiedene Modelle der neuen
Kollektionen vorgestellt.
Balmain feierte die Einführung ihrer Kollek­
tionen in China anlässlich der Eröffnung
neuer Geschäfte, vor allem in Peking und
Schanghai. Diese Veranstaltungen verstärkten die Identität der Marke und erlaubten
der Kundschaft und den Medien, die neuen
Design-Modelle der Marke sowie das
­berühmte, mit Arabesken geschmückte
­Zifferblatt zu entdecken.
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2011
UHREN UND SCHMUCK
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GESCHäFTSBERICHT
2011
Certina
Ready for Action!
www.certina.com
Trends
Certina setzte 2011 das weltweite Wachstum fort. Diese stetige positive Entwicklung
ist das Ergebnis von attraktiven und fokussierten Produktelinien, unterstützt durch
effiziente Marketing- und Distributions­
strategien. Erfreulicherweise konnte das
Wachstum nicht nur in den asiatischen
Märkten, sondern ebenfalls in den starken
Heimmärkten in West- und Osteuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten realisiert
werden. Die Rückkehr von Certina in den
britischen Markt und die überaus positiven
ersten Verkaufsergebnisse lassen dort eine
vielversprechende Zukunft erwarten. Rund
um die Welt baute Certina ihre starke Posi­
tion als ausgezeichnete Sportuhrenmarke
des mittleren Preissegments deutlich aus
und gewann weitere Marktanteile.
Kreation
DS Multi-8
Einzigartig, vielseitig und
technologisch brillant
Die neue DS Multi-8 ist mit einem ETAAnalog-Digital-Uhrwerk mit acht äusserst
nützlichen Zeitmessfunktionen ausgestattet: Die digitalen Anzeigen umfassen
­Wochentag, Datum und Wochennummer,
zwei Alarm-, eine Timer- und eine Chronographenfunktion; zudem kann die analoge
Uhrzeit dank der Time-Swap-Funktion
­zwischen zwei beliebigen Zeitzonen
­umgeschaltet werden. Mit ihrem sportlichklassischen Design und dem dezent
­ge­stalteten Display spricht diese Uhr
­Geschäftsleute, Globetrotter und Sportler
gleichermassen an.
DS Action Diver – Automatik
Action, Präzision und Zuverlässigkeit…
auch unter Wasser
Die kraftvoll maskuline DS Action Diver
wurde so konzipiert, dass sie die ISO-Norm
6425 für Taucheruhren mühelos erfüllt. Sie
trägt denn auch zu Recht den Schriftzug
«Diver’s watch 200 m / ISO 6425» auf dem
Zifferblatt. Das Schildkrötenlogo, das
­Certina in den 1950er und 1960er Jahren
als Erkennungszeichen für höchste Wasser-
dichtigkeit benutzte, ziert die Uhr als
­Anspielung auf die lange Tradition bei der
Herstellung extrem belastbarer Sportzeitmesser. Die DS Action Diver mit ihrem
­markanten Design ist nach strengsten
­Spezifikationen konstruiert und garantiert
anspruchs­vollen Tauchern und anderen
Abenteurern höchste Präzision und ausser­
gewöhnliche Widerstandsfähigkeit.
DS First Lady Ceramic
Unwiderstehlich sportlich und chic
Das sportliche und trendige Design der
DS First Lady Ceramic spricht Damen,
die ­Certina tragen, so sehr an, dass diese
Produktlinie das bestverkaufte Modell
in der Damenuhrenkollektion der Marke ist.
Die DS First Lady Ceramic ist mit attrak­
tiven Keramikeinlagen auf der Lünette und
der Krone ausgestattet. Dieses Jahr wurde
eine spezielle Version mit einem EdelstahlKeramik-Armband lanciert, die sich rasch
zum Bestseller entwickelte.
Präsenz
Presse-Event und Formel-1-Roadshow
in Schanghai
Die Formel-1-Roadshow als Werbe­
veranstaltung von Certina fand im Grand
Gateway Plaza statt, einem der grössten
Einkaufszentren von Schanghai. Während
einer ganzen Woche hatte das Publikum die
Möglichkeit, an diversen Aktivitäten teil­
zunehmen, darunter auch auf dem sehr
­beliebten Formel-1-Simulator der Marke.
Der Höhepunkt dieser Promotionswoche
war jedoch der Presse-Event für die offizielle Lancierung des Chronographen DS
­Podium GMT in China. Als spezieller Gast
stand der bekannte Sänger, Schauspieler
und Autorennfahrer Jimmy Lin im Rampenlicht. Der Anlass fand grosse Beachtung in
den Medien und faszinierte vor allem auch
die vielen anwesenden weiblichen Fans.
Presse-Event mit Certina-Botschafter
Ole Einar Bjørndalen in Oslo
Ole Einar Bjørndalen, seit diesem Jahr
­neuer Certina-Botschafter, ist der erfolgreichste Biathlet der Sportgeschichte. Der
sympathische Norweger ist schon heute
eine lebende Legende, hat er doch mehrfach olympisches Gold sowie mehrere
Weltmeistertitel und Gesamtweltcup-Siege
erobert. Ende September führte Certina in
Oslo mit Bjørndalen eine Veranstaltung für
die Presse und die Retailkunden durch, bei
der die DS Podium GMT – Limited Edition
– Ole Einar Bjørndalen vorgestellt wurde.
Das Modell ist in Anspielung auf Oles
­Geburtsjahr auf 1974 Stück limitiert und soll
die Leistungen des Biathleten würdigen.
Ole Einar Bjørndalen ist in Norwegen ein
Nationalheld und auch in Russland, Polen
und Deutschland sehr populär. 68
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2011
UHREN UND SCHMUCK
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GESCHäFTSBERICHT
2011
Mido
A Mark of True Design
www.mido.ch
Trends
Kreation
2011 verzeichnete Mido in sämtlichen
­Regionen, in denen die Marke präsent ist,
ein zweistelliges Wachstum und setzte
­damit den Erfolg der letzten Geschäftsjahre
fort. Besonders beeindruckend war die Entwicklung in der Schlüsselregion Asien, wo
sie Marktanteile hinzugewann. Sie festigte
ausserdem ihre Position im Mittleren
­Osten, in Lateinamerika und in Europa.
Die Uhren von Mido, die weiterhin in erster
Linie mit mechanischen Uhrwerken asso­
ziiert werden, überzeugen die Kundschaft
nach wie vor mit zeitlosem Design und
­einem ausgezeichneten Preis-LeistungsVerhältnis. Auch der COSC-Gangschein für
die Chronometer gehört immer noch zu den
Trümpfen der Marke, die mehr denn je auf
die Präzision ihrer Zeitmesser setzt. Die
ständig weiterentwickelten wichtigsten
­Kollektionen wurden 2011 durch neue, dem
Mido-Geist treue Modelle ergänzt.
Baroncelli
Das Jahr 2011 war von der Einführung der
ersten Damenuhrmodelle mit COSC-Gangschein in der Kollektion Baroncelli geprägt.
Die der Harmonie und Raffinesse verpflichtete Kollektion wurde zudem durch weitere
Neukreationen für Damen und Herren
­verstärkt. Diese Neuheiten, dekliniert in
Rotgold, Edelstahl 316L oder einer subtilen
Kombination beider Werkstoffe, spiegeln
die Perfektion der Linien und die Detail­
pflege wider, wie sie die Uhren der
­Baroncelli-Kollektion charakterisieren.
Multifort
Leistungsstärke und Widerstandskraft
­machen den Erfolg der Kollektion Multifort
aus, die 2011 durch mehrere neue Chronographen und Dreizeigermodelle ergänzt
wurde. Das mit einem fein satinierten Ring
geschmückte Zifferblatt und das aparte
­Gehäuse verleihen diesen Uhren einen
kompromisslos modernen Look, das
­Multifort-Markenzeichen. Das Spitzen­
modell der Kollektion in den Farben der
Marke ist mit einem austauschbaren Armband-Duo aus schwarzem und orangem
­Leder ausgestattet.
Ocean Star Captain
In dieser seit 1944 existierenden und von
der Seefahrt inspirierten Kollektion kam
2011 ein schwarzes Modell hinzu, das durch
Klarheit brilliert: angefangen von dem mit
PVD beschichteten Gehäuse über das mit
einem Wellenmuster verzierte Zifferblatt
bis zum Kautschukarmband. Diese Auto­
matikuhr, eine Verbindung von Ästhetik und
Technologie, ist bis 20 bar (200 m ) wasserdicht und mit einer einseitig ­drehbaren
Tauchlünette ausgestattet.
Belluna
2011 liess sich die vom Chrysler Building
und dessen Jugendstilarchitektur beeinflusste New Yorker Modellfamilie von der
Pariser Luft inspirieren. Zifferblätter mit
dem «Clou de Paris»-Dekor schmücken
­diese Uhren, die mit Edelstahl- und Rot-
gold-PVD-Gehäusen von 33 mm Durchmesser in der Damen- und 40 mm in der
Herrenversion ausgestattet sind.
Präsenz
Im 93. Jahr ihres Bestehens verstärkte
Mido ihre Präsenz in sämtlichen Märkten, in
denen die Marke aktiv ist. Die Kampagne
A mark of true design bildet ­dabei den roten
Faden für die Marke, die es verstand,
­diesen Slogan zu nutzen, der ihre verschiedenen Aktivitäten rund um den Globus
­unterstützte.
Die Visibilität von Mido wurde unter
­anderem durch neue Mido-Boutiquen in
Hongkong, Taiwan, Mexico City, Macao,
Schanghai und Nanking verstärkt.
Im strategisch überaus wichtigen China ist
die Marke mit Verkaufspunkten in 177 Städten vertreten, was ihre Bekanntheit in diesem Markt stetig steigerte; Mido behauptet
sich hier denn auch als unumgänglicher
Wert in ihrem Preissegment. In Thailand,
wo die Marke seit langem tätig ist, wurde
der Vertrieb in die Filiale der Swatch Group
integriert. Nachdem Mido im Vorjahr den
vielversprechenden südkoreanischen Markt
erschloss, ist die Marke heute in den wichtigsten Einkaufszentren der grösseren
­Städte des Landes präsent: 2011 wurden
40 Verkaufspunkte eröffnet. Auf dem amerikanischen Kontinent wurden sowohl die
Qualität des Vertriebsnetzes als auch die
Visibilität von Mido im Einzelhandel verbessert, um in diesen Ländern das Image der
Marke zu stärken.
Die zahlreichen rund um den Globus durchgeführten Veranstaltungen und Aktivitäten
ermöglichten es der Marke 2011 erneut,
der Kundschaft die Werte und den Geist
der Marke zu vermitteln und so die Lieb­
haberinnen und Liebhaber schöner Uhren
für sich zu gewinnen. 70
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
71
UHREN UND SCHMUCK
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Hamilton
Die moderne Zeit
www.hamiltonwatch.com
Trends
Präsenz
Während des ganzen Jahres konnte
­Hamilton den Umsatz steigern und die
­Markenpräsenz weltweit ausbauen. Asien
erwies sich dabei als besonders starke
­Region, wobei die Märkte Japan, China und
Korea sich als sehr dynamisch profilierten.
Die einzigartige Kombination aus Tradition
und Moderne, welche die Uhren der Marke
kennzeichnet, wird von der Kundschaft
­weiterhin geschätzt.
Die Neuheiten 2011 von Hamilton sind in
der Kollektion Modern Times zusammen­
gefasst. Inspiriert von Charlie Chaplins
­Klassiker aus dem Jahr 1936, verbinden
diese Uhren Vergangenheit und ­Zukunft mit
einem unverkennbaren Hollywood-Akzent.
Jedes Modell greift nostalgisch einen
­Ausschnitt aus der stolzen Geschichte der
Marke auf und verwandelt diesen in
­moderne Kostbarkeiten der Uhrmacherkunst. Die Kollektion fand grossen Anklang,
da sie das tief verankerte Erbe von Hamilton
kreativ interpretiert. So schuf sie eine solide
Grundlage für die Feier des 120. Geburtstags der Marke im Jahr 2012.
Die Einführung zweier neuer Kaliber – H31
und H21 – unterstrich die Tatsache, dass
die Detailleidenschaft von Hamilton echten
Kundennutzen schafft. Die technisch
­ausgefeilten Swiss-Made-Werke der ETA
bieten eine Gangreserve von 60 Stunden
und bestechen durch ihre Präzision und
­Raffinesse.
Am 6. November 2011 wurden in Los
­Angeles die fünften Hamilton Behind the
Camera Awards verliehen. Diese würdigen
die unglaublichen Talente hinter den
­Kulissen, deren Arbeit dazu beiträgt, dass
Filme und Fernsehprogramme zum Leben
erwachen und Millionen von Menschen
Freude bereiten. Die Preise wurden von
weltberühmten Stars der Schauspielerei
und Regie übergeben, darunter Harrison
Ford, Robert Pattinson, Jon Hamm,
­Michael Bay, Antonio Banderas, Pedro
­Almodóvar, Viola Davis, Jon Favreau und
J. J. Abrams. Unter den Gewinnern waren
Yasmina Reza (Drehbuch Carnage), Janie
Bryant (Kostümdesign Mad Men), Vic
­Armstrong (ausgezeichnet für sein Lebenswerk im Bereich der Stunt-Choreographie),
Chris Weitz (Regie A Better Life) und
­Emmanuel Lubezki (Bildregie The Tree of
Life). Geehrt wurde zudem der Gewinner
der Hamilton Short Film Competition, eines
2011 ins Leben gerufenen Kurzfilm-Wett­
bewerbs für Filmstudenten aus aller Welt.
Die Marke bekräftigte ihre langjährige
­Leidenschaft für den Film auch durch die
Weiterführung der Partnerschaft mit
­Harrison Ford. Das Ergebnis dieser
­Zusammenarbeit ist eine Kollektion von
­Hamilton-Uhren, deren Erlös der Umweltschutzorganisation Conservation International zukommt. Als weiteres Highlight feierte
Hamilton 2011 den ersten Auftritt der
­Marke in Chinas Filmwelt mit Uhren an den
Handgelenken von Gong Li und Andy Lao in
Kreation
Eines der vielen Highlights des Jahres war
die Lancierung der atemberaubenden
­Hamilton Pan Europ. Der automatische
Chronograph ist von einer Hamilton-Uhr
dieses Namens inspiriert, die 1971 auf den
Markt kam. Das auffällige Design feiert den
stolzen Höhenflug der mechanischen Uhren
in den 1970er Jahren vor Einführung der
Quarztechnologie und gleichzeitig ihren
heutigen immensen Erfolg. Die Kunden
sind begeistert vom modernen Design und
der hervorragenden Präzision dieser
­Stoppuhr.
einer chinesischen Fassung der Komödie
What Women Want (Was Frauen wollen).
Über den Wolken festigte Hamilton ihren
Platz in der Welt der Luftfahrt weiter. Die
Marke ist offizielle Zeitnehmerin der EAA
AirVenture in Oshkosh, USA, sowie Partnerin der Tannkosh-Woche in Deutschland
(des grössten Fliegertreffens in Europa), der
Free Flight Master Tour in Frankreich und
der Flugakrobatik-Weltmeisterschaften in
Italien. Hamilton-Botschafter Nicolas
­Ivanoff war an den meisten Events mit von
der Partie. Wichtig sind zudem die Kooperationen mit verschiedenen Fliegerstaffeln
aus Südafrika, Kanada und Russland, mit
denen die Marke ihren Status als bevor­
zugte Pilotenuhr weiter ausbaut. Für jeden
erlebbar war der Nervenkitzel der Luftfahrt
mit den fünf Modellen im Massstab 1:1 des
modernen Schweizer Akrobatikflugzeugs
Votec 221, die ganz in Hamilton-Marken­
farben gekleidet sind und an Schlüssel­
standorten in den wichtigsten Städten der
USA, Asiens, des Mittleren Ostens und
­Europas ausgestellt wurden.
72
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
UHREN UND SCHMUCK
Flik Flak
Wie schön,
ein Kind zu sein!
www.flikflak.com
Trends
Kreation
Flik Flak, die weltweit am meisten verkaufte
Uhrenmarke für Kinder, hilft seit 1987 den
Kleinen rund um den Globus, pünktlich zu
sein. Sie war die erste Herstellerin von
­Kinderuhren mit dem Konzept, das Ablesen
der Uhrzeit zur vergnüglichen und erschwinglichen Unterhaltung zu machen.
Heute sind Flik-Flak-Uhren in über 70 Ländern auf fünf Kontinenten erhältlich. Die
qualitativ hochstehenden Modelle der
­Marke mit dem Swiss-Made-Label begeistern Klein und Gross seit annähernd einem
Vierteljahrhundert! 2011 erweiterte Flik Flak
ihr pädagogisches Engagement weit über
das Erlernen der Uhrzeit hinaus.
Bruder Flik und seine kleine Schwester Flak
sind auf den Cute-Size-Modellen präsent,
um den Kids beizubringen, wie man die
Uhrzeit abliest. Die Full-Size-Modelle waren
ein voller Erfolg bei den Kindern, denen
­diese Uhren in grösserem Format und mit
raffinierteren Stil- und Materialelementen
besonders gefielen. Das ganze Sortiment der
Marke Flik Flak, die sich von den neusten
Trends, der Mode und dem Geschmack der
Kinder inspirieren lässt, ist in kluger Form
für die Drei- bis Neunjährigen konzipiert.
2011 setzte Flik Flak ihre lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit Warner Bros.,
Sanrio und Mattel fort. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war der Lizenzvertrag
mit Disney, dank dem Modelle entstanden,
die Lieblings­figuren der Kleinen wie die
­Disney-Prinzessinnen, die Cars, Mickey,
Minnie und die Fee Clochette aufs Hand­
gelenk zaubern.
Präsenz
2011 verstärkte Flik Flak erneut ihre
­weltweite Präsenz im Einzelhandel. Um die
Bekanntheit und Visibilität der Marke zu
­verbessern und die Interaktivität mit der
Nachwuchskundschaft auszubauen,
­wurden neue Wandeinheiten-Systeme und
Aussteller für Vitrinen entwickelt. Zudem
weihte Flik Flak einen Verkaufsraum im
­neuen Swatch Megastore an den ChampsElysées in Paris ein. Die Zusammenarbeit
von Flik Flak und Al Zouman in Saudi-­
Arabien im Hinblick auf die Eröffnung neuer
Shop-in-shops stellt ein weiteres bemerkenswertes Ereignis des Berichtsjahres dar.
In der Jeddah Haifa Mall konnte der erste
dieser Verkaufspunkte bereits eröffnet
­werden.
73
Distribution und Wahrzeichen
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Tourbillon
Erlebniswelt Tourbillon
www.tourbillon.com
Mit den Meisterwerken von Breguet,
­Blancpain, Glashütte Original, Jaquet Droz,
Tiffany & Co., Omega und den Ausnahmemodellen von Swatch bildet Tourbillon das
Haute-Horlogerie-Vertriebsnetz der Swatch
Group für all ihre Prestigemarken. Die
­ eschäfte befinden sich in den Stadtzentren
G
in luxuriöser Umgebung und an den best­
frequentierten, exklusivsten Adressen rund
um den Globus. Der einzigartige Charakter
des Tourbillon-Vertriebssystems beruht
auf seiner Fähigkeit, einer anspruchsvollen
Kundschaft eine grosse Auswahl an Uhren
anzubieten, darunter auch Ausnahme­
stücke.
Im Bestreben, einen ausgezeichneten
­Service zu leisten, vermitteln die Tourbillon-
Boutiquen ihrer Kundschaft ein unvergleichliches Erlebnis: höchsten Luxus, der auf
den Werten der Produkte in ihrem Angebot
basiert. Der Besuch eines dieser exklusiv
eingerichteten Geschäfte sorgt für erlesene
Augenblicke voller Emotionen: ein Tour­
billon-Moment.
Für Tourbillon stand dieses Jahr erneut im
Zeichen der Entwicklung und Expansion,
aufbauend auf dem Image und der Philosophie ihrer Marken. Von dieser Orientierung
zeugt das Design der Geschäfte, in dem
deren Welten und ureigenen Codes zum
Ausdruck kommen. Die Tourbillon-Bou­
tiquen sind heute geprägt von einem
­harmonischen Nebeneinander von Shopin-shops und Markencorners.
74
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Distribution und Wahrzeichen
Zwei neue Boutiquen mit diesem Design
wurden in Russland eingeweiht, in Moskau
und St. Petersburg. Das Geschäft in Beverly
Hills wurde im April offizieller Distributor
von Breguet und präsentiert nun auch alle
Kollektionen der Manufaktur. Ausserdem
wandelte Tourbillon das Geschäft im Park
Life in Peking in eine Breguet-und-­BlancpainBoutique um.
2011 organisierte Tourbillon zahlreiche neuartige und private Veranstaltungen, die vom
Savoir-faire der Uhrenmanufakturen der
Swatch Group zeugen und die Perfektion
ihrer Produkte hervorhoben. So bildete eine
Kunstgalerie beim Puerto Banús den originellen Rahmen für die Präsentation der
Neuheiten von Glashütte Original. Die Double Tourbillon von Breguet wurde anlässlich
eines Events in der Tourbillon-Boutique
­dieser berühmten Marina vorgestellt, und
gleichzeitig demonstrierte ein Kameenschneider sein anspruchsvolles Handwerk.
Die Emailmalerei, eine Spezialität von
­Jaquet Droz, stand im Mittelpunkt eines
Happenings in der Moskauer Boutique.
In Lugano und Las Vegas unterstützte
­Tourbillon die Marke Omega bei emblema­
tischen Lancierungen.
Mit einem Netz von 21 Boutiquen auf drei
Kontinenten setzt Tourbillon ihren Auftrag
fort, der Kundschaft eine Botschaft zu
­vermitteln, die den hier vertretenen Haute-­
Horlogerie-Marken angemessen ist.
Tech-Airport
Expansion in Asien
Tech-Airport, das auf den Verkauf von
­Uhren und Schmuck in Flughäfen spezialisierte Einzelhandelsunternehmen der
Swatch Group, verfolgte 2011 eine aktive
Expansionspolitik, die sich auch im sehr
starken Wachstum seines Verkaufspunktenetzes widerspiegelt.
Dank der Verbindung eines soliden uhr­
macherischen Erbes mit vertiefter Kenntnis
des Luftverkehrsumfelds wurde das Unternehmen in wenigen Jahren zum Massstäbe
setzenden Partner der Flughäfen und der
Marken des Uhren-Bijouterie-Sektors.
Tech-Airport versteht es, die Erwartungen
einer internationalen Kundschaft zu erfüllen,
indem es ihr attraktive Boutiquenlösungen,
ein vielfältiges Angebot und einen
spezialisierten Service zur Verfügung stellt.
Die insgesamt 40 Verkaufspunkte von
75
Distribution und Wahrzeichen
Tech-Airport werden als Multimarkenboutiquen unter dem Namen Hour Passion und
als Monomarkengeschäfte für Omega,
­Longines und Swatch geführt. Sie verteilen
sich auf 14 europäische und asiatische Flughäfen in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Irland, Italien, Singapur und China.
2011 war ein wichtiges Jahr für die Weiterentwicklung der Retail-Einheit mit dem
Schwerpunkt auf Asien, wo Tech-Airport in
schnellem Rhythmus Geschäfte eröffnete.
Eine Hour-Passion-Boutique von 200 m2
wurde im Juli in Chongqing eingeweiht,
­gefolgt von drei weiteren in Changsha und
Wuhan, darunter als Premiere ein Flagship
Store von Longines. Ende Jahr öffnete in
Peking angrenzend an eine Omega-Boutique ein 210 m2 grosser Hour-Passion-­
Laden seine Pforten.
Parallel dazu setzte Tech-Airport die
­ xpansion auf dem europäischen Kontinent
E
fort mit der Einweihung einer Hour-PassionBoutique in Venedig und der Eröffnung
­eines zweiten Verkaufspunkts in Düsseldorf. Das Unternehmen erhielt ausserdem
den Zuschlag bei einer bedeutenden Offertausschreibung im Flughafen Genf-Cointrin.
Dies macht es möglich, die bestehende
Omega-Boutique an einen strategisch
günstigeren Standort zu verschieben.
­Ebenfalls geplant ist der Ausbau des HourPassion-Multimarkengeschäfts auf einer
vergrösserten Ladenfläche.
An sämtlichen Standorten zogen gross­
angelegte Kommunikationsaktionen die
Aufmerksamkeit der Flughafenbesucher
und Passagiere auf sich: das Hamilton-­
Flugzeug in der Eincheckzone in Genf,
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
meisterlich gestaltete Kampagnen in riesigen Dimensionen für Omega, Jaquet Droz,
Breguet und Blancpain am Flughafen von
Nizza, die «Augmented Reality» von Tissot
und das Swatch-Podium in Genf… TechAirport unterstützt das Image und die Philosophie der Partnermarken mit innovativer
Kreativität.
Die Ausbreitung der Einzelhandelskonzepte
in China und in neuen europäischen Flug­
häfen ermöglicht Tech-Airport, die «Landeerlaubnis» für weitere Destinationen zu
­erhalten, wobei die nächsten Niederlassungen in Berlin und Mailand geplant sind. 76
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Distribution und Wahrzeichen
77
Distribution und Wahrzeichen
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
The Swatch
Art Peace Hotel
www.swatch-art-peace-hotel.com
Dieses vielbeachtete Projekt in einem für
die Swatch Group zunehmend wichtigen
Markt machte 2011 weitere bedeutende
Fortschritte. Das am Bund, einem der geschichtsträchtigsten Standorte Schanghais,
gelegene Swatch Art Peace Hotel feierte
im November 2011 an einem Eröffnungstag
mit einer Vielzahl von Anlässen den Abschluss der Restaurierungsarbeiten und die
Einweihung der Künstlerateliers.
An der offiziellen Eröffnungsfeier nahmen
führende Vertreter der Stadtbehörden von
Schanghai, der Swatch-Group-Leitung und
des Künstler-Auswahlkomitees teil. Mit
­dabei waren auch viele Journalisten der
­lokalen, nationalen und internationalen
­Presse.
Bevor das rote Band feierlich durchschnitten wurde, präsentierte Nick Hayek, Präsident der Generaldirektion der Swatch
Group, das Projektkonzept und stellte drei
Mitglieder des Künstler-Auswahlkomitees
vor, die für die Festlichkeiten angereist
­waren: Mikhail Kusnirovich, Präsident des
Verwaltungsrats und des Komitees für strategische Entwicklung von GUM, FrançoisHenri Pinault, Präsident und CEO von PPR,
sowie Tan Sri Francis Yeoh, Verwaltungsratspräsident der YTL Group. Zur Über­
raschung der Presse war auch die Schauspielerin Salma Hayek anwesend, die ihren
Mann François-Henri Pinault begleitete.
Nach dem Festakt konnten die Vertreter der
Stadtbehörden von Schanghai die beiden
Etagen besichtigen, auf denen die Gastkünstler leben und arbeiten. Viele Künstler
öffneten ihre Ateliers für die Besucher und
stellten ihre Arbeiten vor. Die Eröffnungs­
feierlichkeiten und verwandten Aktivitäten
fanden breite Beachtung in den internationalen Medien.
Das frühere Palace Hotel und spätere
­Südgebäude des Peace Hotel wurde in The
Swatch Art Peace Hotel umbenannt. Wie
Nick Hayek in seiner Rede sagte, unterstreicht dieser neue Name die enge Verbindung zwischen Swatch und der Kunst. Mit
einem ganztägigen Street Painting Event
auf dem Bund vertiefte Swatch diese Beziehung weiter und verankerte das neue Hotel
im Bewusstsein der Schanghaier Bevölkerung. Künstlern, Schulkindern, Kunststudenten und Passanten wurden Pinsel, Farbe
und andere Hilfsmittel zur Verfügung
­gestellt, um die 38 grossen Leinwände auf
dem Bürgersteig am Flussufer unter
dem Motto «Swatch Art auf dem Bund»
­künstlerisch zu gestalten.
Das Swatch Art Peace Hotel ist ein
­geschichtsträchtiger Bau. Als Palace Hotel
beherbergte es eine Reihe wichtiger Ver­
anstaltungen und viele bedeutende Persönlichkeiten der neueren chinesischen Geschichte. Seine Architektur ist typisch für
die Bauten, die im späten 19. und frühen
20. Jahrhundert am Bund entstanden, der
Promenade entlang dem Westufer des
­Huangpu-Stroms. 2010 öffneten vier exklusive Boutiquen – Breguet, Blancpain,
­Omega und Swatch – ihre Pforten im Erdgeschoss des Swatch Art Peace Hotel. Die
Einweihung im Jahr 2011 fand nach der
­Beendigung der Restaurierungsarbeiten
statt, die mit grösster Sorgfalt ausgeführt
worden waren, um das Erbe und Aussehen
des Gebäudes zu bewahren.
Früher im Berichtsjahr waren die ersten
Künstler als «Tester» in ihre Ateliers eingezogen und lieferten positive Rückmeldungen und Vorschläge für praktische Verbesserungen. Nachdem diese erste Gruppe
ihren Aufenthalt beendet hatte, zogen neue
Gäste in die Ateliers ein. Zu den Künstlern,
die inzwischen im Swatch Art Peace Hotel
gelebt und gearbeitet hatten, gehörten
­unter anderen Maler, Fotografen, Bildhauer,
ein Schriftsteller, ein Filmemacher, ein Komponist, ein Opernsänger und zwei Künstler
für Klanginstallationen. Das Konzept, Künstler aus einer breiten Palette von Ländern
einzuladen, bestätigte sich auch mit der
Präsenz von Teilnehmern aus Kanada,
­China, Belgien, Frankreich, Deutschland,
Japan, Italien, den Niederlanden, den USA
und der Schweiz.
Weitere Höhepunkte waren 2011 die
­Eröffnung des sehr bekannten, exklusiven
Restaurants Shook! und der Dachterrasse
im Frühsommer, Firmenanlässe in der Galerie in der 5. Etage und einige gut besuchte
Veranstaltungen im ersten Obergeschoss,
darunter eine Ausstellung von Blancpain,
eine Vorschau auf die sehr erfolgreiche,
später in Hongkong durchgeführte Auktion
von Swatch-Uhren aus der Kollektion Blum
und ein aussergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt von Omega und dem berühmten Fotografen und Umweltschützer
Yann Arthus-Bertrand.
78
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Distribution und Wahrzeichen
Cité du Temps
In allen Winkeln
der Zeit
www.citedutemps.com
Wiege der Uhrmacherei
Im Herzen der Stadt Genf setzt die Cité du
Temps die faszinierende Welt der Uhr­
mache­rei in Szene, indem sie die Thematik
der Zeit erforscht. Die Ausstellung von
Breguet präsentierte eine echte Revolution,
die mechanische Uhr mit 10 Hertz Frequenz. Jaquet Droz wiederum zeigte unter
dem Titel «De la Cité interdite à la Cité du
Temps» eine Retrospektive von drei Jahrhunderten Uhrengeschichte. Tissot stellte
die Frau in den Vordergrund mit einer Ausstellung, die der Kreation von Damenuhren
im Lauf der Zeit gewidmet war. Die elegant
durch Damenunterkleider der jeweiligen
Epochen miteinander verbundenen Exponate reichten von Taschenuhren des 19. Jahrhunderts bis zu modernen Modellen mit
Taktiluhrglas. Die französische Künstlerin
Stéphanie Guglielmetti brachte sogar verschiedenen Uhrenkomponenten das Tanzen
bei, indem sie in einer faszinierenden
­Performance mit ihren Schatten spielte.
Ein wichtiger Jahrestag
2011 fand zudem eine Ausstellung über die
bemerkenswerte Arbeit der Ärzte ohne
Grenzen statt. Sie erinnerte daran, dass
­diese Vereinigung für medizinische Nothilfe
vor vierzig und ihre Schweizer Sektion vor
dreissig Jahren ins Leben gerufen worden
waren.
Künstlerische Abenteuer
Während des ganzen Berichtsjahres nahm
die Inspiration durch die Zeit in den geschickten Händen internationaler und lokaler Künstler Gestalt an. Die verblüffenden
Fotografien von Yoshi Shimizu entführten
die Besucher auf eine virtuelle Reise zu den
Heilern der bolivianischen Kallawaya-Indios.
Die britische Künstlerin Stéphanie ­Fonteyn
wiederum unternahm in der Ausstellung
«L’Epoque» eine Zeitreise mit einer Reihe
von Gemälden, die direkt von den 1950er
Jahren inspiriert sind. Eine machtvolle urbane Kraft strahlte ein höchst aktuelles, von
fünf Graffiti-Künstlern konzipiertes Spektakel aus, während das Werk von ­Xiaoyang
Galas mit seine Botschaft für den künftigen
Frieden für eine gewisse Besänftigung
sorgte. Eine Rückkehr zu den geografischen
Wurzeln der Cité du Temps war der anrührende Tribut an den sehr geschätzten Genfer Maler und Architekten René Parodi
(1914–1989); die Ausstellung bewies seine
Fähigkeit, Brücken zwischen einer Vielfalt
von künstlerischen Epochen und Stilen zu
schlagen. Die Cité du Temps ist seit 2005
ein Hafen der Kreativität und des Nachden-
des
actes
à la
parole
Graphisme : Julianne Mary / Avec le soutien de PP Mailing
2011 versetzte die Cité du Temps ihre
­Besucherinnen und Besucher in die visuellen Abenteuer von mehr als zwanzig
­faszinierenden Ausstellungen. Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Herkunft
präsentierten das Ergebnis ihrer Kreativität
in so vielfältigen Formen wie Skulpturen,
Graffiti, Fotografien, Malereien und Zeichnungen. Und um alle Sinne der Gäste zu
befriedigen, wurde zudem unter demselben
Dach das Restaurant «Au Phil du Temps»
eröffnet, dies in Partnerschaft mit Philippe
Chevrier Le Traiteur.
La Cité du Temps
Pont de la Machine 1 / 1204 Genève
www.citedutemps.com / 022 818 39 00
Entrée libre
Ouvert 7 jours sur 7 / 9 h à 18 h
www.msf.ch
Pour faire un don : CCP 12-100-2
kens. Die Ausstellung «Time Capsule» feierte diese Tradition und konkretisierte das
Engagement, sie fortzusetzen, in Form eines erstaunlichen Kaleidoskops, das die am
meisten bewunderten Kunstwerke der verschiedenen Ausstellungen vereinigte, welche die reiche und farbige Geschichte dieses Ausnahmeorts bisher prägten.
79
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Produktion
Uhren, Schmuck
80
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
1
Produktion
5
2
3
4
6
81
Produktion
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
1, 2, 3, 4, 5
ETA Manufacture horlogère suisse
www.eta.ch
2011 erwies sich für die ETA resultat- wie volumenmässig als
­ausgezeichnetes Geschäftsjahr. Die Swatch Group hatte äusserst
umfangreiche Investitionen in die Produktionsmittel bewilligt.
Dies machte die Einstellung zusätzlichen Personals erforderlich,
aber auch die Umsetzung der notwendigen Infrastrukturen und
­Industrialisierungsverfahren sowie der Logistik- und Managementsysteme. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Produktionskapazitäten für die Marken in den nächsten Jahren zu steigern.
Bei den mechanischen Produkten nahmen die Aktivitäten für neue
Entwicklungen weiter zu. Davon zeugen das Uhrwerk A07.L31 mit
retrograden Anzeigen und Mondphase für Longines, das perso­
nalisierte Chronographenwerk A05.H31 für Hamilton sowie die
­Automatikkaliber Omega A14, A16 und A22. Für das exklusive
Omega-Chronographenkaliber A22 musste in Grenchen eine neue,
hochmoderne Fertigungslinie geschaffen werden, um die Meisterung und Zuverlässigkeit des Montageprozesses garantieren zu
können.
Auch bei den Quarzprodukten arbeitete die ETA sehr erfolgreich.
Das gilt besonders für das Entwicklungsprogramm E49, das
­lanciert wurde, um neue Technologien zu integrieren, die für die
Tissot Touch Compass mit dem Werk E49.301 sowie für die
­Certina DS Multi-8 mit dem analog-digitalen Werk E49.351
­bestimmt sind. Die Kaliber E22.303, analog-digital mit Pilotfunktion
für O
­ mega, G15.561 mit retrogradem ewigem Kalender für Tissot
und E20.373 mit analog-digitalen Anzeigen für Hamilton wurden
vom Markt ebenfalls sehr beachtet.
Die Swatch-Produkte festigten ihren Erfolg vor allem mit der im
Sommer 2011 eingeführten Kollektion Swatch Touch, mit den
­Modellen New Gent und Colour Codes sowie mit der Irony-Linie
mit Edelstahlgehäuse. Um die erforderlichen hohen Produktions­
kadenzen für vollständige Swiss-Made-Gehäuse zu erreichen,
­wurden in Grenchen moderne und hochgradig automatisierte
­Maschinen installiert. Diese neuen Technologien sind für die
­Bearbeitung und das Polieren der Gehäuse bestimmt und werden
demnächst mit voller Leistung arbeiten.
Die Steigerungen bei den Quarz- und mechanischen Uhrwerken
sowie den Swatch-Produkten, die in optimierten Durchlaufzeiten
entwickelt und industrialisiert werden, wäre undenkbar ohne die
enge Zusammenarbeit der ETA mit ihren Partnern innerhalb der
Swatch Group. Voraussetzung für die permanente Entwicklung
neuer Produkte mit dem Ziel, ihre Leistungen kontinuierlich zu
­verbessern, ist zudem eine ausgezeichnete Qualitätspolitik.
Die Integration des Qualitätsprozesses von der Entwicklung bis zur
Industrialisierung erlaubt, die Durchlaufzeiten und die Kosten zu
senken, dies dank der Umsetzung standardisierter Entwicklungspläne (PSD, plan standard de développement). Diese industriellen
Leistungen erfordern ein exaktes Management des straffen
Logistik­flusses. Ein derartiges Managementsystem für die Unter-
stützung der notwendigen Logistikverwaltung wird denn auch
­gegenwärtig verwirklicht. Bereits implementiert ist dieses System
an den Produktionsstandorten Diantus und FFB; bis 2013 soll es im
ganzen Unternehmen einsatzbereit sein.
Um die zweifache Herausforderung zu bewältigen, die darin
­besteht, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig einen hohen
Grad an Flexibilität zu bewahren, investierte die ETA beträchtliche
Mittel, um die Herstellverfahren zu meistern und den Maschinenpark zu erneuern.
Die bereits in den Vorjahren in Angriff genommene Vertikalisierung
wurde mit dem Kauf und Bau von neuen Produktionsstandorten
fortgesetzt. Dazu gehört die neue Zifferblattfabrik in Grenchen.
Ziel dieses ehrgeizigen Projekts ist es, die Zifferblätter für Uhren
des Basis- und mittleren Sortiments für sämtliche Marken der
Swatch Group zu produzieren. Mit der künftigen Montagefabrik T1
für die Omega-Kaliber in Villeret werden die Synergien mit der
Schwestergesellschaft Nivarox-FAR bei der Entwicklung und
­Produktion von Co-Axial-Uhrwerken noch besser genutzt werden
können. Der Industriepark in Boncourt schliesslich, der für die
­Fertigung sämtlicher Fournitüren für Quarzprodukte und die
Swatch-Uhren bestimmt ist, wird Anfang 2013 betriebsbereit sein.
Diese neuen Standorte profitieren von einem sehr hohen Grad
an Spitzentechnologie und Automatisierung. Ihre volle Produktions­
kapazität wird ab 2013 verfügbar sein und dannzumal die industrielle
Kompetenz der Swatch Group weiter verstärken.
Das auf verschiedene Uhren-Habillageteile spezialisierte
­Unternehmen Meco wurde per 1. Januar 2011 erfolgreich in die
ETA integriert. Im Berichtsjahr verstärkte sich seine Position als
­bevorzugter Lieferant von Kronen und Drückern weiter. Die Investitionen in die Produktion betrafen hauptsächlich automatisierte
­Prozesse und die neuen Technologien. So entwickelte Meco
­insbesondere ein neuartiges Verfahren für die Bearbeitung und
Endfertigung von Formdrückern höchster Qualität. Das Ergebnis
sind exklusive Designs ohne Einschränkung bei den Formen und
weniger Arbeitsschritte bei der Herstellung, was die Durchlauf­
zeiten beträchtlich verkürzt.
Die starke Nachfrage im Berichtsjahr ist der Grund dafür, dass die
ETA mehr als 1200 zusätzliche Mitarbeitende einstellte, die in gezielten Einführungsprogrammen für ihre neuen Aufgaben geschult
wurden. Parallel dazu wurde viel in das Erlernen der grundlegenden
Berufe investiert, um das Niveau des Könnens, der Flexibilität und
der Polyvalenz des Personals zu steigern.
All diese 2011 getätigten Investitionen sind Teil einer nachhaltigen
Vision und werden in naher Zukunft reiche Ergebnisse zeitigen.
Sie tragen damit direkt zur Steigerung der industriellen und
menschlichen Kompetenzen sowie zur Qualität sämtlicher
­Swiss-Made-Uhrwerke bei, die innerhalb der Swatch Group
­hergestellt werden.
82
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Produktion
6
François Golay
www.francoisgolay.ch
François Golay und Valdar wurden 2010 in einer einzigen rechtlichen
Einheit zusammengefasst, der François Golay SA. Der Nutzen
­dieser Fusion war 2011 sowohl auf der Ebene des Umsatzes als
auch in Form höherer Produktivität und kontinuierlicher Verbesserung der Produktqualität spürbar.
Die im Berichtsjahr getätigten bedeutenden Investitionen erlaubten
dem Unternehmen, seinen Produktionsapparat zu diversifizieren,
indem eine Abteilung für die Entwicklung und Herstellung von
­Gesenken gegründet wurde. Die für diese Herausforderung rekrutierten Mitarbeiter sind stolz darauf, dass das erste automatische
Gesenk mit Speichenrad von François Golay im November die
Werkstatt verliess. Um der wachsenden Nachfrage der Kundschaft
gerecht zu werden, wurde auch die Abteilung Metallbearbeitung
modernisiert, indem Hochleistungsmaschinen der neusten Generation beschafft wurden. Zudem wird zurzeit auch die Galvanoplastik
mit dem Ziel ausgebaut, die Internalisierung der Fertigungsschritte
weiterzuführen.
Zum Schutz der Mitarbeitenden aktualisierte François Golay die
­Sicherheitssysteme des Maschinenparks. Im Rahmen der weiteren
Entwicklung reorganisierte das Unternehmen zudem die Produk­
tionswerkstätten, was zur Eröffnung eines fünften Standorts in
Le Sentier (Vallée de Joux) für die Montage führte.
Der Erfolg des Jahres 2011 verdankt sich auch dem Einsatz des
Personals von François Golay. In spezialisierten Berufen wurden
mehrere zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die 2009 eingeleitete Schulung für sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nähert
sich ihrem Ende. Sie hat nicht zuletzt ihr Zugehörigkeitsgefühl zum
Unternehmen verstärkt.
Dank dem Know-how seines Personals und allen getroffenen
Massnahmen will François Golay zum leistungsfähigsten Zulieferbetrieb für das gehobene Segment im Vallée de Joux werden.
Nivarox-FAR
www.nivarox.com
2011 wuchs das Unternehmen Nivarox-FAR weiter, hauptsächlich
in den neuen Aktivitätsbereichen wie Aufzugfedern, Appliken
für Zifferblätter, Räderwerken und heiklen Dreharbeiten im Nano-­
Bereich, wie sie bei der Herstellung mechanischer Uhrwerke
des gehobenen Segments erforderlich sind.
7
Für diese Aktivitäten wurden neue Produktionsräume bereitgestellt
und die notwendigen Investitionen bewilligt, um marktgerechte
Fertigungskapazitäten aufzubauen. Neben diesen Anstrengungen
für die Produktionsmittel wurde auch dem jeweiligen Know-how
grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Damit soll die Meisterung
sämtlicher Komponententypen sichergestellt und die Entwicklungszeit für neue Produkte verkürzt werden, letzteres auch durch die
Bereitstellung besonderer Kapazitäten.
Nivarox-FAR produziert ihre Zifferblattappliken – besonders für
Blancpain – auf einem bisher unerreicht hohen Stand der Qualität
und Ästhetik. Das machen Polierverfahren möglich, die in enger
Zusammenarbeit mit verschiedenen Produktionsfirmen der Swatch
Group entwickelt worden sind. Zudem wurde eine neue Produktion
von «Chaton»-Zifferblattfassungen aufgebaut, um vor allem den
Erfolg der Modelle Constellation und Ladymatic von Omega zu
­unterstützen.
Im übrigen wurde eine spezielle Arbeitsgruppe für die Fertigung
von Komponenten des Prestigesegments zusammengestellt, um
die Qualität bei den Kleinserien für Breguet und Blancpain zu
­optimieren.
Für die neuen Technologien – wie die Produktion von Silizium­
komponenten und das LIGA-Herstellverfahren am Standort Marin
(NE) – wurden umfangreiche Investitionen getätigt, um die
­Entwicklung der neuen, für Omega und Breguet gefertigten Kaliber
zu unterstützen.
An den verschiedenen Standorten von Nivarox-FAR fanden
­bedeutende Infrastrukurarbeiten statt. So musste unter anderem
das Dach der Fabrik in Fontaines (NE) ersetzt werden. Dank einer
strikten Planung und der Aufteilung in verschiedene Phasen konnte
während der ganzen Dauer der Bauarbeiten weiter produziert
­werden. Möglich war dies allerdings nur dadurch, dass der
­ge­samte Produktionsapparat von insgesamt mehr 800 Maschinen
­mehrfach verschoben wurde.
Bei der Produktentwicklung setzte Nivarox-FAR die Verstärkung
der Kompetenzen in den Bereichen Werkstoffe und technische
Spezifikationen fort, dies als Ergebnis der wachsenden Synergien
mit den verschiedenen Labors und Unternehmen für Forschung
und Entwicklung innerhalb der Swatch Group. Diese Teams
­arbeiten an der Konzeption und Industrialisierung neuer Produkte,
die demnächst entdeckt werden können.
Generell gesehen bleibt 2011 für Nivarox-FAR das Jahr der
­allgemeinen Konsolidierung des Könnens und der Erfahrung in der
Spezialität des Unternehmens: der Nanomechanik.
83
Produktion
8
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
9, 11
Comadur
www.comadur.com
Das Geschäftsjahr von Comadur war geprägt durch einen kräftigen
Impuls, der sich aus dem Wachstum und der Innovation der
Swatch-Group-Tochtergesellschaften ergeben hatte. Um die
schnelle und strukturierte Verwirklichung der neuen Produkte zu
ermöglichen, passte das Unternehmen 2011 seine Arbeits- und
Kommunikationsstrukturen entsprechend an.
Eine Besonderheit des Unternehmens in Le Locle (NE) ist seine
vollständige Vertikalisierung. All seine Erzeugnisse werden auf der
Basis der Pulvertechnologie hergestellt und bis zum Endprodukt
bearbeitet. 2011 wurde die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen
erfolgreich gesichert, dies dank der Diversifizierung der Bezugsquellen. Unablässig mit dem technologischen Wandel konfrontiert,
verfolgte Comadur ein schwergewichtig auf die Automatisierung
und die Produktivität der Ausrüstungen ausgerichtetes
­Investitionsprogramm. Dabei passte das Unternehmen seine
Produktions­mittel jeweils den Bedürfnissen der Swatch-GroupMarken für Saphir- und Keramikkomponenten sowie Lagersteine
beziehungsweise Rubine an.
Die Habillagekomponenten aus Keramik sind mittlerweile bei den
Marken besonders gefragt. Sie nutzen sie gemäss ihrem Stil,
da die Pulverinjektionstechnologie erlaubt, jeden Formentyp für
­Habillageteile zu realisieren. Comadur hat ihre Produktionskapazität
für Keramiklünetten versechsfacht und jene für Gehäuse und
­Armbänder aus Hartmaterialien um 50% gesteigert.
Die Nachfrage für Keramikprodukte beschränkt sich nicht auf die
Farben Schwarz, Weiss und Metallic. Deshalb hat das Unternehmen verschiedene Dekorverfahren erworben und weiterentwickelt,
wie die Einbettung amorpher Metalle in die Keramik oder die
­Metallisierung der Keramik. Um die optische Durchlässigkeit des
Saphirglases zu verbessern, wurden neue Entspiegelungsverfahren
entwickelt. Da sie das Glas praktisch unsichtbar machen, sind die
Farben des Zifferblatts und der Zeiger um so markanter.
Das Unternehmen Comadur wird sein Programm fortsetzen,
um die Bedürfnisse der Marken bezüglich Quantität und Innovation
zu begleiten.
Rubattel et Weyermann
2011 war erneut gleichbedeutend mit einer starken Nachfrage
nach fertigen Zifferblättern durch die Marken der Swatch Group.
Rubattel et Weyermann passte deshalb seine Infrastrukturen
­entsprechend an, um dieser Nachfrage zufriedenstellend und
­effizient gerecht zu werden. Dieses Ziel der volumenmässigen
­Produktionssteigerung konnte auch dank der konstanten Suche
nach Synergien mit MOM Le Prélet erreicht werden. Die Segmentierung der Produkte sowie eine gemeinsame Steuerung der
­vorhandenen Produktionskapazitäten waren so entscheidend,
um an Effizienz und Reaktivität zuzulegen.
10
Das bestehende Personal zu halten und die neuen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter zu schulen sind weiterhin die Grundlagen, um den
Fortbestand des Know-hows von Rubattel et Weyermann zu
­sichern. Dank den zahlreichen Investitionen, welche die Swatch
Group dem Unternehmen während des ganzen Jahres bewilligte,
konnte ein höchst leistungsfähiger Produktionsapparat aufrecht­
erhalten werden. Parallel dazu wurde die Suche nach neuen
­Herstellverfahren fortgesetzt, um eine Ausweitung der industriellen
Kapazität und der Produktivität mittels Automatisierung und
durch gesteigerte Zuverlässigkeit bestimmter Arbeitsschritte
­sicherzustellen.
2011 wurde Rubattel et Weyermann zudem mit Anfragen für die
Entwicklung neuer Produktion überhäuft. Die Rolle des Unter­
nehmens bei der Beratung und Unterstützung der Kreativ­
abteilungen der Swatch-Group-Marken bleibt so eine Priorität und
beeinflusst in hohem Mass ihren Zufriedenheitsindex bezüglich der
Serviceleistungen des Zifferblattherstellers.
MOM Le Prélet
Die 2010 eingeleitete gemeinsame Strategie mit Rubattel et
­Weyermann wurde im Berichtsjahr fortgesetzt. Die unablässige
­Suche nach Synergien ebenso wie die Konsolidierung der Produk­
tionskapazitäten und die Zentralisierung der Logistik- und admi­
nistrativen Funktionen trugen auf positive Weise zur wachsenden
Nachfrage der Swatch-Group-Marken bei.
Die Abteilung für Produktentwicklung und das technische Büro der
beiden Unternehmen wurden zusammengelegt und beantworten
seither unterschiedslos alle bei den beiden Einheiten eingehenden
Anfragen. Die Segmentierung der Produkte wird so im voraus,
bei der Entwicklung des Zifferblatts, festgelegt. Damit kann die
­serielle Fertigung je nach den Kapazitäten und dem Auslastungsgrad auf die beiden Standorte verteilt werden. Generell gesehen
konzentriert sich MOM Le Prélet auf die für Marken mit Gross­
serien bestimmte Produktion und überlässt die Stücke des gehobenen Segments und die kleinen Serien der Schwestergesellschaft
Rubattel et Weyermann.
Dank seinem Know-how, das ständig mit demjenigen von Rubattel
et Weyermann geteilt wird, konnte MOM Le Prélet die Stückzahl
der produzierten Zifferblätter beträchtlich steigern. In Fortsetzung
der bereits 2010 getätigten Investitionen wurden im Berichtsjahr
auf technischer und menschlicher Ebene grosse Anstrengungen
unternommen, um den Produktionsapparat dem Auftragsvolumen
anzupassen. Die organisatorischen und strukturellen Grundlagen,
die nun festgelegt und konsolidiert sind, werden es MOM Le Prélet
ermöglichen, die Kapazitäten weiter zu steigern, um den quali­
tativen und quantitativen Ansprüchen der Kundschaft gerecht zu
werden.
84
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Produktion
12
Deutsche Zifferblatt Manufaktur
www.zifferblaetter.de
Im Berichtsjahr konnte die Deutsche Zifferblatt Manufaktur GmbH
(DZM) dank gezielter Schulungsmassnahmen und zusätzlicher
­Modernisierungen die Produktion hochwertiger Zifferblätter weiter
steigern und ihre Position am Uhrenmarkt mit einem hohen Anteil
an Eigenfertigung stabilisieren.
Dank der Verwendung neuer Oberflächen-Beschichtungsverfahren
konnten noch kompliziertere Zifferblattgestaltungen verwirklicht
werden. Durch den Einsatz der Lasertechnik war es zudem
­möglich, die Herstellverfahren wesentlich zu verbessern.
Um der weiter steigenden Nachfrage der Kunden aus der Swatch
Group gerecht zu werden, wurde beschlossen, die Fertigungs­
kapazität wesentlich zu erhöhen und die Betriebsstätte in grössere
Räume zu verlegen. Zu diesem Zweck wurde ein entsprechendes
Gebäude übernommen.
Aufgrund dieser zukunftsorientierten Entscheidung ergibt sich für
DZM die Möglichkeit, ihre Zifferblattfertigung weiter auszubauen,
die Produktionsabläufe zu optimieren und so den Wachstums­
erwartungen der Swatch Group gerecht zu werden. In diesem
­Rahmen wird eine nach neusten Erkenntnissen geplante ­Abteilung
für Oberflächenbearbeitung eingerichtet, die den hohen quali­
tativen Anforderungen an die Zifferblätter nachkommt und die
­Produktivität erhöht.
Dank diesen Massnahmen wird die DZM am Standort in Pforzheim (D) noch besser für die Zukunft gerüstet sein.
Universo
www.universo.ch
Der gute Absatz der Schweizer Uhren, insbesondere in den asia­
tischen Märkten, trug zur beneidenswerten Situation von Universo
bei. Das erste Halbjahr 2011 entsprach für diesen Marktführer in
der Zeigerfabrikation und bedeutenden Lieferanten von Zifferblatt­
appliken der Auftragslage von 2010. Im zweiten Halbjahr konnte
das Unternehmen dann deutlich mehr Bestellungseingänge
­verzeichnen.
13, 14
Division Zeiger
Sämtliche Produktionslinien mussten grosse Auftragsvolumen
­bewältigen. Die Kapazitäten wurden gesteigert,vor allem bei der
Einzelanfertigung von Zeigern aus Messing oder diamantiertem
Gold. Der Einsatz mehrerer CNC-Automaten der neusten Genera­
tion trug dazu bei, den Maschinenpark zu erneuern und die
­Zuverlässigkeit der Fertigungsverfahren zu verstärken.
Die Division Zeiger von Universo konnte insbesondere feststellen,
dass die Bestellungen der Swatch Group bei weitem überwogen.
Das hatte zur Folge, dass die Produktionskapazität grösstenteils
den Konzernmarken zur Verfügung gestellt wurde. Parallel zu dieser
Entwicklung lancierten sämtliche Abteilungen zahlreiche
logistische und technische Projekte, wie die Entwicklung neuer
Maschinen und anderer spezifischer Vorrichtungen für eine
­industrielle Produktion von Zeigern, welche die Anforderungen
sämtlicher Marktsegmente erfüllt.
Division Appliken
Die Division Appliken von Universo stellt Indexe und andere
­Appliken für Zifferblätter her. Der grösste Teil der Produktion wird
aus Messing gefertigt, während die diamantierten Indexe die
schönsten, für die Marken des oberen Marktsegments der Swatch
Group – vor allem Omega – bestimmten Zifferblätter schmücken.
Beträchtliche Anstrengungen in Form von Investitionen und Einsatz
von Arbeitskräften wurden 2011 unternommen, um die sehr
hohen Bestellungsvolumen zu bewältigen, zumal die kurzfristigen
Prognosen einen weiteren enormen Zuwachs des Auftrags­
bestandes erwarten lassen. Deshalb erwarb die Division Appliken
mehrere neue Maschinen und vollautomatische Metallbearbeitungszentren. Ausserdem stellte sie gründliche Überlegungen an,
wie die Herstellverfahren optimiert werden könnten, und nahm ein
Projekt für die industrielle Fabrikation von Indexen für die Marken
des mittleren Marktsegments in Angriff.
Um der starken Marktnachfrage und der voraussichtlichen
­Zunahme des Auftragsvolumens in den nächsten Jahre gerecht zu
werden, erwarb Universo zudem ein Gelände im Westen von
La Chaux-de-Fonds (NE). Mittelfristig soll dort eine Fabrik entstehen, in der die drei heutigen Standorte zusammengelegt werden
können.
85
Produktion
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
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Produktion
15
Manufacture Ruedin
2011 erwies sich als ein entscheidendes Jahr für die Manufacture
Ruedin. Sie verstand es, den hohen Ansprüchen der Kundschaft
bei Qualität und Quantität zu genügen sowie gleichzeitig eine
­bedeutende Phase der Modernisierung und Verjüngung ihres
­Produktionsapparats einzuleiten. Auf der Ebene der menschlichen
Ressourcen zwang dieses Vorgehen das Unternehmen, ihr Knowhow zu festigen, während der Personalbestand gleichzeitig
­beträchtlich zunahm.
Der Manufacture Ruedin gelang es, all diese Herausforderungen zu
bewältigen und die starke Nachfrage der Swatch-Group-Marken zu
decken. Das Unternehmen konnte denn auch 2011 ein zweistelliges
Wachstum verzeichnen.
Die Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit den Marken ist
ebenfalls eine grundlegend wichtige Aktivität des auf Gehäuse-­
Ensembles aus Metall- und Hartwerkstoffen – Keramik, Hartmetall
und Saphir – spezialisierten Unternehmens. Es begleitete seine
wichtigsten Kunden erfolgreich bei der Realisierung neuer Produkte, zum Beispiel bei den Modellen Seamaster Planet Ocean und
Seamaster 300 m für Omega. Bei Rado lag der Schwerpunkt auf
der Erweiterung der Linien Rado D-Star und Rado Centrix. Ausserdem trug das Unternehmen bei Longines in der Linie La Grande
Classique zur Entwicklung der 29-mm-Modelle in den Versionen
aus Edelstahl und Edelstahl mit Schmuckbesatz bei.
Die Manufakur aus Bassecourt (JU) beabsichtigt ihre Investitionen
für die Erneuerung und Verbesserung ihres Maschinenparks
­fortzusetzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Qualität ihrer
Produkte kontinuierlich zu steigern. Sie kann zudem auf ein
­qualifiziertes Personal zählen, um den Marken einen immer
­umfassenderen Service zu bieten.
Lascor
2011 konnte Lascor die Produktion erheblich steigern. Ermöglicht
wurde dies einerseits durch die Inbetriebnahme neuer Maschinen
für die Herstellung von Goldschalen sowie Stahl- und Goldarm­
bändern, andererseits dank der Einführung neuer Schleifmaschinen
und -roboter für die immer anspruchsvollere Endbearbeitung der
Schalen und Armbänder. Gleichzeitig machte die Steigerung des
Produktionsvolumens die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter
­notwendig, vor allem für manuelle Finitionen und die Steuerung der
CNC-Automaten.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
16
17, 18
Eine neue Reparaturzelle und eine spezialisierte Abteilung für die
Optimierung der Fertigungsmethoden und für das Zeitmanagement wurden aufgebaut. Ausserdem konnte das Goldmanagement
durch eine optimierte Verfolgung des internen Goldflusses
­verbessert werden.
Zur Steigerung der Produktionseffizienz wurde die Herstellung der
Gold-Stahl-Armbänder und der Lünetten in ein von der Gold­
schalen- und Goldarmbänderfertigung getrenntes Gebäude verlegt
und einem neuen Verantwortlichen übertragen. Auch die Produk­
tion der Ganzstahlteile findet nun vollständig in einem separaten
Bau statt.
Schliesslich wurden auch weitere Anstrengungen für die Qualitäts­
steigerung unternommen, und zwar in Form einer Selbstkontrolle
bei den verschiedenen Produktionsphasen von der mechanischen
Metall- bis zur manuellen Endbearbeitung und Montage der
­Gehäuse.
Novi
Das Unternehmen Novi in Le Genevez (JU) wurde 1987 gegründet,
und zwar auf Anregung von Omega und der ETA, seinen ersten
Kunden. Seither ist es ein bekannter und geschätzter Zuliefer­
betrieb für die Montage von mechanischen Uhrwerken, die Uhrenfertigstellung und den Kundendienst geworden.
Die Integration in die Swatch Group per 1. Januar 2011 verlieh
Novi neuen Schwung, von dem auch die Steigerung des Personalbestands von 130 auf 170 Beschäftigte im Berichtsjahr zeugt.
­Dieses Wachstum erklärt sich zum grossen Teil durch den Bedarf
der ETA, die Novi insbesondere die gesamte Montage bestimmter
mechanischer Uhrwerke anvertraut hat. Im Bereich der
­Uhrenfertigstellung wurde die Produktionskapazität schnell neu
ausgerichtet und dann erhöht, um dem grossen Bedarf der
Swatch-Group-Marken im oberen sowie im Luxus- und Prestigesegment gerecht zu werden. Auch der Kundendienst wurde
­fortgesetzt, wobei diese Abteilung bereits seit vielen Jahren
­hauptsächlich für die Swatch Group arbeitet.
Mit der Akquisition von Novi sicherte sich die Swatch Group so
ein neues Produktionszentrum, welches dank seiner Kompetenz,
Polyvalenz und Flexibilität sehr schnell einen bedeutenden Beitrag
erbrachte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Novi sind
denn auch mit grossem Einsatz am Werk und stolz darauf, künftig
an der weiteren Entwicklung des weltgrössten Uhrenkonzerns
­teilzuhaben.
88
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Produktion
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20, 21
Swatch Group Assembly
Dress Your Body (DYB)
2011 konzentrierten sich die Aktivitäten des Montageunternehmens
Swatch Group Assembly darauf, die Fertigungskapazitäten zugunsten der Konzernmarken zu steigern, neue flexible Produktionslinien
und -inseln zu entwickeln und die Tätigkeit auszuweiten.
Dank der Einführung dieser zusätzlichen Kapazitäten und neuen
Verfahren konnte die Flexibilität gesteigert und die Produktion
­beträchtlich erhöht werden. Die Swatch Group Assembly ist nun
daran, den Ausbau der Produktionsflächen abzuschliessen, um der
Kundschaft neue Kompetenzen und eine immer höhere Montagekapazität zu bieten. Mit diesen zusätzlichen Flächen wird das
­Unternehmen den Marken zudem zusätzliche Leistungen bei der
Lagerung und Logistik der Komponenten zur Verfügung stellen
­können.
Zudem wurde eine Arbeitsgruppe für Weiterbildung geschaffen,
die mehr Möglichkeiten bietet. Die Integration der Armbandmontage
in Insel-Teams ergänzt die im Vorjahr eingeleiteten ­Massnahmen.
Mit diesen Veränderungen ist die Swatch Group ­Assembly nun
zum grössten Fertigstellungsunternehmen der Schweiz in der
­Kategorie Uhrenprodukte des mittleren Markt­segments geworden.
Dank den Massnahmen für den Umweltschutz, die Arbeits­
prozesse und Montagewerkzeuge sowie für die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter hat die Swatch Group Assembly nun eine Poly­
valenz und einen Grad der Reife erreicht, die das Unternehmen
­befähigen, sämtliche Uhrentypen zu montieren– von Quarz- bis zu
mechanischen Chronographen und Uhren mit Hand- oder
Automatik­aufzug, ohne die taktilen T-Touch von Tissot zu vergessen – und zwar mit einer identischen Durchlaufzeit ungeachtet
­ihres Schwierigkeitsgrades.
Das Unternehmen Dress Your Body (DYB), das mit der Entwicklung
des Schmuckbereichs und des Kunsthandwerks innerhalb der
Swatch Group betraut ist, setzte 2011 die Integration seiner
­Aktivitäten fort und stellte mehrere spezialisierte Mitarbeiter ein.
Die Abteilung Joaillerie und Haute Joaillerie von DYB, in der
­Goldschmiede, Polierer und Spezialisten für Wachsguss arbeiten,
führte ihre Entwurfs-, Entwicklungs- und Fertigungstätigkeit für
Schmucklinien und Schmuckuhren fort. So produzierte sie ins­
besondere für Breguet Schmuckstücke mit den Namen Rose de la
Reine, Petite Rose de la Reine und Lune sowie die Uhr Petite Fleur,
welche die Kollektion Crazy Flower bereicherte. Als Folge einer
­kürzlichen Entwicklung mit Schwerpunkt auf mechanischer Tätigkeit wurde die Haute-Joaillerie-Habillage von Uhrgehäusen
­verstärkt, vor allem mit der neuen Linie Petite Fleur von Breguet.
In der Abteilung Metallbearbeitung und Edelsteinfassen nahm das
Produktionsvolumen im Berichtsjahr stark zu. Die Ausweitung der
Aktivitäten betraf alle Kompetenzbereiche dieser Produktions­
einheit von DYB, vom traditionellen und mechanischen Fassen der
Steine über die Anfertigung von Haute-Joaillerie-Komponenten und
fertigen Produkten bis zu kunsthandwerklichen Arbeiten wie
­Gravieren, Ziselieren und Anglieren. Um den wachsenden Bedarf
der Kundschaft zu decken, mussten neue Mitarbeiter eingestellt
und die Produktion reorganisiert werden, um an Effizienz zu gewinnen. Der Sektor der Komponentenherstellung, dessen Aufbau 2010
begonnen hatte, erreichte im Berichtsjahr seine volle Arbeitskapa­
zität und vermochte sämtliche Bestellungen auszuführen sowie
gleichzeitig schnell auf Wünsche nach neuen Entwicklungen zu
­antworten.
DYB Gems, das Einkaufszentrum für Diamanten und andere
­Edelsteine der Swatch Group, stellt den Marken die Fähigkeiten
seiner Spezialisten für Gemmologie, Einkauf und Steinschleifen zur
Verfügung. Das Berichtsjahr war vom sehr starken Zuwachs beim
Verkauf von Edelsteinen und einer weiterhin hohen Nachfrage nach
Diamanten im Uhrenbereich geprägt. Die Kenntnis der Akteure im
Diamantenmarkt, über die DYB Gems verfügt, und die Verhandlungen beim Einkauf erlaubten der Abteilung, unter bestmöglichen
­Bedingungen vorzugehen. Indem sie die Synergien bei den sich
­ergänzenden Einkäufen der Swatch-Group-Marken zu nutzen
­verstand, konnte DYB Gems der Kundschaft weiterhin Gewähr für
eine Versorgung zu besten Marktbedingungen leisten. Dabei
­wurden die Lieferungen beträchtlich gesteigert, jedoch immer
­unter Wahrung höchster Qualitätsstandards.
89
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Elektronische
systeme
90
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Elektronische Systeme
1
EM Microelectronic
www.emmicroelectronic.com
EM Microelectronic, das Unternehmen, das innerhalb der Swatch
Group auf die Herstellung von extrem stromsparenden Halbleitern
mit Niederspannung spezialisiert ist, blickt auf ein erfolgreiches und
anspruchsvolles 2011 zurück. Im ersten Halbjahr entsprach das
­Volumen den Erwartungen, und der starke Anstieg des Schweizer
Frankens konnte mit Massnahmen zur Kostensenkung kompensiert
werden. Im zweiten Semester beeinträchtigten Lagerkorrekturen,
die in der ganzen Versorgungskette auftraten, den Absatz. Davon
war EM Microelectronic am Ende dieser Kette besonders betrof­
fen. Dem Unternehmen gelang es dennoch, seine Rentabilität zu
halten, und das trotz des konservativen Bestellverhaltens der
­meisten Kunden ausserhalb der Uhrenindustrie.
Neue Produkte wurden lanciert, und viele Neuheiten – beispiels­
weise Applikationen für den Vertriebssektor, smartcards oder
­Bluetooth® low energy-Technologie – stehen kurz vor der Freigabe.
Sie werden bald auf den Markt kommen und EM Microelectronic
helfen, nach und nach zu einem gesunden Wachstum zurück­
zufinden und die Gewinne zu steigern.
Der Bereich der Sensorenschnittstellen konnte sein Volumen
­erhöhen, insbesondere mit Schnittstellen für Beschleunigungs­
messer, einem der am meisten verkauften Sensorenprodukte von
EM Microelectronic. Auf kommerzielle Plattformen ausgelegt,
­finden diese Geräte breite Anwendung in Mobiltelefonen, vor allem
im stark wachsenden Segment der smartphones, in dem sich das
Unternehmen einen bedeutenden Marktanteil sichern konnte.
EM Microelectronic hat massgeblich zur Definition des Techno­
logiestandards Bluetooth low energy beigetragen, der zunehmend
von den Herstellern von tragbaren, drahtlosen Elektronikgeräten
übernommen wird. An der Bluetooth Technology Conference in
München gab EM Microelectronic die Bluetooth-4.0-Zertifizierung
ihres EM9301 RF Controllers bekannt. Dieser Niederspannungs­
schaltkreis erlaubt es, bei Mobiltelefon-Applikationen eine Vielzahl
von gebräuchlichen Einzelzell-Batterien oder Energiesammlern wie
Solarzellen, piezoelektrische und elektromagnetische Elemente zu
nutzen. Er ermöglicht zudem den Bau der derzeit energie­
effizientesten Lösungen für eine Applikation der Bluetooth low
energy-Technologie. Damit kann EM Microelectronic ihr Angebot
an energiesparenden 2,4-GHz-Lösungen ausbauen.
Im Segment der Radio Frequency Identification (RFID) hat
EM ­Microelectronic den EM4325-Multinorm-Schaltkreis lanciert,
der mit einem integrierten Temperatursensor ausgerüstet ist.
­Dieser vielseitig einsetzbare integrierte Schaltkreis eignet sich
­perfekt für innovative Applikationen wie diejenigen auf der Basis
von «Energy Harvesting»-Geräten. Er bietet hochentwickelten
RFID-Etiketten oder mobilen Applikationen eine drahtlose Kommu­
nikationsverbindung für die Konfiguration und Überwachung von
Geräten. Um die Reichweite und Zuverlässigkeit der Kommunika­
tion zu steigern, kann dieser Schaltkreis so konfiguriert werden,
dass er im passiven Modus mit Hilfe einer Batterie funktioniert.
­Zudem hat EM Microelectronic mit dem EM4124 eine neue Schalt­
2
kreisgeneration entwickelt, die bei Applikationen für Bereiche im
Detailhandel, in der Logistik und der Versorgungskette zum Einsatz
kommt. Dieser Schaltkreis besitzt eine hohe Sensibilität und einen
grossen Lesebereich. Er wird demnächst lanciert und bald in eine
Anwendung für eine sehr bekannte Bekleidungskette integriert.
Im Uhrenbereich stellt EM Microelectronic weiterhin die unab­
hängige Versorgung der Swatch Group mit mikroelektronischen
Schlüsselkomponenten sicher und liefert die für den Erfolg der
­Uhren notwendigen Technologien.
In diesem Zusammenhang wurden besondere Anstrengungen
­unternommen, um zwei neue Uhren-Mikrocontroller auf der Basis
eines Flashspeichers zu liefern, wovon der eine spezifisch für die
neue Plattform der T-Touch von Tissot bestimmt ist.
Doch 2011 wird als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem der ganz
neuen Technologie der biegsamen Displays der Durchbruch
­gelang. EM Microelectronic hat die Industrialisierung und Homolo­
gation dieser neuen Displays vorangetrieben, obwohl das Unter­
nehmen eine starke Produktionssteigerung mit bisher unerreichten
Volumen erlebte. Anfang Oktober wurden die intensiven Anstren­
gungen mit der Lancierung der neuen Swatch Touch belohnt, einer
innovativen Armbanduhr, die es der Marke erlaubt, eine kapazitive
taktile und dauerhaft aktive Technologie anzubieten.
Wie die meisten von EM Microelectronic entwickelten Techno­
logien lassen sich die neuen biegsamen Displays und die taktile
Funktion auch ausserhalb des Uhrensektors einsetzen. Sie sind
zum Beispiel in den heute am meisten fortgeschrittenen Kredit­
karten integriert. Auf der organisatorischen Seite hat EM Micro­
electronic die Rahmenbedingungen für die Entwicklung seiner
­Hochsicherheitsprodukte konsolidiert, indem es die Zertifizierung
s­ eines Information Security Managements Systems (ISO 27001) auf
ASICentrum, sein in Prag angesiedeltes Halbleiter-Design-Center,
erweitert hat.
Renata
www.renata.com
Ausbau der Marktposition – diese drei Worte bringen für Renata
das Jahr auf den Punkt. Der Spezialist für Uhren- und Mikro­
batterien erlebte ein spannendes 2011, das von schwierigen
­Rahmenbedingungen geprägt war. Die unberechenbaren Finanz­
märkte führten zu einer Explosion der Edelmetallpreise, speziell
des Silbers, welches Hauptbestandteil der Uhrenbatterien ist. Der
starke Schweizer Franken erschwerte den Verkauf hochwertiger
Produkte im Euro- und US-Dollar-Raum. Gleichzeitig wurde die
­Versorgung der Rohstoffe durch das furchtbare Erdbeben in Japan
und den dadurch ausgelösten Tsunami stark gefährdet. Obwohl die
Vorzeichen schlecht waren, gelang es Renata, den Absatz erheb­
lich zu steigern und trotz grosser Währungsverluste einen höheren
Umsatz zu erzielen. Erreicht wurde dies dank der guten Stimmung
am Uhrenmarkt und vor allem auch mit dem umfassenden
­Produktsortiment an umweltfreundlicheren quecksilberfreien
­Uhrenbatterien. Diese im Vorjahr eingeführten Produkte erfreuten
91
Elektronische Systeme
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
1
3
sich einer grossen Nachfrage, und ihre weltweit hohe Verfügbarkeit
bewog immer mehr Kunden, bei Renata einzukaufen. Zum Erfolg
trug auch die komplett umgestaltete Homepage bei: Mit ihrem
­frischen, neuen Look und den vielen technischen Produktinforma­
tionen ist die Website nun attraktiver für die Kunden. Im Industrie­
sektor bewies Renata bei der Unterstützung eines Schlüssel­
kunden aussergewöhnliche Flexibilität und Zuverlässigkeit, als
dieser kurzfristig die Produktion vervielfachte. Der logistische Aus­
bau der Produktionsstätte in China kam den asiatischen Bestückern
zugute, die jetzt aus einem Lager vor Ort optimal beliefert werden.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe wurde
­intensiviert, und die Firma Moebius zog bei Renata in Itingen ein.
Auch gab es wieder gemeinsame Messeauftritte: mit der ETA und
Universo an der Baselworld, mit Microcrystal an der MD&M in
Anaheim. Wie jedes Jahr nahm Renata zudem an der Watch&Clock
Exhibition in Hongkong (China) und der JCK Las Vegas (USA) teil.
2
Micro Crystal
www.microcrystal.com
Micro Crystal ist der einzige industrielle Hersteller von tieffrequen­
ten Quarzen ausserhalb Asiens. Diese Tatsache zeigt, welche
­strategische Bedeutung Micro Crystal für die Swatch Group und
andere europäische Uhrenhersteller hat. Ohne die Uhrenquarz-­
Fertigung bei Micro Crystal wäre die europäische Uhrenindustrie
auf Quarze aus japanischer Produktion angewiesen. Ungeachtet
dieser starken strategischen Stellung im Uhrenquarz-Sektor macht
dieses Segment nur noch einen kleinen Teil des Umsatzes von
­Micro Crystal aus. Das hauptsächliche Absatzgebiet von Micro
Crystal sind tieffrequente Miniaturquarze für alle Arten von trag­
baren elektronischen Geräten. Solche Produkte bieten weltweit nur
Micro Crystal und mehrere japanische Hersteller an.
Micro Crystal konnte 2011 erneut die Rekordmenge des Vorjahres
von annähernd einer halben Milliarde Quarzschwingern absetzen.
Der Absatz war bereits Anfang Jahr sehr hoch. Im Frühjahr, nach
der Tsunami-Katastrophe in Japan, explodierte die Nachfrage regel­
recht, und es kam zu Panikkäufen von Quarzen. Als Folge dieser
Hamsterkäufe und der Abkühlung der Weltwirtschaft war Micro
Crystal jedoch in den letzten Monaten mit einem starken Bestel­
lungsrückgang konfrontiert. 2011 unternahm Micro Crystal zudem
grosse Anstrengungen, um durch technische Innovationen, Auto­
matisierungen und neue Einkaufskanäle die durch den US-Dollar
verursachten Wechselkursverluste zu kompensieren. Der Anteil der
neuen, innovativen Produkte am Umsatz konnte erneut gesteigert
werden.
In nächster Zeit ist die Markteinführung verschiedener neuer und
hochtechnologischer Produkte vorgesehen. Im Quarzbereich wird
Micro Crystal insbesondere zwei noch kleinere Quarze für den
­Einsatz in elektronischen Submodulen präsentieren. Für die
­Herstellung dieser Produkte wurden bereits Investitionen in neue
Prozesse und neue Montagetechnologien getätigt. Micro Crystal
konzentriert sich auch vermehrt auf die Integration von Quarzen
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Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Elektronische Systeme
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und elektronischen Schaltkreisen in einem einzigen Miniaturgehäuse.
In Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma EM Microelectronic
und grossen externen Halbleiterfabrikanten stehen verschiedene
Echtzeituhren und Oszillatoren vor der Markteinführung.
Dank den eingeleiteten Rationalisierungsmassnahmen und der
Markteinführung neuer, innovativer Produkte ist Micro Crystal zu­
versichtlich, weiterhin ungeachtet des schwierigen Marktumfelds
erfolgreich arbeiten zu können.
­ erteilung von Zeiten und Frequenzen – liegt in der Stabilität der
V
Frequenzquelle, welche die gleichbleibende Leistung der Uhr über
mehrere Tage sicherstellen muss. 2011 wurden die ersten Uhren
mit Cäsium-Mikrozelle auf Basis der CPT-Technologie (Coherent
Population Trapping) im Mikromontageverfahren (MEMS) herge­
stellt; damit war das Ziel erreicht, eine stabile Atomuhr im Format
eines Quarzoszillators zu realisieren, was die guten Aussichten
­bestätigt.
Oscilloquartz
Swiss Timing
www.oscilloquartz.com
www.swisstiming.com
Als Spezialist für die Zeit- / Frequenztechnik beliefert das Unter­
nehmen Oscilloquartz Festnetz- und Mobilfunkbetreiber in über
hundert Ländern mit Elementen für die Netzwerksynchronisierung
sowie Hersteller von Basisstationen mit Referenzgebern der Zeit/
Frequenztechnik auf der Grundlage von GNSS-Systemen (GPS,
GLONASS, bald auch GALILEO). Oscilloquartz fertigt zudem Uhren
basierend auf Cäsiumquellen der neuen EUDICS-Generation
(­European Digital Caesium Source), welche als Referenzgeber für
Zeit / Frequenz-Komponenten in Anwendungen im Messwesen
und bei der Ortung verwendet werden.
Ungeachtet des Umsatzrückgangs in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres, der auf das wirtschaftliche Umfeld und den
starken Schweizer Franken zurückzuführen ist, konnte Oscilloquartz
dank stetiger Verbesserung der operativen Effizienz den Betriebs­
gewinn halten. Trotz dem internationalen Abwärtstrend in der
­Industrie und dem zunehmenden Wettbewerb amerikanischer
­Produzenten führte Oscilloquartz die technische und geografische
Expansion weiter fort und stärkte so seine Position. Mit der
­Erschliessung neuer Verkaufskanäle konnte der Marktführer für die
Zeit- / Frequenztechnik und die Netzwerksynchronisation in Indien,
den Vereinigten Staaten und Mittelamerika wichtige Erfolge
­erzielen und so die Stagnation in einigen angestammten Märkten
kompensieren.
Die Wireless-Aktivitäten konzentrierten sich auf die LTE-Infrastruktur
(Long-Term Evolution), die eine Synchronisierung innerhalb einer
Mikrosekunde voraussetzt, um insbesondere das MBMS-Protokoll
(Multimedia Broadcast and Multicast Service) zu unterstützen, das
beim mobilen Fernsehen verwendet wird. Die MBSFN-Funktion
(Multimedia Broadcast Single Frequency Network) basiert auf
­einem Synchronzeit-Netzwerk für Basisstationen (eNBS): Dies
­eröffnet Oscilloquartz eine Chance, da das Unternehmen über
Technologien für Hochleistungsoszillatoren und die Kompensation
der Auswirkungen von thermischen und altersbedingten Nullpunkt­
verschiebungen verfügt. Die auf dem Hold-over-Modus basieren­
den Produkte gewähren den Erhalt der externen Referenz
­(Frequenz) oder von Timing-Modulen, die mit den Signalen von
GNSS oder PTP (Precision Time Protocol) arbeiten.
Die grosse Herausforderung der unterschiedlichen Applikationen –
Fest- und Mobilnetze, Radiokommunikation, Messtechnik und
Für Swiss Timing war das Berichtsjahr reich an Anlässen und
­Innovationen, die den Auftrag des Unternehmens illustrieren:
– Zeitmess-Dienstleistungen für die Marken der Swatch Group zu
erbringen;
– mit modernsten Mitteln einen Spitzenservice zu garantieren, der
kompetent und zuverlässig ausgeführt wird;
– Motor der Innovation im Bereich der Zeitmessung sowie der
­Verwaltung, Präsentation und Übermittlung der Ergebnisse zu
sein.
Das Geschäftsjahr 2011 begann mit zwei Multisport-Veranstal­
tungen. Im Januar kamen an den 7. Winter-Asienspielen in Almaty
und Astana (Kasachstan) rund 1500 Athleten aus 45 Nationen
­zusammen. Im Februar massen sich an der 25. Winter-Universiade
in Erzurum (Türkei) Sportler aus 57 Ländern in elf Disziplinen.
Im Juni reisten die Techniker von Swiss Timing nach London, um
für Omega an den Tests für die Olympischen Sommerspiele von
2012 in London teilzunehmen. Im Juli waren sie für Tissot an der
EuroBasket in Polen. Schliesslich standen sie während der
26. Sommer-Universiade in Shenzhen (China) und im Dezember an
den World Mind Games in Peking (China) mit Rado im Einsatz.
Zudem konnten 2011 wichtige Verträge für mehrere Jahre
­verlängert werden, unter anderem derjenige von Longines mit dem
Internationalen Skiverband (FIS) für Alpinski und derjenige von
­Tissot mit dem Internationalen Radsport-Verband (UCI).
Bei den Innovationen sind drei Produkte besonders zu erwähnen:
– das neue Zieltor für das Openwater-Freistilschwimmen, das als
grosse Premiere an den Weltmeisterschaften der FINA
(Schwimmweltverband) in Schanghai zum Einsatz kam;
– die e-gun, eine vollends elektronische Startschusspistole,
welche die bisherigen Pistolen mit Patronen ablöst und bereits im
Eisschnelllauf und der Leichtathletik verwendet wird;
– das GPS-Ortungssystem, das ursprünglich virtuelle 2D-Bilder
­anzeigte und neu in 3D weiterentwickelt wurde. Es kann die
­Position von Segelbooten in Echtzeit visualisieren.
Damit ist Swiss Timing ohne Zweifel für das bevorstehende
­olympische Jahr gut gerüstet.
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Swatch Group
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Cor­porate, Belenos
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Swatch Group
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Corporate, Belenos
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Swatch Group Forschung und Entwicklung
The Swatch Group Forschungs- und Entwicklungs-AG, gegründet
2005, umfasst die Forschungsdivisionen der Swatch Group und
­gewisse Divisionen, die mit Pilotprojekten und der Herstellung von
Spezialprodukten betraut sind. Neben diesen Aktivitäten ist die
­Gesellschaft auch an der Koordinierung der technologischen Neuerungen der verschiedenen anderen Unternehmen der Swatch
Group beteiligt.
Asulab
www.asulab.ch
Die Kernaufgabe von Asulab, dem zentralen Forschungs- und
­Entwicklungslabor der Swatch Group, besteht darin, technisch
­innovative Uhrenprodukte, Untersysteme und Bauteile sowie die
entsprechenden Herstellungstechnologien zu entwickeln. Zur
­Erfüllung seines Auftrags erweiterte und diversifizierte Asulab 2011
sein Team von Ingenieuren und Technikern, um den spezifischen
­Anfragen gerecht zu werden und die strategischen Kompetenz­
zentren zu verstärken. Dies betraf vor allem die Bereiche der Optik,
Werkstoffe und Mechanik.
Um dem Bedarf noch besser nachzukommen, vervielfachte Asulab
die Kontakte und verstärkte die gemeinsamen Projekte mit den
­verschiedenen Gesellschaften und Marken der Swatch Group.
Um neue Fähigkeiten und Verfahren zu erwerben, setzte Asulab
auch die Zusammenarbeit mit mehreren renommierten
Forschungs­instituten in der Schweiz und im Ausland fort.
Im Berichtsjahr konnte dank der Integration neuer Metallbearbeitungsverfahren die Qualität der produzierten Stücke markant
­gesteigert und über die herkömmlichen Methoden hinaus erweitert
werden. Verschiedene neuentwickelte und validierte Verfahren
­befinden sich in der Phase des industriellen Transfers in die entsprechenden Produktionsgesellschaften, und die so verbesserten
Komponenten werden demnächst auf den Markt kommen.
Im Bereich der Komponenten und Werkstoffe sind neue Anwendungen von amorphem Metall zu erwähnen, das auch als Metallglas oder Liquidmetal® bekannt ist und beispielsweise für die
­Membrane eines mechanischen Tiefenmeters einer Marke der
Swatch Group benutzt wird.
Was die Technologien in den Bereichen Elektronik, Anzeige und
Optik betrifft, wurde als Antwort auf eine besondere Anfrage ein
neues Konzept einer kleinformatigen elektronischen Uhr ent­
wickelt. Es befindet sich in der Phase der industriellen Umsetzung
und wird demnächst in einem Produkt Gestalt annehmen, das
von einer Marke der Swatch Group kommerzialisiert wird.
Dank zwei weiteren Entwicklungen in Form eines stromsparenden
elektronischen Schaltkreises, der ein taktiles Interface steuert, und
einer Flüssigkristallanzeige aus Kunststoff, die sich der Wölbung
des Uhrglases anpasst, konnte in Zusammenarbeit mit ETA,
EM Microelectronic, Renata und Swatch die neue Swatch Touch
ent­wickelt werden, eine vollständig taktile Digitaluhr. Asulab ent­
2
wickelte ausserdem für EM Microelectronic Prototypen von
­Maschinen, mit denen Anzeigen aus Kunststoff für diese farbige
Neuheit mit ihrem originellen Design hergestellt werden können.
Moebius
Moebius produziert und verkauft Schmiermittel und Epilame, die
vor allem in der Uhrenindustrie verwendet werden. 2011 schuf das
Unternehmen zusätzliche Arbeitsplätze, um dem wachsenden und
immer anspruchsvolleren Bedarf seiner Kundschaft noch schneller
und effizienter nachzukommen.
Damit die Herstellung von Schmiermitteln der Spitzenklasse, wie
sie in der Uhrmacherei und Mikrotechnik benötigt werden, in der
Schweiz langfristig sichergestellt bleibt, verwirklicht Moebius in
­enger Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Partner ein
Investitionsprogramm, das schwergewichtig auf die interne
­Produktion und Steigerung der eigenen Fertigungskapazitäten
­ausgerichtet ist.
Um den technologischen Vorsprung zu wahren und auszubauen,
setzt Moebius zudem eine innovative Unternehmensstrategie um.
Diese stützt sich auf Entwicklungen, die in Zusammenarbeit
mit der Division Asulab und renommierten Universitätsinstituten
­entstanden.
CDNP
(Centre de développement
des nouveaux produits)
Dank gründlicher Erfahrung in der Uhrenhabillage konzipiert und
verwirklicht das CDNP die Modelle der Swatch-Group-Marken im
Dienste kühnster Träume. Die Beherrschung der technischen
­Dossiers und anerkannte Kompetenzen im Design sind die Voraussetzungen für die eigenständigen Lösungen, die das Entwick­
lungszentrum anbietet. Es trägt so dazu bei, die zahlreichen
­technologischen Herausforderungen zu lösen, vor allem dank einer
engen Zusammenarbeit mit den R&D-Teams und Produktions­
betrieben der Swatch Group.
Ermöglicht werden diese Entwicklungen dank hochmodernen
­Produktionsmitteln. Deshalb sind die Prototypen von einwandfreier
Qualität, aus welchem Material sie auch gefertigt sind. Mit dem in
ein CAD-Netzwerk der Spitzenklasse eingebundenen CNC-Automaten-Pool werden auch Werkzeuge für die industrielle Produktion
gefertigt. Die Bearbeitung von Edelmetallen erfolgt in einem
­gesicherten CNC-Zentrum. Für die Beurteilung des Designs sind
Prototypen aus Kunstharzen die schnellste und bei den Marken
weiterhin die beliebteste Lösung. So können mit einem 3D-Drucker
Armbänder aus Weichpolyamid hergestellt werden, während eine
Polymergussanlage erlaubt, verschiedenfarbige Prototypen von
Kautschukarmbändern zu giessen.
Mit Mitteln der Infografie und der 3D-Bildanimation wurden 2011
erneut Lehrfilme realisiert. Diese sind sehr nützlich, um die
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Corporate, Belenos
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v­ erschiedenen Funktionen der Uhrwerke zu erklären, dienen als
Gebrauchsanweisungen oder werden für die Präsentation neuer
Designs eingesetzt. Dank der Infografie können die Pläne für den
Bau und die Einrichtung neuer Markenboutiquen, vor allem für
Swatch und Certina, in anschaulicher Form visualisiert werden.
Hier bildet das 2010 installierte Programm für das Erstellen von
Synthesebildern in Echtzeit eine wertvolle Hilfe, denn es bietet den
Produktverantwortlichen der Marken die Möglichkeit, augenblicklich unterschiedliche Designvarianten zu beurteilen. Ein wichtiger
Tätigkeitsbereich der Designer des CDNP im Berichtsjahr war
­ausserdem der Dekor von Uhrwerken.
2011 wurden zudem die technischen Spezifikationen gemäss den
ISO- und NIHS-Standards für den Bereich der Uhrenhabillage ins
Intranet gestellt, wo sie den Komponentenherstellern und Qualitäts­
kontrollteams der Swatch Group zur Verfügung stehen. Die Aus­
arbeitung, Nachverfolgung und Anpassung dieser Normen ist eine
wichtige Aufgabe der Spezialisten im CDNP. Seine Techniker haben
denn auch im Berichtsjahr die Marken und Produktionsfirmen des
Konzerns bei Verpackungsfragen unter Berücksichtigung der
­ökologischen und ökonomischen Kriterien beraten.
Das enge Band zwischen CDNP und Asulab hat zur Verwendung
neuer Materialien sowie zu Weiterverfolgung neuer Techno­logien
geführt. Die Zusammenarbeit mit gewissen Produktions­betrieben
der Swatch Group ermöglicht zudem, k­ ünftige Herstellverfahren
zu testen und zu beurteilen. Ausserdem verstärkten mehrere 2011
angemeldete Patente das Portfolio des CDNP im ­Bereich der
­Uhrenhabillage.
Am anderen Ende der Energiekette verfolgt Belenos weiterhin die
Idee einer häuslichen Energieerzeugung mittels Photovoltaik. Hier
werden weitere Projektfortschritte nötig sein, insbesondere beim
Elektrolysesystem. Dennoch sind die ersten Ergebnisse aus dem
Projekt Greenpower, das vom nationalen Forschungsprogramm
­Nano-Tera unterstützt wird, äusserst vielversprechend:
– Belenos hat eine erste Generation von Hochdruckspeichern
(1 ­Liter, 100 bar) für Wasserstoff (H2) konzipiert und in einem
k­ ostengünstigen Einspritzverfahren ein Vorführsystem entwickelt.
– Ein erster Prototyp der grafischen Schnittstelle für photo­
voltaische Heiminstallationen ist bereits verfügbar. Damit können
Nutzer mit dem Energieleitsystem interagieren und die Entwicklung des Energieflusses im Innern des Hauses überwachen.
Derzeit werden die Algorithmen entwickelt, die für die Prognosen
und Optimierung der Produktion von erneuerbarer Energie erforderlich sind. Sie werden die Kosten und die Anforderungen der Nutzer
an die elektrische Mobilität berücksichtigen.
Die Bestrebungen von Belenos in der Forschung und Entwicklung
von Speichermöglichkeiten für Solarenergie beschränken sich nicht
nur auf Lösungen mit Wasserstoff. Von der Batterietechnologie
ausgehend baute und testete das Unternehmen Renata Prototypen
für Sekundärspeicher, die auf innovativen Werkstoffen mit hoher
Kapazität und Leistung basieren. Zudem begann Renata Ende 2011
eine kleine automatisierte Batterie-Produktionslinie einzurichten,
mit der Prototypenserien hergestellt werden können.
Belenos
Die Hauptaufgaben der ICB Ingénieurs Conseils en Brevets SA
­umfassen den Schutz aller technischen Innovationen der Swatch
Group, die Verwertung ihres technologischen Know-hows,
die Überwachung der Märkte und den Kampf gegen Patent­
fälschung.
Im Jahr 2011 setzte ICB die Anstrengungen fort, die technischen
Neuerungen innerhalb der Unternehmen sowie der verschiedenen
Forschungs- und Entwicklungseinheiten der Swatch Group zu
­erfassen, um ihr technologisches Kapital bestmöglich zu schützen.
Die Aktivitäten für die Einreichung neuer Patentanmeldungen für
die jüngsten Entwicklungen der Unternehmen des grössten Uhrenkonzerns der Welt nahmen erneut zu. Dieses Ergebnis zeugt von
der effizienten Synergie zwischen allen Ingenieurs- und Forscherteams innerhalb der verschiedenen Unternehmen der Swatch
Group. Im Berichtsjahr war diese Zusammenarbeit erneut besonders umfangreich, nicht nur im uhrmacherischen Sektor, sondern
auch in den übrigen Tätigkeitsbereichen der Swatch Group.
Grosse Anstrengungen wurden unternommen, um die Strategie
der Konzernmarken bei der Marktdurchdringung zu unterstützen.
Zu diesem Zweck wurde weiterhin gezielt in den Patentschutz für
die neuen Produkte im Ausland investiert, um den Schutz der
­wichtigen Märkte und Produktionsstandorte sicherzustellen.
In Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung der Swatch Group
­unterstützte ICB die Unternehmen und verschiedenen Abteilungen
Belenos Clean Power ist seit Beginn des Projekts, das auf eine
­Initiative von Nicolas G. Hayek zurückgeht, in allen Bereichen der
Forschung und Entwicklung ständig weiter gewachsen und hat
2011 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der gesamte Antriebsstrang für Fahrzeuge konnte montiert, auf Strassen getestet und
analysiert werden. Mitte August präsentierte das Projektteam der
Öffentlichkeit einen ersten Prototyp für ein Auto mit dem neusten
Brennstoffzellensystem, das am Paul Scherrer Institut (PSI) in
­Villigen (AG) entwickelt worden war. Das Fahrzeug wird von
­Sauerstoff und Wasserstoff angetrieben, zwei Gasen, die in einem
elektro­lytischen Prozess aus Wasser und Sonnenenergie
­gewonnen ­werden.
Dieser Prototyp wird mindestens ein Jahr lang auf dem Schweizer
Strassennetz getestet. Die Tests werden wesentliche Ergebnisse
über die Zuverlässigkeit und Leistung der eingesetzten Technolo­
gien bringen. Obwohl die Industrialisierung dieses innovativen
Brennstoffzellensystems, das bis zu ein Watt Leistung pro Quadratzentimeter produziert, nicht unmittelbar bevorsteht, bietet die
­vorgestellte Lösung bereits ein Kraftpotential, das mit dem
herkömm­licher Verbrennungsmotoren von Autos vergleichbar ist.
Mit ausreichender Gasreserve könnte dieser Prototyp eine Autonomie von 500 Kilometern erreichen.
ICB Ingénieurs Conseils en Brevets
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des Konzerns weiterhin bei der Verteidigung ihrer Rechte, wo und
wann immer dies erforderlich war.
Schliesslich setzte die ICB-Direktion 2011 ihre finanzielle Strategie
fort, die Betriebskosten zu kontrollieren. Sie bemühte sich auch, die
operativen Kosten für die Aufrechterhaltung und den Erwerb von
Patentrechten auf einem stabilen Niveau zu halten. Dadurch gelang
es ICB, ein über dem Budget 2011 liegendes finanzielles Jahres­
ergebnis zu erzielen.
Swatch Group Quality Management
Die Fachabteilung Swatch Group Quality Management (SGQM) hat
den Auftrag, die Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung
und die Sicherheit der kommerzialisierten Produkte zu definieren.
Ziel ist es, die gesetzlichen und ökologischen Vorschriften zu
­erfüllen. Dafür werden den Konzernunternehmen die notwendigen
Informationen und Kontrollverfahren zur Verfügung gestellt, damit
sie die Umsetzung und den Produktionsprozess selbständig
­betreuen können. Die Leistungen des SGQM basieren auf spezifischen Kompetenzen und einem transversalen Vorgehen.
Chemikaliengesetzgebung
Die immer strengeren Vorschriften, vor allem im Bereich der
­chemischen Wirkstoffe, sind eine technische und logistische Herausforderung für die Swatch Group und ihre Beschaffungskette.
Um Gewähr für die Sicherheit und Konformität der Produkte leisten
zu können, geht das SGQM systematisch wie folgt vor: Über­
wachung der Chemikaliengesetzgebungen; Analyse der Risiken in
Bezug auf die Produkte und Wirkstoffe: Auswahl der Analyse­
methoden und Verfahren der Typenprüfungen; Aktualisierung der
technischen Spezifikationen für die Werkstoffe und Komponenten;
Übermittlung dieser Anforderungen an die Unternehmen der
Swatch Group; Durchführung von Konformitätsaudits und Produktprüfungen bei den Lieferanten.
Nachstehend die wichtigsten Gesetze, welche 2011 Aktionen
­notwendig machten:
– EU-Reglement 1907 / 2006, REACH: Die rasch wachsende Zahl
der gefährlichen Chemikalien – 35 mehr als 2011 – zwingen die
Unternehmen der Swatch Group laufend zu Anpassungen beim
Produkte-Risikomanagement;
– Das Inkrafttreten des Verbots von Quecksilber-Knopfbatterien in
den US-Bundesstaaten Connecticut, Maine, Rhode Island;
– IATA-Gefahrengutvorschriften (52. Ausgabe, 2011) über den
Transport von Lithiumbatterien;
– EU-Richtlinie 2002 / 95, RoHS: Aktualisierung (2011 / 95 / UE)
­bezüglich der Schwermetalle;
– EU-Richtlinie 2009 / 48 über die Sicherheit von Spielzeug:
­Begrenzung der Migration von 20 chemischen Substanzen,
­Begrenzung der Phthalate, Verbot von 55 Duftstoffen;
– EU-Verordnung 494 / 2011 / UE zur Begrenzung des Cadmium­
gehalts auf 100 ppm pro homogenes Teil in Uhren und Schmuck;
– GB-Norm 11887-2008 über die Angabe des Feingehalts bei
­Gegenständen aus Edelmetallen.
– EN-Norm 1811:2011 über die Nickellässigkeit von Produkten in
Hautkontakt.
Kontinuierliche Verbesserungen
Gewindeschneiden: Die Untersuchungen über die Geometrien,
Toleranzen und Kontrolle der Miniaturgewinde wurden fortgesetzt.
Die technischen Spezifikationen der Swatch Group wurden der
neuen Arbeitsgruppe des Verbands der Schweizerischen Uhren­
industrie FH zur Verfügung gestellt, deren Ziel eine vollständige
­Revision der schweizerischen Norm NIHS 06-02 ist.
O-Ring-Dichtungen: Für solche Dichtungen – die man in Uhren in
grossen Mengen verwendet – wurde eine neue technische Spezifikation erarbeitet. Sie schafft Klarheit über die Geometrien und Toleranzen sowie über die Materialien und den Anwendungsbereich.
Werkstoffinnovationen: Die Kunststoffspezialisten des SGQM
entwickelten in Zusammenarbeit mit den Marken der Swatch
Group und externen Unternehmen innovative Lösungen für Uhrenarmbänder.
ISO TC 114: Unter der Ägide des Verbands der Schweizerischen
Uhrenindustrie FH übernahm das SGQM das Präsidium des
­Unterausschusses, der den Auftrag hat, die internationale Norm
ISO 1413:1984 über die Stossfestigkeit der Uhren zu überarbeiten.
DigitalEurope: 2011 trat die Swatch Group der Vereinigung der
Hersteller elektronischer Produkte, DigitalEurope, bei, wo der
­Konzern vom SGQM und von Asulab vertreten wird.
Qualitäts- und Konformitätssicherung
SGQM prüfte verschiedene externe Labors im Hinblick auf ihre
­Fähigkeit, entsprechend den Anforderungen exakte, chemische
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Analysen durchzuführen. Aufgrund dieser Audits wählte sie 17 Unter­
nehmen aus und erteilte ihnen die Zulassung für bestimmte
­Werkstoffe, Komponenten und Substanzen.
auch das für die Verkäufer in den Märkten konzipierte Instrument,
welches über eine mobile Plattform in Echtzeit Daten über den
Stand der verfügbaren Lager einspeisen kann.
Swatch Group Services
Division Swatch Group IT Services
Division Swatch Group Logistics (SGL)
Anfang 2011 konzentrierte sich die Swatch Group IT Services auf
die erfolgreiche Integration der Swatch Group Hongkong in die
­globale Vertriebsplattform der Swatch Group. Später im Jahr wurde
das in Hongkong eingeführte System erweitert und komplettiert,
zuerst mit dem neuen Kundendienstmodul, dann mit einem spe­
ziellen Customer-Service-Instrument für die Verkaufspunkte, das in
den Boutiquen der Swatch Group in Hongkong implementiert
­wurde. Diese Entwicklung erlaubt es erstmals, über einen ununterbrochenen Informa­tions­fluss vom Verteilzentrum bis zu den
­Boutiquen zu verfügen, sie bietet zudem eine umfassende Sicht
auf die Reparaturkette und sichert so die schnellere Instandsetzung
sowie höhere Zufriedenheit von Kunden, die ihre Uhr zum Reparieren in eine Boutique bringen.
In der Schweiz wurden die Produktionsabläufe bei Blancpain auf
einer neuen IT-Plattform erfolgreich auf den neusten Stand gebracht. Zudem wird die Anpassung der Verkaufs- und Distributionssysteme der renommierten Marke vorbereitet. Dem Vorbild des
Swatch-Group-Hauptsitzes und der Swatch Group Forschung und
Entwicklung folgend, arbeiteten noch andere Konzerngesellschaften im Berichtsjahr an der Modernisierung ihrer Informatik, um
eben­falls über neue hochentwickelte Plattformen zu verfügen.
Ende Jahr wurde ein umfangreiches Projekt für den Ersatz der
­Systeme für die Berichterstattung und die finanzielle Konsolidierung in die Wege geleitet. Technologisch wurde damit der Grundstein für die zukünftige Swatch Group Cloud gelegt und die
­Ausrichtung für die 10 000 elektronischen Briefkästen festgelegt,
die von den Datenverarbeitungszentren der Swatch Group in der
Schweiz verwaltet werden. Parallel dazu erfolgten Investitionen in
eine komplette Erneuerung der Informatikinfrastruktur, um die
wachsenden Aktivitäten der Swatch Group in den kommenden
Jahren zu unterstützen.
Vertrieb: Ungeachtet der merklichen Produktionssteigerung
­überstieg die Nachfrage der Kunden nach Produkten der SwatchGroup-Marken auch 2011 bei weitem das Angebot und erreichte
gar einen historischen Rekordwert. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich auch die Zahl der Auslieferungen im European Distribution
Center (EDC) ein weiteres Mal. Dank Effizienzsteigerungen konnten die Transportkosten pro versendete Einheit im zweistelligen
­Bereich gesenkt werden. Die Einsparungen, die durch den EuroKursrückgang bei den in dieser Währung fakturierten Leistungen
der Spediteure resultierten, gab Swatch Group Services zudem an
die Marken weiter. Weitere Schwerpunkte waren die Verstärkung
des eigenen D
­ istributionsnetzes und die automatischen Nach­
lieferungen für ­verkaufte Produkte.
Die Logistik- und Informatikteams wurden zusammengefasst, um
in Spitzenzeiten flexibler zu sein und die Prozesse noch stärker zu
optimieren. Zudem wurden neue Märkte und Produkte integriert.
Logistik: Ein bedeutender Schritt war 2011 der Start eines Projekts
bei der Swatch Group USA für Nachlieferungen an die Swatch-­
Boutiquen. Die hier entwickelte Lösung wird helfen, den Absatz zu
maximieren und die Lagerbewirtschaftung an den Verkaufspunkten
und im Verteilzentrum zu optimieren. Sie ermöglicht auch den
­sofortigen Zugriff auf die Absatzzahlen der amerikanischen
Swatch-Boutiquen, so dass die Marke schneller auf die ständig
­ändernde Nachfrage am Markt reagieren kann.
2011 konzentrierten sich die Aktivitäten auch auf verschiedene
­Initiativen im chinesischen Markt: automatische Erfassung der
­Absatzzahlen; bessere und vollständigere Übersicht der pendenten
Bestellungen von Händlern; Erkennung der Warenbestände des
Zentrallagers und der Boutiquen; gezielte Umsetzung einer Lagermatrix nach Marke und Produktkategorien sowie Prüfung der
­Nachlieferungsmethoden je Marke.
Schliesslich wurden innerhalb von LIROS (Logistic, Information
and Replenishment Ordering System) einige nützliche Funktionen
eingeführt, um den Bestellvorgang in den Märkten zu vereinfachen
und die Transparenz der Lager in den Swatch-Group-Boutiquen zu
steigern.
Kommerzielle Applikationen: Die Logistik- und Distributions­
teams leiteten Entwicklungen ein, um die Inbetriebnahmezeiten zu
verbessern. Mit der Schaffung eines kommerziellen Diensts konnte
die Division Swatch Group Logistics die Bedürfnisse der unterschiedlichen Filialen und Marken der Swatch Group zusammen­
zufassen, indem Projekte in der Informatik und Logistik prioritär
­vorangetrieben und die Anstrengungen auf die wesentlichen Entwicklungen konzentriert wurden. Zu diesen Entwicklungen gehört
Division Swatch Group Corporate Customer Service (CCS)
Watchmaking Schools und Ausbildungsprogramm für Techniker: Ausgehend von ihrer Mission, das Uhrmacherhandwerk zu
­fördern, rekrutierten die N.G. Hayek Watchmaking Schools erneut
mit Erfolg Kandidaten, die zu Spitzenuhrmachern ausgebildet werden, welche in der Lage sind, immer anspruchsvollere Produkte zu
bearbeiten. Sämtliche N.G. Hayek Watchmaking Schools setzen sich
dafür ein, mehr und mehr Fachleute für die faszinierende und zukunftsorientierte Uhrmacherkarriere zu begeistern. Mit der Abstimmung der Ressourcen auf die anstehenden Aufgaben überarbeitete
Swatch Group Corporate Customer Service (CCS) die Kompentenzmatrix der im Kundendienst der Gruppe ­arbeitenden Uhrmacher.
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Als Konsequenz führte CCS in Zusammenarbeit mit Omega ein zertifiziertes Ausbildungsprogramm für ­Techniker ein. Damit können
die Kundendienstzentren interessierte Kandidaten, die über das logische Denkvermögen und die Fingerfertigkeit ­verfügen, in die
Welt der Uhren einführen und ausbilden, um so den Personalbedarf
für technische Basisarbeiten an den ­Uhren ­sicherzustellen.
Swatch Group Hongkong und andere Filialen: Der Kundendienst
in Hongkong blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr zurück.
Mit Erfolg wurde ein übergreifendes Projekt abgeschlossen, mit
dem das Service-Netzwerk optimiert und konsolidiert wurde.
In Zusammenarbeit mit dem Hongkong-Team gestaltete CCS die
­Kundendienstprozesse völlig neu, führte eine leistungsfähige
­Managementsoftware ein und integrierte sämtliche Kundendiensttätigkeiten der Omega Flagship Stores in ein gemeinsames
­IT-Netzwerk. Angesichts des vielversprechenden Potentials und
der zunehmenden Bedürfnisse des indischen Markts baute CCS
gemeinsam mit der Swatch Group Indien in New Delhi ein neues
Kundendienst-Center auf. In Australien überprüfte die Swatch
Group das Konzept ihres Kundendiensts in Melbourne und passte
den Betrieb den ­Unternehmensstandards an. In China wurde mit
Chengdu ein ­fünfter Kundendienst-Standort eingeweiht und der
Ausbau des Customer Service Competence Center in Schanghai in
Angriff ­genommen. Die Kundendienste in den nordischen Ländern
werden neu zentralisiert über Schweden mit Ersatzteilen beliefert.
Selektive Distribution von Ersatzteilen: Das Konzept der selek­
tiven Ersatzteil-Distribution (Selective Spare Parts Distribution –
SSPD) zur Qualitätsförderung im Kundendienst-Netzwerk wurde
weiterentwickelt und ist für die Prestigemarken in Europa bereits
umgesetzt. In einem nächsten Schritt wird die Initiative auch für die
restlichen Marken der Swatch Group realisiert.
Swatch Group Immeubles
Vermietungssektor
Das Berichtsjahr war für den Vermietungssektor der Swatch Group
Immobilien AG geprägt von den regen Aktivitäten für die Bewirtschaftung des bedeutenden Immobilienparks mit mehr als
5200 Miet- und Pachtverträgen, insbesondere in den Kantonen
Bern, Jura, Neuenburg, Solothurn und Waadt. Nach der strate­
gischen Neuausrichtung, keine konzernfremden Mandate mehr zu
betreuen, bewirtschaftet das Unternehmen heute die Immobilien
der Pensionskasse der Swatch Group und der Fondation
d’Ebauches SA sowie jene weiterer patronaler Stiftungen und
­verschiedener Konzerngesellschaften. Die Konzentration der
­Tätigkeiten auf die Swatch Group wird mit der Zusammenführung
sämtlicher Mitarbeiter am Standort Neuenburg bekräftigt.
Die aktive Immobilienbetreuung umfasste im Berichtsjahr die
­Begleitung sorgfältiger Instandstellungs- und Sanierungsarbeiten
sowie auch Makleraufträge, die der Vermietungssektor von Swatch
Group Immobilien erfolgreich für seine Kunden abwickelte. Das
­Unternehmen wird die Kundschaft weiterhin in Immobilien­fragen
beraten und bei der Umsetzung solcher Geschäfte begleiten.
Industrie- und Retailsektor
Der Industrie- und Retailsektor der Swatch Group Immobilien war
2011 von unermüdlichen Aktivitäten für zahlreiche Unternehmen
der Swatch Group in der Schweiz und im Ausland geprägt.
Der seit einigen Jahren laufende Prozess, den Immobilienpark zu
modernisieren und zu sanieren sowie die Infrastruktur zu verbessern, wurde bei verschiedenen Unternehmen – Longines in SaintImier (BE), Nivarox-FAR in Fontaines (NE), Swatch Group Services
in Biel, Tissot in Le Locle (NE) – und einer Vielzahl anderer Konzerngesellschaften fortgesetzt. Diese Arbeiten sind Bestandteil der
­Unternehmenspolitik für die Verbesserung der Personensicherheit
am Arbeitsplatz, des Werterhalts und des Fortbestands des
­Produktionsapparats, der Optimierung und Vertikalisierung des
­Produktionsflusses sowie der Verbesserung der technischen Infrastruktur zugunsten einer höheren Fertigungsqualität. Nicht zuletzt
sind sie auch Ausdruck einer Vision der nachhaltigen Entwicklung
und Senkung des Verbrauchs an fossiler und elektrischer Energie.
Am Sitz von Tissot in Le Locle wurde im ersten Halbjahr 2011 ein
vollautomatisiertes Logistikgebäude fertiggestellt; gleichzeitig wurden die angrenzenden Areale saniert. Diese Arbeiten sichern das
Wachstum der Marke für ein weiteres Jahrzehnt. Verschiedene
Projekte für grosse Industriebauten wurden für die ETA in Boncourt
(JU) sowie Omega, Swatch und Mido in Biel in Angriff genommen.
Von der Pensionskasse der Swatch Group erhielt die Swatch Group
Immobilien den Auftrag, das Projektmanagement für den Bau von
97 Wohneinheiten in Bern-Brünnen zu übernehmen. Ausserdem
wird ein von der Firma Energizer übernommener Standort in
La Chaux-de-Fonds (NE) zu einem Industriepark ausgebaut, in dem
verschiedene Unternehmen der Swatch Group zentralisiert werden
können.
Ausserhalb der Schweiz wirkte die Swatch Group Immobilien sehr
eng am Ausbau und der Verlegung verschiedener Konzerngesellschaften mit: Swatch Group Australien in Melbourne, Tech-Airport
in Paris, Swatch Group China in Chengdu, Swatch Group Italien in
Mailand, Customer Service Competence Center in Schanghai und
Kundendienst in Chengdu. Zudem war die Swatch Group Immo­
bilien für verschiedene Filialen und Marken beratend tätig und
­erstellte Machbarkeits- und innenarchitektonische Studien. Wie
schon im Vorjahr koordinierte sie auch die Teilnahme der Marken an
der Baselworld 2011.
Die Spezialisten der Swatch Group Immobilien trugen zudem sehr
aktiv zum Ausbau und zur Erneuerung des grossen Boutiquen­
netzes bei und standen weltweit für verschiedene Marken im Einsatz: für Breguet in Gstaad (BE), Interlaken (BE), Seoul und Wien;
für Blancpain in Interlaken, Seoul und Schanghai; für Omega in
Moskau, Sotschi und Venedig; für Swatch im Megastore von Paris.
Sie realisierten auch die Tourbillon-Boutiquen in Moskau und
St. ­Petersburg, die Hour-Passion-Geschäfte in den Flughäfen von
Peking, Changsha und Chongqing in China, von Düsseldorf, Nizza
und Venedig sowie die Happy-Hour-Boutiquen in Basel, Emmen
(LU), Luzern, Zürich und Moskau.
101
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group
in der Welt
102
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Schweizer Markt
2011 war für die Marken der Swatch Group auf dem Schweizer
Markt ein fruchtbares Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen. Es war
ausserdem von der neuen, exklusiven Partnerschaft zwischen der
Swatch Group und der Schweizer Warenhauskette Manor geprägt.
Diese Übereinkunft sieht die Nutzung von Verkaufsflächen für die
Marken Tissot, Balmain, Certina, ck watch & jewelry und Swatch in
zehn Manor-Filialen vor. Sie werden direkt von der Retailabteilung
der Swatch Group geleitet.
Die didaktische und interaktive Ausstellung in der Cité du Temps in
Genf zum Thema 10-Hertz-Frequenz unterstützte die Lancierung
der Breguet Type XXII. Das Schweizerische Nationalmuseum präsentierte eine Retrospektive über Werk und Leben von A.-L. Breguet
im Château de Prangins und im Landesmuseum ­Zürich; gezeigt
wurden mehr als 175 alte Stücke aus den Sammlungen von Breguet,
dem Musée du Louvre und der Londoner Royal Collection. Zudem
wurde eine dritte Schweizer Breguet-Boutique in Gstaad eingeweiht, die die Entwicklung des Laden­designs illustriert. Ungeachtet
des starken Frankens verzeichnete Blancpain in Tourismusdestina­
tionen wie Zermatt, Interlaken, Zürich und Luzern einen Aufschwung. Glashütte Original hat ihre Präsenz stark konsolidiert, da
die Zusammenarbeit mit Tourbillon der Marke zu ausgezeichneten
Verkaufszahlen und verstärkter Visibilität verhalf. Jaquet Droz,
nun in Zermatt, Interlaken und Luzern präsent, war mit den sport­
lichen Versionen der Grande Seconde SW und Grande Seconde
Quantième aus Stahl überaus erfolgreich; das Design dieser klassischen, m
­ odernen und urbanen Uhren überzeugt. Bei Omega war
das ­Berichtsjahr 2011 von Sportevents in den Bereichen Golf,
Leichtathletik, Bob und Wandern für die Lancierung der Ladymatic
und Presseanlässen geprägt. Die Marke gab zudem ihre aktive
­Förderung des Monobob bekannt, einer neuen, dynamischen
­Wintersportart, die in St. Moritz vorgestellt wurde.
Longines verstärkte ihre Position dank prestigereicher Sport­
partner­schaften. Die Marke engagierte sich unter anderem bei den
Alpinski-Wettkämpfen in Adelboden und Wengen und wirkte zum
zehnten Mal in Folge als offizielle Zeitnehmerin des CSIO Schweiz
in St. Gallen. In Lausanne installierte Longines eine Riesenuhr, die
den Countdown bis zur Eröffnung der World Gymnaestrada 2011
anzeigte. Mit Erfolg führte Rado ihre Rado True Thinline auf dem
Schweizer Markt ein. Der Wettbewerb Rado Star Prize Switzerland
wurde parallel zum Rado Star Prize China lanciert; er bietet den jungen Preisträgern Gelegenheit zu einem kulturellen und beruflichen
Austausch. Mit der erneuten Teilnahme als wichtigste Partnerin am
Design Preis Schweiz unterstrich Rado ihre enge Beziehung zur
Welt des Designs. Die neuen, an der Baselworld präsentierten
­Kollektionen von Union Glashütte stiessen auf grosses Interesse.
Tissot verstärkte ihre Präsenz in Luzern, Emmen, Zürich und Basel
und eroberte neue Marktanteile. Die Partnerschaft der Marke mit
den Jungfraubahnen war von Erfolg gekrönt, und die für diesen
­Anlass kreierte Kollektion übertraf alle Erwartungen. Die Schweiz
bleibt in Europa der Markt Nummer eins für Balmain; die Marke
festigt ihre Position durch den Ausbau des selektiven Vertriebs und
brachte zudem zum siebten Mal in Folge die offizielle Uhr der Miss
Schweiz heraus. Der Schweizer Markt bleibt eines der wichtigsten
Schaufenster von Certina, deren Geschäfte sich überaus erfreulich
entwickeln, zumal in den Tourismusgebieten, und die ihre Position
auch dieses Jahr mit zahlreichen Verkaufsförderungen verstärkte.
Die von Mido im Berichtsjahr 2011 lancierten Kollektionen wurden
vom Schweizer Markt besonders gut aufgenommen. An nationalen
und internationalen Flugmeetings präsentierten sechs Schweizer
Piloten mit ihren Akrobatikflugzeugen die Farben von Hamilton am
Himmel. Mit der Vorstellung der neuen Fliegeruhr Khaki Flight
­Timer in Zermatt erlebte die Marke einen weiteren Höhe­punkt; das
Modell wurde in Partnerschaft mit dem Rettungs- und Transport­
unternehmen Air Zermatt geschaffen. ck watch & jewelry verzeichnete im Uhren- und im Schmucksektor ein stabiles Wachstum.
Das überaus positive Ergebnis ist in erster Linie auf den Erfolg der
Uhr ck graceful zurückzuführen. Die Marke verstärkte ihre Präsenz
in den wichtigsten Manor-Filialen und nahm erneut am Nach­
wuchs­wettbewerb Elite Model Look als Hauptsponsorin teil.
Swatch führte ihre Retailstrategie fort und renovierte ihre Boutiquen
von Genf, Lausanne und Zürich; sie wurden in Anwesenheit von
Journalisten, Kunden und VIPs eingeweiht. Die Marke nahm auch
dieses Jahr am Zürcher Sneakerness teil, und zwar mit dem
103
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Perfect Match Contest, einem Wettbewerb, der sich um
die Kombination von Uhren mit Sneakers dreht. Zum zweiten Mal
war Swatch als erste Partnerin an der ArtYou Basel beteiligt, einem
urbanen Kunstevent, welcher der Marke erlaubte, ihre Kollektion
Kidrobot for Swatch zu lancieren. Flik Flak verbesserte ihre Präsenz
in den Verkaufspunkten mit neuen Displays. Ausserdem wurde die
Marke in die neuen Multimarkenboutiquen der Swatch Group in
den Einkaufszentren der wichtigsten Schweizer Städte integriert.
Tannkosh neue Fans finden, und das Hamilton-Flugzeug Mock-up
(eine 1:1-Attrappe) ging auf Deutschlandtour. Mit der Eröffnung von
zehn Shop-in-shops gab ck watch & jewelry ein klares Signal, das
durch umfangreiche Kampagnen gezielt unterstützt wurde. Swatch
eröffnete nicht nur neue Stores in Berlin und München, sondern
sorgte auch mit dem Swatch Zebra Day für bunte Action. Beim
Launch der neuen Modelle begeisterte Flik Flak Gross und Klein
mit dem Besuch eines Disney-Zeichners.
Swatch Group
Deutschland
Swatch Group
Österreich
Die Swatch Group Deutschland verzeichnete erneut ein ausgezeichnetes Jahr mit zweistelligem Wachstum. Insbesondere die
Strategie der selektiven Distribution erwies sich als Erfolg: Die
Qualität des Vertriebsnetzes konnte durchweg gesteigert werden.
Mit verstärkter Visibilität unterstrich Breguet die Bedeutung des
deutschen Markts für Haute Horlogerie. Als offizielle Partnerin der
ADAC GT Masters konnte Blancpain nicht nur eine echte Premiere,
sondern auch den Sieg von Marc A. Hayek in der Amateurs­
wertung der Rennserie feiern. Glashütte Original lud ausgewählte
Kunden zum offiziellen Launch der Seventies Panoramadatum nach
Hamburg und München ein. Jaquet Droz baute ihre Marken­
bekannt­heit erfolgreich aus. Der Erfolg von Omega wurde flankiert
von Events wie der Ladymatic-Ausstellung, die im KaDeWe in
­Berlin die weibliche Interpretation von Zeit präsentierte. Longines
eroberte weiter neue Marktanteile und war mit dem Longines
­Grossen Preis von Baden erstmals Partnerin dieses Highlights der
deutschen Galopprennsport-Saison. Dank optimierter Distribution
erzielte Rado beeindruckende Ergebnisse, während Union
­Glashütte ihr Engagement bei der Sachsen Classic Rallye ausbaute
und mit zahlreichen Aktionen für Aufmerksamkeit sorgte. Der Tissot
Roadshow Truck ergänzte die Präsenz der Marke beim MotoGP am
Sachsenring, und bei einem Segeltörn vor Heiligendamm konnten
Journalisten die Tissot Sailing Touch testen. Certina und Mido
­setzten auf gute Präsenz am Verkaufspunkt und weckten die Kauflust der Verbraucher mit Sonderdekorationen und Medienpräsenz.
Hamilton konnte auf der Fliegermesse AERO sowie beim Fly-in
Die Swatch Group Österreich konnte das Jahr 2011 sehr erfolgreich
abschliessen. Als Folge der ausgezeichneten Entwicklung wurde
die Breguet-Boutique in Wien umgebaut und vergrössert. Die Tourbillon-Boutique in Kitzbühel organisierte erfolgreich kleine Events
und Sonderausstellungen. Glashütte Original konnte die Markt­
anteile deutlich ausbauen. Der Schwerpunkt lag auf der Kollektion
Seventies, die in Österreich im Rahmen eines Pressefrühstücks
lanciert wurde. Das Omega-Jahr stand ganz im Zeichen der Markteinführung der Ladymatic. Zu den Aktivitäten zählten die Produktpräsentation für Journalisten, exklusive Events mit Partnern,
­Sonderdekorationen, Direct Mailings, Mediaschaltungen sowie die
TV-Kampagne für die Ladymatic vor Weihnachten. Auch Longines
gewann deutlich Marktanteile dazu und konzentrierte sich im
­Bereich des Händlernetzes verstärkt auf die Qualität der Partner
und eine optimale Präsentation. Der Rado Young Design Prize 2011
gab jungen Kreativen die Möglichkeit, ihre Projekte im Rado Store
Vienna zu verwirklichen. Delphine Rumo und Greta Hauer überzeugten mit ihrer Installation «WANN DENN», die von der Jury als
visionärstes Projekt ausgezeichnet wurde. Union Glashütte
­erwirtschaftete erfreuliche Umsatzsteigerungen und gewann neue
Partner an wichtigen Standorten. Tissot war im Frühjahr, Sommer
und Herbst mit Plakatwerbungen präsent. Diese Kampagne wirkte
sich äusserst positiv aus und bescherte Tissot ein neuerliches
­Rekordjahr. ck watch & jewelry war Partnerin des Nachwuchs­
model-­Wettbewerbs Elite Model Contest. Certina steigerte ihren
Umsatz und Marktanteil und verbesserte den Kundenstamm.
104
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch trieb 2011 die Retail-Erweiterung voran und passte alle
Stores in zentraler Lage an das aktuelle Konzept Ice Dunes 3 an, was
zur Steigerung der Marktanteile beitrug. Flik Flak lancierte Cars
und Tinkerbell mit erfolgreichen PR-Events.
Swatch Group
Belgien
2011 verzeichnete die Swatch Group Belgien überaus erfreuliche
Steigerungen bei allen Marken und Rekordergebnisse.
Breguet erzielte den besten Umsatz seit Beginn ihrer Präsenz in
Belgien, wo sie sich zur führenden Manufakturmarke der Haute
Horlogerie entwickelte. Die Autorennen der Blancpain Endurance
Series auf dem Rundkurs von Spa-Francorchamps waren für die
Kenner der Marke ein unvergessliches Erlebnis. Omega präsentierte ihre Kollektionen Ladymatic und Seamaster Planet Ocean bei
­einem Galadinner, das für den Einzelhandel und die Presse im
­prestigereichen Kolonienpalais in Tervuren veranstaltet wurde.
Für Longines, die ihre Master Collection verstärkte und die neue
PrimaLuna lancierte, war 2011 ein hervorragendes Jahr. Rado
­verstärkte ihre Position und Identität durch die Einführung der lange
erwarteten Linie Rado True Thinline. Seit Juli stand der Flughafen
von Brüssel im Zeichen der Marke Tissot, die im belgischen Markt
ein bemerkenswertes Wachstum erzielte. 2011 war auch vom
Charme der Miss Belgium Justine De Jonckheere geprägt, der
­offiziellen Botschafterin von Balmain, die das Image der Marke zusätzlich stärkte. Nach dem Rekordjahr 2010 erzielte Certina 2011
wiederum ein Glanzresultat mit zweistelligem Zuwachs. Hamilton
konzentrierte sich auf die Konsolidierung ihres Distributionsnetzes
und auf die Aktivitäten in den Verkaufspunkten. ck watch & jewelry
fokussierte sich 2011 auf die Präsentation, in erster Linie mit einer
speziell für den Einzelhandel konzipierten Dekoration, und verzeichnete wiederum ein ansehnliches Wachstum. Anlässlich der Lancierung der Kollektion Animal von Swatch waren die extravaganten
Zebra Days in mehreren belgischen Städten durch eine Invasion
von «Zebrastreifen» begleitet. Flik Flak, nach wie vor die Lieblingsuhr der Kinder, tat sich mit der lokalen Superheldin Mega Mindy zur
Lancierung eines neuen Films zusammen.
Swatch Group
Niederlande
Die Swatch Group Niederlande erlebte ein exzellentes Geschäftsjahr und festigte ihre starke Marktposition durch zahlreiche
­Veranstaltungen. Im April wurde in Amsterdam im Warenhaus
­Bijenkorf der erste Multimarken-Shop-in-shop eröffnet; diese
­Entwicklungsstrategie wird fortgesetzt. Omega verstärkte ihre
­Stellung durch die qualitative Verbesserung ihrer Verkaufspunkte.
Dank einer selektiven Distribution verzeichnete auch Longines
­ausgezeichnete Ergebnisse. Die Lancierung der Keramikuhr Rado
True Thinline war von Erfolg gekrönt. Tissot verlängerte ihre solide
Partnerschaft mit dem MotoGP, die am Rennen in Assen erneut
unterstrichen wurde. Balmain wertete ihre Position mit der exklusiven Kollektion Classica Chrono Lady auf. Der von Certina für mehr
als 70 Einzelhändler durchgeführte Weiterbildungstag war ein voller
Erfolg. Hamilton legte den Schwerpunkt auf die Konsolidierung
­ihres kommerziellen Netzes und die Werbeaktivitäten an den
­Verkaufspunkten. ck watch & jewelry konzentrierte sich mit einer
mass­geschneiderten Schaufensterkampagne auf ihr Vertriebsnetz.
Beim Sneakerness-Treffen in Amsterdam ermöglichte Swatch ihren
­holländischen Sneaker-Fans, auszuprobieren, welche Turnschuhe
und welche Uhren am besten zusammenpassen.
Swatch Group
Luxemburg
Die Gesellschaften der Swatch Group Luxemburg begleiteten
­während des Geschäftsjahres 2011 mit ihren Unterstützungs­leis­
tungen weiterhin das internationale Wachstum der Gruppe, indem
die ­Finanzierung der Betriebs- und Ländergesellschaften, die
­Plazierung der flüssigen Mittel und die Optimierung der versicherten ­Risiken sichergestellt wurden, dies in einem sehr instabilen
und volatilen Geld- und Börsenmarktumfeld.
Installiert inmitten des europäischen Finanzplatzes, verfügt die
Swatch Group Luxemburg über das Dienstleistungsspektrum eines
international anerkannten und effizienten Banken- und Versicherungsplatzes. Anfang 2011 wurde die ursprüngliche Holding­
105
Swatch Group in der Welt
gesellschaft The Swatch Group Finance (Luxembourg) S.A. als
­Folge des geänderten luxemburgischen Gesellschaftsrechts in eine
«Société d’investissement à capital fixe, fonds d’investissement
spécialisé, SICAF-SIF» umgewandelt.
Swatch Group
Frankreich
2011 konsolidierten die Marken der Swatch Group Frankreich ihre
Marktpositionen. Breguet erzielte ein ausgezeichnetes Ergebnis
und führte ihr kulturelles Engagement mit dem Mäzenat zugunsten
des Département des Objets d’art des Musée du Louvre fort.
­Blancpain blickt auf ein Rekordjahr in sämtlichen Vertriebskanälen
zurück, wobei die neuen Pariser Verkaufspunkte in den Galeries
Lafayette und im Warenhaus Printemps besonders erwähnenswert
sind. Glashütte Original konnte erneut ein erfreuliches Wachstum
verzeichnen mit einem stark ansteigenden Umsatz und überaus
zufriedenstellenden Ergebnissen in ihrer neuen Pariser Boutique.
Um ihre Bekanntheit zu verstärken, organisierte Jaquet Droz in ihrer
Boutique in Paris eine Ausstellung mit Fotografien von J.M. Berts,
die dank dem überdurchschnittlichen Presseecho sehr gut besucht
wurde. Dank dynamischem und innovativem Marketing
verzeichnete Omega, deren Boutiquen inzwischen die
Speerspitzen ihrer Distribution sind, beachtliche Umsatz- und
Marktanteilssteigerungen. Longines erzielte einen geradezu
aussergewöhnlichen Zuwachs und bestätigte ihr Engagement im
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Pferdesport, indem sie offizielle Partnerin der Rennbahnen von
Chantilly (Prix de Diane Longines), Deauville sowie Longchamp
wurde; die Marke erneuerte zudem ihre Partnerschaft mit dem
Roland-Garros-Tennisturnier in Paris. Indem Rado ihre Bekanntheit
beim breiten Publikum durch einen Multimediaplan und eine
Fernsehkampagne steigerte, positionierte sie sich im französischen
Markt als moderne Designmarke. ­Hamilton zieht mit ihrem
Doppelengagement im französischen Film und im Kunst­fliegen
eine trendige Kundschaft um die Dreissig an und bestätigte ihre
Leaderposition im Einstiegsbereich des Luxus­segments. ­Tissot
setzte ihren seit fünf Jahren anhaltenden Aufstieg fort und nutzte
ihre Partnerschaft mit Tony Parker, indem sie während der
beiderseitigen Veranstaltungen regelmässig mit dem französischen
Basketballspieler zusammenarbeitete. ck watch & jewelry konzen­
trierte sich auf ihre Lancierungen. Besonders erwähnenswert sind
die Präsentationen der ck glow und der ck exchange sowie jene der
ck enlace vor Weihnachten; diese Kollektion fand sehr grossen
­Anklang. Swatch reihte erfolgreich Produkteinführungen und
Kommunikationskampagnen aneinander; ausserdem passte die
Marke den Flagship Store an den Champs-Elysées dem neuen
Organic-Konzept an, das die Strategie der Distributionsaufwertung
verwirklicht. Flik Flak weihte ihre E-commerce-Website ein und
steigerte den Absatz beträchtlich, was ihre Spitzenposition im
Bereich der Kinderuhren erneut verstärkte.
106
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Spanien
Swatch Group
Italien
Trotz der wirtschaftlich unsicheren Lage des Landes erzielte die
Swatch Group Spanien ein zweistelliges Wachstum, eroberte neue
Marktanteile in sämtlichen Segmenten und verstärkte ihre Retailstrategie. Breguet hielt ihre beherrschende Position dank prestigereichen Veranstaltungen wie der Pressereise an die Retrospektive
der Marke im Schweizerischen Nationalmuseum. Blancpain
­demonstrierte ihre exklusiven Charakter bei zwei bedeutenden
Rennen des Lamborghini Blancpain Super Trofeo in Spanien.
Die Beteiligung von Glashütte Original am Berliner Filmfestival fand
im spanischen Markt grosse Beachtung. Auf Mode und Lifestyle
spezialisierte Journalisten wurden zu Pressefrühstücken
­eingeladen, die zur Präsentation der Uhren von Tiffany & Co organisiert wurden. Omega konzentrierte ihre Aktivitäten auf ihre Neuheit, die Planet Ocean, die im Zentrum einer PR-Veranstaltung in
Capri (Italien) und einer lokalen Präsentation auf Ibiza stand.
­Longines feierte das 100-Jahr-Jubiläum des Poloclubs Barcelona
während des Internationalen Springreitturniers CSIO Barcelona.
In Zusammenarbeit mit Longines war die Fondation Andre Agassi
auch in Spanien aktiv. Rado startete das Jahr mit der internatio­
nalen Präsentation ihrer neuen Kollektion. Tissot lud Kunden und
Journalisten an vier Rennen des MotoGP in Spanien ein. Certina
enthüllte vor der Presse ihre DS Multi-8 in einer typisch schweizerischen Atmosphäre. Hamilton war bei der Nominierung der Oscars
eines Spaniers dabei und profitierte damit von einer ausgezeichneten Medienabdeckung. ck watch & jewelry organisierte ihre internationale Präsentation in Barcelona, wo ihre neue Kollektion als
Vorpremiere im Architekturatelier von Ricardo Bofill gezeigt wurde;
seine Ende Jahr lancierte Kollektion gold war ein voller Erfolg.
Swatch pflegte ihre Beziehungen zu den Künstlern und organisierte
die Speziallancierung der Kollektion Kidrobot in Zusammenarbeit
mit Tara McPherson.
2011 feierte die Swatch Group Italien ihren 25. Geburtstag und
­verlegte ihren Sitz in ein historisches Gebäude in Mailand. Breguet
präsentierte ihre Neuheiten in Partnerschaft mit Orologeria Pisa bei
hochrangigen Veranstaltungen. Blancpain sponserte einmal mehr
das Autorennen Lamborghini Blancpain Super Trofeo. Zum grossen
Erfolg von Glashütte Original trug auch ihr Patronat des internationalen Filmfestivals von Berlin bei. Jaquet Droz konsolidierte ihre
­Position im italienischen Markt und erzielte einen stark gestiegenen
Umsatz. Im Juli präsentierte Tiffany & Co. ihre neue Kollektion in
Paratico in der Lombardei. Omega realisierte ein Rekordjahr,
­geprägt von der internationalen Lancierung ihrer Kollektion Planet
Ocean in Capri und der Einweihung ihrer Boutique in Venedig.
­Longines unterhielt solide Partnerschaften mit den bedeutendsten
Pferderennen Italiens. Rado profitierte von einer exzellenten Visibilität in den Verkaufspunkten. Tissot festigte ihre Präsenz mit der
­Eröffnung ihrer ersten italienischen Boutique und unterstrich ihre
Leaderposition in der Taktil-Technologie. Der Filmwettbewerb
Hamilton’s Women’s Time fand grosse Beachtung in den Medien.
ck watch & jewelry erhöhte ihre Marktanteile dank einer Werbekampagne, erfolgreichen Kollektionen und dauerhaften kommer­
ziellen Partnerschaften. Swatch bekräftigte ihre Beziehungen mit
Kunst und Mode durch die Schirmherrschaft für die 54. Ausgabe
der internationalen Biennale von Venedig. Die Lancierung der
Swatch Touch und die Einweihung der Boutique Ice Dunes in
­Mailand lösten begeisterte Reaktionen aus. Flik Flak fuhr mit dem
Sponsoring des Vergnügungsparks Aquafan in Riccione an der Adria
fort und präsentierte ihre neuen Modelle bei einer Veranstaltung in
Sizilien. Die erste Hour-Passion-Boutique Italiens im Flughafen
­Marco Polo von Venedig war ein durchschlagender Erfolg.
107
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Grossbritannien
Das Geschäftsjahr 2011 verlief für die Swatch Group Grossbritan­
nien hervorragend. Sie eroberte neue Marktanteile und entwickelte
ihre Strategie für den Ausbau des Retailgeschäfts sämtlicher
­Marken. Während Omega und Breguet neue Boutiquen einweihten, bezogen ck watch & jewelry und Tissot die Verkaufsräume in
ihrem ersten gemeinsamen Pavillon an erstklassiger Lage. Breguet
eröffnete ihre zweite Boutique im Vereinigten Königreich bei
­Harrods. Ihr reiches Erbe demonstrierte die Marke mit einem
­Anlass, welcher der Haute Joaillerie und Haute Horlogerie sowie
insbesondere der Kunst des Kameenschneidens gewidmet war,
die sowohl die Presse wie die geladenen VIPs beeindruckte.
­Blancpain verstärkte ihre Markposition weiter und begeisterte Journalisten und Einzelhändler mit der engen Beziehung der Marke zu
Automobilsport, als sie in Silverstone zum Auftakt ein Rennen der
Blancpain Endurance Series verfolgen konnten. Omega bereitete
sich auf dass olympische Jahr 2012 vor, indem sie in Anwesenheit
von Lord Sebastian Coe und dem Londoner Bürgermeister Boris
Johnson in einer spektakulären Präsentation am historischen
­Trafalgar Square die Standuhr für den Countdown bis zu den Spielen
in Betrieb nahm. Die Marke eröffnete zudem vier neue eigene Boutiquen in Grossbritannien, darunter ihr grösstes Geschäft in Europa
an den Eingangstoren des olympischen Parks. Longines pflegte
ihre Passion für den Reitsport auch 2011: Sie war ein weiteres Mal
offizielle Zeitnehmerin und Partnerin der prestigereichen Royal
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
I­nternational Horse Show in Hickstead und nahm diese Aufgabe
zum fünften Mal in Folge beim glamourösen und eleganten Royal
Ascot wahr, dieses Jahr in Anwesenheit ihres Botschafters Aaron
Kwok. Rado hatte ihre britischen Detailhändler zu Comadur einge­
laden, um die innovative Rolle der Marke hervorzuheben: Hier
konnten sie die Herstellung ihrer Hightech-Keramikprodukte live
miterleben. Die erfolgreiche Lancierung der Rado True Thinline
fand zudem ein grosses Echo in den Medien. Tissot verstärkte ihre
engen Beziehungen zum Sport, indem sie einen Vertrag mit der
Zeitschrift Men’s Health für die Partnerschaft beim Wettkampf
­Survival of the Fittest schloss, bei dem die Konkurrenten eine zehn
Kilometer lange, mit schwierigen Hindernissen gespickte Strecke
an verschiedenen Orten Englands zurücklegen mussten. Certina
feierte ihre Rückkehr in den britischen Markt nach zehn Jahren
­Abwesenheit mit einer erfolgreichen Lancierungsveranstaltung,
und die Zahl der Einzelhändler, die der Marke ihre Tür öffnen,
nimmt zu. Hamilton besiegelte offiziell ihre Partnerschaft mit dem
Londoner Harlequins-Rugbyclub. Das Berichtsjahr war zudem von
den zahlreichen Veranstaltungen der Marke Swatch geprägt, die
Partnerin des MTV European Music Awards 2011 in Belfast war
und die internationale Lancierung der Zusammenarbeit von
«­Eyescape» mit dem berühmten Fotografen Rankin organisierte.
Mit der Lancierung der Kollektion Kidrobot überzeugte Swatch die
Kundschaft ein weiteres Mal von ihrem innovativen, verspielten
Charakter und bewies, dass ihre Uhren echte Sammelobjekte sind.
Flik Flak unterzeichnete neue Lizenzverträge mit Cars 2 sowie
­Harry Potter und erwies sich auch im Berichtsjahr als Leadermarke
im Bereich Kinderuhren.
108
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Irland
Die Swatch Group Irland erlebte ein kommerziell positives Jahr
2011 mit einem zweistelligen Zuwachs, und dies in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld, in dem der irische Markt einen
durchschnittlichen Rückgang von 5% verzeichnete. Das erfreuliche
Ergebnis betraf die Marken aller Kategorien mit bemerkenswerten
Anteilssteigerungen im Luxus- und Prestige- sowie mittleren
Marktsegment. Der Einzelhandelsumsatz im Tourismussektor
­wurde im März durch die Eröffnung einer Swatch-Boutique zusammen mit Tech-Airport im Terminal 1 des Flughafens von Dublin
­verstärkt, was den Absatz von Swatch im Travel Retail in Irland
merklich steigerte. Omega verstärkte ihre Marktpräsenz, indem die
Marke im Rahmen eines Ausbauplans den ersten Shop-in-shop an
der Grafton Street in Dublin eröffnete. Die Einführung von Certina
im Inselstaat im Oktober stärkte die Swatch Group in Irland im
­mittleren Marktsegment. Ausserdem schlossen sich die Marken
Certina und Tissot mit Swatch und ck watch & jewelry zusammen,
um innerhalb von Arnotts, dem grössten Warenhaus Dublins, eine
Multimarken-Konzession zu eröffnen.
Swatch Group
Nordische Länder
2011 war für die Swatch Group Nordische Länder Dänemark
­ rneut ein Jahr der Absatzrekorde. Im Herbst lancierte Omega ihre
e
neue Kollektion Planet Ocean im Tivoli, dem berühmten
Vergnügungs­park Kopenhagens. Journalisten, Einzelhändler und
VIPs waren eingeladen, um die prächtigen neuen Modelle der
­Marke zu entdecken. Dank der Mannigfaltigkeit ihrer Kollektion
konnte Longines die Umschlagszeit im Einzelhandel erfolgreich
­verbessern. Rado und Swatch steigerten den Absatz mit ihren aufs
Design ausgerichteten Kollektionen erneut. Auch Tissot, Certina
und ck watch & jewelry verstärkten ihren Absatz und die Partnerschaft mit dem Einzelhandel, vor allem durch ihre wirkungsvolle
«Produkte-Tournee». Die Strassenrad-Weltmeisterschaften, bei
­ enen Tissot eine tragende Rolle spielte, waren die grösste Sportd
veranstaltung, die das Land je gesehen hatte, und bildeten einen
Höhepunkt des Jahres in Dänemark. Beim Schloss Amalienborg
und in der Umgebung von Kopenhagen applaudierte eine riesige
Besucherzahl den Sportlern.
Die Swatch Group Nordische Länder Finnland blickt auf ein
­erfolgreiches Jahr zurück, in dem sämtliche Marken ihre Markt­
anteile erhöhten. Die neue Kollektion Omega Ladymatic wurde
sehr gut aufgenommen. Die Bekanntheit der Marke Longines
­verstärkte sich weiter, und die Rado True Thinline hatte enormen
Erfolg. Die Modelle Tissot Visodate Heritage wurden besonders
geschätzt, und die Kollektion DS Action Diver von Certina war
­äusserst erfolgreich. ck watch & jewelry eroberte dank dem
­starken Design und der ausserordentlichen Qualität ihrer Modelle
Marktanteile und verbesserte ihre Visibilität. Swatch erzielte dank
neuen, attraktiven Produkten wie den Kollektionen New Gent und
Swatch Touch ein solides Wachstum.
Die Swatch Group Nordische Länder Norwegen realisierte 2011
ein positives Wachstum. Omega setzte die Optimierung ihrer
­wichtigsten Verkaufspunkte und der Ausbildungsprogramme für
die Einzelhändler fort. Longines verzeichnete das beste Ergebnis,
seit die Marke im Land ist, und verlängerte ihre Zusammenarbeit
mit dem norwegischen Alpinski-Star Aksel Lund Svindal. Tissot
konnte mit aussergewöhnlichen Modellen den Umsatz weiter
­steigern. Dem exzellenten Jahr von Certina gab der neue
­Botschafter der Marke, der Biathlet Ole Einar Bjørndalen, ein
­Gesicht; die Lancierung des Modells DS Podium GMT in limitierter
Auflage im September fand im Rahmen einer Pressekonferenz
statt. U
­ nterstützt von den in Stavanger ausgetragenen Wett­
kämpfen der Swatch FIVB Beach Volleyball World Tour, wurde die
Swatch 11th Hour begeistert aufgenommen.
Die Swatch Group Nordische Länder Schweden erlebte ein
­aussergewöhnliches Jahr 2011. Omega bleibt in Schweden eine
der stärksten Uhrenmarken im Prestigesegment und gewann
­laufend neue Marktanteile hinzu. Ihre Ladymatic und die neue
109
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
­ ollektion Planet Ocean wurden erfolgreich lanciert. Die Präsenta­
K
tion der Rado True Thinline folgt auf die geglückte Lancierung der
Rado Centrix. Longines eroberte regelmässig neue Marktanteile,
und die im Juli von der Marke gesponserte Falsterbo Horse Show
übertraf alle Erwartungen. Tissot verzeichnete ein gutes Jahr und
engagierte sich wiederum im Fechtsport; der Kollektion Couturier
Lady wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Certina hielt ihre
­Stellung als bedeutendste Marke des mittleren Segments in
Schweden. Ihr Image wurde durch die intensiven Aktivitäten in der
Öffentlichkeitsarbeit und im Sponsoring verstärkt, vor allem im
sportlichen Bereich. Dank der sorgfältigen Auswahl der Verkaufspunkte und starken Kollektionen präsentierte ck watch & jewelry
erneut gute Ergebnisse. Bei Swatch sorgten die Kollektionen
New Gent und Swatch Touch für ein ausgezeichnetes Wachstum.
das Ergebnis gezielter PR- und Presse-Aktivitäten, zu denen auch
Reisen an die Baselworld und nach Paris gehörten. Hamilton steigerte die Markenbekanntheit mit Ladenwerbung, Anzeigenkampagnen und indirekter Werbung. ck watch & jewelry verzeichnete
­einen starken Umsatzzuwachs dank einer erfolgreichen Mischung
von Aktivitäten wie Verkaufsförderung bei den Konsumenten,
­zusätzlichen Shop-in-shops und breiter Medienabdeckung. Swatch
hielt die Leistung ihres gesunden und dynamischen Einzelhandelsnetzes mittels bedeutender Eröffnungen auf Mykonos sowie in
Athen aufrecht; gleichzeitig setzte die Marke die Strategie
­grossangelegter Anzeigenkampagnen und PR-Aktivitäten fort.
Swatch Group
Griechenland
Die Swatch Group Polen verzeichnete 2011, nach einer leichten
­Abschwächung im Vorjahr, eine erfreuliche Wachstumsrate. Dieser
Wiederaufschwung ruht auf soliden Fundamenten, da in allen
­Regionen des Landes und von sämtlichen Marken und Partnern im
Einzelhandel ein zweistelliges Wachstum erzielt wurde. Für die
­Zukunft bleibt man optimistisch, weil Polen hohe Investitionen in
die Infrastrukturen von Strassen, Eisenbahnen, Flughäfen und die
Hotellerie des Landes getätigt hat, nicht zu vergessen die Fussballstadien in Hinblick auf die von Polen und der Ukraine gemeinsam
ausgerichtete Fussball-EM 2012. Die meisten der wichtigen
­Kunden der Swatch Group Polen besuchten die Baselworld 2011,
um die Neuheiten zu bestellen, und nahmen dann im Juni an einem
Meeting in Józefów bei Warschau teil. Der Zeitpunkt dieses
­Treffens erwies sich als günstig, nahm doch der Absatz von den
Sommermonaten 2011 an deutlich zu. Polen entwickelt sich stark,
und im Berichtsjahr konnten zahlreiche grosse Einkaufszentren
­eingeweiht werden. Sämtliche Marken setzten den Akzent auf die
Ausbildung des Verkaufspersonals, und zwar bei den bisherigen
wie den neu dazugestossenen Einzelhändlern. Die Lancierung der
Ladymatic durch Omega bestätigte 2011 das grosse Potential im
Sektor mechanischer Damenuhren des Luxussegments in Polen.
Longines profitierte von der erfolgreichen Markteinführung ihrer
Die Swatch Group Griechenland, die mit der wirtschaftlichen
­Unsicherheit im Lande zu kämpfen hatte, setzte auf die Strategie,
ihr stabiles, gesundes Einzelhandelsnetz zu erhalten und den DutyFree- und Touristenmarkt zu verstärken. Sie wahrte ihre Position als
einer der beiden Hauptakteure in der griechischen Uhrenbranche
und profitierte vom gestiegenen Tourismus, um in diesem Markt
eine führende Rolle zu spielen.
Omega nutzte die Markentreue, indem sie ihre Einzelhandelskunden
in einem beeindruckenden zweitägigen Schulungsprogramm an
technischen Modulen und anderen Details der bestehenden und
neuen Produkte ausbildete. Longines konnte ein zweistelliges
Wachstum und höhere Marktanteile verzeichnen, dies dank einem
breiten Schulungsprogramm für den Einzelhandel (vor allem im
­Touristenmarkt und in Duty-free-Shops) sowie dank hochstehenden Anzeigenkampagnen. Rado führte die Centrix-Modellfamilie
erfolgreich ein und setzte ihre Anstrengungen in Zypern fort, indem
die Marke ins Direct Marketing und die Einzelhändlerschulung
­investierte. Sie wahrte ihre Führungsposition im Touristenmarkt
und in den Duty-free-Shops. Die positive Leistung von Tissot ist
Swatch Group
Polen
110
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
zweifarbigen Kollektion DolceVita. Rado setzte die Erschliessung
des polnischen Marktes mit ihrer neuen Linie Rado Centrix fort.
Das Wachstum von Tissot und Certina im Berichtsjahr ist auf ihre
neuen Linien und Produkte sowie die stabilen Einzelhandelspreise
in Zloty zurückzuführen. ck watch & jewelry verbesserte ihre
­bereits dominante Position im Modeuhrensegment. Die SwatchUhren profitierten wiederum vom enormen Erfolg der immer
­breiteren Palette von Farben für die New-Gent-Modelle.
Swatch Group
Russland
Für die Swatch Group Russland war 2011 ein rundum positives
Jahr mit einem Umsatzzuwach in zweistelliger Höhe. Trotz der
schwierigen Wirtschaftslage Russlands mit stagnierendem
­Wachstum erzielten auch diejenigen Marken, deren Zielpublikum
der Mittelstand ist, äusserst starke Umsatzsteigerungen. Dieses
erfreuliche Ergebnis ist nicht allein der grösseren Zahl der Verkaufspunkte zuzuschreiben, sondern auch der qualitativen Stärkung der
Distribution, haben doch die meisten Marken der Swatch Group
Russland ihr Vertriebsnetz verbessert.
Die Neueröffnungen von zwei Tourbillon-Boutiquen, eine in einem
der bekanntesten Einkaufsviertel im Zentrum von Moskau, die
a­ ndere in St. Petersburg, waren wichtige Etappen in der Entwicklung des Distributionsnetzes für die Prestigemarken der Swatch
Group. Unter den Veranstaltungen, die das Jahr 2011 prägten,
­figuriert auch die Eröffnung des ersten Happy-Hour-Multimarkengeschäfts auf russischem Boden; im Sortiment sind Longines und
Rado, aber auch die Marken des mittleren Segments und Swatch
vertreten.
Zahlreiche Marken entfalteten überdies intensive Aktivitäten in
­Sotschi, um dort das Geschäft im Hinblick auf die Olympischen
Winterspiele 2014 zu entwickeln. Omega weihte hier in Beisein des
Sportministers der Russischen Föderation und des Verantwortlichen
des nationalen Organisationskomitees der Olympischen Spiele eine
Uhr ein, die den Countdown bis zur Eröffnungszeremonie anzeigt,
Longines und Rado sowie bestimmte Marken des mittleren
­Segments fassten in der künftigen Olympiastadt ebenfalls Fuss,
und Swatch eröffnete eine erste Boutique.
Breguet konsolidierte ihre Position auf dem russischen Markt und
vergrösserte ihren Kundenkreis dank der Eröffnung einer Boutique
in Moskau und einer zweiten in Jekaterinburg. Die Prestigemarke
organisierte überdies hochkarätige Veranstaltungen, darunter mehrere Uhrenausstellungen. Besonders erwähnenswert ist diejenige
im Pavillon Rossi im Garten des Michailowski-Theaters während
des 15. Weltwirtschaftsforums in St. Petersburg. Mindestens
ebensoviel Zuspruch fand die Ausstellung im Theater der Nationen
111
Swatch Group in der Welt
in Moskau; sie bildete sozusagen den Auftakt zu einer Aufführung
mit dem berühmten russischen Schauspieler Yevgeny Mironov, zu
der Breguet einen exklusiven Kreis von Gästen eingeladen hatte.
Alle diese Anlässe trugen in hohem Mass dazu bei, das Image der
Marke zu verstärken und ihrer Beziehung zur Geschichte und
­Tradition hervorzuheben.
Die Werbekampagnen und PR-Aktivitäten leisteten einen
­wesentlichen Beitrag zur Absatzsteigerung und Festigung der
Marktpositionen in Russland. Höhepunkte waren der Besuch der
Omega-Botschafterin Cindy Crawford in Moskau; die Partnerschaft
von Longines mit dem Kremlin Tennis Cup und die Einweihung der
ersten Longines-Boutique in Moskau; das Sponsoring von Tissot
des Street-Basketball-Wettkampfs und der Hockeyschule von
­Viatcheslav Tretyak; die Rado-Kampagne mit der berühmten
­russischen Schauspielerin Renata Litvinova; die Regatta im Zeichen
von Certina in der Umgebung von Moskau; die Zusammenarbeit
von Hamilton mit russischen Cineasten und Fliegern – wie den
Jagd­piloten der russischen Luftwaffe Berkut – in Form von
­PR-Produktionen sowie schliesslich die Presseveranstaltung von
ck watch & jewelry in St. Petersburg.
Auch die bemerkenswerte Absatzsteigerung von Swatch im
­russischen Markt ist das Ergebnis zahlreicher Werbeaktivitäten.
Zu den wichtigsten gehören die Veranstaltung zur Eröffnung der
Swatch-Boutique in St. Petersburg, die von 120 000 Zuschauern
verfolgte Moskauer Etappe des Grand Slam der FIVB Beach Volleyball Swatch World Tour, die Zebra Days, die Werbekampagnen mit
Plakaten und Grossbildschirmen in der Metro von St. Petersburg
und auf den Strassen Moskaus.
Die Aktivitäten der Marken der Swatch Group Russland trugen
­generell wesentlich zum ausgezeichneten Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 bei und schufen wiederum das Fundament für ihre
künftige Entwicklung.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group
USA
Dank der Begeisterung der Amerikaner für die Tradition, die
­Qualität und die Werte der Schweizer Feinuhrmacherei konnten die
Marken der Swatch Group einen Rekordabsatz erzielen. Ausschlaggebend waren zudem die gezielten Marketingaktionen sowie ein
signifikantes Wachstum des Einzelhandels im Bereich der eigenen
Boutiquen. Breguet, Swatch und vor allem Omega eröffneten
­zahlreiche neue Verkaufspunkte.
Astronauten, die an den Gemini- und Apollo-Missionen der Nasa
teilgenommen hatten, «landeten» in der Tourbillon-Boutique in
Las Vegas. Die Tourbillon-Boutique von Beverly Hills wiederum
nahm Breguet in ihr Marken-Portefeuille auf. Aufsehenerregende
Veranstaltungen an anderen Orten hatten bemerkenswerte
­Absätze zur Folge.
Das Erbe von Breguet im Bereich des Kulturmäzenats wurde
­unterstrichen, indem die Marke der permanenten Sammlung des
Getty-Museums mehrere ihrer antiken Stücke als langfristige
­Leihgabe überliess, sowie durch eine unvergessliche Veranstaltung, an der mehr als 300 geladene Gäste teilnahmen. Die Marke
setzte ihre Expansion im Einzelhandel mit Boutiqueneröffnungen in
Miami in den Bal Harbor Shops sowie in Las Vegas im Bellagio
­weiter. Blancpain präsentierte 42 Vintage-Uhren der Kollektion Fifty
Fathoms in einer Wanderausstellung; bei ihrer Tour durch die USA
konnten die Besucher diese berühmte Linie entdecken und ihre
über fünfzigjährige Geschichte nachvollziehen. Glashütte Original
verband die Lancierung ihrer Seventies Panorama Date mit einer
Veranstaltung, die unter dem Zeichen der 1970er Jahre stand,
­einem Jahrzehnt des Wandels mit zahlreichen neuen Trends in den
Bereichen Kunst, Design, Mode und Technologie. Gleichzeitig
­präsentierte Jaquet Droz ihre jüngsten Neuheiten als Sponsorin der
Wired Business Conference 2011 für bedeutende Unternehmer
und Philanthropen. Die Lancierung der Kollektion Tiffany Gallery
und die bei den wichtigen Einzelhändlern organisierten Anlässe
­lösten den wachsenden Erfolg der Uhren von Tiffany & Co. aus.
Wachstum war auch bei Omega der Leitgedanke für die Erweiterung des Vertriebsnetzes um mehr als 20 erstklassige Verkaufs­
112
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
stellen. Gestützt auf ihre reiche Erfahrung in der Sportzeitmessung
gab Omega die Unterzeichnung eines bedeutenden Sponsoring­
vertrags mit der Professional Golfers’ Association (PGA) of America
bekannt und setzte Greg Norman auf die Liste ihrer Botschafter.
Longines, die beim berühmten Kentucky Derby als wichtigste
­offizielle Zeitnehmerin fungierte, erzielte in den Vereinigten Staaten
ein spektakuläres Wachstum. Der Longines Junior Tennis Challenge
und die dritte Jahresausgabe der Women Who Make a Difference
Awards waren weitere bemerkenswerte Veranstaltungen. Bei der
Modeschau für den Frühling-Sommer 2012 in New York schickte
der Modedesigner Malan Breton seine Models mit Rado-Uhren
am Handgelenk auf den Laufsteg und personalisierte damit ihren
einzigartigen Look.
In Chicago gab die Tissot-Botschafterin Danica Patrick den
­Startschuss für ein Autorennen und die Lancierung ihrer neuen Uhr
in limitierter Auflage. Botschafter Nicky Hayden und die Tissot-­
Uhren hatten ihrerseits bei den MotoGP-Rennen in Laguna Seca
und Indianapolis phänomenalen Erfolg. Indem Mido den Akzent auf
selbständige Einzelhändler legte, konnte die Marke ihren Absatz
diversifizieren und gleichzeitig ihre vor kurzem neu interpretierten
Kollektionen Multifort und Baroncelli ins Rampenlicht stellen. In Los
Angeles befanden sich Harrison Ford und Antonio Banderas unter
den Prominenten, welche die Hamilton Behind the Camera Awards
präsentierten. Dieser Anlass erlaubte Hamilton einmal mehr, sich
als «die» Marke Hollywoods zu profilieren. Das Jahr 2011 war für
ck watch & jewelry sehr gut. Insbesondere ihre Uhren verzeichneten ein aussergewöhnliches Wachstum, was in erster Linie auf das
ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis zurückzuführen ist.
Swatch eröffnete einen neuen Flagship Store im Haus Nr. 666 an
der Fifth Avenue, der legendären New Yorker Einkaufsmeile, und
organisierte mehrere Events rund um ihre neuen Kollektionen
­Kidrobot und Touch. Flik Flak, die neue Lizenzen für die Modelle
Disney und Harry Potter vereinbarte, zeichnet sich erneut als
­diejenige Marke aus, deren Uhren am besten geeignet sind, um
Kindern spielerisch das Zeitablesen zu vermitteln.
Swatch Group
Kanada
Die Swatch Group Kanada konnte 2011 ein weiteres Rekordjahr
vermelden. Breguet, Blancpain, Glashütte Original, Jaquet Droz
und die Uhren von Tiffany & Co. steigerten ihre Marktanteile im
Prestigesektor dank selektiver Distributionsstrategien erneut.
­Omega setzte mit der Eröffnung ihrer kürzlich erweiterten Boutique im luxuriösen Fairmont Hotel Vancouver einen weiteren
­Meilenstein und stärkte die Leaderstellung in ihrem Segment durch
die Konzentration auf Verkaufsbestrebungen im Einzelhandel.
­Longines profitierte vom Kultstatus eines ihrer Produkte, besetzte
eine neue Nische im kanadischen Markt und verstärkte ihre
­Präsenz mit kundengerechten Ausstattungen in den Geschäften.
Das Wachstum von Rado im Jahr 2011 beruht zum Grossteil auf
der Einführung dreier zusätzlicher Modellfamilien im Kernsortiment,
die eine neue Ära einläuten. Tissot führte in Kanadas die erste
­Augmented-Reality-Veranstaltung durch: Bei der Präsentation der
Kollektion Tissot Touch in einem der belebtesten Einkaufsviertel
Torontos entführte die Marke das Publikum in die virtuelle Welt der
Uhren. Hamilton steigerte ihren Marktanteil mit einer Spezialedition
der Hamilton SnowBirds zu Ehren der kanadischen Luftwaffe.
ck watch & jewelry wurde ihrem Ruf als Fashion-Trendsetterin mit
der Lancierung von ck graceful, ck glow und ck dawn voll gerecht.
Durch die Eröffnung eines Geschäfts in strategisch guter Lage in
einem der meistfrequentierten Shoppingcenter Westkanadas stärkte Swatch ihre Präsenz im Einzelhandel. Die erfolgreiche Lancierung der Swatch Touch trug ebenfalls zum generellen Wachstum
des Jahres bei.
Swatch Group
Brasilien
Die Neuheiten der Baselworld wurden in Brasilien vom Publikum
begeistert aufgenommen und waren der Höhepunkt dieses ausgezeichneten Jahres für die Swatch Group Brasilien. Tissot verstärkte
ihre Leaderposition auf dem Markt und stand bei den Einfuhren der
113
Swatch Group in der Welt
Schweizer Uhrenmarken im Jahr 2011 an zweiter Stelle. Ebenso
positiv war das Echo auf die Kollektion von Tissot an der Schmuckund Uhrenmese Feninjer in São Paulo im August. Mido verbesserte
ihre Position und erreichte wertmässig den sechsten Rang im Klassement der in Brasilien importierten Schweizer Uhren. Die Markenpräsenz wurde vor allem in den südlichen und östlichen Regionen
des Landes gestärkt.
Swatch Group
Mexiko
2011 war für die Swatch Group Mexiko ein Jahr voller neuer Projekte
und erbrachte positive Ergebnisse. Breguet liess die Vertreter
­ausgewählter Medien ins Universum ihrer technologischen Entwicklungen eintauchen. Die Vorbereitungen für die in Kürze bevorstehende Lancierung von Blancpain auf dem mexikanischen Markt
wurden durch eine beachtliche Berichterstattung in den Medien
unterstützt. Glashütte Original präsentierte den mexikanischen Einzelhändlern ihre neuen Produkte an der Baselworld. Die Swatch
Group Mexiko verstärkte ihre Partnerschaft mit den Warenhäusern
Palacio de Hierro, indem sie eine Omega-Boutique in ­Guadalajara
sowie einen Longines-Corner und eine weitere ­Omega-Boutique
in Interlomas in der Nähe von Mexico City eröffnete. Longines bestätigte ihr Engagement für den Reitsport während der nächsten
drei Jahre mit der offiziellen Zeitmessung im Hipódromo de las
Américas. Rado realisierte ein Rekordjahr und lancierte ihre Kollek­
tion Rado Centrix mit dem Markenbotschafter Julio Bracho. Tissot
erzielte eine sehr gute Leistung, indem sie auf eine qualitativ hochwertige Distribution und die effiziente Zuteilung ihrer Produkte
­setzte; die Marke entschloss sich zudem, Shop-in-shops einzurichten. Mido feierte in Partnerschaft mit Cristal Joyas die Eröffnung
ihrer ersten Boutique in Mexico City: diese stellt eine strategische
Wegmarke und den Beginn ihrer Einzelhandelsaktivitäten dar.
­Hamilton setzte ihren Plan weiter in die Tat um, im Land offensiv,
aber selektiv zu expandieren, in erster Linie mit einer neuen
Präsenz an der mexikanischen Karibikküste. Vom GQ Magazine
mit dem Preis «Beste Uhr des Jahres» ausgezeichnet, eroberte
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
ck watch & jewelry in der Folge die Leaderposition im
­Modeuhrensegment Mexikos. Swatch verbesserte ihr Image in
den Verkaufspunkten, indem sie sich auf das neue Edelweiss-­
Konzept stützte und die ­verspielte Parade des Zebra Day zur
­Förderung ihrer Kollektion ­Zebra inszenierte. Flik Flak schliesslich
setzte die Expansion ihres Vertriebs fort.
Swatch Group
Panama
2011 erzielte die Swatch Group Panama in Lateinamerika überaus
gute Ergebnisse. Blancpain setzte ihr Wachstum in Südamerika
fort; in Argentinien weihte die Marke ihren ersten personalisierten
Shop-in-shop ein. Jaquet Droz konzentrierte die Kommunikation
erneut auf ihren Geist der Perfektion und ihre emotionalen Werte;
gleichzeitig baute die Marke das Vertriebsnetz strategisch aus.
Omega lancierte ihre Kollektion Ladymatic in sämtlichen wichtigen
Märkten; zur Förderung ihres kontinuierlichen Wachstums richtete
die Marke in Argentinien acht Espacios Omega nach ihrem neuen
Designkonzept ein und eröffnete eine Franchise-Boutique.
­Longines sponserte erneut wichtige Tennisturniere sowie Ausstellungen und den unumgänglichen Schönheitswettbewerb Miss
­Panama 2011. Rado lancierte ihre neue Kollektion Rado Centrix in
mehreren Märkten. Dank der Lancierung der ersten T-Race Limited
Edition Colombia erzielte Tissot in Kolumbien ausgezeichnete
­Ergebnisse. Argentinien blickt wiederum auf ein ausserordentliches
Jahr zurück, da hier die All-American Basketball FIBA 2011 ausgetragen wurde, bei der Tissot als offizielle Zeitnehmerin tätig war.
Certina gelang in Lateinamerika ebenfalls der Durchbruch, indem
die Marke ihre Präsenz in Chile, Argentinien und Panama konsolidierte und neue Märkte erschloss, darunter Peru und Paraguay. Die
Präsenz von Mido in Lateinamerika wurde durch ihre neue Kollek­
tion Multifort stimuliert. ck watch & jewelry organisierte in Buenos
Aires ihre erste Vor-Baselworld-Veranstaltung in Lateinamerika,
während der die Marke ihre Kollektionen den Journalisten präsentierte. Im September wurde in Chile im Valle Nevado der allererste
Swatch Skiers Cup durchgeführt. Die besten Freerider der Welt
massen sich bei einer Reihe spektakulärer Wettkämpfe.
114
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Australien
Swatch Group
China
2011 verstärkte die Swatch Group Australien erneut die Entwicklung
der Marken mit dem Schwerpunkt auf der operativen Optimierung.
Breguet, Blancpain und die Uhren von Tiffany & Co. steigerten ihre
Marktpräsenz durch verbesserte Präsentationen in den Verkaufspunkten sowie Intensivierung der PR- und Werbeaktivitäten.
­Omega war im Berichtsjahr sehr erfolgreich bei der Entwicklung
von Verkauf und Distribution und eröffnete eigene Boutiquen in
Sydney und Melbourne. Die Kampagnen von Longines deckten die
Print- und digitalen Medien sowie Outdoor-Events ab. All diese
­Veranstaltungen fanden rund ums Jahr ein gutes redaktionelles
Echo. Neue Verkaufspunkte bestätigten den Status von Longines
als einer führenden Marke. Rado verzeichnete ein starkes
­Geschäftsjahr mit der Einführung erfolgreicher neuer Produkte.
Die Marke optimierte ihre Präsenz in den Verkaufspunkten erneut
durch Investitionen in zahlreiche Shop-in-shops. Tissot verstärkte
die Marktposition in ihrem Segment, indem sie ihren Bekannt­
heitsgrad durch vermehrte Aktivitäten in den Bereichen Marketing
und Sponsoring, Shop-in-shops und Vertrieb sowie durch die
­Partnerschaft mit bedeutenden Sportveranstaltungen steigerte.
ck watch & jewelry verfeinerte ihr Vertriebsnetz und entwickelte
Schlüssel-Verkaufspunkte mit starkem Konsumentenfokus, indem
sie eine Rekordzahl von Shop-in-shops einrichtete, ihre Präsenz
­verstärkte und eine umfassende «Marken-Erfahrung» bot. Für
Swatch und Flik Flak war 2011 von bedeutenden Marketing­
aktivitäten geprägt. Das Sponsoring des Finales der Red Bull
­X-Fighter World Tour und des International Zebra Day durch Swatch
zahlte sich in einer breiten Berichterstattung in den Medien aus.
Ausserdem weitete die Marke ihre Präsenz im Einzelhandel durch
Shop-in-shops in wichtigen Märkten aus.
Die Swatch Group China erzielte 2011 erneut ein zweistelliges
Wachstum. Höhepunkt des Jahres war die Eröffnung des Swatch
Art Peace Hotel in Schanghai im November. Der Schanghaier
Hauptsitz wird fortan von Vertretungen in Peking, Shenyang,
­Kanton und Chengdu unterstützt. Das ebenfalls in Schanghai domizilierte Customer Service Competence Center ist das weltweit
grösste Kundendienstzentrum der Swatch Group.
Der bemerkenswerte Aufschwung von Breguet ging weiter. Die
Marke setzte die Strategie fort, den Einzelhandel zu fördern,
­erweiterte das Distributionsnetz und organisierte emotions­
geladene Events. Blancpain boomt in China und eröffnete zwei
neue Boutiquen in Peking; im ganzen Land gezeigte Ausstellungen
steigerten die ­Bekanntheit der Marke beim Zielpublikum und bei
den Medien. Glashütte Original weihte fünf neue Boutiquen in
­verschiedenen chinesischen Städten und beeindruckte die
­Konsumenten mit ihrer über mehrere Generationen tradierten
Handwerkskunst. Jaquet Droz weitete das Vertriebsnetz aus und
veranstaltete Kampagnen, bei denen die Beziehungen der Marke
zur Kunst und Kultur im ­Mittelpunkt standen. Die Uhren von
Tiffany & Co. eroberten elf Städte mit 22 Shop-in-shops.
Omega setzte 2011 ihr dynamisches Wachstum fort. Die FlagshipStore-Strategie war auch in diesem Jahr die treibende Kraft ihres
Erfolgs. Die Lancierung der neuen Kollektion Planet Ocean und des
neuen Ladymatic-Modells stiess landesweit auf grosses Interesse.
Die Verkaufszahlen von Longines stiegen in markanter zweistelliger
Höhe dank der Lancierung des Column-Wheel-Chronographen und
der Saint-Imier Collection. Eine neue Marketingkampagne zur Unter­
stützung ihrer Kollektionen verhalf Rado 2011 zu einem Rekordjahr.
Als offizielle Zeitnehmerin der SportAccord World Mind Games feierte die Marke die enormen Fähigkeiten des menschlichen
­Gehirns.
115
Swatch Group in der Welt
Tissot weitete auch 2011 das Distributionsnetz aus. In Zusammenarbeit mit Xinyu, ihrem Vertriebspartner in China, verbesserte
die Marke die Effizienz durch Konsolidierung des Lagers und ein
optimiertes Planungssystem für den Lagerumschlag und die Auftragsabwicklungsrate. Balmain eröffnete dank der Synergie des
Partners Xinyu in 52 Städten im ganzen Land insgesamt 125 Verkaufspunkte; ­Veranstaltungen in Peking und Schanghai verstärkten
die Bekanntheit der Marke. Certina erweiterte in ihrem vierten vollen Jahr in China mit einer Gesamtzahl von 250 autorisierten Verkaufspunkten die Marktabdeckung massiv. Der Absatz von Mido
stieg spekta­kulär, als den Konsumenten das puristische Design und
hervor­ragende Preis-Qualitäts-Verhältnis bewusst wurde. Hamilton
setzte ihre rasche Expansion in China auf ungefähr 250 Verkaufspunkte in über 70 Städten fort. Ein beträchtlicher Teil davon wurde
durch ein attraktives neues Design zu high-profile counters aufgewertet.
ck watch & jewelry erreichte ihre neuen Absatzziele und steigerte
den Umsatz derart stark, dass China 2011 für die Fashionmarke
zum bedeutendsten Markt wurde. Roadshows und andere Events
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
sorgten das ganze Jahr über für einen positiven Medien-Feedback.
Swatch wechselte beim Vertriebssystem vom Grosshandel- auf
Einzelhandelskanäle und weitete gleichzeitig den Absatz über das
eigene Verkaufsnetz aus. Verschiedene Produktlancierungen und
erstklassige Veranstaltungen sorgten für eine beeindruckende
­Medienpräsenz. Der neue Swatch Wangfujing Mega Store, jetzt
schon ein Fashion-Wahrzeichen Pekings, spiegelt die Dynamik und
Vitalität der Marke wider. Flik Flak gewann 2011 dank der Konzen­
tration auf die Schlüsselmärkte an Dynamik. Zudem verstärkten
Roadshows am Children’s Day die Bekanntheit der Marke.
116
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Hongkong
Dank der Konzentration auf eine langfristige Entwicklung des
­Retailsektors, engere Partnerschaften mit den Einzelhändlern
­sowie emotionale und informative PR-Veranstaltungen konnte die
Swatch Group Hongkong 2011 eine hohe Wachstumsrate
­aufrechterhalten.
Dieses Jahr stellte das Konzert «Breguet’s Celebration of
­Excellence» das Bonner Beethoven-Orchester und den Cellisten
Trey Lee ins Rampenlicht. In den Blancpain-Boutiquen fanden die
Veranstaltungen «See it for yourself – explore the 2011 Basel
­Novelties» und «Ladies Only!» sowie ein Galadinner mit prominenten Persönlichkeiten statt. Bei der Lancierung der Senator Diary
von Glashütte Original im Juli trugen der Schauspieler Andy On
Chi-Kit und die Schauspielerin Race Wong Yuen-Pui die erlesen­
sten Uhren der Marke am Handgelenk. Jaquet Droz weihte ihre
­erste Boutique in Hongkong an der Canton Road ein, und der berühmte Schauspieler und Sänger Moses Chan verlieh dem Anlass
mit seinem Auftritt ein besonderes Gepräge. Die an der Baselworld
präsentierte Uhrenkollektion Tiffany & Co. wurde als Vorpremiere
bei einer privaten Veranstaltung in der emblematischen Boutique
der Marke präsentiert.
Omega eröffnete eine neue Boutique in der DFS Galleria, einer der
besten Lagen Hongkongs. Ihr Botschafter Simon Yam stellte die
neue Kollektion Planet Ocean vor, und eine «Sirene» nahm die
­Gelegenheit wahr, das Publikum für die Gesundheit der Ozeane zu
sensibilisieren. Longines veranstaltete einen Galaabend in Anwesen­
heit ihrer Botschafterin Chi Ling Lin, um dem «Happy Life»-Geist
zu feiern, den ihre Kollektion DolceVita beschwört. Die Marke eröffnete ihre zweite eigene Boutique in Tsim Sha Tsui. Im Sinne ihres
Mottos «Unlimited Spirit» unterstützt Rado seit 2010 talentierte
Künstlerinnen und Künstler mit dem Rado Star Prize Hong Kong
und erntet damit in Designerkreisen einhellige Anerkennung. Eine
regionale Einführungsveranstaltung wurde zur Feier der Kreation
der dünnsten Keramikuhr der Welt organisiert, die überraschende
Rado True Thinline.
Im Juni und August weihte Tissot ihre achte und neunte eigene
Boutique an der Causeway Bay und in Mong Kok ein. Ihr Markenbotschafter Huang Xiaoming nahm an der Eröffnungsfeier in
Mong Kok teil, während der die allerneuste Kollektion Tissot
Seastar 1000 lanciert wurde. Certina warb erstmals mit beein­
druckenden Riesen­plakaten in Tsim Sha Tsui und Mong Kok sowie
mit einem 30 Sekunden langen Fernsehspot und einer Anzeigenkampagne in den Trams: der Erfolg war durchschlagend. Für Mido
ist das Jahr 2011 ein wichtiger Markstein, eröffnete sie doch ihre
erste Boutique in Hongkong; an der Einweihung nahmen berühmte
Künstler teil. Hamilton feierte die phantastische Geburt ihrer Uhr
Pan Europ anlässlich eines Fests namens «Marking Modern Times
with Hamilton». Ausserdem führte die Marke zur Verstärkung ihrer
Präsenz eine Werbekampagne in den Trams durch.
Die zweite Boutique von ck watch & jewelry wurde im Shatin New
Town Plaza eingeweiht. Die durch das neue, eierschalenfarbene
Einrichtungskonzept geschaffene Atmosphäre trug zum unvergesslichen Erlebnis bei, an dem Kate Tsui und Ron Ng als Ehrengäste
teilnahmen.
Swatch eröffnete zwei Flagship Stores, einen im Zentrum der
­Causeway Bay und den andern in Tsim Sha Tsui. Diese zugkräftigen Boutiquen transportieren die von der Marke verkündete
­Botschaft der Lebensfreude. Im November ging die durch das
Haus Phillips de Pury & Company versteigerte Kollektion Blum für
45 Millionen Hongkong-Dollar (mehr als 6 Millionen Schweizer
Franken) an einen Sammler aus Festlandchina.
117
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group
Macao
Swatch Group
Taiwan
Der Absatz der Swatch Group Macao verzeichnete 2011 erneut ein
starkes Wachstum. Als Fundament für die künftige Expansion der
Marken in diesem soliden Markt wurde das Vertriebsnetz weiter
ausgebaut. Die Boutique von Breguet im Venetian Macao öffnete
ihre Pforten im Januar, und das grosse Einweihungsfest fand im
März statt. Anfang September eröffnete Breguet gemeinsam mit
dem Einzelhändler Luck Hock einen 100 m2 grossen Shop-in-shop
in Macao. Eine neue Blancpain-Boutique wurde zudem im Juni im
Landmark Macau eröffnet. Diese Drehscheibe des Luxus in Macao
befindet sich an einzigartiger strategischer Lage im Stadtzentrum
und umfasst ein Fünfsternehotel mit 451 Suiten und Zimmern
­sowie ein Einkaufszentrum, das Luxusmarken der Uhren- und
­Modebranche beherbergt. Im Venetian Macao wurde die nach dem
allerneusten Design­konzept der Marke renovierte Boutique von
Glashütte ­Original im Oktober wiedereröffnet; ein interaktives
­Konzept mit Videofilmen und Uhrenanimationen stellt die Marke
auf moderne und attraktive Weise vor. Jaquet Droz weihte im
Landmark Macau ihre zweite Boutique ein.
Die Künstlerin Charmaine Sheh und die berühmten Models Kenny
Wong und Jocelyn Luko wurden eingeladen, um gemeinsam mit
Chan Man, Generaldirektor des Kam Lio Lei, und David Chow Kam
Fai, Generaldirektor der New Macau Landmark Management
­Limited, die Eröffnungsfeier zu präsentieren. In der Weihnachtszeit
führte Mido im internationalen Flughafen von Macao eine Kampa­
gne zur Förderung ihrer neuen Boutique im Venetian Macao durch.
Hamilton setzte die Erweiterung ihres Vertriebsnetzes in Macao
mit einem verbesserten Konzept der Shop-in-shops und der
Spezial­dekorationen fort.
Dank offensiver Aktivitäten im Einzelhandel und der Eröffnung neuer
eigener Boutiquen übertraf die Swatch Group Taiwan 2011 ihre
budgetierten Absatzziele. Breguet konsolidierte ihr Distributions­
netz, indem sie wichtige neue Verkaufspunkte eröff­nete oder bestehende renovierte. Sonderveranstaltungen hoben ihr einzigartiges
Erbe hervor.
Blancpain markierte ihre Präsenz an Ausstellungen und Uhren­
messen bei den wichtigsten Einzelhändlern und stärkte damit das
Image der Marke. Den Beachtungsgrad von Glashütte Original
­optimierte das bei der Lancierung der Senator Diary eingesetzte
Konzept «Art & Technik». Das Wachstum von Jaquet Droz wurde
2011 durch Produkte gefördert, die den Sammlerstatus der Marke
hervorheben. Die Uhren von Tiffany & Co. sind nun in drei neuen
Shop-in-shops vorrätig. Omega lancierte ihre Ladymatic und die
Kollektion Seamaster Planet Ocean, was der Marke zu einer ausgezeichneten Medienabdeckung verhalf. Mit der Eröffnung ihrer
­ersten Markenboutique und der Organisation von Veranstaltungen
der Spitzenklasse erreichte Longines neue Höhen. Die neue, auf­
sehenerregende Rado-Boutique bietet das vollständige Sortiment
der innovativen Produkte der Marke an. Die neu dazugestossenen
Einzelhändler von Tissot und der Markenslogan «In touch with your
time» zogen eine junge, modische Kundschaft an. Mido eröffnete
eine neue Boutique und lancierte Sonderserien. Hamilton investierte in neue Boutiquen in Taiwan, wo ihr Markenimage durch ihre
Verbindungen mit der Fliegerei verstärkt wurde. ck watch & jewelry
profitierte 2011 in Taiwan von einer starken Medienpräsenz und
­erzielte ein bemerkenswertes Wachstum. Die neuen Kollektionen
von Swatch trugen zum zweistelligen Zuwachs bei. Das gewandelte, frische Image der Marke ist vor allem auf die Lancierung der
Swatch Touch zurückzuführen. Flik Flak besetzt dank der Linien
Full-Size und Cute-Size auch weiterhin die Spitzenposition unter
den Marken, die Kinderuhren produzieren.
118
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Singapur
Swatch Group
Malaysia
Die Swatch Group Singapur erreichte 2011 ein zweistelliges
Wachstum, konsolidierte damit ihre Marktposition und verstärkte
die qualitativen Aspekte ihres Vertriebsnetzes in sämtlichen Segmenten. Im April unterstrich Breguet ihr Engagement für die Kultur
mit der Einladung von 400 ausgewählten Gästen zum Monumental
Ball, um die Öffentlichkeit für die nationalen Denkmäler von Singapur zu sensibilisieren. Jaquet Droz organisierte einen charmanten
Galaabend im Regent Hotel, um rund dreissig VIP-Kunden ihre
neue Kollektion zu präsentieren. Der solide Absatzzuwachs von
­Omega erhielt im September zusätzlichen Schwung durch die Lancierung der neuen Kollektion Planet Ocean, unterstützt durch eine
starke Werbekampagne und Cocktailempfänge bei VorpremierePräsentationen in den Flagship Stores. Im Dezember organisierte
Omega eine Medientournee für die fliegende Augenklinik von
­Orbis. Longines konsolidierte ihre Beziehungen zum prestige­
reichen Singapore Turf Club dank dem Longines Singapore Gold
Cup, der im zweiten Jahr in Folge einen echten Erfolg zeitigte.
Überaus erfolgreich waren auch die neuen, im Markt lancierten
­Kollektionen Rado Centrix, Rado True Thinline und Rado D-Star.
Der Oktober war geprägt von der Lancierung der Tissot RacingTouch, gefolgt von einer faszinierenden Ausstellung in Raffles City,
die sich auf die Augmented Reality stützte. Hamilton präsentierte
ihr erstes Akrobatikflugzeug-Modell in Originalgrösse anlässlich
­einer Ausstellungswoche in VivoCity. Journalisten und andere
­Gäste wohnten einer Modeschau bei, die eine Vorpremiere für die
Präsentation der Herbst-Winter-Kollektion von ck watch & jewelry
bildete. Swatch begeisterte das lokale Publikum mit dem Zebra
Day und der Lancierung ihrer Kollektionen Kidrobot und Swatch
Touch.
2011 wahrte die Swatch Group Malaysia ihren hohen WachstumsProzentsatz, entwickelte voller Energie das eigene Vertriebsnetz
und verbesserte die Qualität der Präsenz der Marken im Einzel­
handel durch kontinuierliche Investitionen in Marketing und Verkaufsförderung auf signifikante Weise. So organisierte Breguet
mehrere exklusive Galadinners, um ihre VIP-Kunden mit den an der
Baselworld 2011 präsentierten Neuheiten bekanntzumachen. Im
Oktober richtete Blancpain einen erstklassigen Corner ein, und
zwar in bester Lage in der Starhill Gallery, der prestigereichen
Shopping Mall von Kuala Lumpur. Omega lancierte im Berichtsjahr
zwei wichtige Produkte: Im Februar stellte die Marke die Kollektion
Ladymatic im Rahmen einer spektakulären Modeschau im Pavilion
Kuala Lumpur vor, im Oktober gefolgt von der Kollektion Planet
Ocean im Club Saujana Resort in Anwesenheit des Markenbotschafters Simon Yam. Rado surfte nach der Verleihung des DesignPreises im Vorjahr auf der Erfolgswelle weiter und bezauberte von
August bis Oktober mit dem Rado Star Prize 2011 Award ein
­weiteres Mal zahlreiche lokale Talente der Welt der Kunst und des
Designs. Für die Liebhaber von Tissot in Malaysia war die Partnerschaft der Marke im April mit dem 100-Jahr-Jubiläum der
Jungfraubahnen ein besonderes Ereignis. Ebenfalls für grosses
Aufsehen sorgte der Besuch des chinesischen Superstars Huang
Xiao-Ming an der Ausstellung der Kollektion Tissot Seastar 1000.
Die Pressepräsentation des Modells DS Multi-8 von Certina, die
die auffälligen Plakatflächen der Kollektion Multifort von Mido und
die grossen Anstrengungen von ck watch & jewelry für ein quali­
tatives ­Merchandising an den Verkaufspunkten generierten alle eine
grosse Nachfrage nach diesen Produkten. Nicht zuletzt behauptete
sich Swatch an vorderster Front mit ihrer neuen Swatch Touch
und der New Gent Kollektion.
119
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Thailand
2011 verstand es die Swatch Group Thailand, ihre Leaderposition
in einem besonders schwierigen Marktumfeld zu verstärken. Sie
konzentrierte ihre Aktivitäten auf Werbekampagnen, die direkt die
Endkunden ansprechen, sowie auf den weiteren Ausbau der
­Präsenz der Swatch-Group-Marken in den Warenhäusern. Im Juni
fand im St. Regis Hotel der exklusive Galaabend «Breguet Back to
Classique» für die VIP-Kunden der Marke statt; bei dieser Gelegenheit wurde ihnen die Uhr Breguet Classique 7337 vorgestellt.
Im Juli organisierte Omega für die Lancierung der Ladymatic ein
exklusives Galadinner im Mandarin Oriental Hotel. Im Oktober veranstaltete die Marke dann anlässlich der Lancierung ihrer populären
neuen Kollektion eine «Planet Ocean Party» in Partnerschaft mit
den Human Resources Training and Sports Divisions des königlichen thailändischen Marinekorps. Longines verstärkte ihre Präsenz
auf dem thailändischen Markt durch die Einweihung eines neuen
Shop-in-shop in Pattaya, einem der renommiertesten Tourismus­
orte in Südostasien. Rado eröffnete ihren ersten Shop-in-shop im
Einkaufszentrum Siam Paragon in Bangkok. Die Fans der Marke
waren begeistert, dort eine exklusive Auswahl der begehrtesten
Modelle zu entdecken, darunter die Rado Centrix und die Rado
True Thinline. Im Februar eröffnete Tissot einen neuen Pavillon im
Paradise Park, einem der neusten Einkaufszentren Bangkoks. Im
September sponserte die Marke erstmals das zum vierten Mal
stattfindende Thailand Basketball Open und schenkte dem besten
Spieler eine Tissot T-Touch Expert. Schliesslich lancierte Swatch in
ihrer Boutique im Bangkoker Siam Center die Kampagne für die
neuste New-Gent-Kollektion. Das Konzept «mix and match» dieser
Kollektion bildete eines der wichtigsten Themen der Modeschauen,
die ihr gewidmet waren.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
120
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Südkorea
Swatch Group
Japan
Die Swatch Group erlebte in Südkorea ein gutes Jahr. Breguet
sponserte das Great Mountain Music Festival, das ihre Zielkundschaft anzog und der Marke eine exzellente Publizität verschaffte.
Blancpain organisierte ihre erste Mini-Baselworld und lud dazu die
Presse und ihre Kundschaft ein. Die Eröffnung der ersten Boutique
von Jaquet Droz in Seoul verbesserte die Bekanntheit der Marke.
Omega verstärkte ihre Position im Luxussegment durch Lancierungsveranstaltungen für die Ladymatic und die Planet Ocean im
März und September. Longines erzielte einmal mehr ausgezeichnete
Ergebnisse mit neuen Rekordverkäufen und verbesserte zudem
ihre Visibilität. Der Rado Star Prize 2011 unterstrich das DesignImage von Rado und ihrem Motto «Unlimited Spirit». Südkorea
stellt heute einen der weltweit wichtigsten Märkte von Tissot dar.
Mido verzeichnete einen Rekordabsatz und ein bemerkenswertes
Wachstum, die ihre Position in Südkorea stärken. Hamilton reali­
sierte ebenfalls Rekordverkäufe, und die Rundreise des HamiltonFlugzeugs im ganzen Land verstärkte die Präsenz der Marke in der
Welt der Fliegerei. ck watch & jewelry führte eine offensive Marketing- und Werbekampagne durch, um ihre Stellung im Markt als
führende Modemarke für Uhren und Schmuck zu konsolidieren.
Swatch konzentrierte sich auf die Renovierung ihrer Boutiquen und
eröffnete das erste dieser Geschäfte, das nach dem Ice-DunesKonzept eingerichtet ist. Die Fernsehkampagne um die New Gent
und die Power Bloggers trugen zur Visibilität der Marke bei.
Flik Flak schliesslich verbesserte ihre Bekanntheit mit der neuen
Kollektion Disney.
Am 11. März 2011 wurde von Japan einem Erdbeben erschüttert
und von einem dadurch ausgelösten schrecklichen Tsunami überflutet. Damals war es für die Swatch Group vorrangig, sich um ihre
Angestellten und deren Angehörige zu kümmern. Glücklicherweise
wurde niemand ernsthaft verletzt. Diese Katastrophe veränderte
dennoch das Schicksal unzähliger Menschen grundlegend: Im Norden des Landes leben immer noch Tausende in behelfsmässigen
Unterkünften. Obwohl das Erdbeben auch in Tokio zu spüren war,
erlitt die japanische Hauptstadt nur wenige Schäden. Die Swatch
Group Japan beteiligte sich aktiv an den Wiederaufbauarbeiten und
der Unterstützung der Bevölkerung.
Tokio hatte Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Elektrizität,
Trinkwasser und Benzin. Ausserdem traf der Reaktorunfall von
­Fukushima die Bevölkerung auch psychisch. Dennoch verbesserte
sich die Situation erstaunlich rasch, und das Leben nahm wieder
einen relativ normalen Lauf. Kurz nach der Katastrophe stürzte die
japanische Wirtschaft ins Bodenlose, wovon auch die Verkäufe
­getroffen wurden. Seit dem Sommer waren im Markt hingegen
­ermutigende Zeichen zu erkennen, und die Marken der Swatch
Group konnten von der 2010 realisierten Verbesserung des
­Vertriebsnetzes profitieren. Dadurch fingen sie sich gut auf und
schlossen das Geschäftsjahr mit guten Ergebnissen ab.
Breguet bestätigte ihre Leaderposition im Prestigeuhren-Segment
und erzielte zum Jahresende ausgezeichnete Ergebnisse. Die
«Type XX Exhibition» in der Cité du Temps des Nicolas G. Hayek
Center fand grosse Beachtung in der Öffentlichkeit und erlaubte
der Marke, ihr reiches Erbe und ihren Innovationsgeist ins Rampenlicht zu stellen. Ab September führten Blancpain, Glashütte Original
und Jaquet Droz ebenfalls Veranstaltungen für die Lancierung ihrer
neuen Modelle durch; ihre Ausstellungen in verschiedenen Bou­
tiquen begeisterten die VIP-Kundschaft und gewährleisteten den
­Erfolg ihrer Produkte. Omega eröffnete Anfang Jahr mit einem
­grossen Fest ihre zweite Flughafenboutique in Japan im Kansai
­International Airport in Osaka. Dank selektiver Distribution und den
Neuheiten Planet Ocean und Ladymatic konnte die Marke weitere
Marktanteile erobern.
121
Swatch Group in der Welt
Im September organisierte Longines in Anwesenheit von Chi-Ling
Lin, ihrer Botschafterin der Eleganz, einen DolceVita Photo Contest.
Dank diesem Wettbewerb war die Lancierung der Uhren der
­Kollektion DolceVita ein durchschlagender Erfolg. Im Oktober
­fungierte Longines als Partnerin zweier wichtiger internationaler
Sportveranstaltungen: des Tennis-Open von Japan in Rakuten und
der 43. Weltmeisterschaft für Kunstturnen. Rado konzentrierte ihre
Aktivitäten auf Events in den Verkaufspunkten, um die Rado True
Thinline zu lancieren, während Tissot von ihren sportlichen Linien
profitierte, zumal während der Rennen des MotoGP von Japan im
Oktober. Hamilton erzielte in all ihren Absatzkanälen ein Rekordjahr
dank geschicktem product placement und den privilegierten Beziehungen der Marke zu Hollywood. ck watch & jewelry verstärkte
wiederum ihren Vertrieb, insbesondere mit der Eröffnung ihres
­ersten Shop-in-shops im Erdgeschoss des Department Store
­Seibu. Die Kollektion 2011 wurde im japanischen Markt gut aufgenommen, und die grosse Pressekonferenz im Oktober verhalf der
Herbst-Winter-Kollektion zu einer starken Medienabdeckung.
Swatch, stets cool und dynamisch, verstärkte ihr Image zusätzlich
durch das Konzept Ice Dunes ihrer Boutique in Osaka.
Mit der Swatch Touch, die an einem Event gemeinsam mit
­Berühmtheiten und Journalisten lanciert wurde, feierte die Marke
zudem einen klaren Erfolg. Diese Kollektion fand bei den technologie­
versessenen japanischen Konsumenten grossen Anklang.
Das Land der aufgehenden Sonne erlebte die grösste Katastrophe
seit 1945, zeichnete sich jedoch durch eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit aus, so dass das Jahr 2011 für die Swatch Group
Japan auf einer sehr positiven Note ausklang.
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group
Indien
Die Swatch Group Indien verzeichnete 2011 in allen Marktsegmenten ein substanzielles Wachstum. Mit vermehrten innovativen
­Marketingaktionen, einer besseren Sichtbarkeit in den Verkaufspunkten, Monomarkenboutiquen und anhaltenden PR-Aktivitäten
bei Lancierungen und gezielten Events konnten die Marken ihre
­Position stärken.
Breguet, die Marktführerin im Prestigesegment, stellte in Delhi ihre
Kollektion Marine Royale vor, die auf grosse Beachtung in den
­Medien stiess und zur Absatzsteigerung beitrug. Blancpain war
­laufend in den einflussreichsten Lifestyle-Magazinen vertreten.
­Jaquet Droz stellte ihre Kollektion an der Super Car and Bike Show
in Delhi einem anspruchsvollen Kundenkreis vor.
Ebenfalls in Delhi lancierte Omega im Beisein ihrer Botschafterin,
der Schauspielerin Sonali Bendre Behl, die Linie Ladymatic. Ausserdem weihte die Marke in Südindien zwei neue Boutiquen ein.
­Longines konzentrierte sich mit der Eröffnung von Shop-in-shops in
Schlüsselmärkten auf die Qualität ihres Distributionsnetzes. Ihre
Botschafterin Aishwarya Rai Bachchan war Ehrengast beim Pferderennen Prix de Diane Longines in Chantilly bei Paris. Vor Journalisten und Händlern wurde der Schauspieler Hritik Roshan bei einem
Event in Gurgaon zum neuen Rado-Botschafter ernannt. Die Marke
eröffnete zudem zwei neue Boutiquen sowie 15 Shop-in-shops
und stellte ihre Spitzenmodelle in acht Städten aus.
Tissot weihte im Berichtsjahr drei neue Boutiquen und 17 zusätz­
liche Shop-in-shops ein. Ihre Botschafterin Deepika Padukone
­präsentierte die neuen Uhrenlinien für Damen an einer Pressekonferenz in Mumbai (Bombay). Kunden, Medien und Händler feierten
122
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
die Weiblichkeit an einem exklusiven Event von Balmain in Delhi.
ck watch & jewelry eröffnete 15 neue Shop-in-shops und
­erweiterte damit ihr Händlernetz auf 140 Verkaufspunkte. Sie
­verzeichnete zudem ein starkes Wachstum bei den wichtigsten
Einzelhändlern. Die Marketingkampagnen für die Kollektionen
Full Blooded und New Gent waren ein voller Erfolg.
Swatch Group
Mittlerer Osten
Swatch Group Mittlerer Osten konnte 2011 eine Absatzsteigerung
verzeichnen. Die regionalen Partner der Swatch Group wurden von
Nayla Hayek und dem lokalen Direktionsteam bei der Veranstaltung
«Time to Move» empfangen, die erneut ein Erfolg war.
Breguet blieb im Prestigesegment unangefochten die Leadermarke.
Die Nachfrage nach ihren Produkten überstieg das Angebot deutlich. An renommierten Standorten wurden neue Shop-in-shops
­eröffnet, namentlich im Zabeel Saray Palace in Palm Jumeirah.
Blancpain konnte den Absatz kontinuierlich steigern und das Netz
ihrer Verkaufspunkte vergrössern. Die Marke stand im Autorennsport beim 24-Stunden-Rennen von Dubai und dem GT1-Rennen in
Abu Dhabi im Einsatz. Viel Beachtung fand auch die Lancierung der
Taucheruhr X-Fathoms im Dubai Aquarium & Underwater Zoo in
der Dubai Mall im Beisein von Marc A. Hayek und dem Apnoe­
taucher Gianluca Genoni. In Dubai stellte Glashütte Original ihre
­exklusiven Zeitmesser vor und gab an einer Feier zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung Einblicke in das vorzügliche
deutsche Uhrmacherhandwerk. Jaquet Droz verstärkte mit der
­Organisation regionaler Ausstellungen und der Eröffnung neuer
Shop-in-shops ihre Position in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar und Kuwait. Die von Tiffany & Co. an der Baselworld
2011 vorgestellten neuen Uhren, darunter die Atlas Cocktail Round
und die Tiffany Gallery, fanden besonders viel Anklang.
Mit der Optimierung der Distribution, einem effizienten Marketing
und strategischen Partnerschaften mit den Golfturnieren Omega
Dubai Ladies Masters und Omega Dubai Desert Classic konnte
Omega ein starkes Wachstum generieren. Die Performance von
Longines wurde durch erfolgreiche Produktlancierungen, solide
Marketingkampagnen, die Eröffnung neuer Boutiquen sowie strategischen Partnerschaften mit dem Hippodrom von Meydan und der
Emirates Equestrian Federation unterstützt. Dabei konnte sich die
Marke als offizielle Zeitnehmerin der wichtigsten Wettbewerbe dieser Pferdesportvereinigung etablieren. Rado hat in Saudi-Arabien,
in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten neue Boutiquen
eröffnet. Im Herbst vereinbarte die Marke mit der Modeschau
World of Fashion, einem Schaufenster für junge Modeschöpfer,
eine Partnerschaft und lancierte erfolgreich die neue Kollektion
Rado True Thinline.
123
Swatch Group in der Welt
Tissot, Marktführerin im mittleren Segment, erzielte Rekordumsätze
und hat ihre Präsenz im Einzelhandel mit der Eröffnung neuer
­Boutiquen und Shop-in-shops erhöht. Gezielte Marketingstrategien
konnten den Wert der Marke maximieren. Balmain stärkte ihr Image
mit weiteren neuen Shop-in-shops, vor allem in Saudi-Arabien und
den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo die Marke den Absatz
durch offensive Marketingkampagnen verdoppelte. Das Jahr von
Certina war von einem ehrgeizigen Ausbauprogramm für Shop-inshops in den Vereinigten Arabischen Emiraten geprägt, von einer
erfolgreichen Rückkehr in den türkischen Markt, einem gezielten
Marketing und Entwicklungsplänen für sämtliche Länder der Region.
Für Mido verlief das Geschäftsjahr 2011 äusserst positiv. Mit ihrer
kohärenten internationalen Strategie hat die Marke die Konsolidierung ihrer Präsenz in den wichtigsten Märkten fortgeführt, was den
Absatz wesentlich beeinflusste. Hamilton konnte ihre Position in
Schlüsselmärkten wie Saudi-Arabien und den Vereinigten ­Arabischen
Emiraten erheblich verstärken, indem sie ihre Visibilität verbesserte
und so neue Marktanteile eroberte. ck watch & jewelry erzielte mit
der Eröffnung neuer Shop-in-shops und einer besseren Präsenz
in den Verkaufspunkten, namentlich in Dubai und Abu Dhabi, aus-
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
gezeichnete Ergebnisse. In Nordafrika konnte sie im schwierigen
Umfeld des arabischen Frühlings ein gutes Absatzwachstum
­wahren.
Swatch verzeichnete einmal mehr ein zweistelliges Wachstum.
Ihre Strategie des systematischen Aufbaus einer qualitativen Distribution hat sich langfristig als lohnend erwiesen. Die Marke konnte
ihre Marktposition weiter stärken, indem sie sich in der ganzen
­Region auf gezielte Schulungen und effiziente Marketingaktivitäten
konzentrierte. Die fröhlichen Kreationen von Flik Flak und ihr einzigartiges Konzept, Kindern das Lesen der Zeit spielerisch beizubringen, überzeugten Gross und Klein und führten auch dieses Jahr zu
starken Umsätzen in allen Märkten.
124
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Swatch Group in der Welt
Swatch Group
Südafrika
Die Swatch Group Südafrika verstärkte 2011 die Positionen
­sämtlicher Marken in beträchtlichem Mass. Verbesserungen in
­ihrer Organisation erlauben es nun, zielstrebig zusätzliche Markt­
anteile zu erobern. Im Berichtsjahr standen die Effizienz des
­Kundendiensts und die Optimierung des Distributionsnetzes aller
im Land präsenten Marken im Vordergrund. Gleichzeitig wurde das
Markenportfolio gestrafft, um die leistungsfähigsten zu stärken.
Die Marken des Prestige- und Luxussegments – dazu gehören
Breguet, Blancpain, Glashütte Original und Jaquet Droz – sind nun
mit Shop-in-shops in der luxuriösen Erweiterung von Sandton City
in Johannesburg vertreten, dem bedeutendsten Einkaufszentrum
Südafrikas. An einem trendigen Anlass wurden 300 Medienvertretern, lokalen Berühmtheiten und den wichtigsten Vertriebspartnern
die Stärke der Marken, jedoch auch die wichtigen industriellen
­Aktivitäten der Swatch Group präsentiert. Der südafrikanische
Schwimmer Chad Le Clos und Omega-Botschafter begeisterte das
Land mit seinen sensationellen Leistungen an den Schwimmweltmeisterschaften. Longines stand bei einem wichtigen, im Fern­
sehen übertragenen Lifestyle-Programm im Rampenlicht. Die
­Lancierung der Keramikuhr Rado True Thinline stiess auf enormes
Interesse. Tissot präsentierte ihre Modelle Seastar 1000, Couturier
Lady und Racing-Touch. ck watch & jewelry lancierte bei einer
­exklusiven Veranstaltung in Kapstadt ihre neue Kollektion vor den
wichtigsten Modejournalisten. Swatch erregte Aufsehen durch die
Teilnahme an einem urbanen Kulturevent, der sich in den Strassen
der Innenstadt von Johannesburg abspielte.
125
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Governance
126
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Umweltschutzpolitik
UMWELTSCHUTZ UND SICHERHEIT 2011
Umweltschutzpolitik und Sicherheit
Umweltschutz und Sicherheit ist in allen Bereichen unserer Gruppe
ein prioritärer Grundsatz, der tagtäglich von jeder Mitarbeiterin und
jedem Mitarbeiter der Gruppe respektiert, gefördert und um­
gesetzt wird. Es ist uns allen ein Anliegen, unserer Umwelt Sorge
zu tragen und ihr ebenso wie der Sicherheit im Allgemeinen
­höchste Beachtung zu schenken. Diese Dimensionen sind Teil der
­Environment, Social und Governance (ESG) Werte, denen wir
alle grösste Bedeutung zuweisen, wie dies im vorliegenden
­Geschäftsbericht auch an verschiedenen Stellen zum Ausdruck
kommt.
Grundsätzlich werden Ressourcen effizient und sparsam einge­
setzt, um sicherzustellen, dass die Produkte auf nachhaltige und
umweltschonende Weise hergestellt und vertrieben werden.
­Bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase eines jeden neuen
Produkts werden gut rezyklierbare Materialien und Hilfsstoffe
­sowie umweltschonende Produktionsmethoden berücksichtigt.
Insbesondere werden Massnahmen zur Reduktion des Energie­
verbrauchs umgesetzt, sei es durch Produktionsanlagen mit
­intelligenten Energiewirtschaftssystemen oder durch energie­
optimierte und wärmeisolierte Infrastrukturen.
Jährlich werden alle betriebsökologisch relevanten Werte in einer
umfassenden Datenerhebung konsolidiert. Diese Daten werden
ausgewertet und dienen der Messung der erreichten Ergebnisse
sowie als Grundlage für die weiteren angestrebten Ziele.
Die im Berichtsjahr erzielten Fortschritte unserer Betriebsökologie
sind aus den folgenden Kennwerten ersichtlich.
Erzielte Fortschritte
Grundsätzlich konzentrierten sich die angestrebten Massnahmen
und Umsetzungen auf die umweltrelevanten Bereiche wie
Energie, Wasser, Luft und Abfallmanagement. Verglichen mit dem
Vorjahr und in Anbetracht des sehr stark angestiegenen Produk­
tionsvolumens in allen Bereichen sowie der Ausweitung unseres
­Vertriebsnetzes erreichten wir im Berichtsjahr 2011 eine
sehr moderate Erhöhung oder sogar eine Reduktion der Umwelt­
belastung in folgenden Bereichen:
Wärmeverbrauch pro Nutzfläche (kWh / m2)
Im Berichtsjahr sank der Energieverbrauch in Form von Heizöl,
­Erdgas und Fernwärme pro Nutzfläche um 6,4%. Dieser Fortschritt
ergibt sich aus der Umsetzung zahlreicher Massnahmen wie
­Gebäudesanierungen und -isolationen, Optimierung oder Ersatz
­diverser Klima- und Kühlwasseranlagen, Inbetriebnahme neuer
Wärmerückgewinnungsanlagen sowie von Heizungs- und Warm­
wassererzeugungsanlagen, die mit Solarenergie betrieben werden.
Stromverbrauch pro Nutzfläche (kWh / m2)
Gemessen in kWh / m2 stieg der Stromverbrauch gegenüber dem
Vorjahr um 9,8%. Dieser Mehrverbrauch erklärt sich durch die
überproportionale Steigerung der Produktion. Durch den Einsatz
neuer, energieeffizienter Maschinen und Einrichtungen in
­verschiedenen Produktionseinheiten konnte ebenfalls ein unter­
proportionaler Stromverbrauch erreicht werden. Auch die in
­mehreren Unternehmen der Gruppe erneut durchgeführten
Energie­spar­programme leisteten dazu ihren Beitrag.
CO2-Emission durch Energieverbrauch
Durch die Einsparung fossiler Energien wurde die CO2 -Emission
gegenüber dem Vorjahr um 4,9% reduziert. Diese Verminderung
wurde einerseits durch die Reduktion des Heizöl- und Erdgas­
verbrauchs und andererseits durch die Erhöhung des Anteils der
erneuerbaren Energien (Sonnenenergie, Wasserkraft) erzielt.
­Ausserdem wurde die intensive Zusammenarbeit einiger Gruppen­
gesellschaften mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) für
die Reduktion des CO2 -Ausstosses fortgesetzt.
Abfallmanagement
Der anfallende Sondermüll (ohne Uhrenbatterien) stieg im Berichts­
jahr wegen des höheren Produktionsvolumens um 21,5%.
­Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil des rekuperierten bzw. rezyklier­
ten Sondermülls um 10,8%. Zudem reduzierten sich die sonstigen
Industrieabfälle wie Papier, Karton, Kunststoff und ­elektronische
Komponenten um 0,5%, wobei der Anteil der ­verbrannten Industrie­
abfälle um 7,4% und der rezyklierte Anteil um 9,1% zunahmen.
In Anbetracht der zum Teil signifikanten Produk­tions­steigerung fiel
die Zunahme der Industrieabfälle ­minimal aus. Dieser Umstand
ist auf den wohlüberlegten ­Ressourceneinsatz sowie die systema­
tische Erfassung und ­umweltgerechte Wiederverwertung oder
Entsorgung der Abfälle zurückzuführen.
Batterie-Recycling
Bereinigt um die intern über das abgelaufene Haltbarkeitsdatum
aussortierten Batterien und den Verkauf der Restposten bei der
­Renata AG wurden im Berichtsjahr insgesamt 1,9% mehr
­Uhrenbatterien den autorisierten Spezialfirmen zur Rezyklierung
übergeben als 2010. Hervorzuheben ist, dass inzwischen nur noch
umweltfreundliche Batterien produziert werden.
Wasserbewirtschaftung
Auch in diesem Bereich wurden wiederum beachtliche Fortschritte
erzielt. Trotz massiver Produktionssteigerung, Einsatz von mehr
­Personal und Arbeitsschichten sowie von mehr Klima- und Kühl­
wasseranlagen erhöhte sich der Verbrauch an Frischwasser gegen­
über dem Vorjahr um nur 114 500 m3 und derjenige an Nicht-Trink­
wasser um nur 96 300 m3. Im Berichtsjahr wurde zudem weiter in
die Verminderung des anfallenden Gebrauchtwassers ­investiert,
dies durch den vermehrten Einsatz vom geschlossenen Wasser­
kreislaufsystemen, die Effizienzsteigerung bei der Wasseraufberei­
tungsanlage, sparsame Sanitäranlagen und ähnliche ­Massnahmen.
127
Sozialpolitik
VOC-Emission (Volatile Organic Components)
Mit der Produktionssteigerung im Berichtsjahr nahm der Verbrauch
an VOCs gegenüber 2010 um 12,7% zu, dies hauptsächlich durch
den Mehrverbrauch an Aceton, Alkohol und Benzin als Reinigungs­
mittel für die produzierten Komponenten. Die VOC-Emission stieg
in diesem Bereich um 12,1%. Andererseits wurden im Berichtsjahr
8,0% mehr VOCs rekuperiert bzw. rezykliert, und zwar durch
den Einsatz von Rückgewinnungsanlagen für Benzin und andere
flüchtige Lösungsmittel.
Papierverbrauch
Gegenüber dem Vorjahr konnte im Berichtsjahr das Volumen
an eingesammeltem und rezykliertem Papier und Karton um 2,1%
gesenkt werden. Gleichzeitig wurde das Einsammeln von Papier
und Karton für die Weiterleitung an autorisierte Recyclingfirmen im
Berichtsjahr verstärkt.
Risikomanagement
Die Risiken werden durch interne sowie externe Experten anhand
regelmässiger Audits ermittelt und im Corporate Risk Management
System erfasst, bearbeitet und ausgewertet, um so die geeigneten
Massnahmen zu eruieren, mit denen sich ein potentielles Risiko
­beseitigen oder minimieren lässt. Zudem entschied die Swatch
Group, innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre in sämtlichen
­Unternehmen der Gruppe ein Business Continuity Management
System zu implementieren.
Potentielle Brandfälle stellen nach wie vor das Hauptrisiko dar.
­Deshalb wird vor allem bei den Produktionsstandorten Risiko­
prävention im weitesten Sinne gefördert. Sollte dennoch ein
­Schadenfall eintreten, stehen umfassende und klar definierte
­Notfalldispositive bereit.
Der Sicherheit und Gesundheit unserer Belegschaft wird grösste
Beachtung geschenkt. Folglich werden alle notwendigen Mittel für
die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz eingesetzt.
In Bezug auf nachhaltige Produktionsmethoden und Produkte hält
sich die Swatch Group neben vielen anderen internationalen
­Direktiven auch vollumfänglich an die beiden EU-Richtlinien RoHS
(Restriction of Hazardous Substances) und WEEE (Waste Electrical
and Electronic Equipment).
Umwelt-, Ethik- und Sozialkriterien sind auch fester Bestandteil
­unserer Beschaffungspolitik. Als Lieferant wird nur zugelassen, wer
die klar definierten und vertraglich festgehaltenen Kriterien in
­Bezug auf die sicherheits-, umwelt- und sozialpolitischen Aspekte
vollumfänglich erfüllt. Diese Politik gilt auch für die Beschaffung
exotischer Leder und hat zur Folge, dass die Swatch Group ihren
Bedarf an solchen Ledern nur aus kontrollierten Zuchtbetrieben in
den Vereinigten Staaten bezieht.
Diamanten werden ausschliesslich unter vollumfänglicher Einhaltung
der Kimberley-Prozess-Zertifizierung beschafft. Damit ist die
­Herkunftsgarantie über die gesamte Beschaffungskette hinweg
­sichergestellt. Für Edelmetalle wie Gold wird von den Lieferanten,
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
ob Goldraffinerien oder Handelsfirmen, eine unterzeichnete
­Erklärung verlangt, dass die Herkunft der Materialien den funda­
mentalen ethischen Regeln entspricht.
Für ergänzende Informationen wird auf die Ausführungen des
Swatch Group Quality Managements auf Seite 97 verwiesen.
Sozialpolitik
www.swatchgroup.com/de/jobs_und_karriere
Allgemeine Grundsätze
Weil der Erfolg eines Unternehmens weitgehend von den Quali­
fikationen und der Motivation seiner Mitarbeiter abhängt, setzt die
Swatch Group auf eine Sozialpolitik, die sie zu einer wettbewerbs­
fähigen und attraktiven Teilnehmerin auf dem Arbeitsmarkt macht.
Arbeitsplätze
Mit weltweit rund 28 000 Mitarbeitenden spielt die Swatch Group
eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt für eine Vielzahl von
­Berufen und Tätigkeitsbereichen. Die 2009 getroffene Entscheidung
des Verwaltungsrats und der Konzernleitung, während der
­Wirtschaftskrise die Arbeitsplätze langfristig zu erhalten, hat sich
bewährt. Damit ist die Swatch Group auf dem Arbeitsmarkt mehr
denn je als zuverlässige und sehr attraktive Arbeitgeberin präsent.
Dies ist um so wichtiger, weil das Unternehmen erneut eine
­Expansionsphase erfährt und die Zahl der Neueinstellungen stetig
steigt.
Die Swatch Group gibt sich nicht damit zufrieden, die bestehenden
Arbeitsplätze zu erhalten, sondern bemüht sich, neue zu
schaffen, insbesondere durch die Förderung alter Uhrmacherberufe,
die nahezu in Vergessenheit geraten sind, wie zum Beispiel das
Guillochieren. Dank diesem Vorgehen werden die betriebsinternen
Kompetenzen gezielt weiterentwickelt und konsolidiert.
Die Anregungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden
als Chance betrachtet, da sie zur kontinuierlichen Verbesserung
des Arbeitsprozesses und der Organisation der Swatch-Group-­
Unternehmen beitragen. Diese Sichtweise erlaubt ebenfalls, die
Mitarbeitenden gezielt und individuell zu motivieren, Verantwortung
für neue Aufgaben innerhalb des Betriebs zu übernehmen.
Ausserdem wurden 2011 auf nachhaltige Weise neue Arbeitsplätze
auf lokaler und regionaler Ebene geschaffen, dies dank drei
neuen Produktionsketten in der Schweiz und mehreren Aktivitäts­
erweiterungen.
Ausbildung
Berufliche Grundausbildung
Aufgrund ihrer grossen sozioökonomischen Verantwortung legt
Swatch Group besonderen Wert auf die berufliche Grundaus­
bildung. Deshalb bietet das Unternehmen seit August 2011 fünf
­zusätzliche Berufslehren an: Mikromechaniker, Galvanoplastiker,
Automatiker, Goldschmied und Lastwagenchauffeur. Vor diesem
128
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Sozialpolitik
Hintergrund bilden die Tochtergesellschaften der Swatch Group
junge Lernende in einer Vielzahl von kaufmännischen, technischen,
handwerklichen und industriellen Berufen aus, die mit der Uhren­
industrie, der Mikrotechnik und der Elektronik zusammenhängen.
2011 hat die Swatch Group die Ausbildung von 323 Lernenden in
24 unterschiedlichen Berufen sichergestellt.
Uhrmacherschulen Nicolas G. Hayek
Die Nicolas G. Hayek Watchmaking Schools, auf Initiative des
Gründers der Swatch Group gegründet, runden das Angebot der
beruflichen Grundausbildung in den Tochtergesellschaften der
Swatch Group ab. Sie tragen gleichzeitig den langfristigen Bedürf­
nissen der Uhrenindustrie Rechnung, wächst doch hier eine neue
Generation qualifizierter Uhrmacher heran. An den weltweit
­verteilten sechs Schulen werden in einem massgeschneiderten
Lehrgang Uhrmacher und zukünftige Leiter für den Kundendienst
innerhalb der Swatch Group ausgebildet. Die in einem anspruchs­
vollen Verfahren ausgewählten Schüler kommen in den Genuss
­einer kostenlosen, individuellen Intensivschulung von höchster
Qualität, die über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren
rund 3000 Stunden dauert. Die 53 Studierenden, die 2011 ihre
­Ausbildung abschlossen, bestanden die Schlussprüfung mit Erfolg.
Für den neuen Kurs wurden insgesamt 63 Kandidaten zugelassen.
Berufliche Entwicklung
Innerhalb des Kompetenzentwicklungsprozesses fördert die
Swatch Group mit ihren Schulungsaktivitäten auch die laufende
Weiter­bildung ihrer Mitarbeiter. In diesem Rahmen liegt das
Schwer­gewicht der Kurse auf den spezifischen Bedürfnissen der
Kader und Spezialisten der verschiedenen Berufe in der Uhr­
macherei. ­Jedes Jahr werden eine Vielzahl von Seminaren in den
Bereichen Leadership und zur Entwicklung der sozialen, techni­
schen ­und methodologischen Kompetenz angeboten. Allfällige
Weiterbildungsmassnahmen werden mit den Mitarbeitern gemein­
sam definiert. Bei der Schulung haben die praktischen Aspekte
Vorrang, was die Weitergabe des im beruflichen Alltag erworbenen
Fachwissens ­begünstigt.
Soziale Partnerschaft und Arbeitsbedingungen
Die Swatch Group pflegt mit den verschiedenen Sozialpartnern
­einen Dialog im Geist der Offenheit und Zusammenarbeit.
Im Oktober 2011 wurde der neue, vom Arbeitgeberverband der
Schweizer Uhrenindustrie (Convention Patronale, CP) ausgehandel­
te Gesamtarbeitsvertrag unterzeichnet. Er tritt ab 1. Januar 2012
für die Dauer von fünf Jahre in Kraft und bietet den Mitarbeitern
der Unternehmen, die der CP angeschlossen sind, interessante
Rahmenbedingungen.
Ausserdem sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
­Unternehmens bei den Sozialversicherungen von leistungsstarken
Bedingungen und einem ausreichenden Deckungsbeitrag profitie­
ren. Durch laufende Investitionen bekräftigt die Swatch Group ihren
Willen, gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, die den
­Kriterien der modernen Ergonomie entsprechen. Sie legt auch
­grosses Gewicht auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeits­
platz und bietet ein Arbeitsklima, das die berufliche Entfaltung
­begünstigt. Mit rund 70 verschiedenen Nationalitäten ist die Beleg­
schaft der Schweizer Firmen innerhalb der Gruppe international
und multikulturell – sie macht die Swatch Group zu einem Ort der
Vielfalt. Der Konzern legt grossen Wert auf die Identität seiner
Tochtergesellschaften und gewährt ihnen den erforderlichen Spiel­
raum für die Pflege der eigenen Unternehmenskultur.
129
Corporate Governance
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
1. Konzernstruktur und Aktionariat
1.1Konzernstruktur
Die Swatch Group ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das sowohl im Uhrenbereich mit 19 Marken als auch im Schmuckbereich in
allen Markt- und Preissegmenten vertreten ist. Hinzu kommt eine sehr starke industrielle Position mit einem hohen Grad an Vertikalisierung im Bereich Produktion sowie dem strategisch wichtigen Bereich Elektronischer Systeme. Im Bereich der allgemeinen Dienste des Konzerns sind die Organisationseinheiten zusammengefasst, welche für den ganzen Konzern Leistungen erbringen.
Die Swatch Group weist auf allen Ebenen schlanke und effiziente Führungsstrukturen auf. Während sich der Verwaltungsrat mit
den obersten Führungs-, Strategie- und Überwachungsaufgaben beschäftigt, obliegen der Konzernleitung die operativen Führungsaufgaben, in welchen sie durch die Erweiterte Konzernleitung unterstützt wird.
Eine Übersicht über die operative Organisation sowie die Vertriebsstrukturen findet sich auf den Seiten 4 und 5. Die vollkonsolidierten Gesellschaften, von denen ausser The Swatch Group AG keine börsenkotiert ist, sind auf den Seiten 202, 203 und 204 mit
Firmenbezeichnung, Sitz, Grundkapital sowie Beteiligungsanteil aufgeführt.
Die Aktien von The Swatch Group AG sind an der SIX Swiss Exchange AG kotiert. Die Inhaberaktien mit der Valorennummer
1 225 515 sind in den Indizes SMI, SPI sowie SLI gelistet; die Namen­aktien mit der Valorennummer 1 225 514 sind in den SPI Extra
und SMIM gelistet.
ISIN:
Reuters:
Telekurs:
CH0012255144
CH0012255151
UHRN.S
UHR.VX
UHRN, 1
UHR, 1
Namenaktien
Inhaberaktien
Namenaktien
Inhaberaktien
Namenaktien
Inhaberaktien
Seit Februar 2007 sind die Aktien der Swatch Group auch an der BX Berne eXchange kotiert.
Weitere Angaben zur Börsenkapitalisierung und die Kennzahlen pro Aktie sind auf Seite 216 ersichtlich.
Der rechtliche Sitz der Gesellschaft befindet sich in Neuenburg, Faubourg de l’Hôpital 3. Der Verwaltungssitz ist in Biel, Seevorstadt 6.
1.2 Bedeutende Aktionäre:
Per 31. Dezember 2011 kontrollieren der Hayek-Pool sowie die ihm nahestehenden Gesellschaften, Institutionen und Personen
über 64 507 101 Namenaktien und 1 775 Inhaberaktien, insgesamt 41.7% (Vorjahr 41.6%) der Stimmen.
Der Hayek-Pool umfasst folgende Mitglieder:
Name / Gesellschaft
Erbengemeinschaft N. G. Hayek
vertreten durch Marianne Hayek
WAT Holding AG
Ort
Meisterschwanden
Ammann Group Holding AG
c / o Ernst & Young AG, Bern
Pensionskasse Swatch Group
Neuenburg
Meisterschwanden
Wirtschaftlich Berechtigte
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
Nachkommen U. AmmannSchellenberg Sen.
–
Die Gesellschaften und Institutionen, die dem Hayek-Pool nahestehen, ihm aber nicht formell angehören, umfassen folgende Mitglieder:
Name / Gesellschaft
Hayek Holding AG
Erbengemeinschaft N. G. Hayek
und Familienmitglieder
Personalfürsorgestiftung der Hayek Engineering AG
Familien Ammann (Stiftungen, Pensionskassen
und Privatpersonen, Madisa AG)
Fondation d’Ébauches SA et des maisons affiliées
Wohlfahrtsstiftung der Renata AG
Fonds de prévoyance d‘Universo SA
Ort
Meisterschwanden
Meisterschwanden
c / o Ernst & Young AG, Bern
Neuenburg
Itingen
Neuenburg
Wirtschaftlich Berechtigte
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
–
Vertreten durch
Daniela Schneider
–
–
–
Die Gruppe der Erbengemeinschaft N. G. Hayek kontrolliert direkt, durch nahestehende Gesellschaften und Institutionen und im
Rahmen des Pools über insgesamt 40.8% (im Vorjahr 40.8%) der Stimmen. Davon werden 5.0% im Rahmen des Pool-Vertrages
vertreten (im Vorjahr 4.9%).
Die Gruppe von Frau Esther Grether kontrolliert per 31. Dezember 2011 7.2% (Vorjahr 7.2%) der Stimmen im Aktienregister.
Am 31. Dezember 2011 sind der Gesellschaft keine anderen Aktionärsgruppen oder individuellen Aktionäre bekannt, welche über
eine Beteiligung von mehr als 5% verfügen.
1.3Kreuzbeteiligungen
Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen.
130
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Corporate Governance
2. Kapitalstruktur
2.1Kapital
Per 31. Dezember 2011 weist The Swatch Group AG die folgende Kapitalstruktur auf:
124 045 000 Namenaktien zu CHF 0.45 Nominalwert
30 840 000 Inhaberaktien zu CHF 2.25 Nominalwert
Total Aktienkapital per 31.12.2011
2.2Bedingtes und
genehmigtes Kapital
Per 31. Dezember 2011 besteht kein bedingtes und genehmigtes Kapital.
2.3Kapitalveränderungen
Über die letzten drei Jahre hat sich das Aktienkapital der The Swatch Group AG wie folgt verändert:
Stichtag
Namenaktien
Inhaberaktien
31.12.2009
124 045 000 zu CHF 0.45
30 840 000 zu CHF 2.25
31.12.2010
124 045 000 zu CHF 0.45
30 840 000 zu CHF 2.25
31.12.2011
124 045 000 zu CHF 0.45
30 840 000 zu CHF 2.25
CHF
CHF
CHF
55 820 250.00
69 390 000.00
125 210 250.00
Aktienkapital in CHF
125 210 250.00
125 210 250.00
125 210 250.00
Ein detaillierter, von der Revisionsstelle revidierter Eigenkapitalnachweis ist für die konsolidierte Rechnung der Jahre 2010 und
2011 auf Seite 155 und für The Swatch Group AG für das Jahr 2011 unter Anmerkung 7 auf Seite 211 publiziert. Für die Vorjahre
wird auf die Geschäftsberichte der Jahre 2008, 2009 und 2010 verwiesen.
2.4 Aktien und
Partizipationsscheine
Die Aktien der Gesellschaft gemäss Punkt 2.1 sind voll einbezahlt. Jede Aktie berechtigt zu einer Stimme. Beide Titelkategorien
haben entsprechend ihrem Nominalwert einen gleichwertigen Anspruch auf Dividenden. Partizipationsscheine wurden keine
ausgegeben.
2.5Genussscheine
Es bestehen keine Genussscheine.
2.6 Beschränkung der
Übertragbarkeit von
Aktien und NomineeEintragungen
Die Statuten der Swatch Group sehen vor, dass der Verwaltungsrat Eintragungsgesuche jedes Erwerbers von Namenaktien ablehnt, wenn dieser nicht ausdrücklich schriftlich erklärt, dass er die Aktien in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erworben
hat. Ausserdem lehnt der Verwaltungsrat eine Eintragung ab, wenn der Erwerber allein (oder zusammen mit verbundenen
­Personen) bereits direkt oder indirekt 5% oder mehr des Namenaktienkapitals kontrolliert oder mit dem neuen Erwerb diese
Schwelle überschreiten würde (Art. 9 Abs. 3 der Statuten). Der Verwaltungsrat kann in besonderen Fällen Ausnahmen von dieser
Regel bewilligen. Solche Ausnahmebewilligungen wurden in der Berichtsperiode nicht beantragt.
Sofern eine natürliche oder juristische Person bereits vor dem Stichtag des 31. Mai 1997 mit 5% oder mehr des Namenaktienkapitals im Aktienregister eingetragen war, hat der Verwaltungsrat der Eintragung auch bei Überschreitung des Schwellenwertes
zuzustimmen. Die gleiche Ausnahme gilt für eng verbundene Personen (Ehegatte, Nachkommen, Geschwister), den Erwerb durch
Erbgang oder eheliches Güterrecht sowie für gewisse Transfers zwischen den der Ausnahme unterstehenden juristischen und
­natürlichen Personen (vgl. Art. 9 Abs. 6 und 7 der Statuten).
Reicht ein Aktienerwerber ein Gesuch um Anerkennung als Aktionär bei der Gesellschaft ein, so gilt er als Aktionär ohne Stimmrecht bis ihn die Gesellschaft als Aktionär mit Stimmrecht anerkannt hat. Lehnt die Gesellschaft das Gesuch des Erwerbers um
Anerkennung nicht innert zwanzig Tagen ab, so ist er als Aktionär mit Stimmrecht anerkannt. Der Aktionär ohne Stimmrecht kann
weder das Stimmrecht noch die mit diesem zusammenhängenden Rechte ausüben.
2.7Wandelanleihen
Die Swatch Group hat zur Zeit keine Wandelanleihe ausstehend.
131
Corporate Governance
Swatch Group
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2011
Corporate Governance
2.8Optionen
Im Zusammenhang mit der Übernahme der Kontrolle über die Swatch Group durch den Hayek-Pool wurde im Jahr 1986 ein Aktienpaket zugunsten eines Kaderaktienplans reserviert. Per 31. Dezember 2011 beträgt der Bestand dieses Portefeuilles 1 888 220
Namenaktien, was 0.68% des gesamten Aktienkapitals entspricht (Vorjahr 2 125 677 Namenaktien, 0.76% des gesamten Aktienkapitals). Im Jahre 2011 wurden somit 237 457 Namenaktien (oder 0.09% des gesamten Aktienkapitals per 31.12.2011) zu einem ­Vorzugspreis von CHF 4.– pro Namenaktie gemäss nachstehenden Details verkauft:
Jahr der Zusage
2009
2010
2011
Total
Anzahl Namenaktien
70 633
81 355
85 469
237 457
Anzahl Begünstigte
191
215
233
Jahr der Zeichnung / Liberierung
2011
2011
2011
Darüber hinaus bestehen folgende Zusagen der Gruppe an begünstigte Kaderangestellte, in Zukunft weitere Namenaktien zu
­Vorzugspreisen zeichnen zu können:
Jahr der Zusage
2010
2011
2011
Total
Anzahl Namenaktien
79 118
85 387
83 786
248 291
Anzahl Begünstigte
211
233
232
Jahr der Zeichnung / Liberierung
2012
2012
2013
Die Zuteilung erfolgt aufgrund von Beurteilungen und Vorschlägen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche im abgelaufenen
Jahr besondere Leistungen erbracht und einen überdurchschnittlichen Einsatz geleistet haben. Die Zuteilung wird alsdann vom
Compensation Committee genehmigt. Sie berechtigt zum Bezug eines ersten Drittels der zugesagten Anzahl Namenaktien im
laufenden Jahr, welche sofort liberiert werden können und frei verfügbar sind, sowie zur Einlösung der Zusage nach Ablauf von
einem bzw. von zwei Jahren für je ein weiteres Drittel, unter den gleichen Voraussetzungen. Mit Ausnahme von Frau Nayla Hayek
und Herr G.N. Hayek haben keine Mitglieder des Verwaltungsrates im Rahmen dieses Plans Optionen oder Aktien der Gesellschaft erhalten.
132
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Corporate Governance
3. Verwaltungsrat
3.1 Mitglieder des
Verwaltungs­rates
(inkl. 3.2 und 3.3)
Der Verwaltungsrat setzt sich per 31. Dezember 2011 wie folgt zusammen:
Nayla Hayek, Schweizer Staatsbürgerin, Dr. h.c. European University Montreux, Montreux, ist seit dem 30. Juni 2010 Präsidentin des Verwaltungsrates der Swatch Group. Frau Nayla Hayek gehört dem Verwaltungsrat seit 1995 an; ab 12.5.2010 übte sie die
Funktion als Vizepräsidentin des Verwaltungsrates aus. Als Mitglied der World A
­ rabian Horse Organization (WAHO) sowie internationale Richterin für arabische Pferde bringt Frau Hayek ihre Kontakte auf höchster Ebene für viele Geschäfts- und Promotionsaktivitäten der Swatch Group ein und ist vor Ort verantwortlich für die lokale Organisation in Dubai (Swatch Group Middle East),
Mitte 2007 wurde das Beratungsmandat von Frau Hayek in ein Arbeitsverhältnis umgewandelt. Nach Unterzeichnung der Zusammenarbeitsverträge mit ­Tiffany & Co., New York, übernahm Frau Hayek die operative Führung der neuen Geschäftseinheit Tiffany Watches, welche am 22. Januar 2008 gegründet wurde (Tiffany Uhren AG). Als Mitglied des Verwaltungsrates der HayekGruppe ist sie verantwortlich für die Hayek Engineering AG, Hayek Immobilien AG und Hayek France SA. Frau Hayek ist Mitglied
des Verwaltungsrates der Rivoli Group, Dubai, und vertritt dabei die Interessen der Swatch Group, sie ist ferner Mitglied des
Verwaltungsrates der Belenos Clean Power Holding AG. Sie übt weder amtliche Funktionen noch politische Ämter aus.
Esther Grether, Schweizer Staatsbürgerin, gehört seit 1986 dem Verwaltungsrat der Swatch Group an. Frau Grether ist Präsidentin des Verwaltungsrates der Doetsch Grether Gruppe, Basel. Seit über 30 Jahren steht sie an der Spitze dieser Unternehmensgruppe. Als zweitgrösste Aktionärin nach der Erbengemeinschaft N. G. Hayek nimmt sie in der Swatch Group keine operativen Funktionen wahr und unterhält keine Geschäftsbeziehungen zur Swatch Group. Ferner übt Frau Grether weder dauernde
Leitungs- und Beraterfunktionen noch amtliche Funktionen aus und bekleidet keine politischen Ämter.
Nick Hayek, Schweizer Staatsbürger, zweijähriges Studium an der Universität St.Gallen (HSG), Besuch der Filmakademie CLCF
in Paris. Präsident der Konzernleitung seit 2003 und Mitglied des Verwaltungsrates seit 2010. Herr Hayek ist seit 1994 für die
Swatch Group tätig, zuerst als Marketingleiter der Swatch AG, dann als Direktionspräsident der Swatch AG und schliesslich als
Delegierter des Verwaltungsrates der Swatch AG. Herr Hayek gründete Mitte der 1980er Jahre seine eigenen Produktionsfirma
Sésame Films in Paris und war im In- und Ausland tätig. Die Mitarbeit bei verschiedenen Filmproduktionen (z.B. Dokumentarserien für das Schweizer Fernsehen), die spätere Produktion verschiedener Kurzspielfilme (z.B. 1. Preis beim Thessaloniki-Festival,
offizieller Beitrag für das Filmfestival von Cannes, usw.) und seine Tätigkeit als Produzent und Regisseur von zwei Langspielfilmen: «Das Land von Wilhelm Tell», und «Family Express» mit Peter Fonda (als bester Schweizer Comedy-Beitrag ausgezeichnet
am Charlie Chaplin Comedy Festival in Vevey) führten dazu, dass Herr Hayek bereits anfangs der 90er Jahre u.a. in verschiedenen
Swatch-Projekten beratend mitwirkte oder als Verantwortlicher für verschiedene Swatch-Ausstellungen (z.B. Lingotto in Turin)
beigezogen wurde. Herr Hayek ist Mitglied des Verwaltungsrates des CSEM (Centre suisse d`électronique et de microtechnique)
und der Belenos Clean Power Holding AG.
Prof. Dr. h. c. Claude Nicollier, Schweizer Staatsbürger, Hochschulabschlüsse als Physiker und Astrophysiker an den Universitäten Lausanne und Genf. Herr Nicollier ist seit 2005 Mitglied des Verwaltungsrates. Herr Nicollier hat seine Tätigkeit als Astronaut bei der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA im März 2007 aufgegeben. Als Astronaut kam er bei der NASA insbesondere in den Weltraummissionen Atlantis 1992, Endeavour 1993, Columbia 1996 und Discovery 1999 zum Einsatz. Die Endeavour- und
Discovery-Missionen hatten zum Ziel, Reparaturarbeiten am Hubble-Weltraumteleskop durchzuführen, und waren beide ein voller Erfolg. Herr Nicollier wurde zudem mit der Ehrendoktorwürde der Universitäten Genf und Basel, und der Ecole Polytechnique
Fédérale de Lausanne geehrt, wo er auch als Titularprofessor an der Ingenieurschule lehrt. Herr Nicollier betreut das «Solar
Impulse»-Projekt und ist für die Testflüge verantwortlich. Er ist Mitglied des Verwaltungsrates Belenos Clean PowerHolding AG.
Herr Nicollier übt keine operative Tätigkeit in der Swatch Group aus, unterhält keine geschäftliche Beziehung zur Swatch Group
und hat keine politischen Ämter.
Dr. Jean-Pierre Roth, Schweizer Staatsbürger, Dr. oec. Institut Universitaire de Hautes Etudes Internationales (HEI), Genf, ist
seit 2010 Mitglied des Verwaltungsrates. Nach weiterführenden Studien am Massachussetts Institute of Technology in den USA
unterrichtete Herr Roth an der Universität Genf und am Institut HEI. 2009 verlieh ihm die Universität Neuenburg die Ehrendoktorwürde in Wirtschaftswissenschaften. Jean-Pierre Roth trat 1979 in die Schweizerische Nationalbank ein und war in verschiedenen Bereichen in Zürich und Bern tätig. Am 1. Mai 1996 ernannte ihn der Bundesrat zum Vizepräsidenten des Direktoriums und
Leiter des II. Departments (Kapitalmarkt, Banknoten, Geschäftsverkehr mit dem Bund, Verwaltung des Goldbestandes) in Bern.
Am 1. Januar 2001 wurde er zum Präsidenten des Direktoriums und Vorsteher des 1. Departements (Bereiche Volkswirtschaft,
Internationale Angelegenheiten, Recht und Dienste) in Zürich, gewählt. Jean-Pierre Roth war schweizerischer Gouverneur des
Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Vom 1. März 2006 bis Ende Februar 2009 war er Präsident des Verwaltungsrates der Bank für International Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Von Ende März 2007 bis Ende 2009 vertrat er die Schweiz
zudem im Financial Stability Forum, dem aus Vertretern der Finanzministerien, Notenbanken und Regulierungsbehörden bestehenden internationalen Gremium zur Vertiefung der Zusammenarbeit bei der Überwachung des internationalen Finanzsystems.
Ende 2009 trat Herr Roth als Präsident der Schweizerischen Nationalbank zurück. 2010 wurde Jean-Pierre Roth als Mitglied des
Verwaltungsrats der Schweizerischen Rückversicherung AG und von Nestlé SA gewählt. Seit dem 1. Juli 2010 ist er Präsident der
Genfer Kantonalbank.
133
Corporate Governance
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Ernst Tanner, Schweizer Staatsbürger, ist seit 1995 Mitglied des Verwaltungsrates. Seit dem 29. Juni 2011 übt er die Funktion des
Vizepräsidenten des Verwaltungsrates aus. Herr Tanner ist Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Lindt & SprüngliGruppe. Vor seiner Tätigkeit bei Lindt & Sprüngli war Herr Tanner über 25 Jahre in führenden Managementpositionen im Konzern
Johnson & Johnson in Europa und den USA tätig, zuletzt in der Funktion als Company Group Chairman Europe. Zudem ist er Mitglied
des Aufsichtsrates der deutschen Krombacher Brauerei GmbH & Co. KG sowie Mitglied des Verwaltungsrates der Züricher Handelskammer und Delegierter der Gesellschaft zur Förderung der Schweizer Wirtschaft. Daneben übt er keine anderen Leitungs- und Beratungsfunktionen, amtlichen Funktionen oder politischen Ämter aus.
3.4 Wahl und Amtszeit
Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden von der Generalversammlung der Aktionäre jeweils für eine Amtsdauer von drei Jahren
gewählt. Die Periode zwischen zwei ordentlichen Generalversammlungen gilt als ein Jahr. Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind
jederzeit wieder wählbar. Es gibt keine Alters- und/oder Amtszeitbegrenzung. Gemäss Artikel 18 der Statuten der Swatch Group
erfolgt die Wahl offen, sofern der Vorsitzende nicht eine schriftliche Wahl anordnet. Einer oder mehrere Aktionäre, die zusammen
über mindestens 10% der vertretenen Stimmen verfügen, können schriftliche Abstimmungen oder Wahlen verlangen.
Erstmalige Wahl und verbleibende Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrates:
Nayla Hayek
Esther Grether
Georges Nicolas Hayek
Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier
Dr. Jean-Pierre Roth
Ernst Tanner
Erstmalige Wahl
1995
1986
2010
2005
2010
1995
Amtsdauer
bis 2013
bis 2013
bis 2013
bis 2013
bis 2013
bis 2013
Frau Esther Grether ist als Vertreterin der Inhaberaktionäre, Frau Nayla Hayek als Vertreterin der Namenaktionäre bestimmt
­worden.
Aenderungen im
­Verwaltungsrat
3.5 Interne Organisation des
Verwaltungsrates
Herr Dr. Peter Gross ist mit Wirkung auf die Generalversammlung 2011 als Mitglied des Verwaltungsrates zurückgetreten. Dr.
Peter Gross war seit der Fusion (1983) Mitglied des Verwaltungsrates und seit 1998 dessen Vizepräsident. Vor der Fusion war er
Verwaltungsrat der ASUAG (seit 1977) und der SSIH (seit 1981, Präsident 1981 - 83). An der Sitzung vom 29. Juni 2011 wurde Herr
Ernst Tanner vom Verwaltungsrat als neuer Vizepräsident des Verwaltungsrates gewählt.
Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst. Er hat aus seiner Mitte eine Präsidentin (Frau Nayla Hayek) und einen Vizepräsidenten bestimmt (Herrn Ernst Tanner). Das Sekretariat des Verwaltungsrates wird von Herrn Roland Bloch geführt, welcher nicht
Mitglied des Verwaltungsrates ist. Die Amtsdauer des Präsidenten, Vizepräsidenten und Sekretärs beträgt jeweils 3 Jahre. Sie
sind für weitere Amtsdauern wiederwählbar. Bei Ersatz eines Funktionsträgers tritt der Nachfolger in die restliche Amtsdauer
des Vorgängers ein.
Der Verwaltungsrat verfügt über ein Audit Committee und ein Compensation Committee. Diesen Ausschüssen, welche separat
(in der Regel anschliessend an eine ordentliche Sitzung) tagen, gehören wegen der relativ kleinen Anzahl Verwaltungsräte der
Gesellschaft sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates an; die Ausschüsse werden von Frau Nayla Hayek präsidiert.
Das Audit Committee ist hauptsächlich für die Überwachung der finanziellen Berichterstattung und die Beurteilung der internen
und externen Revision zuständig. Es hat insbesondere folgende Funktionen wahrgenommen:
– Besprechung des Audit-Berichtes,
– Vertiefung von Punkten, welche die Revisionsgesellschaft aufbringt,
– Festlegung der Prüfungsschwerpunkte,
– Diskussionen über die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems mit Einbezug des Risikomanagements
– Beurteilung der Leistung, Honorare und Unabhängigkeit der externen Revisoren
– Behandlung von Sonderfragen der Rechnungslegung (s. weitere Hinweise Ziffer 8.4).
Das Compensation Committee legt die Prinzipien der Vergütung von Verwaltungsratsmitgliedern, Konzernleitungsmitgliedern und
Mitgliedern der Erweiterten Konzernleitung fest und überwacht die Einhaltung dieser Prinzipien (siehe Punkt 5.1 nachstehend).
Ausserdem werden die Saläre und Boni der leitenden Mitarbeiter (Konzernleitung/Erweiterte Konzernleitung) inklusive Stock­options beschlossen.
Im Berichtsjahr hat der Verwaltungsrat fünf mal getagt. Die Sitzungen dauerten etwa 3 bis 4 Stunden. Das Compensation Committee hat zweimal und das Audit Committee hat einmal getagt.
Die Mitglieder der Konzernleitung nehmen an den ordentlichen Sitzungen des Verwaltungsrates regelmässig teil (zweite Hälfte).
Zu den Sitzungen des Audit Committee werden neben dem Präsidenten der Konzernleitung (CEO) der Finanzverantwortliche (CFO)
und der Verantwortliche für Recht (CLO) sowie gegebenenfalls weitere Konzernleitungsmitglieder eingeladen. An den Sitzungen
des Compensation Committee nimmt der Verantwortliche für Recht (CLO) teil, da sich dieser um die personellen Belange der KL/
EKL-Mitglieder kümmert. Bei Diskussionspunkten, die eine der anwesenden Personen betreffen, tritt diese in den Ausstand.
134
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Corporate Governance
3.6Kompetenzregelung
Der Verwaltungsrat ist für die oberste Leitung des Konzerns zuständig. Er trifft strategische Entscheide und definiert die zur
­Erreichung der langfristigen Ziele erforderlichen Mittel. Er entscheidet u.a. über Beteiligungen und die Ernennung der Mitglieder
der Konzernleitung, der Erweiterten Konzernleitung sowie der Leiter der wichtigen Konzerngesellschaften. Überdies genehmigt
der Verwaltungsrat die Budgets des Konzerns und der Tochtergesellschaften und entscheidet über Investitionen von über CHF 3
Mio. sowie über Geschäfte der Konzerngesellschaften, welche CHF 10 Mio. im Einzelfall übersteigen. Der Verwaltungsrat bereitet die Generalversammlung vor und verabschiedet den Geschäftsbericht sowie den Halbjahresbericht.
Der Verwaltungsrat hat die laufenden operativen Geschäfte an die Konzernleitung, die Erweiterte Konzernleitung und an die
­Holdingdirektion übertragen.
Die Konzernleitung ist für die Umsetzung der Konzernstrategien zuständig. Sie legt Strategien und Zielsetzungen für die Konzerngesellschaften fest und überwacht deren Geschäftsführung.
Die Erweiterte Konzernleitung unterstützt und berät die Konzernleitung bei ihren operativen Aufgaben. Sie macht Vorschläge zur
Gestaltung der Konzernstrategie.
Die einzelnen Mitglieder der Konzernleitung und Erweiterten Konzernleitung führen die ihnen zugeteilten Bereiche im Rahmen der
Konzernpolitik und gemäss Vorgaben der Konzernleitung. Die Holdingdirektion führt die laufenden operativen Geschäfte der
­Holding.
3.7 Informations- und
Kontrollinstrumente
Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann Auskunft über alle Angelegenheiten der Gesellschaft und über wichtige Angelegenheiten der Konzerngesellschaften verlangen.
Die Konzernleitungsmitglieder orientieren anlässlich der Sitzungen des Verwaltungsrates über den laufenden Geschäftsgang und
über wichtige Geschäftsvorfälle. Insbesondere erhalten die Mitglieder des Verwaltungsrates regelmässig detaillierte Informationen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns und der Konzernbereiche. Im Weiteren wird detailliert über wichtige
Geschäftsvorfälle, neue Produkte und die Finanzlage berichtet. Ausserordentliche Vorfälle werden dem Verwaltungsrat zudem
unverzüglich zur Kenntnis gebracht.
Ausserhalb der Sitzungen kann jedes Mitglied von den mit der Geschäftsführung betrauten Personen (nach Information die Präsidentin) Auskunft über den Geschäftsgang verlangen. Mit Ermächtigung der Präsidentin kann es auch direkt Auskunft über einzelne konkrete Geschäfte verlangen. Lehnt die Präsidentin ein Gesuch um Auskunft, Anhörung oder Einsicht ab (was bisher noch
nie vorgekommen ist), entscheidet der Gesamtverwaltungsrat auf Antrag des Gesuchstellers.
Zur Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Konzernweisungen (inklusive statutarische Regeln) wurde
­A nfang 2005 ein Compliance Officer eingesetzt. Im übrigen verfügt die Verwaltungsratspräsidentin über ein Audit-Team, welches
sie gezielt fallweise einsetzen kann.
4. Geschäftsleitung (Konzernleitung/Erweiterte Konzernleitung)
Per 31. Dezember 2011
4.1.1 Mitglieder der
Konzernleitung
(inkl. 4.2)
Nick Hayek, Schweizer Staatsbürger, zweijähriges Studium an der Universität St. Gallen (HSG), Besuch der Filmakademie CLCF
in Paris. Präsident der Konzernleitung seit 2003 und Mitglied des Verwaltungsrates seit 2010. Herr Hayek ist seit 1994 für die
Swatch Group tätig, zuerst als Marketingleiter der Swatch AG, dann als Direktionspräsident der Swatch AG und schliesslich als
Delegierter des Verwaltungsrates der Swatch AG. Herr Hayek gründete Mitte der 1980er Jahre seine eigene Produktionsfirma
Sésame Films in Paris und war im In- und Ausland tätig. Die Mitarbeit bei verschiedenen Filmproduktionen (z.B. Dokumentarserien für das Schweizer Fernsehen), die spätere Produktion verschiedener Kurzspielfilme (z.B. 1. Preis beim Thessaloniki-Festival,
offizieller Beitrag für das Filmfestival von Cannes, usw.) und seine Tätigkeit als Produzent und Regisseur von zwei Langspielfilmen: «Das Land von Wilhelm Tell», und «Family Express» mit Peter Fonda (als bester Schweizer Comedy-Beitrag ausgezeichnet
am Charlie Chaplin Comedy Film Festival in Vevey) führten dazu, dass Herr Hayek bereits anfangs der 90er Jahre u.a. in verschiedenen Swatch-Projekten beratend mitwirkte oder als Verantwortlicher für verschiedene Swatch-Ausstellungen (z.B. Lingotto in
Turin) beigezogen wurde. Herr Hayek ist Mitglied des Verwaltungsrates des CSEM (Centre suisse d’éléctronique et de microtechnique) und der Belenos Clean Power Holding AG.
135
Corporate Governance
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Arlette-Elsa Emch, Schweizer Staatsbürgerin, Inhaberin eines Lizentiats in Ethnologie und Geschichte sowie eines Journalistikdiploms, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 1998 und der Konzernleitung seit Dezember 1999. Frau Emch stiess im
Dezember 1992 als Kommunikationsleiterin zur Swatch Group und nutzte bei dieser Tätigkeit ihre breite Erfahrung als BR-Journalistin. 1997 wurde sie zur Direktorin (President) der ck watch ernannt, und leitet seither diese Marke, die aus einem Joint
Venture der Swatch Group und der Calvin Klein, Inc., New York, hervorgegangen ist. In den Jahren 2000 bis 2010 leitete sie die
Gesellschaft Dress Your Body (DYB) und von 2002 bis 2009 die Marke Léon Hatot. Seit 2009 leitet sie die Marke Swatch. Frau
Emch ist verantwortlich für Swatch Group Japan und Swatch Group Südkorea.
Florence Ollivier-Lamarque, französische Staatsbürgerin, Juristin, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 1992 und der
Konzernleitung seit 2005, Generaldirektorin der Swatch Group Frankreich, Swatch Group Frankreich Les Boutiques, verantwortlich für Swatch Group Italien und Swatch Group Spanien sowie für die Marke Flik Flak. Frau Ollivier-Lamarque ist seit 1988 für die
Gruppe tätig, dem Zeitpunkt der Übernahme der damaligen Société Inthor, Paris, welche verschiedene Uhren der Gruppe auf dem
französischen Markt vertrieb. Sie war zu diesem Zeitpunkt als Brand Managerin Swatch und Tissot tätig. 1990 übernahm sie die
Leitung der Swatch Group France und ab 2002 die Leitung von Swatch Group France Les Boutiques. Frau Ollivier-Lamarque ist
Vorstandsmitglied des Comité Colbert, Paris.
Dr. Mougahed Darwish, Schweizer Staatsbürger, Dr. EPFL, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 1994 und der Konzern­
leitung seit 2005, verantwortlich für EM Microelectronic, Micro Crystal, Renata und Oscilloquartz. Herr Darwish ist seit 1979 für
die Gruppe tätig, zuerst als Projektmanager für das Joint Venture Xicor-Ebauches. Vorher war Herr Darwish in der Forschung und
Entwicklung des Centre életronique horloger (CEH) tätig (heute CSEM, Centre suisse d’électronique et de microtechnique SA).
1985–2007 leitete Herr Darwish die EM Microelectronic als Direktionspräsident. Heute ist Herr Darwish im Rahmen der Konzernleitung weiterhin für die EM Microelectronic zuständig. Herr Darwish vertritt die Gruppe im Vorstand und Wissenschaftsrat des
CSEM; er ist Mitglied der Schweizerischen Akademie der ­Technischen Wissenschaften. Herr Darwish begleitet das Projekt Belenos Clean Power Holding seit 2008 aktiv. Seit Juli 2010 ist er Delegierter des Verwaltungsrates der Belenos Clean Power Holding
AG.
Marc Alexander Hayek, Schweizer Staatsbürger, Dr. h.c. European University Montreux, Montreux, Wirtschaftsmatura, Marketing- und Wirtschaftsausbildung, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 2002 und der Konzernleitung seit 2005, Verantwortlicher für Blancpain, der Karibik, für Zentral- und Südamerika, Francois Golay und Deutsche Zifferblatt Manufaktur und seit
Juli 2010 zusätzlich verantwortlich für Breguet und Jaquet Droz. Herr Hayek ist 2001 als Marketingverantwortlicher bei Blancpain
eingetreten. Er war vorher als selbständiger Unternehmer (Restaurant Colors, Zürich) tätig. Herr Hayek war früher im PR-Bereich
der Swatch und im Marketing der Certina beschäftigt.
Dr. Hanspeter Rentsch, Schweizer Staatsbürger, Dr. iur., lic. oec. HSG (Universität St. Gallen, Universität Bern), Mitglied der
Erweiterten Konzernleitung seit 1991 und der Konzernleitung seit 1995, verantwortlich für Recht, Lizenzen, strategische Projekte,
Patente (ICB), sowie für Swatch Group Griechenland und Swatch Group Polen. Herr Rentsch ist 1978 in die ASUAG als Mitarbeiter
der Rechtsabteilung eingetreten. Ab 1980 war er Leiter der Rechts- und Markenabteilung der General Watch Co. Ltd und nach der
Fusion General Counsel der neuen Gruppe. Später übernahm er zusätzliche Funktionen in den ­Bereichen Lizenzen, Immobilien und
als Human-Resources-Verantwortlicher. Vor seinem Eintritt bei der Swatch Group war er als wissenschaftlicher Assistent (Lehrstuhl Prof. Dr. W.R. Schluep für Wirtschafts-, Handels- und Wettbewerbsrecht) an der Universität Z­ ürich tätig. Herr Rentsch
vertritt die Swatch Group im Vorstandsausschuss der Economiesuisse sowie im Vorstand des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, im Vorstand der Internationalen Handelskammer (ICC), Landesgruppe Schweiz, und im Vorstand des Verbandes der
schweizerischen Uhrenindustrie FH.
Roland Streule, Schweizer Staatsbürger, Handelsschule in Basel, Mitglied der Konzernleitung seit 1990, verantwortlich für
Swatch Group Süd-Afrika. Herr Streule ist 1978 als Regional Sales Manager zu Rado gestossen. Von 1989 bis Ende 2010 war er
Direktor der Rado. Von 1994 bis 1997 war er zusätzlich verantwortlich für die amerikanische und kanadische Tochtergesellschaft
der Gruppe, mit permanentem Aufenthalt in den USA. Vor dem Eintritt bei der Swatch Group war Herr Streule Geschäftsleiter der
Ermano Watch Co. Ltd. Herr Streule vertritt die Swatch Group im Vorstand des Verbandes der schweizerischen Uhrenindustrie
FH; er ist Vizepräsident des Verbandes Deutschschweizer Uhrenfabrikanten.
François Thiébaud, französischer Staatsbürger, ICG (Institut Contrôle de Gestion), Paris, Rechtsstudien an der Universität
­Besançon, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 1998 und der Konzernleitung seit 2006, Verantwortlicher für Tissot,
Mido, Certina sowie Swatch Group Brasilien und den Schweizer Markt. Herr Thiébaud kam 1996 als Geschäftsleiter der Tissot zur
Swatch Group. Vorher war er als Verwaltungsratsdelegierter der Juvenia und als Direktor der Breitling tätig. Herr Thiébaud vertritt die Gruppe in der AMS Association des fournisseurs d’horlogerie, marché suisse (Vizepräsident), er ist Mitglied des Konsultativkomitees der Baselworld und Präsident des Komitees Schweizer Aussteller an der Baselworld.
136
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Corporate Governance
4.1.2 Mitglieder der
Erweiterten
Konzernleitung
(inkl. 4.2)
Matthias Breschan, österreichischer Staatsbürger, Abschluss an der Wirtschaftsuniversität Wien, Mitglied der Erweiterten
Konzernleitung seit 2005, verantwortlich für Rado, Hamilton, Swatch Group Mexiko und Swatch Group Österreich. Herr Breschan
ist seit 1. Januar 2011 als Geschäftsleiter der Rado tätig. Vorher war er während sieben Jahren als Geschäftsleiter der Hamilton
und während drei Jahren als Area Sales Manager und später als Abteilungschef bei Swatch Telecom tätig. Zwischen seiner Zeit
bei Hamilton und Swatch Telecom war er als Geschäftsführer der Aldi (Aldi Marché Est) in Frankreich tätig. Vor dem Eintritt bei
der Swatch Group arbeitete Herr Breschan bei Texas Instruments und Alcatel Mobile Phones im Bereich Produkt­­marketing, Internationales Marketing und Verkauf.
Pierre-André Bühler, Schweizer Staatsbürger, technische Berufsausbildung, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit
2008, verantwortlich für ETA. Herr Bühler startete seine Laufbahn bei der Gruppe 1977 als Atelierchef der Michel SA in Grenchen.
Später übernahm Herr Bühler leitende Funktionen bei ETA (technische Leitung der Division Michel) und bei Nivarox (Produktionsleitung). Vor Übernahme der Gesamtleitung der ETA war Herr Bühler als Direktionspräsident der Nivarox-Far (Le Locle) tätig. Herr
Bühler vertritt die Swatch Group im Vorstand des Verbandes der schweizerischen Uhrenindustrie FH, ist Mitglied des Verwaltungsrates des CSEM.
Yann Gamard, französischer Staatsbürger, MBA Lausanne, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 1998, verantwortlich
für Swatch Group Belgien, Swatch Group Deutschland, Swatch Group Niederlande, Swatch Group Nordic (Dänemark, Finnland,
Schweden, Norwegen) und Swatch Group UK . Herr Gamard ist auch verantwortlich für die logistische Planung der Swatch Group
als auch für die Distributionslogistik in Europa sowie verantwortlich für Glashütte Original. Herr Gamard trat 1995 in die Swatch
­Gruppe ein (Finanzabteilung Swatch AG). In der Folge übernahm er die Verantwortung für den Telecom Bereich der Swatch Group
und anschliessend wurde er zum Country Manager in den USA ernannt. Vor seinem Eintritt in den Konzern war Herr Gamard in
verschiedenen Finanzfunktionen bei Procter & Gamble und Cartier tätig.
Walter von Känel, Schweizer Staatsbürger, kaufmännische Ausbildung, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 1991,
verantwortlich für Longines. Herr von Känel ist seit 1969 bei Longines tätig; seit 1988 als Vorsitzender der Direktion. Herr von
Känel war vor seinem Eintritt in die Swatch Group bei einer Zifferblattfabrik und bei der Eidgenössischen Zollverwaltung tätig.
Herr von Känel ist Mitglied des «Conseil du Jura Bernois».
Dr. Thierry Kenel, Schweizer Staatsbürger, Dr. oec., Dipl.Masch.Ing., Postgraduate Dipl. in Management of Technology, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 2009, verantwortlich für Corporate Finance, Reporting und Investor Relations. Herr
Kenel ist seit 2003 für die Swatch Group tätig, zuerst als Group Controller im Segment Elektronische Systeme und anschliessend
als Finanz-, IT und Administrativverantwortlicher bei Montres Breguet SA. Vor seinem Eintritt in die Swatch Group war Herr Kenel
an der Universität Lausanne als Wirtschaftswissenschaftler und Dozent tätig; zuvor war er Mitglied des Verwaltungsrates und
der Geschäftsleitung der Flumroc-Spoerry Unternehmungen. Herr Kenel vertritt die Swatch Group im Vorstand der Convention
Patronale und in der FH. In der FH ist er Präsident der Wirtschaftskommission. Herr Kenel betätigt sich weiterhin als Privatdozent
für Finanzen und Rechnungslegung an der HEC Universität Lausanne sowie an der Schweizerischen Kammer für Wirtschaftsprüfer und Steuerexperten. An der HEC Universität Lausanne ist er unter anderem auch Mitglied des Verbindungskomitees Universität-Industrie.
Thomas Meier, deutscher Staatsbürger, Abschluss als Ingenieur FH an der Fachhochschule Karlsruhe (Mikromechanik und
Mikro­elektronik), Zusatzausbildung in Betriebswirtschaft an der Universität München und Lehre als Uhrmacher, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 2005, verantwortlich für Swatch Group Thailand. Herr Meier hat seine Tätigkeit für die Swatch
Group 1994 als Projektleiter bei Mido begonnen. Später wurde er Projektleiter für Swatch Access. Nach einem Unterbruch ist er
1999 als Projektleiter zur Swatch Group zurückgekehrt und wurde später Produk­tionsleiter a.i. bei Breguet. 2004–2008 war er für
die ETA verantwortlich. Vor seiner Tätigkeit bei der Swatch Group arbeitete Herr Meier bei Junghans in Deutschland als
Entwicklungs­ingenieur.
Kevin Rollenhagen, amerikanischer Staatsbürger, Abschluss in Wirtschaft (BA) an der Michigan State University, Mitglied der
Erweiterten Konzernleitung seit 2005, verantwortlich für Swatch Group China, Swatch Group Taiwan, Swatch Group Australien
und Country Manager Swatch Group Hong Kong (vorher seit 2000 Ländervertreter in der Erweiterten Konzernleitung). Herr Rollenhagen ist seit 1989 für die Swatch Group tätig. Er hat seine Tätigkeit für die Swatch Group als Trainee bei Tissot begonnen und
wurde anschliessend Regional Sales Manager für Tissot und Omega. Seit 1994 ist er in Hongkong und China tätig (zuerst als Brand
Manager für Omega). Vor seinem Eintritt bei der Swatch Group hat Herr Rollenhagen bei Caterpillar im Verkaufsbereich gearbeitet. Herr Rollenhagen vertritt die Swatch Group in der Hong Kong Watch Importers’ Association, wo er als Treasurer tätig ist.
Dr. Peter Steiger, Schweizer Staatsbürger, Dr. oec. publ., Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 2002, verantwortlich für
Corporate Controlling. Herr Steiger startete seine Laufbahn bei der Gruppe 1989 als Chef Finanzen und Administration des PC
Quartz. Später hatte Herr Steiger leitende Finanzfunktionen bei verschiedenen Gruppengesellschaften inne (u.a. Swatch,
­Longines). Vor seinem Eintritt bei der Swatch Group war Herr Steiger bei internationalen Konzernen im In- und Ausland tätig
(Shell, Philips).
137
Corporate Governance
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Stephen Urquhart, schweizerischer und britischer Staatsbürger, Betriebswirtschaft Universität Neuchâtel, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung seit 2000, Direktor (President) der Omega. Herr Urquhart begann seine berufliche Laufbahn 1968 bei
­Omega. Von 1974 bis 1997 setzte er seine berufliche Karriere bei Audemars Piguet fort, wo er ab 1989 als Co-Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates tätig war. Herr Urquhart kehrte 1997 als Direktor der Blancpain zur Swatch Group zurück.
Die Arbeitsverträge mit den Mitgliedern der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können beidseitig mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten aufgelöst werden. Im Fall einer Auflösung werden
keine Abgangsentschädigungen fällig. Bei Abschluss neuer Verträge werden bei der Swatch Group keine Eintrittsboni (Golden
Helloes) bezahlt.
Im Falle eines Ausscheidens bestehen keinerlei Ansprüche auf Entschädigungen.
4.1.3 Änderung in der
Konzernleitung bzw.
in der Erweiterten
Konzernleitung
Herr Roland Streule hat sein Pensum mit Wirkung ab dem 1. Juni 2011 auf 70% reduziert. Er wird per Ende März 2012 pensioniert.
Bis zu diesem Zeitpunkt wird er die Verantwortung für die südafrikanische Operation tragen.
4.3Managementverträge
Im Rahmen eines Rahmenvertrages stellte Hayek Engineering AG, Zürich Managementpersonal für operative Tätigkeiten insbesondere der Swatch Group Assembly, der Tiffany Watch Co. Ltd, sowie in den Bereichen Immobilien und Logistik zur Verfügung.
5. Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen
5.1 Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen und der
­Beteiligungsprogramme
Die Entschädigungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates, der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung werden
durch das Compensation Committee (siehe Ziffer 3.5) entschieden. Der erfolgsabhängige Teil der Gesamtentschädigung der
Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung nimmt einen hohen Stellenwert ein.
Die leistungsabhängige Vergütung ist an quantitative und qualitative Zielsetzungen gebunden. Die quantitativen Ziele umfassen
Elemente des Einflussbereiches des Funktionsträgers und solche des Gesamtkonzerns. Die qualitativen Kriterien werden jeweils
individuell festgelegt und sind funktionsbezogen. Die Zielerreichung wird einmal jährlich beurteilt.
Das Compensation Committee entscheidet über Saläre, Boni und Stock Options der Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung auf Basis von Vorschlägen, welche die VR-Präsidentin, der CEO und der CLO gemeinsam vorlegen.
In den letzten Jahren wurden Anpassungen bei den festen Salärbestandteilen und den Bonuspotenzialen nur bei Funktionsänderungen vorgenommen.
Vergütungselemente
Basissalär
Das Basissalär wird in 13 gleichen Raten monatlich ausbezahlt. Die 13. Rate wird jeweils im Dezember bezahlt.
Pauschalspesen
Die Mitglieder des Verwaltungsrates, der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung erhalten eine pauschale Spesenentschädigung von CHF 30 000 bzw. CHF 24 000 (EKL). Dieser Pauschalspesenbetrag deckt repräsentative Ausgaben und Klein­
ausgaben und wurde mit der Kantonalen Steuerverwaltung des Kantons Bern abgesprochen. Auf Wunsch eines Mitarbeiters
kann dieser Betrag in das Basissalär integriert werden.
Bonusprogramme
Die exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrates und die Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung erhalten jährlich einen variablen Bonus, der an die Entwicklung des Konzerns und des von der betreffenden Person betreuten Unternehmensbereichs (Marken, Länder, Funktionsbereiche) sowie an individuelle Leistungen gebunden ist.
Anfangs Jahr wird ein sog. Bonuspotenzial festgelegt, welches bei Erreichen der Ziele ausbezahlt wird. Bei Überschiessen der
Ziele werden mehr als 100% des Bonuspotenzials ausgerichtet; werden einzelne Ziele nicht erreicht, werden entsprechende
Abzüge vorgenommen.
Der Bonus wird anfangs Jahr nach Vorliegen der Jahresabschlüsse festgelegt und ausbezahlt. Die Empfänger erhalten im Dezember eine Anzahlung von 70% des Bonuspotenzials, sofern die gesetzten Ziele (Umsatz, Betriebsgewinn) voraussichtlich erreicht
­werden, andernfalls 50%.
Als Beurteilungskriterien werden u.a. in Rechnung gestellt: Umsatzentwicklung, Entwicklung des Betriebsergebnisses, des EBIT,
Veränderung von Marktanteilen, Lager- und Debitorenentwicklung, Durchführung von Entwicklungs- und Aufbauprojekten, Verhandlungserfolge, erfolgreiche Durchführung von Kostenreduktionsprogrammen, Personalfluktuation, Mitarbeitermotivation.
Zur besonderen Förderung der Konzerninteresse wird ein Teil des Gesamtbonus als Konzernbonus ausgerichtet.
138
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Corporate Governance
5.2Entschädigungen
an amtierende
Organmitglieder
Dem Verwaltungsrat wurde 2011 insgesamt CHF 4 465 790 ausbezahlt. Die höchste Entschädigung betrug CHF 3 886 056 . Einzelheiten dazu sind der Tabelle auf Seite 199 zu entnehmen. Der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung wurden 2011
insgesamt CHF 33 973 224 ausbezahlt. In dieser Kategorie erhielt der CEO die grösste Vergütung mit CHF 6 363 150. Einzelheiten
können der Tabelle auf Seite 200 entnommen werden.
Es wurden keine Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder entrichtet.
Aktienprogramm
Den Mitgliedern der Konzernleitung sowie der Erweiterten Konzernleitung wurden im Rahmen des unter Punkt 2.8. erwähnten
Kaderaktienplans insgesamt 150 200 Optionen zum Bezug von Namenaktien zum Ausgabepreis von CHF 4.–/Aktie zugeteilt. Ein
Drittel davon konnte sofort und je ein Drittel kann in einem bzw. in zwei Jahren gezeichnet, liberiert und bezogen werden.
Mit Ausnahme von Frau Nayla Hayek (vgl. S. 199, FN 3) und Herr G.N. Hayek (vgl. S. 200) haben keine Verwaltungsratsmitglieder
Optionen oder Aktien erhalten.
Der Beteiligungsfonds für Kader und Mitarbeiter der Swatch Group soll besondere Leistungen der wesentlichen Kadermitglieder
honorieren, die Motivation und Verantwortungsbewusstsein im Konzern verstärken, die Firmentreue und die Stabilität der führenden Mitarbeiter fördern und eine günstige Vermögensbildung ermöglichen. Die Zuteilung der Aktienbezugsrechte erfolgt aufgrund einer individuellen Leistungsbeurteilung. Die Stimmrechte der Aktien im Fondsbesitz werden nicht geltend gemacht.
Eine Übersicht der per 31. Dezember 2011 gehaltenen Aktien und Optionen der Mitglieder des Verwaltungsrates, der Konzern­
leitung und der Erweiterten Konzernleitung sowie der diesen Mitgliedern nahestehenden Personen befindet sich auf Seite 201.
Organdarlehen
Die Angestellten der Gruppengesellschaften haben die Möglichkeit, sich bei der Pensionskasse der Swatch Group Hypothekar­
darlehen für den Bau oder Erwerb von Liegenschaften in der Schweiz (Erstwohnsitz) einräumen zu lassen.
Die Konditionen dieser Hypothekardarlehen werden vom Stiftungsrat der Pensionskasse der Swatch Group festgelegt. Die Konditionen gelten für alle Angestellten der Swatch Group gleichermassen.
Per Ende 2011 hat ein solches Darlehen im Betrag von Mio 0.87 CHF zugunsten eines Mitgliedes der Konzernleitung bestanden
(siehe Ziffer 29d auf Seite 198).
Pensions- / Kaderkasse
Die Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung sind im Rahmen der Pensionskasse der Swatch Group nach
den für alle Mitarbeiter geltenden Versicherungsbestimmungen gedeckt. Für den versicherten Lohn besteht im Berichtsjahr eine
Obergrenze von CHF 320 000.
Seit dem 1. Januar 2003 sind die Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung mit Anstellungsvertrag in der
Schweiz zusätzlich auch durch die Kaderkasse der Swatch Group versichert. Die Kaderkasse ergänzt die Leistungen der Pensions­
kasse der Swatch Group. Sie versichert alle Einkommen über CHF 320 000.– bis zu einer Maximalhöhe von CHF 820 800. Die
­Kaderkasse sieht Beiträge von 10% vor, wovon drei Viertel (7.5%) vom Arbeitgeber und ein Viertel (2.5%) vom Arbeitnehmer
getragen werden. Die Verwaltung der Kaderkasse wurde von der Geschäftsleitung der Pensionskasse übernommen.
Abgangsentschädigung
Es wurden im Berichtsjahr keine Abgangsentschädigungen an Mitglieder des Verwaltungsrates oder der Konzernleitung bzw. der
Erweiterten Konzernleitung bezahlt. Solche Entschädigungen sind in den Arbeitsverträgen der Organmitglieder nicht vorgesehen.
6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre
6.1Stimmrechtsbeschränkungen und -vertretung
Bei der Ausübung des Stimmrechts darf kein Aktionär für eigene und vertretene Aktien zusammen mehr als 5% des gesamten
Ak­tienkapitals direkt oder indirekt auf sich vereinen. Diese Begrenzung gilt nicht für diejenigen Aktien, welche vom Eintragungsverbot ausgenommen sind (vgl. Ziff. 2.6 vorne). Diese Begrenzung gilt auch nicht für die Ausübung von Stimmrechten gemäss Art.
689c OR bezüglich der Vertretung durch ein Mitglied eines Organs der Gesellschaft und durch einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter sowie bei den Bankenvertretern mit Bezug auf die bei ihnen deponierten Aktien.
Der Verwaltungsrat ist im übrigen gemäss Art. 16 Abs. 4 der Swatch Group-Statuten befugt, in besonderen Fällen von dieser
Beschränkung abzuweichen. Im Geschäftsjahr wurden keine Ausnahmen beantragt oder gewährt. Eine Änderung der Stimmrechtsbeschränkungen ist nur durch eine Änderung der Statutenbestimmungen möglich. Hierfür ist ein Beschluss der Generalversammlung mit relativer Mehrheit notwendig.
Aktionäre können sich an der Generalversammlung nur durch andere schriftlich bevollmächtigte Aktionäre vertreten lassen.
­Namenaktionäre können nur von anderen Namenaktionären vertreten werden.
139
Corporate Governance
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
6.2 Statutarische Quoren
Zusätzlich zu den in Art. 704 OR vorgesehenen speziellen Quorumsbestimmungen sehen die Statuten die gleiche Quorumsbestimmung (zwei Drittel der vertretenen Stimmen und die absolute Mehrheit der Aktiennennwerte) auch für die Abberufung von Mitgliedern des Verwaltungsrates vor.
6.3 Einberufung der
Generalversammlung
Die Generalversammlung wird gemäss Artikel 13 und 14 der Swatch Group-Statuten einberufen. Aktionäre, welche zusammen
mindestens 10% des Aktienkapitals vertreten, können jederzeit die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung
verlangen. Eine solche ausserordentliche Generalversammlung hat innert 40 Tagen nach Eingang eines solchen Begehrens statt­
zufinden.
6.4Traktandierung
Aktionäre, die Aktien im Nennwert von einer Million Franken vertreten, können schriftlich und unter Angaben der Anträge die
Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes verlangen (vergleiche Art. 13.2 der Statuten in Verbindung mit Art. 699 und Art.
700 OR).
6.5 Eintragungen im
Aktienbuch
Das Aktienbuch wird jeweils 20 Tage vor der Generalversammlung für Eintragungen geschlossen.
7. Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen
7.1Angebotspflicht
Art. 10 der Statuten sieht vor, dass ein Aktienerwerber, welcher direkt oder indirekt oder in gemeinsamer Absprache mit Dritten
Aktien erwirbt und damit zusammen mit den Aktien, die er bereits besitzt, den Grenzwert von 49% der Stimmrechte (ob ausübbar
oder nicht) überschreitet, ein Kaufangebot für alle kotierten Beteiligungspapiere der Gesellschaft unterbreiten muss (Art. 32
BEHG).
7.2Kontrollwechselklauseln
Es gibt keinerlei Vereinbarungen mit Mitgliedern des Verwaltungsrates, der Konzernleitung oder weiteren Kadermitarbeitern für
den Fall eines Wechsels der Aktionariatsstruktur.
8. Revisionsstelle
8.1 Dauer des Revisionsmandats und Amtsdauer des
leitenden Revisors
PricewaterhouseCoopers AG nimmt seit 1992 die Funktion des Konzernprüfers als Revisionstelle wahr. Zuvor waren die Vorgängerorganisationen bereits für die Gruppe und viele ihrer Gesellschaften als Revisionsorgane tätig.
Gerhard Siegrist ist als leitender Revisor (Engagement Partner) seit dem Geschäftsjahr 2011 für die Prüfung bzw. für die
­Konzernprüfung verantwortlich.
8.2 Revisionshonorar und
zusätzliche Honorare
(inkl. 8.3)
Die folgenden Honorare wurden von den Revisionsgesellschaften und Experten der Jahresrechnung 2011 belastet:
8.4 Aufsichts- und Kontroll­
instrumente gegenüber
der Revision
(Mio CHF)
PricewaterhouseCoopers
Andere Revisionsgesellschaften
Total 2011
Total 2010
Revision
3.4
1.1
4.5
4.7
Steuern
0.2
1.1
1.3
1.4
Sonstige Dienstleistungen
0.1
1.3
1.4
1.5
Total
3.7
3.5
7.2
7.6
Die Aufsicht und Kontrolle bezüglich Beurteilung der externen Revision wird vom Audit Committee bzw. vom Gesamtverwaltungsrat wahrgenommen (siehe auch Aufgaben und Funktionen gemäss Beschreibung unter Punkt 3.5). Das Audit Committee beurteilt
zusammen mit der Konzernleitung die Leistungen der Revisionsstelle und schlägt dem Verwaltungsrat zuhanden der General­
versammlung die unabhängige externe Revisonsstelle jeweils zur Wahl vor. Das Audit Committee trifft sich jährlich mit der Revisionsstelle. Die Revisionsstelle erstellt zuhanden des Audit Committee einen Bericht über Feststellungen zur Prüfung, zur
Rechnungs­legung und zur internen Kontrolle. In der jährlichen Sitzung werden Prüfungsschwerpunkte für die Folgeperiode festgelegt und die von der Revisionsstelle festgehaltenen prüfungsrelevanten Schlüsselrisiken diskutiert. In Zusammenarbeit mit der
Konzernleitung wird die Unabhängigkeit der Revisionsstelle jährlich beurteilt. Insbesondere werden zu diesem Zweck die weltweiten Aufwendungen für die Prüfungstätigkeiten vorgelegt, Abweichungen zu den veranschlagten Kosten analysiert und erläutert und es wird ein Budget­rahmen für die nächstfolgende Revisionsperiode festgelegt. Die Vergabe von Aufträgen an die Revisionsstelle unter​liegt einem Genehmigungsverfahren.
140
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Corporate Governance
Corporate Governance
9. Informationspolitik
Die Swatch Group berichtet zu folgenden Zeitpunkten über den Geschäftsgang der Gruppe:
– 10. Januar 2012 Umsatz des Jahres 2011
– 07. Februar 2012 Schlüsselzahlen 2011
– 01. März 2012 Pressekonferenz und Geschäftsbericht
– 16. Mai 2012 Generalversammlung der Aktionäre
– 14. August 2012 Halbjahreszahlen 2012
Die Informationen werden jeweils in den schweizerischen und internationalen Pressemedien veröffentlicht und auch in Publikationen führender internationaler Banken publiziert und verarbeitet.
Diese Informationen können auf der Website der Swatch Group unter www.swatchgroup.com, im besonderen unter der Rubrik
«Investor Relations», abgerufen werden. Der Geschäftsbericht kann auch auf dem Link «www.swatchgroup.com/geschaeftsbericht» eingesehen und herunterladen werden. Ausserdem bietet die «swatchgroup.com»-Homepage die Möglichkeit, sich an der
Informationsdienstleistung «push- und pull» zu abonnieren, um die ad hoc Finanzmitteilungen zu erhalten.
Ein Kontaktformular steht für Anfragen zur Verfügung (www.swatchgroup.com/kontakt). Anfragen können gleichermassen per
Post (The Swatch Group AG, Seevorstadt 6, CH-2501 Biel) oder mittels Fax an +41 32 343 69 11 oder an Tel. +41 32 343 68 11
gerichtet werden.
141
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Jahresrechnung 2011
Konzernrechnung
Jahresrechnung
der Holding
142
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Jahresrechnung
Inhalt
Konzernrechnung142–205
Finanzieller Lagebericht
143
Konsolidierte Erfolgsrechnung
150
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung
151
Konsolidierte Bilanz
152
Konsolidierte Geldflussrechnung
154
Konsolidierter Eigenkapitalnachweis
155
Anhang zur Konzernrechnung   1. Allgemeine Informationen
  2. Wichtigste Grundsätze der Rechnungslegung
  3. Finanzrisikomanagement
  4. Kritische Einschätzungen und Beurteilungen bezüglich Rechnungslegung
  5. Segmentinformationen
  6. Erträge und Aufwendungen
  7. Ertragssteuern
  8. Gewinn pro Aktie
  9. Bezahlte und vorgeschlagene Dividenden
10. Sachanlagen
11. Renditeliegenschaften
12. Immaterielles Anlagevermögen
13. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures
14. Unternehmenszusammenschlüsse
15. Sonstige langfristige Vermögenswerte
16. Vorräte
17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
18. Sonstiges Umlaufvermögen
19. Wertschriften und derivative Finanzinstrumente
20. Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
21. Aktienkapital und Reserven
22. Finanzverbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente
23. Vorsorgeverpflichtungen
24. Rückstellungen
25. Sonstige Verbindlichkeiten
26. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
27. Einzelheiten zur konsolidierten Geldflussrechnung
28. Kapitalbeteiligungsplan
29. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
30. Angaben zu Managemententschädigungen
31. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
32. Gesellschaften der Swatch Group
Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung
Jahresrechnung der Holding
156–204
156
156
167
171
173
176
177
179
179
180
181
182
183
184
186
186
187
188
188
189
190
191
192
194
195
195
196
196
197
199
201
202
205
206–216
143
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Finanzieller Lagebericht
Wichtigste finanzielle Entwicklungen 2011
– Bruttoumsatz:
Bruttoumsatz erstmals über CHF 7 Milliarden auf CHF 7 143 Mio, ein Plus gegenüber 2010
von + 21.7% zu konstanten Wechselkursen.
– Segmente:
Hervorragende Leistung mit zweistelligen Zuwachsraten in den Segmenten Uhren & Schmuck
sowie Produktion.
– Betriebsgewinn:
Betriebsgewinn CHF 1 614 Mio, + 12.4% gegenüber Vorjahr. Operative Marge steigt von 23.5%
auf starke 23.9% trotz der negativen Währungskonstellation und extrem gestiegenen
Rohstoffpreisen.
– Konzerngewinn:
Konzerngewinn steigt um + 18.1% auf CHF 1 276 Mio.
– Gewinn pro Aktie:
Unverwässerter Gewinn pro Aktie von CHF 4.70 pro Namenaktie (2010: CHF 4.05) und
CHF 23.50 pro Inhaberaktie (2010: CHF 20.27).
– Eigenkapital:
Eigenkapital erstmals über CHF 8 Milliarden, entsprechend einer Eigenkapitalquote von 82.3%.
– Dividende:
Vorgeschlagene Dividendenerhöhung um 15%, pro Inhaberaktie CHF 5.75 (Vorjahr CHF 5.00)
und pro Namenaktie CHF 1.15 (Vorjahr CHF 1.00).
– Arbeitsplätze:
Schaffung von über 2 800 neuen Arbeitsplätzen allein im Jahr 2011.
– Ausblick:
Januar 2012 startet wiederum erfolgreich mit einem zweistelligen Wachstum im
Segment Uhren & Schmuck trotz hoher Vergleichsbasis aus dem Vorjahr.
Finanzieller Lagebericht
1. Betriebliche Ergebnisse
Eckdaten Konzern
(Mio CHF)
2011
2010
Veränderung in %
zu konstanten
WährungsWechselkursen
effekt
Total
Bruttoumsatz
7 143
6 440
Nettoumsatz
6 764
6 108
+ 10.7%
Betriebsgewinn
– in % des Nettoumsatzes
1 614
23.9%
1 436
23.5%
+ 12.4%
Konzerngewinn
– in % des Nettoumsatzes
1 276
18.9%
1 080
17.7%
+ 18.1%
Eigenkapital
– in % der Bilanzsumme
8 071
82.3%
7 101
82.4%
+ 13.7%
Durchschnittliche
Eigenkapitalrendite (ROE)
16.8%
16.5%
+ 21.7%
–10.8%
+ 10.9%
144
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Finanzieller Lagebericht
Entwicklung der Ergebnisse
(Mio CHF)
2011
2010
2009
0
200
400
600
800
1 000
1 200
1 400
1 500
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Betriebsgewinn
Konzerngewinn
Im Jahr 2011 hat die Swatch Group wiederum auf allen Ebenen neue absolute Bestmarken erzielt. Trotz des schwierigen Umfelds
punkto Währungen ist der Bruttoumsatz währungsbereinigt um 21.7% auf CHF 7 143 Mio gestiegen. Die andauernde Schwäche
des Euro sowie der Dollar-Währungen im Verlauf des Jahres beeinträchtigte den Umsatz massiv, und zwar um rund CHF 700 Mio.
Dank Effizienzsteigerungen und der traditionell griffigen Kostenkontrolle vermochte der Konzern den Betriebsgewinn im
Berichtsjahr um 12.4% auf CHF 1 614 Mio zu steigern. Dies gelang trotz der ungünstigen Entwicklung der Fremdwährungen
sowie der massiv gestiegenen Preise für die für uns wichtigen Rohstoffe Gold und Diamanten. Die operative Marge von 23.9%
konnte das anspruchsvolle Vorjahresniveau übertreffen. Insgesamt resultierte ein neues Rekordresultat, der Konzerngewinn
stieg gegenüber dem Vorjahr um 18.1% auf CHF 1 276 Mio.
Das Eigenkapital von CHF 8 071 Mio bzw. die Eigenkapitalquote von 82.3% bestätigen die nach wie vor äusserst solide
Finanzierung der Gruppe. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite erreichte beachtliche 16.8% (im Vorjahr 16.5%). Der Konzern
generierte einen operativen Cashflow von insgesamt CHF 705 Mio, dies trotz der gesteigerten Mittelverwendung für die
Erhöhung der Lager, einerseits für die Ausweitung des eigenen Vertriebsnetzes und andererseits für strategische Rohstoffe wie
Edelmetalle und Diamanten. Weiter wurden für Investitionen rund CHF 580 Mio eingesetzt. Im Berichtsjahr wurden mehr als
2 800 neue Stellen geschaffen. Damit erhöht sich die Mitarbeiterzahl weltweit auf über 28 000.
Der Verwaltungsrat der Swatch Group wird der Generalversammlung am 16. Mai 2012 die folgende Dividende für 2011
vorschlagen: CHF 5.75 pro Inhaberaktie und CHF 1.15 pro Namenaktie. Diese Erhöhung der Ausschüttung an die Aktionäre um
15% gegenüber dem Vorjahr ist eine Folge der im 2011 erreichten Rekordwerte und unterstreicht die zuversichtlichen Aussichten
für den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2012.
145
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Finanzieller Lagebericht
Resultate der Segmente
Uhren & Schmuck
(Mio CHF)
2011
Veränderung in %
zu konstanten Währungsangepasst * Wechselkursen
effekt
2010
Bruttoumsatz
– Dritte
– Konzern
– Total
6 309
3
6 312
5 528
4
5 532
Nettoumsatz
5 953
1 352
22.7%
Betriebsgewinn
– in % des Nettoumsatzes
2010
Total
wie publiziert
+ 14.1%
5 528
4
5 532
5 225
+ 13.9%
5 225
1 247
23.9%
+ 8.4%
1 221
23.4%
+ 26.1%
– 12.0%
* angepasst aufgrund der Veränderungen der Konzernstruktur und der rückwirkenden Anpassung der Segmentberichterstattung
Das Kerngeschäft der Swatch Group, das Segment Uhren & Schmuck, konnte im 2011 einmal mehr kräftig zulegen. Der
Bruttoumsatz erreichte CHF 6 312 Mio, ein Plus zu konstanten Wechselkursen von 26.1% gegenüber 2010. Die starken Marken
des Konzerns verzeichneten nicht nur im Grossraum China, sondern auch in allen anderen Regionen und in sämtlichen
Preissegmenten sehr starke Zuwachsraten, was zum Teil bis heute zu sehr grossen Kapazitätsengpässen geführt hat.
Neben der sehr schlechten Währungskonstellation hatten auch die gestiegenen Preise für die für uns sehr wichtigen Rohstoffe
wie zum Beispiel Gold und Diamanten einen negativen Effekt auf die Margen. Die Swatch Group hat trotz dieser Situation ihre
langfristige Politik beibehalten, auf kurzfristige Preiserhöhungen zu verzichten, im Interesse der Erhöhung der Marktanteile.
Aus dem gleichen Grund wurden auch die Marketingaktivitäten weiter erhöht, dies in allen Preissegmenten und Marken.
Trotzdem stieg der Betriebsgewinn des Segments um 8.4% auf CHF 1 352 Mio, was einer operativen Marge von 22.7%
entspricht.
146
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Finanzieller Lagebericht
Produktion
(Mio CHF)
2011
Veränderung in %
zu konstanten Währungsangepasst * Wechselkursen
effekt
2010
Bruttoumsatz
– Dritte
– Konzern
– Total
518
1 497
2 015
488
1 032
1 520
Nettoumsatz
1 972
322
16.3%
Betriebsgewinn
– in % des Nettoumsatzes
2010
Total
wie publiziert
+ 32.6%
488
1 051
1 539
1 468
+ 34.3%
1 487
196
13.4%
+ 64.3%
169
11.4%
+ 33.0%
– 0.4%
* angepasst aufgrund der Veränderungen der Konzernstruktur und der rückwirkenden Anpassung der Segmentberichterstattung
Die im Berichtsjahr massiv gestiegene Nachfrage nach verschiedensten Komponenten führte im Produktionssegment zu einer
Steigerung des Bruttoumsatzes gegenüber dem Vorjahr um 32.6% auf CHF 2 015 Mio. Die Produktionskapazitäten wurden
weiter ausgebaut, vermochten jedoch aufgrund der stetig steigenden Nachfrage nach Komponenten in gewissen
Produktionsbereichen die Engpässe bei weitem nicht zu eliminieren.
Dank der hohen Auslastung sowie der traditionell strikten Kostenkontrolle konnte die Rentabilität des Segments erhöht
werden. Der Betriebsgewinn stieg um 64.3% auf CHF 322 Mio, was einer operativen Marge von 16.3% entspricht (gegenüber
13.4% im Vorjahr), dies obwohl bei etlichen Rohstoffen deutliche Preissteigerungen verzeichnet wurden.
Im Jahr 2012 rechnen wir mit weiterem Wachstum. Um diesem gerecht zu werden, wird die Swatch Group auch weiterhin
stark in die Produktionskapazitäten in der Schweiz investieren.
147
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Finanzieller Lagebericht
Elektronische Systeme
2011
(Mio CHF)
Veränderung in %
zu konstanten Währungsangepasst * Wechselkursen
effekt
2010
Bruttoumsatz
– Dritte
– Konzern
– Total
308
28
336
416
24
440
Nettoumsatz
334
13
3.9%
Betriebsgewinn
– in % des Nettoumsatzes
2010
Total
wie publiziert
– 23.6%
416
24
440
436
– 23.4%
436
61
14.0%
– 78.7%
57
13.1%
– 16.3%
– 7.3%
* angepasst aufgrund der rückwirkenden Anpassung der Segmentberichterstattung
Das Marktumfeld für das System Elektronische Systeme war im Jahr 2011 durch die starke Überbewertung des Schweizer
Frankens sowie die Abschwächung in gewissen Schlüsselmärkten geprägt. Internationale Wettbewerber hatten ganz klar
einen USD-Kostenvorteil, welcher durch das höhere Produktionsvolumen nicht aufgefangen werden konnte. Dennoch schliesst
das Segment mit einem Bruttoumsatz von CHF 336 Mio, ein Minus zu konstanten Wechselkursen von 16.3%.
Die Profitabilität litt unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen. Der Betriebsgewinn des Segments erreichte im
Berichtsjahr CHF 13 Mio. Dies entspricht einer operativen Marge von 3.9% (gegenüber 14% im Vorjahr). Aufgrund der aktuellen
positiven Bestellungseingänge und einer leichten Erholung des USD ist mit einer baldigen Rückkehr auf den Wachstumspfad
zu rechnen.
Anteil der Segmente am Nettoumsatz
20112010
Elektronische Systeme 5%
Corporate 0%
Uhren & Schmuck 88%
Produktion 7%
Elektronische Systeme 7%
Corporate 0%
Uhren & Schmuck 85%
Produktion 8%
148
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Finanzieller Lagebericht
Anteil der Segmente am Betriebsgewinn
(Mio CHF)
Uhren & Schmuck
Produktion
Elektronische Systeme
Corporate
–200
0
200
400
600
800
1 000
1 200
1 400
2011
2010
Finanzergebnis
Eine Analyse des Netto-Finanzergebnisses des Konzerns ergibt folgendes:
(Mio CHF)
Zinsertrag
Ergebnis aus zum Fair Value bewerteten Wertschriften und Derivaten
Nettoergebnis aus Renditeliegenschaften
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Nettoergebnis aus Fremdwährungen
Zinsaufwand und sonstiger Finanzaufwand
Total Nettofinanzergebnis
2011
7
– 4
5
6
– 10
– 7
– 3
2010
4
30
0
9
– 73
– 8
– 38
Aufgrund der weiterhin volatilen Wechselkursentwicklung im Jahr 2011, besonders im Zusammenhang mit dem schwachen
Euro, US Dollar und anderen Dollar-verwandten Währungen, hat der Konzern einen Nettoverlust aus Fremdwährungen von
CHF 10 Mio realisiert (gegenüber CHF 73 Mio im Vorjahr). Aus den Wertschriften und Derivaten resultierte ein Verlust von
CHF 4 Mio (gegenüber einem Gewinn von CHF 30 Mio im Vorjahr). Insgesamt wurde mit einem Verlust im Nettofinanzergebnis
von CHF 3 Mio im Jahr 2011 ein bedeutend besseres Resultat als im Jahr 2010 erzielt. Je nach Entwicklung der Fremdwährungen
und angesichts der Tatsache, dass alle vom Konzern gehaltenen Wertschriften der Kategorie «Erfolgswirksam zum Fair Value
bewertete Finanzanlagen» zugeteilt sind, wird das Finanzergebnis auch in der Zukunft volatil bleiben und den Konzerngewinn
beeinflussen.
Ertragssteuern
Eine Analyse des Steueraufwands wird in Anmerkung 7 des Anhangs zur Konzernrechnung dargestellt. Der effektive Steuersatz
des Konzerns sank von 22.8% im Vorjahr auf 20.8% im Berichtsjahr. Diese Abnahme ist teilweise auf tiefere Ertragssteuersätze in
gewissen Ländern zurückzuführen.
Vorgeschlagene Dividende
Der Generalversammlung vom 16. Mai 2012 wird eine Dividende für das Geschäftsjahr 2011 von CHF 1.15 (2010: CHF 1.00) für
Namen­aktien und CHF 5.75 (2010: CHF 5.00) für Inhaberaktien vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividende von insgesamt
CHF 320 Mio bzw. einem erwarteten Geldabfluss von CHF 310 Mio. Diese Dividende ist in der Konzernrechnung per
31. Dezember 2011 nicht als Verbindlichkeit erfasst.
Gewinn pro Aktie
Der unverwässerte Gewinn pro Aktie stieg im Berichtsjahr um 16% auf CHF 4.70 (2010: CHF 4.05) für Namenaktien bzw. auf
CHF 23.50 (2010: CHF 20.27) für Inhaberaktien. Der solide Anstieg des Konzerngewinns steht einer praktisch unveränderten
durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien gegenüber. Wie in den Vorjahren ist der Verwässerungseffekt nicht wesentlich.
Detaillierte Informationen können der Anmerkung 8 entnommen werden.
149
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Finanzieller Lagebericht
2.Finanzsituation
Liquidität und finanzielle Ressourcen
Im Jahr 2011 hat der Konzern einen Geldfluss aus Betriebstätigkeit von CHF 705 Mio (2010: CHF 1 353 Mio) erarbeitet. Die
Abnahme gegenüber dem Vorjahr ist teilweise auf ein höheres Netto-Umlaufvermögen zurückzuführen. Hauptsächlich
aufgrund verstärkter Investitionen in Sachanlagen und sonstige langfristige Vermögenswerte, fiel die Netto-Investitionstätigkeit
höher aus als im Jahr 2010. Die Dividende war erneut die Hauptposition im Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit. Insgesamt nahm
die Cash-Position des Konzerns im Jahr 2011 um CHF 209 Mio ab und lag am Jahresende bei CHF 1 616 Mio.
Bilanzstruktur
Die Konzernbilanz präsentiert sich weiterhin sehr solid. Das Eigenkapital des Konzerns überschritt zum ersten Mal die Marke von
CHF 8 Milliarden. Der Eigenkapitalanteil verbleibt auf dem Niveau von 82.3% (gegenüber 82.4% im Jahr 2010). Das kurzfristige
Fremdkapital ist durch das Umlaufvermögen mit einem Faktor von 6.2 (6.1 im Jahr 2010) gedeckt.
3.Wertschöpfungsanalyse
Die Gesamtunternehmensleistung oder die Gesamtproduktion, wie sie im Zusammenhang mit Berechnungen der Wertschöpfung
(gemäss allgemein üblicher Definition) häufiger genannt wird, setzt sich wie folgt zusammen:
(Mio CHF)
Gesamtproduktion
Material und Dienstleistungen
Abschreibungen
Netto-Wertschöpfung
Entwicklung in %
2011
7 686
100.0%
– 4 025
– 52.3%
– 229
– 3.0%
3 432
44.7%
13.0
2010
6 690
– 3 431
– 222
3 037
18.5
100.0%
– 51.3%
– 3.3%
45.4%
Die Aufteilung der Wertschöpfung nach Anspruchsgruppen präsentiert sich wie folgt:
(Mio CHF)
Personal
Öffentliche Dienste
Kreditgeber
Aktionäre
Unternehmen
Total
4.Ausblick
2011
1 818
335
3
274
1 002
3 432
53.0%
9.7%
0.1%
8.0%
29.2%
100.0%
2010
1 634
318
5
213
867
3 037
53.8%
10.5%
0.2%
7.0%
28.5%
100.0%
Die Swatch Group ist für die Zukunft bestens gerüstet und hält an ihrer klaren, gesunden und langfristig angelegten
Wachstumsstrategie fest. Wir rechnen auch im Jahr 2012 weiterhin mit Wachstum, das aber wegen der hohen Vergleichsbasis
immer anspruchsvoller wird. Die Swatch Group wird auch 2012 weiter gezielt in das Vertriebsnetz weltweit und die
Produktionskapazitäten in der Schweiz investieren, und zwar in allen Segmenten, trotz des starken Schweizer Frankens.
150
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Konsolidierte Erfolgsrechnung
2011
Mio CHF
%
2010
Mio CHF
%
7 143
– 379
105.6
– 5.6
6 440
– 332
105.4
– 5.4
6 764
100.0
6 108
100.0
88
799
– 2 221
– 1 818
– 1 769
– 229
1.3
11.8
– 32.8
– 26.9
– 26.1
– 3.4
139
197
– 1 471
– 1 634
– 1 681
– 222
2.3
3.2
– 24.1
– 26.8
– 27.5
– 3.6
1 614
23.9
1 436
23.5
– 6
– 3
6
– 0.1
– 0.1
0.1
– 42
– 5
9
– 0.6
– 0.1
0.1
1 611
23.8
1 398
22.9
– 335
– 4.9
– 318
– 5.2
Konzerngewinn
1 276
18.9
1 080
17.7
Anteil Aktionäre The Swatch Group AG
Anteil Minderheiten
1 269
7
1 074
6
Namenaktien
Unverwässerter Gewinn pro Aktie
Verwässerter Gewinn pro Aktie
4.70
4.70
4.05
3.97
Inhaberaktien
Unverwässerter Gewinn pro Aktie
Verwässerter Gewinn pro Aktie
23.50
23.48
20.27
19.83
Anmerkungen
Bruttoumsatz
Erlösminderungen
Nettoumsatz
(5, 6a)
Sonstige betriebliche Erträge
Veränderung Vorräte
Waren- und Rohmaterialeinkäufe
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Abschreibungen und Wertminderungen
(6b)
(6c)
(6d)
(10, 11, 12, 18)
Betriebsgewinn
Sonstiger Finanzertrag und -aufwand
Zinsaufwand
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
(6f)
(6f)
(6f, 13)
Gewinn vor Steuern
Ertragssteuern
Gewinn pro Aktie – in CHF pro Aktie:
Die Anmerkungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.
(7a)
(8)
151
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung
2011
Mio CHF
1 276
2010
Mio CHF
1 080
Währungsumrechnung auf ausländischen Konzerngesellschaften
Ertragssteuern auf Währungsumrechnung
6
–
– 138
–
Übrige Posten des Gesamtergebnisses, nach Steuern
6
– 138
Total Gesamtergebnis, nach Steuern
1 282
942
Anteil Aktionäre The Swatch Group AG
Anteil Minderheiten
1 275
7
936
6
Konzerngewinn
Übrige Posten des Gesamtergebnisses
Die Anmerkungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.
152
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Konsolidierte Bilanz
31.12.2011
Mio CHF
%
31.12.2010
Mio CHF
%
1 665
31
328
191
253
241
17.0
0.3
3.3
1.9
2.6
2.5
1 488
41
317
169
145
219
17.3
0.5
3.7
1.9
1.7
2.5
2 709
27.6
2 379
27.6
3 671
894
338
24
553
1 616
37.4
9.1
3.5
0.3
5.6
16.5
2 869
716
269
12
542
1 827
33.3
8.3
3.1
0.2
6.3
21.2
Total Umlaufvermögen
7 096
72.4
6 235
72.4
Total Aktiven
9 805
100.0
8 614
100.0
Aktiven
Anmerkungen
Anlagevermögen
Sachanlagen
Renditeliegenschaften
Immaterielles Anlagevermögen
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Latente Steuerforderungen
(10)
(11)
(12)
(13)
(15)
(7d)
Total Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstiges Umlaufvermögen
Laufende Ertragssteuer-Forderungen
Wertschriften und derivative Finanzinstrumente
Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
Die Anmerkungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.
(16)
(17)
(18)
(7c)
(19)
(20)
153
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Konsolidierte Bilanz
Passiven
Anmerkungen
31.12.2011
Mio CHF
%
31.12.2010
Mio CHF
%
Eigenkapital
Aktienkapital
Eigene Aktien
Sonstige Reserven
Gewinnreserven
(21a)
(21b)
(21c)
Eigenkapital Aktionäre The Swatch Group AG
125
– 347
– 280
8 556
125
– 293
– 286
7 541
8 054
82.1
7 087
82.3
17
0.2
14
0.1
8 071
82.3
7 101
82.4
73
21
429
23
37
0.8
0.2
4.4
0.2
0.4
77
0
353
26
37
0.9
0.0
4.1
0.3
0.4
583
6.0
493
5.7
400
18
545
122
66
4.1
0.2
5.5
1.2
0.7
291
31
479
156
63
3.4
0.4
5.6
1.8
0.7
Total kurzfristige Verbindlichkeiten
1 151
11.7
1 020
11.9
Total Verbindlichkeiten
1 734
17.7
1 513
17.6
Total Passiven
9 805
100.0
8 614
100.0
Minderheiten
Total Eigenkapital
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Latente Steuerverbindlichkeiten
Vorsorgeverpflichtungen
Rückstellungen
(22)
(25)
(7d)
(23)
(24)
Total langfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzverbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente
Sonstige Verbindlichkeiten
Laufende Ertragssteuer-Verbindlichkeiten
Rückstellungen
Die Anmerkungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.
(22)
(25)
(7c)
(24)
154
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Konsolidierte Geldflussrechnung
2011
Mio CHF
Anmerkungen
Betriebstätigkeit
Konzerngewinn
Anpassung für nicht zahlungswirksame Elemente
Veränderung des Nettoumlaufvermögens und andere
im Geldfluss aus Betriebstätigkeit enthaltene Elemente
Erhaltene Dividenden von assoziierten Gesellschaften
Bezahlte Zinsen
Erhaltene Zinsen
Bezahlte Ertragssteuern
(27a)
(27b)
(13)
(7c)
1 276
598
1 080
558
– 855
8
– 4
7
– 325
– 63
2
– 5
6
– 225
Geldfluss aus Betriebstätigkeit
Investitionstätigkeit
Investitionen in materielle Vermögenswerte
Einnahmen aus Verkäufen von materiellen Vermögenswerten
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
Einnahmen aus Verkäufen von immateriellen Vermögenswerten
Investitionen in sonstige langfristige Vermögenswerte
Einnahmen aus Verkäufen von sonstigen langfristigen Vermögenswerten
Erwerb von Tochtergesellschaften – abzüglich flüssiger Mittel
Verkauf von Tochtergesellschaften
Investitionen in assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures
Verkauf von assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures
Kauf von Wertschriften
Verkauf von Wertschriften
705
(10, 11)
(12)
(15)
(14)
(14)
(13)
– 365
17
– 28
–
– 122
2
– 7
–
– 24
2
– 229
193
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Finanzierungstätigkeit
Ausbezahlte Dividende an Aktionäre
Ausbezahlte Dividende an Minderheitsaktionäre
Kauf eigener Aktien
Verkauf von eigenen Aktien
Veränderung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten
Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
Rückkauf von Minderheitsanteilen
(9)
– 265
10
– 26
5
– 10
4
– 4
12
– 30
–
– 246
221
(21b)
(14)
– 270
– 4
– 54
1
– 8
– 15
–
Nettoeffekt der Wechselkursdifferenzen auf flüssige Mittel
Veränderung der flüssigen Mittel und geldnahen Finanzanlagen
Die Anmerkungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.
1 353
– 561
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung der flüssigen Mittel und geldnahen Finanzanlagen
– Bestand am Anfang der Rechnungsperiode
– Bestand am Ende der Rechnungsperiode
2010
Mio CHF
(20)
1 825
1 616
– 329
– 210
– 3
–
1
– 5
– 27
– 5
– 350
– 249
– 3
– 48
– 209
727
– 209
1 098
1 825
727
155
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Konsolidierter Eigenkapitalnachweis
(Mio CHF)
Stand 31.12.2009
Aktienkapital
(Anm. 21)
125
Anteil Aktionäre The Swatch Group AG
Eigene
Sonstige
GewinnAktien
Reserven
reserven1)
(Anm. 21)
(Anm. 21)
– 629
– 133
6 602
Total Gesamtergebnis 2010
– 138
Ausgeschüttete Dividenden
Anteilsbasierte Vergütungen (Anmerkung 28):
– Gegenwert der Arbeitnehmerleistungen (nach Steuern)
– Erlös aus Aktienverkauf
Umwandlung Wandelanleihe bei Fälligkeit (Anmerkung 22)
Veränderung Minderheitsanteile (Anmerkung 14)
Stand 31.12.2010
336
125
– 293
Total Gesamtergebnis 2011
Ausgeschüttete Dividenden
Anteilsbasierte Vergütungen (Anmerkung 28):
– Gegenwert der Arbeitnehmerleistungen (nach Steuern)
– Erlös aus Aktienverkauf
Rückkauf eigener Aktien
Stand 31.12.2011
1)
– 15
Total
Minderheitsanteile
Total
Eigenkapital
5 965
16
5 981
1 074
936
6
942
– 210
– 210
– 3
– 213
10
1
64
10
1
385
0
– 5
10
1
385
– 5
– 286
7 541
7 087
14
7 101
6
1 269
1 275
7
1 282
– 270
– 270
– 4
– 274
15
1
15
1
– 54
8 556
8 054
– 54
125
– 347
– 280
Die historisch begründeten Kapitalreserven im Betrag von CHF 213 Mio wurden rückwirkend per 31.12.2009 in die Gewinnreserven umgegliedert.
Die Anmerkungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.
15
1
– 54
17
8 071
156
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
1. Allgemeine Informationen
The Swatch Group AG (die Gesellschaft) und ihre Tochterunternehmen (zusammen der Konzern) ist ein weltweit tätiges
Unternehmen, welches im Fertiguhren- und Schmuckbereich mit 19 Marken in allen Markt- und Preissegmenten vertreten ist.
Hinzu kommt eine sehr starke industrielle Position mit einem hohen Grad an vertikaler Integration im Bereich Uhrwerke und
Komponenten sowie bei elektronischen Systemen. In diesem Jahr wurden keine wesentlichen Veränderungen an der Konzern­
struktur vorgenommen.
The Swatch Group AG ist eine in der Schweiz gegründete und domizilierte Aktiengesellschaft. Der eingetragene Firmensitz
befindet sich in Neuchâtel, Faubourg de l’Hôpital 3. Der Verwaltungssitz ist in Biel, Seevorstadt 6.
Die Aktien von The Swatch Group AG sind in der Schweiz am Hauptsegment der SIX Swiss Exchange unter den Valorennummern
1 225 514 (Namenaktien) und 1 225 515 (­Inhaberaktien) kotiert. Inhaberaktien sind in den Indizes SMI, SPI sowie SLI vertreten,
Namenaktien in den Indizes SPI Extra und SMIM. Zudem sind die Swatch Group Aktien auch an der BX Berne eXchange kotiert.
Die Konzernrechnung wurde vom Verwaltungsrat am 17. Februar 2012 genehmigt und wird der ordentlichen Generalversammlung
vom 16. Mai 2012 zur Annahme vorgelegt.
2. Wichtigste Grundsätze der Rechnungslegung
Nachstehend werden die wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze erläutert, die bei der Erstellung dieser Konzernrechnung
angewandt wurden. Soweit nicht anderweitig vermerkt, erfolgte die Anwendung diese Grundsätze konsistent für alle ausge­
wiesenen Jahre.
a.Grundlagen
Die Konzernrechnung basiert auf dem Prinzip des historischen Anschaffungswerts. Davon ausgenommen sind bestimmte, in den
nachstehenden Rechnungslegungsgrundsätzen beschriebene Positionen wie erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanz­
instrumente sowie Derivate. Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken (CHF) erstellt. Soweit nicht anders vermerkt,
wurden alle Beträge auf die nächste Million gerundet.
Die Konzernrechnung der Swatch Group wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS)
erstellt. Zur Erstellung der Konzernrechnung gemäss IFRS muss die Unternehmensleitung in bestimmten wichtigen Punkten
Annahmen treffen. Ausserdem muss die Direktion bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze des Unternehmens
Beurteilungen vornehmen. Bereiche, die in grösserem Masse Einschätzungen unterliegen oder eine grössere Komplexität aufweisen, sowie Gebiete, bei denen Annahmen und Einschätzungen einen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung haben,
sind in Anmerkung 4 aufgeführt.
Abschlussdatum der einzelnen Jahresrechnungen ist jeweils der 31. Dezember. Das buchhalterische Geschäftsjahr entspricht
für alle Konzerngesellschaften dem Kalenderjahr.
b.Konsolidierungs­
grundsätze
Die Konzerngesellschaften umfassen jene Unternehmen, die direkt oder indirekt von The Swatch Group AG kontrolliert werden.
Kontrolle bedeutet die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Geschäftstätigkeiten des jeweiligen
Unternehmens, um daraus entsprechenden Nutzen zu ziehen. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn der Konzern über mehr als
die Hälfte der Stimmrechte am Aktienkapital eines Unternehmens verfügt. Bei der Beurteilung, ob der Konzern ein anderes
Unternehmen kontrolliert, wird der Einfluss von ausübbaren oder wandelbaren potenziellen Stimmrechten berücksichtigt. Die
Konzerngesellschaften werden von dem Datum an konsolidiert, an dem die Kontrolle an den Konzern übergeht. Zur Veräusserung
vorgesehene Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt vom Konsolidierungskreis ausgeschlossen, an dem diese
Kontrolle nicht mehr gegeben ist.
Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen wird die Erwerbsmethode angewendet. Der Gegenwert der
übertragenen Entschädigung für die Akquisition einer Tochtergesellschaft ist der Verkehrswert (Fair Value) der übernommenen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der vom Konzern ausgegebenen Eigenkapitalanteile. Er beinhaltet den Fair Value
von bedingten Kaufpreiselementen. Kosten im Zusammenhang mit einer Akquisition werden im Zeitpunkt der Entstehung als
Aufwand erfasst. Bei einem Unternehmenszusammenschluss identifizierbare erworbene Vermögenswerte sowie übernommene
Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen werden im Zeitpunkt der Akquisition zum Fair Value bemessen. Für jede
Akquisition hat der Konzern zu entscheiden, ob er Minderheitsanteile an der erworbenen Gesellschaft zum Fair Value oder zu
dem den Minderheiten zuordenbaren Anteil am Nettovermögen der erworbenen Gesellschaft erfasst.
157
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Der Überschuss der übertragenen Entschädigung, der Minderheitsanteile an der erworbenen Gesellschaft und des Fair Values
der zum Akquisitionszeitpunkt bereits gehaltenen Eigenkapitalanteile an der erworbenen Gesellschaft, der den Verkehrswert
an den identifizierbaren Netto-Aktiven übersteigt, wird als Goodwill erfasst. Bei einem günstigen Kaufpreis (bargain purchase),
wenn der vorgenannte Betrag unter dem Fair Value der Netto-Aktiven der übernommenen Gesellschaft liegt, wird die Differenz
direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.
Die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital und am Konzerngewinn werden in der Bilanz sowie in der Erfolgsrechnung
separat ausgewiesen. Veränderungen in den Eigentumsanteilen an Tochtergesellschaften werden, vorausgesetzt die Kontrolle
bleibt bestehen, als Eigenkapitaltransaktionen verbucht.
Alle konzerninternen Transaktionen, Salden und nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften werden vollständig eliminiert. Rechnungslegungsgrundsätze von Konzerngesellschaften werden gegebenenfalls
angepasst, um die Übereinstimmung mit den vom Konzern beachteten Grundsätzen sicherzustellen.
Assoziierte Gesellschaften sind alle Unternehmen, auf die der Konzern einen massgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber
keine Kontrolle hat. Dieser Einfluss ist generell daran erkennbar, dass der Konzern über einen Stimmrechtsanteil oder einen
potenziellen Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% des Aktienkapitals einer Gesellschaft verfügt. Anteile an assoziierten
Gesellschaften werden gemäss der Eigenkapitalwert-Methode (Equity Methode) bilanziert und zunächst zu Anschaffungskosten
ausgewiesen. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften werden im Umfang der
Beteiligung des Konzerns an der assoziierten Gesellschaft eliminiert. Die Rechnungslegungsgrundsätze von verbundenen
Unternehmen werden gegebenenfalls angepasst, um die Übereinstimmung mit den vom Konzern beachteten Grundsätzen
sicherzustellen.
Beteiligungen an Joint Ventures werden ebenfalls gemäss der Equity Methode ausgewiesen.
Ende 2011 umfasste der Konsolidierungskreis des Konzerns 155 Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit (Vorjahr: 159),
einschliesslich eines Joint Venture (zwei im 2010) und sieben assoziierter Gesellschaften (Vorjahr: sieben). An­merkung 32
enthält eine vollständige Liste der Konzerngesellschaften.
c. Veränderungen bei
Grundsätzen der
Rechnungs­legung
Der Konzern hat die neuen oder überarbeiteten International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)
angewandt, die für Geschäftsjahre ab oder nach dem 1. Januar 2011 vorgeschrieben sind. Die wesentlichen Auswirkungen
dieser Veränderungen der Grundsätze der Rechnungslegung werden nachstehend beschrieben.
IFRS 9 Finanzinstrumente
IFRS 9 behandelt die Klassifizierung, Bewertung und Erfassung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Der
neue Standard wurde im November 2009 und Oktober 2010 herausgegeben. Er ersetzt jene Teile von IAS 39, welche sich auf
die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten beziehen. IFRS 9 verlangt, dass finanzielle Vermögenswerte in zwei
Bewertungskategorien unterteilt werden, und zwar in solche zum Fair Value bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die
Festlegung der Bewertungskategorie erfolgt bei der erstmaligen Erfassung. Die Klassifizierung erfolgt aufgrund des von der
Gesellschaft verwendeten Geschäftsmodells zur Steuerung von Finanzinstrumenten und der vertraglichen Ausprägungen der
Zahlungsströme des Instruments. Betreffend der finanziellen Verbindlichkeiten hält der neue Standard grösstenteils an den
Vorgaben von IAS 39 fest.
Die Anwendung von IFRS 9 ist ab dem 1. Januar 2015 vorgeschrieben. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gruppe hat
diesen Standard vorzeitig per 1. Januar 2011 mit rückwirkender Anwendung eingeführt. Da sämtliche von der Gruppe gehaltenen
Wertschriften als erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzanlagen (FVTPL) klassifiziert sind, und da keine finanziellen
Verbindlichkeiten als FVTPL designiert sind, hat die vorzeitige Anwendung in Bezug auf die Bewertung keinen Einfluss auf die
konsolidierte Erfolgsrechnung und Bilanz per 31. Dezember 2010 und 2011. Die einzige Auswirkung der Beurteilung der Finanz­
instrumente zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 (1. Januar 2010) war die Umgliederung von den als FVTPL
designierten Finanzanlagen in die Kategorie zum Fair Value bewertete Finanzanlagen, innerhalb der Kategorie Wertschriften
(Anmerkung 19).
Die nachstehenden Anpassungen von IFRS-Standards und neu herausgegebenen Interpretationen sind verbindlich anwendbar
für Abrechnungszeiträume, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Sie haben keinen wesentlichen Einfluss oder sind
gegenwärtig nicht von Bedeutung für den Konzern:
• IAS 24 (überarbeitet) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (anwendbar ab 1. Januar 2011)
• IFRIC 14 (überarbeitet) Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften (anwendbar ab 1. Januar 2011)
• IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente (anwendbar ab 1. Juli 2010)
• Anpassungen von IFRSs 2010 (anwendbar ab 1. Januar 2011)
158
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards, die noch nicht in Kraft getreten sind
Der Konzern hat einige neue Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards, die bis Ende 2011 veröffentlicht
wurden und für Konzernabschlüsse für Abrechnungszeiträume nach dem 1. Januar 2012 oder spätere Zeiträume verbindlich sind,
nicht vorzeitig angewandt.
Die erwarteten Auswirkungen dieser Änderungen sind wie folgt:
IAS 19 (überarbeitet) Leistungen an Arbeitnehmer (anwendbar ab 1. Januar 2013)
Die bedeutendste Änderung des überarbeiteten IAS 19 besteht in der Abschaffung der Korridormethode. Dies hat zur Folge,
dass sämtliche aktuariellen Gewinne und Verluste sofort in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden. Der Zinsaufwand und
der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen werden durch einen Nettozinsaufwand bzw. -ertrag ersetzt, berechnet aus der
Multiplikation der Nettoverbindlichkeiten/-aktiven mit dem Diskontsatz. Ausserdem sind die Ausweispflichten wesentlich
erweitert worden. Der überarbeitete Standard ist rückwirkend anzuwenden. Die Auswirkungen des überarbeiteten Standards
auf die Konzernrechnung werden zurzeit analysiert. Die Anpassung der Zahlen 2012 wird eine negative Auswirkung auf das
Eigenkapital der Gruppe haben, da die gegenwärtig unrealisierten aktuariellen Verluste als Pensionsverpflichtungen in der Bilanz
erfasst und dem Eigenkapital belastet werden. In Zukunft wird eine erhöhte Volatilität in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung
erwartet. Auch ist mit einer Erhöhung des Vorsorgeaufwands zu rechnen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an
anderen Unternehmen, IAS 27 (überarbeitet) Separate Einzelabschlüsse, IAS 28 (überarbeitet) Anteile an
assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (anwendbar ab 1. Januar 2013)
Diese neuen und überarbeiteten Standards stehen im Zusammenhang mit dem IASB Konsolidierungsprojekt, welches im Mai
2011 beendet wurde. IFRS 10 führt ein einziges Konsolidierungsmodell ein, welches das Kriterium der Beherrschung als Basis
für die Konsolidierung von allen möglichen Arten von Gesellschaften definiert. Der Standard ersetzt IAS 27 Konzern- und
separate Einzelabschlüsse und SIC-12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften. IFRS 11 legt für beteiligte Parteien Grundsätze
zur Finanzberichterstattung von gemeinsamen Vereinbarungen fest. Der Standard ersetzt IAS 31 Anteile an Joint Ventures und
SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten. IFRS 12 kombiniert, verbessert und ersetzt die Ausweispflichten für Tochter­
unternehmen, gemeinsame Vereinbarungen und nicht konsolidierte strukturierte Einheiten. Als Folge dieser neuen IFRSs hat
das IASB ebenfalls IAS 27 Separate Einzelabschlüsse und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
überarbeitet und umbenannt. Die neuen Vorgaben sind für Geschäftsjahre ab oder nach dem 1. Januar 2013 anwendbar. Die
Gruppe beurteilt zurzeit die Auswirkungen dieser Änderungen, erwartet jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzern­
rechnung. Die Verbuchung von Joint Ventures wird nicht ändern, da die Gruppe ihre Joint Ventures buchhalterisch bereits nach
der Equity Methode behandelt.
Der Konzern rechnet damit, dass die Einführung der folgenden Normen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss für den
Zeitraum der erstmaligen Anwendung haben wird:
• IFRS 7 (überarbeitet) Finanzinstrumente: Angaben - Übertragung von Finanzanlagen (anwendbar ab 1. Juli 2011)
• IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts (anwendbar ab 1. Januar 2013)
• IAS 1 (überarbeitet) Darstellung des Abschlusses - Gesamtergebnisrechnung (anwendbar ab 1. Juli 2012)
• IAS 12 (überarbeitet) Ertragssteuern – Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten
(anwendbar ab 1. Januar 2012)
159
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
d.Segmentbericht­
erstattung
Die Geschäftssegmente werden in Übereinstimmung mit dem internen Berichtswesen an die Geschäftsleitung offengelegt.
Obwohl der Konzern weltweit tätig ist, liegt der hauptsächliche unternehmerische Fokus auf dem Produktportfolio. Dies spiegelt
sich auch in der divisionalen Management- und Organisationsstruktur der Gruppe sowie den internen Finanzbericht­erstattungs­
systemen des Konzerns wider.
Die Aktivitäten des Konzerns umfassen zahlreiche einzelne Geschäftseinheiten (Profit Centers), die in folgende berichtspflichtige Geschäftssegmente zusammengefasst werden:
– Uhren & Schmuck
Verkauf von Fertiguhren und Schmuck
– Produktion
Herstellung von Uhren, Uhrwerken und Schmuck
– Elektronische SystemeDesign, Produktion und Kommerzialisierung von elektronischen Komponenten, ZeitmessungsAktivitäten für Sportveranstaltungen
Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente generieren ihre Umsätze hauptsächlich durch die Produktion und den Verkauf von
Produkten an Dritte oder an andere Geschäftssegmente des Konzerns.
Die Rubrik «Corporate» stellt kein Geschäftssegment nach IFRS 8 dar, wird jedoch gesondert ausgewiesen. Darin enthalten sind
die Aktivitäten der Holding-, Finanz-, Forschungs- und Entwicklungs-, Immobilien- und einiger anderer Gesellschaften. Keine
dieser Gesellschaften erfordert aufgrund ihrer Grösse einen separaten Ausweis als Geschäftssegment. Die Elimination von
Umsätzen, Erträgen und Aufwendungen sowie Aktiven und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten werden in der Kolonne
«Eliminationen» ausgewiesen.
Die Geschäftsleitung beurteilt die wirtschaftliche Leistung der Geschäftssegmente aufgrund der Nettoumsätze und des
Betriebs­gewinns. Umsätze mit Drittkunden werden getrennt von Umsätzen mit anderen Geschäftsbereichen ausgewiesen.
Konzern­interne Umsätze werden wie bei Geschäften mit voneinander unabhängigen Partnern erfasst. Segment­auf­wendungen
sind Kosten, die dem Segment direkt zugeordnet werden können. Zentrale Kosten betreffend die Konzernleitung, Corporate
Communication, Group Human Resources, Corporate Finance, Treasury, Tax und Legal Services werden nicht den
Geschäftssegmenten zugeordnet und verbleiben in der Rubrik «Corporate».
Die Vermögenswerte von Segmenten bestehen hauptsächlich aus Grundstücken und Gebäuden, Einrichtungen und Maschinen,
immateriellen Vermögenswerten, Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie flüssigen Mitteln. Zu den
Verbindlichkeiten der Segmente gehören betriebliche Verpflichtungen.
Für die geographische Präsentation werden die Umsätze entsprechend den auf den Rechnungen ausgewiesenen Bestimmungs­­
ländern aufgeteilt. Das in den geographischen Informationen dargestellte Anlagevermögen wird nach Standorten aufgeschlüsselt.
Dies beinhaltet sämtliche Werte des Anlagevermögens mit Ausnahme latenter Steuer­forderungen sowie Vorsorge­guthaben.
160
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
e.Währungsumrechnung
Die in den Jahresrechnungen der einzelnen Konzernunternehmen enthaltenen Positionen werden in der Währung des
wirtschaftlichen Umfelds erfasst, in dem diese Unternehmen hauptsächlich tätig sind (funktionale Währung). Die Konzern­rechnung
wird in Schweizer Franken präsentiert, da dies die Darstellungswährung des Unternehmens ist.
Transaktionen in Fremdwährungen werden zu dem am Transaktionstag gültigen Wechselkurs in die Funktionalwährung
umgerechnet. Alle Gewinne und Verluste, die sich aus diesen Transaktionen und aus der Umrechnung von finanziellen Aktiven
und Passiven in Fremdwährung ergeben, werden in der Erfolgsrechnung des Konzerns ausgewiesen, ausser wenn sie als quali­
fizierende Cashflow-Absicherungen in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden.
Erfolgsrechnungen von Konzernunternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Schweizer Franken werden zum
durchschnittlichen Wechselkurs – als Annäherung an die zum Transaktionszeitpunkt geltenden Kurse – umgerechnet. Bilanzen
werden zum Wechselkurs am Jahresende umgerechnet. Alle sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in der
Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Bei der Konsolidierung werden die Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung der Nettoinvestitionen in ausländische
Geschäfts­­betriebe in der Gesamtergebnisrechnung verbucht. Beim Verkauf einer ausländischen Gesellschaft werden diese
Umrechnungs­differenzen in der Erfolgsrechnung als Teil des Verkaufsgewinns oder -verlusts ausgewiesen.
In den Berichtszeiträumen hatte keines der Konzernunternehmen eine Währung einer hyperinflationären Wirtschaft.
Anpassungen des Goodwills und der Verkehrswerte, die sich aus der Übernahme eines ausländischen Unternehmens ergeben,
werden als Aktiven und Passiven dieser ausländischen Einheit behandelt und zum geltenden Wechselkurs am Jahres­­ende
umgerechnet.
Die wichtigsten verwendeten Wechselkurse sind:
Währung
CNY
EUR
HKD
JPY
USD
f.Ertragserfassung
Einheit
1
1
1
100
1
Mittelkurs
2011
CHF
0.1376
1.2383
0.1140
1.1163
0.8874
Tageskurs
31.12.2011
CHF
0.1497
1.2190
0.1213
1.2160
0.9425
Mittelkurs
2010
CHF
0.1544
1.3754
0.1345
1.1980
1.0443
Tageskurs
31.12.2010
CHF
0.1425
1.2540
0.1210
1.1540
0.9400
Erträge werden wie folgt erfasst:
Güter und Dienstleistungen
Der Konzern verbucht die auf den Rechnungen aus Verkäufen von Gütern und Dienstleistungen brutto ausgewiesenen Beträge,
nach Abzug der Mehrwertsteuer, als Bruttoumsatz. Sämtliche Differenzen zwischen den fakturierten Bruttobeträgen und den
vereinbarten Nettopreisen, wie Rabatte und übrige Preisnachlässe, werden als Erlösminderungen verbucht. Der Nettoumsatz
beinhaltet den Fair Value der Verkäufe von Gütern und Dienstleistungen und stellt damit den Ertrag dar.
Alle konzerninternen Umsätze werden bei der Konsolidierung eliminiert.
Erträge werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen die massgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der ver­
kauften Produkte verbunden sind, auf den Kunden übertragen hat und die Einbringbarkeit der dadurch entstandenen Forderungen
angemessen gesichert ist. Die Abgrenzung von Rabatten an Kunden erfolgt für den gleichen Zeitraum wie die Umsätze, die
diese Rabatte gemäss den Auftragsbedingungen begründeten. Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen werden im
Abrechnungszeitraum erfasst, in dem die Dienstleistung erbracht wurde.
Zinsertrag
Zinserträge werden periodengerecht nach der Effektivzinsmethode erfasst.
Beteiligungsertrag
Beteiligungserträge werden erfasst, wenn das Recht zum Empfang der Zahlungen begründet wird.
161
KONZERNRECHNUNG
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GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
g.Sachanlagen
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und
Wertminderungen bilanziert. Die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten Aufwendungen, die direkt
dem Erwerb der Positionen zuzurechnen sind. Später anfallende Kosten werden nur dann dem Buchwert der bestehenden
Vermögenswerte zugeschrieben oder als eigenes Aktivum ausgewiesen, wenn anzunehmen ist, dass der Konzern hierdurch
künftige wirtschaftliche Vorteile haben wird und die Kosten zuverlässig bestimmbar sind. Sonstige Reparatur- und Instand­
haltungskosten werden im Abrechnungszeitraum, in dem sie angefallen sind, der Erfolgsrechnung belastet.
Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die Abschreibung auf den übrigen Sachanlagen berechnet sich linear über die
folgende geschätzte Nutzungsdauer der Sachanlagen:
– Mobiliar, Büromaschinen, Motorfahrzeuge
– Informatikanlagen – Messgeräte, Werkzeuge, nichtmechanische Bearbeitungseinrichtungen, Automationskomponenten
– Maschinen und Produktionsanlagen auf mechanischer Basis, Werkstatteinrichtungen
– Betriebsgebäude
– Verwaltungsgebäude
5 bis 8 Jahre
3 bis 5 Jahre
5 bis 9 Jahre
9 bis 15 Jahre
30 Jahre
40 Jahre
Die Restwerte und die verbleibende Nutzungsdauer der Aktiven werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls
angepasst.
Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts höher ist als der dafür erzielbare Betrag, wird der Buchwert auf den erzielbaren
Betrag abgeschrieben.
Gewinne und Verluste aus Veräusserungen werden durch den Vergleich des Verkaufserlöses mit dem Buchwert ermittelt. Diese
werden in die Erfolgsrechnung aufgenommen.
Die Position «Anlagen im Bau» beinhaltet Gebäude im Bau, nicht rückforder- und zuordenbare Anzahlungen für Grundstücke und
Gebäude sowie zurechenbare Fremdkapitalkosten.
h.Renditeliegenschaften
Diese Position besteht hauptsächlich aus Wohngebäuden, die wegen der langfristigen Mieterträge gehalten und nicht vom
Konzern genutzt werden. Einige Landreserven werden zu unbestimmten Zwecken gehalten. Renditeliegenschaften werden zu
historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert.
Die Nutzungsdauer von Wohngebäuden wird auf 50 Jahre veranschlagt.
Die entsprechenden Fair Values sind in Anmerkung 11 ausgewiesen. Diese wurden auf der Basis der kapitalisierten Miet­erträge
für vermietete Gebäude zuzüglich des geschätzten Marktwertes von Grundstücksreserven bestimmt.
i.Immaterielle
­Vermögenswerte
Goodwill
Der Goodwill entspricht demjenigen Anteil des Preises für eine Akquisition, der den Wert der identifizierbaren Nettoaktiven des
übernommenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Kaufs übersteigt. Der Goodwill wird jährlich – und zusätzlich, sofern An­
zeichen auf eine Wertminderung vorliegen – auf Wertminderung überprüft und zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten
Wert­minderungen ausgewiesen. Gewinne und Verluste bei der Veräusserung eines Unternehmens beinhalten den Buchwert
des Goodwills der verkauften Einheit.
Für die Wertminderungsprüfung wird der Goodwill den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugewiesen. Eine ZGE
entspricht der niedrigsten Konzernebene, auf welcher der Goodwill intern überwacht wird und die nicht grösser als ein
Geschäftssegment ist (siehe Anmerkung 12).
Aktivierte Entwicklungskosten
Forschungskosten werden nicht aktiviert, sondern im Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten
werden aktiviert, sofern sie als immaterieller Vermögenswert, der einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und
dessen Kosten zuverlässig bewertet werden können, identifizierbar sind. Übrige Entwicklungskosten werden im Zeitpunkt der
Entstehung als Aufwand erfasst. Mit Beginn der kommerziellen Fertigung eines Produkts werden die aktivierten Ent­wicklungs­
kosten linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben (höchstens fünf Jahre).
162
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Ausserdem umfasst die Rubrik immaterielle Vermögenswerte:
– Erworbene Lizenzen, die zur Nutzung neuer Technologien und Software berechtigen. Diese werden über ihre Nutzungsdauer
abgeschrieben (maximal fünf Jahre).
– Intern entwickelte Software und Software-Implementierungskosten. Diese Kosten werden als immaterielle Vermögenswerte
erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen schaffen werden. Die Kosten
beinhalten Personalkosten interner Softwareentwickler und einen entsprechenden Anteil an relevanten Gemeinkosten. Die
aktivierten Kosten werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben (maximal fünf Jahre).
– Aufgelder (Key Money) für strategisch gelegene Ladengeschäfte. Sofern die Werthaltigkeit durch einen vor­­handenen Markt
nachweisbar ist, werden diese als immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer aktiviert und auf den
erwarteten Restwert abgeschrieben. Dagegen werden Aufgelder, die sich nicht oder nur unter bestimmten Umständen
geltend machen lassen, als vorausbezahlte Mieten behandelt und unter «Sonstigen langfristigen Vermögens­werten»
ausgewiesen (siehe Anmerkung 15).
– Kundenbeziehungen und nicht patentierte Technologien, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen
erworben wurden. Diese werden über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren amortisiert.
j. Wertminderung von
Vermögenswerten
Nichtfinanzielle Aktiven mit einer unbestimmten Nutzungsdauer – wie beispielsweise Goodwill oder immaterielles Anlage­
vermögen, das noch nicht zur Nutzung bereit ist – werden nicht abgeschrieben, sondern jährlich auf Wert­minderung überprüft.
Aktiven, die der Amortisierung unterliegen, sowie Sachanlagen, die noch nicht zur Nutzung bereit sind, werden immer dann auf
Wertminderung geprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf schliessen lassen, dass der Buchwert nicht
erzielbar wäre. Für den Betrag, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird ein Wertminderungsaufwand
verbucht. Der erzielbare Betrag entspricht dem jeweils höheren Wert des Nettoverkaufswerts oder Nutzwerts. Letzterer wird
durch Schätzung der künftigen durch den Vermögenswert generierten Geldflüsse ermittelt, die mit einem risikospezifischen
Zinssatz (vor Steuern) diskontiert werden. Für die Prüfung auf Wertminderung werden die Aktiven auf der niedrigsten Ebene
gruppiert, auf der getrennte Cashflows identifizierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten).
k.Finanzanlagen
Gewöhnliche Käufe und Verkäufe von Investments werden gemäss der Erfüllungstags-Betrachtung (Settlement Date) behandelt.
Börsengängige Wertschriften werden zunächst zum Fair Value zuzüglich Transaktionskosten erfasst. Dies gilt für alle Finanz­
anlagen, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value (FVTPL) erfasst werden. Die zum FVTPL verbuchten Finanz­anlagen werden
beim Kauf zum Fair Value erfasst, und Transaktionskosten werden der Erfolgsrechnung belastet.
Der Konzern klassifiziert seine Finanzanlagen, hauptsächlich Wertschriften, nach folgenden Kategorien: Finanzanlagen
bewer­tet zum Fair Value sowie Finanzanlagen bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Klassifizierung hängt von
dem vom Konzern verwendeten Geschäftsmodell zur Steuerung der Investments und der vertraglichen Ausprägungen der
Zahlungsströme der Finanzanlagen ab.
Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten
Eine Finanzanlage wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und klassifiziert, wenn folgende zwei Kriterien kumulativ
erfüllt sind: das Geschäftsmodell sieht vor, die Anlage bis zur Ausschüttung der vertraglich vereinbarten Geldflüsse zu halten,
und die vertraglichen Vereinbarungen der Finanzanlage führen an einem festgelegten Datum zu Geldflüssen, die ausschliesslich
Kapital- und Zinszahlungen auf dem ausstehenden Kapital darstellen.
Diese Kategorie besteht aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen, Kautionen
sowie übrigen Finanzanlagen.
Finanzanlagen zum Fair Value
Wenn eines der beiden Kriterien, die zur Klassifizierung von Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten dienen, nicht
erfüllt ist, wird die Finanzanlage zum FVTPL klassifiziert und bewertet. Alle realisierten und unrealisierten Gewinne und
Verluste, die sich aus den Veränderungen des Fair Values ergeben, werden in der Erfolgsrechnung erfasst.
Diese Kategorie besteht aus Wertschriften und derivativen Finanzinstrumenten.
Der Konzern hat keine Investments als FVTPL designiert, um damit Inkongruenzen bei der Bilanzierung zu vermeiden oder
wesentlich zu reduzieren.
163
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
I.Vorräte
Das Warenlager wird nach dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Nettoveräusserungswert
bewertet. Die Anschaffungskosten werden mit der Methode des gewichteten Durchschnittspreises ermittelt. Einige Unter­
nehmen, insbesondere im Segment Produktion, bewerten ihre Vorräte nach der Standardkostenmethode. Da diese Kosten
regelmässig überprüft und angepasst werden, liegen die Ergebnisse dieser Methode nahe bei denjenigen mit der Methode der
gewichteten Durchschnitts­preise. Für die Bewertung der Ersatzteile für Kundendienstzwecke werden nur jene Einheiten
berücksichtigt, deren Verbrauch anhand von Erfahrungswerten wahrscheinlich ist.
Der Nettoveräusserungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten
Fertigstellungskosten und der jeweils anfallenden Verkaufskosten.
m. Zum Verkauf
gehaltene langfristige
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte und zur Veräusserung vorgesehene Gruppen von Vermögenswerten (Veräusserungsgruppen)
werden als zum Verkauf gehalten klassiert, wenn ihr Buchwert durch eine Verkaufstransaktion realisiert wird statt durch die
laufende Nutzung. Diese Voraussetzung gilt nur dann als erfüllt, wenn der Verkauf sehr wahrscheinlich ist und der Vermögens­
wert (oder die Veräusserungsgruppe) im aktuellen Zustand zum sofortigen Verkauf bereit steht. Die Unternehmensleitung muss
den Verkauf ernsthaft beabsichtigen, sodass die Position voraussichtlich innerhalb eines Jahres nach der Klassierung als
abgeschlossener Verkauf ausgewiesen werden kann. Positionen des Anlagevermögens (und Veräusserungsgruppen), die als
zum Verkauf gehalten klassiert wurden, werden mit dem niedrigeren Betrag des bisherigen Buchwertes der Vermögens­position
bzw. dem Fair Value abzüglich der Veräusserungskosten ausgewiesen.
n. Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Netto-Rechnungsbetrag erfasst und verbucht,
abzüglich einer Wertberichtigung für spezifische risikobehaftete Forderungen (Delkredere). Dies entspricht annäherungs­weise
den fortgeführten Anschaffungskosten. Wertberichtigungen werden vorgenommen für Forderungen, die mehr als 12 Monate
über­fällig sind oder für welche spezifische Risiken identifiziert wurden. Zweifelhafte Forderungen werden ausgebucht, wenn
der Konzern aus objektiver Sicht nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzutreiben.
o. Flüssige Mittel und
geldnahe Finanzanlagen
Die Bilanzposition flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen setzt sich aus Kassenbeständen, Bankguthaben und kurz­fristigen
Termineinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von höchstens drei Monaten zusammen. In der Geldflussrechnung bestehen
die flüssigen Mittel aus den vorstehend genannten Komponenten abzüglich kurzfristiger Bankschulden.
p. Aktienkapital und
eigene Aktien
Aktien werden im Eigenkapital ausgewiesen. Emissionskosten, die direkt der Ausgabe von Aktien oder Optionen zuzuordnen
sind, werden im Eigenkapital als Betrag nach Steuern vom Erlös in Abzug gebracht. Das Aktienkapital verteilt sich auf Namen­
aktien mit einem Nominalwert von je CHF 0.45 und Inhaberaktien mit einem Nominalwert von je CHF 2.25. Abgesehen vom
grösseren Gewicht der Stimmrechte bei Namenaktien bestehen in Bezug auf die Aktionärsrechte keine Unterschiede zwischen
den beiden Kategorien.
Eigene Eigenkapitalinstrumente, die zurückgekauft wurden (eigene Aktien), werden vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf oder
Verkauf sowie die Ausgabe oder Vernichtung eigener Eigenkapitalinstrumente des Konzerns wird nicht erfolgswirksam
verbucht.
q.Finanzschulden
Finanzschulden werden zunächst mit dem Fair Value inklusive angefallener Transaktionskosten verbucht. Im Weiteren werden
die Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen.
Der Fair Value der Schuldkomponente einer Wandelanleihe wird anhand des marktüblichen Zinssatzes für eine entsprechende
nicht wandelbare Anleihe bestimmt. Dieser Betrag wird zu fortgeführten Anschaffungskosten als Schuld ausgewiesen, bis
diese im Zuge der Wandlung oder bei Fälligkeit der Anleihe getilgt wird. Der restliche Erlös wird der Wandeloption zuge­schlagen
und abzüglich anfallender Ertragssteuern im Eigenkapital erfasst. Die Transaktionskosten werden anteilig zwischen der Schuldund der Eigenkapitalkomponente der Wandel­anleihen aufgeteilt. Als Grundlage dient die Aufteilung der Erlöse zwischen
Schuld- und Eigenkapitalkomponente bei der ersten Verbuchung der Instrumente.
Finanzschulden werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen, ausser der Konzern hat ein uneingeschränktes Recht,
die Begleichung der Verbindlichkeit bis mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag aufzuschieben.
164
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
r. Verbuchung von
­deriva­ti­ven Finanz­
instrumenten und
Ab­­sicherungsgeschäften
Derivate werden zunächst zum Fair Value erfasst; die dazugehörenden Transaktionskosten werden als Aufwand in der Erfolgs­
rechnung verbucht. Die Methode der Erfassung sich daraus ergebender Gewinne oder Verluste hängt davon ab, ob ein Derivat
zur Ab­sicherung gedacht ist, und wenn dies der Fall ist, von der Art der abgesicherten Position. Bestimmte Derivate können zur
Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Transaktion (Absicherung
von Kapitalflüssen) dienen.
Beim Abschluss einer Transaktion dokumentiert der Konzern die Beziehung zwischen den Absicherungsinstrumenten und den
abgesicherten Positionen sowie Ziele und Strategien des Risikomanagements. Darüber hinaus dokumentiert der Konzern –
sowohl beim Abschluss von Absicherungsgeschäften als auch auf laufender Basis – seine Einschätzung der Effektivität der für
die Absicherungstransaktionen verwendeten Derivate für den Ausgleich von Änderungen des Verkehrswerts oder der Kapital­
flüsse von abgesicherten Positionen.
Wenn die Restlaufzeit des abgesicherten Basisgeschäfts mehr als 12 Monate beträgt, wird der volle Fair Value des zur Absicherung
verwendeten derivativen Instruments als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit klassifiziert. Beträgt die
Restlaufzeit weniger als 12 Monate, wird es als kurzfristiger Vermögenswert oder kurzfristige Verbindlichkeit ausgewiesen. Für
Handelszwecke bestimmte Derivate werden als kurzfristige Vermögenswerte bzw. kurzfristige Verbindlich­keiten ausgewiesen.
Cashflow-Absicherungen
Der Konzern kann gewisse Zahlungsströme für prognostizierte konzerninterne Transaktionen absichern. In diesem Fall wird der
effektive Anteil von Veränderungen am Verkehrswert von Derivaten, die zur Absicherung von Geldflüssen dienen, im Eigenkapital
erfasst. Der Gewinn oder Verlust aus dem ineffektiven Teil des Sicherungsinstruments wird sofort in der Erfolgsrechnung bzw.
im Finanzergebnis ausgewiesen.
Im Eigenkapital erfasste Beträge werden in den Zeiträumen in die Erfolgsrechnung überführt, in denen sich das abgesicherte
Basisgeschäft auf den Gewinn oder Verlust auswirkt. Der Gewinn oder Verlust aus dem effektiven Teil des Sicherungs­­
instruments wird in der Erfolgsrechnung unter Waren- und Rohmaterialeinkäufe ausgewiesen.
Wenn es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass eine erwartete Transaktion zustande kommt, wird der bis dato im Eigenkapital
erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust sofort in die Erfolgsrechnung überführt.
Erfolgswirksam zum Fair Value ausgewiesene Derivate
Derivate, die nicht als Absicherungsinstrumente bezeichnet sind, werden erfolgswirksam zum Fair Value verbucht. Veränderungen
des Verkehrswerts dieser derivativen Instrumente werden sofort in der Erfolgsrechnung erfasst.
s.Ertragssteuern
Der Steueraufwand der Berichtsperiode setzt sich aus laufenden Ertragssteuern und latenten Steuern zusammen. Steuern
werden in der Erfolgsrechnung erfasst, ausser sie beziehen sich auf Positionen, die in der Gesamtergebnisrechnung oder direkt
im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls in der Gesamtergebnisrechnung beziehungsweise
direkt im Eigenkapital verbucht.
Laufende Ertragssteuern
Laufende Steuerforderungen und -verbindlichkeiten für die aktuelle Periode und vorhergehende Berichtszeiträume werden mit
dem erwarteten oder voraussichtlich an die Steuerbehörde zu zahlenden Betrag erfasst. Für die Berechnung werden die
steuerlichen Bestimmungen und die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag in Kraft oder im Wesentlichen in Kraft waren.
Latente Steuern
Die latenten Steuern werden nach der Verbindlichkeitsmethode berechnet und vollumfänglich ausgewiesen. Sie beruhen auf
temporären Differenzen zwischen den Steuerwerten von Aktiven und Passiven sowie deren Buchwerten in der Konzernrechnung.
Wenn die latenten Steuern aus der ursprünglichen Verbuchung einer Aktiv- oder Passivposition aus einer anderen Transaktion
als einem Unternehmenszusammenschluss stammen, und zum Zeitpunkt der Transaktion weder eine bilanzielle noch eine
steuerliche Gewinn- oder Verlustposition betreffen, werden diese nicht berücksichtigt.
Für die Berechnung der latenten Steuern werden die steuerlichen Bestimmungen und die Steuersätze verwendet, die zum
Bilanz­stichtag in Kraft oder im Wesentlichen in Kraft waren und voraussichtlich gelten werden, wenn die betreffende latente
Steuer­­­forderung realisiert bzw. die latente Steuerverbindlichkeit beglichen wird.
Für abzugsfähige temporäre Differenzen, steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften werden aktive latente Steuern
erfasst, soweit es wahrscheinlich ist, dass sie von künftigen steuerbaren Gewinnen in Abzug gebracht werden können.
Latente Steuern für temporäre Differenzen aufgrund von Investitionen in Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen
werden erfasst, ausser wenn die Beilegung der temporären Differenzen der Kontrolle des Konzerns unterliegt und damit zu
rechnen ist, dass diese auf absehbare Zeit nicht aufgehoben werden.
Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet, wenn es gesetzlich
zulässig ist, laufende Steuerforderungen gegen laufende Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und die latenten Steuern die
gleiche steuer­pflichtige Einheit und die gleiche Steuerbehörde betreffen.
165
KONZERNRECHNUNG
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GESCHäFTSBERICHT
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Anhang zur Konzernrechnung
t. Pensionspläne und
andere Vorsorge­
verpflichtungen
Vorsorgeverpflichtungen
Die Konzerngesellschaften verfügen über verschiedene Pensionspläne. Diese werden im Allgemeinen durch Zahlungen an
Versicherungsunternehmen oder an durch Treuhänder verwaltete Fonds finanziert. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach
regelmässigen versicherungsmathematischen Berechnungen. Der Konzern hat sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte
Pensions­pläne. Bei einem leistungsorientierten Pensionsplan berechnet sich die Höhe der Ruhestandsleistungen, die ein
Mitarbeiter später erhält, gewöhnlich nach Faktoren wie Alter, Betriebszugehörigkeit und Salär. Bei einem beitragsorientierten
Pensionsplan zahlt der Konzern feste Beiträge an eine separate Einheit. Der Konzern hat keine rechtlichen oder faktischen
Verpflichtungen, weitere Beiträge zu leisten, wenn der Fonds nicht über die nötigen Mittel verfügt, um allen Mitarbeitern die
Ruhestandsleistungen für den laufenden und frühere Zeiträume zu zahlen. Die Pensionspläne des Konzerns in der Schweiz
werden als leistungsorientierte Pläne bilanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden als Ertrag oder Aufwand verbucht, wenn der Nettobetrag der nicht
erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für den einzelnen Plan am Ende des Vorjahres 10% des höheren
Wertes der beitragsgebundenen Rentenverpflichtung bzw. des Fair Values des Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigt.
Diese Gewinne oder Verluste werden über die durchschnittliche erwartete Restdienstzeit der an dem Vorsorgeplan beteiligten
Mitarbeitenden erfolgswirksam erfasst.
Die Kosten für bisherige Leistungen werden sofort erfolgswirksam verbucht, wenn die Veränderungen am Pensionsplan nicht
davon abhängen, dass die Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit beim Unternehmen bleiben. In diesem Fall werden die Kosten der
bisherigen Leistungen linear bis zum Eintritt des Anspruchs amortisiert.
Die in der Bilanz netto ausgewiesene Verbindlichkeit bzw. das Aktivum für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert
der Leistungsverpflichtung zum Bilanzstichtag abzüglich des Verkehrswerts des Planvermögens, unter Berücksichtigung von
Anpassungen für nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste und bereits erbrachte Leistungen. Die
Verpflichtungen für leistungsorientierte Pläne werden jährlich durch unabhängige Versicherungsmathematiker nach dem
Anwart­schaftsbarwertverfahren berechnet. Der Gegenwartswert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird
durch die Abzinsung der künftigen Zahlungsmittelabflüsse ermittelt.
​ onstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
S
Einige wenige Konzerngesellschaften bieten ihren pensionierten Mitarbeitern Gesundheitsvorsorgepläne an. Die Berechtigung
zum Empfang dieser Leistungen hängt gewöhnlich davon ab, dass die Mitarbeiter bis zum Rentenalter beim Unternehmen
bleiben und eine Mindestbetriebszugehörigkeit erreichen. Die voraussichtlichen Kosten dieser Leistungen laufen über den
Beschäftigungs­zeitraum auf, ähnlich wie bei der Verbuchung der leistungsorientierten Pläne.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Abgangsentschädigungen) fallen an, wenn ein Beschäftigungsverhältnis vor dem normalen Ablauf beendet wird oder wenn ein Mitarbeiter bereit ist, im Gegenzug für diese Leistungen
freiwillig aus dem Unternehmen auszuscheiden. Der Konzern verbucht Abgangsentschädigungen, wenn er nachweislich dazu
entschlossen ist, aktuelle Beschäftigungsverhältnisse von Mitarbeitern gemäss einem detaillierten formellen Plan ohne
Rückzugsmöglichkeit zu beenden, oder Abgangsentschädigungen infolge eines Angebots für ein freiwilliges Ausscheiden aus
dem Unternehmen gezahlt werden. Leistungen, die erst mehr als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig sind, werden auf den
Barwert abgezinst.
u. Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet:
– wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung aufgrund früherer Ereignisse hat
– wenn es wahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich sein wird, um die
Verpflichtung zu erfüllen, und
– wenn eine verlässliche Schätzung für den Betrag der Verpflichtung möglich ist.
Wenn der Konzern mit der Rückerstattung eines Teils oder der gesamten Rückstellung rechnet, zum Beispiel aufgrund eines
Versicherungs­vertrags, wird die Rückerstattung als eigener Vermögenswert ausgewiesen, aber nur, wenn die Rückerstattung
praktisch sicher ist. Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Rückstellung, gegebenenfalls abzüglich einer Rückerstattung,
werden in der Erfolgsrechnung erfasst. Falls der Zeitwerteffekt des Betrags wesentlich ist, werden die Rückstellungen zum
Barwert erfasst. Dabei wird ein Abzinsungssatz verwendet, der die für die Verbindlichkeit spezifischen Risiken widerspiegelt.
Wenn eine Abzinsung vorgenommen wird, wird die Zunahme der Rückstellung aufgrund des Zeitablaufs als Zinsaufwand
verbucht.
166
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KONZERNRECHNUNG
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v.Anteilsbasierte
­Vergütung
Der Konzern verfügt über einen anteilsbasierten Vergütungsplan mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Nach den
Bestimmungen dieses Plans erhalten Arbeitnehmer, die sich während des Jahres durch besonders starkes Engagement oder
überdurchschnittliche Leistungen ausgezeichnet haben, eine bestimmte Zahl von Aktienoptionen. Der beizulegende Zeitwert
für die im Gegenzug zur Ausgabe der Optionen erbrachten Mitarbeiterleistungen wird als Aufwand verbucht. Der Gesamtbetrag
der im Laufe der Sperrfrist zu verbuchenden Kosten bestimmt sich nach dem Verkehrswert der gewährten Optionen (Berechnung
nach dem «Black-Scholes»-Modell), abzüglich der Effekte von nicht mit dem Markt zusammenhängenden Ausübungsbedingungen
(zum Beispiel Rentabilität und Umsatzziele). Nicht mit dem Markt zusammenhängende Ausübungs­bedingungen fliessen in die
Annahmen betreffend der Anzahl Optionen ein, die voraussichtlich ausübbar werden. Zu jedem Bilanzstichtag überarbeitet der
Konzern die Schätzungen betreffend der Anzahl der voraussichtlich ausübbar werdenden Optionen. Die Auswirkungen einer
Korrektur der ursprünglichen Schätzungen werden gegebenenfalls erfolgswirksam verbucht und eine entsprechende Berichti­
gung des Eigenkapitals vorgenommen.
Eine Tranche von eigenen Aktien wurde speziell für diesen Aktienoptionsplan bereitgestellt. Unter diesem Plan wurden keine
neuen Aktien ausgegeben. Bei Ausübung der Optionen werden die eingegangenen Erlöse abzüglich direkt zuordenbarer
Transaktionskosten dem Eigenkapital des Konzerns zugerechnet.
Der verwässernde Effekt der ausgegebenen Optionen zeigt sich als zusätzliche Verwässerung in der Berechnung des Gewinns
je Aktie (siehe Anmerkung 8).
w.Leasingverhältnisse
Finanzierungsleasing
Ein Finanzierungsleasing liegt vor, wenn der Leasinggeber praktisch sämtliche mit dem Besitz des Leasingobjekts verbundenen
Risiken und Vorteile auf den Leasingnehmer überträgt. Finanzierungsleasingverhältnisse werden zu Beginn der Vertragslaufzeit
mit dem beizulegenden Wert des geleasten Objekts aktiviert bzw., wenn dieser geringer ist, mit dem Barwert der Mindest­
leasingzahlungen. Jede Leasingrate wird in Finanzierungskosten und Tilgung der Restschuld aufgeteilt, so dass ein konstanter
Zinssatz für die verbliebene Schuld entsteht. Finanzierungskosten werden direkt in der Erfolgsrechnung als Aufwand verbucht.
Aktivierte Leasingobjekte werden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder geschätzte
Nutzungsdauer des Objekts abgeschrieben.
Operatives Leasing
Ein operativer Leasingvertrag liegt vor, wenn ein wesentlicher Teil der mit dem Besitz verbundenen Risiken beim Leasinggeber
verbleibt. Zahlungen für operative Leasingverträge werden in der Erfolgsrechnung linear über die gesamte Dauer des Vertrags
als Aufwand verbucht.
x.Dividenden
Dividendenzahlungen werden im Konzernabschluss in dem Zeitraum verbucht, in dem sie von den Aktionären genehmigt
werden.
y.Vergleichszahlen
Bestimmte Vorjahreszahlen wurden gegenüber der im letztjährigen Geschäftsbericht präsentierten Form ausgeweitet, um die
veränderte Darstellung des laufenden Jahres zu berücksichtigen. Es ergab sich kein Effekt auf die Bilanz und Erfolgsrechnung
der beiden Berichtsjahre. Die Anpassungen der Segmentstruktur und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Vergleichszahlen in den Segmentinformationen werden in Anmerkung 5a beschrieben.
167
KONZERNRECHNUNG
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Anhang zur Konzernrechnung
3. Finanzrisikomanagement
a. Finanzielle Risikofaktoren
Aufgrund seiner vielfältigen und globalen Tätigkeit ist der Konzern finanziellen Marktrisiken (einschliesslich Währungsrisiken,
Fair Value- und Cashflow-Zinsrisiken sowie Preisrisiken), Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken unterworfen.
Das Finanzrisikomanagement konzentriert sich auf die Erkennung und Analyse von Wechselkursrisiken, um deren Einfluss auf
das Konzernergebnis vor Steuern sowie auf das Nettoergebnis des Konzerns zu minimieren. Zur Absicherung der Wechselkurs­
risiken setzt der Konzern derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte oder Währungsoptionen ein.
Das Risikomanagement obliegt der zentralen Treasury-Abteilung des Konzerns (Group Treasury). Diese handelt nach den von den
Führungs­organen erlassenen Richtlinien. Die Risiken werden dabei in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten
evaluiert und die entsprechenden Absicherungsentscheide unter der regelmässigen Aufsicht des Topmanagements der Gruppe
getroffen.
1. Marktrisiken
Der Konzern ist Marktrisiken unterworfen, die sich in erster Linie aus Fremdwährungen, Zinsen und dem Marktwert der Anlage
von flüssigen Mitteln ergeben. Diese Risiken werden aktiv überwacht. Um die Volatilität im Zusammenhang mit diesen Risiken
zu kontrollieren, setzt der Konzern eine Reihe derivativer Finanzinstrumente ein, wie z.B. Fremdwährungsterminkontrakte oder
Optionen. Dabei verfolgt der Konzern das Ziel, soweit dies angemessen erscheint, Schwankungen der Gewinne und Cashflows
im Zusammenhang mit Zinssätzen, Wechselkursen und Marktkursen von Anlagen flüssiger Mittel zu vermindern. Die Ver­
wendung derivativer Finanzinstrumente für das Risikomanagement und zur Verbesserung der Rendite bei der Anlage flüssiger
Mittel entspricht den Grundsätzen und der üblichen Praxis des Konzerns.
1.1 Wechselkursrisiken
Der Konzernabschluss wird in Schweizer Franken publiziert. Da Wechselkursrisiken von der zentralen Treasury-Abteilung des
Konzerns (Group Treasury) gemanagt werden, unterliegen die lokalen Gesellschaften keinen spezifischen Wechselkursrisiken.
Wechselkursrisiken entstehen in erster Linie aus Schwankungen von Währungen gegenüber dem Schweizer Franken. Dies
betrifft hauptsächlich den Euro, den US-Dollar, den Chinesischen Yuan und den Japanischen Yen. Daher kann der Konzern ver­
schiedene Kontrakte abschliessen, die die Bewegungen der Wechselkurse reflektieren, um den Wert der Aktiven, Verpflichtungen
und erwarteten Transaktionen zu erhalten. Darüber hinaus kann der Konzern auch Terminkontrakte und Währungsoptionen
verwenden, um bestimmte erwartete Nettoumsatzerlöse in Fremdwährungen abzusichern. Die Konzern­gesellschaften gehen
dabei mit dem Group Treasury spezielle Vereinbarungen ein, die ihnen für die Dauer eines Monats einen festen Wechselkurs
garantieren. Das Group Treasury ist seinerseits verantwortlich für die Absicherung der Nettopositionen in den entsprechenden
Fremdwährungen bei Dritten.
Sensitivitätsanalyse des Wechselkursrisikos
Zu den Finanzinstrumenten, die Wechselkursrisiken unterliegen, zählen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige
Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten, Finanzverbindlichkeiten, Derivate,
Wertschriften, flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen. Hierunter fallen sowohl Transaktionen mit Dritten als auch konzern­
interne Transaktionen.
Der Umfang der Risiken gegenüber Veränderungen der Wechselkurse kann erheblich schwanken. Daher stellt die Situation zum
Bilanzstichtag unter Umständen kein repräsentatives Bild für den Durchschnitt des Abrechnungszeitraums dar.
Zur Veranschaulichung lassen sich die Auswirkungen möglicher Veränderungen der Wechselkurse auf den Gewinn nach Steuern
wie folgt zusammenfassen:
Währungen
CNY / CHF
EUR / CHF
HKD / CHF
JPY / CHF
USD / CHF
31.12.2011
Änderungen des
Erfolgsrechnung
Wechselkurses
Mio CHF
+/+
–
5%
2
– 4
5%
7
– 7
5%
0
0
5%
– 1
0
5%
– 1
– 1
31.12.2010
Änderungen des
Erfolgsrechnung
Wechselkurses
Mio CHF
+/+
–
5%
3
– 3
5%
12
– 8
5%
0
0
5%
1
0
5%
5
– 5
Da keine der Positionen direkt im Eigenkapital verbucht wird, haben die oben gezeigten Wechselkursveränderungen keine
Auswirkung auf das Eigenkapital.
168
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GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
1.2 Preisrisiken
1.2.1 Rohstoffe
Der Konzern unterliegt einem gewissen Rohstoffpreisrisiko im Zusammenhang mit dem Kauf von Edelmetallen und Edelsteinen.
Diese werden in der Fertigung verwendet. Der Konzern schliesst keine nennenswerten Futures, Termin- und Optionskontrakte
auf Rohstoffe ab, um Preisschwankungen von erwarteten Käufen abzusichern.
1.2.2 Aktien
Der Konzern kauft Aktien zur Anlage seiner flüssigen Mittel. Diese Instrumente werden als Wertschriften bilanziert. Mögliche
Investitionen müssen sich nach den von den Führungsorganen des Konzerns erlassenen Einschränkungen für die Vermögens­
allokation und die Portfoliostruktur richten. Gemäss seiner Richtlinie begrenzt der Konzern Aktienanlagen auf 15% der liquiden
Mittel. Diese werden gründlich aufgrund der bisherigen Entwicklung (vor allem die Cashflow-Rendite), des Marktpotenzials, des
Management und der Konkurrenten analysiert. Für Aktien, die der Konzern hält, werden Call-Optionen geschrieben, und für
Aktien, die der Konzern kaufen möchte und für die flüssige Mittel bereitgestellt wurden, werden Put-Optionen geschrieben. Im
Jahr 2011 betrafen über 90% (2010: über 80%) der Aktienanlagen des Konzerns Aktien, die an einem Hauptindex (SMI/SPI, Dow
Jones EURO STOXX 50, S&P 500, Nikkei) kotiert sind.
Sensitivitätsanalyse des Anlagerisikos in Aktien
Nachstehende Tabelle bietet eine zusammenfassende Darstellung der Auswirkungen von Auf- und Abwärtsbewegungen der
wichtigsten Aktienindizes auf den Konzerngewinn nach Steuern. Es gab keine direkten Auswirkungen auf das Eigenkapital, da
keine der Aktienanlagen in einer Kategorie von Finanzanlagen erfasst wird, deren Ergebnis direkt im Eigenkapital verbucht wird.
Die Analyse beruht auf der Annahme, dass die Aktienindizes um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen bzw. gefallen sind,
während alle anderen Variablen gleich geblieben sind und sich alle vom Konzern gehaltenen Aktien entsprechend der historischen
Korrelation mit dem Index bewegt haben.
Index
Dow Jones EURO STOXX 50
SMI + SPI
31.12.2011
Änderungen
Erfolgsrechnung
des Index
Mio CHF
+/+
–
5%
1
– 1
5%
3
– 3
31.12.2010
Änderungen
Erfolgsrechnung
des Index
Mio CHF
+/+
–
5%
2
– 2
5%
3
– 3
Der Konzerngewinn nach Steuern würde steigen bzw. fallen aufgrund von Gewinnen bzw. Verlusten aus den erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten Aktienanlagen.
1.3 Zinssatzrisiken
Bei der Aufnahme von Fremdmitteln zu variablen Zinsen unterliegt der Konzern Zinsrisiken bezüglich Cashflow. Bei der Aufnahme
von Fremdmitteln zu festen Zinsen unterliegt der Konzern Marktwert-Zinsrisiken. Der Konzern steuert sein Netto­zinsrisiko durch
das Verhältnis von festverzinslichen zu variabel verzinslichen Schulden.
Aufgrund der komfortablen Liquidität sowie der Tatsache, dass die meisten Finanzverbindlichkeiten festverzinslich sind, haben
Änderungen der Zinssätze keinen wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis des Konzerns.
Beim Zinssatzmanagement der langfristigen Verbindlichkeiten ist der Konzern in den vergangenen zwei Geschäftsperioden
keine Zinssatzswaps eingegangen. Es sind somit auch keine entsprechenden Positionen in den Büchern.
Sensitivitätsanalyse des Anlagerisikos in Obligationen
Veränderungen der Marktzinsen können den Wert von Obligationen, die zum Fair Value erfolgs­wirksam bewertet werden,
beeinflussen. Die nachstehende Sensitivitätsanalyse beruht auf der Annahme, dass der Zinssatz für alle Währungen um 100
Basispunkte gestiegen bzw. gefallen ist, während alle andere Variablen konstant blieben.
Zum 31. Dezember 2011 hätte ein Anstieg des Zinssatzes um 100 Basispunkte den Konzerngewinn nach Steuern um CHF 9 Mio
(2010: CHF 11 Mio) reduziert. Andererseits hätte ein Rückgang des Zinssatzes um 100 Basispunkte eine Zunahme des Konzern­
gewinns nach Steuern von CHF 9 Mio (2010: CHF 11 Mio) bewirkt.
169
KONZERNRECHNUNG
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GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
2. Kreditrisiken
Kreditrisiken im Zusammenhang mit Kunden entstehen aus der Möglichkeit, dass diese unter Umständen nicht in der Lage sind,
ihren Verpflichtungen vereinbarungsgemäss nachzukommen. Die Bonität der Geschäftspartner wird aufgrund der Kredit­
gewährungs­politik des Konzerns regelmässig auf Gruppenstufe überprüft. Da für die meisten Kunden kein unabhängiges Rating
ver­­fügbar ist, wird ihre Bonität von den lokalen Kreditkontrollabteilungen eingeschätzt. Dabei werden deren Vermögens- und
Finanz­lage, frühere Erfahrungen und andere Faktoren in Betracht gezogen. Da der Konzern eine grosse Zahl von Kunden hat, die
inter­national weit gestreut sind, besteht keine Konzentration des Kreditrisikos in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen.
Um den Konzern beim Wertschriftenhandel gegen Ausfallrisiken abzusichern, sind Anlagerichtlinien zu beachten, die bei
Anlagen in Wertschriften Mindestratings vorschreiben. Generell wird das Emittentenrisiko minimiert, indem nur Wertschriften
mit Investment-Grade-Rating gekauft werden dürfen. Über 99% der am 31. Dezember 2011 gehaltenen Obligationen verfügten
über ein Investment-Grade-Rating (2010: über 95%). Eine Ausnahme im Rahmen des Managements von festverzinslichen
Anlagen stellt das High-Yield-Portfolio in Liquidation dar, das sich im 2011 auf einen Anlagebetrag von weniger als CHF 1 Mio
beläuft (2010: ungefähr CHF 10 Mio). Die Konzernleitung überwacht die strikte Einhaltung dieser Vorgaben regelmässig.
Das Gegenparteirisiko wird zudem minimiert, indem alle derivativen Finanzinstrumente, Geldmarktanlagen und sonstigen
kurzfristigen Anlagen nur bei Finanzinstitutionen platziert werden, deren Kreditrating üblicherweise mindestens A- beträgt. Die
Kreditrisiken werden durch das Management strikt überwacht und innerhalb festgelegter Bandbreiten gehalten.
Infolge der rigorosen Bonitätsanforderungen, die an die Geschäftspartner gestellt werden, erscheinen die Risiken von Verlusten
aus Nichterfüllung von Verträgen begrenzt.
3. Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko betrifft das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage sein könnte, seinen finanziellen Verpflichtungen
rechtzeitig nachzukommen. Dank einer strengen, konzernweiten Überwachung der Liquidität sowie einer gezielten Vermögens­
allokation verfügt das Group Treasury jederzeit über eine angemessene Liquidität. Für ausserordentliche Finanzierungs­bedürfnisse
stehen überdies entsprechende Kreditlimiten bei Finanzinstituten zur Verfügung.
Die per Bilanzstichtag verfügbare Liquidität kann wie folgt zusammengefasst werden:
(Mio CHF)
Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
Wertschriften
Liquiditätsreserven
Zugesicherte Kreditlimiten
./. Benutzte Kreditlimiten
Total Liquiditätsreserven und unbenutzte Kreditlimiten
31.12.2011
1 616
553
2 169
392
– 83
2 478
31.12.2010
1 827
538
2 365
405
– 103
2 667
Nachstehende Tabelle bietet eine Übersicht über die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, die auf Bruttobasis erfüllt werden,
aufgeteilt nach ihrer vertraglichen Restlaufzeit. Die in der Tabelle offengelegten Beträge entsprechen den vertraglichen, nicht
diskontierten Zahlungsströmen.
(Mio CHF)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
Total per 31.12.2011
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
Total per 31.12.2010
Weniger als 1 Jahr
2
400
103
14
4
523
2
291
101
31
0
425
1 – 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
30
51
–
–
–
–
–
–
–
–
30
51
31
–
–
–
–
31
56
–
–
–
–
56
170
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2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
b. Fair Value Angaben
Die nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Buchwerte und den Fair Value der Aktiven und Verbindlichkeiten des
Konzerns, die zu den Finanzinstrumenten gezählt werden:
31.12.2011
Buchwert
Fair
value
37
37
116
116
894
894
148
148
1 195
1 195
553
553
0
0
553
553
1 616
1 616
1 616
1 616
3 364
3 364
(Mio CHF)
Kautionen (Anmerkung 15)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anmerkung 15)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anmerkung 17)
Sonstige kurzfristige Forderungen (Anmerkung 18)
Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten
Zum Fair Value bewertete Wertschriften
Derivative Finanzinstrumente
Finanzanlagen zum Fair Value (Anmerkung 19)
Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen (Anmerkung 20)
Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
Total Finanzanlagen
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (Anmerkung 22)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten (Anmerkung 25)
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Anmerkung 22)
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Derivative Finanzinstrumente (Anmerkung 22)
Zum Fair Value bewertete Finanzverbindlichkeiten
Total Finanzverbindlichkeiten
31.12.2010
Buchwert
Fair
value
29
29
5
5
716
716
113
113
863
863
538
538
4
4
542
542
1 827
1 827
1 827
1 827
3 232
3 232
73
400
103
14
77
400
103
14
77
291
101
31
78
291
101
31
590
4
4
594
594
4
4
598
500
0
0
500
501
0
0
501
Der Konzern hat die nachstehende Fair Value Hierarchie festgelegt, welche die Bedeutung der verwendeten Einflussgrössen für
die Fair Value Bewertungen widerspiegelt:
• Stufe 1: Börsenkurse an einem aktiven Markt für identische Aktiven und Verbindlichkeiten
• Stufe 2:  andere beobachtbare Einflussgrössen als Börsenkurse an einem aktiven Markt für identische Aktiven und Verbindlichkeiten
• Stufe 3: nicht beobachtbare Einflussgrössen
Die nachstehende Tabelle fasst die vom Konzern zum Fair Value gehaltenen Aktiven und Verbindlichkeiten nach Bewertungs­
methode zusammen:
(Mio CHF)
Zum Fair Value bewertete Wertschriften
Derivative Finanzinstrumente
Zum Fair Value bewertete Finanzanlagen
Derivative Finanzinstrumente
Zum Fair Value bewertete
Finanzverbindlichkeiten
31.12.2011
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
537
–
16
–
0
–
537
0
16
31.12.2010
Total Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
553
525
–
13
0
–
4
–
525
4
13
553
Total
538
4
542
–
4
–
4
–
0
–
0
–
4
–
4
–
0
–
0
Zum Fair Value bewertete Finanzanlagen der Stufe 3 beinhalten die vom Konzern gehaltenen Private Equity Beteiligungen. In
den Jahren 2011 und 2010 fanden keine wesentlichen Käufe, Verkäufe oder Transfers in dieser Kategorie statt.
171
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
c.Kapitalmanagement
Im Zusammenhang mit dem Kapitalmanagement, besteht das Hauptziel des Konzerns darin, eine starke Eigenkapitalbasis zu
erhalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die künftige Entwicklung des Unternehmens
zu unterstützen. Per 31. Dezember 2011 betrug die Eigenkapitalquote 82.3% (31. Dezember 2010: 82.4 %).
Das Topmanagement des Konzerns überprüft regelmässig die Kapitalstruktur des Konzerns sowie das Eigenkapital seiner
Tochter­gesellschaften. Im Rahmen dieser Überprüfungen berücksichtigt das Management die Entwicklung der Kapitalstruktur
und die mit den einzelnen Klassen verbundenen Risiken.
Zur Erhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern die Dividendenausschüttungen an die Aktionäre verändern,
Kapital an Aktionäre zurückführen, neue Anleihen ausgeben oder bestehende Anleihen zurückzahlen. Die Haltung des Konzerns
in Bezug auf das Kapitalmanagement blieb im Berichtsjahr unverändert. Weder die Swatch Group AG noch eine ihrer Tochter­
gesellschaften unterliegen irgendwelchen externen Kapitalvorschriften.
4. Kritische Einschätzungen und Beurteilungen bezüglich Rechnungslegung
Die Erstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert die Anwendung von gewissen Einschätzungen
und Beurteilungen bezüglich Rechnungslegung. Diese Einschätzungen und Beurteilungen werden laufend vorgenommen und
basieren auf Erfahrungswerten und anderen Faktoren, u.a. auf Erwartungen künftiger Ereignisse, die unter den gegebenen
Umständen angemessen erscheinen. Die effektiven Resultate können von diesen Einschätzungen abweichen. Die Unternehmens­
leitung überprüft die Einschätzungen und zugrunde liegenden Annahmen fortlaufend und passt diese, falls notwendig, an.
Änderungen werden in der Periode erfasst, in der die Einschätzung angepasst wird.
a. Kritische Einschätzungen
und Annahmen bezüglich
Rechnungslegung
Die wichtigsten Einschätzungen und Annahmen über zukünftige Ereignisse, die ein signifikantes Risiko beinhalten, dass die
Buchwerte der Aktiven und Passiven in den nächsten zwölf Monaten wesentlich angepasst werden müssen, werden nach­
stehend beschrieben.
Lagerabschreibungen
Am 31. Dezember 2011 betrug das Warenlager CHF 3 671 Mio (vgl. Anmerkung 16). Bei der Bestimmung der Netto-Realisations­
werte der Vorräte muss das Management einschätzen, ob Lagerabschreibungen erforderlich sind oder nicht. Einschätzungen
werden für im Kundendienst verwendete Ersatzteile sowie für einige Uhrenkomponenten und Fertigprodukte vorgenommen, mit
dem Ziel, einen realistischen Wert für diese Vorräte bestimmen zu können. Im Jahr 2011 erfasste der Konzern Wertberichtigungen
im Betrag von CHF 40 Mio. Unerwartete Änderungen bei den Modetrends, der Technologie und den Kundenbedürfnissen
könnten dazu führen, dass die Lagerabschreibungen angepasst werden müssten.
Wertberichtigung auf Forderungen
Um allfällige Ausfälle aus laufenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzudecken, verbucht der Konzern eine
Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen (Delkredere), die auf Erfahrungswerten und Prognosen bezüglich der Solvenz
der Kunden beruht. Am 31. Dezember 2011 betrugen die Bruttoforderungen CHF 912 Mio und das Delkredere CHF 18 Mio (​vgl.
Anmerkung 17). Unerwartete finanzielle Probleme wichtiger Kunden könnten dazu führen, dass die vorgenommene Wert­
berichtigung ungenügend ist.
Wertminderung von Aktiven
Der Konzern verfügt gemäss Anmerkung 10 über ein Sachanlagevermögen mit einem Nettobuchwert von CHF 1 665 Mio und
über ein immaterielles Anlagevermögen (einschliesslich Goodwill) im Betrag von CHF 328 Mio (vgl. Anmerkung 12). All diese
Vermögenswerte werden, wie in Anmerkung 2j beschrieben, auf Wertminderungen überprüft. Zur Beurteilung, ob eine
Wertminderung vorliegt, werden Wertminderungsprüfungen aufgrund künftiger Geldflüsse und dem wirtschaftlichen Nutzen
von Vermögenswerten durchgeführt. Die tatsächlichen Ergebnisse könnten wesentlich von diesen Einschätzungen abweichen.
Veränderungen von Faktoren, wie der geplante Einsatz von Sachanlagen, technologische Entwicklungen oder sonstige
Marktentwicklungen, könnten zu unterschiedlichen wirtschaftlichen Werten führen. Im Berichtszeitraum mussten keine
wesentlichen Wertminderungen erfasst werden.
Garantieansprüche
Der Konzern gewährt auf Uhren grundsätzlich eine zweijährige Garantie. Die dafür gebildete Rückstellung für erwartete
Garantieansprüche beträgt, wie in Anmerkung 24 aufgeführt, CHF 80 Mio. Das Management schätzt diese Rückstellung
hauptsächlich aufgrund von statistischen Erfahrungswerten punkto Garantieansprüche. Mögliche Faktoren, welche diese
Einschätzungen beeinflussen könnten, stellen der Erfolg der Qualitätsinitiativen des Konzerns, die Kosten für Material und
Arbeit sowie das Kundenverhalten dar. Eine wesentliche Veränderung dieser Faktoren könnte höhere oder tiefere Garantie­
kosten für den Konzern zur Folge haben.
172
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
Pensionspläne
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen des Konzerns hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf aktuarieller Grundlage
unter Verwendung verschiedenster Annahmen festgelegt werden. Die verwendeten Annahmen zur Bestimmung des Netto­
vorsorge­aufwands beinhalten den Diskontsatz, die erwartete Rendite auf dem Planvermögen, die künftigen Gehaltserhöhungen,
die Sterblichkeitsrate und die künftigen Rentenerhöhungen. Änderungen dieser Annahmen können den Buchwert der
Pensionsverpflichtungen beeinflussen. Aufgrund des langfristigen Charakters der Pensionspläne sind diese Annahmen mit
wesentlichen Unsicherheiten verbunden.
Rechtsfälle
Einige Konzerngesellschaften sind aufgrund ihres normalen Geschäftsverlaufs in Prozesse und Rechtsstreitigkeiten verwickelt.
Die Rückstellungen für juristische Risiken betrugen am 31. Dezember 2011 CHF 6 Mio (vgl. Anmerkung 24). Das Management hat
den Ausgang dieser Rechtsfälle aufgrund gegenwärtig verfügbarer Informationen abgeschätzt. Es bestehen jedoch in­härente
Risiken im Zusammenhang mit Rechtsansprüchen, abhängig von der Verhaltensweise und Betrachtung des zuständigen Gerichts
und der jeweiligen Gegenpartei. Weil der Konzern an der Schweizer Börse kotiert ist, wird er ebenfalls ständig hin­sichtlich der
Einhaltung sämtlicher Regeln und Vorschriften überwacht. Trotz der grossen Anstrengungen, die steigende Anzahl Gesetze,
Regeln und Vorschriften in allen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, jederzeit vollständig einzuhalten, besteht ein gewisses
Restrisiko, dass etwas übersehen wird. Dies könnte zukünftige Gewinne beeinflussen.
Steuern und Abgaben
Der Konzern muss in zahlreichen Hoheitsgebieten diverse Steuern, Abgaben und Zölle entrichten. Deshalb steht der Konzern
und seine Tochtergesellschaften regelmässig Prüfungen und Auslegungen von den verschiedenen Regierungsorganen und
-behörden gegenüber. Vor allem bei den Transferpreisen hängen die Ergebnisse sehr häufig von individuellen Einschätzungen
ab. Die Bestimmung der Höhe von Steuerrückstellungen verlangt ein beträchtliches Mass an Einschätzungen. Für erwartete
Steuerprüfungen werden im Umfang der geschätzten zusätzlichen Steuerforderungen entsprechende Verbindlichkeiten
berücksichtigt. Diese Einschätzungen beruhen auf exogenen Faktoren und beinhalten somit gewisse Unsicherheiten, die im
schlechtesten Fall zu künftigen zusätzliche Steuerverbindlichkeiten führen könnten.
Ausserdem basiert die Aktivierung latenter Steuerforderungen auf Annahmen über die künftige Rentabilität bestimmter
Konzerngesellschaften. Es besteht ein inhärentes Risiko, dass sich diese Einschätzungen des Managements als zu optimistisch
oder zu pessimistisch herausstellen.
b. Kritische Beurteilungen
bei der Anwendung der
Rechnungslegungsgrundsätze
Bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns kann es erforderlich sein, dass das Management Beurteilungen
vornimmt, neben denjenigen, die Einschätzungen benötigten, welche wesentliche Auswirkungen auf die Konzernrechnung haben
können. Dazu gehören unter anderem, aber nicht nur, die folgenden Beurteilungen:
Konsolidierung von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften
Der Konzern geht mitunter Transaktionen ein, durch die ein Kontrollrecht oder ein massgeblicher Einfluss auf die Geschäftstätigkeit
einer anderen Gesellschaft ausgeübt werden. Solche Transaktionen beinhalten die teilweise oder 100-prozentige Akquisition
des Eigenkapitals der anderen Gesellschaft (share deal) oder den Kauf von Netto-Aktiven einer anderen Gesellschaft (asset
deal). In solchen Fällen nimmt das Management eine Beurteilung darüber vor, ob der Konzern die Kontrolle oder einen
massgeblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der anderen Gesellschaft ausübt. Aufgrund dieser Beurteilung wird der Anteil
an der neu erworbenen Gesellschaft entweder voll konsolidiert, als assoziierte Gesellschaft betrachtet oder als Finanz­anlage
behandelt. Bei dieser Beurteilung berücksichtigt das Management nicht nur die vertraglichen Vereinbarungen, sondern auch die
wirtschaftliche Substanz der Transaktion.
173
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
5. Segmentinformationen
a.Rückwirkende
Anpassung der
Segment­berichterstattung
Im Berichtszeitraum wurde im Zusammenhang mit einer Optimierung der Unternehmensstrukturen die Manufacture Favre et
Perret SA von Montres Breguet SA absorbiert. Dies führte zu einem Übertrag der Aktivitäten der Manufacture Favre et Perret
SA vom Produktionssegment in das Segment Uhren & Schmuck.
Ausserdem beschloss das Management, dass zentrale Kosten nicht mehr den Geschäftssegmenten zugeordnet werden,
sondern als nicht zugeteilte Beträge in der Rubrik «Corporate» verbleiben. Damit wird eine transparentere Darstellung der
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Geschäfts­segmente im internen Berichtswesen und eine verbesserte Vergleichsbasis
gegenüber den wichtigsten Wettbewerbern erreicht.
Die Anpassungen haben folgende Auswirkung auf den Betriebsgewinn der jeweiligen Geschäftssegmente:
2010
(Mio CHF)
Betriebsgewinn wie publiziert
Absorption von Favre et Perret
durch Montres Breguet
Zuordnung von zentralen Kosten
Betriebsgewinn angepasst
Uhren &
Schmuck
1 221
Produktion
Corporate
Total
169
Elektronische
Systeme
57
– 11
1 436
– 11
37
1 247
11
16
196
–
4
61
–
– 57
– 68
–
–
1 436
Aus der Absorption der Manufacture Favre et Perret SA durch Montres Breguet SA ergab sich eine unwesentliche Verschiebung
in den Segmentumsätzen und den Segmentaktiven / -verbindlichkeiten vom Produktionssegment in das Segment Uhren &
Schmuck. Die Segmentinformationen für das Jahr 2010 wurden entsprechend angepasst. Die konsolidierten Zahlen der Gruppe
sind von diesen Anpassungen nicht betroffen.
b. Informationen zu den
Geschäftssegmenten
Erfolgsrechnung
2011
(Mio CHF)
– Dritte
– Konzern
Bruttoumsatz
– Dritte
– Konzern
Nettoumsatz
Betriebsgewinn
– In % des Nettoumsatzes
– In % des Totals
Uhren &
Schmuck
6 309
3
6 312
5 950
3
5 953
1 352
22.7
83.8
Produktion Elektronische
Systeme
518
308
1 497
28
2 015
336
500
306
1 472
28
1 972
334
322
13
16.3
3.9
19.9
0.8
2010
(Mio CHF)
– Dritte
– Konzern1)
Bruttoumsatz
– Dritte
– Konzern1)
Nettoumsatz
Betriebsgewinn1)
– In % des Nettoumsatzes
– In % des Totals
Uhren &
Schmuck1)
5 528
4
5 532
5 221
4
5 225
1 247
23.9
86.8
Produktion1)
1)
488
1 032
1 520
467
1 001
1 468
196
13.4
13.7
Elektronische
Systeme
416
24
440
412
24
436
61
14.0
4.2
Corporate Eliminationen
8
4
12
8
4
12
– 73
– 1 532
– 1 532
– 1 507
– 1 507
–
– 4.5
Corporate
8
3
11
8
3
11
– 68
– 4.7
Eliminationen
– 1 063
– 1 063
– 1 032
– 1 032
–
Total
7 143
–
7 143
6 764
–
6 764
1 614
23.9
100.0
Total
6 440
–
6 440
6 108
–
6 108
1 436
23.5
100.0
angepasst aufgrund der Veränderungen der Konzernstruktur und rückwirkenden Anpassung der Segmentberichterstattung (vgl. Anmerkung 5a)
174
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
Bilanz und andere Informationen
2011
(Mio CHF)
Bilanz
– Aktiven nach Geschäftsfeldern
– Beteiligungen an assoziierten
Gesellschaften und Joint Ventures
Total Aktiven
Total Verbindlichkeiten
Total Nettovermögen
Andere Informationen
Investitionen in materielle
Vermögenswerte
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte
Investitionen in sonstige langfristige
Vermögenswerte
Abschreibungen auf materiellen
Vermögenswerten
Abschreibungen auf immateriellen
Vermögenswerten
Wertminderungen
Zinsertrag
Zinsaufwand
Anteil am Ergebnis von assoziierten
Unternehmen und Joint Ventures
Ertragssteuern
2010
(Mio CHF)
Bilanz
– Aktiven nach Geschäftsfeldern
– Beteiligungen an assoziierten
Gesellschaften und Joint Ventures
Total Aktiven
Total Verbindlichkeiten
Total Nettovermögen
Andere Informationen
Investitionen in materielle
Vermögenswerte
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte
Investitionen in sonstige langfristige
Vermögenswerte
Abschreibungen auf materiellen
Vermögenswerten
Abschreibungen auf immateriellen
Vermögenswerten
Wertminderungen
Zinsertrag
Zinsaufwand
Anteil am Ergebnis von assoziierten
Unternehmen und Joint Ventures
Ertragssteuern
1)
Uhren &
Schmuck
Produktion Elektronische
Systeme
Corporate Eliminationen
Total
5 774
1 920
582
3 213
– 1 875
9 614
6
5 780
– 2 013
3 767
0
1 920
– 669
1 251
–
582
– 108
474
185
3 398
– 819
2 579
– 1 875
1 875
–
191
9 805
– 1 734
8 071
125
229
9
13
376
17
3
3
5
28
14
0
0
112
126
– 67
– 107
– 29
– 7
– 210
– 10
–
4
– 11
– 5
–
0
– 4
– 2
–
1
0
– 2
–
17
– 3
– 19
–
7
– 3
1
– 272
0
– 59
–
– 1
5
– 3
Uhren &
Schmuck1)
Produktion1)
Elektronische
Systeme
Corporate
Eliminationen
Total
5 117
1 639
623
3 095
– 2 029
8 445
5
5 122
– 1 803
3 319
0
1 639
– 542
1 097
–
623
– 99
524
164
3 259
– 1 098
2 161
– 2 029
2 029
–
169
8 614
– 1 513
7 101
102
121
9
23
255
21
3
1
1
26
10
0
–
0
10
– 65
– 105
– 29
– 7
– 206
– 9
0
4
– 11
– 4
0
0
– 3
– 2
–
0
– 1
– 1
–
12
– 2
– 16
0
4
– 5
1
– 268
0
– 37
–
– 7
8
– 6
– 15
15
6
– 335
– 12
12
9
– 318
angepasst aufgrund der Veränderungen der Konzernstruktur und rückwirkenden Anpassung der Segmentberichterstattung (vgl. Anmerkung 5a)
175
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
c. Informationen nach
geographischen Regionen
2011
(Mio CHF)
Schweiz
Übriges Europa
Total Europa
Grossraum China
Übriges Asien
Total Asien
Total Amerika
Total Ozeanien
Total Afrika
Total
Nettoumsatz
902
1 561
2 463
2 569
1 083
3 652
535
73
41
6 764
2010
Anlagevermögen
1 566
249
1 815
282
236
518
51
4
3
2 391
Nettoumsatz
892
1 520
2 412
2 037
1 062
3 099
478
70
49
6 108
Anlagevermögen
1 417
229
1 646
156
234
390
31
2
3
2 072
Das unter «Übriges Asien» ausgewiesene Anlagevermögen beinhaltet CHF 204 Mio (Vorjahr: CHF 197 Mio) betreffend Japan.
Diese Position bezieht sich hauptsächlich auf die Investition in das N.G. Hayek Gebäude in Tokyo.
d. Bedeutende Kunden
Der Konzern hat eine Vielzahl von Kunden weltweit. Im Jahr 2011 generierte ein spezifischer externer Kunde des Segments
Uhren & Schmuck 10.8% des Nettoumsatzes des Konzerns (Vorjahr: kein einzelner externer Kunde generierte mehr als 10% des
Nettoumsatzes des Konzerns).
176
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
6. Erträge und Aufwendungen
2011
6 733
31
6 764
a. Analyse des
Umsatzerlöses
(Mio CHF)
Warenverkauf
Erbringung von Dienstleistungen
Total Nettoumsatz
2010
6 052
56
6 108
b. Sonstige betriebliche
Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Jahr 2011 auf CHF 88 Mio (2010: CHF 139 Mio). Die Abnahme ist hauptsächlich
auf die an den Olympischen Spielen geleisteten Zeitmessungsdienstleistungen im Jahr 2010 zurückzuführen.
c. Personalaufwand
(Mio CHF)
Löhne und Gehälter
Sozialversicherungen
Anteilsbasierte Vergütungen (Anmerkung 28)
Pensionsaufwand – leistungsorientierte Pläne (Anmerkung 23)
Pensionsaufwand – beitragsorientierte Pläne (Anmerkung 23)
Sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Anm. 23)
Total Personalaufwand
2011
1 481
232
16
82
7
0
1 818
2010
1 355
220
10
43
6
0
1 634
2011
26 777
28 028
12 505
15 523
14 696
13 332
2010
24 240
25 197
11 276
13 921
13 357
11 840
Die Entwicklung des Personalbestands kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
(nicht revidiert)
Personalbestand im Jahresdurchschnitt
Total Personalbestand am 31. Dezember
Männer
Frauen
Schweizerische Arbeitsverträge
Nichtschweizerische Arbeitsverträge
Der Personalbestand wird als Anzahl Arbeitsverträge ausgedrückt. Die Zahl der Angestellten beinhaltet Heimarbeiter, Praktikanten
und Hilfspersonal.
2011
948
287
487
47
1 769
d. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
(Mio CHF)
Marketing, Verkauf und Administration
Auswärtige Bearbeitung und andere direkte Kosten der verkauften Produkte
Unterhalt, Miete und Energie
Übrige betriebliche Aufwendungen
Total sonstige betriebliche Aufwendungen
e. Forschungs- und
­Entwicklungskosten
Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung betrug im Jahr 2011 CHF 160 Mio, was 2.4% des Nettoumsatzes entspricht
(2010: CHF 151 Mio oder 2.5%).
f.Nettofinanzergebnis
(Mio CHF)
Zinsertrag
Ergebnis aus zum Fair Value bewerteten Wertschriften und Derivaten
Nettoergebnis aus Renditeliegenschaften
Nettoergebnis aus Fremdwährungen
Sonstiger Finanzaufwand
Sonstiger Finanzertrag und -aufwand
Zinsaufwand für Wandelanleihe
Sonstiger Zinsaufwand
Total Zinsaufwand
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Nettofinanzergebnis
2010
863
281
426
111
1 681
2011
7
– 4
5
– 10
– 4
– 6
2010
4
30
0
– 73
– 3
– 42
–
– 3
– 3
0
– 5
– 5
6
9
– 3
– 38
177
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
7. Ertragssteuern
2011
278
2
55
335
a. Aufwand für Ertrags­
steuern
(Mio CHF)
Laufende Ertragssteuern
Anpassungen für laufende Ertragssteuern aus Vorjahren
Latente Steuern
Total Ertragssteuern
b. Überleitung auf den
effektiven Steuersatz
des Konzerns
Der Konzern ist weltweit tätig und wird deshalb in vielen verschiedenen Steuerhoheiten besteuert. Der erwartete Steuersatz des
Konzerns wird als gewichteter Durchschnitt der Steuersätze der relevanten Steuerhoheiten berechnet.
2011
%
20.1
2010
%
21.4
– 0.4
– 0.2
– 0.2
0.5
– 0.2
0.9
– 0.4
0.1
0.6
20.8
– 0.1
0.0
– 0.1
1.0
– 0.2
0.7
– 0.4
0.1
0.4
22.8
2011
2010
– 144
– 280
0
325
1
– 98
24
– 122
– 52
– 321
0
225
4
– 144
12
– 156
Erwarteter durchschnittlicher Steuersatz des Konzerns
Auswirkung von:
– Veränderung des auf temporären Differenzen anwendbaren Steuersatzes
– Erfassung von in den Vorjahren nicht genutzten steuerlichen Verlusten
– Verwendung von bisher nicht erfassten steuerlichen Verlusten
– nicht erfassten steuerlichen Verlusten des Berichtsjahres
– nicht steuerbarem Ertrag
– steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen
– zu einem reduzierten Satz besteuerten Erträgen
– Anpassungen für laufende Steuern aus Vorjahren
– übrigen Elementen
Effektiver Steuersatz des Konzerns
c. Laufende Ertragssteuern
d. Latente Steuern
(Mio CHF)
Netto-Verbindlichkeit aus laufenden Ertragssteuern
Saldo per 1. Januar
Erfasst in der Erfolgsrechnung
Erfasst im Eigenkapital
Bezahlte Ertragssteuern
Umrechnungsdifferenzen
Saldo per 31. Dezember
davon laufende Ertragssteuer-Forderungen
davon laufende Ertragssteuer-Verbindlichkeiten
2010
320
1
– 3
318
Aktive und passive latente Steuern werden innerhalb der juristischen Gesellschaften verrechnet, wenn ein einklagbares Recht
besteht, Forderungen und Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragssteuern zu verrechnen und wenn die latenten Steuern die
gleiche Steuerhoheit betreffen.
Die aktiven und passiven latenten Steuern beziehen sich auf die folgenden Bilanzpositionen:
(Mio CHF)
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
Sachanlagen
Immaterielles Anlagevermögen
Rückstellungen
Vorsorgeverpflichtungen
Steuerliche Verlustvorträge
Sonstige
Total aktive (passive) latente Steuern
Aktive latente Steuern in der Bilanz
Passive latente Steuern in der Bilanz
Aktiven
190
31.12.2011
Passiven
– 282
5
9
2
12
5
27
34
284
– 19
– 93
– 5
– 34
– 16
–
– 23
– 472
Netto
– 92
Aktiven
157
31.12.2010
Passiven
– 224
– 14
– 84
– 3
– 22
– 11
27
11
– 188
241
– 429
4
11
3
6
3
33
26
243
– 13
– 80
– 7
– 20
– 19
–
– 14
– 377
Netto
– 67
– 9
– 69
– 4
– 14
– 16
33
12
– 134
219
– 353
178
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
Die aktiven und passiven latenten Steuern haben sich wie folgt verändert:
(Mio CHF)
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
Sachanlagen
Immaterielles Anlagevermögen
Rückstellungen
Vorsorgeverpflichtungen
Steuerliche Verlustvorträge
Sonstige
Total aktive (passive) latente Steuern
(Mio CHF)
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
Sachanlagen
Immaterielles Anlagevermögen
Rückstellungen
Vorsorgeverpflichtungen
Steuerliche Verlustvorträge
Sonstige
Total aktive (passive) latente Steuern
Saldo per
31.12.2010
Erfasst in
der Erfolgsrechnung
– 67
– 26
Unternehmenszusammenschlüsse
–
– 9
– 69
– 4
– 14
– 16
33
12
– 134
– 5
– 14
1
– 9
5
– 6
– 1
– 55
Saldo per
31.12.2009
Erfasst in
der Erfolgsrechnung
– 66
– 7
– 65
0
– 11
– 10
37
– 6
– 128
Währungs- Saldo per
umrechnung 31.12.2011
1
– 92
0
– 1
0
0
–
–
0
– 1
0
0
0
1
0
0
0
2
– 14
– 84
– 3
– 22
– 11
27
11
– 188
Währungsumrechnung
Saldo per
31.12.2010
4
Unternehmenszusammenschlüsse
0
– 5
– 67
– 2
– 4
– 3
– 3
– 6
– 1
18
3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
– 1
0
0
– 3
0
– 9
– 9
– 69
– 4
– 14
– 16
33
12
– 134
Die aktiven latenten Steuern, die sich aus abzugsfähigen temporären Differenzen, Steuergutschriften oder steuerlichen Verlust­
vorträgen ergeben, werden nur berücksichtigt, sofern es wahrscheinlich ist, dass diese aufgrund zukünftiger steuerbarer Gewinne
realisiert werden können. Temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, für die keine
latenten Steuerverbindlichkeiten erfasst wurden, da nicht damit zu rechnen ist, dass diese in absehbarer Zukunft aufgehoben
werden, belaufen sich auf CHF 801 Mio (Vorjahr: CHF 828 Mio).
Der Bruttowert der nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge, die je nach dem als latente Steuerforderungen erfasst
wurden oder nicht, und ihre Verfalldaten stellen sich wie folgt dar:
(Mio CHF)
Ein Jahr
Zwei Jahre
Drei Jahre
Vier Jahre
Fünf Jahre
Sechs Jahre
Mehr als sechs Jahre
Total per 31.12.2011
Nicht erfasst
7
11
19
15
21
29
110
212
Erfasst
5
5
4
10
20
15
45
104
Total 2011
12
16
23
25
41
44
155
316
(Mio CHF)
Ein Jahr
Zwei Jahre
Drei Jahre
Vier Jahre
Fünf Jahre
Sechs Jahre
Mehr als sechs Jahre
Total per 31.12.2010
Nicht erfasst
4
12
16
32
22
14
125
225
Erfasst
0
0
2
10
17
27
64
120
Total 2010
4
12
18
42
39
41
189
345
179
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
8. Gewinn pro Aktie
a.Unverwässert
2011
2010
1 269
1 074
43.8%
42.7%
56.2%
57.3%
Namenaktien
Auf die Namenaktionäre entfallender Konzerngewinn (Mio CHF)
Durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf
Unverwässerter Gewinn pro Aktie (in CHF)
556
118 399 729
4.70
459
113 103 548
4.05
Inhaberaktien
Auf die Inhaberaktionäre entfallender Konzerngewinn (Mio CHF)
Durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf
Unverwässerter Gewinn pro Aktie (in CHF)
713
30 335 000
23.50
615
30 335 000
20.27
2011
2010
1 269
1 074
1 269
1 074
43.9%
44.0%
56.1%
56.0%
557
118 399 729
0
233 786
118 633 515
4.70
473
113 103 548
5 804 783
218 081
119 126 412
3.97
712
30 335 000
23.48
601
30 335 000
19.83
Auf die Aktionäre von The Swatch Group AG entfallender Konzerngewinn
(Mio CHF)
Prozentualer Anteil der ausstehenden Namenaktien im Verhältnis zum
ausstehenden Aktienkapital
Prozentualer Anteil der ausstehenden Inhaberaktien im Verhältnis zum
ausstehenden Aktienkapital
b.Verwässert
Auf die Aktionäre von The Swatch Group AG entfallender Konzerngewinn
(Mio CHF)
Zur Berechnung des verwässerten Gewinns pro Aktie verwendeter
Konzerngewinn (Mio CHF)
Prozentualer Anteil der ausstehenden verwässerten Namenaktien im
Verhältnis zum ausstehenden Aktienkapital
Prozentualer Anteil der ausstehenden verwässerten Inhaberaktien im
Verhältnis zum ausstehenden Aktienkapital
Namenaktien
Auf die Namenaktionäre entfallender Konzerngewinn (Mio CHF)
Durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf – unverwässert (wie oben)
Anzahl potentieller verwässernder Aktien aus Wandelanleihen
Anzahl potentieller verwässernder Aktien aus ausstehenden Optionen
Durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf – verwässert
Verwässerter Gewinn pro Aktie (in CHF)
Inhaberaktien
Auf die Inhaberaktionäre entfallender Konzerngewinn (Mio CHF)
Durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf
Verwässerter Gewinn pro Aktie (in CHF)
9. Bezahlte und vorgeschlagene Dividenden
An der ordentlichen Generalversammlung vom 31. Mai 2011 wurde die Ausschüttung einer Dividende von CHF 1.00 pro Namenaktie
und CHF 5.00 pro Inhaberaktie beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre betrug im Berichtsjahr total CHF 270 Mio
(2010: CHF 210 Mio). Diese Dividende wird im Berichtsjahr als Gewinnverwendung ausgewiesen.
Der ordentlichen Generalversammlung vom 16. Mai 2012 wird für das Berichtsjahr die Ausschüttung folgender Dividende
vorschlagen:
Dividende pro Aktie
Total Dividende
Namen
CHF 1.15
CHF 142 651 750
Inhaber
CHF 5.75
CHF 177 330 000
In der Konzernrechnung 2011 findet diese vorgeschlagene Gewinnausschüttung keine Berücksichtigung. Die Dividende wird
als Gewinnverwendung im Jahr 2012 ausgewiesen.
180
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
10. Sachanlagen
Grundstücke
und Bauten
(Mio CHF)
Historische Anschaffungswerte 1. Januar 2011
Umrechnungsdifferenzen
Unternehmenszusammenschlüsse (Anmerkung 14)
Unternehmensverkäufe (Anmerkung 14)
Zugänge
Abgänge
Transfers
Historische Anschaffungswerte 31. Dezember 2011
1 145
9
3
–
45
– 1
10
1 211
Technische
Anlagen und
Maschinen
2 553
– 4
1
–
250
– 83
14
2 731
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2011
Umrechnungsdifferenzen
Abschreibungen des Jahres
Wertminderungen
Abschreibungen auf Abgängen
Abschreibungen auf Unternehmensverkäufen
Transfers
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2011
– 515
0
– 24
–
0
–
– 1
– 540
– 1 851
6
– 153
0
80
–
– 7
– 1 925
– 220
1
– 32
–
13
–
5
– 233
0
0
–
–
–
–
–
0
– 2 586
7
– 209
0
93
–
– 3
– 2 698
671
806
160
28
1 665
Bilanzwert netto 31. Dezember 2011
Andere
Anlagen
und Mobiliar
362
– 2
–
–
60
– 13
– 14
393
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
14
0
–
–
21
0
– 7
28
Total
4 074
3
4
–
376
– 97
3
4 363
5 171
Brandversicherungswerte
0
77
Nettobuchwert der Sachanlagen mit Finanzierungsleasing
Gesamtbetrag der verpfändeten langfristigen Aktiven zur Sicherstellung von Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften
Grundstücke
und Bauten
(Mio CHF)
Historische Anschaffungswerte 1. Januar 2010
Umrechnungsdifferenzen
Unternehmenszusammenschlüsse (Anmerkung 14)
Unternehmensverkäufe (Anmerkung 14)
Zugänge
Abgänge
Ausgebuchte Positionen
Transfers
Historische Anschaffungswerte 31. Dezember 2010
1 130
– 3
–
–
33
– 4
– 13
2
1 145
Technische
Anlagen und
Maschinen
2 715
– 31
1
– 9
169
– 58
– 230
– 4
2 553
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2010
Umrechnungsdifferenzen
Abschreibungen des Jahres
Wertminderungen
Abschreibungen auf Abgängen
Abschreibungen auf Unternehmensverkäufen
Abschreibungen auf ausgebuchten Positionen
Transfers
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2010
– 507
2
– 23
–
0
–
13
–
– 515
– 2 024
23
– 147
–
57
7
230
3
– 1 851
– 255
9
– 35
–
18
1
46
– 4
– 220
0
–
–
–
–
–
–
–
0
– 2 786
34
– 205
–
75
8
289
– 1
– 2 586
630
702
142
14
1 488
Bilanzwert netto 31. Dezember 2010
Andere
Anlagen
und Mobiliar
392
– 12
0
– 1
37
– 19
– 46
11
362
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
9
0
–
0
15
0
–
– 10
14
4 246
– 46
1
– 10
254
– 81
– 289
– 1
4 074
Brandversicherungswerte
Nettobuchwert der Sachanlagen mit Finanzierungsleasing
Gesamtbetrag der verpfändeten langfristigen Aktiven zur Sicherstellung von Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften
Total
5 183
0
81
181
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
11. Renditeliegenschaften
(Mio CHF)
Historische Anschaffungswerte 1. Januar
Umrechnungsdifferenzen
Zugänge
Abgänge
Transfers
Historische Anschaffungswerte 31. Dezember
2011
63
0
0
– 15
0
48
2010
68
0
1
– 7
1
63
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar
Umrechnungsdifferenzen
Abschreibungen des Jahres
Wertminderungen
Abschreibungen auf Abgängen
Transfers
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember
– 22
0
– 1
–
6
0
– 17
– 29
0
– 1
–
7
1
– 22
31
41
4
4
– 3
– 3
0
0
Bilanzwert netto 31. Dezember
Mietertrag
Direkte operative Aufwendungen für Renditeliegenschaften
mit Mietertrag
Direkte operative Aufwendungen für Renditeliegenschaften
ohne Mietertrag
Basierend auf den kapitalisierten Mieterträgen für vermietete Liegenschaften sowie einem geschätzten Marktwert der
Landreserven wird der Fair Value der Position Renditeliegenschaften per 31. Dezember 2011 auf CHF 58 Mio veranschlagt
(2010: CHF 77 Mio). Es wurden keine externen unabhängigen Bewertungen durchgeführt.
182
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
12. Immaterielles Anlagevermögen
Goodwill
(Mio CHF)
Historische Anschaffungswerte 1. Januar 2011
Umrechnungsdifferenzen
Unternehmenszusammenschlüsse (Anmerkung 14)
Zugänge
Abgänge
Transfers
Historische Anschaffungswerte
31. Dezember 2011
207
– 1
2
–
–
–
Aktivierte
Entwicklungskosten
59
0
0
15
–
0
208
74
169
451
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2011
Umrechnungsdifferenzen
Abschreibungen des Jahres
Wertminderungen
Abschreibungen auf Abgängen
Transfers
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2011
–
–
–
–
–
–
–
– 20
0
– 8
–
0
0
– 28
– 86
0
– 11
–
2
0
– 95
– 106
0
– 19
–
2
0
– 123
208
46
74
328
Goodwill
Andere immat.
Vermögenswerte
163
– 11
0
– 1
14
– 8
157
Total
206
– 2
3
–
–
–
207
Aktivierte
Entwicklungskosten
53
– 1
–
– 1
12
– 4
59
–
–
–
–
–
–
–
– 18
0
– 6
0
3
1
– 20
– 84
3
– 10
0
4
1
– 86
– 102
3
– 16
0
7
2
– 106
207
39
71
317
Bilanzwert netto 31. Dezember 2011
(Mio CHF)
Historische Anschaffungswerte 1. Januar 2010
Umrechnungsdifferenzen
Unternehmenszusammenschlüsse (Anmerkung 14)
Unternehmensverkäufe (Anmerkung 14)
Zugänge
Abgänge
Historische Anschaffungswerte 31. Dezember 2010
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2010
Umrechnungsdifferenzen
Abschreibungen des Jahres
Wertminderungen
Abschreibungen auf Abgängen
Abschreibungen auf Unternehmensverkäufen
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2010
Bilanzwert netto 31. Dezember 2010
Andere immat.
Vermögenswerte
157
– 1
2
13
– 2
0
Total
423
– 2
4
28
– 2
0
422
– 14
3
– 2
26
– 12
423
Es bestehen keine kumulierten Wertminderungen (Impairments) auf Goodwill. Innerhalb des immateriellen Anlagevermögens
wird nur beim Goodwill von einer unbegrenzten Lebensdauer ausgegangen.
183
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Wertminderungsprüfungen
auf Goodwill
Der Goodwill wird den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) des Konzerns zugeteilt. Dabei handelt es sich um die Profit
Center für das Segment Uhren & Schmuck sowie die Geschäftsfelder der Segmente Produktion und Elektronische Systeme.
Auf Segment-Stufe präsentiert sich folgende Goodwill-Zuteilung:
31.12.2011
159
39
10
208
(Mio CHF)
Uhren & Schmuck
Produktion
Elektronische Systeme
Total
31.12.2010
159
38
10
207
Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird basierend auf Nutzwertberechnungen bestimmt. Diese
Berechnungen basieren auf Projektionen der Cashflows, welche eine Periode von fünf Jahren abdecken. Cashflows nach der
Fünf­jahresperiode werden mittels linearen Wachstumsraten extrapoliert. Die verwendeten Diskontsätze werden von einem
«Capital asset pricing model» unter Verwendung von Daten der Schweizerischen Kapitalmärkte abgeleitet, und sie wider­
spiegeln spezifische Risiken der relevanten Segmente. Diese Diskontsätze werden auf einen Satz vor Steuern angepasst.
Spanne der verwendeten Annahmen
Uhren &
Schmuck
Geschätzte Wachstumsrate
nach 5-Jahres-Periode
Erwartete Bruttogewinnmarge
Diskontsatz vor Steuern
1%
50%- 61%
8.3%
2011
Produktion Elektronische
Systeme
0.5%
28%- 30%
9.7%
0%
25%- 32%
10.0%
Uhren &
Schmuck
1%
51%- 62%
8.6%
2010
Produktion Elektronische
Systeme
0.5%
26%- 29%
9.9%
0%
32%- 35%
10.3%
Im Berichtsjahr mussten wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Goodwill verbucht werden. Nach Einschätzung des
Managements würde keine vernünftigerweise mögliche Änderung der getroffenen Annahmen zu einer Situation führen, in der
der erzielbare Wert unter den Buchwert des Goodwills fällt.
13. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures
(Mio CHF)
Bilanzwert per 1. Januar
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Erhaltene Dividenden
Investitionen
Desinvestitionen
Umrechnungsdifferenzen
Bilanzwert per 31. Dezember
2011
169
6
– 8
24
– 1
1
191
2010
139
9
– 2
28
–
– 5
169
Für alle assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures (vgl. Anmerkung 32) wird die Equity Methode angewandt. Obwohl die
Stimmrechte an den Beteiligungen Hengdeli Holdings und Rivoli Group LLC (Dubai) weniger als 20% betragen, kann die Swatch
Group einen massgeblichen Einfluss ausüben, da sie im Verwaltungsrat vertreten ist, Zugang zu aktuellen finanziellen
Informationen hat und aufgrund des strategischen Charakters der Investitionen. Deshalb werden diese beiden Beteiligungen als
assoziierte Gesellschaften betrachtet.
Im Jahr 2011 hat die Gruppe einen Anteil von 33.3% an Alzouman General Trading Co. Ltd in Jeddah (Saudi-Arabien) übernommen.
Die Gesellschaft vertreibt ausschliesslich die Marken Swatch und Flik Flak über ihre eigenen Geschäfte an erstklassigen Stand­
orten in Saudi-Arabien. Die Beteiligung wird als assoziierte Gesellschaft behandelt. Weiter hat die Gruppe ihre Anteile an der
assoziierten Gesellschaft Terbival SA und an dem Joint Venture Time Sales Inc. veräussert.
Ein Teil der Investitionen im Jahr 2010 war auf die Erhöhung des Anteils an Hengdeli Holdings von 8.92% auf 9.05% zurückzu­
führen. Zudem hatte der Konzern an einer Kapitalerhöhung der assoziierten Gesellschaft Belenos Clean Power Holding AG
partizipiert. Weiter hatte sich der Konzern mit einem 50%-Anteil an Beijing Xin Yu Heng Rui Watch & Clock Ltd, einer Immobilien­
gesellschaft in Beijing (China), beteiligt. Diese Beteiligung erfüllt die Kriterien eines Joint Ventures.
Der Marktwert der Beteiligung an Hengdeli Holdings betrug am 31. Dezember 2011 CHF 122 Mio (Vorjahr: CHF 225 Mio).
Verkäufe an und Käufe von assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures beliefen sich auf CHF 849 Mio (2010: CHF 584 Mio)
respektive CHF 14 Mio (2010: CHF 10 Mio).
184
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
Die folgenden Werte entsprechen dem Anteil des Konzerns an Aktiven, Passiven, Erträgen und Nettoergebnissen von
assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures:
(Mio CHF)
Aktiven
Passiven
Erträge
Nettoergebnis
31.12.2011
211
106
202
6
31.12.2010
162
70
167
9
Die assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures hatten am Bilanzstichtag keine Eventualverpflichtungen (2010: CHF 1 Mio).
14. Unternehmenszusammenschlüsse
Im Januar 2011 hat der Konzern 100% der Aktien der Novi SA, einem Monteur von Uhrwerken im Kanton Jura (Schweiz),
übernommen.
Im Jahr 2010 wurde die Geschäftstätigkeit von Tanzarella SA, einer kleinen Gesellschaft im südlichen Teil der Schweiz, die im
Bereich Werkmontage tätig ist, übernommen. Die erworbenen Netto-Aktiven wurden in die neu gegründete Gesellschaft
Assemti SA überführt.
Die nachstehende Tabelle fasst die verbuchten Beträge an erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Verbindlich­
keiten per Akquisitionsdatum, sowie den Kaufpreis und Goodwill aus Akquisitionen zusammen:
(Mio CHF)
Sachanlagen
Immaterielle Anlagen
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel
Rückstellungen
Latente Steuerverbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Erworbene Nettovermögenswerte
Goodwill (aktiviert)
Total Kaufpreis
Erworbene flüssige Mittel
Ausstehende Restzahlungen
Restzahlungen für Akquisitionen früherer Jahre
Geldabfluss aus Akquisitionen
Anmerkungen
(10)
(12)
(24)
(7d)
(12)
2011
Fair value
4
2
1
6
0
– 1
– 1
11
2
13
– 6
–
–
7
2010
Fair value
1
–
1
–
–
0
– 2
0
3
3
–
–
1
4
Der Kaufpreis entspricht im Wesentlichen den Barzahlungen an die Verkäufer. Die Transaktionskosten beliefen sich auf weniger
als CHF 1 Mio und wurden der Erfolgsrechnung belastet (in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten).
Der Goodwill aus Akquisitionen bezieht sich auf die erwarteten betrieblichen Synergien aus diesen Zusammenschlüssen, das
erworbene Know-how und die erweiterte Produktionskapazität im Kerngeschäft des Konzerns. Der Konzern geht nicht davon
aus, dass der erfasste Goodwill steuerlich geltend gemacht werden kann.
Die übernommenen Einheiten haben in der Zeit zwischen dem Kauf und dem Bilanzstichtag CHF 1 Mio zum Betriebs­gewinn
beigetragen (2010: weniger als CHF 1 Mio). Wären die Übernahmen per 1. Januar 2011 (1. Januar 2010) erfolgt, hätte dies keinen
Einfluss auf den Konzernumsatz und -gewinn gehabt (2010: keinen Einfluss).
185
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Unternehmensverkäufe
Im Jahr 2011 haben keine Unternehmensverkäufe stattgefunden. Im Jahr 2010 verkaufte der Konzern die Schritt­motoren­
aktivitäten von Microcomponents AG sowie die Konzerngesellschaft Lasag AG für insgesamt CHF 12 Mio. Der Gewinn aus
diesen Unternehmensverkäufen belief sich auf CHF 2 Mio und wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Der Wert der verkauften Nettovermögenswerte und der Netto-Geldzufluss aus diesen Verkäufen bezifferten sich wie folgt:
(Mio CHF)
Sachanlagen
Immaterielle Anlagen
Goodwill
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel
Rückstellungen
Latente Steuerverbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Veräusserte Nettovermögenswerte
Kumulierte, im Eigenkapital erfasste Fremdwährungsgewinne
Gewinn aus Veräusserung von Tochtergesellschaften
Total Verkaufserlös
Veräusserte flüssige Mittel
Netto-Geldzufluss aus Veräusserungen
Anmerkungen
(10)
(12)
(12)
(24)
(7d)
2011
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
2010
2
0
–
24
0
0
–
– 16
10
–
2
12
0
12
Rückkauf von Minderheitsanteilen
Im Jahr 2011 hat kein Rückkauf von Minderheitsanteilen stattgefunden. Im Juli 2010 hatte der Konzern den restlichen 5%-Anteil
an den Tochtergesellschaften in Singapur und Malaysia für CHF 5 Mio in bar übernommen und damit den Eigentumsanteil von
95% auf 100% erhöht. Die resultierende Differenz betrug weniger als CHF 1 Mio und wurde im Eigenkapital erfasst.
186
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
15. Sonstige langfristige Vermögenswerte
(Mio CHF)
Bilanzwert per 1. Januar 2011
Umrechnungsdifferenzen
Zugänge
Abgänge / Abnahme
Transfers in «Sonstiges
Umlaufvermögen»
Bilanzwert per 31. Dezember 2011
24
0
6
–
29
0
8
0
Sonstige
finanzielle
Verm.-Werte
5
0
112
– 1
– 7
23
0
37
–
116
–
77
– 7
253
Laufzeit: 1 – 5 Jahre
Laufzeit: über 5 Jahre
Bilanzwert per 31. Dezember 2011
19
4
23
28
9
37
116
0
116
0
77
77
163
90
253
Aufgelder
Kautionen
Vorsorgeguthaben
Total
28
– 3
5
– 2
28
– 2
4
– 1
Sonstige
finanzielle
Verm.-Werte
5
0
1
– 1
64
0
23
–
125
– 5
33
– 4
– 4
24
–
29
–
5
–
87
– 4
145
21
3
24
25
4
29
5
–
5
–
87
87
51
94
145
(Mio CHF)
Bilanzwert per 1. Januar 2010
Umrechnungsdifferenzen
Zugänge
Abgänge / Abnahme
Transfers in «Sonstiges
Umlaufvermögen»
Bilanzwert per 31. Dezember 2010
Laufzeit: 1 – 5 Jahre
Laufzeit: über 5 Jahre
Bilanzwert per 31. Dezember 2010
Aufgelder
Kautionen
Vorsorgeguthaben
Total
87
0
–
– 10
145
0
126
– 11
Die Aufgelder (Key money) für die Miete strategisch gelegener Ladengeschäfte, deren Geltendmachung nach Ablauf des
Mietvertrags unsicher ist, werden als vorausbezahlte Mieten erfasst. Der langfristige Anteil der Aufgelder wird über die
Position «Sonstige langfristige Vermögenswerte» verbucht, während der kurzfristige Anteil in die Position «Sonstiges Umlauf­
vermögen» umgegliedert wird. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ebenfalls Darlehen an Geschäftspartner
und assoziierte Gesellschaften. Kautionen sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden als Finanzinstrumente
(Kategorie finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) betrachtet. Details zu den Vorsorge­
guthaben sind in Anmerkung 23 zu finden.
16. Vorräte
(Mio CHF)
Rohmaterialien
Produkte in Arbeit
Halbfabrikate
Fertigprodukte
Ersatzteile für den Kundendienst
Total Vorräte
31.12.2011
349
525
1 407
1 201
189
3 671
31.12.2010
226
383
1 141
950
169
2 869
Der Betrag der Vorräte, der im Jahr 2011 als Aufwand erfasst worden ist, beträgt CHF 2 872 Mio (2010: CHF 2 577 Mio).
Schwer absetzbare Lagerbestände wurden auf ihren Nettoveräusserungswert abgeschrieben. Im Jahr 2011 hatte der Konzern
Wertberichtigungen von CHF 42 Mio (Vorjahr: CHF 26 Mio) erfasst und Wertberichtigungen von CHF 2 Mio (Vorjahr: CHF 2 Mio)
aufgelöst. Der Netto-Effekt dieser Wertanpassungen resultierte in einem Aufwand von CHF 40 Mio (2010: CHF 24 Mio), der in
der Erfolgsrechnung erfasst wurde.
187
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(Mio CHF)
Bruttoforderungen
Delkredere
Total Nettoforderungen
31.12.2011
912
– 18
894
31.12.2010
735
– 19
716
Die Entwicklung der Wertberichtigung für Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Delkredere)
kann wie folgt zusammengefasst werden:
(Mio CHF)
Bilanzwert per 1. Januar
Umrechnungsdifferenzen
Verwendung
Auflösung
Neubildung
Bilanzwert per 31. Dezember
2011
– 19
0
1
4
– 4
– 18
2010
– 19
1
2
2
– 5
– 19
Wertberichtigungen auf einzelne Forderungen betreffen hauptsächlich seit über 12 Monaten überfällige Beträge und Kunden
mit Bonitätsrisiken.
Nachstehende Tabelle enthält Einzelheiten zum Alter von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die überfällig aber nicht
wertberichtigt sind:
(Mio CHF)
Weder fällig noch wertberichtigt
<3 Monate
3 – 6 Monate
6 – 12 Monate
>12 Monate
Total fällige Forderungen ohne Wertberichtigung
Total Nettoforderungen
31.12.2011
801
31.12.2010
625
86
5
0
2
93
81
6
3
1
91
894
716
Basierend auf den bisherigen Erfahrungen mit der Qualität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird keine
wesentliche Zunahme der Kreditverluste erwartet.
Der Nettowert von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in folgenden Hauptwährungen ausgewiesen:
(Mio CHF)
CHF
CNY
EUR
HKD
JPY
USD
Sonstige Währungen
Total Nettoforderungen
31.12.2011
193
206
185
66
72
23
149
894
31.12.2010
198
64
181
51
21
65
136
716
Rechnungen werden im Wesentlichen in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds erstellt, in dem die Konzerngesellschaft
tätig ist.
Das maximale Kreditrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und
Leist­
ungen. Der Konzern hält Sicherheiten und trifft angemessene Massnahmen zur Absicherung von wesentlichen
Kundenforderungen.
188
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
18. Sonstiges Umlaufvermögen
31.12.2011
31.12.2010
118
30
148
96
17
113
Aktive Rechnungsabgrenzungen
Aufgelder (Key Money)
Sonstige Vorauszahlungen und aktive Rechnungsabgrenzungen
Total aktive Rechnungsabgrenzungen
6
184
190
6
150
156
Total sonstiges Umlaufvermögen
338
269
(Mio CHF)
Sonstige kurzfristige Forderungen
Rückforderbare Mehrwertsteuer
Sonstige Forderungen
Total sonstige kurzfristige Forderungen
Forderungen aus laufenden Ertragssteuern werden als separate Bilanzposition ausgewiesen und sind auch in Anmerkung 7
Ertrags­steuern enthalten. Auf den sonstigen Forderungen wurden keine Wertminderungen verbucht (2010: ebenfalls keine). Mit
Ausnahme der Vorauszahlungen werden die Positionen des sonstigen Umlaufvermögens als Finanz­instrumente betrachtet.
19. Wertschriften und derivative Finanzinstrumente
(Mio CHF)
Aktien
Obligationen
Anlagefonds und sonstige Investments
Total zum Fair Value bewertete Wertschriften
Derivative Finanzinstrumente
Total Wertschriften und derivative Finanzinstrumente
31.12.2011
102
417
34
553
31.12.2010
112
390
36
538
0
4
553
542
Sämtliche Wertschriften und derivative Finanzinstrumente sind der Kategorie «Finanzanlagen zum Fair Value» zugeteilt.
Veränderungen der Verkehrswerte werden in der Erfolgsrechnung erfasst (vgl. Anmerkung 6f).
Die nachstehende Tabelle bietet einen Überblick über die Kontraktwerte und die beizulegenden Zeitwerte von derivativen
Finanz­instrumenten nach Kontraktarten.
Typ
(Mio CHF)
Devisenterminkontrakte
Währungsoptionen
Aktienoptionen
Total Handel
Devisenterminkontrakte
Währungsoptionen
Total Hedge Accounting
Total
Kontraktwert
555
–
–
555
31.12.2011
Positiver Negativer
Zeitwert Zeitwert
–
– 4
–
–
–
–
–
– 4
Kontraktwert
311
–
–
311
31.12.2010
Positiver
Zeitwert
4
–
–
4
Negativer
Zeitwert
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
555
–
– 4
311
4
–
189
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Ende 2010 und 2011 waren keine Hedges ausstehend. Es wurden keine Beträge aufgrund der Anwendung von Hedge Accounting
aus dem Eigenkapital gebucht. Die derivativen Finanzverbindlichkeiten sind in den kurzfristigen Finanz­verbindlichkeiten enthalten.
Die Details nach Währungen der Kontraktwerte der derivativen Finanzinstrumente lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Typ
(Mio CHF)
Devisenterminkontrakte
Währungsoptionen
Aktienoptionen
Total Handel
2011
USD
SGD
EUR
JPY
HKD
206
–
–
206
74
–
–
74
0
–
–
0
148
–
–
148
5
–
–
5
51
–
–
51
71
–
–
71
555
–
–
555
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Total
206
74
0
148
5
51
71
555
Typ
(Mio CHF)
Devisenterminkontrakte
Währungsoptionen
Aktienoptionen
Total Handel
EUR
JPY
HKD
CNY Übrige
Total
176
–
–
176
54
–
–
54
0
–
–
0
18
–
–
18
0
–
–
0
0
–
–
0
63
–
–
63
311
–
–
311
Devisenterminkontrakte
Währungsoptionen
Total Hedge Accounting
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
176
54
0
18
0
0
63
311
Devisenterminkontrakte
Währungsoptionen
Total Hedge Accounting
Total
2010
USD
SGD
CNY Übrige
Total
Per 31. Dezember 2011 hatten die Kontrakte Laufzeiten von bis zu einem Jahr.
20. Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
(Mio CHF)
Kontokorrentguthaben und flüssige Mittel
Kurzfristige Anlagen bei Finanzinstituten
Total
31.12.2011
920
696
1 616
31.12.2010
639
1 188
1 827
Die durchschnittliche Rendite der kurzfristigen Bankanlagen entspricht den Durchschnittszinssätzen der Geldmärkte für
Anlagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten.
Für die konsolidierte Geldflussrechnung setzen sich die flüssigen Mittel und geldnahen Finanzanlagen wie folgt zusammen:
(Mio CHF)
Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
Kontokorrentverbindlichkeiten (Anmerkung 22)
Total
31.12.2011
1 616
0
1 616
31.12.2010
1 827
– 2
1 825
190
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
21. Aktienkapital und Reserven
a. Aktienkapital
Über die letzten drei Jahre hat sich das Aktienkapital von The Swatch Group AG wie folgt entwickelt:
Bilanzstichtag
31.12.2008
31.12.2009
31.12.2010
31.12.2011
Namenaktien
124 045 000 zu CHF 0.45
124 045 000 zu CHF 0.45
124 045 000 zu CHF 0.45
124 045 000 zu CHF 0.45
Inhaberaktien
30 840 000 zu CHF 2.25
30 840 000 zu CHF 2.25
30 840 000 zu CHF 2.25
30 840 000 zu CHF 2.25
Aktienkapital in CHF
125 210 250.00
125 210 250.00
125 210 250.00
125 210 250.00
Per 31. Dezember 2011, wie auch per Ende 2010, bestand kein bedingtes oder genehmigtes Kapital. Sämtliche Aktien sind voll
einbezahlt. Es bestehen keine Genussscheine. Entsprechend den Statuten der Swatch Group lehnt der Verwaltungsrat eine
Eintragung von über 5% Namenaktien pro Aktionär ab. In besonderen Fällen kann der Verwaltungsrat einer Ausnahme von
dieser Regel zustimmen.
b. Eigene Aktien
Die Veränderungen der vom Konzern selbst gehaltenen Aktien von The Swatch Group AG (eigene Aktien) werden in der nach­
stehenden Tabelle dargestellt:
Namenaktien
Anzahl
Wert
Mio CHF
Inhaberaktien
Anzahl
Wert
Mio CHF
Total
Mio CHF
Stand per 31.12.2009
13 484 429
497
505 000
132
629
Veräusserungen 1)
Umwandlungen
Stand per 31.12.2010
– 230 822
– 7 895 551
5 358 056
0
– 336
161
–
–
505 000
–
–
132
0
– 336
293
Zukäufe 2)
Veräusserungen 1)
Stand per 31.12.2011
870 000
– 237 494
5 990 562
54
0
215
–
–
505 000
–
–
132
54
0
347
1)
Die Veräusserungen stehen hauptsächlich in Verbindung mit dem Kapitalbeteiligungsplan. Details zu den ausgegebenen Aktienoptionen in
Zusammenhang mit dem Kapital­b eteiligungsplan sind der Anmerkung 28 zu entnehmen.
2)
Im Jahr 2011 hat der Konzern 870 000 Namenaktien zu einem Durchschnittspreis von CHF 62.28 je Aktie gekauft. Diese Zukäufe resultieren in einer
Erhöhung der Position eigene Aktien um CHF 54 Mio.
Eigene Aktien werden in der Konzernrechnung zum historischen Anschaffungswert erfasst und vom konsolidierten Eigenkapital in Abzug gebracht.
c. Sonstige Reserven
Die sonstigen Reserven bestehen einzig aus der Position Währungsumrechnung auf ausländischen Konzerngesellschaften.
Am Jahres­ende 2011 betrug der kumulierte negative Bestand dieser Position CHF 280 Mio (Vorjahr: negativer Bestand von
CHF 286 Mio).
191
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
22. Finanzverbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente
(Mio CHF)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Total langfristige Finanzverbindlichkeiten
31.12.2011
73
73
31.12.2010
77
77
Kontokorrentverbindlichkeiten
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
Total kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
0
1
13
14
2
0
29
31
Derivative Finanzinstrumente
Total kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und derivative
Finanzinstrumente
4
0
18
31
Total Finanzverbindlichkeiten
91
108
Das Risiko für die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns in Bezug auf Zinsänderungen ist begrenzt, da der Grossteil der Schulden
fixe Zinssätze aufweist. Die vertraglichen Fristigkeiten waren am Bilanzstichtag wie folgt:
(Mio CHF)
Per 31.12.2011
Per 31.12.2010
Weniger als 1 Jahr
18
31
1 – 5 Jahre
25
25
Über 5 Jahre
48
52
Total
91
108
Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten lauten auf folgende Währungen:
(Mio CHF)
Schweizer Franken (CHF)
Japanischer Yen (JPY)
Euro (EUR)
Übrige Währungen
Total
Wandelanleihe
31.12.2011
6
77
2
6
91
31.12.2010
15
89
1
3
108
Am 15. Oktober 2003 hat The Swatch Group Finance (Luxembourg) SA eine 2.625%-Wandelanleihe von CHF 412 Mio mit Laufzeit
15. Oktober 2003 bis 15. Oktober 2010 emittiert. Der Nominalwert einer einzelnen Obligation betrug CHF 5 000. In den Vorjahren
hatte der Konzern Obligationen im Wert von CHF 24 Mio zurückgekauft. Am Fälligkeitsdatum im Jahr 2010 wurde der ver­
bleibende Fremdkapitalanteil durch die Umwandlung von 7 895 551 Namenaktien im Wert von CHF 387 Mio (Wandelpreis von
CHF 49.00 je Aktie) und einer Barzahlung von CHF 1 Mio beglichen.
Zudem wurden im Jahr 2010 direkt der Wandelanleihe zurechenbare Kosten im Betrag von CHF 2 Mio im Eigenkapital erfasst.
Entsprechend ergab sich aus der Umwandlung ein Eigenkapitaleffekt von CHF 385 Mio (vgl. konsolidierter Eigenkapitalnachweis).
Die Wandelanleihe wurde wie folgt bilanziert:
(Mio CHF)
Fremdkapitalanteil am 1. Januar
Zinsaufwand für die Verzinsung eines marktüblichen Coupons
Umwandlung in Namenaktien
Barrückzahlung bei Fälligkeit
Fremdkapitalanteil am 31. Dezember
2011
–
–
–
–
–
2010
385
3
– 387
– 1
–
192
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
23. Vorsorgeverpflichtungen
a. Leistungsorientierte
Pensionspläne
Der Konzern verfügt über zahlreiche unabhängige Personalvorsorgeeinrichtungen. Eine grosse Zahl der Arbeitnehmer des
Konzerns ist in leistungsorientierten Pensionsplänen versichert. Die Pensionskasse der Gruppe in der Schweiz wird ebenfalls als
leistungs­orientierter Plan behandelt. Andere leistungsorientierte Pläne bestehen in Japan, Korea, Italien, Taiwan, Deutschland,
Grossbritannien und den USA. Die Verpflichtungen sowie Vermögenswerte aus diesen Plänen werden jährlich durch unabhängige
Aktuare berechnet. Die nachstehende Tabelle bietet eine Übersicht über die Lage der leistungs­orientierten Vorsorgeeinrichtungen
des Konzerns:
(Mio CHF)
Barwert der finanzierten Verpflichtungen
Marktwert des Planvermögens
Passiven-Überschuss per 31. Dezember
Barwert der nicht finanzierten Verpflichtungen
Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
In der Bilanz erfasste Nettoaktiven per 31. Dezember
2011
– 3 704
3 195
– 509
– 11
577
–
57
2010
– 3 543
3 299
– 244
– 12
322
–
66
2011
– 149
– 97
140
0
– 36
60
–
– 82
2010
– 128
– 104
134
– 1
–
56
–
– 43
2011
3 299
140
– 204
1
72
60
– 173
3 195
2010
3 171
134
42
– 5
67
56
– 166
3 299
Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne
(Mio CHF)
Dienstzeitaufwand der laufenden Periode
Zinsaufwand
Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Arbeitnehmerbeiträge
Gewinne/(Verluste) aus Kürzungen
Total Vorsorgeaufwand
Veränderung des Planvermögens zu Marktwerten
(Mio CHF)
1. Januar
Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste)
Umrechnungsdifferenzen
Arbeitgeberbeiträge
Arbeitnehmerbeiträge
Bezahlte Vorsorgeleistungen
31. Dezember
Das Vermögen der Vorsorgeeinrichtungen beinhaltet Namenaktien des Unternehmens mit einem Verkehrswert von CHF 428 Mio
(2010: CHF 507 Mio) sowie Inhaberaktien des Unternehmens mit einem Verkehrswert von CHF 1 Mio (2010: weniger als CHF 1 Mio).
Ausserdem beinhaltet das Planvermögen vom Konzern genutzte Gebäude im Umfang von CHF 12 Mio (Vorjahr: CHF 12 Mio).
Der erwartete Gesamtertrag auf dem Planvermögen wurde unter Berücksichtigung der erwarteten Renditen auf den im Rahmen
der aktuellen Anlagepolitik gehaltenen Vermögenswerten berechnet. Erwartete Renditen auf festverzinsliche Wertschriften
beruhen auf den Brutto-Effektivrenditen zum Bilanzstichtag. Die erwarteten Erträge aus Aktien- und Immobilienanlagen
entsprechen den langfristigen realen Renditen, die erfahrungsgemäss an den jeweiligen Märkten erzielt werden.
Die effektive Gesamtrendite auf dem Planvermögen entsprach einem Verlust von CHF 64 Mio (2010: Gewinn von CHF 176 Mio).
Für 2012 schätzt der Konzern die Höhe der zu bezahlenden Arbeitgeberbeiträge an Vorsorgeeinrichtungen auf CHF 74 Mio.
193
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Anlagestruktur des Planvermögens
31.12.2011
Mio CHF
%
1 088
34.0
999
31.3
643
20.1
465
14.6
3 195
100.0
Aktien
Anleihen
Immobilien
Übrige Aktiven
Total
31.12.2010
Mio CHF
1 236
1 002
612
449
3 299
%
37.5
30.4
18.5
13.6
100.0
Veränderung Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
2011
– 3 555
– 149
– 97
– 50
– 1
173
– 36
0
–
– 3 715
(Mio CHF)
1. Januar
Laufender Dienstzeitaufwand
Zinsaufwand
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)
Umrechnungsdifferenzen
Bezahlte Vorsorgeleistungen
Planänderungen
Kürzungen
Abgeltungen
31. Dezember
2010
– 3 242
– 128
– 104
– 257
9
167
–
0
0
– 3 555
Wichtigste versicherungsmathematische Annahmen
Diskontsatz
Erwartete Rendite auf dem Planvermögen
Erwartete Gehaltserhöhungen (inkl. Inflation)
Inflationsbedingte künftige Rentenerhöhungen
2011
2010
%
%
Gewichteter Durchschnitt Gewichteter Durchschnitt
2.50
2.75
4.25
4.25
1.75
2.00
0.00
0.00
Annahmen zu Sterblichkeitsraten beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Erfahrungswerten in den jeweiligen Ländern.
Leistungsorientierte Pläne: Überblick
(Mio CHF)
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
Marktwert des Planvermögens
Über-/(Unter-)deckung
Erfahrungsbedingte Anpassungen auf den Planverbindlichkeiten - Verlust / (Gewinn)
Erfahrungsbedingte Anpassungen auf dem Planvermögen - Gewinn / (Verlust)
b. Pläne für die
Gesundheits­vorsorge
2011
– 3 715
3 195
– 520
2010
– 3 555
3 299
– 256
2009
– 3 242
3 171
– 71
2008
– 3 139
2 814
– 325
2007
– 3 282
3 590
308
45
8
6
29
133
– 204
42
289
– 872
39
In den USA unterhält der Konzern einen Gesundheitsvorsorgeplan für pensionierte Arbeitnehmer. Per 31. Dezember 2011 bestand
dafür eine leistungsorientierte Verpflichtung in Höhe von CHF 2 Mio (2010: CHF 3 Mio). Dieser Plan ist in den vorgängig
angeführten leistungsorientierten Verpflichtungen eingeschlossen. Die buchhalterische Behandlung sowie die Häufigkeit der
Bewertungen sind ähnlich wie für leistungsorientierte Pensionspläne. Eine Erhöhung oder Reduktion der angenommenen
Teuerungsrate der medizinischen Versorgung um 1% würde zu einer absolut unwesentlichen Veränderung der leistungsorientierten
Verpflichtung führen.
194
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
c. Sonstige Vorsorgeverpflichtungen
Neben den leistungsorientierten Pensionsplänen hat der Konzern auch sonstige Vorsorgeverpflichtungen gegenüber Personal, das
im Ausland arbeitet. Per 31. Dezember 2011 beliefen sich diese Verpflichtungen auf CHF 3 Mio (31. Dezember 2010: CHF 5 Mio).
d.Bilanzaufteilung
Die Aufteilung der bilanzierten Vorsorgeguthaben und -verpflichtungen präsentiert sich wie folgt:
31.12.2011
77
77
– 20
– 3
– 23
(Mio CHF)
Guthaben aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen
Total Vorsorgeguthaben (Anmerkung 15)
Verpflichtung aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen
Sonstige Vorsorgeverpflichtungen
Total Vorsorgeverpflichtungen
e.Beitragsorientierte
Pensionspläne
31.12.2010
87
87
– 21
– 5
– 26
Die in der konsolidierten Erfolgsrechnung als Beiträge an beitragsorientierte Pläne berücksichtigten Aufwendungen entsprechen
dem geschuldeten Arbeitgeberanteil, der gemäss den Reglementen der verschiedenen Vorsorgeeinrichtungen berechnet
wurde. Im Jahr 2011 beliefen sich diese Beiträge auf CHF 7 Mio (2010: CHF 6 Mio).
24. Rückstellungen
Garantien
Juristische
Risiken
Andere
Total
71
9
20
100
Umrechnungsdifferenzen
Zusätzliche Rückstellungen
Auflösung nicht verwendeter Rückstellungen
Unternehmenskäufe / -verkäufe
Verwendung im Berichtsjahr
Stand per 31.12.2010
davon kurzfristige Rückstellungen
davon langfristige Rückstellungen
– 6
75
– 8
–
– 58
74
51
23
0
3
– 2
–
– 3
7
4
3
– 2
7
– 3
–
– 3
19
8
11
– 8
85
– 13
–
– 64
100
63
37
Umrechnungsdifferenzen
Zusätzliche Rückstellungen
Auflösung nicht verwendeter Rückstellungen
Unternehmenskäufe / -verkäufe
Verwendung im Berichtsjahr
Stand per 31.12.2011
davon kurzfristige Rückstellungen
davon langfristige Rückstellungen
– 1
80
– 11
–
– 62
80
57
23
0
3
– 2
–
– 2
6
4
2
0
5
– 4
–
– 3
17
5
12
– 1
88
– 17
–
– 67
103
66
37
(Mio CHF)
Stand per 31.12.2009
a.Garantien
Der Konzern gewährt normalerweise eine Garantie von zwei Jahren und repariert oder ersetzt Produkte, die nicht zur
Zufriedenheit der Kunden funktionieren. Die per Ende Jahr gebildete Rückstellung für erwartete Garantieleistungen basiert auf
Erfahrungswerten bezüglich des Reparatur- und Retourenvolumens.
b. Juristische Risiken
Einige Konzerngesellschaften sind aufgrund ihres normalen Geschäftsverlaufs in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Das
Management hat den Ausgang dieser Rechtsfälle aufgrund gegenwärtig verfügbarer Informationen abgeschätzt und ent­
sprechende Rück­stellungen vorge­nommen. Es bestehen jedoch inhärente Risiken in Zusammenhang mit Rechtsansprüchen,
abhängig von der Verhaltensweise und der Betrachtung des zuständigen Gerichts und der jeweiligen Gegenpartei, die in einem
wesentlichen Abfluss von wirtschaftlichen Ressourcen resultieren können.
c.Andere
Die übrigen Rückstellungen entsprechen gegenwärtigen rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen verschiedener Art von
Konzerngesellschaften gegenüber Dritten.
195
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
25. Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2011
15
12
76
103
31.12.2010
15
16
70
101
Passive Rechnungsabgrenzungen
463
378
Total sonstige Verbindlichkeiten
davon sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
davon sonstige langfristige Verbindlichkeiten
566
545
21
479
479
–
(Mio CHF)
Erhaltene Vorauszahlungen
Geschuldete Mehrwertsteuer
Sonstige Verbindlichkeiten
Total sonstige Verbindlichkeiten
Im Sinne einer verbesserten Berichterstattung wurden per 31. Dezember 2011 die sonstigen Verbindlichkeiten in kurz- und
langfristige Bestandteile aufgegliedert. Die Vergleichszahl der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2010
betrug CHF 12 Mio. Dieser Betrag wird als unwesentlich betrachtet. Daher wurde er per 31. Dezember 2010 nicht angepasst,
sondern nach wie vor zusammen mit den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragssteuern werden als separate Bilanzposition ausgewiesen und sind auch in Anmerkung 7
Ertragssteuern enthalten. Ausser den passiven Rechnungsabgrenzungen werden die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten
zu den Finanzinstrumenten gezählt.
26. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
a. Garantien und
Bürgschaften
Per 31. Dezember 2011 beliefen sich die Garantien an Dritte zur Sicherstellung von Verpflichtungen der Konzerngesellschaften
auf weniger als CHF 1 Mio (2010: weniger als CHF 1 Mio).
Der Gesamtbetrag der kurzfristigen Aktiven, die durch Konzerngesellschaften zur Sicherstellung ihrer Verpflichtungen
verpfändet wurden, belief sich per 31. Dezember 2011 auf CHF 37 Mio (2010: CHF 29 Mio).
b. Miet-, Leasing- und
sonstige Verpflichtungen
Die Fälligkeiten der in der Bilanz nicht aktivierten operativen Leasingverbindlichkeiten des Konzerns präsentieren sich wie folgt:
(Mio CHF)
Weniger als 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
Mehr als 5 Jahre
Total
Anteil der Verträge mit Erneuerungsoption (in % des Totals)
Maximales Risiko (in % des Totals)
31.12.2011
223
491
298
1 012
48.2
95.7
31.12.2010
164
374
221
759
59.3
93.8
Die Zahlen der vorstehenden Tabelle umfassen sämtliche Mietverträge von Räumlichkeiten, die zu einem grossen Teil mit den
Retailaktivitäten des Konzerns verbunden sind, sowie alle anderen einfachen und per 31. Dezember 2011 laufenden Mietverträge.
Der in der Erfolgsrechnung 2011 berücksichtigte Leasingaufwand belief sich auf CHF 225 Mio, gegenüber CHF 163 Mio im
Vorjahr. In zahlreichen Mietverträgen für Retail-Ladengeschäfte ist eine Klausel betreffend Untervermietung vorgesehen.
Ausserdem kann der Konzern im Bedarfsfall Verhandlungen über vorzeitige Vertragsauflösungen zu Konditionen aufnehmen, die
weit unter den vorgesehenen Gesamtverpflichtungen gemäss ursprünglichem Vertrag liegen. Das oben dargestellte maximale
Risiko berücksichtigt existierende Ausstiegsklauseln und allfällige damit in Zusammenhang stehende Strafzahlungen.
Die übrigen per 31. Dezember 2011 offenen Verpflichtungen des Konzerns belaufen sich auf CHF 82 Mio (Vorjahr: CHF 30 Mio).
Sie betreffen Investitionsverpflichtungen in Sachanlagen.
c. Eventualforderungen und
-verbindlichkeiten
Einzelne Gruppengesellschaften haben Eventualverbindlichkeiten in Zusammenhang mit Rechtsfällen, wie sie sich aus der normalen Geschäftstätigkeit ergeben können. Es ist nicht auszuschliessen, dass daraus Entschädigungsforderungen resultieren. Es
wird nicht erwartet, dass sich zusätzlich zu den bereits gebildeten Rückstellungen für Rechtsfälle wesentliche Verbindlichkeiten
aus diesen Eventualverbindlichkeiten ergeben werden (vgl. Anmerkung 24b).
Andererseits bestehen auch Rechtsfälle, wo der Konzern seine Rechte verteidigt und im Erfolgsfall die inhärente Chance
besteht, dass dem Konzern ein ökonomischer Nutzen zufliessen wird.
196
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
27. Einzelheiten zur konsolidierten Geldflussrechnung
a. Nicht zahlungswirksame
Elemente
b. Veränderung des
Nettoumlaufvermögens
(Mio CHF)
Anpassung für nicht zahlungswirksame Elemente
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Ertragssteuern
Abschreibungen auf materiellen Vermögenswerten
Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten
Gewinn aus Unternehmensverkäufen
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen
Verlust aus Verkauf von Anlagevermögen
Fair Value-Gewinne auf Wertschriften
Fair Value-Verluste auf Wertschriften
Zinsertrag
Zinsaufwand
Kosten für anteilsbasierte Vergütungen
Veränderung der Rückstellungen
Veränderung der Vorsorgeverpflichtungen
Total
Anmerkungen
2011
2010
(13)
(7a)
(10, 11)
(12)
(14)
– 6
335
210
19
–
– 8
2
– 51
73
– 7
3
16
4
8
598
– 9
318
206
16
– 2
– 6
2
– 20
54
– 4
5
10
10
– 22
558
2011
2010
– 800
– 198
– 233
– 51
188
– 10
– 855
141
45
– 63
(6f)
(6f)
(28)
(Mio CHF)
Veränderung des Nettoumlaufvermögens und andere
im Geldfluss aus Betriebstätigkeit enthaltene Elemente
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie andere Forderungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie andere Verbindlichkeiten
Andere im Geldfluss aus Betriebstätigkeit enthaltene Elemente
Total
28. Kapitalbeteiligungsplan
Im Zusammenhang mit der Übernahme der Kontrolle über die Swatch Group durch den Hayek-Investorenpool wurde im Jahr
1986 ein Aktienpaket zu Gunsten eines Kaderaktienplans reserviert.
Gemäss den Bestimmungen dieses Plans werden Aktienoptionen an leitende Angestellte und Mitarbeiter vergeben, die sich
durch einen besonders hohen Einsatz für das Unternehmen oder eine überdurchschnittliche Leistung ausgezeichnet haben. Ein
Drittel der zugeteilten Optionen kann sofort ausgeübt werden, ein Drittel nach 12 Monaten und der Rest nach 24 Monaten
(europäischer Stil). Die Ausübung der Optionen hängt davon ab, dass der Mitarbeiter bis zum jeweiligen Ausübungstag dem
Unternehmen angehört. Die Sperrfrist entspricht der Ausübungsfrist für jede Option. Die Optionen sind nicht übertragbar und
nur durch den Angestellten ausübbar. Der Konzern hat keine rechtliche oder faktische Verpflichtung, die Optionen zurückzukaufen
oder in bar abzugelten. Eine Tranche von eigenen Aktien wurde speziell für diesen Aktienoptionsplan bereitgestellt. Es werden
deshalb keine neuen Aktien für diesen Kapitalbeteiligungsplan ausgegeben. Wenn die Optionen ausgeübt werden, erhöht sich
das Eigenkapital des Konzerns entsprechend.
Per 31. Dezember 2011 betrug der Bestand dieses Portefeuilles 1 888 220 Namenaktien (2010: 2 125 677). Im Jahr 2011 wurden
237 457 Namenaktien zu einen Vorzugspreis von CHF 4 pro Namenaktie ausgeübt.
Die Zahl der ausstehenden Aktienoptionen veränderte sich wie folgt:
Am 1. Januar ausstehende Optionen
Zugeteilt
Verwirkt oder verfallen
Ausgeübt
Am 31. Dezember ausstehende Optionen
2011
Optionen
233 072
254 642
– 1 966
– 237 457
248 291
Sämtliche Optionen in vorstehender Tabelle weisen einen Ausübungspreis von CHF 4.00 auf.
2010
Optionen
221 928
244 450
– 2 674
– 230 632
233 072
197
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Die am Ende des Jahres ausstehenden Aktienoptionen haben folgende Verfalldaten:
Aktienoptionen
31.12.2011
Verfalldatum
2011
2012
2013
Total
164 505
83 786
248 291
31.12.2010
153 141
79 931
233 072
Der Fair Value der in der Berichtsperiode zugeteilten Optionen wurde unter Verwendung des Black-Scholes Optionenpreis­
modells bestimmt. Die erwartete Volatilität wurde sowohl in Abhängigkeit der impliziten Volatilität von Optionen auf Swatch
Group Aktien, die auf dem Wertschriftenmarkt verfügbar sind, als auch aufgrund des historischen Entwicklungsmusters der
Volatilität festgelegt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die für die Bewertung der zugeteilten Optionen in den Jahren 2011 und
2010 getroffenen Annahmen:
Tag der Gewährung
Verfalldatum
Aktienkurs am Tag der Zuteilung
Ausübungspreis
Volatilität
Erwartete Dividendenrendite
Risikoloser Zinssatz
Marktwert der Optionen am Tag der Gewährung
2010
2011
Nach zwei
Nach einem
Nach zwei
Jahren
Jahr
Jahren Nach einem Jahr
ausübbarer Teil ausübbarer Teil ausübbarer Teil ausübbarer Teil
5. Juli 2011
5. Juli 2011
13. Juli 2010
13. Juli 2010
5. Juli 2012
5. Juli 2013
13. Juli 2011
13. Juli 2012
CHF 78.50
CHF 78.50
CHF 58.30
CHF 58.30
CHF 4.00
CHF 4.00
CHF 4.00
CHF 4.00
50.0%
50.0%
38.6%
38.6%
CHF 1.15
CHF 1.15
CHF 1.00
CHF 1.00
0.44%
0.56%
0.42%
0.65%
CHF 73.37
CHF 72.25
CHF 53.32
CHF 52.35
Die erste Tranche war sofort ausübbar und unterlag den oben gezeigten Ausübungsbedingungen (2011: Zuteilung 5. Juli 2011,
Aktienkurs zum Zeitpunkt der Zuteilung CHF 78.50, Ausübungspreis CHF 4.00; 2010: Zuteilung 13. Juli 2010, Aktienkurs zum
Zeitpunkt der Zuteilung CHF 58.30, Ausübungspreis CHF 4.00). Der gewichtete Durchschnittspreis zum Ausübungszeitpunkt
belief sich im Jahr 2011 auf CHF 60.15 (2010: CHF 61.54).
Der in der Erfolgsrechnung 2011 verbuchte Personalaufwand als Konsequenz der Anwendung der Berechnungen nach IFRS 2
belief sich auf CHF 16 Mio (2010: CHF 10 Mio).
29. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
a. Bedeutende Aktionäre
Per 31. Dezember 2011 kontrollierten der Hayek Pool sowie ihm nahe stehende Gesellschaften, Institutionen und Personen
mittels 64 507 101 Namenaktien und 1 775 Inhaberaktien insgesamt 41.7% der Stimmen (Vorjahr: 41.6%) von The Swatch Group
AG, der Muttergesellschaft des Konzerns.
Die Gruppe der Erbengemeinschaft N. G. Hayek kontrollierte im Rahmen des Pools und der diesem nahe stehenden Gesell­
schaften, Institutionen und Personen insgesamt 40.8% der Stimmen (Vorjahr: 40.8%).
Die Gruppe von Frau Esther Grether kontrollierte 7.2% der Stimmen (Vorjahr: 7.2%).
Die im Besitz der Erbengemeinschaft N. G. Hayek stehende Hayek-Gruppe fakturierte dem Konzern im Jahr 2011 insgesamt
CHF 9.0 Mio (2010: CHF 10.1 Mio). Dies betraf im Wesentlichen die Unterstützung der Konzernleitung in folgenden Tätigkeits­
bereichen:
(Mio CHF)
Audits, Machbarkeitsstudien und Prozessoptimierungen
Bereitstellung von Führungskräften zur Besetzung vakanter Positionen
Projektmanagement im Bausektor
Unterstützung bei Projekten im Werkstoffsektor und der
Oberflächentechnologie
Vermietung eines Ladengeschäfts im Zentrum von Cannes (Frankreich) in
einem Gebäude einer Tochtergesellschaft der Hayek-Gruppe
Verschiedene Arbeiten im Zusammenhang mit Investitionsüberprüfungen,
Kostenkontrolle, IT-Beratung u.a.m.
Total
2011
1.3
0.9
4.1
2010
3.0
1.1
3.6
1.2
0.5
0.4
0.4
1.1
9.0
1.5
10.1
198
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
b. Key Management
Zusätzlich zu den Mitgliedern des Verwaltungsrats werden auch die Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten
Konzernleitung als Key Management (im Sinne von IAS 24.9) betrachtet.
Die gesamte Entschädigung an das Key Management unter Berücksichtigung von IAS 19 und IFRS 2 betreffend anteilsbasierte
Vergütungen kann wie folgt zusammengefasst werden:
(Mio CHF)
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
– davon Gehälter
– davon Bonuszahlungen
– davon sonstige Leistungen
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Abgangsentschädigungen
Anteilsbasierte Vergütungen
Total
2011
26.2
8.6
17.5
0.1
0.8
–
10.5
37.5
2010
26.6
8.6
17.9
0.1
0.8
–
6.8
34.2
Es wurden keine Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder für deren frühere Funktionen ausgerichtet.
c. Aktienbesitz
Die Gesamtheit der exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats, die Mitglieder der Konzernleitung und der Erweiterten
Konzernleitung sowie diesen nahe stehende Personen hielten per 31. Dezember 2011 direkt oder indirekt insgesamt 56 396 328
Namenaktien und 240 Inhaberaktien oder 36.4% (Vorjahr: 36.4%) der gesamten Stimmen.
Ausserdem hielten die Gesamtheit der nichtexekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats sowie diesen nahe stehende Personen
per 31. Dezember 2011 insgesamt 10 963 000 Namenaktien und 116 000 Inhaberaktien oder 7.2% (Vorjahr: 7.2%) der gesamten
­Stimmen.
d.Organdarlehen
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens haben die Möglichkeit, sich bei der Pensionskasse der Swatch Group
Hypothekardarlehen für den Bau oder Erwerb von Wohneigentum in der Schweiz (Erstwohnsitz) einräumen zu lassen. Die
Konditionen dieser Hypothekardarlehen werden vom Stiftungsrat der Pensionskasse der Swatch Group festgelegt. Die
Konditionen gelten für alle Mitarbeiter der Swatch Group gleichermassen.
Im Jahr 2011 und 2010 wurden keine Darlehen an derzeitige oder ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats, der Konzernleitung
oder der ­Erweiterten Konzernleitung vergeben. Ende 2011 bestand ein Darlehen an ein Mitglied der Konzernleitung im
Gesamtbetrag von CHF 0.9 Mio mit einem Zinssatz von 1.7% (2010: CHF 0.9 Mio zu 2.6%).
e. Assoziierte Gesellschaften und andere nahe
stehende Unternehmen
Der Konzern tätigt Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften, Joint Ventures und anderen nahe stehenden Unternehmen
und Personen. Die assoziierten Gesellschaften und Joint Ventures sind in der Liste der Gesellschaften der Swatch Group
(Anmerkung 32) enthalten.
(Mio CHF)
Assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures
Andere nahe stehende Unternehmen und Personen
2011
Einkäufe Verkäufe
14
849
–
–
2010
Einkäufe
Verkäufe
10
584
–
–
Per 31. Dezember 2011 betrugen die Forderungen gegenüber assoziierten Gesellschaften CHF 165 Mio (2010: CHF 55 Mio), und
die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Gesellschaften beliefen sich auf CHF 2 Mio (2010: CHF 5 Mio). Die Gruppe war
Ende 2011 zudem im Besitz von Garantien von assoziierten Gesellschaften im Betrag von CHF 136 Mio (2010: CHF 47 Mio).
Auch hatte der Konzern per 31. Dezember 2011 Darlehen im Wert von USD 27 Mio (2010: USD 1 Mio) zu einem Zinssatz
von 4.4% (2010: 3.25%) an assoziierte Gesellschaften gewährt.
Per Ende 2011 und 2010 waren keine weiteren Positionen gegenüber anderen nahe stehenden Unternehmen und Personen
ausstehend.
199
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
30. Angaben zu Managemententschädigungen (nach Schweizer Recht erforderlich)
Diese Anmerkung wurde entsprechend den Bestimmungen der Artikel 663bbis und 663c des Schweizer Obligationenrechts
(OR) verfasst. Sie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von den Angaben zu den Vergütungen in Anmerkung 29, haupt­
sächlich weil unterschiedliche Regeln zur Bewertung und zur Erfassung von Aufwendungen anzuwenden sind. Die Angaben
zu Herrn N.G. Hayek und Frau Nayla Hayek im Jahr 2010 sind pro rata zu verstehen; Frau Nayla Hayek hat ab Juli 2010 das
Präsidium und neue Funktionen übernommen.
Entschädigungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und die Konzernleitung (Art. 663bbis OR)
a. Verwaltungsrat (VR)
2011
Name
Nayla Hayek
Dr. Peter Gross 5)
Ernst Tanner6)
Esther Grether
Georges Nicolas Hayek 7)
Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier
Dr. Jean-Pierre Roth
Total
Funktion Entschädigung
Basisfür Funktionen entschädigung
im VR1) für exekutive
Funktion1)
(CHF)
(CHF)
Präsidentin
179 230
1 001 568
Vizepräsident
47 867
Vizepräsident
112 886
Mitglied
104 517
Mitglied
105 430
Mitglied
104 517
Mitglied
104 517
758 964
1 001 568
2010
Funktion
Name
Entschädigung
für Funktionen
im VR1)
(CHF)
Dr. h.c. Nicolas G. Hayek 8)
Präsident
(pro rata)
und Delegierter
Nayla Hayek 9)
(pro rata)
Präsidentin
Dr. Peter Gross
Vizepräsident
Esther Grether
Mitglied
Georges Nicolas Hayek 7)
Mitglied
Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier
Mitglied
Johann N. Schneider-Ammann10)
Mitglied
Dr. Jean-Pierre Roth11)
Mitglied
Ernst Tanner
Mitglied
Total
145 845
115 060
104 518
65 893
104 518
88 896
65 323
106 667
796 720
Bonus2)
(CHF)
1 300 000
1 300 000
Sonstige
Entschädigungen3)
Total4)
(CHF)
(CHF)
1 405 258 3 886 056
47 867
112 886
104 517
105 430
104 517
104 517
1 405 258 4 465 790
Basisentschädigung
für exekutive
Funktion1)
(CHF)
Bonus2)
Sonstige
Entschädigungen3)
Total4)
(CHF)
(CHF)
(CHF)
350 946
835 000
116 722 1 302 668
751 566
1 300 000
1 102 512
2 135 000
877 605 3 075 016
115 060
104 518
65 893
104 518
88 896
65 323
106 667
994 327 5 028 559
1)
Gesamte Jahresvergütung in bar, ohne Erstattungen für Reisen und andere geschäftliche Auslagen.
2)
Bonuszahlungen in bar, periodengerecht abgegrenzt.
3)
In den sonstigen Entschädigungen sind Pensionsleistungen und Aktienoptionen enthalten. Im Jahr 2011 wurden Frau N. Hayek 20 000
Aktienoptionen mit einem Wert von CHF 1 342 630 zugeteilt (2010: 15 000 Aktienoptionen mit einem Wert von CHF 816 045). Die Zuteilung erfolgt
gemäss den in Anmerkung 28 Kapital­b eteiligungsplan beschriebenen Bedingungen. Jede Option verleiht das Recht zum Bezug einer Namenaktie.
4)
Alle Angaben in Bruttobeträgen (d.h. vor Abzug der vom Mitarbeiter zu übernehmenden Sozialversicherungsbeiträge). Der Arbeitgeberanteil an
Sozial­v ersicherungsbeiträgen ist nicht enthalten.
5)
VR Vizepräsident und Mitglied bis Mai 2011.
6)
VR Vizepräsident ab Juni 2011.
7)
Mitglied des VR ab Mai 2010. Die Entschädigung für die exekutive Tätigkeit ist in Anmerkung 30b aufgeführt.
8)
VR Präsident bis Juni 2010 (†).
9)
VR Präsidentin ab Juli 2010.
10)
Mitglied des VR bis Oktober 2010.
11)
Mitglied des VR ab Mai 2010.
200
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
Anhang zur Konzernrechnung
b. Konzernleitung (KL) und
Erweiterte Konzernleitung
(EKL)
2011
Name
Georges Nicolas Hayek
(KL Präsident / CEO)
Total sonstige Mitglieder
Total
Gehalt1)
Bonus2)
(CHF)
(CHF)
Aktienoptionen3)
(Anzahl)
1 489 378
5 406 598
6 895 976
3 200 000
12 990 000
16 190 000
24 000
126 200
150 200
1 611 144
8 472 004
10 083 148
62 628
741 472
804 100
6 363 150
27 610 074
33 973 224
Gehalt1)
Bonus2)
(CHF)
Aktienoptionen3)
(CHF)
Sonstige Entschädigungen 4)
(CHF)
Total5)
(CHF)
Aktienoptionen3)
(Anzahl)
1 471 561
5 276 878
6 748 439
3 200 000
12 506 000
15 706 000
23 500
122 450
145 950
1 278 468
6 661 613
7 940 081
61 560
714 894
776 454
6 011 589
25 159 385
31 170 974
Aktien- Sonstige Entoptionen3) schädigungen4)
(CHF)
(CHF)
Total5)
(CHF)
2010
Name
Georges Nicolas Hayek
(KL Präsident / CEO)
Total sonstige Mitglieder
Total
(CHF)
1)
Gesamte jährliche Basisvergütung in bar, ohne Erstattungen für Reisen und andere geschäftliche Auslagen.
2)
Variable Bonuszahlungen in bar, periodengerecht abgegrenzt.
3)
Im Berichtsjahr zugeteilte Aktienoptionen, nach den in Anmerkung 28 Kapitalbeteiligungsplan beschriebenen Bedingungen. Bei der Bewertung
der Aktien­o ptionen wurde für den im laufenden Jahr ausgeübten Teil der steuerliche Wert herangezogen. Die in den folgenden Jahren
ausübbaren Optionen wurden nach der Black-Scholes-Methode bewertet. Jede Option verleiht das Recht zum Bezug einer Namenaktie.
4)
Sonstige Vergütungselemente wie Pensionsleistungen, Firmenwagen und übrige Vorteile.
5)
Alle Angaben in Bruttobeträgen (d.h. vor Abzug der vom Mitarbeiter zu übernehmenden Sozialversicherungsbeiträge). Der Arbeitgeberanteil an
Sozial­v ersicherungsbeiträgen ist nicht enthalten.
c. Darlehen und andere
Entschädigungen an
Mitglieder des VR und
KL/EKL
In den Jahren 2011 und 2010 wurden keine Darlehen an derzeitige oder ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats, der Konzernleitung oder der Erweiterten Konzernleitung gewährt. Ende 2011 bestand ein Darlehen der Pensionskasse des Konzerns an ein
Mitglied der Konzernleitung im Gesamtbetrag von CHF 0.9 Mio mit einem Zinssatz von 1.7% (2010: CHF 0.9 Mio zu 2.6%).
In den Jahren 2011 und 2010 wurden ausser den in den obigen Tabellen angegebenen Vergütungen keine weiteren
Entschädigungen an gegenwärtige oder frühere Mitglieder des Verwaltungsrats, der Konzernleitung oder der Erweiterten
Konzern­leitung oder an diesen nahe stehende Personen gezahlt.
201
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Konzernrechnung
Swatch Group Aktien und -optionen im Besitz von Verwaltungsrats- und Konzernleitungs­
mitgliedern
Per 31. Dezember 2011 bzw. 2010 hielten die Mitglieder des Verwaltungsrats, der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung sowie diesen nahe stehende Personen die nachstehend angegebene Zahl an Aktien und Optionen der Swatch Group:
Name
Funktion
Erbengemeinschaft N. G. Hayek
vertreten durch Marianne Hayek
Nayla Hayek
VR Präsidentin
Dr. Peter Gross1)
VR Vizepräsident
Ernst Tanner
VR Vizepräsident
Esther Grether
VR Mitglied
Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier
VR Mitglied
Dr. Jean-Pierre Roth
VR Mitglied
Georges Nicolas Hayek
VR Mitglied / CEO
Arlette E. Emch
KL Mitglied
Florence Ollivier-Lamarque
KL Mitglied
Dr. Mougahed Darwish
KL Mitglied
Marc A. Hayek
KL Mitglied
Dr. Hanspeter Rentsch
KL Mitglied / CLO
Roland Streule
KL Mitglied
François Thiébaud
KL Mitglied
Dr. Thierry Kenel
EKL Mitglied / CFO
Matthias Breschan
EKL Mitglied
Pierre-André Bühler
EKL Mitglied
Yann Gamard
EKL Mitglied
Walter von Känel
EKL Mitglied
Thomas Meier
EKL Mitglied
Kevin Rollenhagen
EKL Mitglied
Dr. Peter Steiger
EKL Mitglied
Stephen Urquhart
EKL Mitglied
Total
1)
Namenaktien
(Anzahl)
2011
2010
55 704 144
29 876
55 704 144
14 876
7 200
10 963 000
11 094 500
56 990
61 334
53 534
56 470
56 732
108 489
27 133
72 791
14 420
2 166
9 068
3 167
25 641
1 300
36 482
49 591
27 000
67 359 328
71 363
47 334
44 000
50 470
46 233
95 022
24 466
62 458
8 586
Inhaberaktien
(Anzahl)
2011
2010
550
2 000
114 000
Optionen
(Anzahl)
2011
2010
550
18 334
13 334
23 834
13 000
11 668
6 000
11 668
18 735
4 334
11 334
7 834
2 668
5 500
5 335
4 752
1 300
7 668
6 334
6 502
166 800
23 001
15 000
11 002
6 000
9 667
18 202
7 001
9 667
5 668
1 834
4 000
5 002
4 084
1 400
6 667
5 834
6 168
153 531
2 000
112 000
200
9 068
21 309
40
40
29 483
43 591
21 500
67 395 603
116 790
114 590
VR Vizepräsident und Mitglied bis Mai 2011.
Die Bedingungen der Aktienoptionen sind in Anmerkung 28 aufgeführt. Jede Option verleiht das Recht zum Bezug einer
Namenaktie. Jede Aktie (Namen- oder Inhaberaktie) beinhaltet ein Stimmrecht. Die Hauptaktionäre sind in Anmerkung 29
Bezieh­ungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen angegeben. Mit Ausnahme der Erbengemeinschaft N. G. Hayek und
Frau E. Grether hielt kein Mitglied des Verwaltungsrats, der Konzernleitung und der Erweiterten Konzernleitung per 31. Dezember
2011 bzw. 2010 zusammen mit ihm nahe stehenden Personen direkt oder über Aktienoptionen mehr als 1% der sich im Umlauf
befindlichen Aktien der Swatch Group.
31. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
202
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
32. Gesellschaften der Swatch Group – Stand am 31.12.2011
Firmenname, Sitz
Tätigkeitsbereich
Grundkapital
in Mio.
Swatch Group
Beteiligung
%
Konsolidierung
Schweiz
The Swatch Group SA, Neuchâtel
Assemti SA, Locarno
Asulab SA, La Tène
Atlantic Immobilien AG Bettlach, Bettlach
Belenos Clean Power Holding SA, Bienne
Blancpain SA, Le Chenit
Blancpain Les Boutiques SA, Le Chenit
Breguet Les Boutiques SA, L’Abbaye
Certina AG, Le Locle
Cité du Temps SA, Genève
cK Watch & Jewelry Co., Ltd., Bienne
Comadur SA, Le Locle
Compagnie des Montres Longines, Francillon SA, Saint-Imier
Danyack SA, La Chaux-de-Fonds
Dernier Batz SA, Neuchâtel
Diantus Watch SA, Mendrisio
Distico SA, Torricella-Taverne
Dress your body SA, Corcelles-Cormondrèche
EM Microelectronic-Marin SA, La Tène
Endura AG, Bienne
ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, Grenchen
François Golay SA, Le Chenit
Hamilton International AG, Bienne
ICB Ingénieurs Conseils en Brevets SA, Neuchâtel
Le Foyer SA, Saint-Imier
Léon Hatot Les Boutiques SA, Auvernier
Léon Hatot SA, Auvernier
Louis Jeanneret-Wespy SA, La Chaux-de-Fonds
Maeder-Leschot SA, Bienne
Manufacture Ruedin SA, Bassecourt
Meco SA, Grenchen
Microcomponents AG, Grenchen
Micro Crystal AG, Grenchen
Mido AG, Le Locle
MOM le Prélet SA, Les Geneveys-sur-Coffrane
Montres Breguet SA, L’Abbaye
Montres Jaquet Droz SA, La Chaux-de-Fonds
Nivarox-FAR SA, Le Locle
Novi SA, Les Genevez
Omega Electronics AG, Bienne
Omega SA, Bienne
Oscilloquartz SA, Neuchâtel
Rado Uhren AG, Lengnau
Record Watch Co. SA, St-Imier
Renata AG, Itingen
Rubattel et Weyermann SA, La Chaux-de-Fonds
S.I. Grand-Cernil 2, Les Brenets, SA, Les Brenets
S.I. Grand-Cernil 3, Les Brenets, SA, Les Brenets
S.I. Les Corbes SA, Savagnier
S.I. L’Etang SA, Les Brenets, Les Brenets
S.I. Rue de la Gare 2, Les Brenets, SA, Les Brenets
SSIH Management Services AG, Bienne
Swatch AG, Bienne
Swatch Retail AG, Bienne
Swiss Timing AG, Corgémont
Technocorp Holding SA, Le Locle
The Swatch Group Assembly SA, Genestrerio
The Swatch Group Far East Distribution Ltd, Bienne
The Swatch Group Immeubles SA, Neuchâtel
The Swatch Group Les Boutiques SA, Le Grand-Saconnex
The Swatch Group Management Services SA, Bienne
The Swatch Group Recherche et Développement SA, La Tène
The Swatch Group Services SA, Bienne
Tiffany Watch Co. Ltd, Bienne
Time Flagship AG, Zürich
Tissot SA, Le Locle
Universo SA, La Chaux-de-Fonds
Vica Sàrl, Lausanne
Holding
Montage
Forschung und Entwicklung
Immobilien
Holding
Uhren
Detailhandel
Detailhandel
Uhren
Kommunikation
Uhren
Produkte aus Hartwerkstoffen
Uhren
Immobilien
Immobilien
Uhren, Werke
Vertrieb
Schmuck
Mikroelektronik
Uhren
Uhren, Werke und Komponenten
Herstellung von Zahnräder
Uhren
Patente
Immobilien
Detailhandel
Uhren
Immobilien
Immobilien
Uhrengehäuse
Uhrenkronen
Komponenten für die Automobilindustrie
Niederfrequente Miniaturquarze
Uhren
Zifferblätter
Uhren
Uhren
Uhrenkomponenten und Feindrähte
Montage
Inaktiv
Uhren
Hochstabile Frequenzgeneratoren
Uhren
Inaktiv
Miniaturbatterien
Zifferblätter
Immobilien
Immobilien
Immobilien
Immobilien
Immobilien
Dienstleistungen und Lizenzen
Uhren
Detailhandel
Sportzeitmessung & Anzeigesysteme
Holding
Montage
Vertrieb
Projektmanagement und Verwaltung Immobilien
Detailhandel
Dienstleistungen und Lizenzen
Forschung und Entwicklung
Logistik, Vertrieb und Dienstleistungen
Uhren
Detailhandel
Uhren
Zeiger
Uhren
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
125.21
0.10
0.10
0.70
42.00
0.10
0.10
0.50
3.50
6.00
5.00
7.86
10.00
0.06
10.00
10.00
3.00
0.10
25.00
2.00
6.20
0.10
3.00
0.20
0.13
0.10
0.10
0.05
0.70
2.40
4.50
11.00
4.00
1.20
0.30
10.00
12.00
4.00
0.14
1.50
50.00
2.00
2.00
0.10
0.50
0.15
0.12
0.12
0.10
0.05
0.24
0.05
2.00
2.00
2.00
6.00
6.00
0.10
0.50
3.00
0.05
0.10
1.00
20.00
6.00
5.00
0.67
0.20
100
100
100
42
100
100
100
100
100
90
100
100
29
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
34
100
100
100
100
100
100
100
100
100
80
100
100
100
100
100
100
100
100
100
˜
˜
˜
š
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
š
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
š
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
q
p
q
q
q




q

p

q
q
p

p
u

p
p

q
q


q
q
p
p
u
u

p


p
p
q

u

q
u
p
q
q
q
q
q
q


u
q
p

q

q
q
q



p

Deutschland
Altweiler Grundstücks-GmbH, Lörrach
Deutsche Zifferblatt Manufaktur GmbH, Pforzheim
Glashütter Uhrenbetrieb GmbH, Glashütte
St Innovation GmbH, Leipzig
St Sportservice GmbH, Leipzig
Swiss Prestige Uhren Handel GmbH, Eschborn
The Swatch Group Customer Service (Europe) GmbH, Glashütte
The Swatch Group (Deutschland) GmbH, Eschborn
The Swatch Group (Deutschland) Les Boutiques GmbH, Eschborn
Union Uhrenfabrik GmbH, Glashütte
Immobilien
Zifferblätter
Uhren
Technologie & Ausrüstung Sportzeitmessung
Technologie & Ausrüstung Sportzeitmessung
Detailhandel
Kundendienst
Vertrieb
Detailhandel
Uhren
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
0.03
0.10
0.51
0.05
3.47
0.08
0.50
1.28
0.20
0.10
95
100
100
100
100
100
100
100
100
100
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
q
p

u
u





Europa
Legende:
˜ Vollkonsolidierung
š Equity Methode
 Uhren und Schmuck
p Produktion
u Elektronische Systeme q Corporate
Segment
203
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
32. Gesellschaften der Swatch Group – Stand am 31.12.2011
Firmenname, Sitz
Tätigkeitsbereich
Grundkapital
in Mio.
Swatch Group
Beteiligung
%
Konsolidierung
Segment
Österreich
The Swatch Group (Oesterreich) GmbH, Wien
Vertrieb
EUR
0.04
100
˜

Belgien
The Swatch Group (Belgium) SA, Anderlecht
The Swatch Group Participation SA, Anderlecht
Vertrieb
Holding
EUR
EUR
1.75
2.09
100
100
˜
˜

q
Spanien
The Swatch Group (España) SA, Alcobendas
Frankreich
Breguet, Paris
Fabrique de Fournitures de Bonnétage FFB, Villers-le-Lac
Frésard Composants, Charquemont
Centre Européen de Service Horloger, Besançon
Tech Airport Développement, Paris
Tech Airport Holding, Paris
Tech Airport Nice, Paris
Tech Airport Orly, Paris
Tech Airport Roissy, Paris
The Swatch Group (France) SAS, Paris
The Swatch Group (France) Les Boutiques, Paris
Vertrieb
EUR
0.45
100
˜

Inaktiv
Uhrenkomponenten und Präzisionsteile
Uhrenkomponenten
Kundendienst
Detailhandel
Holding
Detailhandel
Detailhandel
Detailhandel
Vertrieb
Detailhandel
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
0.04
0.29
1.80
0.70
0.50
31.20
5.04
2.83
2.25
15.00
45.13
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜

p
p








Grossbritannien
The Swatch Group (UK) Ltd, London
The Swatch Group (UK) Les Boutiques Ltd, London
Vertrieb
Detailhandel
GBP
GBP
2.00
0.08
100
100
˜
˜


Griechenland
Alkioni SA, Athens
The Swatch Group (Greece) SA, Athens
Detailhandel
Vertrieb
EUR
EUR
0.10
0.06
100
100
˜
˜


Italien
Lascor S.p.A, Sesto Calende
The Swatch Group Europe Services S.r.l., Milano
The Swatch Group (Italia) S.p.A., Milano
Uhrengehäuse und -bänder
Administration
Vertrieb
EUR
EUR
EUR
1.00
0.01
23.00
100
100
100
˜
˜
˜
p


Luxemburg
The Swatch Group SICAF-SIF, Alzingen
The Swatch Group Financial Services (Luxembourg) SA, Alzingen
The Swatch Group Re (Luxembourg) SA, Alzingen
Finanzgesellschaft
Finanzgesellschaft
Rückversicherung
CHF 1 000.00
EUR
5.00
EUR
1.60
100
100
100
˜
˜
˜
q
q
q
Niederlande
The Swatch Group (Netherlands) BV, Eindhoven
Vertrieb
EUR
3.45
100
˜

Polen
The Swatch Group (Polska) Sp.zo.o., Warszawa
Vertrieb
PLN
5.00
100
˜

Portugal
The Swatch Group (Europa) – Sociedade Unipessoal SA, Funchal
Vertrieb
EUR
24.14
100
˜

Russland
Swiss Watch Le Prestige OOO Russia, Moscow
The Swatch Group (RUS) OOO, Moscow
Vertrieb
Vertrieb
RUB
0.20
RUB 2 609.43
100
100
˜
˜


Schweden
The Swatch Group (Nordic) AB, Stockholm
Vertrieb
SEK
0.50
100
˜

Tschechische Republik
ASICentrum spol. s.r.o., Praha
ST Software s.r.o., Liberec
The Swatch Group (CZ) Les Boutiques s.r.o., Praha
Mikroelektronik
Technologie & Ausrüstung Sportzeitmessung
Detailhandel
CZK
CZK
CZK
2.01
0.10
9.00
51
100
100
˜
˜
˜
u
u

Vertrieb
ZAR
0.00
100
˜

Brasilien
SGA Administração de Imóvies SA, Manaus
SGB Serviços e Comércio de Peças Ltda, São Paulo
SMH do Brasil Administração de Bens Ltda, São Paulo
Inaktiv
Kundendienst
Inaktiv
BRL
BRL
BRL
4.92
14.04
2.74
100
100
100
˜
˜
˜


q
Kanada
The Swatch Group (Canada) Ltd, Toronto
Vertrieb
CAD
4.50
100
˜

Vereinigte Staaten
EM Microelectronic – US Inc., Colorado Springs
e-swatch-us Inc., Wilmington, Delaware
HiPoint Technology Inc., Colorado Springs
The Swatch Group (U.S.) Inc., Wilmington, Delaware
The Swatch Group Les Boutiques (U.S.) Inc., Wilmington, Delaware
Mikroelektronik
e-Commerce
Mikroelektronik
Vertrieb
Detailhandel
USD
USD
USD
USD
USD
0.04
0.00
0.17
168.90
0.00
100
100
25
100
100
˜
˜
š
˜
˜
u

u


Afrika
Südafrika
The Swatch Group (South Africa) (Proprietary) Ltd, Sandton
Amerika
Legende:
˜ Vollkonsolidierung
š Equity Methode
 Uhren und Schmuck
p Produktion
u Elektronische Systeme q Corporate
204
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
KONZERNRECHNUNG
32. Gesellschaften der Swatch Group – Stand am 31.12.2011
Firmenname, Sitz
Tätigkeitsbereich
Mexiko
Prestadora de Servicios Relojeros SA de CV, Mexico DF
The Swatch Group Mexico SA de CV, Mexico DF
Uhrendienstleistungen
Vertrieb
Panama
The Swatch Group Panama SA, Panama City
Grundkapital
in Mio.
Swatch Group
Beteiligung
%
Konsolidierung
Segment
MXN
MXN
1.50
43.65
100
100
˜
˜


Kommerzielle Dienstleistungen
USD
0.01
100
˜

Grossraum China
Beijing Xin Yu Heng Rui Watch & Clock Co., Ltd., Beijing
Hengdeli Holdings Limited, Hong Kong
Lanco Watches Ltd, Hong Kong
O Grupo Swatch (Macau) Limitada, Macau
Shanghai Ruihengqi Watch Commerce Co. Ltd., Shanghai
Shanghai Rui Jing Retail Co., Ltd., Shanghai
Shanghai Rui Wan Retail Co. Ltd., Shanghai
Shanghai SMH Watch Service Center Co. Ltd, Shanghai
Shanghai Swatch Art Centre Co. Ltd., Shanghai
SMH Les Boutiques (Shanghai) Co. Ltd, Shanghai
SMH Swiss Watch Trading (Shanghai) Co. Ltd, Shanghai
SMH Technical Services (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen
The Swatch Group (China) Ltd, Shanghai
The Swatch Group (Hong Kong) Ltd, Hong Kong
The Swatch Group (Taiwan) Ltd, Taipei
Zhuhai SMH Electric Co. Ltd, Zhuhai
Immobilien
Detailhandel
Inaktiv
Detailhandel
Detailhandel
Detailhandel
Detailhandel
Kundendienst
Detailhandel / Kunstzentrum
Detailhandel
Vertrieb
Kommerzielle Dienstleistungen
Vertrieb
Vertrieb
Vertrieb
Komponenten
CNY
CNY
USD
MOP
CNY
CNY
CNY
CNY
CNY
CNY
CNY
CNY
CNY
HKD
TWD
CNY
40.00
21.31
0.07
1.50
30.00
20.25
4.00
48.37
148.41
99.69
7.12
10.45
14.88
5.00
28.00
74.57
50
9
100
100
50
100
100
100
90
100
90
100
100
100
100
100
š
š
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜
˜















p
Süd-Korea
The Swatch Group (Korea) Ltd, Seoul
Vertrieb
KRW
5 300.00
100
˜

Saudi-Arabien
Alzouman General Trading Co. Ltd., Jeddah
Detailhandel
SAR
60.00
33
š

Vereinigte Arabische Emirate
Rivoli Investments L.L.C., Dubai
Swatch Group Retail Middle East L.L.C., Dubai
Detailhandel
Detailhandel
AED
AED
0.30
0.30
15
49
š
˜


Indien
Swatch Group (India) Private Ltd, New Delhi
Vertrieb
INR
1 511.26
100
˜

Japan
The Swatch Group (Japan) KK, Tokyo
Vertrieb
JPY 3 700.00
100
˜

Malaysia
Micromechanics (M) Sdn Bhd, Ipoh
Swiss Luxury Watch & Jewelry Sdn Bhd, Kuala Lumpur
The Swatch Group (Malaysia) Sdn Bhd, Kuala Lumpur
Montage, Uhrenkomponenten
Detailhandel
Vertrieb
MYR
MYR
MYR
35.00
7.00
1.00
100
51
100
˜
˜
˜
p


Singapur
The Swatch Group S.E.A. (S) Pte Ltd, Singapore
The Swatch Group S.E.A. Retail Pte Ltd, Singapore
Vertrieb
Detailhandel
SGD
SGD
4.00
0.50
100
100
˜
˜


Thailand
ETA (Thailand) Co. Ltd, Samut Prakan
The Swatch Group Trading (Thailand) Ltd, Bangkok
Elektronische Komponenten
Vertrieb
THB
THB
504.50
400.00
100
100
˜
˜
p

Vertrieb
AUD
0.40
100
˜

Asien
Ozeanien
Australien
The Swatch Group (Australia) Pty Ltd, Glen Iris
Legende:
˜ Vollkonsolidierung
š Equity Methode
 Uhren und Schmuck
p Produktion
u Elektronische Systeme q Corporate
205
KONZERNRECHNUNG
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung
der The Swatch Group AG, Neuchâtel
Bericht der Revisionsstelle
zur Konzernrechnung
Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der The Swatch Group AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung,
Gesamtergebnisrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalnachweis und Anhang (Seiten 150 bis 204) für das am 31.
Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die
Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer
Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus
ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme
angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben
unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den
International Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzu­
führen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der
Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflicht­
gemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzern­
rechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das
interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen
entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungs­
legungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der
Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und
angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
Berichterstattung aufgrund
weiterer gesetzlicher
Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die
Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte
vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein
gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung
existiert.
Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.
PricewaterhouseCoopers AG
Gerhard Siegrist
Revisionsexperte
Leitender Revisor
Basel, 17. Februar 2012
Roy Bächinger
Revisionsexperte
206
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Inhaltsverzeichnis
Jahresrechnung der Holding 2011206–216
Erfolgsrechnung der Holding
207
Bilanz der Holding
208
Anhang zur Jahresrechnung der Holding
210
Antrag auf Verwendung des Bilanzgewinnes
214
Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung
215
Titel The Swatch Group AG
216
207
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Erfolgsrechnung der Holding
2011
Mio CHF
2010
Mio CHF
813
30
8
621
41
17
Total Ertrag
851
679
Personalaufwand
Allgemeine Kosten
Abschreibungen und Wertberichtigungen
Zinsaufwand
Kursdifferenzen und sonstiger Finanzaufwand
Steuern
– 46
– 18
– 3
0
– 27
– 1
– 49
– 18
– 23
– 2
– 4
– 2
Total Aufwand
– 95
– 98
Jahresgewinn
756
581
Anmerkungen
Erträge aus Beteiligungen
Finanzerträge
Übrige Erträge
(1)
(2)
(3)
(4)
208
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Bilanz der Holding
Aktiven
31.12.2011
Mio CHF
%
31.12.2010
Mio CHF
%
8
0.2
11
0.4
68
2 137
2.0
63.3
81
2 091
2.8
72.0
2 213
65.5
2 183
75.2
105
66
586
407
3.1
2.0
17.4
12.0
55
56
563
44
1.9
2.0
19.4
1.5
Total Umlaufvermögen
1 164
34.5
718
24.8
Total Aktiven
3 377
100.0
2 901
100.0
Anmerkungen
Anlagevermögen
Sachanlagen
Finanzanlagen
– Langfristige Darlehen an Konzerngesellschaften
– Beteiligungen
(5)
Total Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften
Sonstige Forderungen und aktive Rechnungsabgrenzungen
Wertschriften und Edelmetalle
Flüssige Mittel und geldnahe Finanzanlagen
(6)
209
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Bilanz der Holding
Passiven
Anmerkungen
31.12.2011
Mio CHF
%
31.12.2010
Mio CHF
%
125
67
347
1 819
3.7
2.0
10.3
53.8
125
67
293
1 573
4.3
2.3
10.1
54.2
Eigenkapital
Aktienkapital
Allgemeine Reserve
Reserve für eigene Aktien
Spezialreserve
– Gewinnvortrag aus Vorjahr
– Jahresgewinn
Bilanzgewinn
37
756
27
581
793
23.5
608
21.0
3 151
93.3
2 666
91.9
Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften
Sonstige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungen
143
56
3
24
4.2
1.7
0.1
0.7
147
57
4
27
5.1
2.0
0.1
0.9
Total Verbindlichkeiten
226
6.7
235
8.1
3 377
100.0
2 901
100.0
Total Eigenkapital
(7)
Verbindlichkeiten
Total Passiven
210
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Anhang zur Jahresrechnung
Allgemeines
Die Jahresrechnung von The Swatch Group AG entspricht den Bestimmungen des schweizerischen Obligationenrechts (OR).
Risikomanagement
Der Verwaltungsrat, die Konzernleitung sowie alle Schlüsselpersonen der The Swatch Group AG haben in ihrer ordentlichen
unternehmerischen Funktion sowie in ihren Entscheiden jederzeit den Aspekt der Risikoüberwachung berücksichtigt. Dieser
konstante, alle Geschäftsaspekte betreffende Prozess beinhaltet auch eine hohe Aufmerksamkeit bezüglich jeglichen Aus­
wirkungen auf die finanzielle Berichterstattung. Zu diesem Zweck sind angemessene Mittel und Massnahmen implementiert,
die einen proaktiven und konstanten Informationsfluss ermöglichen, was die Grundlage für in einem dynamischen Umfeld
notwendige zeitgerechte Entscheidungen bilden.
Bewertungsgrundsätze
In der Bilanz werden Aktiven und Passiven zu ihrem Netto-Realisationswert bewertet. Ausnahmen bilden Beteiligungen, die
mit ihren Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen aufgeführt werden, die für den Kapitalbeteiligungsplan
reservierten eigenen Aktien sowie Aktien, die vom Unternehmen zurückgekauft wurden (bewertet zum historischen
Anschaffungswert oder zum tieferen Marktwert).
Alle in Fremdwährungen gehaltenen Aktiven und Passiven werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Wechselkursen
umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen in Fremdwährungen sowie sämtlicher Fremdwährungs­
transaktionen erfolgt zu den an den jeweiligen Transaktionsdaten geltenden Wechselkursen. Die daraus resultierenden
Kursdifferenzen werden in der Erfolgsrechnung erfasst.
Details zu einzelnen Positionen
1.Erträge aus Beteiligungen
(Mio CHF)
Dividenden
Sonstige Erträge
Total
2011
739
74
813
2010
564
57
621
Diese Position enthält Dividenden von Konzerngesellschaften und andere Erträge aus Beteiligungen sowie Management Fees von
Konzerngesellschaften.
2.Finanzerträge
(Mio CHF)
Zinserträge
Erträge und Gewinne aus Wertschriften
Total
2011
5
25
30
2010
4
37
41
Das Unternehmen verzeichnete auf dem Wertschriftenbestand Kapitalgewinne von CHF 25 Mio. Dieser Betrag wurde durch
Verluste in Höhe von CHF 23 Mio (siehe Anmerkung 4) grösstenteils kompensiert.
3.Zinsaufwand
Im Jahr 2011 nahm der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr um weitere CHF 2 Mio ab. Die Abnahme dieser Position wider­
spiegelt den tiefen durchschnittlichen Bestand der Finanzschulden.
4.Kursdifferenzen und
sonstiger Finanzaufwand
Die Währungsumrechnungsposition auf Fremdwährungskontrakten, die zur Absicherung der ver­schiedenen Konzerngesellschaften
abgeschlossen wurden, wies ein Verlust von CHF 4 Mio aus (2010 resultierte ein Gewinn von CHF 7 Mio). Der Verlust aus dem
Wertschriftenportfolio inklusive dem übrigen Finanzaufwand belief sich auf CHF 23 Mio (2010: CHF 11 Mio).
5.Beteiligungen
Die Liste der 154 Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit, inklusive Minderheitsbeteiligungen, die direkt oder indirekt
von der Holdinggesellschaft gehalten werden und auf Ebene der Swatch Group konsolidiert sind, wird in Anmerkung 32 der
konsolidierten Jahresrechnung in diesem Geschäftsbericht veröffentlicht.
Beteiligungen machten per 31. Dezember 2011 einen Anteil von 63.3% der gesamten Aktiven aus, Ende 2010 waren es 72.0%.
In absoluten Zahlen betrug der Beteiligungswert Ende 2011 CHF 2 137 Mio. Diese Gesamtsumme bezieht sich nur auf
konsolidierte Beteiligungen und assoziierte Gesellschaften und ist um CHF 46 Mio höher als im Jahr 2010.
211
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Jahresrechnung
6.Wertschriften und
Edelmetalle
31.12.2011
262
279
45
586
(Mio CHF)
Wertschriften
Eigene Aktien
Edelmetalle
Total
31.12.2010
265
225
73
563
Im Berichtsjahr wurden eigene Aktien im Betrag von CHF 54 Mio zurückgekauft. Die Position «Eigene Aktien» beinhaltet neben
zurück­gekauften eigenen Aktien auch­eigene Namenaktien, die für den speziellen Kapitalbeteiligungsplan bestimmt sind. Die
Position «Edelmetalle» setzt sich hauptsächlich aus einem strategischen Goldbestand zusammen.
7.Eigenkapital
Der Gesamtbuchwert der von The Swatch Group AG und ihren Gesellschaften gehaltenen eigenen Aktien per 31. Dezember 2011
entspricht 3.1% des Nominalwerts des Aktienkapitals (gegenüber 2.9% Ende 2010).
Auf Seite 212 zeigt eine Tabelle die Änderungen im Aktienbestand von The Swatch Group AG.
Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Entwicklung des Eigenkapitals:
(Mio CHF)
Stand per 31.12.2010
Zuweisung 2011
Ausgeschüttete Dividende
Transfer
Jahresgewinn
Stand per 31.12.2011
Aktienkapital
Allgemeine
Reserve
125
67
125
Reserve
für eigene
Aktien
293
Spezialreserve
Bilanzgewinn
1 573
300
54
– 54
347
1 819
608
– 300
– 270
– 1
756
793
67
Total
Eigenkapital
2 666
–
– 270
– 1
756
3 151
Im Vergleich zum Jahresende 2010 nahm das Eigenkapital im Jahr 2011 um CHF 485 Mio auf CHF 3 151 Mio zu. In Prozent der
gesamten Aktiven ist die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2011 auf 93.3% gestiegen (gegenüber 91.9% im Vorjahr).
Aktienkapital
Am 31. Dezember 2011 besteht das Aktienkapital aus 124 045 000 Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 0.45 sowie
aus 30 840 000 Inhaberaktien mit einem Nominalwert von CHF 2.25 (unverändert zum Vorjahr).
Bilanzstichtag
31.12.2010
31.12.2011
Namenaktien
124 045 000 zu CHF 0.45
124 045 000 zu CHF 0.45
Inhaberaktien
30 840 000 zu CHF 2.25
30 840 000 zu CHF 2.25
Aktienkapital in CHF
125 210 250.00
125 210 250.00
Bedeutende Aktionäre per 31. Dezember 2011
Am 31. Dezember 2011 kontrollierten der Hayek-Pool sowie ihm nahe stehende Gesellschaften, Institutionen und Personen
mittels 64 507 101 Namenaktien und 1 775 Inhaberaktien insgesamt 41.7% der Stimmen (Vorjahr: 41.6%). Der Hayek-Pool
umfasst folgende Mitglieder:
Name / Gesellschaft
Erbengemeinschaft N. G. Hayek
vertreten durch Marianne Hayek
WAT Holding AG
Ort
Ammann Group Holding AG
c / o Ernst & Young AG, Bern
Pensionskasse Swatch Group
Neuchâtel
Meisterschwanden
Wirtschaftlich Berechtigte
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
Nachkommen U. AmmannSchellenberg Sen.
–
212
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Anhang zur Jahresrechnung
Die Gesellschaften, Institutionen und Personen, die dem Hayek-Pool nahe stehen, ihm aber formal nicht angehören, sind folgende:
Name / Gesellschaft
Hayek Holding AG
Erbengemeinschaft N.G. Hayek
und Familienmitglieder
Personalfürsorgestiftung der Hayek Engineering AG
Familien Ammann (Stiftungen, Pensionskassen
und Privatpersonen, Madisa AG)
Fondation d’Ébauches SA et des maisons affiliées
Wohlfahrtsstiftung der Renata AG
Fonds de prévoyance d‘Universo SA
Ort
Meisterschwanden
Meisterschwanden
c / o Ernst & Young AG, Bern
Neuenburg
Itingen
Neuenburg
Wirtschaftlich Berechtigte
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
Erbengemeinschaft
N. G. Hayek
–
Vertreten durch
Daniela Schneider
–
–
–
Die Gruppe der Erbengemeinschaft N. G. Hayek kontrollierte im Rahmen des Pools und der diesem nahe stehenden Gesellschaften,
Institutionen und Personen insgesamt 40.8% der Stimmen (Vorjahr: 40.8%).
Die Gruppe von Frau Esther Grether kontrollierte 7.2% der Stimmen (Vorjahr: 7.2%).
Am 31. Dezember 2011 ist der Swatch Group keine andere Gruppe oder kein anderer Einzelaktionär bekannt, der über 5% des
gesamten Aktienkapitals hält.
Reserve für eigene Aktien
Die Reserve für eigene Aktien wird nach der Methode der gewichteten historischen Anschaffungswerte bewertet. In der Bilanz
der Holding belief sie sich per 31. Dezember 2011 auf CHF 347 Mio (Vorjahr: CHF 293 Mio) und deckt damit die in den Bilanzen der
Konzerngesellschaften per Ende Jahr aktivierten eigenen Aktien.
Die Anzahl der direkt oder indirekt von The Swatch Group AG gehaltenen eigenen Aktien entwickelte sich im 2011 wie folgt:
Titel gehalten von:
Namenaktien
Anzahl 1)
Inhaberaktien
Anzahl
The Swatch Group AG
Stand per 31.12.2010
Zukäufe 2011
Veräusserungen 2011 2)
Stand per 31.12.2011
4 855 239
870 000
– 237 494
5 487 745
505 000
–
–
505 000
Andere Konzerngesellschaften
Stand per 31.12.2010
Zukäufe 2011
Veräusserungen 2011
Stand per 31.12.2011
Gesamtstand per 31.12.2011
502 817
–
–
502 817
5 990 562
–
–
–
–
505 000
1)
Davon sind per 31. Dezember 2011 1 888 220 Namenaktien für einen Spezialfonds der Kader reserviert (2010: 2 125 677 Namenaktien).
2)
Die Veräusserungen im Jahr 2011 stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Kapitalbeteiligungsplan.
Bilanzgewinn
Gemäss Beschluss der ordentlichen Generalversammlung vom 31. Mai 2011 wurde vom Bilanzgewinn per 31. Dezember 2010
eine Dividende von CHF 1.00 pro Namenaktie und von CHF 5.00 pro Inhaberaktie abgezogen. Die im Jahr 2011 an die Aktionäre
ausgeschüttete Dividende belief sich auf insgesamt CHF 118 496 944 für Namenaktien und auf CHF 151 675 000 für
Inhaberaktien. Gemäss dem von der oben erwähnten Generalversammlung genehmigten Antrag auf Verwendung des
Bilanzgewinns wurde der Dividendenanteil der von der Swatch Group gehaltenen eigenen Aktien in Höhe von CHF 8 073 056
nicht ausgeschüttet. Dieser Betrag bleibt integrierter Bestandteil des Eigenkapitals per 31. Dezember 2011. Schliesslich
wurde ein Betrag von CHF 300 Mio vom Bilanzgewinn per 31. Dezember 2010 der Spezialreserve zugewiesen.
213
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Anhang zur Jahresrechnung
Ausserbilanzpositionen
Eventualverpflichtungen
Ende 2011 beliefen sich die Garantieverpflichtungen von The Swatch Group AG auf CHF 582 400 (Vorjahr: CHF 582 000). Diese
Position bezieht sich auf eine Bürgschaft von GBP 400 000 zur Deckung einer Mietverpflichtung einer Konzerngesellschaft
(unverändert gegenüber 2010).
Brandversicherungswerte
Am 31. Dezember 2011 betrugen die Brandversicherungswerte der Sachanlagen CHF 34 599 000 (im Vorjahr: CHF 39 273 700).
Verpfändete Aktiven
Alle Aktiven sind frei von jeglicher Verpfändung.
Verpflichtungen
Die übrigen per 31. Dezember 2011 offenen Verpflichtungen der Gesellschaft belaufen sich auf CHF 1 Mio (Vorjahr: CHF 1 Mio).
Sie entsprechen Investitionsverpflichtungen in finanzielle Vermögenswerte.
Derivative Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle zeigt die Kontrakt- und Wiederbeschaffungswerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2011
auf.
Typ
(Mio CHF)
Terminkontrakte
Optionen
Total per 31.12.2011
Total per 31.12.2010
Kontraktwert
Dritte
499
–
499
307
Konzern
322
–
322
264
Total
821
–
821
571
Positiver
Negativer
Wiederbeschaffungswert
Wiederbeschaffungswert
Dritte Konzern Total
Dritte Konzern Total
0
2
2
– 3
– 3
– 6
–
–
–
–
–
–
0
2
2
– 3
– 3
– 6
4
2
6
0
– 9
– 9
Derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem Fair Value bewertet. Die per 31. Dezember 2011 offenen Terminkontrakte wurden
zur Abdeckung der operationellen Risiken im Zusammenhang mit Wechselkurs- und Marktpreisschwankungen getätigt. Die per
31. Dezember 2011 offenen 32 Positionen (Vorjahr: 31) betreffen Edelmetall- und Devisenkontrakte. Die konzerninternen
Kontrakte entsprechen Vereinbarungen, die zwischen The Swatch Group AG und den verschiedenen Konzern­gesellschaften zur
Absicherung der Risiken aus internen Finanztransaktionen getroffen wurden. Per 31. Dezember 2011 war keine Option
ausstehend (im Vorjahr keine).
Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen
Die Bilanz enthält Ende 2011 keine Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen (2010: Verbindlichkeiten im Betrag
von CHF 269 359).
Angaben zu Managemententschädigungen
Die vom Schweizerischen Obligationenrecht verlangten Angaben zu Managemententschädigungen werden in Anmerkung 30
der Konzernrechnung gezeigt.
214
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung folgende Verwendung des Bilanzgewinnes:
2011
CHF
2010
CHF
Jahresgewinn
Gewinnvortrag aus Vorjahr
755 530 262
37 424 889
581 132 549
26 464 284
Bilanzgewinn
792 955 151
607 596 833
– 450 000 000
– 300 000 000
Zuweisung an die Spezialreserve
Ausschüttung auf dem Eigenkapital von CHF 125 210 250.00
einer Dividende 2010 von:
– CHF 1.00 pro Namenaktie im Nennwert von CHF 0.45
– CHF 5.00 pro Inhaberaktie im Nennwert von CHF 2.25
Ausschüttung auf dem Eigenkapital von CHF 125 210 250.00 1)
einer Dividende 2011 von:
– CHF 1.15 pro Namenaktie im Nennwert von CHF 0.45
– CHF 5.75 pro Inhaberaktie im Nennwert von CHF 2.25
– 124 045 000
– 154 200 000
– 142 651 750
– 177 330 000
Nicht ausgeschüttete Dividende auf von der Gruppe gehaltenen eigenen Aktien 2)
Gewinnvortrag auf neue Rechnung
1)
2)
8 073 056
22 973 401
37 424 889
Es ist vorgesehen, den Anteil der Dividende für die eigenen Aktien, welche von der Swatch Group gehalten werden, nicht auszuschütten. Entsprechend dem Entscheid der Generalversammlung von 31. Mai 2011 wurde auf die Ausschüttung der Dividende auf eigenen Aktien, welche von der Swatch Group gehalten werden, verzichtet.
215
JAHRESRECHNUNG DER HOLDING
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung
der The Swatch Group AG, Neuchâtel
Bericht der Revisionsstelle
zur Jahresrechnung
Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der The Swatch Group AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und
Anhang (Seiten 207 bis 213) für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und
den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung
eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen
Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die
Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben
unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen.
Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen,
ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der
Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflicht­
gemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahres­
rechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das
interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen
entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungs­
legungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der
Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene
Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr dem
schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Berichterstattung aufgrund
weiterer gesetzlicher
Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die
Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte
vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein
gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung
existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den
Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
PricewaterhouseCoopers AG
Gerhard Siegrist
Revisionsexperte
Leitender Revisor
Basel, 17. Februar 2012
Roy Bächinger
Revisionsexperte
216
Swatch Group
GESCHäFTSBERICHT
2011
JAHRESRECHNUNG
Titel The Swatch Group AG
Durchschnittliche Anzahl Aktien im Umlauf/
durchschnittliches Aktienkapital
Anzahl Namenaktien zu nom CHF 0.45
Anzahl Inhaberaktien zu nom CHF 2.25
Total durchschnittliche Anzahl Aktien
Aktienkapital Namenaktien zu nom CHF 0.45
Aktienkapital Inhaberaktien zu nom CHF 2.25
Total durchschnittliches Aktienkapital
2011
unverwässert
118 399 729
30 335 000
148 734 729
53 279 878
68 253 750
121 533 628
2010
unverwässert
113 103 548
30 335 000
143 438 548
50 896 597
68 253 750
119 150 347
2009
unverwässert
110 446 207
30 335 000
140 781 207
49 700 793
68 253 750
117 954 543
2008
unverwässert
111 605 632
30 596 542
142 202 174
50 222 534
68 842 220
119 064 754
2007
unverwässert
115 882 234
31 485 875
147 368 109
52 147 005
70 843 219
122 990 224
Angaben pro Namenaktie (Nom CHF 0.45) in CHF
Konzerngewinn
Cashflow aus Betriebstätigkeit
Konsolidiertes Eigenkapital
Dividende
2011
4.70
2.61
29.82
1.151)
2010
4.05
5.11
26.77
1.00
2009
2.89
3.39
22.74
0.80
2008
3.15
1.93
20.55
0.85
2007
3.70
3.20
19.43
0.85
Angaben pro Inhaberaktie (Nom CHF 2.25) in CHF
Konzerngewinn
Cashflow aus Betriebstätigkeit
Konsolidiertes Eigenkapital
Dividende
2011
23.50
13.05
149.11
5.751)
2010
20.27
25.55
133.83
5.00
2009
14.47
16.99
113.85
4.00
2008
15.75
9.67
102.73
4.25
2007
18.49
16.01
97.13
4.25
Börsenkurs der Namenaktie (adjustiert)
Höchst
Tiefst
31.12.
79.50
51.60
62.60
78.50
50.40
75.40
51.70
23.05
49.40
66.75
23.20
28.50
76.50
53.90
66.85
Börsenkurs der Inhaberaktie (adjustiert)
Höchst
Tiefst
31.12.
443.70
288.50
351.50
434.80
262.20
416.80
268.75
118.50
261.90
340.00
115.50
145.80
397.00
266.25
341.25
Börsenkapitalisierung (in Mio CHF)
31.12.
18 605
22 207
14 205
8 032
19 367
2011
16.8
1.8
1.6
13.3
15.0
2010
16.5
1.3
1.2
18.6
20.6
2009
13.3
1.6
1.5
17.1
18.1
2008
15.5
3.0
2.9
9.0
9.3
2007
19.7
1.3
1.2
18.1
18.5
Kennzahlen (Jahresende)
Durchschnittliche Eigenkapitalrendite
Direkte Rendite – Namenaktie
Direkte Rendite – Inhaberaktie
Kurs-Gewinn-Verhältnis (Namenaktie)
Kurs-Gewinn-Verhältnis (Inhaberaktie)
%
%
%
Titel
The Swatch Group AG Namenaktien
The Swatch Group AG Inhaberaktien
Valoren-Nummer
1 225 514
1 225 515
Reuters Symbol
UHRN.S
UHR.VX
Die Titel sind an der Schweizer Börse (SIX) und an der BX Berne eXchange kotiert.
1)
Antrag des Verwaltungsrats.
Entwicklung The Swatch Group AG Namenaktie und Swiss Market Index (1988–2011)
80
70
The Swatch Group AG
60
Swiss Market Index
50
40
30
20
10
0
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
00
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
Swatch Group
Geschäftsbericht
2011
The Swatch Group AG
Postfach, Seevorstadt 6, CH-2501 Biel, Schweiz
Tel. +41 32 343 68 11, Fax +41 32 343 69 11
E-mail: www.swatchgroup.com/kontakt
Internet: www.swatchgroup.com