Kraftdreikampf - Special Olympics Deutschland

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Kraftdreikampf - Special Olympics Deutschland
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Special Olympics Sportregeln ©
KRAFTDREIKAMPF
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Kraftdreikampf
(2011)
Inhaltsverzeichnis
Abschnitt A – Offizielle Wettbewerbe .................................... 2
Abschnitt B – Ausstattung ........................................................ 2
Abschnitt C – Einteilung (Divisioning) und
Wettbewerbsablauf ...................................................................... 4
Abschnitt D – Kampfrichter ...................................................... 6
Abschnitt E – Wettbewerbsregeln .......................................... 6
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Die offiziellen Special Olympics Regeln gelten für alle Special Olympics Wettbewerbe im
Gewichtheben. Als internationale Sportorganisation hat Special Olympics diese Regeln in
Anlehnung an die Regeln der International Powerlifting Federation (IPF) sowie der nationalen
Verbände erstellt, einzusehen unter http://powerlifting-ipf.com/. Es gelten die Regeln der IPF
und der nationalen Verbände, sofern sie nicht im Widerspruch zu den offiziellen Special
Olympics Regeln stehen. In solchen Fällen gelten die Special Olympics Regeln.
Abschnitt A – Offizielle Wettbewerbe
Nachfolgend werden die offiziellen, bei Special Olympics vorhandenen Wettbewerbe
aufgelistet.
Es ist vorgesehen, Wettbewerbsmöglichkeiten für alle Athleten aller Leistungsklassen
anzubieten. Die einzelnen Programme legen die angebotenen Wettbewerbe fest, und falls
nötig, Richtlinien zur Durchführung dieser Wettbewerbe. Die Trainer sind für das Angebot
sowohl des Trainings als auch des Wettbewerbs gemäß der Fähigkeiten und Interessen
jedes einzelnen Athleten verantwortlich.
1.
2.
3.
4.
5.
Kniebeugen
Bankdrücken
Kreuzheben
Zweikampf (Bankdrücken und Kreuzheben) oder
Dreikampf (Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben)
Abschnitt B – Ausstattung
1.
Hantelstange und Hantelscheiben
a.
b.
c.
d.
e.
f.
g.
Griffbreite zwischen den Stellringen: maximal 1,31 m
Gesamtlänge: maximal 2,20 m
Durchmesser der Hantelstange: 28 mm (Minimum) bis 29 mm (Maximum)
Durchmesser der größten Hantelscheibe: 45 cm
Gewicht der größten Hantelscheibe: 25 kg
Gewicht der Hantelstange und der Stellringe/Verschlüsse: 25 kg
Die Hantelscheiben haben folgende Gewichte:
25 kg, 20 kg, 15 kg, 10 kg, 5 kg, 2,5 kg und 1,25 kg
Die Hantelscheiben müssen den folgenden Farbeinteilungen entsprechen:
10 kg und darunter – irgendeine Farbe, jedoch eine andere als die der schwereren
Gewichte: 15 kg – gelb; 20 kg – blau; 25 kg – rot
Auf allen Hantelscheiben muss das Gewicht klar erkenntlich angebracht sein. Das
Gewicht darf maximal 0,25 % vom Nennwert abweichen.
h.
i.
2.
Bank
a.
Standard-Bank (die befestigten Sicherheitsstandards müssen bei allen Wettbewerben
genutzt werden)
Länge: mindestens 1,22 m
Breite: zwischen 29 cm und 32 cm
Höhe: zwischen 42 cm und 45 cm
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b.
Angepasste Bank ( Spezialbank für Menschen mit Körperbehinderung)
Länge: 2,1 m
Breite: Kopfende – 30,5cm; Körperbereich – 61 cm
Höhe: 45 – 50 cm
3.
Bekleidung und Ausrüstung
a.
Hebeanzug
Die Bekleidung besteht aus einem einteiligen Anzug, aus dehnbarem, einschichtigem
Material ohne Aufsätze oder Fütterung. Zugelassen sind auch Anzüge in der Art, wie sie
von Gewichthebern/ Ringern getragen werden, sofern sie keine Stützfunktion
eingearbeitet haben. Die Träger des Anzuges müssen sich während des Wettbewerbes
stets auf den Schultern befinden.
1) Der Anzug darf jede beliebige Farbe oder Farben haben.
2) Die Säume und Nähte dürfen nicht breiter als 3 cm und nicht stärker als 0,5 cm sein.
Nur bei Anzügen ohne Verstärkungen dürfen die Säume und Nähte breiter als 3cm
sein.
3) Die Nähte dürfen durch ein engmaschiges oder dehnbares Gewebe, das nicht breiter
als 2 cm und nicht stärker als 0,5 cm sein darf, geschützt oder verstärkt werden.
4) Der Anzug muss Beine haben, wobei die Länge der Beine mindestens 3 cm und
höchstens 15 cm betragen muss (gemessen vom Schritt entlang der OberschenkelInnenseite). Gewichtheber-Anzüge ohne Stützfunktion dürfen auch längere Beine
haben, sofern sie oberhalb des Knies enden.
5) Anzüge ohne Stützfunktion dürfen im Schritt verstärkt sein.
6) Lange Hosen sind nicht gestattet.
b.
Unterleibchen
Beim Kniebeugen und beim Bankdrücken muss von allen Teilnehmern unter dem Anzug
ein beliebig farbiges Unterleibchen (oder T-Shirt) getragen werden. Während dies für
Männer freigestellt ist, müssen Frauen beim Kreuzheben ein solches T-Shirt tragen. Das
T-Shirt sollte folgende Eigenschaften haben:
1) Es darf nicht gerippt sein.
2) Es darf aus keinem gummiartigen oder ähnlich dehnbaren Material bestehen.
Sonderanfertigen sind nicht zugelassen.
3) Es darf keine verstärkten Säume oder Nähte haben, die dem Gewichtheber während
des Wettbewerbs einen Vorteil verschaffen könnten.
4) Das T-Shirt muss Ärmel haben, die jedoch nicht bis über das Ellenbogengelenk
reichen dürfen und nicht am Deltamuskel enden.
c.
Unterhose
Unter dem Anzug wird handelsübliche Sportunterwäsche oder sonstige Unterwäsche
aus einer beliebigen Mischung von Baumwolle, Nylon oder Polyester ( nicht jedoch
Badehosen oder andere Hosen aus dehnbarem Stretchmaterial) getragen. Spezielle
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Stützhosen dürfen nicht getragen werden. Die weiblichen Teilnehmer müssen ebenfalls
kurze Unterwäsche ohne Verstärkungen tragen.
d.
Fußbekleidung
Beim Kreuzheben müssen lange Socken (bis zum Knie) getragen werden. Es dürfen
ausschließlich Sportschuhe, Power- oder Weightlifting-Schuhe verwendet werden.
Wander- und Arbeitsschuhe sind nicht erlaubt. Die Höhe der Absätze darf 5 cm nicht
überschreiten.
e.
Gürtel
Über dem Anzug darf ein Gürtel aus Leder, Vinyl oder einem ähnlichen, nicht
dehnbarem oder nicht-metallischem Material (mit Ausnahme der Schnalle und der Ösen)
getragen werden. Abmessungen: max. 10 cm breit und nicht stärker als 13mm. Der
Gürtel darf nicht mehr als einmal um den Körper reichen. Gürtel dürfen nicht über
zusätzliche Polsterung verfügen.
f.
Bandagen
1) Handgelenksbandagen sind bis zu einer Breite von 8cm und bis zu einer Länge von
1m erlaubt. Eine solche Bandage darf nicht weiter als 10cm über die Mitte des
Handgelenks und nicht mehr als 2 cm darunter reichen. Anstelle von
Handgelenksbandagen dürfen auch Kraftbänder von nicht mehr als 10cm Breite
getragen werden.
2) Kniebandagen mit einer Maximallänge von 2 m und 8 cm dürfen verwendet werden.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Bandagen nicht die Socken und den Anzug
berühren dürfen.
a) Bandagen mit Stützfunktion dürfen nur verwendet werden, wenn diese von der IPF
freigegeben wurden.
b) Bandagen ohne Stützfunktion (z. B. Schweißbänder) bedürfen keiner Freigabe der
IPF.
g.
Allgemeines
Babypuder, Billardkreide, flüssige Kreide, Harz, Talkum oder Magnesium sind die
einzigen Stoffe, die auf dem Körper oder dem Anzug aufgetragen werden dürfen. Die
Verwendung von Ölen, Fetten oder anderen ähnlichen Substanzen ist untersagt.
4.
Modifikationen
Athleten mit körperlichen Behinderungen (wie z. B. Rollstuhl, zerebrale Kinderlähmung,
Amputationen) dürfen einen zweiteiligen Anzug tragen, wobei der obere und der untere
Teil anliegend sein müssen.
Abschnitt C – Einteilung (Divisioning) und Wettbewerbsablauf
1. Die Athleten werden entsprechend ihres Geschlechts, Alters, ihrer Leistungsfähigkeit
und Gewichtsklasse eingeteilt. Das Mindestalter zur Teilnahme ist 14. Geschlecht:
männlich/weiblich. Alter: „Sub-Junior“ 14-18, „Junior“ 19-23, „Senior“ 24 – 39, „Master“
40 und älter. Gruppen = alle Gewichtsklassen.
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a.
Männer
1) 52 kg
2) 56 kg
3) 60 kg
4) 67,5 kg
5) 75 kg
6) 82,5 kg
7) 90 kg
8) 100 kg
9) 110 kg
10) 125 kg
11) über 125 kg
b.
Frauen
1) 44 kg
2) 48 kg
3) 52 kg
4) 60 kg
5) 67,5 kg
6) 75 kg
7) 82,5 kg
8) 90 kg
9) über 90 kg
c.
Die Gewichtsklassen dienen der Einteilung der Sportler in Gruppen nach ihrem
Körpergewicht, das bestimmende Komponente für ihre Leistungsstärke ist. Die „WilkesFormel“ wird dann verwendet, wenn nicht genug Athleten (mind. 3) in einer
Gewichtsklasse antreten oder wenn das Ergebnis eines Athleten und das seines
Partners gemeinsam für den Unified Wettbewerb gewertet wird.
d.
Die Einteilung nach Geschlecht, Alter und Gewichtsklassen sollte aufgrund vorliegender
früherer Leistungen erfolgen. Diese Anfangsleistung sollte nicht deutlich höher oder
niedriger (außer im Fall von Verletzungen) sein, als die Leistungen der letzten 6 – 12
Monate. Eine offizielle Bestätigung über diese Leistungen muss vorliegen.
2.
Wiegen
a.
Die Gewichtsklasse eines Athleten wird aufgrund seiner Meldeangaben noch vor dem
ersten Wettbewerbstag durch die Fachjury geklärt und entsprechend geplant.
b.
Das Wiegen der Teilnehmer einer bestimmten Gewichtsklasse findet 2 Stunden vor
deren Wettbewerbsbeginn statt und muss innerhalb von 90 Minuten beendet sein. Alle
Teilnehmer einer Gewichtsklasse müssen sich in Gegenwart der 3 für diese
Gewichtsklasse bestimmten Kampfrichter wiegen lassen.
c.
Das Wiegen ist geheim und findet für jeden Teilnehmer einzeln statt. Der „Wiege-Raum“
wird abgeschlossen und nur die Kampfrichter für die Gewichtsklassen, der Athlet sowie
sein Coach oder Betreuer haben Zutritt. Die Ergebnisse des Wiegens werden erst dann
bekannt gegeben, wenn alle Athleten einer Gewichtsklasse gewogen wurden.
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d.
Das offizielle Gewicht der Teilnehmer wird nur einmal registriert. Nur jene, die schwerer
oder leichter als entsprechende Gewichtsklasse sind, dürfen sich innerhalb der 90
Minuten vom Beginn des Wiegens an noch einmal wiegen lassen.
e.
Athleten, die über dem Limit einer Gewichtsklasse liegen, werden in die nächst höhere
Gewichtsklasse eingestuft. Athleten, die unter Mindestgewicht einer Gewichtsklasse
liegen, dürfen mit Zustimmung des Hauptkampfrichters in der nächst niedrigeren
Gewichtsklasse antreten, sofern diese angeboten wird. Falls diese nicht angeboten wird,
darf der Athlet außerhalb des offiziellen Wettbewerbs antreten und erhält eine
Teilnehmermedaille.
3.
Rundensystem – Die Athleten werden in Gruppen von maximal 14 Teilnehmern
eingeteilt. In jeder Gruppe fängt der Athlet mit dem niedrigsten Hantelgewicht an und
wird mit zunehmendem Gewicht fortgesetzt, bis alle Gewichtheber einer Gruppe einmal
dran waren. Die Gewichte werden dann wieder neu aufgelegt und ein zweiter und dritter
Versuch wird nach diesem System durchgeführt. Auf keinen Fall darf das Gewicht
reduziert werden, nachdem ein Teilnehmer bereits zu einem Versuch mit dem
angekündigten Gewicht angetreten ist. Nach dieser Gruppe tritt dann die nächste an.
Abschnitt D – Kampfrichter
1.
Der Hauptkampfrichter sollte vor der Hebeplattform sitzen. Die drei Kampfrichter dürfen
sich die Plätze aussuchen, von wo sie den besten Überblick haben; der
Hauptkampfrichter sitzt für gewöhnlich direkt vor der Plattform, während die anderen 2
Kampfrichter sich links und rechts der Plattform befinden. Zusätzlich soll auch ein
Zeitnehmer offiziell bestimmt werden.
2.
Der Hauptkampfrichter trifft allein die Entscheidung, ob beim Auflegen der Gewichte oder
bei der Ankündigung des Sprechers Fehler begangen wurden. Die Entscheidung des
Hauptkampfrichters wird dem Sprecher mitgeteilt und eine offizielle Ankündigung wird
getätigt.
3.
Ein offizieller Vertreter ist als Verantwortlicher für den Ablauf zu bestimmen.
Abschnitt E – Wettbewerbsregeln
1. Allgemeine Regeln und Modifikationen
a.
Bei jedem Wettbewerb, der auf einer Hebeplattform oder Bühne ausgetragen wird,
dürfen sich nur der Gewichtheber, die Mitglieder der Wettbewerbsjury, die zuständigen
Kampfrichter, das Sanitätspersonal, die offiziellen Helfer und der Coach des jeweiligen
Athleten aufhalten.
b.
Vor Beginn des Wettbewerbes müssen die Kampfrichter das Gewicht der Hantelstange
und Scheiben überprüfen, sodass das Gesamtgewicht dem angekündigten Gewicht
auch tatsächlich entspricht.
c.
Ein Bereich der Bühne, links neben und hinter dem Hauptschiedsrichter, wird markiert
und darf von dem Coach des jeweiligen Athleten, der an der Reihe ist, besetzt werden.
Der Coach darf währenddessen Handzeichen geben.
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d.
Jeder Teilnehmer hat vom Aufruf seines Namens bis zum Beginn seines Versuches 1
Minute Zeit. Wird diese Minute überschritten, so verfällt der Versuch. Per Stoppuhr wird
die Zeit genommen, bis der Athlet mit dem Hebeversuch ordnungsgemäß beginnt.
Athleten mit körperlichen Behinderungen (welche beim Wiegen mit verzeichnet werden
müssen) werden bis zu 3 Minuten zugestanden.
e.
Das Gewicht für den ersten Versuch soll beim Wiegen angegeben werden.
f.
Der Athlet muss das Gewicht für seinen zweiten bzw. dritten Versuch innerhalb einer
Minute nach Beendigung des vorigen Versuchs anmelden. Die Minute beginnt, sobald
das Licht aktiviert ist. Wenn innerhalb der Minute kein Gewicht angemeldet wurde, wird
das Gewicht beim nächsten Versuch automatisch um 2,5kg erhöht. War der vorige
Versuch des Athleten ungültig und dieser reicht innerhalb einer Minute kein neues
Gewicht für den nächsten Versuch ein, wiederholt dieser beim nächsten Versuch das
zuvor nicht bewältigte Gewicht.
g.
Ein Versuch wird für ungültig erklärt und der Gewichtheber disqualifiziert, wenn die
Mehrheit der Jury sowie der Hauptschiedsrichter der Meinung ist, dass dieser die
Gewichte absichtlich hat fallen lassen.
h.
Gewertet wird das jeweils höchste Gewicht eines Wettbewerbs sowie das
Gesamtgewicht aller Wettbewerbe.
i.
Die Wilkes-Formel (siehe Anlage) wird, in Kilogramm, in einer Koeffiziententabelle
dargestellt. Jedem Teilnehmer wird ein Koeffizient zugewiesen, der durch sein
Körpergewicht (kg) bestimmt wird. Um die Platzierung eines Gewichthebers zu
bestimmen, wird der Koeffizient eines jeden Teilnehmers mit seinem Gesamtergebnis
multipliziert. Das Ergebnis wird als sein „Wilkes Formel Gesamtergebnis (WFG)“
bezeichnet. Der Gewichtheber mit dem höchsten WFG erhält den ersten Platz und so
ergeben sich absteigend die nachfolgenden Platzierungen.
2. Wettbewerbsspezifische Regeln und Modifikationen
a.
Kniebeugen
1) Der Gewichtheber nimmt eine aufrechte Haltung ein, wobei die Hantelstange nicht
mehr als 3 cm unterhalb des vorderen Deltamuskels liegen darf. Die Stange muss
waagrecht auf den Schultern gehalten werden, wobei die Hände und Finger auf der
Stange aufliegen müssen (nicht aber auf den Stellringen) die Füße flach am Boden
stehen und die Knie gestreckt sein müssen.
2) Nachdem die Stange von der Halterung gehoben wurde, tritt der Sportler etwas
zurück und geht in die Ausgangsstellung. Er verharrt zunächst in dieser Haltung, bis
der Schiedsrichter das Zeichen zum Beginn des Versuchs gibt. Das Signal erfolgt,
sobald sich der Sportler nicht mehr bewegt und die Stange korrekt aufliegt. Wenn
mechanische Halterungen verwendet werden, die sich automatisch zurückziehen,
muss der Sportler noch vorher die Stange anheben und bewegungslos das Signal
des Schiedsrichters abwarten. Das Signal besteht aus einer Abwärtsbewegung des
Arms und dem gesprochenen Kommando „Beugen“.
3) Auf das Signal des Schiedsrichters hin geht der Sportler in die Hocke, bis sich die
Oberfläche der Oberschenkel an der Hüfte unterhalb der Höhe der Knie befindet.
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Darstellung der regelkonformen Tiefe der Kniebeuge.
4) Ohne Wippen oder Schwungholen muss der Sportler dann wieder in eine aufrechte
Position mit gestreckten Knien zurück. Sobald er dann bewegungslos verharrt, gibt
der Schiedsrichter das Zeichen zum Auflegen der Stange.
5) Das Signal zum Auflegen der Stange besteht aus einer Rückwärtsbewegung der
Hand und dem deutlichen Kommando „Ablegen“. Der Sportler muss dann
glaubwürdig versuchen, die Stange wieder auf die Halterung aufzulegen.
6) Der Athlet soll mit Blick zur Vorderseite der Bühne stehen.
7) Zu keinem Zeitpunkt des Versuchs darf der Sportler die Stellringe oder Scheiben
halten. Der äußere Bereich der Hände jedoch, welche die Stange greifen, darf die
Innenseite der Stellringe berühren.
8) Es dürfen sich nie mehr als 5 oder weniger als 2 Helfer auf der Bühne befinden.
9) Der Sportler darf beim Anheben und Zurücklegen der Stange von der Halterung die
Unterstützung der Helfer in Anspruch nehmen. Sobald die Stange jedoch von der
Halterung genommen ist, dürfen die Helfer dem Sportler keine weitere Hilfestellung
bezüglich Positionierung, Fußhaltung oder Lage der Stange leisten.
10) Nach Ermessen des Schiedsrichters, darf der Sportler einen zusätzlichen Versuch
mit denselben Gewichten durchführen, wenn zuvor ein Fehlversuch aufgrund von
Fehlverhalten einer oder mehrerer Helfer oder durch Materialfehler zustande
gekommen ist.
11) Ein Athlet mit Down-Syndrom bei dem atlanto-axiale Instabilität diagnostiziert wurde,
darf an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen. Weitere Informationen hierzu finden
sich in Artikel I, Abschnitt L, 7 f.
12) Gründe für eine Disqualifikation beim Kniebeugen
a) Nichtbeachten der Signale des Schiedsrichters zu Beginn oder am Ende eines
Versuchs.
b) Wippen oder mehrmaliges Ansetzen des Versuchs in der Hocke.
c) Wenn es versäumt wird eine aufrechte Haltung mit gestreckten Knien zu Beginn
oder am Ende des Versuchs einzunehmen.
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d) Jede Fußbewegung zur Seite, nach hinten oder nach vorne während der
Ausführung des Versuchs.
e) Wenn die Knie nicht so weit gebeugt werden, dass die Oberfläche der
Oberschenkel an der Hüfte unter Kniehöhe ist.
f) Veränderung der Position der Stange auf der Schulter, nach Beginn des
Versuchs.
g) Berühren der Stange oder des Sportlers durch Helfer zwischen den Signalen des
Schiedsrichters.
h) Berühren der Beine mit Ellenbogen oder Oberarmen.
i) Unglaubwürdiger Versuch, die Stange wieder auf die Halterung zurückzulegen.
j) Fallenlassen oder Niederwerfen der Stange nach Beendigung des Versuchs.
k) Nichtbefolgen der Vorschriften, wie sie in der offiziellen Beschreibung des
Stemmvorganges enthalten sind.
b.
Bankdrücken
1) Der Teilnehmer muss für die gesamte Dauer des Versuchs folgende Haltung auf
der Bank einnehmen: Kopf und Oberkörper (einschließlich Gesäß) müssen auf
der Bank aufliegen und die Füße müssen auf dem Boden oder einer Auflage
sein. Um eine feste Bodenhaftung zu erzielen, dürfen Scheiben oder Blöcke
(nicht höher als 30 cm) mit einer ebenen Oberfläche als Unterlage benutzt
werden. Sportler mit einer körperlichen Behinderung sollen die Möglichkeit
haben, entweder die Standard- oder die spezielle Bank für körperbehinderte
Teilnehmer zu nutzen. Die Hände müssen die Stange mit einem Klammergriff so
umfassen, dass die Stange sicher gehalten werden kann. Eine andere
Griffhaltung ist nicht erlaubt.
2) Sportler mit körperlichen Behinderungen dürfen vom Fußgelenk bis zu den
Hüften an die Bank gegurtet werden, wobei der Gurt nicht breiter als 10 cm sein
darf.
3) Nachdem der Teilnehmer die Stange alleine oder mit Hilfe von der Halterung
gehoben hat, muss er mit gestreckten Armen auf das Zeichen des Kampfrichters
warten. Das Signal erfolgt sobald der Gewichtheber eine ruhende Position
eingenommen hat und die Stange korrekt mit gestreckten Armen gehalten wird.
a) Es sollen nicht mehr als 4 und nicht weniger als 2 offizielle Helfer beim
Wettbewerb assistieren.
b) Der Abstand der Hände (gemessen von den Zeigefingern) sollte nicht größer
als 81 cm sein.
c) Teilnehmer, die körperlich nicht in der Lage sind, die Arme völlig
durchzustrecken, müssen dies bereits beim Wiege-Vorgang einem offiziellen
Coach mitteilen. Ein ärztliches Attest sollte beigelegt werden. Nach dem
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Wiege-Vorgang dürfen keine Veränderungen der Hebetechniken mehr
gestattet werden.
d) Das Signal des Schiedsrichters besteht aus einer Abwärtsbewegung des
Armes und dem gesprochenen Kommando: „Start“.
e) Nach dem Startzeichen wird die Hantelstange auf die Brust gesenkt und
bewegungslos gehalten. Auf das akustische Kommando „Drücken“, wird die
Stange nach oben gedrückt und mit gleichmäßig gestreckten Armen gehalten.
Wenn die Stange bewegungslos in dieser Position ruht, wird per
Abwärtsbewegung des Armes sowie dem Kommando „Ablegen“ das Signal
erteilt, die Stange wieder auf die Halterung aufzulegen. Bei hörgeschädigten
Teilnehmern wird auf Signale per Berührung zurückgegriffen.
f) Die Schiedsrichter nehmen bei diesem Wettbewerb, die für sie günstigste
Position ein.
4) Gründe zur Disqualifikation beim Bankdrücken
a) Nichtbeachten der Anweisungen des Schiedsrichters zu Beginn oder am
Schluss des Versuchs.
b) Jede Veränderung der Position nach dem Startsignal, z. B. Anheben des
Kopfes/ der Schultern, des Gesäßes oder der Füße von ihrem ursprünglichen
Berührungspunkt mit der Bank oder dem Boden, eine Veränderung der
Griffhaltung. Zu keinem Zeitpunkt des Versuches dürfen die Füße des
Athleten die Bank oder ihre Abstützteile berühren.
c) Jede anhebende Bewegung der Stange, nachdem sie in die Ruhestellung auf
die Brust aufgelegt wurde.
d) Jede ausgeprägte/übertriebene ungleichmäßige Streckung der Arme beim
Drücken.
e) Jede Abwärtsbewegung der Stange beim Vorgang des Aufwärts-Drückens.
f) Wenn es am Ende des Versuches nicht gelingt, die Arme voll auszustrecken.
g) Wenn ein Helfer zwischen den Signalen des Schiedsrichters die Stange
berührt.
h) Wenn der Stemmer die Auflagestützen bewusst mit der Hantelstange berührt,
um diese leichter in die Höhe zu bringen.
i) Wenn irgendeine Vorschrift, wie in diesen Regeln beschrieben, nicht befolgt
wird.
c.
Kreuzheben
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1) Die Hantelstange muss waagerecht vor den Füßen des Teilnehmers liegen,
der sie mit beiden Händen beliebig umfasst und sie in einer kontinuierlichen
Aufwärtsbewegung in die Höhe hebt, bis er aufrecht zu stehen kommt.
2) Der Sportler steht mit dem Gesicht zum vorderen Teil des Heberbodens
gewandt.
3) Am Ende des Versuchs müssen die Knie gestreckt sein und die Schultern
müssen aufrecht (nicht gerundet oder nach vorne hängend) sein. Sollten sie
jedoch nach hinten gedrückt sein, und alle anderen Kriterien aber erfüllt
werden, wird der Versuch als gültig gewertet.
4) Das Signal des Schiedsrichters besteht aus einer Abwärtsbewegung der Hand
sowie dem gesprochenen Kommando „Ab“. Das Signal darf erst erfolgen,
wenn die Hantelstange bewegungslos gehalten wird und der Stemmer die
vorgeschriebene Haltung einnimmt.
5) Jedes Anheben der Hantel oder jeder bewusste Ansatz dazu, zählt als
Versuch.
6) Disqualifikationsgründe beim Kreuzheben:
a) Jede Abwärtsbewegung der Stange oder eines ihrer Enden im Verlauf des
Versuchs.
b) Wenn der Sportler keine aufrechte Haltung mit geraden Schultern einnimmt.
c) Wenn die Knie am Ende des Versuches nicht durchgestreckt und
geschlossen sind.
d) Wenn die Hantelstange während der Hebebewegung auf den
Oberschenkel abgesetzt wird. Anmerkung: Das Absetzen der Stange auf
den Schenkeln, kann eine Beugung der Knie und eine Senkung der Hüfte
zur Folge haben.
e) Wenn die Hantelstange vor dem Signal des Hauptschiedsrichters abgesetzt
wird.
f) Wenn die Hantelstange nicht mit beiden Händen auf den Heberboden
abgesetzt wird.
g) Wenn irgendeine Vorschrift, wie in diesen Regeln beschrieben, nicht
befolgt wird.
d.
Mehrkampf
1)
Für die Mehrkampfwertung ist es erforderlich, dass ein Athlet sowohl im
Bankdrücken als auch im Wettbewerb Kniebeugen oder einer Kombination aus
Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben teilnimmt.
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2) Das Finalergebnis eines Athleten wird ermittelt, indem das jeweils höchste
erfolgreich absolvierte Gewicht einer Disziplin (Bankdrücken und Kreuzheben,
bzw. Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben) miteinander addiert wird.
3) Drei aufeinander folgende Fehlversuche in einer der Disziplinen führen
automatisch zum Ausschluss vom Mehrkampf-Wettbewerb.
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Umrechnungstabelle von Kilos
Um Kilos in Pfund umzurechnen, multipliziert man die Kilos mit 2,2046. Regeln
besagen, dass die Pfundzahl auf das nächst niedrigere Viertel gerundet wird, z. B.
107,5 kg x 2,2046 ergibt 236,99450. Die Pfundzahl wird dann auf 236-3/4
abgerundet und nicht auf 237 aufgerundet.
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