01-1ere feuille

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01-1ere feuille
Rapport d’activité
Jahresbericht
2010
Bericht der Präsidentin „Leadership brings about a future that was not going to happen anyway.“ „Leadership“ bringt eine Zukunft hervor, die ohne Leadership nicht eh geschehen wäre. Dies im Unterschied zu „Management“, wo auf eine voraussehbare Zukunft hin ein Unternehmen möglichst gut verwaltet wird. Was genau ist aber „Leadership“ und wie wird diese sich noch nicht automatisch entfaltende Zukunft hervorgebracht? Den Begriff „Leadership“ zu übersetzten bringt immer wieder Schwierigkeiten mit sich: das Wörterbuch schlägt unter anderem die Begriffe „Führerschaft“, „Führung“, „Herrschaft“ und „Leitung“ vor. Keiner dieser Begriffe trifft die Bilder, die sich mit dem englischen Begriff „Leadership“ verbinden: bei den deutschen Begriffen steht Aspekt des „Führens“ und „Leitens“ im Vordergrund und lässt bei mir das Bild eines Hundes an der Leine aufsteigen. Ganz anders der Begriff „Leadership“ – hier steht der Aspekt des „Vorgehens“ und „Vorlebens“ im Zentrum: „Leadership“ wird vor allem durch das Verkörpern und Lebendigmachen von inspirierenden Visionen, dem Aufzeigen von Möglichkeiten erreicht. Visionen einer Zukunft, die vorher noch nicht im Blickfeld der Beteiligten war, welche von ihnen oft nicht einmal gedacht werden konnte oder sogar explizit aus dem Bereich des Möglichen ausgeschlossen war. aux etangs ist eine Institution im Zeichen von Leadership. Zuallererst haben wir das Glück dank Daria Aebischer und Aude Gygax echtes „Leadership“ in unserer Direktion zu haben. Beide zusammen haben immer wieder eine Zukunft hervorgebracht, die ohne die Übernahme von Leadership nicht geschehen wäre! Aude wird die Institution auf März 2011 nach 15 Jahren verlassen und an einer anderen Stelle diese Rolle wieder übernehmen. Ich möchte ihr an dieser Stelle für alles danken, was sie an Visionen, Wärme und Klarheit in die Insitution gebracht hat. Auch Daria an dieser Stelle ein grosses Dankeschön fürs Immer-­‐schon-­‐einen-­‐Schritt-­‐voraus-­‐Denken, für die Leidenschaft und das Engagement, auf welche aux étangs und der Stiftungsrat immer wieder zählen dürfen. Die Geschicke der Institution könnten nicht in besseren Händen sein. „Leadership“ ist auch im Kern die Arbeit, welche für und zusammen mit den Frauen, die in aux étangs leben, geleistet wird. Das Eröffnen neuer Möglichkeiten, das Erweitern des Bereich des Denk-­‐ und Machbaren, das Vorleben gelingender Kommunikation und respektvoller Beziehungen und das immer wieder Einstehen und Glauben an die Möglichkeit von Transformation – oft auch angesichts unzähliger Schwierigkeiten. Das ist Leadership und eröffnet manchen Frauen und vor allem ihren Kindern eine Zukunft, die ohne ihre Zeit in aux étangs nicht möglich gewesen wäre. Dafür danke ich allen am Abenteuer aux étangs Beteiligten von ganzem Herzen. Judith Meuwly Correll Präsidentin Jahresbericht 2010
12 jugendliche und erwachsene Frauen
14 Kinder
2 neugeborene Kinder
7 Kleinkinder (die 2009 als Neugeborene in die Institution kamen)
5 zwei – fünfjährige Kinder
All diese Personen haben das Jahr 2010 in der Institution aux étangs verbracht. Einige waren
bereits vor Jahresbeginn da.
Zwei Frauen (eine mit und eine ohne ihr Kind) durften nach einem längeren Aufenthalt in der
Institution, in die institutionseigene Wohnung zügeln und den nächsten etwas selbständigeren
Schritt wagen.
Residentinnen und ihre Kinder lernen in der Institution
Viele junge Frauen die in die Institution kommen, lernen ihre Kinder zu pflegen, eine gute
Beziehung aufzubauen, die Wichtigkeit einer rahmengebenden Erziehung zu erkennen. Manche
kommen gerade nach der Geburt des Kindes, andere kommen in die Institution, nachdem
Drittpersonen oder Ämter festgestellt haben, dass es Schwierigkeiten gibt.
Viele Probleme entstehen wegen zu grosser Einsamkeit oder wegen fehlender sozialer und/oder
beruflicher Integration.
aux étangs, eine zweisprachige Institution
« une institution bilingue »
Freiburg ist ein zweisprachiger Kanton. Diese Gegebenheit muss respektiert werden. Anfragen
aus dem ganzen Kanton und auch aus den Nachbarkantonen erreichen unsere Institution.
Will die Institution zweisprachig bleiben, müssen wir bei der Anstellung neuer Mitarbeiterinnen
immer wieder darauf achten, dass die Zweisprachigkeit gewährt ist.
Die Französisch sprechenden Mitarbeiterinnen nehmen Deutschunterricht, der als Weiterbildung
mit einer externen Lehrerin, innerhalb der Institution stattfindet.
Veränderungen unter den Mitarbeiterinnen
Nach 14 Jahren gemeinsamer Arbeit wird Aude Gygax die Institution verlassen, um sich neu zu
orientieren und um sich in einem neuen Arbeitsfeld zu spezialisieren. Obwohl Aude die
Institution erst Ende Februar 2011 verlassen wird, müssen wir uns bereits im Jahre 2010 auf den
Abschied vorbereiten. Wir wollen Aude jetzt schon von Herzen für ihre grossartige Arbeit, ihr
Engagement, ihre Präsenz über all die Jahre danken;
Aude hat zu ihrer Arbeit auf sozialpädagogischer Ebene eine grosse Arbeit auf der
Direktionsebene geleistet indem sie ihre Diplomarbeit (formation continue en travail social de
Neuchâtel) im Dienste der Institution ausgeführt hat. Diese Arbeit hat es ermöglicht, die ersten 10
Jahre der Institution statistisch und geschichtlich zu dokumentieren. Die Diplomarbeit diente
dann als gute Grundlage für die Verhandlungen mit dem Sozialvorsorgedienst, betreffend der
kantonalen Subventionen.
Aude Gygax hat danach auf Anfrage der Direktorin während 4 Jahren 10% der Direktion
übernommen. Als Vertreterin hat sie somit die Direktorin auf jeder Ebene unterstützt und bei
deren Abwesenheit vertreten.
Wir sind Aude Gygax von Herzen für Ihre Arbeit dankbar!
Marie-Gaëlle Mantel hat die Arbeit in der Institution nach 7 Jahren verlassen. Sie hat als
Praktikantin begonnen, dann die berufsbegleitende Ausbildung an der Höheren Fachschule für
Sozialarbeit absolviert. Sie war während Ihrer Arbeitszeit in der Institution eine grosse Stütze,
vor allem in der Arbeit mit den jungen Müttern und ihren Kindern. Sie hat sich sehr in der
organisatorischen täglichen Arbeit und in der Arbeit mit den vielen hilfesuchenden Frauen
eingesetzt, sei es auf der individuellen oder auf der Gruppenebene. Wir danken Marie-Gaëlle für
ihre Arbeit für Frauen in Problemsituationen.
Aurianne Stroude hat während ihrem Studium als Nachtfrau und später, während 2 Jahren zu
70%, als sozialpädagogische Mitarbeiterin in der Institution gearbeitet. Danach zog es sie wieder
hinaus. Sie macht heute interkantonale präventive Arbeit und richtet sich an die Schulen.
Wir danken Aurianne für ihre geleistete Arbeit in der Institution.
Nach Abschluss ihres Studiums, haben die Nachtfrauen Anne, Jessica und Caroline ihr
Engagement in der Institution aux étangs aufgegeben, um eine Arbeitsstelle in ihrem neuen
Beruf einzunehmen. Wir danken diesen Frauen sehr für ihren Einsatz und wünschen ihnen Erfolg
und Zufriedenheit in ihrem Leben.
In Françoise Renée Ducommun haben wir eine neue Mitarbeiterin gefunden, die auf der
sozialpädagogischen Ebene eine 80%-Stelle übernommen hat.
Sandra Pellet konnten wir für eine 40%-Stelle als neue Mitarbeiterin in unsere Runde
aufnehmen. Ihre Arbeit besteht vor allem darin, die Mitarbeiterinnen auf dem Terrain und in der
sozialpädagogischen Tätigkeit zu vertreten.
Wie jedes Jahr haben junge Frauen ihr Praktikum in der Institution absolviert.
Wir haben in den letzten Jahren mehr als 20 Studierende aus der Höheren Fachschule in Givisiez
in unserem Betrieb ausgebildet. Für ihre grossartige und sehr professionelle Arbeit sind wir
unserer „Praticienne formatrice“ Marguerite Ngo Batje Buchs sehr dankbar.
Im Jahr 2010 haben wir uns wegen der Sprache in die Deutschschweiz ausgerichtet. So hatten wir
zwei Praktikantinnen, Madeleine Udahemuka und Karin Freiburghaus, die die höhere
Fachschule Luzern und Olten besuchen. Fabienne Jacquemet war die Praktikantin aus Thun, die
ein ganzes Jahr in unserer Institution war. Diese Frauen, die ihre Ausbildung in deutscher
Sprache absolvieren, wurden während des Praktikums von Aude Gygax begleitet. Auch für diese
intensive Begleitarbeit danken wir Aude.
Weiter hat Marie Chardonnens im Jahr 2010 einen Teil ihres Praktikums in der Institution
verbracht. Marie macht ihre Ausbildung am heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg.
Obwohl in Ausbildung, sind die Praktikatinnen, nach einer intensiven Einführung eine
Unterstützung im Betrieb. Für ihre Arbeit danken wir
Als Leiterin der Institution danke ich mit meinen Mitarbeiterinnen, unserer Präsidentin Judith
Meuwly Correll für ihr Vertrauen und für ihre Unterstützung. Wir danken dem gesamten
Stiftungsrat für seine Unterstützung.
Danken will ich als Direktorin ganz besonders Helen Telley für ihre grossartige Arbeit in der
Administration und Buchhaltung sowie Martin Riedo und seinem Unternehmen fibor für die
grosse Arbeit in den Finanzen.
aux étangs
Daria Aebischer
Direktorin
Quitter l’institution aux étangs après 14 ans de travail
Il y a 14 ans de cela, en fin d’année 1996, je débutais mon travail à l’institution aux étangs en
qualité d’employée socio-éducative. Je découvrais alors une structure toute fraîche, dans le
sens que son activité avait débuté en 1993 dans le cadre de l’Association La Traversée, pour
ensuite devenir en janvier 1996 la Fondation pour la femme et l’enfant, avec son institution
aux étangs.
Ce lieu chaleureux m’a séduite dès les premiers instants. J’y ai trouvé des collègues très
motivées, animées par une Directrice très dynamique et bienveillante, autant envers le
personnel que les résidentes et leurs enfants. Ce climat propice m’a donné envie de m’engager
pleinement au sein de l’institution.
Revenir sur 14 ans de travail à l’institution aux étangs est un exercice de style difficile. Tant
d’événements vécus, de moments de vie, que ce soit au niveau du vécu avec les résidentes ou
au niveau de l’évolution de l’institution : comment les choisir, les raconter?
Les résidentes et leurs enfants
Durant ces années, j’ai côtoyé environ 150 femmes et 100 enfants accueilli/e/s à l’institution.
L’accompagnement pratiqué aux étangs permet un travail approfondi avec chaque personne.
Le fait de partager avec les résidentes et leurs enfants leur quotidien durant une période de
leur vie ouvre toute une palette possible d’interventions socio-éducatives, avec des nuances
infinies. Que de personnalités et de cultures différentes accueillies ! Quelle richesse
d’échanges et de questionnements ! Que de bébés bercés, réconfortés ! Pour chaque résidente,
il est précieux de trouver le bon ton pour l’aborder, lui faire envie de s’investir, lui donner la
confiance nécessaire pour lui ouvrir le chemin de l’autonomie. Je suis reconnaissante à
chaque femme et chaque enfant séjournant à l’institution, car chaque personne, avec son lot
de souffrances, de petits bonheurs, de progrès, de questionnements, de révoltes, de diversités
m’a permis la remise en question constante et le rappel qu’il existe des réalités de vie
complexes et difficiles.
Les lieux
Au fil des 14 ans passés, les lieux ont évolué : lorsque j’ai débuté mon activité, la Directrice
n’avait pas de bureau personnel. Elle voyageait avec ses documents, entre le bureau commun
et la minuscule salle de conférence et son domicile. Une annexe a été construite, devenant
fonctionnelle en 2005. Cet espace tout boisé a permis d’avoir une salle de conférence digne de
ce nom et deux bureaux, ainsi que d’offrir une chambre supplémentaire aux résidentes dans la
bâtisse principale.
Des changements ont eu lieu dans l’offre de l’accompagnement extérieur. Au début de mon
engagement, cet accompagnement était ponctuel et proposé à certaines résidentes sous forme
d’entretiens, alors qu’elles avaient quitté l’institution pour s’installer dans leur propre
appartement. Au gré de l’évolution des situations des femmes accueillies, il s’est avéré
nécessaire d’élargir l’offre, en mettant à disposition un appartement faisant partie intégrante
de l’institution. C’est ainsi qu’il y eut un appartement, puis un deuxième dans la tour des
Charmettes sur le boulevard de Pérolles. Par la suite, l’opportunité d’acquérir la maison
voisine au chemin des Etangs par la Fondation pour la femme et l’enfant a permis de
rapprocher les appartements des accompagnements extérieurs, donnant la possibilité de
proposer un suivi plus modulé des femmes séjournant dans ces appartements.
Le financement de l’institution
Une des grandes transformations que j’ai vécue est de l’ordre du financement de l’institution.
La population accueillie à l’institution aux étangs est spécifique, dans le sens qu’elle
s’adresse à la fois à des personnes mineures et majeures. La Fondation pour la femme et
l’enfant était alors reconnue par la Direction de la santé publique et des affaires sociales pour
les mineur/e/s uniquement, en référence au texte de la loi d’aide aux institutions spécialisées
pour personnes handicapées et inadaptées de 1986. Cela avait pour incidence un
subventionnement cantonal pour les personnes mineures uniquement, alors que la spécificité
de l’institution aux étangs est d’accueillir les femmes en difficulté psychosociale avec ou
sans enfant. Cette situation entraînait une forme de précarité et des soucis pour assurer le
financement de l’institution, devant jongler entre des fonds publics et privés. La Présidente de
la Fondation d’alors, Antoinette Romanens, avec Isabelle Chassot, toutes deux députées, ont
alors déposé un postulat en 2001 demandant une modification de la loi pour pouvoir englober,
à certaines conditions, les personnes adultes ayant besoin de bénéficier d’un cadre éducatif et
des parents rencontrant des problèmes d’insertion socioprofessionnelle et éducatifs.
Pour ma part, j’avais alors entrepris une formation dans laquelle un travail de mémoire était
demandé. Voulant ancrer ce travail dans une pratique concrète, j’ai choisi le financement de
l’institution. L’avancement de mon travail s’est synchronisé à merveille avec la modification
de la loi et son entrée en vigueur, permettant de fournir des éléments concrets de la réalité du
terrain. Le thème du financement m’a ouvert tout un champ de connaissances au niveau de la
gestion de l’institution, que j’ai trouvé passionnant. C’est encourageant de voir
l’aboutissement, dans le sens que depuis 2006, les personnes majeures séjournant à
l’institution aux étangs sont également subventionnées par l’Etat de Fribourg.
La suppléance
Dès 2007, la Directrice m’a confié la fonction de suppléante. Cette nouvelle fonction m’a
donné l’occasion de comprendre la gestion d’une institution éducative et d’en faire
l’expérience. Elle m’a rendue attentive à l’importance de tenir clairement ma fonction
hiérarchique : à quel moment intervenir en tant que suppléante et à quel moment en tant
qu’employée socio-éducative, afin d’assurer la bonne marche de l’institution. C’est un travail
d’équilibriste, qui s’est avéré possible grâce à nos années communes de travail antérieur et un
profond respect mutuel des fonctions de chacune.
J’ai pu me rendre compte que diriger une telle institution est une grande responsabilité,
exigeant un engagement total, une grande disponibilité et beaucoup de souplesse. C’est une
expérience qui m’a enrichie, car la « petite structure », avec une capacité d’accueil de 8
femmes et leurs enfants, soit environ 16 personnes au total, implique d’être au courant de tout,
du ménage à la gestion des comptes.
Et quelques expériences supplémentaires
Le bilinguisme est un élément important de l’institution. Cet aspect m’a poussée à
approfondir mes connaissances d’allemand et à tenter un plongeon dans le singinois. Bien que
les réunions de plusieurs personnes parlant singinois aient été parfois difficiles à suivre, j’ai
apprécié d’avoir l’occasion d’exercer l’allemand. En accompagnant trois stagiaires
fréquentant des écoles de Suisse alémanique, j’ai pu m’immerger de façon plus approfondie
encore dans la langue allemande.
Pour l’accompagnement des résidentes de la partie germanophone, c’est un élément très
important que de pouvoir les rejoindre dans leur langue.
En 2008, j’ai également pu faire l’expérience d’un bref passage télévisé dans l’émission de
« Scènes de ménage » sur le thème de la maternité à l’adolescence. Cela a été un élément
formateur que d’être attentive à la façon de véhiculer de l’information au nom d’une
institution.
Une belle collaboration
Une image forte et porteuse reste l’extraordinaire collaboration que j’ai vécue avec les
collègues.
Je profite ici d’exprimer particulièrement ma reconnaissance à Daria Aebischer et à
Marguerite Ngo Batje Buchs qui étaient là lorsque j’ai débuté et qui sont toujours présentes
aujourd’hui : elles ont tracé la voie du professionnalisme, du respect, de l’ouverture et de la
bienveillance qui sont des valeurs essentielles de la bonne collaboration régnant à l’institution
aux étangs. Cette attitude permet de suivre une ligne pédagogique commune, de s’appuyer
sur les forces de chacune et, point essentiel, de mettre les résidentes au centre.
Ces valeurs de travail m’ont rejointe et j’ai eu à cœur de les entretenir et de les développer
comme un bien précieux, en étant attentive à les transmettre et à les cultiver auprès des
collaboratrices travaillant à l’institution. C’est un bagage que j’emporte précieusement avec
moi pour mes relations professionnelles futures.
Je remercie chaque collaboratrice pour nos échanges enrichissants ainsi que la Présidente et
les Membres du Conseil de Fondation avec lesquel/le/s j’ai eu beaucoup de plaisir à travailler.
Prendre la décision de quitter un petit joyau n’est pas facile. Toutefois, après vingt ans de
travail éducatif en milieu institutionnel, mon souhait est grand d’opérer un changement, afin
de redynamiser l’enthousiasme et l’élan nécessaires à l’accompagnement des personnes en
difficulté … et de ne pas devenir comme cet enseignant qui dit à ses élèves : « Ca fait trente
ans que je vous répète la même chose et vous ne savez toujours pas ! ».
De tout cœur, je souhaite longue vie à l’Institution aux étangs, dans le dynamisme,
l’enthousiasme et la motivation qui la caractérisent!
Aude Gygax
L’AIDE CONTRAINTE
Une invitation à la réflexion
Si toutes les femmes accueillies aux étangs ne sont pas sous le coup d’une mesure
judiciaire, certaines d’entre elles sont, directement ou indirectement, contraintes à un séjour
dans notre institution. Cela soulève le problème de l’adhésion à une mesure qu’elles n’ont
pas librement choisie. Les théories de l’aide contrainte,1 inspirées des travaux de Gregory
Bateson sur le double lien, peuvent nous apporter quelques explications sur les enjeux liés à
ce type de placement.
Bien que l’on ne soit pas toujours en présence d’acteurs directement judiciaires dans le
cadre des placements des mères avec leur enfant, ceux-ci sont presque systématiquement
en lien avec la justice. En effet, si le séjour qui leur est proposé devait révéler des
manquements graves dans leurs capacités à s’occuper de leur enfant, la justice serait amenée
à statuer sur l’évolution future de leur situation. Même si leur placement n’est que rarement
posé comme une obligation formelle, elles ne peuvent généralement s’y soustraire sous
peine de se voir stigmatisées comme incapables de reconnaître leur problème et d’œuvrer
pour le bien de leur enfant. Cette injonction les placerait donc dans une situation typique
des théories du double lien développées par l’équipe de Palo Alto sous la direction de
Gregory Bateson.2 Le double lien se caractérise par une demande à laquelle il est impossible
de satisfaire pleinement car l’énoncé met la personne dans un paradoxe relationnel
insoluble. Plusieurs éléments doivent être réunis pour que l’on puisse parler de double lien.
Premièrement, deux personnes ou plus sont impliquées dans la relation. Deuxièmement, la
personne A reçoit un ordre sous forme d’injonction paradoxale de la personne B. Cette
injonction paradoxale revêt généralement la forme d’une contrainte sur la volonté ou le
ressenti de la personne A. « Sois spontané » est un des exemples les plus connus de ce type
d’énoncés. La personne ne peut donc satisfaire pleinement à la demande qui lui est faite car
elle ne peut à aucun moment prouver qu’elle agit de son propre gré et non des suites de cet
ordre. Enfin, le double lien se caractérise par l’impossibilité de contourner l’injonction sous
peine de sanctions plus graves.
Dans le cas des mères contraintes à un séjour en institution, les caractéristiques du
double lien semblent réunies. Elles sont dans une situation où différents acteurs sont
HARDY G., S’il te plaît ne m’aide pas! L’aide sous injonction administrative ou judiciaire, Ramonville Saint-Agne, Éditions
Érès, 2001.
2 MARC E. et PICARD D., L’Ecole de Palo Alto, Un nouveau regard sur les relations humaines, Paris, Éditions Retz, 2004.
1
concernés : au minimum le service placeur et les intervenants éducatifs, en plus d’elles. On
leur demande non seulement d’accepter l’aide qui leur est imposée, mais également de
vouloir cette aide et de comprendre le sens de l’intervention, cela pour que la mesure puisse
fonctionner. Elles se retrouvent face à une injonction qui pourrait se résumer ainsi : « je
veux que tu veuilles l’aide dont j’estime que tu as besoin ». Elles ne peuvent généralement échapper
à cette injonction car un refus de collaboration de leur part impliquerait des mesures plus
contraignantes. Ainsi, selon les thèses de l’Ecole de Palo Alto, elles seraient dans
l’impossibilité de remplir pleinement la demande qui leur est faite.
Pourtant l’intervention socio-éducative qui leur est proposée ne semble pouvoir se faire
sans leur adhésion. Il s’agit en effet d’une action éducative de grande ampleur. Ce n’est pas
un comportement précis de la personne qui est visé, mais la globalité de ses compétences.
Il est demandé à ces femmes un changement profond et durable. Or, ces changements ne
peuvent se faire sans l’adhésion de la personne elle-même. Comme elles n’ont pas le choix
de s’y soumettre, elles devraient donc non seulement accepter cette aide, vouloir se
changer, mais aussi être capable de prouver qu’elles souhaitent réellement quelque chose
qui leur a été ordonné. Se présentent alors différents scenarii. Premièrement, la personne
pourrait identifier ses propres besoins et mettre du sens dans l’injonction qui lui est faite.
Elle reconnaît alors l’intérêt de l’aide et la désire pour elle-même. Deuxièmement, elle
pourrait percevoir les avantages de cette situation et tenter d’en profiter au maximum. Elle
entre alors dans le processus pour se décharger, mais ne s’investit pas réellement. Enfin,
certaines personnes pourraient adhérer dans le but de sortir de cette situation au plus vite,
créant alors un jeu de simulation afin de se libérer de la contrainte. Du point de vue des
services placeurs et des intervenants, il peut parfois être difficile de distinguer les femmes
qui sont réellement entrées dans le processus d’aide et qui souhaitent mener à bien
l’intervention, de celles qui n’y adhèrent qu’en surface ou par stratégie. Ainsi la relation qui
s’instaure s’avère particulièrement complexe.
Si
aux étangs
n’accueille pas uniquement des mères placées de manière
contraignante, les enjeux que soulève ce type de placement font partie intégrante
de notre travail. Comment accompagner au mieux une personne pour qu’elle puisse
saisir le sens de l’intervention et s’approprier volontairement les outils qui lui sont
proposés ? Voilà un des défis que nous devons relever au quotidien…
Aurianne Stroude, collaboratrice socio-éducative jusqu’à fin mars 2010